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- 02.04.201910 Min.
Das Gefühl der Bedrohung ist für Viele alltäglich. Sie haben Angst, ausgeraubt zu werden, dass in ihre Wohnung eingebrochen oder ihr Auto gestohlen wird. Aber weniger als ein Prozent der Deutschen wird tatsächlich Opfer schwerer Verbrechen. “Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt", sagt Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der aktuellen Kriminalitätsstatistik. Es gibt eine starke Diskrepanz von gefühlter Bedrohung und der tatsächlichen Sicherheit, sagt die Berliner SZ-Korrespondentin Constanze von Bullion. Das liege auch an der verstärkten Berichterstattung. Schon 2017 sei die Kriminalität auf das Niveau von 1992 gesunken. Und jetzt geht es nochmal bergab. Besonders empörend seien aber die vermehrten Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte. Zudem gebe es mehr Straftaten, die vor allem im Internet stattfinden: mehr Kinder- und Jugendpornografie zum Beispiel - oder auch mehr Rauschgiftdelikte, bei denen es allerdings in zwei von drei Fällen um Haschisch geht. Weitere Nachrichten: Rücktritt von DFB-Präsident Grindel, Ärzte haften nicht für künstlich verlängertes Leiden am Lebensende, Komodo-Inseln gesperrt. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Bundespressekonferenz.
- 01.04.201910 Min.
Die Ukrainer sind witzig: Sie schicken mit Wladimir Selensky einen Satiriker in die Stichwahl für das Amt des Präsidenten. Der Präsidenten-Darsteller könnte tatsächlich zum echten Präsidenten werden. Mit mehr als 30 Prozent liegt er deutlich vor Amtsinhaber Petro Poroschenko. Eigentlich hat das weniger mit einer gehörigen Portion Humor zu tun, als viel mehr mit der tiefsitzender Frustration über die Regierenden zu tun, sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Laut Beobachtern sei die Wahl eine "der dreckigsten der postkommunistischen Ukraine" gewesen. Und das obwohl die Geschichte des Landes ohnehin "nicht arm an manipulierten Wahlen" sei. Weitere Nachrichten: AKP verliert Ankara und Istanbul, Organspendegesetz, Brexit. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über Квартал-95/Quartal-95 und Saarländischer Landtag.
- 29.03.201911 Min.
Der 29. März 2019 sollte eigentlich der "Brexit-Day" sein. Stattdessen stimmt das Parlament in London zum dritten Mal über Mays Brexit-Deal mit der EU ab. Der Austritt ist auf den 12. April oder den 22. Mai verschoben. Aber wie ist es eigentlich so weit gekommen? Wie wurde der "Brexit-Day" zum "Doch-noch-nicht-Brexit-Day"? Dazu gibt es in dieser Folge von "Auf den Punkt" Originaltöne aus den vergangenen zwei Jahren. Wie hat Angela Merkel auf das Referendum reagiert? Wir klang es als David Cameron, damals noch Premierminister, die Abstimmung angesetzt hat? Außerdem folgen Eindrücke zu den Debatten der vergangenen Wochen und der Abstimmung von Freitag. Weitere Themen: Kosten für Hochrisiko-Fußballspiele, Waffenexporte der Bundesregierung, Vatikan und Kindermissbrauch. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Antonia Franz, Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material: Bundeskanzleramt, offizielle Facebook-Seite von David Cameron, offizielle Facebook-Seite von Theresa May, Europäischer Rat, Britisches Parlament.
- 28.03.201910 Min.
Edwin Hardeman ist überwältigt von dem Urteil der Jury des Bezirksgerichts San Francisco. Er bekommt 80 Millionen Dollar Schadenersatz. Hardeman hat 26 Jahre lang mit dem Unkrautvernichter Roundup von der Bayer-Tochter Monsanto gearbeitet. Roundup trägt den Wirkstoff Glyphosat in sich. Hardeman ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und hat deswegen Monsanto verklagt. Bayer widerspricht und hat schon Berufung eingelegt. Das Urteil ist deswegen so gefährlich für den Konzern, weil es eine Art Musterfall für ein Massenverfahren darstellt. Hunderte Landwirte, Gärtner und Verbraucher wollen ihre Klagen jetzt bündeln. Wegen dieser Risiken befürchten einige Mitarbeiter von Bayer eine Zerschlagung, sagt der SZ-Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf Benedikt Müller. Maßgeblich wird dafür die Jahreshauptversammlung Ende April sein. Weitere Themen: May will dritte Abstimmung, EU will Frontex ausbauen, Malta übernimmt Kontrolle über Handelsschiff. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Reuters.
- 27.03.201910 Min.
Eigentlich ist die Sache ziemlich klar: Im Koalitionsvertrag von Union und SPD steht, dass Deutschland keine Rüstungsgüter an Staaten liefert, die unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind. Das gilt sowohl für die Vereinigten Arabischen Emirate als auch für Saudi-Arabien. Ausnahmen gibt es nur in einem Fall: Für Rüstungsbestellungen, die schon vor der neuen Legislaturperiode genehmigt wurden. Dann aber kam der Fall Khashoggi. Der Journalist wurde im November im saudischen Generalkonsulat in Istanbul getötet. Seitdem gibt es einen vollständigen Exportstopp nach Riad. Die SPD will den aufrecht erhalten. Die CDU will ihn aufheben. Druck kommt jetzt auch von Verbündeten wie Großbritannien und Frankreich. Die wollen, dass Deutschland laxer mit Waffenexporten umgeht. Das aber wäre der falsche Weg, sagt Joachim Käppner. Der SZ-Vertidigungsexperte fordert, dass Deutschland weiterhin keine Waffen an das saudische Regime liefern soll. Weitere Themen: CO₂-Ausstoß steigt auf Rekordhoch, Lufthansa erwägt Kauf von 737 Max, Indien schießt Satelliten ab. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über Ambassade française.
- 26.03.201910 Min.
Die Debatte im EU-Parlament zeigt, dass in wenigen Ländern so emotional über die Urheberrechtsreform gestritten wird wie in Deutschland. Julia Reda, eine der schärfsten Kritikerinnen des Gesetzes, wird mehrfach von CDU-Abgeordneten unterbrochen. Axel Voss von der CDU attackiert selbst nochmal die Demonstranten gegen die Reform. Am Ende gewinnt er die Abstimmung mit 74 Stimmen Mehrheit. Waren also alle Demonstrationen und Proteste gegen Artikel 13 umsonst? Und was bleibt von der hitzigen Debatte? Darüber spricht Jannis Brühl, Leiter des SZ-Digitalressorts, im Podcast. Weitere Meldungen: EU-Parlament beschließt Zeitumstellung, Raser-Urteil in Berlin, Klimakommission für Verkehr scheitet. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Lars Langenau Produktion: Julia Ongyerth
- 25.03.201910 Min.
Fast zwei Jahre hat Robert Mueller ermittelt. Doch eine Verschwörung des Wahlkampfteams von Donald Trump mit Russland konnte er nicht feststellen. Mueller hat einfach keinen Beweis dafür gefunden. Für die US-Demokraten ist das ein harter Rückschlag, sagt SZ-Korrespondent Thorsten Denkler in New York. Die Opposition muss sich neu orientieren, denn sie hatte auf ein Amtsenthebungsverfahren gesetzt. Trotzdem bleiben viele offenen Fragen und es würden noch eine Reihe von anderen Verfahren laufen, die den US-Präsidenten in Bedrängnis bringen können. Weitere Nachrichten: Brexit, Wahlen in Thailand, Gaza-Konflikt. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über dpa.
Sie fürchten sich davor, das freie Netz, wie sie es kennen, zu verlieren. Am Samstag demonstrieren Menschen in ganz Europa gegen die EU-Urheberrechtsreform. Die sehr emotionale Kritik richtet sich speziell gegen den Artikel 13 der Reform. Der verpflichtet Plattformen dazu, Urheberrechtsverletzungen nachzugehen. Kritiker sagen, dies sei nur mit sogenannten Upload-Filtern möglich. Dann drohe Zensur. Die Befürworter der Reform haben den Protest lange nicht ernstgenommen. Nun merken sie, dass hinter den vielen Beschwerden nicht allein Bots stehen, wie anfangs vermutet, sondern vor allem viele junge Menschen. Die fühlen sich von den EU-Parlamentariern nicht repräsentiert, weil sie keine Ahnung vom Internet hätten, kritisieren sie. Das Europaparlament muss die Proteste ernst nehmen, sagt Karoline Meta Beisel. Denn sonst, befürchtet die SZ-Brüsselkorrespondentin, könnten die jungen Wähler noch seltener zur Wahl gehen. Weitere Themen: Brexit wird verschoben, Trump erkennt Golanhöhes als israelisches Staatsgebiet an, Frankreich verbietet Gelbwesten-Proteste. Zum angesprochenen Europa-Newsletter können Sie sich hier anmelden. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über die Jusos und British Parliament.
Angela Merkel hat im Bundestag eine Regierungserklärung zur Europapolitik der Bundesregierung abgegeben. Etwa sieben Minuten lang beschäftigte sie sich darin mit dem Brexit, den sie unbedingt geordnet bewältigen will. Danach sprach sie über Wirtschaft, Sicherheit und Digitalisierung. Eine relativ unaufgeregte Rede, bis zu letzten Minuten. Da forderte Merkel leidenschaftlich, dass Deutschland ein besserer EU-Partner werden und mehr Kompromisse eingehen muss. Das sei nicht zuletzt eine schlaue Attacke auf den Koalitionspartner gewesen, sagt SZ-Korrespondent Daniel Brössler. Trotzdem waren auch inhaltliche Punkte dabei, die international relevant sind: Viele andere EU-Mitglieder sehen Deutschland eher als Bremser in der Union, die nur auf ihre eigenen Interessen schauen. Weitere Themen: Angklage in Utrecht, Verfassungsschutz soll Whatsapp überwachen dürfen, Guaidós Büroleiter verhaftet. Das angesprochene Interview zu Wikipedia finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über den Deutschen Bundestag.
- 20.03.201910 Min.
Es war eine der größten Firmenübernahmen überhaupt, als der Pharmakonzern Bayer im vergangenen Jahr das US-Agrarunternehmen Monsanto gekauft hat. Doch die Übernahme könnte Bayer jetzt zum Verhängnis werden. In den USA hat ein Mann den Konzern verklagt, weil er jahrelang das glyphosathaltige Mittel Roundup zum Pflanzenschutz verteilt hatte und davon an Krebs erkrankt sein soll. In der Nacht auf Mittwoch hat das Gericht im Recht gegeben. Das ist ein großer Rückschlag für den Konzern Bayer, der nach wie vor behauptet, dass Glyphosat unbedenklich sei. Die Bayer-Aktie ist direkt nach dem Urteil massiv eingestürzt. SZ-Wirtschaftsredakteur Thomas Fromm erklärt im Podcast, was für Folgen der Kauf von Monsanto für Bayer noch haben könnte. Weitere Nachrichten: May beantragt Brexit-Aufschub bis Ende Juni, EVP berät über Ausschluss von Orban, Lebenslange Haft für Karadzic Moderation, Redaktion: Antonia Franz Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über den Youtube-Kanal von Bayer.
- 19.03.20198 Min.
Der Staat versteigert die 5G-Frequenzen. Es geht um das Mobilfunknetz der Zukunft. Doch wem nutzt das? Was sind die Auflagen - und stopft es die Funklöcher in Deutschland? 98 Prozent der Haushalte sollen künftig versorgt werden, das heißt aber nicht eine völlige Versorgung in der Fläche, sagt SZ-Wirtschaftsredakteur Valentin Dornis. Die Versteigerung solle die Frequenzen möglichst effizient und transparent verteilen. Die Milliardeneinnahmen sollen in die Infrastruktur des Landes fließen. Weitere Nachrichten: Verwüstungen durch Zyklon Idai, behinderte Babys durch Passivtrinken, EuGH beschränkt Asylrecht. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia Franz Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über Reuters.
Ein australischer Neonazi tötet im neuseeländischen Christchurch 50 Menschen. Die Tat dokumentierte er live bei Facebook - und die "Bild"-Zeitung zeigt in ihrem Internetauftritt weite Ausschnitte des Videos. Terroristen wollen Angst verbreiten, sagt SZ-Redakteur Ronen Steinke. Den Verzicht auf die Berichterstattung über Terrorakte können sich nur Diktaturen erlauben, meint der SZ-Experte für Innere Sicherheit. Es gehe um das "Wie" man darüber berichte, auch um Nachahmungstaten zu verhindern. Die "Bild" habe eindeutig Grenzen überschritten. Mit der Dokumentation des "actionhaften" Videos sei sie ihrer großen Verantwortung nicht gerecht geworden. Weitere Nachrichten: Terror in Utrecht, Waffengesetz in Neuseeland, Ermittlungen gegen Boeing. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über Primeminister Jacinda Ardern via Facebook.
- 15.03.201910 Min.
Von einer chaotischen Brexit-Woche bleiben vor allem drei Abstimmungen übrig: Die Parlamentarier wollen die Europäische Union nicht ohne Deal verlassen, sie wollen sie aber auch nicht mit Theresa Mays Deal verlassen. Außerdem haben sie zugestimmt, das Austrittsdatum noch zu verschieben. Für wie lange, darüber wird jetzt debattiert. Was bedeutet diese Woche für Theres May? Das erklärt die London-Korrespondentin der SZ, Cathrin Kahlweit. Sie erzählt außerdem, warum die britische Bevölkerung den Brexit großteils trotzdem noch unterstützt. Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über das House of Parliament. Wir freuen uns, wenn Sie weiterhin an unserer Podcast-Umfrage unter diesem Link teilnehmen. Sie dauert 5 bis 10 Minuten.
- 14.03.201910 Min.
Die Groko hat eigentlich keine so schlechte Bilanz, zumindest, wenn man sich die Zahlen anschaut: Von 139 Regierungsvorhaben hat sie zwei Drittel schon abgearbeitet. Doch jetzt scheinen die Regierungsparteien an einen Punkt gekommen zu sein, an dem die Gemeinsamkeiten aufgebraucht sind. CDU und CSU misstrauen dem SPD-Finanzminister, die Sozialdemokraten wollen sich mit Vorschlägen wie der Grundrente profilieren und dann stehen in diesem Jahr noch mehrere wichtige Wahlen an. Wie diese Koalition auseinanderbricht, weiß er nicht, sagt SZ-Chefredakteur Kurt Kister. Aber sie werde es, und das schon in diesem Jahr. Weitere Themen: Bayern blockiert Grundsteuer, Tusk will deutliche Brexit-Fristverlängerung, BMW und Mercedes wollen engere Kooperation. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über dpa und Reuters.
- 13.03.201910 Min.
Binnen weniger Monate sind zwei Boeingmaschinen des Modells 737 Max 8 abgestürzt. In beiden Fällen crashte das Flugzeug kurz nach dem Start. Das lässt einige Zweifel an dem Modell hochkommen. In mehreren Staaten über die ganze Welt verteilt darf die Boeing 737 Max 8 seit Dienstag nicht mehr starten, darunter die gesamte Europäische Union. In den USA, wo Boeing seinen Firmensitz hat, zögert man noch. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat erklärt, dass sie bisher keine “systemischen Leistungsprobleme” erkennt. Sie will warten, bis sie die Daten des Flugzeugabsturzes in Äthiopien ausgewertet hat. Eine richtige Entscheidung, findet Jens Flottau. Der Wirtschaftskorrespondent der SZ sagt, noch fehlen genügend Informationen darüber, ob für den Absturz am Wochenende der Hersteller verantwortlich ist. Weitere Themen: EU-Kommission weist Scheuer zurecht, Merkels Reaktion auf Brexit-Abstimmung, Kardinal Pell zu sechs Jahren Haft verurteilt. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über dpa.
- 12.03.20199 Min.
Der Bundesgerichtshof verhandelt darüber, ob einem Menschen Schmerzensgeld zusteht, wenn ein Arzt sein Leiden unnötig verlängert hat. Geklagt hat ein Mann, dessen demenzkranker Vater mit einer Magensonde am Leben erhalten wurde. Der Sohn fordert von dem Hausarzt seines Vaters Schmerzensgeld und Schadensersatz für Behandlungs- und Pflegekosten. Der Fall zeige vor allem, wie wichtig ist eine Patientenverfügung ist, sagt SZ-Redakteurin Michaela Schwinn. Weitere Nachrichten: Luftschadstoffe wohl schädlicher als Rauchen, Angeklagter im Fall Susanna gesteht, Alter kann vor Mietkündigung schützen. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth
- 11.03.201910 Min.
Am Montagabend wurde bekannt, dass der algerische Präsident auf eine fünfte Amtszeit verzichten wird. Die für Mitte April geplante Wahl soll verschoben werden. Unter diesem Link lesen Sie mehr dazu. Am 18. April wird in Algerien gewählt. Es wäre die fünfte Amtszeit von Präsident Abdelaziz Bouteflika. Und das, obwohl der 82-jährige Präsident seit einem Schlaganfall vor sechs Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen ist und sich mit dem Sprechen schwer tut. Seit Wochen regt sich deshalb Widerstand gegen die korrupte Regierungsclique. Bouteflika regiert selbst schon längst nicht mehr, erklärt Paul-Anton Krüger, stellvertretender Leiter der SZ-Außenpolitik. Die Macht sei in den Händen einer Entourage von Militärs und Geheimdienstleuten. Doch selbst soziale Wohltaten der Gewinne aus Erdgas und Erdöl können die junge Bevölkerung nicht mehr mehr ruhig halten. Weitere Nachrichten: Nach Absturz von Boeing 737 Max 8 verzichten Fluggesellschaften auf das Modell, Wagenknecht zieht sich als Linken-Fraktionschefin zurück, Chemnitzer FC im braunen Sumpf. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über dpa.
- 08.03.201910 Min.
Die EVP streitet immer heftiger mit Victor Orbán über dessen populistische Kampagnen gegen die EU. Am 20. März stimmen ihre Mitglieder darüber ab, ob Orbáns Fidesz-Partei nicht sogar aus der EVP ausgeschlossen werden soll. Nur scheint das Ergebnis dieser Abstimmung lange nicht so klar auszufallen, wie sich das manche wünschen. Warum tut sich die EVP also so schwer mit der Entscheidung? Das erklärt die SZ-Brüssel Korrespondentin Karoline Meta Beisel in dieser Folge. Und auch, warum sich die EVP gerade im aktuellen Europawahlkampf nur selbst schadet. Weiter Meldungen: Demonstrationen am internationalen Frauentag, AfD-Urteil am Verwaltungsgericht Köln, Bundesministerinnen und Minister sollen öfter Linie fliegen. Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Lars Langenau Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Reuters.
- 07.03.20199 Min.
Die USA werfen Huawei vor, Verbindungen zur chinesischen Regierung zu haben. Sie vermuten, Ausrüstung oder Handys könnten eine Hintertür sein, um Staats- und Firmengeheimnisse auszuspionieren. Huawei bestreitet diese Vorwürfe und klagt gegen ein US-Gesetz, dass seinen Einfluss auf den amerikanischen Markt einschränkt. In Deutschland ist sich die Regierung noch unsicher, wie genau man mit Huawei umgehen soll. Die Firma ist Weltmarktführer für den Bau von Mobilfunknetzen. Und sollte hier in Deutschland dabei helfen, das superschnelle 5G-Netzwerk auszubauen. Das könnte ohne Huawei schwierig werden. Außerdem wäre ein Bann von Huawei eine Belastung für die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China, sagt China-Korrespondent Christoph Giesen. Alle aktuellen Entwicklungen zu Huawei, können Sie auch hier nachlesen. Weitere Themen: Urteil im "Elysium"-Prozess, Glyphosat-Studie muss rausgegeben werden, AfD muss in Spendenaffäre mit Strafe rechnen Zusätzliches Material über den Youtube-Kanal von Huawei Moderation, Redaktion: Antonia Franz Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Sie können uns helfen, diesen Podcast besser zu machen. Machen Sie mit bei unserer Umfrage unter sz.de/podcast-umfrage.
- 06.03.201910 Min.
Vor zehn Jahren ist Michael Jackson gestorben. Jetzt erheben zwei Männer Anklage gegen ihn: Sie seien als Kinder von dem Popstar sexuell missbraucht worden, sagen sie in der HBO-Doku "Leaving Neverland". Eine Reihe von Radiosendern will seine Songs deshalb nicht mehr spielen. Das sei verlogen, sagt Feuilleton-Redakteur Bernd Graff. Natürlich könne man “Thriller” oder “Billie Jean” noch hören. Schließlich müsse man Kunst und Künstler trennen. Und als Künstler bleibe der King of Pop bestehen. Weitere Nachrichten: Sexueller Kindermissbrauch in der DDR, politischer Aschermittwoch, hohes US-Handelsdefizit. Zusätzliches Material über HBO und Reuters Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky




















