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Die Bundesregierung steht vor dem Trümmerhaufen ihres Haushalts. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vorige Woche fehlen ihr mindestens 60 Milliarden Euro. Weil das Gericht die strikte Einhaltung der Schuldenbremse eingefordert hat. Damit hat das Gericht Sondertöpfe wie den Klima- und Transformationsfonds teilweise als verfassungswidrig erklärt. Im Klima- und Transformationsfonds waren noch 60 Milliarden Euro, die ursprünglich wegen der Coronakrise aufgenommen wurden. Diese Umwidmung der Mittel war allerdings verfassungswidrig, so das Gericht. Mit dem Verweis auf die Schuldenbremse hat das Gericht auch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds, mit dem die Ampel den Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft finanzieren wollte, in Frage gestellt. Deswegen werden jetzt Stimmen laut, die eine Reform der Schuldenbremse fordern. Über die Zukunft der Schuldenbremse und über die Vor- und Nachteile von Staatsschulden spricht der Ökonom Clemens Fuest in dieser Folge von “Auf den Punkt”. Fuest ist Leiter des ifo-Instituts, das Wirtschaftspolitik analysiert. Zum Weiterlesen und -hören: Die “Auf den Punkt”-Sendung zu den Folgen des Verfassungsgerichtsurteils hören Sie hier. Den Text von Clemens Fuest zur Schuldenbremse lesen Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 24.11.2023 um 18 Uhr. Hier geht es zur Podcast-Umfrage: www.sz.de/podcast-umfrage Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Tami Holderried, Leonardo Kahn Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Bundestag-Mediathek, Welt-Nachrichtensender (YouTube), Phoenix, Reuters, El País, The Times and The Sunday Times (YouTube). Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 24.11.202312 min
Das Pflichtprogramm des grünen Parteitages in Karlsruhe ist weitgehend erfüllt: Die Grünen ziehen mit der Co-Fraktionschefin im Europaparlament, Terry Reintke, als Spitzenkandidatin in die Europawahl im kommenden Jahr. Zudem wurden die Parteichefs Ricarda Lang mit 82,3 Prozent und Omid Nouripour mit 75,98 Prozent für zwei Jahre wiedergewählt. Doch die Grünen müssen sich harte Kritik gefallen lassen und fallen in Umfragen ab. Nun sollen vom Parteitag zwei Signale ausgehen, sagt der Leiter des Berliner SZ-Büros, Nicolas Richter, der die Versammlung in Karlsruhe verfolgt: "In die Partei selbst ist es: Wir liegen mit unseren Themen und mit unseren Lösungen richtig. Wir haben die Probleme der Zeit erkannt und haben die richtigen Antworten darauf schon lange gefunden. Nach Außen soll das Signal ausgehen: Wir sind keinePartei vom Rand. Wir sind keine Partei der Träumer, sondern wir sind eine Partei der Mitte, die genau erkannt hat, was in der Welt und in Deutschland passiert – und die dafür auch die richtigen Antworten anbieten." Weitere Nachrichten: erste Geiseln in Gaza freigelassen, neue Bahn-Streiks, Ausschreitungen in Dublin. Hier finden Sie die aktuelle Podcast-Umfrage Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter, Lina Krauß Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über ARD. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 23.11.202312 min
Bei der Parlamentswahl in den Niederlanden am Mittwoch hat die sogenannte “Partei für die Freiheit” (PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders 37 der 150 Parlamentssitze in Den Haag geholt. Auf Platz zwei und drei folgten das rot-grüne Bündnis des ehemaligen EU-Kommissars Frans Timmermans mit 25 Mandaten und die bisher regierende rechtsliberale Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) mit 24. Eine linke Regierungskoalition ist damit ausgeschlossen. Doch es ist längst nicht ausgemacht, dass Wilders neuer Regierungschef in Den Haag wird, sagt Friso