Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
237924.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
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Episoden
  1. Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäische Union. Auf der Agenda stehen einige Themen mit großem Konfliktpotenzial: Bei einem Abendessen soll es um das ungarische Anti-LGBTQ-Gesetz gehen. Auf dem Gipfel selbst um die Kooperation mit der Türkei und Russland. Und gerade beim letzten Punkt sorgt ein Vorschlag von Angela Merkel und Emmanuel Macron für Unruhe. Werden sich die Länder auf dem Gipfel also überhaupt auf etwas einigen können? Das erklärt in dieser Folge Matthias Kolb, SZ-Korrespondent in Brüssel. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Antonia Franz Produktion: Benjamin Markthaler

  2. 23.06.202114 Min.

    Eigentlich steht Deutschland gerade im Kampf gegen das Coronavirus sehr gut da. Die Delta-Variante sorgt aber seit einigen Wochen für Verunsicherung und tritt im Wettrennen gegen unseren Impf-Fortschritt an. Zuerst hat sie sich in Indien verbreitet, später auch in Großbritannien. Dort liegt die Inzidenz aktuell wieder über 100 - und das obwohl viele Briten und Britinnen schon geimpft sind. Auch hier in Deutschland verbreitet sich die hochansteckende Delta-Variante immer weiter. Und als ob das nicht genug wäre, hat die Variante jetzt eine weitere Mutation entwickelt: Delta Plus. Indien stuft diese neu nachgewiesene Virusvariante als “besorgniserregend” ein. Christina Berndt aus der SZ-Wissensredaktion sagt im Podcast, dass wir bei Delta "stark aufpassen müssen", gerade weil man nach der ersten Impfung noch nicht "gut geschützt" sei. Trotzdem hätten wir hier in Deutschland den Vorteil, dass wir im Kampf gegen die Variante eine "bessere Ausgangslage" hätten als etwa Großbritannien: "Wir starten später mit Delta, wir starten auf einem niedrigeren Level, und wir sind vorgewarnt." Weitere Themen: EU will gegen Ungarn vorgehen, Zwischenfall vor der Krim. Redaktion, Moderation: Antonia Franz Redaktion: Magdalena Pulz Produktion: Justin Patchett

  3. Die Uefa wird kritisiert: wegen voller Stadien, Zuschauern, die keine Maske tragen und ihrer Absage an eine in Regenbogenfarben leuchtende Arena. Während der Europameisterschaft wird nicht allein über Fußball gesprochen. Der Europäische Fußballverband Uefa steht seit Beginn des Turniers in der Schusslinie. Zum Beispiel, weil einige Spiele in London stattfinden, wo die Delta-Variante des Virus um sich greift. Jetzt hat der Verband verboten, dass das Münchner Stadion als Symbol für Solidarität mit Lesben und Schwulen beim Spiel Deutschland gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchtet. Die Uefa macht gerade keine glückliche Figur, kommentiert Claudio Catuogno. Der SZ-Sport-Chef sagt, privat hätte er sich sehr über dieses Symbol gefreut. Der Uefa blieb aber kaum eine andere Wahl als ihr Veto. Weitere Themen: Wirecard-Untersuchungsausschuss legt Bericht vor, Verschwörungsmythen in Deutschland verbreitet. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über dpa und YouTube-Kanal des DFB.

  4. 21.06.202112 Min.

    Die Corona-Lage scheint im Griff zu sein. Dennoch spricht Jens Spahn von Wechselunterricht bis Winter in den Schulen. Wieso gerade jetzt? Gesundheitsminister Jens Spahn sagt, dass er im Herbst weiterhin mit Maskenpflicht und Wechselunterricht für Schülerinnen und Schüler rechne. Viele Eltern können aber schon jetzt nicht mehr. Dazu kommen Studien, die dem Distanzunterricht ein verheerendes Zeugnis ausstellen. Die SZ-Hauptstadtkorrespondentin Henrike Roßbach verzweifelt fast, wenn sie über die Schulpolitik der vergangenen Monate spricht. Noch immer sind nicht genügend Luftfilter da. In Wahrheit haben Schulen und Kinder nie höchste Priorität in der Krisenbewältigung gehabt, sagt sie. Weitere Themen: Union stellt Wahlprogramm vor, Raisi erteilt USA eine Absage. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Evangelische Akademie Tutzing.

  5. Die Inzidenz sinkt, die Hälfte der Deutschen ist mindestens einmal geimpft, Gefahr lauert dennoch. Wie viel Freiheit ist nun drin? Die Hälfte der Deutschen hat jetzt mindestens eine Impfung erhalten, die Zahl der Neuinfektionen nimmt stetig ab, gleichzeitig aber lauert eine Gefahr: die Delta-Variante des Virus. Die hat schon in Großbritannien die Inzidenz wieder steigen lassen. Sind da weitere Öffnungen möglich? Zwei SZ-Redakteurinnen sind sich da uneins: Angelika Slavik aus dem Berliner Hauptstadtbüro meint ja, sonst würde die Akzeptanz für die Maßnahmen, vor allem bei den Jüngeren, abnehmen. Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt ist da vorsichtiger. Sie befürchtet, dass jetzt viele Erfolge verspielt werden könnten. Weitere Themen: RKI nimmt Risikogebiete von der Liste, Audi verabschiedet sich vom Verbrenner. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz.

  6. Biden und Putin sprechen in Genf. Auch wenn nicht viel Substantielles herauskam, macht das Treffen Mut auf eine Normalisierung der Beziehungen. Was haben sich Joe Biden und Wladimir Putin in den vergangenen Wochen nicht alles an den Kopf geworfen: Biden bezeichnete Putin als "Killer". Putin wiederum sagte, Bidens Aussage sei Teil des in Hollywood üblichen "Machogehabes". Der russische Präsident sah die Beziehungen der beiden Länder an einem Tiefpunkt angekommen. Am Mittwoch treffen sich die beiden Staatschefs dann zum ersten Mal während der Amtszeit Joe Bidens. Und das in einer Villa in Genf, der selbsternannten "Stadt des Friedens". Viel Substanzielles kommt bei dem Treffen nicht heraus, aber sowohl Biden als auch Putin loben die konstruktiven Gespräche. Und auch SZ-Außenpolitikredakteur Paul-Anton Krüger findet, dass das Treffen ein Schritt Richtung einer Normalisierung der Beziehungen war. Weitere Themen: Spahn verteidigt Vorgehen bei Masken-Beschaffung, Bundesregierung gelassen in Bezug auf Delta-Variante. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über AP und Reuters.

  7. Bundespräsident Steinmeier besucht Polen zum 30-jährigen Jubiläum des Nachbarschaftsvertrags. Wie wird Deutschland dort wahrgenommen? Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht einen der wichtigsten Freunde Deutschlands: Er fliegt nach Polen. Anlass ist das 30-jährige Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Aber wie steht es eigentlich um die Beziehungen der beiden Länder? SZ-Warschau-Korrespondent Florian Hassel beschreibt in dieser Folge, wie die regierende PiS-Partei Deutschland als Feindbild für innenpolitische Zwecke benutzt. Eine Sache kann sich die Bundesrepublik allerdings vorwerfen. Diese hat mit einer Pipeline in der Ostsee zu tun. Weitere Themen: Weniger Geld für digitalen Impfnachweis an Apotheken, Söder kündigt Konsequenzen nach Greenpeace-Aktion an. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Antonia Franz Produktion: Justin Patchett

  8. 15.06.202111 Min.

    Die Absageflut von Konzerten und Festivals des vergangenen Jahres setzt sich dieses Jahr fort. Aber Dienstagabend spielt in München die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich. Und das vor etwa 14.000 Fans. "Wir freuen uns, dass langsam die Normalität zurück kehrt", sagt auch der künstlerischer Leiter des Münchner Filmfestes, Christoph Gröner. Die Planungen für sein Filmfest hätten sehr viele Wendungen und Drehungen genommen. Planungssicherheit habe dabei nie bestanden. Deshalb habe er zunächst auf eine reine Open-Air-Kinos gesetzt. Jetzt sei die Spiegelung der Filme aber auch in Kinosälen möglich. Schließlich sei aus Kinosälen keine einzige Corona-Infektion bekannt. Jetzt müsse auch die Kinokultur endlich wieder ins Rollen kommen, meint Gröner. Schließlich sei Kino eine soziale Erfahrung, die man auf der Couch nicht habe. "Das Kino kommt zurück", sagt er. Beim Münchner Filmfest startet das allerdings mit höchstens 500 Zuschauern bei einem Open-Air-Kino-Abend. Deshalb werde man auch bei weitem auch nicht die Zuschauer erreichen, die das Festival etwa 2019 hatte. Damals besuchten etwa 80.000 Menschen das Filmfest in München. Das Filmfest München beginnt am 1. Juli und läuft bis zum 10.7. Weitere Informationen und Programm unter https://www.filmfest-muenchen.de/ Weitere Nachrichten: Hamburg und Berlin lockern Maskenpflicht, Biden betonte Partnerschaft der USA mit Europa, Rechtsextremismus steigt. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über die Welt.

  9. 14.06.202112 Min.

    Bei Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Staats- und Regierungschefs des G7-Treffen in Cornwall ist spürbar wie sich mit Joe Biden das Verhältnis zu den USA entkrampft. Einer, der gemeinsam mit ihnen für die Interessen und die Werte des Westens kämpfen will. Und einer, der versteht, dass die Erderwärmung DAS größte Problem der Menschheit ist. “Das Treffen der G7 war zumindest das Ende der Demontage des Westens. Die Blutung ist gestoppt”, meint Washington-Korrespondent Hubert Wetzel. Biden habe in Cornwall und in Brüssel bei der Nato gezeigt, dass die Trump-Ära vorbei ist und es wieder eine verlässliche USA gebe. Er habe vorrangig Vertrauen schaffen wollen, das unter Donald Trump so sehr gelitten habe. Unter Biden seien die USA wieder ein Land, das Verbündete sucht. Der US-Präsident habe das Signal gesendet: "America is back." Als technologischer und wirtschaftlicher Hauptkonkurrent und als Bedrohung sehe Washington China. Russland hingehen wird in den USA nur als Störenfried gesehen. Es werde spannend, ob Biden und Wladimir Putin bei ihrem persönlichen Treffen ihre Rhetorik wieder entschärfen können. Weitere Nachrichten: Naftali Bennett neue israelische Ministerpräsident, Debatte um Maskenpflicht, digitaler Impfausweis. Unsere neuen Folge von “Und nun zum Sport” finden Sie unter sz.de/sportpodcast. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

  10. Aufgehübschter Lebenslauf, nicht angemeldete Nebeneinkünfte, sinkende Umfragewerte: Baerbock braucht die Trendumkehr auf dem Parteitag. Annalena Baerbock hat gerade keinen Lauf. Eher das Gegenteil. Von dem Höhenflug nach ihrer Kandidatur ist nach persönlichen Fehlern rund um ihren Lebenslauf und nicht versteuerten Sonderzahlungen nicht mehr viel zu spüren. An diesem Wochenende halten die Grünen ihren Parteitag ab und wollen wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Aber auch hier gibt es Konflikte, sagt Constanze von Bullion. Und bei einer Frage kann sich die Parteispitze keine Schlappe leisten, so die Hauptstadtkorrespondentin der SZ. Weitere Themen: G7-Gipfel in Cornwall, Generelle Reisewarnung für Risikogebiete wird aufgehoben, Lieferkettengesetz beschlossen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Jacqueline Dinser und Laura Terberl Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über ARD-Sendung "Farbe bekennen".

  11. Noch im Herbst des vergangenen Jahres war Jens Spahn der beliebteste Politiker Deutschlands. Davon ist keine Spur mehr: Die Liste von Krisen und Vorwürfen ist einfach zu lang. Ein langsamer Impfstart, überteuerte Masken, lange wies er keine Teststrategie vor… Gerade erst in der vergangenen Woche ist ein neuer Vorwurf aufgekommen: Spahn soll Masken, die nicht ausreichend zertifiziert waren, an Hilfsbedürftige und Menschen mit Behinderung verteilt haben wollen. Gehindert daran habe ihn das vom Sozialdemokraten Hubertus Heil geführte Arbeitsministerium. Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken legte Spahn den Rücktritt nahe. Die Rücktrittsforderung sei "over the top", sagt Henrike Roßbach. Aber klar sei, so die SZ-Hauptstadtkorrespondentin, dass Spahn in den vergangenen Wochen eine wirkliche Fehlerhäufung unterlief und er sich wohl auf das baldige Ende der Legislaturperiode freuen dürfte. Weitere Themen: Papst lehnt Rücktritt von Marx ab, FU Berlin entzieht Giffey den Doktortitel. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau und Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz und ARD Moma.

  12. Grausames Finale des bosnischen Bürgerkrieges war im Juli 1995 das Massaker von Srebrenica, bei dem serbische Soldaten mindestens 8372 Jungen und Männer exekutiert haben. Ratko Mladić hatte den Auftrag alle Bosniaken, bosnischen Muslime aus der Region zu vertreiben. Am Montag hat ein Berufungsgericht der Vereinten Nationen in Den Haag die Verurteilung von Mladić zu lebenslanger Haft bestätigt. Wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Beweise gegen Mladić waren überwältigend. "Ein anderes Urteil als lebenslänglich war nicht möglich", sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Doch mehr als 40 Kriegsverbrecher würden noch in Serbien offen leben. Selbst in den höchsten Kreisen der serbischen Politik seien sie noch heute vertreten. Nie kam es dort zu einer Aufarbeitung der Vergangenheit - und so reiche auch die Leugnung von Kriegsverbrechen bis in die Spitzen der Politik auch der bosnischen Serben. Dabei seien sowohl Serbien als auch Bosnien-Herzegowina EU-Beitrittskandidaten. Bosnien-Herzegowina aber sei ein völlig dysfunktionaler Staat ohne Zentralregierung, sagt Hassel. Ein Staat, in dem nicht nur die Nachbarn Kroatien und Serbien mitmischen, sondern der auch durch Russland kaum regierbar gehalten werde. Auch die Aussöhnung der Volksgruppen habe keine Fortschritte gemacht, zieht Hassel eine ernüchterte Bilanz. Weitere Nachrichten: Neue Vorwürfe gegen Jens Spahn, Anklage gegen Ex-VW-Chef Winterkorn, US-Milliardäre zahlen kaum Steuern. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über BBC.

  13. 08.06.202112 Min.

    Seit Montag ist die Impfpriorisierung bundesweit aufgehoben. Jetzt kann jede und jeder neben den Impfzentren auch beim Hausarzt und bei den Betriebsärzten versuchen, eine Corona-Schutzimpfung zu bekommen. Nur: Impfstoff fehlt noch immer in ausreichender Menge. Inzwischen sind 38 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft, etwa 15 Millionen Impfwillige würden noch auf ihren ersten Schuss warten, sagte Jens Spahn im ARD-Morgenmagazin. Bis Mitte Juli werde es für jeden, der will, ein Impfangebot geben, verspricht der Gesundheitsminister. Gerade aber führt die Aufhebung der Impfpriorisierung zu einem Ansturm auf die Arztpraxen. Entgegen der Beteuerungen von Spahn warten noch viele Personen der Priorisierung 3 auf Termine, sagt SZ-Wissenredakteurin Christina Berndt. "Der Mangel ist noch nicht behoben. Die "Starken und Schnellen mit guten Kontakten" hätten tatsächlich bereits vielfach ihre Impfungen. Jeder solle sich jetzt selbst auf verschiedenen Wegen darum bemühen, empfiehlt sie. Es gebe immer wieder freie Termine. Eine einzelne Impfdosis biete angesichts der Virusmutationen jedoch noch keinen ausrechende Schutz vor Covid 19. Derzeit rät Berndt zudem noch nicht zu Impfungen für Kinder. Andere bräuchten den Impfstoff gerade nötiger. Auch seien die Krankheitsverläufe bei Kindern meist nicht schwer. Weitere Nachrichten: UN-Tribunal bestätigt lebenslange Haft für Ex-General Mladic, Lokführer planen Bahn-Streiks, keine Kinderrechte im Grundgesetz. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Antonia Franz Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über ARD-Morgenmagazin.

