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Im Norden Syriens ist ein junger Deutscher gestorben. Vor drei Jahren schloß er sich der Internationalen Brigade der YPG an, die aus mehreren hundert Kämpfern besteht. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten sollen etwa 50.000 Mann stark sein. Zuerst kämpfte Konstantin G. an deren Seite gegen den IS - und dann gegen die Türkei. Er war weder "ein Rambo noch ein verbohrter Ideologe", sagt SZ-Außenpolitik-Redakteur Moritz Baumstieger, der mit seiner Familie gesprochen hat. Konstantin G. habe zur Waffe gegriffen, weil er die Terrormiliz IS bekämpfen wollte. In Rojava nannten sie ihn “Andok”, Bauer, weil er ausgebildeter Landwirt war. Es gibt in diesem Konflikt keine Grenzen, sagt Baumstieger, das sei wirklich eine internationale Gruppe. Weitere Nachrichten: Kluft auf Immobilienmarkt wächst, Pakistans Ex-Präsident Musharraf zum Tode verurteilt, Jens Söring in Deutschland. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Thereasa Parstorfer, Nora Ederer Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über dpa und Claudio Locatelli Hier die Reportage "Deutscher unter den Opfern" aus der SZ vom 17.12.2019. Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
- 16.12.201911 Min.
Wer oder was kennt uns eigentlich am besten? Wahrscheinlich nicht unser Partner oder die beste Freundin, sondern unser Smartphone. Es ist Wunderwaffe und Wanze zugleich, denn es merkt sich fast alles, was wir tun. Dieses Phänomen heißt "Tracking" und bedeutet übersetzt so viel wie Verfolgen. Und das trifft die Sache schon ziemlich gut. Smartphones verfolgen ihre Besitzer nämlich auf Schritt und Tritt. Sie sammeln Informationen und teilen sie dann mit Firmen wie Facebook, Amazon oder Google. Die wiederum schneidern daraus personalisierte Werbung - und verdienen so Milliarden. Aber welche Daten werden überhaupt übertragen? Um das herauszufinden hat ein SZ-Rechercheteam das Smartphone einer Testperson modifiziert, um die Daten mitzulesen und zu analysieren, die es den ganzen Tag über ins Netz sendet. In dieser Folge erzählt SZ-Redakteur Hannes Munzinger von dieser Recherche und erklärt wie das Geschäftsmodell mit den Daten funktioniert. Die ganze Recherche finden Sie unter sz.de/datenjagd. Hier finden Sie Tipps, wie Sie sich und Ihre Daten besser schützen können. (SZ-Plus) Auf dieser Seite finden Sie die Information, welche Tracker auf den SZ-Webseiten verwendet werden und wie sie deaktiviert werden können. Weitere Themen: Ende der Klimakonferenz und Klimapaket von Bund und Ländern, Gesetz zur Hasskriminalität. Redaktion, Moderation: Antonia Franz Redaktion: Lars Langenau, Nora Ederer, Theresa Parstorfer Produktion: Julia Onygerth Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
- 13.12.201911 Min.
Boris Johnson hat bei der Parlamentswahl in Großbritannien einen deutlichen Sieg eingefahren. Seine Tories haben die absolute Mehrheit im Parlament. Damit können sie Großbritannien aus der EU führen. "Get Brexit done": Das war Johnsons Versprechen, sein Wahlslogan. Damit hat er scheinbar den Nerv bei den Wählern getroffen, die nach jahrelangem Streit über das Ob und das Wie des Ausstiegs aus der Europäischen Union müde sind und das Thema endlich erledigt wissen wollen. Hinzu kommen eine schwache Opposition sowie eine Brexit-Partei, die den Schulterschluss mit den Tories vollzogen hat. Über ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland, sagt Cathrin Kahlweit, müsse sich Johnson nicht den Kopf zerbrechen. Dieses könne er als Premier einfach abschmettern. Johnsons Achillesferse, so die SZ-London-Korrespondentin, ist ein anderer Teil des Vereinigten Königreichs. Nämlich Nordirland. Weitere Themen: EU will bis 2050 Klimaneutralität, FPÖ schließt Strache aus. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Guardian News.
Am 23. August wird im Kleinen Tiergarten in Berlin ein 40-jähriger Mann erschossen. Das Opfer ist Georgier und er soll in der russischen Teilrepublik Tschetschenien auf der Seite der antirussischen Separatisten gekämpft haben. Kurz danach wird schon der mutmaßliche Täter, ein Russe, gefasst. Das Bundeskriminalamt erkennt Anhaltspunkte dafür, dass es sich um einen staatlichen Auftragsmord handeln könnte - und verdächtigt Russland. Der Kreml streitet alles ab. Weil die russischen Sicherheitsbehörden nur unzureichend kooperieren, hat Berlin zwei als Diplomaten firmierende Geheimdienstmitarbeiter ausgewiesen. An diesem Donnerstagmorgen hat nun auch Russland zwei deutsche Diplomaten des Landes verwiesen. Eine erwartbare Reaktion, sagt Silke Bigalke. Die SZ-Moskau-Korrespondentin erklärt, dass alles andere ein Schuldeingeständnis der russischen Seite darstellen würde. Weitere Themen: Nord Stream 2, EZB lässt Leitzins bei 0, Bundestag beschließt Meisterpflicht. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Nora Ederer Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über dpa.
- 11.12.201911 Min.
Das wertvollste Unternehmen an der Börse ist nicht mehr Apple sondern Aramco. Ein Öl-Unternehmen aus Saudi-Arabien, das jetzt auch an der Börse gelistet ist. Eigentlich hätte der Börsengang noch größer werden sollen, aber die Investoren waren recht zurückhaltend. Deshalb ist die Aktie auch nicht wie geplant international gelistet, sondern wird erstmal nur an der Börse in Riad gehandelt. Wie Saudi-Arabien langfristig unabhängiger vom Öl werden will, erklärt SZ-Redakteur Paul-Anton Krüger. Weitere Nachrichten: Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Sportscheck, Ursula von der Leyen stellt ihren "Green Deal" vor. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Theresa Parstorfer Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Reuters
- 10.12.201910 Min.
Peter Handke bekommt in Stockholm den Nobelpreis für Literatur verliehen. Doch der österreichische Schriftsteller ist vor allem wegen seines literarischen Einsatzes für Serbien und serbische Politiker umstritten. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte etwa kritisierte die Entscheidung als “skandalös”, der türkische Präsident Erdogan nennt ihn gar einen Rassisten. Handkes Serbienreise folgte damals zwar einem "richtigen Impuls", sagt der Feuilleton-Chef der SZ, Andrian Kreye. Doch Handke habe die falschen Schlüsse bis zur Geschichtsverfälschung gezogen. Die Menschen waren auf beiden Seiten Gräueltaten ausgesetzt. Der Österreicher aber sei einem Reflex gefolgt, der aus einer überkommenen "antiautoritären Guerilla-Romantik der Sechzigerjahre" stamme. Weitere Nachrichten: US-Demokraten präsentieren zwei Anklagepunkte gegen Trump, rassistischer Vermieter zu Geldstrafe verurteilt. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über dpa. Auslöser der bis heute andauernden Diskussion über Handke und sein Werk war der Text "Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien", der 1996 in der SZ erschienen ist.
- 09.12.20199 Min.
Nach einem Streit mit einer Gruppe junger Männer, ist am Freitagabend in Augsburg ein Mann gestorben. Diese Gewaltat ist entsetzlich, aber Jugendgewalt ist kein neues Phänomen. Die Gewalt nimmt statistisch immer weiter ab. Laut Bundeskriminalamt gab es in Deutschland 2017 insgesamt 731 Mord- und Totschlagsdelikte, in 83 Fällen wurden Deutsche von Ausländern getötet. Doch die Angst vor dem Verbrechen ist gestiegen. Die "gefühlte Bedrohung" ist deutlich größer, als es die polizeiliche Statistik nahelegt. Heute verzeichnet Deutschland pro 100 000 Einwohner etwa 0,78 Gewalttote, 1890 waren es 2,5 und 1990 1,7. Die Erschütterung über diesen Fall in Augsburg aber sei so groß, weil er in einer Situation geschah, die jeder kennt, die so jedem geschehen könnte, sagt Joachim Käppner aus dem Innenpolitik-Ressort der SZ. Weitere Nachrichten: Polizist in München niedergestochen, Welt-Antidopingagentur Wada sperrt Russland für internationale Wettkämpfe, Panda-Babys im Berliner Zoo haben Namen. Redaktion, Moderation: Theresa Parsdorfer Redaktion: Lars Langenau, Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über ZDF.
- 06.12.201911 Min.
Die US-Demokraten treiben das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump voran. Es wird jetzt unausweichlich zu einem Impeachment gegen den US-Präsidenten kommen. Letztendlich glaube er aber nicht an einen Erfolg des Verfahrens, sagt der USA-Korrespondenten der SZ, Hubert Wetzel. Entscheidend sei aber, wie sich die Stimmung in den knapp von den Republikanern eroberten Bundestaaten bei der kommenden Präsidentschaftswahl entwickeln werde. Republikaner und Demokraten würden sich in diesen Bundesstaaten besonders harte Kämpfe um die Stimmen der Wähler liefern. Und das Impeachment-Verfahren biete dafür genug Munition. Weitere Nachrichten: Esken und Walter-Borjans sind neue SPD-Chefs, Merkel besucht Auschwitz. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Theresa Parstorfer, Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über C-Span und dpa. Dieser Podcast wird unterstützt von Harman Kardon.
- 05.12.201910 Min.
Das Klimapaket der Bundesregierung wird von Kritikern auch Klimapaketchen genannt. Jetzt hat sich auch das Umweltbundesamt zu Wort gemeldet, eine Behörde, die zum Umweltministerium gehört. Und von dieser Behörde gibt es ein internes Papier. In dem steht, dass Deutschland kräftig nachsteuern muss, wenn es die Klimaziele im Verkehr bis 2030 schaffen will. Was besonders schmerzhaft für Dieselfahrer wäre: Die Steuer müsste um 70 Cent erhöht werden. Also auf 1,19 Euro den Liter. Auch Benzin müsste teurer werden. Und ein Tempolimit von 120 kmh sollte es auch geben. Das neue SPD-Führungsduo um Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans gedenkt in möglichen Nachverhandlungen einige dieser Punkte aufzunehmen. Nur an eine wirkliche Wende möchte Michael Bauchmüller trotzdem nicht glauben. Die große Koalition hat oft genug bewiesen, dass der große Wurf in der Klimapolitik mit ihr nicht zu machen ist, sagt der SZ-Hauptstadtkorrespondent. Weitere Themen: SPD-Spitze will an Maximalforderungen festhalten, Streiks in Frankreich. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audio-Material über Reuters. Dieser Podcast wird unterstützt von Harman Kardon.
- 04.12.201911 Min.
Eigentlich sind verbale Attacken auf internationale Organisationen vor allem die Sache von Donald Trump. Bevor er Präsident wurde, hat er die Nato als "obsolet" bezeichnet. Und immer wieder regt er sich über Deutschland auf, weil die Bundesrepublik zu wenig Geld für ihre Verteidigung ausgibt. Die Position als größter Kritiker macht ihm jetzt aber ein anderer streitig: der französische Präsident Emmanuel Macron. Der hat in einem großen Interview mit dem "Economist" mal so richtig mit der Nato abgerechnet und das Bündnis als "hirntot" bezeichnet. Niemand brauche die Nato mehr als Frankreich, entgegnete daraufhin Trump. Und wenn Macron so etwas sage, dann sei das sehr gefährlich für Frankreich. SZ-Außenpolitikredakteur Paul-Anton Krüger stellt fest, dass Macron versucht, Trump mit dessen eigenen Waffen zu schlagen. Weitere Themen: Deutschland weist zwei russische Geheimdienstler aus, 600 000 Wohnungen stehen leer. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Nora Ederer, Theresa Parstorfer Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über dpa und Nato. Dieser Podcast wird unterstützt von Harman Kardon.
- 03.12.201911 Min.
Am Dienstag wurde die neue PISA-Studie veröffentlicht. Nachdem die Leistungen der deutschen Schüler und Schülerinnen in den vergangenen Jahren stetig besser geworden sind, haben sie sich diesmal wieder verschlechtert. "Mittelmaß" kann nicht unser Anspruch sein“, sagte Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU). Doch die Ergebnisse der Studie sind widersprüchlich. Die soziale Herkunft der Kinder ist noch immer entscheidend für deren Bildungserfolg, sagt SZ-Bildungsexpertin Susanne Klein. "Kinder von Eltern mit niedrigerem Bildungs- und Einkommensstatus sollten ebenfalls gute Entwicklungsmöglichkeiten haben." Auch würde es schon helfen, wenn beispielsweise in Mathe endlich nicht nur Grundlagen unterrichtet, sondern Probleme gelöst werden würden. Weitere Nachrichten: Indizien für russischen Auftragsmord in Berlin, Trump kritisiert Macron, Neues Album von "The Who". Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Nora Ederer, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über dpa und "The Who" aus dem Album "My Generation". Dieser Podcast wird unterstützt von Harman Kardon.
- 02.12.201910 Min.
Vor zwei Jahren wurde auf Malta die investigative Journalistin Daphne Caruana Galizia ermordet. Kurz darauf wurden drei Männer festgenommen, aber die Drahtzieher blieben bislang im Dunkeln. Nach der Festnahme des Geschäftsmanns Yorgen Fenech kommt nun wieder Bewegung in den Fall. Das ist ein Fall, der bis in die höchsten Kreise der maltesischen Gselschaft reicht, sagt Hannes Munzinger vom Investigativ-Ressort der SZ. Mitten drin im Strudel der Korruption und des Auftragmordes sei Ministerpräsident Joseph Muscat, der im Januar zurücktreten wird. Der Premier hätte schon vor drei Jahren zurücktreten sollen, als die Verwicklungen seiner engsten Vertrauen in die “Panama Papers” nachgewiesen wurden. Weitere Nachrichten: UN-Generalsekretär Guterres fordert mehr Temo beim Klimaschutz, Athener Gericht verurteilt Ex-Siemens-Chef von Pierer zu 15 Jahren, neues SPD-Führungsduo. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Theresa Parsdorf Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über euronews. Dieser Podcast wird unterstützt von Harman Kardon.
- 29.11.201911 Min.
An diesem Freitag findet der globale Klimastreik statt. In über 2400 Städten in 157 Ländern gehen Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße. Sie wollen kurz vor der Weltklimakonferenz ein Zeichen setzen. Die startet am Montag in Madrid. Auf der anderen Seite ist - auch an diesem Freitag - der "Black Friday", der größte Schnäppchentag im Jahr. Viele Firmen locken mit attraktiven Angeboten die Kunden zum Kauf. Natürlich passt das überhaupt nicht zusammen, findet Marlene Weiß. Die SZ-Wissenschaftsredakteurin sagt, wenn man die Situation nüchtern betrachtet, sieht es schlimm aus - und die Menschheit ist dabei, es richtig zu versemmeln. Weitere Themen: Bundesrat stoppt Teile des Klimapakets, BER soll 2020 eröffnen, Trump spricht mit Taliban. Zusätzliches Audio-Material über Fridays for Future und Amazon-Werbung. Dieser Podcast wird unterstützt von "The Sooner Now", einem Podcast über die Stadt der Zukunft. Hören Sie den Podcast jetzt unter diesem Link.
- 28.11.201910 Min.
An der Spitze der AfD stehen gerade zwei Sprecher. An erster Stelle Jörg Meuthen, an zweiter Alexander Gauland. Gauland will beim Parteitag in Braunschweig an diesem Wochenende nicht mehr antreten. Sein Nachfolger, so wünscht es sich Gauland, soll Tino Chrupalla werden. Er gehört zwar nicht zum rechtsnationalen “Flügel” um Björn Höcke, redet aber auch gerne mal von “Umvolkung”. Ob das aber so kommt, dahinter steht ein Fragezeichen. Denn neben Chrupalla kandidiert für den zweiten Sprecherposten sein Fraktionskollege Gottfried Curio, der im Bundestag durch Formulierungen auffällt, die die Grenze zum völkischen oft überschreiten. Egal wer am Ende im Vorstand vertreten sein wird: Einen erneuten Rechtsruck erwartet Jens Schneider nicht. Die AfD steht dort, wo sie eben steht. Einen Richtungsstreit sieht der SZ-Hauptstadtkorrespondent nicht aufziehen. Weitere Themen: Untersuchungsausschuss für Maut-Affäre, EU-Parlament ruft Klimanotstand aus. Zusätzliches Audio-Material über "Maischberger" und Deutscher Bundestag. Dieser Podcast wird unterstützt von "The Sooner Now", einem Podcast über die Stadt der Zukunft. Hören Sie den Podcast jetzt unter diesem Link.
- 27.11.201910 Min.
Am Mittwoch wurde die neue EU-Kommission vom Europaparlament mit breiter Mehrheit bestätigt. Ursula von der Leyen tritt am 1. Dezember ihren neuen Job als neue EU-Kommissionschefin an. Vor der Abstimmung stellte sie ihr Programm vor, einen "Neustart für Europa". Vor allem Digitalisierung, Klimaschutz und Migration sind ihr wichtig, sagt SZ-Brüssel-Korrespondent Matthias Kolb. Besonders der Kampf gegen Klimawandel sei von essentieller Bedeutung, aber für von der Leyen kann er nur gelingen, wenn es gerecht zugeht und alle mitgenommen würden. Weitere Nachrichten: Ibiza-Video: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sieben Verdächtige, Streit um Schulferien, Karlsruhe stärkt Recht auf Vergessen. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Theresa Parstorfer Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material übr Pheonix und eudebates.tv Dieser Podcast wird unterstützt von "The Sooner Now", einem Podcast über die Stadt der Zukunft. Hören Sie den Podcast jetzt unter diesem Link.
- 26.11.201911 Min.
Am frühen Montagmorgen sind aus dem Dresdner Residenzschloss Juwelen von unschätzbarem Wert gestohlen worden. Es ist der größten Kunstdiebstahl der jüngeren Geschichte. Das war ein Anschlag auf Sachsen, sagt auch der Feuilleton-Chef der SZ, Andrian Kreye. Die Bedeutung der Kunstwerke könne man man nicht materiell, sondern nur kunsthistorisch verstehen. Allerdings könne er auch die Faszination über diesen spektakulären Einbruch in das Grüne Gewölbe verstehen. Auch weil er in unserer hochtechnisierten Welt so altmodisch gewesen sei. Zudem sei das vergleichsweise romantische Image von Juwelendieben durch viele Kinofilme der Populärkultur tradiert. Weitere Nachrichten: Klimawandel trifft Deutschland, Audi streicht 9500 Stellen, Zalando soll Kontrollsoftware aussetzen, Söring kommt aus US-Gefängnis frei. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Reuters. Dieser Podcast wird unterstützt von "The Sooner Now", einem Podcast über die Stadt der Zukunft. Hören Sie den Podcast jetzt unter diesem Link.
- 25.11.201911 Min.
In der chinesischen Provinz Xinjiang werden Hunderttausend Uiguren offenbar willkürlich in Internierungslager eingesperrt. Geheimdokumente belegen, wie gnadenlos der chinesische Staat die Uiguren überwacht, verfolgt und einsperrt. Peking hat in Xinjiang einen Überwachungsstaat von Orwellschen Ausmaßen geschaffen, sagt Frederik Obermaier vom Investigativen Team der SZ, der die “China Cables” mit ausgewertet hat. Die Recherche zeige, wie die Masseninternierung organisiert ist. Trotzdem würden viele schweigen, weil sie in China produzieren oder mit China handeln. So habe der der VW-Konzern in Xinjiang sogar eine heikle Vereinbarung mit der Bewaffneten Volkspolizei getroffen. Weitere Nachrichten: Einbruch in Dresdens Schatzkammer, Ministerinnen wollen Quote in Vorständen. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über Reuters. Dieser Podcast wird unterstützt von "The Sooner Now", einem Podcast über die Stadt der Zukunft. Hören Sie den Podcast jetzt unter diesem Link.
- 22.11.201910 Min.
In Leipzig findet am Freitag und Samstag der Bundesparteitag der CDU statt. Und zwar unter dem Motto: "Deutschlands starke Mitte". Dabei hat die CDU zuletzt alles andere als stark gewirkt – zwischen schlechten Wahlergebnissen, schwachen Umfragen und einem möglichen Führungsstreit. Besonders auf ein Rededuell zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz hatten viele gewartet. Wie das ausgegangen ist, analysiert in dieser Folge von "Auf den Punkt" Stefan Braun, der für die SZ vom Parteitag in Leipzig berichtet. Weitere Themen: Anklage gegen Benjamin Netanjahu; Maas will schnelle Lösung für inhaftierten Anwalt. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über die CDU.
- 21.11.201910 Min.
Die Grünen wollen über mehrere Jahre hinweg 100 Milliarden Euro investieren, um das Klima zu schützen und die Wirtschaft ökologischer zu gestalten. Das steht in einem neuen Papier der grünen Fraktion im Bundestag, das der SZ vorliegt. Damit sollen zum Beispiel die Bahn und der Nahverkehr gefördert werden, und es soll mehr Radwege geben. Auch die Tierhaltung in Deutschland soll sich massiv verändern. Um das zu finanzieren, möchten die Grünen einen Bundesinvestitionsfond anlegen und dafür die Schuldenbremse lockern. Constanze von Bullion berichtet für die SZ in Berlin über die Grünen. Sie findet viele der Vorschläge sinnvoll, ist aber der Meinung, dass es sich die Grünen mit der Finanzierung ihres Programms etwas zu einfach machen. Weitere Nachrichten: Cum-Ex-Geschäfte werden Großkanzlei zum Verhängnis, Griechenland will Flüchtlingslager schließen, Thomas Cook entlässt Mitarbeiter. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Theresa Parstorfer, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über dpa und Reuters.
- 20.11.201910 Min.
Beim Online-Modehändler Zalando bewerten sich Mitarbeiter gegenseitig. Was die Firma für fortschrittlich hält, sehen Angestellte kritisch. Grund dafür ist eine Personal-Software namens “Zonar”, die eigentlich für eine gute “Feedback-Kultur” sorgen soll. Doch in der Realität fühlen sich zumindest einige Beschäftigte durch das System überwacht, unfair behandelt und unter Leistungsdruck gesetzt, sagt Alexander Hagelüken aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Digitale Technik verändert die Arbeitswelt immer stärker. Weitere Nachrichten: Zeuge untermauert Vorwürfe gegen Trump, Festnahme im Mordfall Daphne Caruana Galizia, Israel vor Neuwahl. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material überden Youtube-Kanal von Zalando.




