Wielenga, Ex-Direktor des Zentrums für Niederlande-Studien. Schließlich fordert der 60-Jährige in seinem Parteiprogramm, Moscheen und den Koran zu verbieten und spricht sich für den Nexit aus - den Austritt der Niederlande aus der EU. Auch will er die Grenzen schließen, Flüchtlinge und Arbeitsmigranten nicht mehr ins Land lassen und Klimaschutz als politisches Ziel abschaffen. Deshalb erwartet Wielenga nach Wilders triumphalen Wahlsieg äußerst schwierige Koalitionsverhandlungen. Weitere Nachrichten: Feuerpause in Gaza soll am Freitag beginnen, Schuldenbremse wird erneut ausgesetzt, Anstieg von Gewaltdelikten in Deutschland. Korrektur: Im Nachrichtenblock heißt es fälschlicherweise: "Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs ist der Haushalt für das laufende Jahr 2023 nicht mehr mit der Schuldenbremse vereinbar." Natürlich muss es heißen: "Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts …" Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Hier finden Sie die aktuelle Podcast-Umfrage Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter, Tami Holderried Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
In der Nacht zum Mittwoch hat die israelische Regierung ein Abkommen mit der Hamas bestätigt, vermittelt von Katar, Ägypten und den USA: Während einer viertägigen Feuerpause soll die Hamas 50 der rund 240 israelischen Geiseln freilassen, im Gegenzug muss Israel 150 Palästinenser freilassen, die in Israel inhaftiert sind. Auf beiden Seiten sollen ausschließlich Frauen und Minderjährige freikommen. Während der Feuerpause sollen außerdem Hilfsgüter in den Gazastreifen gebracht werden. Die Feuerpause könnte für einen weiteren Gefangenenaustausch verlängert werden. International wurde der Deal begrüßt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat allerdings deutlich gemacht, dass das Ganze für ihn nur einen Zwischenschritt bedeutet. In einer Videobotschaft sagte er, Israel werde diesen Krieg weiterführen, bis alle Ziele erreicht seien – also die vollständige Zerstörung der Hamas und die Freilassung aller Geiseln. Über das Abkommen zwischen Israel und der Hamas und seine möglichen Folgen für den Krieg spricht in dieser Folge von "Auf den Punkt" Peter Münch, SZ-Korrespondent in Tel Aviv. Hier finden Sie die aktuelle Podcast-Umfrage Weitere Nachrichten: Ampel-Koalition verschiebt Beschluss des Haushalts 2024, KI-Entwickler OpenAI holt gefeuerten Chef Altman zurück Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Lars Langenau, Léonardo Kahn Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über @netanyahu (X). Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: sz.de/mehr-lesen Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 21.11.202312 min
Wegen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts aus der vergangenen Woche fehlen im Bundeshaushalt mindestens 60 Milliarden Euro. Die waren ursprünglich als Corona-Hilfen gedacht und wurden 2021 von der Ampel-Regierung in den Klima- und Transformationsfonds verschoben. Das war verfassungswidrig, weil die Ampel damit die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse umgangen habe – so das Bundesverfassungsgericht. Nun gibt es die Sorge, dass das Urteil noch mehr Geld betreffen könnte und dass womöglich auch der Bundeshaushalt 2023 verfassungswidrig war. Warum genau und welche Möglichkeiten die Ampel-Koalition jetzt noch hat, um den Bundeshaushalt zu retten, erklärt in dieser Folge von "Auf den Punkt" Henrike Roßbach aus der Parlamentsredaktion der SZ. Zum Weiterlesen: Hier geht es zur SZ-Rezension des Films “Napoleon”. Weitere Nachrichten: möglicher Geisel-Deal zwischen Israel und der Hamas, Deutsche Islamkonferenz mit Themen-Fokus Antisemitismus Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: ARD Tagesthemen. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 20.11.202313 min
Javier Milei ist mit einem großen Abstand zum neuen Präsidenten von Argentinien gewählt worden. Auf der Wahlparty seiner Partei “Die Freiheit schreitet voran” versprach er den Wiederaufbau von Argentinien. Aber: Was bedeutet das? Im Wahlkampf hat er zumindest sehr viel versprochen: Der US-Dollar soll den Peso als gesetzliches Zahlungsmittel ersetzen, die Zentralbank abgeschafft werden und Sozialausgaben will der 53-jährige Milei auch drastisch kürzen. Er bezeichnet sich selbst als “Anarcho-Kapitalist”. Falls Milei all seine Versprechen wahr macht, sieht SZ-Südamerika-Korrespondent Christoph Gurk in Buenos Aires eine sehr schwierige Zeit auf Argentinien zukommen: “Ich fürchte, dass sich die wirtschaftlichen Probleme hier nicht lösen werden, sondern ich hab die große Angst, dass sich noch verschlimmern werden.” Schon jetzt leben 40 Prozent der Argentinier unterhalb der Armutsgrenze. Weitere Nachrichten: Annette Kurschus tritt als EKD-Ratsvorsitzende zurück, Ex-OpenAI-Chef tritt bald Dienst bei Microsoft an Zum Weiterlesen und -hören: Mehr zur teuersten Flasche Whisky aller Zeiten lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Lars Langenau Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: Youtube “El País”; Youtube “T13” Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 18.11.202329 min
Am Dienstag hat die Parteispitze der Linken verkündet, dass sich die Bundestagsfraktion bis zum 6. Dezember auflösen wird. Sahra Wagenknecht, die frühere Fraktionschefin, ist nach monatelangen parteiinternen Querelen aus der Partei ausgetreten, um die neue Partei "Bündnis Sahra Wagenknecht" zu gründen. Weil ihr neun weitere Bundestagsabgeordnete aus der Linkspartei folgten, hat die Fraktion im Bundestag bald nicht mehr genügend Mitglieder, um als Fraktion zu gelten. Und auch sonst galt die Stimmung intern zuletzt als sehr angespannt, die Umfragewerte sind gefallen. Wie geht es jetzt weiter für die Partei? An diesem Wochenende trifft sich die Linke zum Bundesparteitag in Augsburg. Mit dabei ist Ates Gürpinar, stellvertretender Parteivorsitzender. Er spricht in dieser Folge über Zukunft der gesamten Partei nach den Ereignissen der letzten Tage. Und erklärt, warum er selbst nicht mit Sahra Wagenknecht gegangen ist. Zum Weiterlesen: Wie zeigen sich die Konfliktlinien in der Linkspartei im Bundestag? Die Reportage von Boris Herrmann können Sie hier lesen. Hier finden Sie alle Folgen des Podcasts "In aller Ruhe" - auch die neueste Episode mit Teresa Bücker. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 17.11.2023 um 18 Uhr. Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Tami Holderried Produktion: Imanuel Pedersen Zusätzliches Audiomaterial über Reuters Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
60 Milliarden Euro sind seit Mittwoch einfach weg. Geld, mit dem die Regierung fest gerechnet hatte, um große Klimaprojekte finanzieren zu können. Durch eine Entscheidung des BVerfG in Karlsruhe wird daraus aber nichts. Die Union hat von Anfang an gehofft, dass es genau so kommt, sie hatte geklagt. Sternstunde für Friedrich Merz also, der gleich mit der nächsten Klage in Karlsruhe droht. Was er damit bezwecken will, und wie kritisch die ganze Sache für die Ampel ist, darüber spricht in dieser Folge Nico Richter aus dem Parlamentsbüro. Er sagt: “Die Ampel ist schon lange ein fragiles Bündnis. "Gerade zwischen FDP und Grünen herrscht weiterhin Unverständnis und Misstrauen, zum Teil sogar gegenseitige Verachtung.” Und trotzdem gibt es einen sehr triftigen Grund, warum die drei Partner sich doch nochmal zusammenraufen könnten. Weitere Nachrichten: Erdoğan in Berlin, Treibstoff für Gaza, Zugunfall in Bayern Den Text über die Baugrube in München lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Vinzent Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über ZDF, heute Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Seit dem Angriff der Hamas auf Israel hat sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan immer wieder auf der Seite der Hamas und gegen Israel positioniert. Unter anderem hat er Israels Existenzrecht angezweifelt und das Land als "Kriegsverbrecher" und "Terrorstaat" bezeichnet. Die Hamas ist für ihn keine Terrororganisation, sondern schlicht eine politische Partei und "den Westen" kritisiert er für seine Unterstützung Israels. In der Türkei wird Erdoğan für diese Aussagen bejubelt, in Deutschland aber heftig kritisiert. Nun kommt er am Freitag zum Staatsbesuch nach Berlin, wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz treffen. Viele finden, dieser Besuch dürfte gar nicht stattfinden, etwa Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Auch aus der Politik,zum Beispiel aus der Linken, kommt Kritik. Warum er trotzdem stattfindet und welche Ergebnisse er bringen könnte, das analysiert in dieser Folge von "Auf den Punkt" Raphael Geiger, Türkei-Korrespondent der SZ. Zum Weiterlesen: Hier geht es zum SZ-Beitrag zum bundesweiten Vorlese-Tag. Weitere Nachrichten: Razzia im Islamischen Zentrum Hamburg, UN-Sicherheitsrat verabschiedet Resolution für Feuerpausen in Gaza, massive Probleme im Bahn-Verkehr durch Lokführer-Streik Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Tami Holderried, Franziska von Malsen Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters, Jung & Naiv (Youtube). Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 15.11.202312 min
Im April 2021 stockte die damalige Große Koalition in Berlin den Bundeshaushalt per Kreditermächtigung um 60 Milliarden Euro auf. Als das Geld doch nicht mehr für die Corona-Bewältigung abgerufen wurde, beschloss die nachfolgende Ampel-Regierung, es in den Klima- und Transformationsfond zu verschieben: aus Corona-Milliarden sollten Klima-Milliarden werden. Die Unionsfraktion hielt das für verfassungswidrig und sagte, die Ampel wolle damit die Schuldenbremse umgehen. An diesem Mittwoch hat das Bundesverfassungsgericht ihr Recht gegeben. Warum genau das Umwidmen des Geldes verfassungswidrig ist und welche Konsequenzen dieses Urteil jetzt haben wird, das erklärt in dieser Folge von "Auf den Punkt" Wolfgang Janisch, der justizpolitische Korrespondent der SZ in Karlsruhe. Weitere Nachrichten: Israelische Armee dringt in Al-Schifa-Krankenhaus vor, Bahn-Streik der GDL Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Franziska von Malsen Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 14.11.202312 min
Die Bilder, die aktuell aus dem Al-Shifa-Krankenhaus im Norden von Gaza-Stadt durch die Welt gehen, sind fast nicht zu ertragen: Verletzte und Schutzsuchende drängen sich in den übervollen Gänge. Frühchen liegen auf einer OP-Liege, statt in Brutkästen, notdürftig eingewickelt in OP-Kittel. Laut der Weltgesundheitsorganisation sollen sich etwa 2000 Menschen im Al-Shifa-Krankenhaus befinden: mehr als 600 Patienten und rund 1500 Vertriebene, ohne Strom, Medikamente, Wasser und ohne die nötige Hygiene. Die Klinik gerät im Gaza-Krieg immer stärker zwischen die Fronten, denn sowohl Israel als auch internationale Experten vermuten, dass die Hamas Krankenhäuser als Kommandozentralen nutzt, um israelischen Angriffen zu entgehen. Hinweise darauf hat das israelische Militär am Montag in einem Video veröffentlicht. Die Hamas streitet die Vorwürfe ab. SZ-Redakteurin Dunja Ramadan hat Kontakte in die Region und vor wenigen Tagen unter anderem mit einem Arzt telefoniert. Über seine Eindrücke und die generelle Lage für Patienten in Gaza spricht sie in dieser Folge von "Auf den Punkt". Zum Weiterlesen: Hier können Sie die Kurzgeschichte "Cat Person" lesen. Hier geht es zur SZ-Rezension der Verfilmung. Weitere Nachrichten: Hamas verliert laut Israel Kontrolle über Gaza, Linken-Fraktion im Bundestag kündigt Auflösung an, EU will bei Rohstoffgewinnung unabhängiger werden Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Tami Holderried, Johannes Korsche, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Die britische Politik ist seit dem Brexit eigentlich nicht mehr zur Ruhe gekommen. Premierministerinnen und Fachminister sind so schnell zurückgetreten, dass man sich in Deutschland ihren Namen gar nicht so richtig merken konnte. Und so gesehen hat das, was am Montagvormittag passiert ist, irgendwie ganz gut ins Bild gepasst: Premier Rishi Sunak hat angekündigt, dass mal wieder das Kabinett umgebaut wird. Und mit dem neuen Außenminister eine kleine Sensation angekündigt: Ex-Premier David Cameron wird neuer Außenminister. Auslöser für die Umbildung des Kabinetts: Die Entlassung von Innenministerium Suella Braverman am Montagvormittag. Stefan Kornelius, Leiter des SZ-Politikressorts, sagt dazu: “David Cameron ist toxisch und ihn reinzuholen zeugt von Verzweiflung.” Mehr Einordnung zur ehemaligen Innenministerin Braverman, ihrem Nachfolger und zum neuen Außenminister David Cameron hören Sie in dieser Folge von “Auf den Punkt”. Weiterlesen und -hören: Den Sport-Podcast zur Jahreshauptversammlung des FC Bayern hören Sie hier. Eine Analyse des turbulenten Tages in der britischen Politik lesen Sie hier. Weitere Nachrichten: Weltgesundheitsorganisation besorgt wegen Situation in Gaza, Familienministerin Paus will Kinder besser vor sexualisierter Gewalt schützen Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: tagesschau, YouTube: PoliticsJOE.
Seit 2021 hat der Verfassungsschutz die AfD in Sachsen-Anhalt als Verdachtsfall beobachtet. Das heißt: Die Behörde hat öffentlich zugängliche Quellen - wie zum Beispiel Parlamentsreden und Zeitungsberichte - ausgewertet. Nach zwei Jahren Prüfung ist der Verfassungsschutz zu dem Ergebnis gekommen: “Angesichts der Vielzahl von Aussagen des Landesverbands und zahlreicher Funktions- und Mandatsträger der AfD Sachsen-Anhalt, welche die die Bestrebungen dieser Partei gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung belegen, war die Verfassungsschutzabteilung gesetzlich dazu verpflichtet, die Einstufung als gesichertes Beobachtungsobjekt im Phänomenbereich Rechtsextremismus vorzunehmen.” Welche Folgen wird diese Einstufung in Sachsen-Anhalt haben? Darüber spricht David Begrich vom Verein Miteinander e.V. in dieser Folge. DasMiteinander e.V. ist ein vom Bund geförderter Demokratie-Verein, der auch Opfer von rechter Gewalt berät. Begrich arbeitet an der Arbeitsstelle Rechtsextremismus in Magdeburg. Zum Weiterhören und -lesen: Die Würdigung zum 100. Geburtstag von Loriot lesen Sie hier. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 10.11.2023 um 16.30 Uhr. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Tami Holderried Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über MDR, tagesschau, phoenix, Sea-Watch, ARD/3sat, YouTube. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 10.11.202314 min
Die Forderungen auf der Bundeswehrtagung sind nicht neu: Es braucht schnellere Entscheidungen, mehr Waffensysteme und bessere Ausrüstung, die schneller bei den Soldatinnen und Soldaten ankommen. Und für all das braucht es vor allem mehr Geld aus dem Bundeshaushalt. Aber die vielleicht wichtigste Voraussetzung, sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius am Freitag, sei der Rückhalt von Staat und Gesellschaft. Nur dann könne die Bundeswehr stark sein. Allerdings: Viele Deutsche fremdeln mit ihrer Armee. Das zeigt die Diskussion um einen Begriff, den Pistorius zuletzt verwendet hat: Deutschland müsse “kriegstüchtig” werden. Was damit gemeint ist, darüber spricht in dieser Folge Georg Ismar aus dem SZ-Parlamentsbüro. Weitere Nachrichten: Schwarz-rote Koalitionsverhandlungen in Hessen, Antisemintismus-Vorwurf bei documenta Erheiterung für alle kranken Eltern mit kranken Krippen-Kindern finden Sie hier. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Vinzent Leitgeb, Tami Holderried Produktion: Annika Bingger Zusätzliches Audiomaterial über Reuters
- 09.11.202313 min
Niemand weiß, wie lange der Krieg in Gaza noch dauern wird. Laut israelischer Regierung ist der Krieg beendet, wenn die Hamas zerschlagen ist. Hamas-Funktionäre wiederum haben kürzlich gegenüber der New York Times gesagt, dass sie es auf einen langen Krieg und eine "Zerstörung des Status Quo" abgesehen haben – um eine Verbesserung der Situation für die Menschen in Gaza sei es ihnen nie gegangen. Doch obwohl die Kämpfe noch auf unbestimmte Zeit weitergehen werden, wird international schon über Szenarien für die Zeit nach dem Krieg diskutiert: Wer soll die Kontrolle über die Region übernehmen? Die verschiedenen Optionen für Gaza – zum Beispiel eine Besatzung durch Israel, eine Kontrolle durch die palästinensische Autonomiebehörde oder ein UN-Mandat – erläutert in dieser Folge von "Auf den Punkt" Peter Münch, der SZ-Korrespondent in Israel. Weitere Nachrichten: Scholz und Schuster sprechen bei Gedenkfeier zur Reichspogromnacht, Auftakt der Tarifverhandlungen zwischen GDL und Deutscher Bahn Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Tami Holderried, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Reuters, U.S. Department of State (Youtube) und Phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Am Wochenende hat sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen – und der Ukraine bescheinigt, "auf einem guten Weg in die Europäische Union" zu sein. Am Mittwoch wurde dieser Eindruck noch einmal bekräftigt: In ihrem Bericht über den Fortschritt der EU-Beitrittskandidaten empfiehlt die EU-Kommission, Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine aufzunehmen. 90 Prozent der dafür notwendigen Reformen seien in der Ukraine schon umgesetzt worden, sagte von der Leyen am Mittwoch. Im Dezember sollen die Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel den Beginn der Verhandlungen offiziell beschließen, starten könnten sie dann im kommenden Frühjahr. Aber was muss die Ukraine noch tun, damit es mit einem Beitritt wirklich klappen kann – und was muss im Gegenzug die EU ändern, um ein so großes Land wie die Ukraine aufnehmen zu können? Über die großen Aufgaben für beide Seiten spricht in dieser Folge von "Auf den Punkt" der SZ-EU-Korrespondent Hubert Wetzel. Weitere Nachrichten: G7 fordern humanitäre Feuerpausen für Gaza, Innenministerium plant Kriminalisierung von Seenotrettern, wärmster Oktober seit 125 000 Jahren. Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über Youtube @EuropeanCommission. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 07.11.202314 min
Bei einem Gipfel haben sich Bund und Länder auf einen gemeinsamen Umgang mit Migration geeinigt. Bundeskanzler Olaf Scholz nennt die Ergebnisse "historisch". Unter anderem soll geprüft werden, ob Asylverfahren auch in Drittstaaten durchgeführt werden können, zum Beispiel in Ländern in Afrika. Über solche Drittstaaten-Abkommen spricht Migrationsforscher Gerald Knaus in dieser Folge. Er war 2016 einer der Köpfe hinter dem EU-Türkei-Deal, das dazu geführt hat, dass die Migration aus Syrien begrenzt wurde. Der Deal von damals könnte jetzt auch Vorbild für neue Abkommen sein. Weitere Nachrichten: Bundesverwaltungsgericht urteilt zu Recht auf Selbsttötung, Regierungsauftrag in Polen erteilt Weiterlesen Das Gespräch mit Abdul Kader Chahin lesen Sie hier. Ein Interview mit Gerald Knaus lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Nadja Schlüter, Antonia Franz, Tami Holderried Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: dpa. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Der Krieg der israelischen Armee gegen die Hamas scheint in eine neue Phase eingetreten zu sein. Am Sonntag hat ein Sprecher verkündet, dass der Gazastreifen jetzt in Nord und Süd geteilt sei. Außerdem sei Gaza-Stadt umzingelt. SZ-Reporter Tomas Avenarius beobachtet den Krieg. Er sagt: Die israelische Armee wolle erreichen, dass die Zivilbevölkerung in den Süden des Gazastreifens abwandert. Dann, so seine Einschätzung, wird die israelische Armee die Angriffe im Norden weiter verstärken. Es komme jetzt darauf an, wie viele Menschen tatsächlich noch fliehen können – und ob es wirklich stimmt, dass die meisten Hamas-Kämpfer sich im Norden aufhalten. Weitere Nachrichten: Russische Angriffe auf die Ukraine, Bund-Länder-Gipfel Moderation, Redaktion: Tami Holderried Redaktion: Nadja Schlüter, Johannes Korsche Produktion: Jakob Arnu Zusätzliches Audiomaterial über: Israel Defense Forces via YouTube Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Bei den weltweiten Reaktionen auf den Krieg im Nahen Osten wird er wieder besonders offensichtlich: systematischer Hass auf Jüdinnen und Juden. Antisemitismus verbinden viele eher mit der extremen Rechten – aber auch sehr viele Menschen und Gruppen, die sich als politisch links verstehen, äußern sich aktuell problematisch und teilweise sogar offen hasserfüllt oder verschwörungstheoretisch. Neben oft berechtigter Kritik an der israelischen Regierung, gab und gibt es unzählige Statements von links, in denen das Existenzrecht Israels zumindest in Frage gestellt oder sogar ganz abgelehnt wird, in denen Israel Mord vorgeworfen wird und die Hamas-Terroristen als “Befreiungskämpfer” gefeiert werden. Woher kommt der Antisemitismus in der Linken? Darüber spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt am Wochenende” der Autor und Antisemitismus-Forscher Nicholas Potter. Er sagt: Viele selbsternannte Progressive würden tatsächlich glauben, mit Antisemitismus die Welt zu verbessern. Zum Weiterhören und -lesen: Hier finden Sie die Sendung von Montag über Israels Militär-Strategie in Gaza. Hier geht es zum Nahost-Liveblog mit allen aktuellen Entwicklungen. Redaktionsschluss für diese Sendung war Freitag, 03.11.2023 um 18 Uhr. Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Tami Holderried Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über X @BMWK, @IsraeliPMheb und @SHNasrallah, Youtube @tagesschau. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
- 03.11.202313 min
Die Migration ist eine Mammutaufgabe, die Deutschland die nächsten Jahre und Jahrzehnte lösen muss. Am Montag wollen Bund und Länder sich mal wieder austauschen, wie das besser gehen kann. Aber auch die Bundesregierung und die Opposition im Bundestag müssen zusammenkommen, damit das klappen kann. Mein Kollege Nico Richter, Chef vom SZ-Parlamentsbüro, sagt: “Der Bundeskanzler und die CDU sind sich grundsätzlich einig, dass es sinnvoll wäre, bei diesem Thema zusammenzuarbeiten. Für die CDU gibt es dabei allerdings ein Risiko.” Darum und um die geplanten Maßnahmen geht es in dieser Folge von “Auf den Punkt”. Weitere Nachrichten: Nasrallah-Rede, Blinken in Israel Wie Menschen Rachsucht überwinden können, lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Franziska von Malsen Redaktion: Tami Holderried, Johannes Korsche Produktion: Annike Bingger Zusätzliches Audiomaterial über ARD Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER



