  14. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war der letzte Stimmungstest vor der Bundestagswahl Ende September. Und: Sie war mehr oder weniger ein Zweikampf zwischen der CDU - und der AfD. Die Rechtspopulisten verloren. Mit 37,1 Prozentpunkten konnte die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff hingegen deutlich dazu gewinnen. Drittstärkste Kraft ist die Linke, sie kommt auf elf Prozent, hat aber fünf Prozentpunkte verloren. Grüne und FDP liegen mit ungefähr 6 Prozent gleichauf. Und die SPD, die in Sachsen-Anhalt vor 20 Jahren noch den Regierungschef gestellt hat, liegt jetzt nur noch bei 8,4 Prozent. Das war sicher auch ein persönlicher Erfolg von Haseloff, sagt Antonie Rietzschel, die als SZ-Autorin den Wahlkampf und den Wahlabend in Magdeburg begleitet hat. Aber es sei auch Ergebnis der Abgrenzung der CDU von der AfD. Diese sei auch von vielen Jüngeren gewählt worden, obwohl die "Alternative für Deutschland" in diesem Bundesland besonders aggressiv und radikal auftritt. Die 30- bis Mitte 40-Jährigen seien aber eine Generation, die ihren Status Quo erhalten möchte und von Verlustangst geprägt sei. Deshalb könnten sich im Osten der Republik die Grünen auch nicht durchsetzen, meint Rietzschel. Sie würden dort als Gefahr wahrgenommen, als Verbotspartei. Weitere Nachrichten: Koalitionsstreit um Jens Spahn, Impfreihenfolge aufgehoben. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Antonia Franz Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.

  15. Am Sonntag wählt Sachsen-Anhalt und CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff versucht, stärker als die AfD zu werden - auf Kosten der Koalitionspartner. Am Sonntag ist in Sachsen-Anhalt Landtagswahl und über allem steht die Frage: Wer wird stärkste Kraft: Die CDU oder die AfD? In den Umfragen geht es sehr eng zur Sache. Und auch das Schicksal des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff hängt an dieser Frage. Der Landesvater wollte ursprünglich gar keine dritte Amtszeit, aber nach personellen Querelen im CDU-Landesverband muss er noch einmal ran. Ulrike Nimz traut Haseloff den Sieg zu. Und das aufgrund eines Musters, das sich schon bei den Wahlen in Sachsen und Thüringen zeigte, sagt die SZ-Korrespondentin. Weitere Themen: Kardinal Marx bietet Papst Rücktritt an, Bayern hebt Katastrophenfall auf. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb und Jacqueline Dinser Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über ZDF.

  16. Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser macht sich für die Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock stark. Wie repräsentativ ist er für die deutsche Wirtschaft? In den Umfragen liegen die Grünen schon länger gleichauf oder sogar vor der Union. Jetzt scheint sogar die deutsche Wirtschaft Gefallen an der Idee einer grünen Kanzlerin zu finden: Der Ex-Siemens-Boss Joe Kaeser unterstützt Annalena Baerbock. Heißt das, dass sich die Grünen von einer vermeintlichen Verbots- zu einer Wirtschaftspartei gewandelt haben? Tut es nicht, sagt Cerstin Gammelin. Die SZ-Hauptstadtkorrespondentin berichtet, dass im deutschen Mittelstand weiterhin Skepsis gegenüber der Partei besteht. Weitere Themen: Regierung beschließt Entwurf für Pflegereform, Ende der Priorisierung bei Corona-Impfungen, Herzog neuer israelischer Staatspräsident. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb und Jacqueline Dinser Produktion: Justin Patchett

  17. Seit vergangener Woche wird in Deutschland über private Corona-Testzentren diskutiert. Nach einer Recherche von SZ, WDR und NDR, die nahelegt, dass manche Testzentren womöglich mehr Tests beim Bund abgerechneten, als sie durchführten. Jetzt solle es zwar strengere Kontrollen geben, sagt SZ-Korrespondentin Jana Stegemann. Aber viele Stellen, die dafür in Frage kämen, würden sich nicht in der Verantwortung sehen oder hätten zu wenige Ressourcen. Weitere Themen: Corona-Inzidenz sinkt; Katholische Kirche verschärft Strafrecht; Rummenigge verlässt FC Bayern. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Tami Holderried und Jacqueline Dinser Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über die dpa.

  18. Die Corona-Infektionszahlen sinken in ganz Deutschland, gleichzeitig steigen die Impfquoten. Aber es steigt eben noch eine Zahl: Und zwar die Zahl der Menschen, die Corona hinter sich haben – aber an Spätfolgen leiden. Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht davon aus, dass das in Deutschland etwa 350 000 Menschen sind. Und will Forschung zu "Long Covid" mit fünf Millionen Euro fördern. Das sei ein sehr wichtiger Schritt, sagt Christina Kunkel aus dem SZ-Wissensressort. Allerdings nur ein Anfang. Noch immer sei viel zu wenig über die Spätfolgen einer Covid-Erkrankung bekannt. Diese könnten aber sehr langfristsig das Gesundheitssystem belasten. Weitere Themen: Strengere Tests bei Corona-Testzentren; China verändert Familienpolitik. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Tami Holderried Produktion: Benjamin Markthaler

  19. Bundespräsident Steinmeier will sich für eine zweite Amtszeit zur Wahl stellen. Ob er diese bekommt, hängt vor allem vom Abschneiden einer Partei im September ab. Frank-Walter Steinmeier stellt sich für eine zweite Amtszeit zur Verfügung. Der amtierende Bundespräsident will dabei helfen, die Wunden zu heilen, die die Coronakrise verursacht hat. Zwar hat Steinmeier noch keine Mehrheit in der Bundesversammlung hinter sich, doch trete er nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Überzeugung an. Kurt Kister meint, Steinmeier habe seine Sache bisher gut gemacht. Der ehemalige SZ-Chefredakteur denkt, die Chancen für eine zweite Amtszeit stehen so schlecht nicht. Weitere Themen: EMA lässt Biontech-Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren zu, Namibia begrüßt deutsche Anerkennung von Völkermord durch Deutschland, Papst schickt Kontrolleure nach Köln. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb und Felix Ogriseck Produktion: Benjamin Markthaler Zusätzliches Audiomaterial über Bundespräsidialamt.

  20. Das Landesamt für Verfassungsschutz in Berlin stuft das Medium KenFM als Verdachtsfall ein. Ob es darunter leiden wird, steht noch aus. Immer wieder demonstrieren Tausende sogenannte "Querdenker" gegen die Maßnahmen der Regierung. Angestachelt unter anderem von Medien, die Verschwörungstheorien verbreiten. Ganz vorne mit dabei ist das Portal KenFM des ehemaligen Fernseh- und Hörfunkmoderators Ken Jebsen. Jebsen hat eine große Anhängerschaft und nährt mit seinen Videos das Unbehagen gegenüber der Politik. Der Verfassungsschutz beobachtet schon länger das Vorgehen derlei Medien. Nun hat das Landesamt für Verfassungsschutz Berlin KenFM und das Compact Magazin zu Verdachtsfällen erklärt. SZ-Hauptstadtkorrespondent Ronen Steinke ist sich noch unsicher, ob dieser Schritt den Medien schaden oder sogar einen Aufwind bedeuten könnte. Weitere Themen: Mehr Impfungen als in Vorwoche, AfD-Spendenaffäre kommt vor Gericht. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz. In einer früheren Version des Podcasts wurde gesagt, das "Compact Magazin" sei ebenfalls vom Berliner Landesamt für Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft worden. Das ist falsch. Das Compact Magazin wurde schon im März 2020 durch das Bundesamt für Verfassungsschutz als Verdachtsfall eingestuft.