Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
2377
23.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
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Episoden
  1. US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat die Nato-Beistandspflicht in Frage gestellt. Der "Präsident eines großen Landes" habe ihn einmal gefragt, hat Trump am Samstag in South Carolina gesagt, ob die USA dieses Land auch dann noch vor Russland schützen würden, wenn es für seine Verteidigung nicht genug Geld ausgebe. Er habe das verneint. Und wörtlich gesagt, dass er vielmehr Russland sogar dazu ermutigen würde, "zu tun, was auch immer zur Hölle sie wollen". Das hat vor allem bei den Nato-Partnern blankes Entsetzen ausgelöst. Stefan Kornelius, Leiter des SZ-Politikressorts, sagt: Dass Trump Russland faktisch auffordert, Verbündete anzugreifen, sei "unerhört". Trump tue dies allein aus "innenpolitischen Gründen" – und schüre die "Angst vor einem unsichtbaren äußeren Feind". Neben Migranten seien das die angeblich so "unberechenbaren Verbündeten, die Amerika auf der Tasche liegen und das Land von den eigentlichen Pflichten abhalten, nämlich die Südgrenze zu schützen". Trump, sagt Kornelius, sei bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt seiner Wahlkampagne so radikal, "dass man gar nicht weiß, wohin er sich noch entwickeln möchte bis November". Aber diese "Form von Radikalität" könnte noch immer genügend Wähler in den USA abstoßen und trage zur Mobilisierung gegen seine Wiederwahl bei. Weitere Nachrichten: Geisel-Befreiung in Rafah, Merz in Israel, Wahlwiederholung in Berlin. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  2. Beim Super Bowl in Las Vegas treffen in der Nacht zum Montag die zwei besten Teams der National Football League dieser Saison aufeinander: Die Kansas City Chiefs und die San Francisco 49ers. Hunderte Millionen Menschen werden das Spektakel an den Bildschirmen verfolgen. Unternehmen, die beim Super Bowl 30 Sekunden lang Werbung schalten wollen, zahlen dafür in diesem Jahr sieben Millionen Dollar. Aber was macht die Faszination dieses Sports aus? Darüber spricht in dieser Folge Nadine Nurasyid. Die Münchnerin ist ehemalige Football-Spielerin und Cheftrainerin, zuletzt bei den Munich Cowboys. Sie sagt: “Die NFL kann einfach sensationelles Marketing.” Und weil jetzt auch noch Taylor Swift, die mit einem Spieler der Kansas City Chiefs liiert ist, als Stargast erwartet wird, interessiere sich weltweit noch eine weitere Zielgruppe für den Super Bowl: junge Frauen. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über die NFL.

  3. Monatelang haben Demokraten und Republikaner über ein Gesetz verhandelt. Es geht darin um unterschiedliche Dinge. Zum einen: Um Methoden, die verhindern sollen, dass Einwanderer von Mexiko aus illegal über die Grenze in die USA gelangen. Zum anderen geht es aber auch um milliardenschwere Hilfszahlungen an die Ukraine und an Israel. Drei Themen also, die auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben. Ob das Gesetz kommt oder eben nicht, das könnte immense Auswirkungen haben. In den USA, genauso wie auf der anderen Seite des Atlantiks: in der Ukraine, Israel – aber auch für die EU. Am gestrigen Mittwoch haben die Republikaner das Gesetz im Senat nun wie erwartet blockiert. Keine Hilfsgelder für die Ukraine und Israel. Aber auch keine schärferen Kontrollen der US-Grenze. Was ja eigentlich ein wichtiges Anliegen der Republikaner ist. Welches Ziel verfolgen sie damit – und hat die Ukraine, wenn die Unterstützung aus den USA tatsächlich wegfällt, noch eine Chance im Verteidigungskrieg gegen Russland? Weitere Nachrichten: Russischer Oppositioneller darf nicht kandidieren, Bodenoffensive in Rafah Weiterlesen: Die Analysen über die 1,5 Grad-Messungen lesen Sie hier und hier. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über MSNBC via Youtube Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  4. Im Sommer 2018 feierten viele Menschen in Pakistan auf der Straße. Damals wurde der ehemalige Kricket-Star Imran Khan zum Premierminister gewählt. Vor allem junge Menschen setzten große Hoffnungen in ihn. Denn Khan hatte versprochen, das Land auf Vordermann zu bringen: mehr Bildung, mehr Arbeitsplätze, weniger Korruption, bessere internationale Beziehungen. Umgesetzt hat er all das nicht – und seine Amtszeit endete nicht im Guten. Im Jahr 2022 hat ihn das Parlament mit einem Misstrauensvotum gestürzt, seitdem gibt es eine Übergangsregierung. Mittlerweile sitzt Khan sogar im Gefängnis, verurteilt wegen Korruption, Weitergabe von Staatsgeheimnissen und dem Verstoß gegen islamische Ehevorschriften. Er und seine dritte Frau sollen nach deren Scheidung zu früh wieder geheiratet haben. Von weiteren Wahlen wurde Imran Khan ausgeschlossen. Die nächsten Wahlen in Pakistan stehen jetzt an: Am Donnerstag, dem 8. Februar, sind 100 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Das Land in Südasien zwischen Iran, Afghanistan, China und Indien hat die fünftgrößte Bevölkerung der Welt und zwei Drittel der mehr als 235 Millionen Menschen sind unter 30 Jahre alt. Es gibt extreme Armut und die Sicherheitslage ist sehr angespannt. Allein in den vergangenen Wochen gab es mehrere Terroranschläge und Gefechte zwischen Pakistan und Iran. Zudem ist Pakistan Atommacht, laut Schätzungen hält es 170 Atomwaffensprengkörper. Der SZ-Politikredakteur und ehemalige Südasien-Korrespondent Tobias Matern war kürzlich auf Recherchereise in Pakistan und spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” über seine Eindrücke vor Ort und die anstehenden Wahlen Zum Weiterlesen: Hier geht es zu den Publikumspreis-Gewinnern des Wettbewerbs "Wildlife Photographer of the Year". Weitere Nachrichten: Koalitionsverhandlungen in den Niederlanden vorerst gescheitert, weitere Verhandlungen über Feuerpause im Gazastreifen Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Annika Bingger Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  5. Die deutsche Wirtschaft ist Ende vergangenen Jahres um 0,3 Prozent geschrumpft. Für das laufende Jahr hat der Internationale Währungsfonds nur noch ein Wachstum von mageren 0,5 Prozent prognostiziert. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, werben sowohl Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) als auch Finanzminister Christian Lindner (FDP) für niedrigere Steuern für Unternehmen. Doch über den Weg dahin sind sich die Ampel-Parteien uneins. Während Lindner für die Abschaffung des Solidaritätszuschlags wirbt, schlägt Habeck ein weiteres, schuldenfinanziertes Sondervermögen vor. Kanzler Olaf Scholz (SPD) erinnert seine Minister an das bereits geplante Wachstumschancengesetz. Bastian Brinkmann, Vize-Chef des SZ-Wirtschaftsressorts, plädiert für eine "kluge Mischung" aus Steuersenkungen und Subventionen. Deutschland habe die niedrigsten Schulden von allen G-7-Ländern, also von den sieben größten Volkswirtschaften der Welt. Deshalb könne man dort durchaus noch Schulden machen, um die Konjunktur zu beleben. Zum Weiterlesen: Den Text über die Sorge um König Charles finden Sie HIER. Weitere Nachrichten: Junge Alternative ist gesichert rechtsextrem, Schweden stellt Ermittlungen zu Anschlag auf Nord Stream ein, FDP-Veto gegen EU-Lieferkettengesetz. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über ARD. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  6. Vor einem Jahr, am 6. Februar 2023, sind bei Erdstößen im Südosten der Türkei und im Norden Syriens Zehntausende Menschen gestorben. Jenseits der Menschenleben hat die Regierung in Ankara den Schaden auf mehr als 100 Milliarden Dollar beziffert. 280 000 Gebäude sind eingestürzt oder wurden schwerbeschädigt. Knapp 18 Millionen Menschen sind von der Katastrophe und ihren Folgen betroffen. 690 000 Menschen leben seither in Containern. "Der türkische Präsident Tayyip Erdoğan hatte damals versprochen, dass innerhalb eines Jahres wieder alles steht", sagt SZ-Türkei-Korrespondent Raphael Geiger. "Davon kann überhaupt keine Rede sein." Bei seinem Besuch in der Region sei er stundenlang durch die Region gefahren und habe noch "sehr viel Zerstörung" gesehen. Der Wiederaufbau sei ein riesiges Unterfangen und werde noch sehr lange dauern. Die Reportage aus Anatolien von Raphael Geiger finden Sie HIER. Einen Text über die Gedankenspiele für höhere SUV-Gebühren finden Sie HIER. Weitere Nachrichten: Neue Kraftwerkstrategie, Warnstreiks im Flugverkehr. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Guardian. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  7. In Deutschland halten sich um die 200 000 ukrainische Männer im “wehrfähigen Alter” auf. Manche aus der Opposition im Bundestag fordern, sie in die Ukraine auszuweisen. Denn dort klagt das Militär, dass es nicht genügend Soldaten gibt, die gegen die russische Armee kämpfen. Aber sollte man Männer ausweisen, denen in ihrer Heimat der Fronteinsatz oder bei Kriegsdienstverweigerung Gefängnis droht? Darüber spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” Rudi Friedrich von “Connection eV”. Der Verein aus Offenbach setzt sich seit mehr als 30 Jahren für die Rechte von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern ein. Friedrich sagt: “Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht.” Und das sollte gerade in Kriegszeiten besonders geschützt sein. Zum Weiterlesen Den Text über Voodoo Jürgens lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Lars Langenau Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix, Büro des Präsidenten der Ukraine (YouTube), BR24, euronews. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  8. Um sich klarzumachen, wie konkret der abstrakte Begriff "Lieferkettengesetz" mit Menschenleben zusammenhängt, helfen Erinnerungen an Szenen aus dem Jahr 2013. Damals stürzte in Dhaka, der Hauptstadt Bangladesch die Textilfabrik Rana Plaza ein. Mehr als 1100 Menschen kamen ums Leben, mehr als 2400 wurden verletzt. Ohne Schutzkleidung bargen Helfer und Angehörige Leichen aus dem riesigen Trümmerberg. In dem maroden Gebäude haben Arbeiter und Arbeiterinnen Kleidung genäht, für Firmen wie Primark, Kik oder C&A. Nach dem Unglück wurde verstärkt über die Arbeitsbedingungen für Menschen im Globalen Süden gesprochen, die für den Globalen Norden nähen, schrauben oder nach Rohstoffen graben. In den vergangenen Jahren hat die EU darum um ein Lieferkettengesetz gerungen. Es soll die Unternehmen dazu verpflichten, zu überprüfen, wie und unter welchen Bedingungen ihre Produktionsprozesse ablaufen. Wenn an irgendeinem Glied der Produktionskette gegen Menschenrechte oder Umweltauflagen verstoßen wird, sollen die Unternehmen dafür zur Rechenschaft gezogen werden können. Kommende Woche soll der Europäische Rat, also die Staats- und Regierungschefs der EU, final darüber abstimmen. Aber seit dieser Woche steht die Zustimmung Deutschlands auf der Kippe, denn Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) wollen nicht zustimmen. Wieso die FDP das Gesetz blockieren will und wie es doch noch gerettet werden könnte, darüber spricht in dieser Folge Michael Bauchmüller, der für die SZ über alles rund um Nachhaltigkeit berichtet. Weitere Nachrichten: Bundestag beschließt Haushalt 2024, Einigung bei Cannabis-Legalisierung Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Lars Langenau, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  9. Viktor Orbán und die EU, das ist ein Drama mit vielen Kapiteln. Einen Höhepunkt gab es zuletzt kurz vor Weihnachten. Da ging es beim EU-Gipfel in Brüssel um die Frage, ob die EU Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine aufnimmt. Auch da hatte Orbán sich erstmal quergestellt. Nur dank eines diplomatischen Tricks gelangten die 26 anderen EU-Länder zu ihrem Ziel. Aber, Orbán wäre nicht Orbán, hätte er nicht direkt die nächste Auseinandersetzung begonnen. Eigentlich wollten die Staats- und Regierungschefs bei dem Gipfel Dezember nämlich auch direkt die Finanzhilfen für die Ukraine freigeben. Da geht es um 50 Milliarden Euro, damit das Land seine durch den Krieg schwer angeschlagene Wirtschaft stabilisieren kann. Diese Abstimmung musste ins neue Jahr verschoben werden – weil Orbán in Aussicht gestellt hat, dass er das blockieren könnte. Am Donnerstagmorgen war nach mehreren Beratungsrunden immer noch unklar, wie die ganze Sache ausgehen könnte. Wie die EU-Länder und Orbán doch noch zu einem Deal gefunden haben und welcher Preis dafür an Orbán entrichtet worden ist, darüber spricht in dieser Folge Jan Diesteldorf, SZ-EU-Korrespondent in Brüssel. Weitere Nachrichten: Verdi-Streik, Sprengungen im Gaza-Streifen Weiterhören: Den Podcast Das Thema über die russischen Kriminellen, die für vorzeitige Entlassung in den Krieg ziehen, lesen Sie hier. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Benjamin Markthaler

  10. Am Mittwoch war der Bundestag Schauplatz eines Schlagabtauschs zwischen Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Oppositionschef Friedrich Merz (CDU). Anlass war der Kanzleretat im Bundeshaushalt 2024. Merz warf der Regierung vor, nicht an einer Zusammenarbeit interessiert zu sein. Deshalb verweigere er die künftig auch. Scholz warf Merz hingegen Blockaden bei Reformen vor. Angesichts der Bedrohung der Demokratie durch den Rechtsextremismus sollten die Demokraten zusammenstehen. Merz aber sei eine "Mimose". Ganz grundsätzlich können sie bei dem Haushalt des laufenden Jahres eine "ganz klare Prioritätensetzungen nicht wirklich erkennen", sagt die Vize-Chefin des SZ-Parlamentsbüros, Henrike Roßbach. Für sie ist sogar strittig, ob der Haushalt 2024 überhaupt "ein Sparhaushalt" oder "ein Gestaltungshaushalt" ist. Die Recherche über enge Verstrickung der AfD in das sogenannte Geheimtreffen mit Neonazis finden Sie HIER. Weitere Nachrichten: Zerstörung im Gazastreifen, Bezahlkarten für Asylbewerber, Warnstreiks an Flughäfen. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  11. Immer wieder fordert die Ukraine von Deutschland "Taurus"-Marschflugkörper. Einmal mehr hat der ukrainische Präsident Wolodomir Selenskij bedauert, dass Deutschland nicht bereit ist, diese an die Ukraine zu liefern. Allerdings nahm er dafür am Sonntagabend in der ARD nicht Kanzler Olaf Scholz (SPD) in die Verantwortung. Der Bundestag hatte die Lieferung abgelehnt hatte. Doch er hoffe auf eine neue Entscheidung. Deshalb machen auch Politiker von Grünen und FDP in dieser Frage weiter Druck auf Scholz. "Wir sollten Taurus-Marschflugkörper schnell liefern", sagte Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) der SZ. Ähnlich sieht es FDP-Fraktionschef Christian Dürr. Allerdings seien auch die "Taurus"-Marschflugkörper keine kriegsentscheidende Waffe, sagt Florian Hassel, Osteuropa-Korrespondent der SZ. Aber die Lieferung hätte durchaus eine wichtige Signalwirkung. Weitere Nachrichten: Haushaltdebatte im Bundestag, Wirtschaftsweise für lockere Schuldenbremse, Haftstrafe im Cum-Ex-Prozess in Hamburg. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Annika Bingger, Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über ARD Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  12. Um zu verstehen, warum es so eine weitreichende Entscheidung der Bundesregierung ist, die Unterstützung an die UNRWA einzustellen, hilft ein Blick auf die Arbeit des Hilfswerks: Die UNRWA gibt es schon seit 1949, sie soll palästinensischen Geflüchteten Hilfe und Schutz gewähren, bis eine gerechte und dauerhafte Lösung für ihre Notlage gefunden ist. Die Hilfsorganisation ist deswegen in Jordanien, Libanon, Syrien, im Gazastreifen und im Westjordanland aktiv. Sie kümmert sich dort um die gesundheitliche Versorgung und die Verteilung von Lebensmitteln. Und sie ist auch ein wichtiger Arbeitgeber: Alleine im Gazastreifen arbeiten 13 000 Menschen für das Hilfswerk. Und zwölf von diesen 13 000 Mitarbeitern sollen an den Terrorattacken vom 7. Oktober auf Israel beteiligt gewesen sein. Deshalb haben Deutschland, die USA und weitere Staaten ihre finanzielle Unterstützung für die UNRWA eingestellt. Was bedeutet das konkret? SZ-Krisen- und Kriegsreporter Tomas Avenarius ordnet ein. Weitere Nachrichten: Gespräche über Befreiung von Hamas-Geiseln, Drei tote US-Soldaten bei Drohnenangriff in Jordanien Zum Weiterlesen und -hören Die “Das Thema”-Folge zur geplatzten Immobilienblase in China lesen Sie hier. Den Text zur Pleite von dem chinesischen Immobilienunternehmen Evergrande lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Guardian News. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  13. Weltweit wird am 27. Januar den Opfern des Holocausts gedacht. Das Datum erinnert an die Befreiung der Überlebenden des größten NS-Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945. Aber kann Erinnerung vor Wiederholung schützen? Nüchtern hat der Auschwitz-Überlebende Primo Levi dazu mal gesagt: "Es ist geschehen, und folglich kann es immer wieder geschehen." Seit dem Gazakrieg ist der Judenhass in Deutschland rasant gestiegen. Auch deshalb bleibt die 88-jährige Jüdin Eva-Maria Hillmann aus Leipzig skeptisch. Einst hat sie als Kind den Holocaust nur überlebt, weil sie vor den Nazis von einer fremden Familie versteckt wurde. Aber sie sagt, die aktuellen Demos gegen Rechtsextremismus würden ihr auch Hoffnung machen. "Ich hoffe nur, dass es in Kanäle kommt, wo auch wirklich Rückschlüsse daraus gezogen werden." Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter, Franziska von Malsen Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters, Bundespressekonferenz, phoenix Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  14. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat am Donnerstag eine Studie über sexuellen Missbrauch in ihrer Institution vorgestellt. Mehr als 2200 Fälle haben die Forschenden zusammengetragen. Doch Annette Zoch, Kirchenexpertin der SZ, sagt: “Ich gehe davon aus, dass da noch mehr kommen wird.” Warum? Und welche Gründe gibt es dafür, dass die Betroffenen so lange auf Aufklärung warten mussten? Zum Weiterlesen und -hören Einen Überblick zu den wichtigsten Punkten der Studie über sexuellen Missbrauch in der Evangelischen Kirche lesen Sie hier. Die “Auf den Punkt”-Folge mit Hintergründen zur Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs zum Gaza-Krieg hören Sie hier. Weitere Nachrichten: Internationaler Gerichtshof fordert Schutz der Bevölkerung im Gaza-Streifen, Jürgen Klopp verlässt den FC Liverpool. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Annika Bingger Zusätzliches Audiomaterial über: Phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  15. Seit Wochen gehen in der Slowakei zehntausende Menschen für eine funktionierende Demokratie auf die Straße. Kommt einem in Deutschland gerade ziemlich bekannt vor, findet auch SZ-Korrespondentin Viktoria Großmann, mit der ich über die Proteste gesprochen habe: “Jetzt ist es in der Slowakei so, dass schon bestimmte Parteien in der Regierung sind, die viele Menschen in Deutschland gerne in der Regierung verhindern möchten. Aber wenn man es so haben möchte, kämpfen viele Menschen in Europa eigentlich für dieselben Werte.” Zum Weiterlesen Mehr zum neuen und alten Moderator der Daily Show lesen Sie hier. Weitere Nachrichten: Gutachten zu sexuellem Missbrauch in der Evangelischen Kirche, 18-Jährige Schülerin in Baden-Württemberg getötet Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: instagram @michalsimecka Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  16. Die Republikanerin Nikki Haley hat bei den Vorwahlen der Republikaner im US-Bundesstaat New Hampshire elf Prozent weniger Stimmen bekommen als Donald Trump. Das ist besser als die Umfragen vorab vermuten ließen und trotzdem schlechter als von ihr und ihren Anhängern erhofft. Denn New Hampshire, der zweite Bundesstaat, in dem gewählt wurde, war bislang der einzige, in dem Haley sich Chancen ausrechnen konnte – und sie müsste früh in den Vorwahlen einen Erfolg feiern, damit ihre Kampagne ein Momentum und sie überhaupt eine Chance gegen Trump hat. Deshalb hat Haley auch viel Energie und Geld aufgewandt, um in New Hampshire möglichst viele Stimmen zu holen. Hat Nikki Haley jetzt noch eine Chance in den Vorwahlen oder steuert Amerika endgültig auf das Duell zu, das die meisten Amerikanerinnen und Amerikaner auf keinen Fall wollen: Donald Trump gegen Joe Biden? Darüber spricht in dieser Folge Fabian Fellmann, der für die SZ den Wahlkampf vor Ort beobachtet. Weiterlesen: Den Text über Karl Lauterbach und warum er aktuell Pech im Job, aber Glück in der Liebe hat, lesen Sie hier. Weitere Nachrichten: GDL-Streik, Russische Militärmaschine abgestürzt Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Reuters, CBS Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  17. Es könnte bald schon wieder eine neue Partei in Deutschland geben: Die Werteunion, bislang ein Verein, will eine Partei werden. Ihr Chef, Hans-Georg Maaßen, könnte auch der erste Vorsitzender werden. Dafür paktiert er ganz offen mit einem Mann, der enge Kontakte in die Reichsbürgerszene hat – viel enger, als bislang bekannt war. Markus Krall. Was bedeutet diese Personalie für die neue Partei? Weitere Nachrichten: NPD für sechs Jahre von staatlicher Parteienfinanzierung ausgeschlossen, Israel macht wohl Angebot für zweimonatige Feuerpause Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Youtube (Werteunion). Den Text darüber, wie man Teilnehmer bei Demonstrationen zählt, finden Sie hier. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  18. Nur noch 35 Stunden pro Woche arbeiten, statt 38. Dafür aber genauso viel verdienen wie bislang. Beziehungsweise sogar noch mehr, weil der Arbeitgeber die Gehälter ordentlich anhebt und die Inflation ausgleicht. So stellen sich Deutschlands Lokführerinnen und Lokführer ihre Arbeitsbedingungen in naher Zukunft vor – und streiken dafür jetzt schon zum vierten Mal. Ab Dienstagabend im Güterverkehr und ab Mittwochmorgen, 2 Uhr, dann auch im Personenverkehr. Letzten Freitag hatte die Bahn der GDL im seit November laufenden Tarifstreit nochmal ein Angebot gemacht. Die Lokführer sagen aber, die Bahn sei auch mit diesem neuen Angebot immer noch so weit weg von dem, was sie fordern – es mache deshalb gar keinen Sinn, miteinander zu sprechen. Die Bahn sieht es genau andersrum: Die GDL sei diejenige, die den Konflikt maßlos verschärfe – während die Bahn nach einem Kompromiss suche. Wer hat Recht und wer könnte sich am Ende durchsetzen? Darüber spricht Wirtschaftsredakteur Alexander Hagelüken in dieser Folge. Hier lesen Sie den Text über die möglichen Wählerinnen und Wähler der Republikanerin Nikki Haley. Weitere Nachrichten: Trauerfeier für Schäuble, Rückzug DeSantis Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Tami Holderried Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  19. Im November hat sich ein Kreis von rechten Politikern, Unternehmern und rechtsextremen Aktivisten getroffen. Sie haben über Deportationspläne gesprochen, die Millionen Menschen in Deutschland betreffen würden. Seitdem das Treffen, an dem unter anderem mehrere AfD-Politiker teilgenommen haben, öffentlich geworden ist, finden bundesweit Demos gegen rechts statt. Über das geheime Treffen und die Demonstrationen spricht in dieser Wochenend-Folge von “Auf den Punkt” Tareq Alaows, flüchtlingspolitischer Sprecher von Pro Asyl. Er sagt: “Ich bin von den Deportationsplänen betroffen.” Zum Weiterlesen und -hören: Den Text des Recherchenetzwerks Correctiv über das rechte Geheimtreffen lesen Sie hier. Die “Auf den Punkt”-Sendung vom Mittwoch zu den Protesten gegen die AfD können Sie hier nachhören. Die “Auf den Punkt”-Sendung vom Dienstag zur Vorwahl in Iowa hören Sie hier. Den Text zum neuen Filmgenre “Rich Porn” lesen Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 19.01.2024 um 16 Uhr. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über ZDFheute Nachrichten, @ProAsyl (X), C-Span, Forbes Breaking News. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  20. Kanzler Olaf Scholz (SPD) ist aktuell so unbeliebt wie kein Kanzler vor ihm, zumindest seit 1997, seitdem diese Werte regelmäßig erhoben werden. Aber die Unzufriedenheit der Menschen richtet sich nicht nur gegen ihn persönlich, sondern auch gegen seine Partei: Aktuell kommt die SPD in Umfragen nur noch auf 13 bis 15 Prozent, bei den Wahlen in Sachsen und Thüringen im September könnte sie sogar aus den Landtagen fliegen. Georg Ismar berichtet aus dem Parlamentsbüro der SZ in Berlin und hat die Krise in der SPD analysiert. In dieser Folge erklärt er, wie die SPD noch die Kurve kriegen könnte, und wie die Chancen für Scholz dafür stehen. Weitere Nachrichten: Tarifstreit bei der Bahn, Einbürgerungsreform Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Jakob Arnu Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER