Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
2376
22.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
Häufig erwähnt
  • Deutschland
  • AfD
  • Berlin
  • SZ
  • USA
  • Sachsen-Anhalt
  • SPD
  • Friedrich Merz
  • CDU
  • Euro
  • Ukraine
  • EU
  • Trump
  • Russland
  • Auf den Punkt
Episoden
  1. Am Montag vor zwei Wochen rufen sich vier hochrangige Offiziere der Bundeswehr in einem Call zusammen. Ingo Gerhartz, der ranghöchste Offizier der Luftwaffe, bespricht in teils recht lockerem Plauderton mit den drei anderen allerhand Fragen zu den viel diskutierten Taurus Marschflugkörpern. Es geht um völkerrechtliche Fragen, aber auch darum, ob man mit den Marschflugkörpern die Kertsch-Brücke zerstören könnte. Das ist die für Russland so wichtige Verbindung zwischen dem eigenen Festland und der annektierten Krim. Und es geht um die inzwischen viel besprochene Frage, wer die Marschflugkörper denn programmieren könnte, wenn es eben nicht deutsche Soldaten vor Ort sein dürfen. Es wird in dem Gespräch aber auch klar, dass Generalleutnant Gerhartz fest davon ausgeht, dass Kanzler Olaf Scholz seine Haltung ohnehin nicht ändern wird, also dass Deutschland keine Taurus Marschlfugkörper in die Ukraine schicken wird. Genau zwölf Tage später, am vergangenen Freitag, wird ein Mitschnitt von diesem Gespräch öffentlich. Offenbar hat einer der russischen Geheimdienste mitgelauscht und das Ganze an die Chefredakteurin von Russia Today geschickt, einem direkten Propagandakanal von Wladimir Putin. Und genau so wird das Gespräch der Bundeswehroffiziere dann auch verkauft: Es sei ein Beweis für geplante Kampfhandlungen von Deutschland gegen Russland. Seit dem Bekanntwerden des Leaks herrscht helle Aufregung, vor allem in Deutschland: In der Regierung, der Opposition und natürlich auch bei der Bundeswehr. Über die Folgen spricht Paul Anton Krüger, SZ-Parlamentskorrepsondent in Berlin. Weitere Nachrichten: Und noch ein GDL-Streik, Kartellstrafe für Apple Zum Weiterlesen und -hören: Wie Sie einen Nichtwähler davon überzeugen, seine Stimme einer demokratischen Partei zu geben. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Johannes Korsche, Leopold Zaak Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau via Youtube Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  2. Diese Folge von "Auf den Punkt: Die US-Wahl" wurde am vergangenen Freitag bereits im gleichnamigen Kanal veröffentlicht. Wenn Sie die nächsten Episoden also immer möglichst aktuell hören wollen, abonnieren Sie gerne auch diesen Kanal. Ansonsten erscheint jede Folge aber auch weiterhin sonntags hier im regulären Kanal von "Auf den Punkt". Der kommende Dienstag, der 5. März 2024, ist der sogenannte "Super Tuesday", an dem in 16 US-Bundesstaaten und einem US-Territorium Vorwahlen stattfinden. Dabei werden mehr als ein Drittel der Delegiertenstimmen verteilt, mit denen im Sommer die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten und der Republikaner gewählt werden. In der Vergangenheit wurde am Super Tuesday oft viel entschieden: Kandidaturen wurden beendet oder ein Kandidat konnte sich einen großen Vorsprung auf die anderen Bewerber erarbeiten. Doch diesmal steht schon vorher so gut wie fest, welche beiden Kandidaten bei der Wahl im November gegeneinander antreten werden: Der amtierende Präsident und Demokrat Joe Biden und der Ex-Präsident und Republikaner Donald Trump. Aber es gibt in diesem Vorwahlkampf eine Person, die es noch ein bisschen spannend macht: Nikki Haley, Trumps einzige verbliebene Konkurrentin im Rennen um die Kandidatur der Republikaner. Über ihre Rolle und die Frage, was für sie ein Erfolg am Super Tuesday wäre, sprechen der SZ-Politik-Chef Stefan Kornelius und die SZ-Audio-Redakteurin Nadja Schlüter in der ersten Folge des neuen US-Wahl-Podcasts. Und auch darüber, wieso Joe Biden in dieser Woche einen Denkzettel von der eigenen Wählerschaft bekommen hat. Redaktionsschluss für diese Sendung war Donnerstag, 29.02.24 um 17 Uhr. Zum Weiterhören und -lesen: Hier geht es zum Kanal von "Auf den Punkt: Die US-Wahl". Hier können Sie sich für den US-Wahl-Newsletter der SZ anmelden. Moderation, Redaktion: Stefan Kornelius, Nadja Schlüter Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über C-Span, Reuters, X @Listen2michigan. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  3. Russlands Präsident Wladimir Putin lässt sich am Donnerstag bei seiner Rede an die Nation feiern und macht Wahlkampf für eine Wahl in zwei Wochen, die eigentlich keine ist. Einen Tag später wird der wichtigste und bekannteste Oppositionspolitiker in Russland, Alexej Nawalny, in Moskau beerdigt. Er ist im Straflager am russischen Polarkreis gestorben. Tausende haben ihm bei seiner Beerdigung die letzte Ehre erwiesen. Wie kann Opposition in Putins Russland aussehen? Und welche Hoffnung kann es für ein demokratisches Russland geben? Darüber spricht in dieser Folge Irina Scherbakowa. Sie ist Gründungsmitglied der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“, die 2022 den Friedensnobelpreis bekommen hat. Zum Weiterlesen und -hören: Alle „Auf den Punkt“-Folgen finden Sie hier. Die Reportage über die Beschützerin der Kiebitze lesen Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 1.3.2024, um 16 Uhr. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Nadja Schlüter, Leopold Zaak, Leonardo Kahn Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: dpa, Spiegel, BBC News, RTVI Новости (Youtube). Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  4. Es sind unscharfe, dunkle Bilder vom frühen Donnerstagmorgen. Man erkennt darauf mehrere Fahrzeuge, offenbar mit Hilfsgütern für Menschen in Gaza-Stadt. Rundherum drängen sich Menschen, die an diese Hilfsgüter kommen wollen. Es sieht chaotisch aus – und wie wir inzwischen wissen, sind in diesem Chaos mehr als 100 Menschen gestorben, Hunderte weitere wurden verletzt. Augenzeugen haben hinterher gesagt, dass auf sie geschossen wurde. Was genau rund um den Hilfskonvoi genau passiert sein könnte, erklärt in dieser Folge Tomas Avenarius, der für die SZ gerade aus Israel berichtet. Er ordnet auch ein, wie die Katastrophe schon jetzt von Hamas und Teilen der israelischen Regierung politisch missbraucht wird, um in Verhandlungen über eine Waffenruhe besser dazustehen. Weitere Nachrichten: Tausende bei Begräbnis von Alexej Nawalny; Bezahlkarte für Geflüchtete soll kommen. Zum Weiterlesen und -hören Den Live-Blog zum Krieg im Nahen Osten finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Johannes Korsche, Nadja Schlüter Produktion: Annikka Binnger Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  5. Mitch McConell ist Fraktionsführer der Republikaner im US-Senat seit 2007. Er ist mit diesem Amt wohl die zweitmächtigste Person in der Partei. Mehr Macht hat bei den Republikanern nur Donald Trump als voraussichtlicher Präsidentschaftskandidat. Am Mittwoch hat Mitch McConnell angekündigt, sich nach der Präsidentschafts-Wahl im November von seinem Amt zurückzuziehen. Vor wenigen Tagen ist er 82 geworden, gesundheitlich ist er angeschlagen. McConnell hat sehr oft in seiner Laufbahn die US-Politik ganz entscheidend mitgeprägt. Ein solcher Moment war auch die Zeit nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Dazu hat McConnell damals gesagt, Trump sei eindeutlich verantwortlich für die Vorfälle, praktisch und moralisch. Trotzdem hat McConnell sich geweigert, einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump zuzustimmen. Was bedeutet der angekündigte Rückzug von ihm für die republikanische Partei – und wer könnte ihn in seinem wichtigen Job beerben? Darüber spricht in dieser Folge der ehemalige SZ-US-Korrespondet Reyer Klüver. Weitere Nachrichten: Putin-Rede, Transnistrien bittet Russland um “Schutz” Zum Weiterlesen und -hören: Unseren neuen US-Podcast finden Sie ab jetzt jeden Freitag hier. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Leopold Zaak Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über MSNBC, NBC via Youtube Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  6. Am Montagabend hat die Polizei in Berlin-Kreuzberg eine 65-jährige Frau festgenommen: Claudia. Aber “Claudia” heißt eigentlich: Daniela Klette. Sie ist eine mutmaßliche Ex-RAF-Terroristin. Mehr als 30 Jahre hat sie im Untergrund gelebt, bevor sie dann am Montagabend festgenommen wurde. Die Innenministerin von Niedersachsen Daniela Behrens (SPD) bezeichnet die Festnahme als “Meilenstein ist in der deutschen Kriminalgeschichte”. In dieser Folge erklärt Willi Winkler die Auswirkungen des Terrors der RAF und erinnert sich an das Klima während des deutschen Herbsts 1977. Weitere Nachrichten: Beerdigung von Putin-Kritiker Nawalny am Freitag, EU-Lieferkettengesetz scheitert Zum Weiterlesen und -hören Wie hat Daniela Klette im Untergrund gelebt? Den Text dazu lesen Sie hier. Über die Geschichte der RAF hat Willi Winkler hier geschrieben. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über WDR, AFP. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  7. Olaf Scholz hat am Montag bei einem Auftritt bei der Nachrichtenagentur dpa mal wieder bekräftigt, dass er die Lieferung von deutschen Taurus-Marschflugkörpern weiterhin ausschließt. Seine Koalitionspartner bei FDP und Grünen wären dafür. Während in Deutschland also bereits bei den Waffenlieferungen keine Einigkeit herrscht, geht der französische Präsident jetzt viel weiter. Macron hat am Montagabend in Paris auf einer Hilfskonferenz der Europäer für die Ukraine laut darüber nachgedacht, ob nicht sogar französische Soldaten in die Ukraine geschickt werden könnten. Zwar gebe es heute, sagt Macron, keinen Konsens in der EU, offiziel Bodentruppen in die Ukraine zu entsenden, aber es sollte nichts ausgeschlossen werden. Wie wahrscheinlich ist, dass es tatsächlich dazu kommt? Und was würde das für den weiteren Verlauf des Kriegs bedeuten? Das erklärt in dieser Folge Daniel Brössler, Leitender Redakteur im SZ-Parlamentsbüro. Weitere Nachrichten: Ex-RAF-Terroristin Klette festgenommen, Biden hofft auf Waffenstillstand in Gaza Zum Weiterlesen und -hören: Die Freunde Navid Kermani und Natan Szaider schreiben über ihre Perspektiven auf den Nahost-Konflikt. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Lars Langenau, Johannes Korsche Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters, dpa Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  8. Die Deutsche Telekom hat am Montag bei der Mobilfunk-Messe "Mobile World Congress" in Barcelona das Konzept eines neuartigen Smartphones ohne Apps vorgestellt. Beim "KI-Phone" interagiert der Nutzer über Sprachbefehle mit einer Künstlichen Intelligenz (KI). "Die Zukunft wird frei von Apps sein", sagt der Gründer und Chef von Brain Technologies, Jerry Yue. Von seinem US-Technologieunternehmen kommt die KI des Smartphones. Bei dem Vorhaben macht auch der Chiphersteller Qualcomm mit. Für das "KI-Phone" greift die Telekom auf ihr bereits existierendes Mittelklasse-Gerät T-Phone zurück, das mit dem Google-Betriebssystem Android läuft. Das Smartphone selbst ist also nichts Besonderes - was damit gemacht wird, sehr wohl: der Einsatz von KI, um die Sicht auf Apps überflüssig zu machen. SZ-Feuilleton-Redakteur Andrian Kreye ist überzeugt, dass sich damit die Smartphone-Nutzung radikal ändern wird und das Zeitalter der KI-Kommunikation begonnen hat: "Das wird im digitalen Raum alles verändern: So ähnlich wie einst das Word Wide Web." Weitere Nachrichten: Verfassungsschutz begutachtet AfD neu, EKD gegen AFD. Zum Weiterlesen und -hören Die Reportage über das "K-Phone" und Jerry Yue finden Sie hier. Den Text von Andrian Kreye zu dem Handy ohne Apps lesen Sie