Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
2377
23.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
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Episoden
  1. Seit Wochen greifen die jemenitischen Huthis immer wieder Handelsschiffe im Roten Meer an. Die von Iran unterstützte Miliz will so Druck auf Israel und die internationale Gemeinschaft ausüben und erreichen, dass der israelische Militäreinsatz in Gaza beendet wird. Vier der fünf größten Container-Reedereien der Welt haben wegen der Eskalation beschlossen, aktuell keine Schiffe mehr über die Route durch das Rote Meer zu schicken. Die ist allerdings enorm wichtig für den Welthandel: Über diesen kürzesten Weg zwischen Europa und Asien, durch die Meerenge von Bab Al-Mandab und den Suezkanal werden zwölf Prozent des weltweiten Handelsvolumens und etwa 30 Prozent des Containerverkehrs verschifft. Am Montag war US-Verteidigungsminister Lloyd Austin in Israel und hat angekündigt, dass die USA von nun an eine multinationale maritime Sicherheitsallianz anführen werden, die die Freiheit der Schifffahrt gewährleisten soll. "Irans Unterstützung der Huthi-Attacken auf Handelsschiffe müsse aufhören", so Austin. Über das neue Engagement der USA in der Region und die Hintergründe der Angriffe im Roten Meer spricht in dieser Folge von "Auf den Punkt" Stefan Kornelius, Leiter des SZ-Politik-Ressorts. Weitere Nachrichten: Bundestagswahl in Berlin muss zum Teil wiederholt werden, Vulkanausbruch in Island Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Lars Langenau, Christina Lopinski Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Voice of America und New York Post. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  2. Aus Protest gegen die geplante Streichung von Steuervergünstigungen haben Tausende Landwirte am Montag gegen die Ampelregierung mobil gemacht. "Wir nehmen das nicht hin", rief Bauernpräsident Joachim Rukwied bei einer Kundgebung in Berlin. Ein Aus für Regelungen zu Agrardiesel und für die Kfz-Steuerbefreiung sei "eine Kampfansage", die man annehme. Die Bauern protestieren zu Recht, sagt Michael Bauchmüller, Agrarexperte der Berliner SZ-Redaktion. "Die Landwirte sind ohnehin schon die Gekniffenen, das sieht man auch am massiven Höfe-Sterben der vergangenen Jahre." Da aber auch Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) Verständnis für den Unmut äußert und weitere Beratungen in der Koalition in Aussicht stellt, sei das letzte Wort nicht gesprochen, glaubt Bauchmüller. Wir freuen uns sehr über Sprachnachrichten von Ihnen. Segen Sie uns, was Ihnen 2023 Hoffnung gemacht hat. Bitte senden Sie uns die an podcast@sz.de. Weitere Nachrichten: EU eröffnet Verfahren gegen X, AfD stellt Oberbürgermeister im sächsischen Pirna, Vatikan erlaubt Segnung homosexueller Paare. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter, Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  3. Auf der diesjährigen Weltklimakonferenz, der COP28 in Dubai, haben mehr als hundert der fast 200 teilnehmenden Staaten gefordert, dass die Weltgemeinschaft den Ausstieg aus Kohle, Gas und Öl beschließt. Ganz so weit ist es nicht gekommen, aber es gibt einen Kompromiss: Die Staaten verpflichten sich zum "Übergang weg von fossilen Energieträgern". Das Ziel lautet, bis 2050 netto null Emissionen zu erreichen. Das ist – nach Einschätzung vieler Experten – mehr, als die meisten erwartet hatten. Allerdings haben vor allem jene Staaten den Kompromiss ausgehandelt, die selbst große Mengen an fossilen Energieträgern fördern – etwa Dubai, das Gastgeberland der COP. Außerdem haben sie erreicht, dass eine bestimmte Technologie mit in die Abschlusserklärung aufgenommen wurde: das sogenannte "Carbon Capture and Storage", kurz CCS. Damit soll CO2 aus Emissionen herausgefiltert und anschließend sicher gelagert werden. So würde es gar nicht erst in die Atmosphäre gelangen – und die CO2-Emissionen lägen bei netto null. Klimaforscher setzen auf ähnliche Lösungen, die sogar für negative Emissionen sorgen sollen: Technologien, die CO2 von schon getätigten Emissionen aus der Atmosphäre saugen und sie auf diese Weise rückgängig machen. In diesen Bereichen wird aktuell viel geforscht. Warum wir CO2-Filterung und -Speicherung in Zukunft dringend brauchen, warum sie uns aber auch nicht von der Notwendigkeit befreien werden, die CO2-Emissionen drastisch zurückzufahren, das erklärt in dieser Folge von "Auf den Punkt am Wochenende" die Wissenschaftlerin Jessica Strefler. Sie leitet am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung das Team für "Carbon Management". Zum Weiterlesen: Hier geht es zum SZ-Text über die Möglichkeiten, auf dem Mond oder dem Mars zu leben. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 15.12.2023 um 18 Uhr. Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Johannes Korsche, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über DW News, NBC News, Reuters, AFP Deutschland und The White House. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  4. Am 7. Oktober hat die Hamas mehr als 240 Geiseln aus Israel in den Gazastreifen verschleppt. Inzwischen sind mehr als 100 Geiseln frei. Auch weil sich in einem Keller unter dem Auswärtigen Amt in Berlin ein besonderer Kreis trifft, der über ihre Freilassung verhandelt. Über die geheime Arbeit des Krisenstabs “Besondere Lagen” geht es in dieser Folge von “Auf den Punkt”. Investigativ-Journalist Georg Mascolo, der bis 2022 den Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung geleitet hat, gibt Einblicke in die Bemühungen, die Geiseln zu befreien - und spricht darüber, ob Deutschland erpressbar ist. Zu den noch in Gefangenschaft verbliebenen Geiseln sagt er: Die Verhandlungen werden immer schwerer - auch weil es inzwischen vor allem Männer im wehrfähigen Alter sind. Zum Weiterlesen Das Porträt von Ahmed al-Dschaber lesen Sie hier. Weitere Nachrichten: Bundestag verabschiedet Haushalt, EU will Beitrittsverhandlungen mit Ukraine beginnen. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Leonardo Kahn, Christina Lopinski, Lars Langenau Produktion: Benjamin Markthaler Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  5. Unmittelbar vor dem EU-Gipfel hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban seinen Widerstand gegen eine Entscheidung für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine bekräftigt. "Es geht hier nicht um einen Handel. Es geht hier nicht um einen Deal", sagte er in Brüssel. Ungarn stehe für Prinzipien. Man habe sieben Vorbedingungen gesetzt und selbst nach der Analyse der EU-Kommission seien drei davon zuletzt nicht erfüllt gewesen. Deswegen gebe es derzeit nichts zu diskutieren. Da stehen "26 gegen ein Land", sagt SZ-Brüssel-Korrespondent Hubert Wetzel. Dies sei für Orban "ein wunderbarer Hebel, seine Interessen in der EU durchzusetzen". Orban habe sich seine Zustimmung zu Sanktionen gegen Russland und zu allen Statements pro Ukraine "immer abkaufen lassen". Es "wäre ein verheerendes Signal", sagt Wetzel weiter, wenn Orban den Gipfel an dieser Frage scheitern lasse. Aber immerhin gebe es bei der Unterstützung der angegriffenen Ukraine auch andere Wege. Weitere Nachrichten: EU-Lieferketten-Gesetz, Putin bleibt auf Kriegskurs, Elektronische Patientenakte kommt. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  6. Mitte November hatte das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil zur Schuldenbremsen dafür gesorgt, dass der Ampel-Regierung viele Milliarden Euro fehlen – für den Bundeshaushalt 2024 sind es konkret 17 Milliarden. Bei einer Pressekonferenz im Kanzleramt haben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) am Mittwochmittag präsentiert, wie der kommende Haushalt nun aufgestellt werden soll. Demnach hat sich die Regierung dagegen entschieden, eine "Notlage" zu erklären und so die Schuldenbremse noch einmal auszusetzen. Die finanzielle Lücke soll vor allem durch Kürzungen und Einsparungen, aber auch durch verschiedene neue Einnahmen geschlossen werden. Wo genau gekürzt und gespart werden soll und was dieser offenbar hart erkämpfte Kompromiss für die weitere Zusammenarbeit der Ampel-Parteien bedeutet, erklärt in dieser Folge Paul-Anton Krüger aus dem Berliner Parlamentsbüro der SZ. Zum Weiterhören: Hier geht es zur neuesten Folge des Podcast "Wirecard: 1,9 Milliarden Lügen". Weitere Nachrichten: Abschlusserklärung der COP 28, lebenslange Haft für Täter von Ratingen Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  7. Zwei Monate ist die Parlamentswahl in Polen inzwischen her. Aber erst jetzt ist der Wahlsieger Donald Tusk von der liberal-konservativen Partei “Bürgerplattform” auch offiziell Regierungschef. Die abgewählte Regierung der PiS hatte nämlich mit allerlei Tricks den Machtwechsel hinausgezögert.Tusk hat jetzt vor allem zwei große Aufgaben: Er muss ein sehr gespaltenes Land einen und die illiberale Reformen seiner Vorgänger rückgängig machen. Zum Beispiel die Justizreform, die die Unabhängigkeit der polnischen Gerichte untergraben hat. Die SZ-Polen-Korrespondentin Viktoria Großmann sagt, dass das zwar schwierig wird – aber dass sich Tusk darauf auch schon seit Jahren vorbereitet hat. Schicken Sie uns Ihre Sprachnachricht als Sprachmemo für unsere Jahresrückblickssendung und sagen Sie uns: Was hat Ihnen im vergangenen Jahr Hoffnung gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Mail an: podcast@sz.de Zum Weiterlesen und -hören Den Text zum Investoren-Einstieg bei der DFL finden Sie hier. Weitere Nachrichten: Tandler zu Haftstrafe verurteilt, COP 28 geht in Verlängerung. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Nadja Schlüter, Tami Holderried Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Wirtualna Polska (YouTube). Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  8. Die Weltklimakonferenz in Dubai neigt sich ihrem Ende entgegen - und bislang ist unklar, ob es überhaupt Ergebnisse geben wird. Zentrales Thema der COP 28 - und ein wichtiger Schritt in Richtung 1,5 Grad Ziel - ist der Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Doch nicht alle Anwesenden sind damit einverstanden. Die Opec-Staaten, die von der Erdölförderung immens profitieren, stellen sich quer. "Wir sind jetzt heute an einem Punkt angelangt, wo hier gar nichts mehr vorwärts geht", sagt Michael Bauchmüller. In dieser Folge von "Auf den Punkt" spricht der SZ-Redakteur, der die Entwicklungen in Dubai vor Ort verfolgt, über den Verlauf der diesjährigen COP. Gleichzeitig zeichnet er ein ernüchterndes Bild. Auch Länder des globalen Südens hadern mit der Vorstellung, aus fossilen Energieträgern auszusteigen, weil es ihren Fortschritt behindern würde. Weitere Nachrichten: Selenskij reist nach Washington, FDP will trotz Haushaltsstreit in Regierung bleiben, CDU stellt ersten Entwurf für neues Grundsatzprogramm vor. Schicken Sie uns Ihre Sprachnachricht für unsere Jahresrückblickssendung und sagen Sie uns: Was hat Ihnen im vergangenen Jahr Hoffnung gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Mail an: podcast@sz.de Den Link zu unserem Sportpodcast finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Christina Lopinski, Johannes Korsche Produktion: Imanuael Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über ARD

  9. Die Ergebnisse der Pisa-Studie haben in der vergangenen Woche ein großes Echo ausgelöst: So schlecht haben die deutschen Schülerinnen und Schüler noch nie abgeschlossen. Nicht mal beim Pisa-Schock in den 2000er Jahren. Welche Gründe gibt es dafür - und vor allem: Was würde zu einer besseren Bildung in Deutschland führen? Darüber spricht Bob Blume in dieser Folge von “Auf den Punkt – am Wochenende”. Er ist Gymnasiallehrer für Deutsch, Englisch und Geschichte sowie Bildungsinfluencer mit einem SWR-Podcast zu Bildungsthemen. Er sagt: Das eigentliche Problem im deutschen Bildungssystem sei Armut. Wie kann die Bildung in Deutschland besser werden? Zum Weiterlesen und -hören Die “Auf den Punkt”-Folge zur Einstufung der AfD in Sachsen-Anhalt als “gesichert rechtsextremistisch” hören Sie hier. Das Interview mit Keith Richards lesen Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 8.12.2023 um 16:30 Uhr. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Christina Lopinski Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über tagesschau, phoenix, @ICRCPresident (X), Welt Nachrichtensender, Washington Post.

  10. Die SPD trifft sich zum Parteitag in Berlin – und es gibt viel zu besprechen. Nicht nur das Haushaltschaos, auch die sinkenden Zustimmungswerte beschäftigen die Partei. 2021, als Olaf Scholz Kanzler wurde, war die SPD noch stärkste Kraft. Davon kann sie heute nur noch träumen. Wie geht es weiter für eine Partei im Krisenmodus? In dieser Folge spricht Claudia Walther, Vorsitzende der SPD Köln, über Sozialkürzungen, Asylpolitik und die Zusammenarbeit aller Demokraten gegen die AfD. Vom Parteitag erhofft sie sich ein "dringend benötigtes Aufbruchsignal", denn ihr sei klar: so kann es nicht weitergehen. Das ganze Gespräch hören Sie bei "Auf den Punkt". Schicken Sie uns Ihre Sprachnachricht als Sprachmemo für unsere Jahresrückblickssendung und sagen Sie uns: Was hat Ihnen im vergangenen Jahr Hoffnung gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Mail an: podcast@sz.de Weitere Nachrichten: GDL-Bahnstreik, AfD-Sachsen als rechtsextrem eingestuft, neue Anklage gegen Hunter Biden, Krisenmodus Wort des Jahres. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Christina Lopinski, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über SPD

  11. Am 7. Dezember 2021, vor genau zwei Jahren, haben SPD, Grüne und FDP ihren Koalitionsvertrag unterzeichnet. Einen Tag später hat der Bundestag Olaf Scholz als neuen Bundeskanzler gewählt. Wären es normale Zeiten, würde man jetzt also sagen: Halbzeit für dieses Kabinett. Doch nach Corona, Ukraine-Krieg und Energiekrise steckt die aktuelle Bundesregierung jetzt in einem massiven Hausshaltsstreit. Hält die Koalition also noch bis Ende 2025? Und wie hat sich Bundeskanzler Scholz bisher im Amt geschlagen? Darüber spricht in dieser Folge Nico Richter, Leiter des Berliner Büros der SZ. Weitere Nachrichten: EuGH und die Schufa, Krankschreibung per Telefon erlaubt Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Deutscher Bundestag

  12. Seit vergangener Woche steht es fest: Die Signa Holding des österreichischen Unternehmers und Milliardärs René Benko ist pleite. Die Signa ist ein Immobilien- und Handelsunternehmen, unter dessen Dach Benko mehrere hundert Unterfirmen versammelt hat. Ihm gehören unter anderem die Kaufhäuser von Galeria Karstadt Kaufhof, das KaDeWe in Berlin, ein Luxushotel in Österreich und das Chrysler Building in New York. Er hat laufend in große Bauprojekte investiert, wie den Elbtower in Hamburg, dessen Fertigstellung nun vorerst auf Eis liegt. Die Signa-Gruppe hält auch Anteile an Medien, zum Beispiel an der Kronen-Zeitung in Österreich. Der Konzern hatte zuletzt einen Bruttovermögenswert von 27 Milliarden Euro angegeben und Benko stand auf der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Welt auf Platz 425. Doch heute hat die Signa Schulden in Milliardenhöhe. Es gibt eine Liste mit 273 Gläubigern, denen Benko Geld schuldet, darunter Prominente wie der österreichische Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ). Wieso ist die Signa in die Insolvenz gestürzt? Und wie hat Benko die Holding eigentlich so groß gemacht? Das erklärt in dieser Folge von "Auf den Punkt" Cathrin Kahlweit, die Österreich-Korrespondentin der SZ. Weitere Nachrichten: Bundesregierung überprüft Zeitplan für die Kindergrundsicherung, Klage wegen mutmaßlichen Impfschadens abgewiesen Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Christina Lopinski, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Youtube (WDR).

  13. Die Ergebnisse der Pisa-Bildungsstudie sind da – und sie sehen für deutsche Schülerinnen und Schüler nicht gut aus. Ihre Kompetenzen in den Basisfächern sind bundesweit gesunken – vor allem in Mathematik tun sich die 15-Jährigen zunehmend schwer. Gründe dafür gibt es einige: die Schulschließungen während der Pandemie, aber auch dass immer mehrSchülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in deutschen Schulen lernen und dort nicht die Unterstützung bekommen, die sie bräuchten. In dieser Folge spricht Bildungsexpertin Lilith Volkert aus dem SZ-Politikressort über die Ergebnisse der Studie und die Langzeitfolgen von Corona im Bildungssektor. Es sei höchste Zeit, die Förderprogramme wieder aus den Schubladen zu holen, ansonsten, so Volkert, heißt es für deutsche Schülerinnen und Schüler: "Achtung, Ihre Zukunft ist gefährdet." Das ganze Gespräch hören Sie bei "Auf den Punkt". Volkerts Text zu der Bildungsmisere finden Sie HIER und ihren Kommentar dazu HIER. Weitere Nachrichten: Israelische Armee dringt in den Süden des Gazastreifens vor, CO2-Emmissionen steigen weiter Den Text zur Wahl der Miss Nicaragua zur Miss Universe finden Sie HIER. Schicken Sie uns Ihre Sprachnachricht für unsere Jahresrückblickssendung und sagen Sie uns: Was hat Ihnen im vergangenen Jahr Hoffnung gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Mail an: podcast@sz.de Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Christina Lopinski Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Franziska von Malsen, Christina Lopinski Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix

  14. Der Krieg im Nahen Osten ist mittlerweile weltweit zu spüren. Die islamistisch motivierten Anschläge in Europa häufen sich, und auch in Deutschland steigt die Terrorgefahr. Vergangene Woche wurden zwei Jugendliche festgenommen, die einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Leverkusen planten. Samstagabend wurde in Paris ein junger Deutscher Opfer eines islamistischen Attentats. In dieser Folge von "Auf den Punkt" spricht Christoph Koopmann, Redakteur im Politikressort der SZ, über Extremismus und die verschärfte Sicherheitslage in Deutschland seit Beginn des Krieges in Nahost. Er sagt, die Gefahr von Terroranschlägen sei “mit Sicherheit gerade erhöht” – auch, weil die Terrororganisationen Islamischer Staat und Al-Qaida weltweit zu Vergeltung für die Opfer der israelischen Luftschläge im Gazastreifen aufgerufen haben. Den Artikel zum EU-Führerschein finden Sie HIER. Weitere Nachrichten: Fast 16 000 Tote seit Beginn des Nahost-Krieges, Haushalt 2024: Linder benennt rote Linien, Streit um COP-Chef al-Dschaber Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Christina Lopinski, Vinzent-Vitus Leitgeb, Tami Holderried Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über ZDF, WDR, ARD, dpa

  15. Wie die Welt mit den Folgen der Klimakrise umgehen will, darüber wird seit Donnerstag auf der UN-Klimakonferenz in Dubai beraten. Oft klingen die Reden auf solchen Gipfeln sehr abstrakt. Dabei betrifft die Klimakrise uns alle sehr direkt und sehr konkret. Zum Beispiel auch: die Landwirtschaft in Deutschland. In dieser Folge spricht Landwirt Nils Tolle über die Klimastrategie, die er für seinen Betrieb entwickelt hat. Er sagt: Die größte Herausforderung ist, sich auf alles vorzubereiten, was da kommen könnte - ohne die genauen Auswirkungen der Klimakrise auf seinen Betrieb jetzt schon zu kennen. Verändert hat er seinen Hof aber trotzdem schon. Über die Anpassung an die Klimakrise in der Landwirtschaft spricht er in dieser Folge von “Auf den Punkt am Wochenende”. Zum Weiterlesen und -hören: Den Text zur UN-Klimakonferenz lesen Sie hier. Den Nachruf auf Henry Kissinger lesen Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 1.12.2023 um 16:30 Uhr. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Tami Holderried, Nadja Schlüter Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über COP28 UAE (YouTube), Phoenix, CNN. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  16. Die Weltklimakonferenz COP 28 will ein neues Abkommen im Kampf gegen den Klimawandel erzielen. Doch gerade beim Gastgeber Dubai ist Skepsis angesagt. Sage und schreibe 70 000 Delegierte haben sich in Dubai zur Weltklimakonferenz COP 28 versammelt. Zum Auftakt hat der britische König Charles III. die Verhandler zu konkreten Maßnahmen beim Klima- und Umweltschutz aufgerufen. "2050 werden unsere Enkel nicht fragen, was wir gesagt haben, sondern sie werden mit den Konsequenzen dessen leben, was wir getan oder nicht getan haben." Auch wenn bereits eine Einigung für einen jahrelang umstrittenen Fonds für "Schäden und Verluste" erzielt wurde, der die Folgen des Klimawandels für ärmere Länder abfedern soll, überwiegt bei SZ-Politikredakteur Thomas Hummel Skepsis: Denn ob der angestrebte Ausstieg aus den fossilen Energien ausgerechnet in den Vereinigten Arabischen Emiraten Gestalt annehmen kann, deren Reichtum sich aus großen Erdölvorräten speist, sei mehr als fraglich. Weitere Nachrichten: Waffenpause in Nahost beendet, Anschlagsplanung auf Weihnachtsmärkte. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Annika Bingger Zusätzliches Audiomaterial über Reuters Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  17. Ende Mai begann die ukrainische Gegenoffensive gegen die russischen Invasoren. Viele Hoffnungen wurden darauf gesetzt – aber Monate später steht fest: Die Offensive ist gescheitert, die Front bewegt sich kaum, die Ukrainer konnten nur sehr wenig Gebiet aus russischer Besatzung zurückerobern. Kiew hält sich mit offiziellen Todeszahlen aus der Armee zurück, doch eine US-Schätzung besagt, dass in diesem Krieg bisher 70 000 ukrainische Soldaten gestorben und 120 000 verletzt worden sind. Unabhängige Schätzungen aus der Ukraine gehen von 40 000 toten Soldaten aus. Florian Hassel, SZ-Korrespondent für die Ukraine, hat Soldaten an der Front begleitet und interviewt. Er war dafür in der Südukraine unterwegs, beim Dorf Robotyne, einem der wichtigsten und aktuell umkämpftesten Frontabschnitte. In den Gesprächen wurde deutlich, wie frustriert die Männer teilweise sind, wie hoch die Verluste und wie schwer es ist, die Motivation aufrechtzuerhalten. Über seine Recherche und die verheerende Situation für die ukrainischen Sodaten an der Front spricht Florian Hassel in dieser Folge von "Auf den Punkt". Zum Weiterlesen: Hier geht es zu Florian Hassels Reportage von der Front. Hier geht es zum Text über den Hype rund um den Spotify-Jahresrückblick. Weitere Nachrichten: Verlängerung der Feuerpause in Nahost, Ex-US-Außenminister Henry Kissinger gestorben Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Tami Holderried Produktion: Benjamin Markthaler Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  18. Ein Jahr ist es her, dass ChatGPT online gegangen ist. Seitdem kann die ganze Welt mit einer generativen Künstlichen Intelligenz chatten. Und ChatGPT ist so gut darin, Inhalte zu generieren, dass es viele Experten gibt, die seitdem einen Vergleich immer wieder ziehen: zum ersten iPhone. Denn die Revolution durch KI sei genauso groß wie die Revolution durch das Smartphone. Auch in der Arbeitswelt. Das sagt zumindest Sam Altman, Gründer von OpenAI, dem Unternehmen hinter ChatGPT. Jede Arbeit, bei der es nicht um eine tiefe emotionale Beziehung zwischen zwei Menschen gehe, werde in den kommenden Jahrzehnten von einer KI gemacht, sagt Altman voraus. Und zwar: besser, günstiger und schneller. Ist das nur geschicktes Marketing oder stimmt das? Welche Berufe werden sich wie verändern? Jannis Brühl, Leiter des SZ-Digitalteams, ordnet die Stärken und Schwächen der Künstlichen Intelligenzen ein. Weitere Nachrichten: Inflationsrate sinkt weiter, Benko-Holding Signa ist pleite Zum Weiterlesen Den Text zum Nasa-Programm finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Nadja Schlüter, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über CNN, @Ai.Sentinel (YouTube). Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  19. Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts steht die Bundesregierung vor einem riesigen Haushaltsloch. Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Dienstag in seiner Regierungserklärung gesagt, dass dieses Urteil "eine neue Realität" schaffe - "für die Bundesregierung und für alle gegenwärtigen und zukünftigen Regierungen". Trotzdem werde die Regierung weiter in die Zukunft des Landes investieren. Dazu werde die Schuldenbremse im laufenden Jahr erneut ausgesetzt. Scholz habe allerdings die entscheidende Frage nicht beantwortet: Wie die Bundesregierung mit dem Haushalt 2024 verfahren werde, sagt Paul-Anton Krüger, Korrespondent des Berliner SZ-Parlamentsbüros. Und Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU) habe sich noch nicht positioniert, ob er möglicherweise erneut nach Karlsruhe ziehen würde. Deshalb erwartet Krüger jetzt spannende Tage bis zum Ende des Jahres. Weitere Nachrichten: Hamas lässt weitere Geiseln frei, Ofarim-Prozess nach Geständnis eingestellt. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  20. Vergangenes Wochenende wurde in der Ukraine des Holodomors von 1932/33 gedacht. Montagabend ist dazu eine Gedenkveranstaltung im Berliner Dom geplant. Holodomor - das ist eine ukrainische Wortschöpfung und heißt übersetzt: "Tod oder töten durch Hunger." Und erinnert an die durch Stalins Politik in der ukrainischen Sowjetrepublik herbeigeführte Hungersnot, die Millionen Menschen umbrachte. Ein Genozid, wie der Bundestag vor einem Jahr fraktionsübergreifend anerkannt hat. In der Nacht vor dem Gedenktag am Samstag war Kiew Ziel des massivsten Angriffs mit Kampfdrohnen seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. "„Das ist kein Zufall", sagt der Historiker Martin Schulze Wessel. In der Ukraine werden "verständlicherweise Parallelen gezogen zwischen der Aushungerungspolitik der Jahre 1932/33 und dem Krieg heute, der sich ja nicht nur gegen die ukrainische Armee, sondern essenziell gegen die Bevölkerung, gegen zivile Infrastrukturen, gegen die Ukraine als unabhängigen Nationalstaat richtet". Der Professor an der LMU München für die Geschichte der Imperien in Osteuropa fügt hinzu: Der aktuelle Krieg "hat genozidale Aspekte, die der Holodomor auch hatte und das macht die Gegenwärtigkeit des Holodomor heute aus." Die Lehren der Ukrainer daraus seien, dass man einen starken Staat brauche und eine starke Armee, um sich verteidigen zu können. Schulze Wessel: "Und auch wir sollten Folgerungen daraus ziehen. Man muss die Ukraine umfassend unterstützen, damit sie sich gegen ein Russland wehren kann, das es auf seine Existenz abgesehen hat." Weitere Nachrichten: Bundeskabinett beschließt Nachtragshaushalt 2023, weitere israelische Geiseln sollen freikommen. Den Link zur SZ-Themenseite "Elektromobilität" finden Sie HIER. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über ZDF und der Website von Wolodimir Selenskij Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER