Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
237924.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
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Episoden
  1. Juso-Chef Kevin Kühnert hat sich in einem "Zeit"-Interview für die Kollektivierung großer Konzerne ausgesprochen. Außerdem kritisiert er große Wohnungskonzerne. Es sei kein legitimes Geschäftsmodell, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit den Aussagen hat Kühnert eine wahnsinnige Debatte losgetreten. Viele bezeichneten die Forderungen als unsinnig oder sogar besorgniserregend. Auch SPD-Chefin Nahles distanziert sich von den Vorschlägen Kühnerts. Ferdos Forudastan, die Leiterin der SZ-Innenpolitik erklärt im Podcast, warum diese Debatte zwar durchaus geführt werden sollte, sie für die SPD aber zur falschen Zeit kommt. Den im Podcast empfohlenen Text können Sie hier mit SZ Plus lesen. Weitere Nachrichten: Darknet-Plattform ausgehoben, neuer Hochschulpakt, Loewe insolvent Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über dpa.

  2. Alles hat im Jahr 2009 angefangen. Bei der Leichtathletik-WM in Berlin. Caster Semenya läuft die 800 Meter und lässt ihren Konkurrentinnen überhaupt keine Chance. Später sagen einige von denen, Semenya, das sei ja ein Mann. Wegen ihrer tieferen Tiefe und ihrer definierten Schulter. Zehn Jahre später hat der Verband einen Testosteron-Grenzwert eingeführt. Denn eine Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass höhere Testosteronspiegel von Vorteil sind. Wer über dem Grenzwert liegt, muss zukünftig sechs Monate vor internationalen Wettbewerben den Testosteronhaushalt senken. Zum Beispiel mit der Antibabypille. Semenya legt Einspruch gegen das Urteil ein und zieht vor den Internationalen Sportgerichtshof. Sie verliert und sagt, sie fühle sich von der IAAF seit zehn Jahren immer wieder ausgebremst. Auf der einen Seite fühle er Empathie mit Caster Semenya, sagt SZ-Sportredakteur Johannes Knuth. Auf der anderen Seite könne der Sport in diesem Fall keine gerechte Entscheidung treffen. Weitere Themen: Kirchen schrumpfen um die Hälfte bis 2060, neue Forderungen nach Impfflicht, Zoff um Grundsteuer.

  3. 30.04.20199 Min.

    Bis jetzt wollen 20 Demokraten 2020 gegen Donald Trump antreten. Auch der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden gehört jetzt zur Riege der Kandidaten. Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in Pittsburgh präsentiert er sich als Vertreter der Mittelklasse, sagt US-Korrespondent Alan Cassidy. Der 76-Jährige habe auch aufgrund seiner großen Erfahrung vielleicht die größten Chancen aus dem Kreis seiner Mitbewerber den aktuellen Präsidenten zu besiegen. Weitere Nachrichten: In Venezuela spitzt sich der Machtkampf zu, neuer Kaiser in Japan, Ex-Frau bekommt nach Scheidung keinen Hund. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Reuters.

  4. Die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez hat die Parlamentswahl gewonnen. Die absolute Mehrheit konnte die PSOE allerdings nicht holen. Sánchez ist auf die Unterstützung der Regionalparteien angewiesen. Und während die konservative PP ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten verbuchen musste, zieht mit der Newcomer-Partei "Vox" zum ersten Mal seit dem Tod von Diktator Franco eine rechtspopulistische Partei ins Nationalparlament in Madrid ein. Thomas Urban ist SZ-Korrespondent in Madrid und erklärt im Podcast, was die Wahl für Ministerpräsident Sánchez bedeutet. Weitere Themen: CDU, Gehälter der DAX-Aufsichtsratschefs, Influencer-Urteil Cathy Hummels Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Reuters.

  5. 26.04.201910 Min.

    “Ein Land wächst mit seinen Menschen”. Das ist der Slogan des 70. Bundesparteitags der FDP. Wachsen soll aber natürlich auch die Partei selbst und deswegen greift der Bundesvorsitzende Christian Lindner gleich mehrmals die politischen Mitbewerber an – vor allem die Grünen. Er wirft ihnen "ökologischen Autoritatismus" vor. Wieso er sich gerade mit den Grünen anlegt, erklärt in dieser Folge SZ-Politikredakteur Daniel Brössler, der für die SZ vom FDP-Parteitag in Berlin berichtet. Er schätzt auch ein, welche Rolle die neue Generalsekretärin, Linda Teuteberg, bei der Positionierung der Liberalen spielt. Weitere Themen: Gipfel zur "Neuen Seidenstraße in Peking, Bayer-Hauptversammlung, Volksbegehren gegen steigende Mieten in München. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über die FDP.

  6. Seit Mitte März haben Deutsche Bank und Commerzbank Gespräche über eine mögliche Fusion geführt. Aus einem Zusammenschluss der beiden Banken wäre das mit Abstand größte deutsche Geldhaus entstanden. Gewerkschaften und Investoren halten nicht viel von den Plänen. An diesem Donnerstagmorgen geben beide Institute dann eine Ad-Hoc-Meldung heraus: Ein Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank bringe keinen ausreichenden Mehrwert, heißt es darin. Die Gespräche werden nicht fortgesetzt. Trotzdem kommen große Veränderungen auf beide Häuser zu, sagt SZ-Finanzkorrespondent Markus Zydra. Weitere Themen: Schlecker-Kinder müssen in Haft, Biden will US-Präsident werden, Mitte-Studie. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett

  7. Als Kim Jong-un aus dem Zugabteil steigt, nimmt er kurz seinen Hut ab. Sein gepanzerter Zug macht Halt in Chassan. Die Stadt liegt nahe an der russischen Grenze zu Nordkorea. Kim wird mit Blumen, Salz und Brot begrüßt, wie es die russische Tradition verlangt. Von hier aus fährt Kim weiter zur Hafenstadt Wladiwostok, wo er vom russischen Präsidenten Putin empfangen wird. An diesem Mittwochabend soll es erst ein Bankett geben, am Donnerstag dann Gespräche zwischen den Delegationen Russlands und Nordkoreas. Vor allem über das nordkoreanische Atomprogramm. Kim möchte mit dem Treffen US-Präsident Trump unter Druck setzen. Am wichtigsten dürften für den Diktator die Bilder sein. Denn mit jedem Staatschef, den er trifft, sagt SZ-Korrespondent Christoph Neidhart, wird Kim in der Welt mehr und mehr akzeptiert. Weitere Themen: Neuer Dürresommer droht, Panama Papers, Bayerns Justiz ächzt wegen Dieselskandal. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über Reuters.

  8. Heiko Maas hat sich Verstärkung geholt. Für die Washington Post hat er einen Gastbeitrag über sexualisierte Gewalt geschrieben. Und zwar zusammen mit Angelina Jolie. Maas und Jolie schreiben von schrecklichen Schicksalen in Krisengebieten, die sie beide besucht haben. Viel zu oft würden Täter noch straffrei davonkommen. Der Außenminister will dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution gegen sexualisierte Gewalt verabschiedet. Für SZ-Politikredakteurin Jana Anzlinger sind im Kampf gegen sexualisierte Gewalt, egal in welcher Region, zwei Dinge wichtig: Aufklärung und Entstigmatisierung. Weitere Themen: IS-Terrormiliz bekennt sich zu Anschlägen, Weber will Nord Stream 2 blockieren, Hannelore Elsner gestorben. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth

  9. Indonesien hat sich für Vielfalt entschieden. Bei den Wahlen hat der liberale Amtsinhaber Joko Widodo gewonnen. Und das in der drittgrößten Demokratie der Welt, dem Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit. In Indonesien herrsche, so heißt es klischeehaft, ein liberaler Islam. Doch in der Provinz Aceh ist die Scharia eingeführt worden - mit drakonischen Körperstrafen. Der Islam ist in dem multikulturellen und multiethnischen Staat eher die Klammer als ein Vorbild für andere islamische Länder, sagt SZ-Südostasien-Korrespondent Arne Perras. Konservative religiöse Strömungen haben in den vergangenen Jahren immer stärker an Gewicht gewonnen. Ganz ohne Mekka scheint gar nichts mehr in Indonesien zu gehen. Weitere Meldungen: 29 Deutsche sterben bei Busunglück auf Madeira, Griechenland verlangt Entschädigung von Deutschland, neue Datenpanne bei Facebook. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Jean-Marie Magro Produktion: Justin Patchett

  10. "Le Grand Débat", so hat Emmanuel Macron seine Veranstaltungsreihe mit den Franzosen genannt. Über Monate ist er mit Ihnen ins Gespräch gekommen und hat über ihre Probleme debattiert. Es war die Antwort des Präsidenten auf die Proteste der Gelbwesten-Bewegung. Die Ergebnisse will Macron eigentlich am Montagabend bei einer Fernsehansprache vorstellen. Aber dann kommt ihm ein Ereignis dazwischen, das ganz Frankreich trifft: Notre-Dame de Paris, das Wahrzeichen und der Mittelpunkt Frankreichs, brennt. Macron besucht den Einsatzort, spricht mit Feuerwehrleuten und Kirchenvertretern. Die Reformen, die er am Montagabend vorstellen wollte, sind mittlerweile trotzdem an die Öffentlichkeit gelangt. Am überraschendsten, so der langjährige SZ-Korrespondent in Paris Stefan Ulrich, ist auf dem ersten Blick die Abschaffung der Eliteschule ENA. Weitere Themen: Schnellere Abschiebungen, Scheuer will Bahn attraktiver machen, Teuteberg soll FDP-Generalsekretärin werden. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb und Lars Langenau Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über Élysée.

  11. Mit dem Weltkulturerbe Notre-Dame sind mehr als 800 Jahre europäischer Kultur in Flammen aufgegangen. Diese Kathedrale ist, oder war, mehr als eine profane Kirche: Salbungsort des Engländers Heinrich VI. zum französischen König. Der Ort, an dem Napoleon sich selbst zum Kaiser krönte und heiratete. Und Schauplatz der Staatsbegräbnisse der Präsidenten de Gaulle und Mitterand. Notre-Dame ist ein Ort der französischen Einheit, sagt der SZ-Kulturjournalist Joseph Hanimann in Paris. Die Umarmung von Präsident Macron und dem örtlichen Bischof vor den Trümmern zeige eine "Verbrüderung vor den Flammen". Die Kluft zwischen Kirche und weltlicher Macht sei kleiner geworden. Weitere Themen: Böhmermann-Klage gegen Merkel abgewiesen, hohe Strafe für AfD, Beinahe-Absturz von Bundeswehr-Jet. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über dpa.

  12. Es ist ungeheuerlich, was sich mehr als zehn Jahre lang auf dem Campingplatz “Eichwald” in Lügde abgespielt haben soll. Genauer gesagt auf der Parzelle des Hauptverdächtigen Andreas V. Er soll zusammen mit einem Komplizen mindestens 40 Kinder sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Von über 1000 Missbrauchsfällen ist die Rede. Seit V. Anfang Dezember festgenommen wurde, hatten die Behörden Zeit, den Tatort ausführlich zu untersuchen. Doch bei den Ermittlungen reiht sich ein Fehler an den anderen. Die Spurensicherung arbeitet unordentlich, Beweise verschwinden und der Abrissunternehmer, der die Parzelle von Andreas V. platt machen sollte, findet potenzielles Beweismaterial. Jana Stegemann, die den Fall für die SZ begleitet, kann diese Pannenserie nicht begreifen. Einen Rücktritt des NRW-Innenministers Herbert Reul fordert sie aber nicht. Weitere Themen: Winterkorn angeklagt, EU-Urheberrechtsreform kommt, Vermögen der Deutschen wachsen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über dpa.

  13. Am Donnerstag wurde überraschend der Wikileaks-Gründer Julian Assange in London verhaftet – und die USA will, dass Großbritannien ihn ausgeliefert. Das US-Justizministerium wirft ihm die Verabredung zu einer Straftat mit Chelsea Manning vor. Assange habe ihr geholfen, ein Passwort zu knacken, um an geheime Regierungsdokumente zu kommen. Wie schnell könnte es zu dieser Auslieferung kommen? Und was würde sie für Journalisten und Whistleblower weltweit bedeuten? Das erklärt Frederik Obermaier aus dem SZ-Investigativ-Ressort im Podcast. Er sagt, dass viele Vorwürfe sehr dünn sind. Viele Investigativ-Journalisten arbeiten mit Methoden, die Assange jetzt vorgeworfen werden. Weitere Themen: Ermittlungen in Lügde, BGH-Urteil zu Feriengästen, Bundesrat-Gesetze. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über Reuters.

  14. Der Brexit ist potentiell bis Halloween aufgeschoben. Der Deal mit Brüssel soll aber nicht nachverhandelt werden. Warum also sollte das britische Unterhaus dem zustimmen? Plötzlich ist wieder ganz viel möglich, sagt die SZ-Korrespondentin in London, Cathrin Kahlweit. Vielleicht bleibe es ja auch nicht nur bei sechs Monaten. Möglicherweise gebe es auch noch ein neues Referendum über den Verbleib der Insel in der EU. Vielleicht ist das sogar eine der wenigen plausiblen Lösungen aus dem Dilemma. Weitere Meldungen: London bekommt einen zeitlichen Aufschub beim Brexit. Jetzt ist wieder alles möglich. Wirklich alles. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über britisches Parlament und dpa.

  15. 10.04.201910 Min.

    Der Likud-Block von Benjamin Netanjahu hat die Wahl in Israel für sich entschieden. Damit steht der Premier vor seiner fünften Amtszeit. Im Sommer wird er sein Ziel erreichen, länger als Staatsgründer David Ben Gurion im Amt zu sein. Und das mit der womöglich rechtesten Regierung in der Geschichte des Landes. Wenn Netanjahu seine Ankündigung der Annexion der jüdischen Siedlungen im Westjordanland wirklich wahr macht, dann sei die Bildung eines palästinensischen Staates unmöglich, sagt Israel-Korrespondentin Alexandra Föderl-Schmid. ​​Schon heute sei das Gebiet ein Flickenteppich. Die Enttäuschung der Araber in Israel und der Palästinenser sei riesig. Weitere Meldungen: Schwarzes Loch fotografiert, Brexit, Nowitzki beendet Karriere. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Facebook: Benjamin Netanjahu, dpa.

  16. 09.04.201910 Min.

    In Libyen eskalieren die Kämpfe: Der Kriegsherr Haftar rückt immer weiter auf die Hauptstadt Tripolis zu. Dabei ist der ehemalige Gefolgsmann von Diktator Gaddafi kein Mann der Zukunft, sagt der ehemalige SZ-Nahost-Korrespondent Tomas Avenarius. Vor seiner Offensive sei Haftar ein Bündnis mit den Russen eingegangen, die versuchen, im Magreb Fuß zu fassen. Es geht in dem Konflikt vor allem um Öl und Gas - und daran seien auch die USA und die Europäer interessiert. Ein erneuter, umfassender Bürgerkrieg könnte allerdings eine weitere große Flüchtlingswelle auslösen. Weitere Nachrichten: Flüchtlingsboot "Alan Kurdi", IT-Gesetz sieht Herausgabe von Passwörtern vor, Prozess gegen IS-Anhängerin Jennifer W. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terberl Produktion: Carlo Sarsky

  17. 08.04.201910 Min.

    Trotz Mietpreisbremse und sozialem Wohnungsbau steigen seit Jahren die Mieten in deutschen Großstädten. In Berlin sind am Wochenende Zehntausende für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen. Zeitgleich ist in Berlin ein Volksbegehren gestartet, das die Enteignung großer privater Wohnungsgesellschaften fordert. Hat eine Wohnungsgesellschaft mehr als 3000 Wohnungen in Berlin, soll sie von der Stadt Berlin enteignet werden. Laura Weißmüller schreibt für das SZ-Feuilleton über Bauen und Wohnen. Sie findet es gut, wie radikal jetzt über Lösungen für das Wohnungsproblem gesprochen wird. Statt Enteignungen sollte der Staat aber zunächst viel häufiger die Mittel einsetzen, die er schon hat. Welche das sind, erklärt sie im Podcast. Weitere Themen: Kämpfe in Libyen, Forderungen der "Fridays for Future"-Bewegung, Urteil gegen "Pflegeoma" Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth

  18. Donald Trump besucht an diesem Freitag Calexico, eine Grenzstadt zwischen Kalifornien und Mexiko. Er will sich einen Bauabschnitt der Grenzmauer ansehen und voraussichtlich über den Nationalen Notstand sprechen, den er selbst für die Grenzregion ausgerufen hat. Die vergangene Woche war dabei von Drohungen des US-Präsidenten gezeichnet: Er werde die Grenze zu Mexiko schließen, wenn dort noch mehr Migranten aus Zentralamerika ankommen, oder Strafzölle auf mexikanische Autos verhängen. Ist das sinnvoll? Darüber spricht der SZ-Korrespondent Hubert Wetzel in dieser Folge. Er hat vor kurzem in der Grenzregion zwischen USA und Mexiko recherchiert. Alles, was die mexikanische Wirtschaft schwächen würde, wäre auch für die USA noch schlechter, sagt er. Weitere Themen: Brexit-Verschiebung, Ermittlungen gegen deutsche Autokonzerne, Deutsche Energiepolitik. Das angesprochene Interview mit Annalena Baerbock finden Sie hier. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über das Weiße Haus.

  19. Dass Fahrradfahrer mit ihrer Wut etwas bewirken können, das haben sie spätestens in Berlin bewiesen. Dort hat es nämlich einen Volksentscheid gegeben und der Berliner Senat hat die Forderungen dann in ein Mobilitätsgesetz geschrieben. Damit verpflichtet sich Berlin dazu, mehr Geld in den Radverkehr zu stecken. Seitdem gibt es Nachahmer. In rund 20 deutschen Städten und im Bundesland Nordrhein-Westfalen werden Unterschriften für Radentscheide gesammelt. In München, Rostock oder Braunschweig zum Beispiel. Es geht immer um das Ziel: mehr Platz für Radfahrer, weniger Vorrang für Autos. Trotzdem ist jedes dritte neu zugelassene Fahrzeug ein schwerer SUV. Das passt überhaupt nicht mit einer langfristigen Verkehrsstrategie zusammen, sagt Sebastian Herrmann. Der SZ-Wissen-Redakteur meint, statt teurer Werbekampagnen sollte Verkehrsminister Andreas Scheuer lieber mehr Geld für breitere und sicherere Fahrradwege in die Hand nehmen. Weitere Themen: AfD-Kandidatin fällt wieder durch, Konjunkturboom zu Ende, Boeing-Report in Äthiopien. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Carlo Sarsky

  20. 03.04.201910 Min.

    Die Nato wird 70 und feiert am Gründungsort Washington. Doch seit Donald Trump US-Präsident ist, befindet sich die Nato in einem ganz anderen Verteidigungsmodus als gedacht. "Ein Fan der Nato wird Trump wohl nicht mehr", sagt Brüssel-Korrespondenten Matthias Kolb. Der US-Präsident kritisiert besonders, dass die Deutschen zu wenig Geld in ihre Verteidigung stecken. Die **USA **investieren viel mehr. Das sei unfair. Weitere Nachrichten: Wahlrechtsreform gescheitert, Komission zu sexuellen Kindesmissbrauch, Ermittlungen gegen Aktionskünstler. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terbel Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Material über White House.