hier. Die SZ-Rechereche zur AfD finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über MGM "2001: Odysee im Weltall" Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  9. Die Maidan-Revolution hat ihren Ursprung schon im Herbst 2013: Ein Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und der Ukraine ist damals fertig verhandelt - aber der ukrainische Präsident Janukowitsch entscheidet im November 2013, es nicht zu unterschreiben. Ukrainerinnen und Ukrainer treffen sich daraufhin auf dem Maidan, dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew, um zu protestieren. Gegen diese Entscheidung des Präsidenten - und für eine Ukraine, die sich der EU zuwenden soll. Mit der Zeit werden es immer mehr Demonstrierende - irgendwann sind es Hunderttausende. Und einige von ihnen gehen nicht mehr nach Hause, sie campen auf dem Maidan. Errichten Straßensperren aus Tischen und Holzlatten gegen die Räumfahrzeuge und die Polizisten. Am 18. Februar beginnt die Polizei, die Proteste gewaltvoll niederzuschlagen. Sie setzt Tränengas und Blendgranaten ein, die Demonstranten verteidigen den Platz mit Knüppeln und Molotowcocktails. Am 20. Februar weist der ukrainische Präsident Janukowitsch seine Spezialpolizei, die Berkut, und Scharfschützen an, auf die Demonstrierenden zu schießen. Insgesamt einhundert Menschen sterben, die „Himmlischen Hundert“, wie in der Ukraine heute an sie erinnert wird. Cathrin Kahlweit berichtete damals für die SZ aus Kiew über den Maidan-Aufstand. In dieser Folge von „Auf den Punkt“ erinnert sie sich an die Stimmung auf dem Maidan - vor, während und nach den Schüssen auf die Demonstrierenden. „Es war Bürgerkrieg“, sagt sie zu der Situation auf dem Maidan. Aber die Demonstrierende hatten Erfolg, sagt sie: „Die Ukraine ist mit Sicherheit demokratischer geworden.“ Zum Weiterlesen: Den Text von Cathrin Kahlweit über die Maidan-Revolution lesen Sie hier. Den Text zum Besuch in der Heimatstadt von Sandra Hüller lesen Sie hier. Das Q&A zur teilweisen Legalisierung von Cannabis finden Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 23.02.2024, um 16 Uhr. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Nadja Schlüter, Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über #Babylon’13 (YouTube), Tagesschau, Büro des Präsidenten der Ukraine (YouTube), Sportschau, Phoenix. Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Podcast-Umfrage teilnehmen unter www.sz.de/podcast-umfrage. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  10. Abgeordneten stimmte am Freitag in namentlicher Abstimmung dem Cannabis-Gesetz von SPD, Grünen und FDP zu. Union und AfD lehnten die Reform ab, aber auch einige Mitglieder der Ampel-Fraktionen. Dem Gesetz zufolge dürfen Erwachsene vom 1. April an bis zu 25 Gramm Cannabis zum eigenen Verbrauch bei sich haben. Zu Hause dürfen bis zu 50 Gramm aus dem Eigenanbau von bis zu drei Pflanzen oder aus Cannabis-Clubs aufbewahrt werden. Der öffentliche Konsum bleibt in der Umgebung von Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Sportstätten verboten. Der Jurist und Berliner SZ-Experte für Kriminalpolitik, Ronen Steinke, begrüßt die Entscheidung. Und er sagt: "Die Freiheit des einen endet erst dort, wo die Freiheit des Nächsten tangiert wird. Und das ist ein Satz, der verträgt sich eigentlich mit der Strafverfolgung von Drogen überhaupt nicht." Weitere Nachrichten: AfD verharmlost Höckes Rolle, erste kommerzielle Mondlandung. Weiterlesen: Die Reportage von Ronen Steinke über das juristische Kleinklein selbst bei geringsten Mengen Cannabis finden Sie HIER. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Gesetz finden Sie HIER. Die SZ-Recherche über die AfD lesen Sie HIER. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über phoenix via Youtube, WDR Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Podcast-Umfrage teilnehmen unter www.sz.de/podcast-umfrage. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  11. Seit Wochen ringen die Ampel und die Union um das Wachstumschancengesetz. Damit es den Bundesrat passieren kann, braucht es die Zustimmung der Länder, von denen ein Teil von der Union geführt wird. Unternehmen sollen durch das Wachstumschancengesetz weniger Steuern zahlen, ihr Aufwand für Genehmigungsverfahren soll sinken und wenn sie Forschung und Entwicklung betreiben, dann soll auch das steuerlich gefördert werden. Außerdem will die Regierung Investitionen in den Wohnungsbau attraktiv machen, auch wieder durch Steueranreize. Heißt aber alles im Umkehrschluss: Dadurch kommen bei Bund und Ländern auch weniger Steuern an. Ursprünglich war die Idee, dass der Staat dabei zugunsten der Unternehmen auf sieben Milliarden Euro Steuereinnahmen verzichtet. Das war den Ländern zu viel, weswegen jetzt nur noch Vergünstigungen von 3,2 Milliarden Euro für die Unternehmen geplant sind. Das Paket ist mittlerweile also nur noch ein Päckchen. Und trotzdem gibt es immer noch Streit darüber. Und das, obwohl alle der Meinung sind, dass es nur ein kleiner Teil der Lösung für das eigentliche Problem sein kann. Henrike Roßbach, stellvertretende Leiterin des SZ-Parlamentsbüros, erklärt in dieser Folge die Hintergründe. Weitere Nachrichten: Taurus-Anträge im Bundestag, Verdi-Streiks Zum Weiterlesen: Warum viele Angestellte sich auch krank ins Büro zwingen und was das für fatale Folgen hat. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Lars Langenau Produktion: Annika Bingger Zusätzliches Audiomaterial über phoenix via Youtube Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Podcast-Umfrage teilnehmen unter www.sz.de/podcast-umfrage. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  12. Am Freitag stimmt der Bundestag über den wohl gefährlichsten reinen Marine-Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr ab. Für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist es ein Signal, mit dem Europa zeigt: "Wir werden die internationale Sicherheit und die Freiheit der Navigation schützen." Die Freiheit der Handelswege und die Sicherheit der Schiffe auf der wichtigsten Handelsroute zwischen Europa und Asien seien unabdingbar. Die Mission gilt als gefährlichster reiner Marine-Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr. Die Huthi-Miliz aus Jemen will mit dem Beschuss von Schiffen ein Ende der israelischen Angriffe im Gazastreifen erzwingen. Wegen der Angriffe meiden große Reedereien zunehmend die kürzeste See-Verbindung zwischen Asien und Europa. Das hat mittlerweile erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die USA und Großbritannien haben deshalb Ziele der Huthi angegriffen. Dagegen ist der EU-Einsatz rein defensiv ausgerichtet, sagt SZ-Brüssel-Korrespondent Hubert Wetzel. Zudem teste die Europäische Union damit auch ihre Fähigkeiten als militärische Macht. Wetzels Einschätzung über die Gefahr, dass Europa in den Nahostkrieg hineingezogen wird, spricht er in dieser Folge. Weitere Nachrichten: Neue EU-Sanktionen gegen Russland, mehr Angriffe auf Geflüchtete, Tuchel verlässt FC Bayern Eine Analyse, wie sich die Angriffe der Huthi auf die Weltwirtschaft auswirken, finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über ARD Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Podcast-Umfrage teilnehmen unter www.sz.de/podcast-umfrage. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  13. 2010 wurde Julian Assange mit Wikileaks weltweit berühmt, als er, zum Teil gemeinsam mit internationalen Medien, mehrere Hunderttausend Dokumente der US-Regierung veröffentlichte. Diese Unterlagen waren ihm von der ehemaligen Soldatin Chelsea Manning zugespielt worden. Sie zeigen Kriegsverbrechen der US-Armee, zum Beispiel in Bagdad, als bei einem Luftangriff neben vielen Zivilisten auch zwei Reuters-Journalisten erschossen wurden. Die USA haben damals begonnen, Assange und Wikileaks strafrechtlich zu verfolgen. Wie intensiv sie das getan haben, hing auch davon ab, wer gerade Präsident war: Barack Obama sah von einer Anklage ab, Donald Trump aber ließ ihn dann anklagen und Joe Biden hielt die Anklage aufrecht. Assange fand erst sieben Jahre in der Botschaft von Ecuador in London Zuflucht. Dann kam in Ecuador ein anderer Präsident an die Macht, der im Interesse von Donald Trump das politische Asyl von Assange beendete. 2019 wurde Assange in der Botschaft verhaftet, seither sitzt er im Londoner Belmarsh Prison. Und seitdem läuft auch ein schier endloses Prozedere. Immer wieder wird darum gerungen, ob Assange an die USA ausgeliefert wird. Jetzt könnte es zu einer finalen Entscheidung kommen. Darüber spricht in dieser Folge Georg Mascolo. 2010 war er Chefredakteur beim Spiegel, der gemeinsam mit der New York Times und dem Guardian Teile der geheimen Dokumente von Wikileaks veröffentlichte. Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Podcast-Umfrage teilnehmen unter www.sz.de/podcast-umfrage. Weitere Nachrichten: Russischer Deserteur erschossen, Fußball-Weltmeister Andreas Brehme ist tot Weiterlesen: Interview mit Teddy Teclebrhan Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  14. Alexej Nawalny ist vergangenen Freitag nach Angaben der Verwaltung der Strafkolonie "Polarwolf" nach einem Spaziergang bewusstlos zusammengebrochen und gestorben. Die Witwe des Oppositionspolitikers will den Kampf ihres verstorbenen Mannes für ein freies Russland fortsetzen. Julia Nawalnaja forderte die Unterstützer Nawalnys am Montag auf, den Kampf gegen Russlands Machthaber Wladimir Putin jetzt noch entschlossener zu führen. In ihrer Video-Botschaft warf sie Putin vor, ihren Mann getötet zu haben. Die russischen Behörden würden den Leichnam ihres Mannes zurückzuhalten, bis keine Spuren des Nervengifts Nowitschok mehr nachzuweisen seien. Nawalny hatte in einer Dokumentation dazu aufgerufen, den Widerstand gegen Putin auch nach seinem Tod aufrechtzuerhalten. Könnte seine Witwe das neue Gesicht der Opposition werden? Das sei im Moment noch unklar, sagt SZ-Politikredakteur Frank Nienhuysen, aber: "Sonst ist im Moment niemand absehbar." Weiterlesen: Den Nachruf auf Nawalny finden Sie hier. Die oscarprämierte Doku “Nawalny” ist bei NTV frei abrufbar. Weitere Nachrichten: CDU will von der Leyen als EVP-Spitzenkandidatin vorschlagen, EU-Außenminister beschließen Marine-Einsatz im Roten Meer Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über BR24, You-Tube-Kanal von Julia Nawalnaja, Dokumentation "Nawalny" von Daniel Roher. Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Podcast-Umfrage teilnehmen unter www.sz.de/podcast-umfrage. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  15. Zur 60. Sicherheitskonferenz treffen sich am Wochenende etwa 50 Staats- und Regierungschefs in München. Eines der Themen ist, dass der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump sinngemäß Folgendes gesagt hat: dass diejenigen Nato-Staaten, die nicht genug Geld für ihre Verteidigung ausgeben, auch nicht den Schutz der USA erwarten könnten, wenn sie angegriffen würden. Sollte Trump also noch einmal Präsident werden, dann wäre auf die USA in der Nato womöglich kein Verlass mehr. Seither wird in Europas Nato-Mitgliedsstaaten verstärkt über eigene, europäische Atombomben zur Abschreckung diskutiert. "Ich halte das für eine problematische Debatte, weil sie enorm viel Kosten binden würde", sagt Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Der 60-Jährige war von 2014 bis 2018 Koordinator der Bundesregierung für die transatlantischen Beziehungen. Europas Nato-Mitglieder sollten laut ihm "lieber mit den Amerikanern darüber reden, wie wir die Lasten fairer untereinander verteilen". Aber er habe auch "das Gefühl", sagt Hardt, dass Trump zum ersten Mal in jüngster Zeit "nicht die einhellige Unterstützung aus den eigenen Reihen hat". Aber, ob Trump das nur als Provokation gemeint habe, spiele im Grunde keine Rolle: "Wir müssen es für bare Münze nehmen." Deshalb sei sein konkreter Vorschlag, dass Europa etwa bei der Cyberbedrohung "gemeinsame europäische Fähigkeit" aufbauen sollte. Anhand "kleiner, erster Pilotbeispiel einer gelungenen europäischen Verteidigungszusammenarbeit" ließen sich die Schaffung einer gemeinsamen Armee erproben. Alle Texte zur 60. Münchner Sicherheitskonferenz finden Sie auf dieser Übersichtsseite. Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Podcast-Umfrage teilnehmen unter www.sz.de/podcast-umfrage. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Nadja Schlüter, Leopold Zaak Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Deutschlandfunk, Die Welt, Tagesthemen, Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  16. In München beginnt die 60. Sicherheitskonferenz und es gibt eine Menge zu besprechen: Die Ukraine bekommt Probleme an der Front gegen Russland, die Situation in Nahost könnte jederzeit weiter eskalieren, und im Westen gibt es Sorgen, dass Donald Trump zum zweiten Mal US-Präsident werden könnte. Bundeskanzler Olaf Scholz ist in den vergangenen Tagen häufig unterwegs gewesen, um Gespräche mit internationalen Partnern zu führen. Nicolas Richter, der Leiter des Berliner Büros der SZ hat Scholz am Mittwoch zu einem Gespräch getroffen. Er erzählt in dieser Folge von „Auf den Punkt“, wie Scholz derzeit die internationale Sicherheitslage bewertet – und ob er Deutschland auf die vielen Krisen vorbereitet sieht. Weitere Nachrichten: Alexej Nawalny ist tot; Wirtschaftskonzept von CDU und CSU im Finanzministerium geprüft. Zum Weiterlesen: Das ganze Interview mit Bundeskanzler Olaf Scholz zur Nato, Donald Trump und der Situation in Israel und Gaza lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Nadja Schlüter und Leopold Zaak Produktion: Annika Bingger Zusätzliches Audiomaterial über White House auf Youtube. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  17. Biberach in Baden-Württemberg, am Mittwochnachmittag. Auf einem Video ist zu sehen, wie schwarze Autos langsam eine Straße entlangfahren. Hunderte Protestierende stehen am Straßenrand, Landwirte haben sich zur Demonstration gegen die Ampel-Regierung getroffen. Ein Video auf dem Kurznachrichtendienst X, zeigt auch, wie Polizisten die Autos begleiten, ein Polizist sprüht dabei Tränengas in die Menschenmenge. In einem der Autos sitzt der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir von den Grünen. Er ist auf dem Weg zur Stadthalle Biberach, zum politischen Aschermittwoch, den der grüne Landesverband Baden-Württemberg eigentlich dort geplant hat. Und dann ist ein dumpfer Knall zu hören – und man sieht: Das Fenster eines der schwarzen Autos hat ein Loch. Es ist Özdemirs Begleitauto. Der politische Aschermittwoch der Grünen wird abgesagt. Warum treffen gewaltvolle Übergriffe immer häufiger die Grünen? Das beantwortet Max Ferstl in dieser Folge von „Auf den Punkt“. Er ist SZ-Korrespondent in Baden-Württemberg und war am Mittwoch in Biberach. Weitere Nachrichten: Wachstumsprognose nach unten korrigiert, Urteil im Fall Emily. Zum Weiterlesen und -hören Zum SZ-Newsletter "Im Südwesten" kommen Sie hier. Zur Leute-Spalte kommen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Nadja Schlüter, Leopold Zaak Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über phoenix, “X” ​​@Mainzer87486228. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  18. 14.02.2024
    12 min

    In Deutschland hat sich eine Debatte darüber entwickelt, ob die EU eigene Atomwaffen haben sollte, um andere Staaten abzuschrecken. Die Debatte hat ihren Ursprung vor ein paar Tagen im US-Bundesstaat South Carolina genommen. Da ist Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung aufgetreten und hat unter anderem gesagt, dass er Nato-Staaten, die nicht genug in die eigene Verteidigung investieren würden, im Kriegsfall nicht verteidigen würde. Braucht die EU also eigene Atomwaffen? Darüber spricht Daniel Brössler, Leitender Redakteur im Berliner SZ-Parlamentsbüro, in dieser Folge von „Auf den Punkt“. Weitere Nachrichten: Politischer Aschermittwoch der Grünen in Biberach wegen Protesten abgesagt, VW will sich aus Xinjiang zurückziehen. Zum Weiterlesen und -hören Die Folge des SZ-Recherche-Podcasts „Das Thema“ zur Rüstungsindustrie hören Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Leopold Zaak Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Evening Standard, AFP, Deutschlandfunk. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  19. Bei israelischen Angriffen und Kämpfen im Gazastreifen sind laut Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde in den vergangenen 24 Stunden abermals 133 Palästinenser getötet worden. Seit Beginn des Krieges nach dem Massaker am 7. Oktober beläuft sich demnach die Zahl der getöteten Bewohner des Küstenstreifens auf fast 28 000, mehr als 68 000 Menschen seien verletzt worden. Nun wächst die Sorge über israelische Pläne für eine großflächige Bodenoffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens. Dort haben mehr als eine Millionen Menschen auf Anweisung Israels Schutz gesucht. US-Präsident Joe Biden hat gerade eine "mindestens sechswöchige Kampfpause" gefordert. Doch die Chancen dafür stehen von Seiten der israelischen Regierung schlecht, sagt SZ-Politikredakteurin Sina-Maria Schweikle. Für sie sei die große Frage, wohin die Zivilisten noch fliehen könnten: "Ein Großteil des Gazastreifens ist zerstört, die meisten Menschen sind schon mehrfach geflüchtet." Zudem gebe es auch in anderen Teilen des Gazastreifens kaum noch Lebensmittel und Wasser. Laut Medienberichten plant die israelische Regierung den Aufbau riesiger Zeltlager, für die dann aber Ägypten zuständig sein soll. Doch wenn Palästinenser auf ägyptisches Gebiet gedrängt werden würden, sagt Schweikle, könnte das den Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten gefährden. Weitere Nachrichten: US-Senat billigt Milliardenhilfe für Ukraine, Maßnahmen gegen Rechtsextremismus von Innenministerin. Weiterlesen: Die SZ-Serie "Wie ich Euch sehe" finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über BBC Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  20. US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat die Nato-Beistandspflicht in Frage gestellt. Der "Präsident eines großen Landes" habe ihn einmal gefragt, hat Trump am Samstag in South Carolina gesagt, ob die USA dieses Land auch dann noch vor Russland schützen würden, wenn es für seine Verteidigung nicht genug Geld ausgebe. Er habe das verneint. Und wörtlich gesagt, dass er vielmehr Russland sogar dazu ermutigen würde, "zu tun, was auch immer zur Hölle sie wollen". Das hat vor allem bei den Nato-Partnern blankes Entsetzen ausgelöst. Stefan Kornelius, Leiter des SZ-Politikressorts, sagt: Dass Trump Russland faktisch auffordert, Verbündete anzugreifen, sei "unerhört". Trump tue dies allein aus "innenpolitischen Gründen" – und schüre die "Angst vor einem unsichtbaren äußeren Feind". Neben Migranten seien das die angeblich so "unberechenbaren Verbündeten, die Amerika auf der Tasche liegen und das Land von den eigentlichen Pflichten abhalten, nämlich die Südgrenze zu schützen". Trump, sagt Kornelius, sei bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt seiner Wahlkampagne so radikal, "dass man gar nicht weiß, wohin er sich noch entwickeln möchte bis November". Aber diese "Form von Radikalität" könnte noch immer genügend Wähler in den USA abstoßen und trage zur Mobilisierung gegen seine Wiederwahl bei. Weitere Nachrichten: Geisel-Befreiung in Rafah, Merz in Israel, Wahlwiederholung in Berlin. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER