
Der Business Podcast - Sales- & Business- Wissen für selbstständige Frauen
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- 29.11.202215 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Gretel ist seit 3 Monaten immer wieder krank. Seit 4 Wochen jetzt so richtig. Mit Migräne, Corona-Spätfolgen-Reizhusten, Rippenfellentzündung - und kotzenden Kindern. Diese Podcast-Folge ist deswegen eine von “unter ihrem Schreibtisch”. Eine teils konfuse Mischung aus Gedanken zu Überforderung, Kontrolle loslassen, wahnsinniger Ungeduld und – wo auch immer die dann plötzlich herkam – Dankbarkeit. Hör dir diese Folge an und du wirst sehen: Wir alle strugglen. Wir alle haben Zweifel. Wir alle haben manchmal keinen Bock mehr. Und wenn du drüber reden möchtest - weil Reden manchmal echt gut hilft - dann erzähl mal, was bei dir grad so los ist. Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Moin, moin und willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Businessschnack mit Laura und Gretel. Die Folge heute nehme ich von unter meinem Schreibtisch auf. Und wenn du mich ein bisschen kennst, dann weißt du, dass ich unter diesem Schreibtisch sitze, wenn was sehr anstrengend war, wenn ich mich irgendwie erholen muss, wenn ich mich vielleicht sammeln möchte oder auch, wenn ich mich vor was verkriechen möchte. Und ich würde sagen, heute, jetzt, zu dieser Zeit trifft irgendwie alles drauf zu. Was ist los? Was ist passiert? Ähm, seit ungefähr drei Monaten bin ich, sind wir hier irgendwie dauerkrank. Sei es Corona, sei das Migräne, sei das ein nicht enden wollender Husten, der bei mir zuletzt noch zu einer Rippenfellentzündung geführt hat, die sehr, sehr schmerzhaft ist, sei es das am Wochenende erst das eine Kind gekotzt hat und jetzt das andere durchgehend kotzt. Ähm, es ist einfach der Wurm drin. Anders kann man das gar nicht sagen. Und, ähm. Ich habe vorhin. Ich habe vorhin im Bad gesessen und Musik gehört und mal so zehn Minuten für mich geheult. Und dann dachte ich mir Okay. Was machst du jetzt damit? Du bist mega frustriert, weil nichts so läuft, wie du es gerne hättest. Du bist mega frustriert, weil du, ja, weil du auch sehr schöne Sachen wahrscheinlich vielleicht absagen musst. Du hast Momente, in denen du daran zweifelst, auch oder oder wo es dir einfach wahnsinnig schwer fällt, dass du das Gefühl hast, Leute im Stich zu lassen, deine Kundinnen irgendwie im Stich zu lassen usw. und so fort. Und du hast das Gefühl, dir würde komplett die Kontrolle entgleiten. Und wenn ich eins gelernt habe, dass es für mich sehr, sehr, sehr viel bringt, darüber zu reden, dass es für mich auch sehr viel bringt zu hören und zu wissen, dass es anderen genauso geht, dass ich damit nicht alleine bin. Und ähnlich wie die Katharina von Kat and the Whistleblowers in unserem letzten Podcast gesagt hat "Ja, ich zeige mich verletzlich. Aber wenn es nur einer anderen Person hilft, dann hat es sich gelohnt." Ähm, ja. Getreu diesem Motto gibts jetzt hier sag ich mal diesen Gretel Seelenstrip, wie auch immer. Denn ich habe in den letzten Wochen und Monaten wirklich sehr, sehr oft Sachen verschieben müssen. Absagen müssen, nach hinten schieben müssen usw. und so fort. Und wer mich kennt, der weiß, dass das zuallererst auch mal so ein Problem von Oh Gott, ich lass irgendwen im Stich ist. Vor allem meine Kundinnen, seien es jetzt die Smashits, seien es Smashies, seien es die eins zu eins Kundinnen. Ich habe dann immer gleich ein Gefühl von Scheiße, denen musst du doch helfen, Du musst doch da sein, Du wirst doch dafür bezahlt. Du kannst doch jetzt nicht einfach hier krank sein, oder auch Ey, du warst doch jetzt schon vor zwei Wochen krank und dann warst du noch im Urlaub. Und dann noch das. Das geht doch nicht. Du musst doch da sein. Du musst doch helfen. Du musst doch. Ja, Du musst doch einfach zu deinem Versprechen stehen. Du wurdest doch auch engagiert usw. und so fort. Und. Es gibt da für mich ehrlich gesagt auch gar keine, gar keine gute Antwort daraus, oder ich kann gar nicht sagen, dass ich dieses Gefühl oder dieses ja, diese dieses Verpflichtet-sein-Gefühl irgendwie abgearbeitet oder überarbeitet hätte. Also das ist für mich gerade so ein Ja, nenne es Mindfuck, in dem ich mittendrin stehe und kann nur sagen ich bin so wahnsinnig dankbar an dieser Stelle tatsächlich für die Kunden und Kundinnen, die ich habe. Denn heute hat mir zum Beispiel einer meiner Kunden geschrieben Gretel, alles in Ordnung, mach dir um mich überhaupt keine Gedanken. Es ist alles gut, du kümmerst dich um dich, du brauchst dich, du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich freue mich auf dich, wenn du wieder am Start bist und dann sitze ich da und denke so krass. Also natürlich wäre ich ebenso verständnisvoll anderen Menschen gegenüber. Aber wenn jemand dieses Verständnis für mich aufbringt, dann, dann haut mich das so ein bisschen aus der Bahn. Und ich bin wirklich allen von euch sehr, sehr, sehr, sehr dankbar, dass ihr diese jetzt, dieses krasse Verständnis und diese krasse Zuwendung aufbringt und mir selber beibringt oder mir dadurch beibringt, tatsächlich in diese Akzeptanz der Situation zu gehen. Denn ehrlicherweise ist das genau das, was mir wahnsinnig schwer fällt und ich höre es wirklich seit Wochen. Gretel schone dich, Gretel nimm dich zurück, Gretel gönn dir Ruhe, Gretel trink Tee, Gretel jetzt ist die Zeit, dass du irgendwie bei dir bist usw. und so fort. Und ich denke super oft "Man Leute, aber ihr versteht mich nicht. Gretel ist keine Ich-setz-mich-hin-und-trinke-Tee-Lady", das fällt mir wirklich wahnsinnig schwer und ich weiß schon, dass da auch sehr, sehr viel Wahrheit drinsteckt. Und ich weiß auch, dass ich da sehr viele Hausaufgaben zu machen habe, aber gleichzeitig. Kribbelt mir einfach zu krass der Arsch. Kann man so was im Podcast sagen? Ich glaube schon. Also es kribbelt mich einfach so krass weiterzumachen. Ich habe da so eine Energie in mir und die, die treibt mich ja auch an und die macht es mir dann so schwer, stehen zu bleiben und zu sagen okay, gut, dann mach ich jetzt mal eine Woche nicht bzw. ich habe in der Vergangenheit in den letzten drei Monaten relativ häufig nichts gemacht und bin immer noch krank und das ist einfach zum Kotzen. Ähm. Genau. Und jetzt ist es heute Nacht passiert, dass eines meiner Kinder sich sehr häufig übergeben hat und dass das auch noch nicht ausgestanden ist. Und übermorgen möchte ich gerne nach Hamburg fahren, zur Weihnachtsfeier der Business Moms. Und ich glaube, wir können alle gut verstehen, wie sehr wir diese Treffen, diese Termine, diese schönen Dinge, auf die wir uns so freuen, gerade brauchen. Es ist und war ein knacken hartes Jahr eine knacken harte Zeit, knacken harte drei Jahre. Weiß ich nicht. Ich weiß schon wirklich nicht mehr, welchen Timeframe ich da ansetzen soll. Und jetzt freue ich mich auf diesen Tripp. Und buche den Zug und buche das Hotel und Schnack mit allen Businessmoms. Wer am Start ist und freu mich wirklich auf jede einzelne von ihnen. Und jetzt sitze ich hier und weiß wieder nicht, ob ich fahren kann und werde es vielleicht absagen müssen. Und ja diese Akzeptanz von, es gibt einfach so viele Sachen, die gar nicht in meiner Kontrolle sind. Das darf ich auch auf jeden Fall noch lernen, dass es auch wahnsinnig schwer. Ja einfach wahnsinnig schwer sind diese Sachen, auf die man sich freut und die einem Energie geben sollen und die dann einfach nicht stattfinden, nicht funktionieren, wie auch immer. Und auch hier ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin. Ich weiß, dass es vielen von euch genauso geht. Das, dass ihr Abstriche machen müsst, dass ihr euch um euch, um eure Kinder, eure Familien kümmert, dass ihr Bedürfnisse zurückstellt usw. Und ich möchte nur sagen es ist Schweinehart. Es gibt kein Geheimrezept. Und lasst uns da einfach auch offen drüber reden. Wie schwer das ist und was das für Ängste und so mitbringt. Ich habe zum Beispiel diese Woche auch drei Vorgespräche gehabt für oder hätte drei Vorgespräche gehabt für unsere Mastermind Smash it! für mein eins zu eins Happy Salling und hätte auch zwei Podcastinterviews gehabt usw. Und auch das muss alles verschoben werden. Und auch wenn der rationale Teil in mir weiß hey, du sagst es deinem Gegenüber und die kennen die Situation vielleicht und die sind verständnisvoll und du machst einfach einen neuen Termin, gibt es diesen irrationalen Teil in mir, der sagt: "Oh Gott, aber was, wenn in der Zwischenzeit jemand cooleres als du über den Weg läuft? Was, wenn die diese tollen Frauen, diese tollen Menschen dann einen anderen Coach buchen? Was, wenn hier? Was wenn da? Was, wenn nächste Woche wieder was ist und du wieder verschieben musst" usw. Und auch hier weiß ich in den Momenten, in denen ich in dem berühmten Vertrauen bin "Hey Gretel, das ist Bullshit. Und wer nicht mit dir arbeiten möchte, der möchte halt nicht mit dir arbeiten." Und trotzdem gibt es natürlich hier auch diese Momente, in denen ich zweifle und Angst habe und denke, dass es nicht gut genug ist und dass ich doch da sein müsste. Und dann denke ich gleichzeitig auch, aber du musst doch Vorbild sein und wenn du krank bist, bist du krank. Und wenn du dich um deine Familie kümmerst, kümmerst du dich um deine Familie. Das ist doch ein sehr, sehr hoher Wert von dir. Also du siehst vielleicht oder du hörst in dieser Folge da ist sehr sehr viel Wirr in meinem Kopf, da ist sehr, sehr viel, was noch zu ver- und bearbeiten ist. Da ist aber auch sehr, sehr viel Reflexion schon und Ehrlichkeit. Und ich finde halt, anders geht es auch nicht. Wir müssen auch rausgehen, wir müssen auch wütend sein dürfen, wir müssen auch frustriert sein dürfen. Wir müssen auch enttäuscht sein dürfen. Und ich finde es gerade spannend und lustig, weil du kannst das vielleicht nicht sehen, weil du diese Folge nicht auf YouTube guckst. Aber ich habe den Pulli an mit eigentlich meinem Leitspruch "I can! I will! End of story." Und ich stelle halt in den letzten drei Monaten fest "I can." Ich würde auch gerne. Aber but I won´t. I could, I would like to. But I won't. I don't. I can't. Also ich kann vieles gar nicht, was ich möchte, und es liegt nicht in meinen Händen. Und diese Kontrolle abzugeben fällt mir wahnsinnig schwer. Und ja, diese Podcastfolge, diese unstrukturierte, konfuse Podcastfolge ist vielleicht ein Schritt dahin, ein Stück weit Kontrolle abzugeben. Ein Stück weit auch zu sagen. Ähm, Leute, lasst uns drüber reden, wenn es uns nicht gut geht, lasst uns, ähm. Ja, lasst uns einfach auch komische Ängste, die wir vielleicht haben, aussprechen. Und lasst uns in dieser vermeintlichen Schwäche verbinden und uns gegenseitig helfen. Und tatsächlich ist eine ist ein Lied, das ich immer und immer und immer wieder gerade höre. Das Lied Vienna von Billy Joel. Ich bin mir sicher, dass das viele von euch das kennen werden, aber einige dieser Zeilen sind halt auch slow down, you crazy child, you are so ambitious for a juvenile, but then if you are so smart, well, tell me why are you still so afraid. Oder auch Where is the fire? What's the hurry about? You´d better cool it off before you burn it out. You have got so much to do and only so many hours in a day. Warum wollen wir immer viel auf einmal schaffen? So viel erledigen? Machen uns das Leben zum Teil so schwer selber, wenn wir, ja, wenn wir doch einige Sachen gar nicht kontrollieren können und eben auch nicht alles in einen Tag packen können. Ähm. Und dann gibt es hier noch die schöne Zeile. Einen Moment, ich muss sie suchen. Ähm. Too bad, but its the life you lead. You are so ahead of yourself that you forgot what you need. Though you can see when you are wrong. You know, you can't always see when you right. Also, wir sind so auf die Sachen, wo wir was falsch machen, wo wir nicht genug sind, wo wir Fehler machen. Aber wir können sehr, sehr oft nicht das sehen, wo wir Dinge richtig machen. Und. Genau. Es geht ja auch um die Frage hier: When will you realize, Vienna waits for you? Unsere Ziele, unsere große Mission, die es auch morgen noch, die ist auch in zwei, drei Wochen und in drei Monaten nach drei Monaten Kranksein noch da. Und es ist total okay, dass wir manchmal mit dem Kopf durch die Wand wollen und manchmal geht es auch, aber manchmal geht es halt nicht. Und für mich ist es wahnsinnig schwer, das zu akzeptieren. Ich hoffe, du bist da schon ein paar Schritte weiter. Wenn ja, freue ich mich wahnsinnig über Tipps dazu. Und abschließen möchte ich mit ja auch wieder einen Teil aus diesem Lied, weil ich es wirklich hoch und runter höre gerade: Slow down, you crazy child. And take the phone off the hook and disappear for awhile. It is alright, you can afford to lose a day or two, ooh. When will you realize Vienna waits for you? Ich wünsche dir, dass es dir sehr gut geht. Ich wünsche dir, dass du darüber reden kannst, wenn es dir nicht gut geht. Ich wünsche mir einen Austausch über diese Themen und freue mich einfach drauf, wenn du was mit mir teilen möchtest, wenn du darüber reden möchtest, wenn du mir schreibst auf Instagram, per E Mail. Wie auch immer. Such einfach nach Gretel Niemeyer und du wirst mich finden. Und ich bin sehr, sehr gespannt auf vielleicht deine Tipps, auf deine Erfahrungen mit dem Thema Annehmen, Kontrolle, Gesundheit, Familie, Selbstständigkeit, was auch immer. Und in diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Tag. Freue mich drauf, dass es so oder freue mich darüber, dass du zugehört hast. Und ja, alles Gute und bis zum nächsten Mal bei Moin um Neun.
- 24.11.202229 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Katharina Lüdeking ist schamanische Heilerin und Emotions-Coach. Sie sagt: “Spiritualität und Business gehen Hand in Hand miteinander.” Und sie weiß, wovon sie redet. Schließlich war sie bis vor 6 Jahren im Vertrieb zu Hause. Nach mehreren großen Veränderungen in ihrem Leben hat sie sich dann für einen beruflichen Neustart entschieden. Hör dir dieses Gespräch mit Katharina unbedingt an, wenn du 💙 wissen willst, was eine schamanische Heilerin eigentlich so macht 💙 selbst vor großen Entscheidungen stehst und lernen willst, wo du den Mut dafür finden kannst 💙 Lust auf eine neue Sicht auf die Welt hast 💙 einer sehr entspannten, schlauen und sympathischen Katharina im Schnack mit Gretel lauschen möchtest Instagram von Katharina: https://www.instagram.com/kat_and_the_wisdomblowers/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Gretel Niemeyer: Willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Laura und Gretel. Ich habe sehr, sehr lange keine Folge aufgenommen und freue mich umso mehr. Gerade, dass heute eine Interviewfolge ansteht. Und zwar mit der lieben Katharina Lüdeking aus Berlin. Katharina ist Schamanin und Coach. Und als aller allererste Frage nachdem, Hallo Katharina, schön, dass du da bist. Muss ich erst mal fragen, was macht eine Schamanin? Katharina Lüdeking: Oh, das ist eine große Frage zu Beginn. Ähm. Also. Katharina Lüdeking: Hi, Gretel. Ich bin auch, ich bin ein bisschen aufgeregt. Ähm, ich freue mich richtig doll, hier zu sein. Und für eure Einladung. Was macht ein Schamane? Also Schamanen können total vielfältig arbeiten. Ich kann nachher mal kurz erzählen, was ich mache, aber im Schamanismus vielleicht das als Basis, geht es immer darum, zum Wohle aller fühlenden Wesen zu handeln, also immer zum höchstmöglichen Wohl von allen. Und fühlenden Wesen heißt damit auch Pflanzen und Tiere und Steine. Also alles, was irgendwie fühlt und schwingt. Und im Schamanismus oder generell gehen wir davon aus, dass alles Energie ist. Also die Basis ist Energie. Und das alles schwingt, auch wenn wir es nicht sehen, so auch jedes Blatt und unser Laptop und unsere Haare alles hat ist immer in Bewegung und mit der Energie arbeiten wir in den Behandlungen, also in meinen schamanischen Sessions, wenn wir über bestimmte Themen sprechen. Auch ein Glaubenssatz schwingt und hat eine Frequenz und eine Energie. Und damit arbeiten wir mit der Energie, weil die Energie ist wie die Wurzel von allem. Also wenn man sich so eine Blume vorstellt und ist die Wurzel, da ist die Energieebene, kurz darüber ist die seelische Ebene, da sind die Gefühle, darüber würde man die geistige Ebene beschreiben, da arbeiten auch Coaches und Psychologen, dass die Glaubenssätze alles, was sich halt verfestigt hat, mental und auf der letzten Ebene, also die Spitze des Eisbergs oder die Spitze der Blume ist die körperliche Ebene, also das, was dann im Körper sich manifestiert, wenn vorher die Energie wie angeschlagen ist. Gretel Niemeyer: Sehr, sehr spannend. Und wir haben uns ja beide kennengelernt auf einer Kakaozeremonie, die wir für unseren VIP Day von unseren Mastermindteilnehmerinnen in Berlin organisiert hatten. Vielleicht ganz kurz für die, die das nicht wissen. Laura und ich haben im September einen VIP Day organisiert, haben alle unsere Smashis eingeladen und haben am Nachmittag eine… Ja, wir wollten was ganz anderes machen, haben die Aline von Blessingways angesprochen, ob sie eine Kakaozeremonie mit uns macht. Und die Line hat Katharina mitgebracht. Und ähm.. Gretel Niemeyer: Ja, cool. Und nach der Session hast du mir auch noch erzählt, dass du noch gar nicht so lange Schamanin bist, sondern früher, wie ich jetzt im Vertrieb gearbeitet hast und da hat. Das war für mich so häh. Wie geht das denn zusammen? Denn obwohl ich ja auch sehr, sehr stark an vieles zwischen Himmel und Erde glaube usw., ist es ja ein wahnsinniger Shift von der Vertrieblerin hin zur Schamanin. Nimm uns doch mal ein bisschen mit auf auf diese Reise. Wann ging das los? Wann hast du gemerkt, so boah das was ich jetzt mache, ist nicht mehr das Wahre. Wo hast du den Mut her genommen, diesen Shift zu machen? Erzähl mal frei von der Leber weg. Und ich hake dann noch mit weiteren Fragen ein. Katharina Lüdeking: Ja, voll die schöne Frage. Und cool, dass ich das jetzt einmal für mich auch wahrscheinlich noch mal reflektiere aus mit gesprochenen Wort. So, ähm. Also ich erinnere mich in meiner Ausbildung war es schon so, also ich bin Industriekauffrau gelernt und da habe ich schon immer viel mit Sprache gemacht. Also war viel auch am Telefon und habe da den Vertrieb gemacht, den inneren Vertrieb und wusste aber mein Ziel war es eigentlich immer zu Siemens zu gehen. Also ich weiß nicht. Das war so ein. Ja, ich glaube, das habe ich irgendwie mit Erfolg verbunden damals und mit Geld und irgendwie so, das war für mich so verknüpft damit und habe aber gemerkt, in meinem Ausbildungsbetrieb, da wollte ich auf gar keinen Fall bleiben und bin dann zu einem Unternehmen gegangen, wo ich erst im, also im Callcenter angefangen habe, also im Kundenservice, da war ich genau vier Tage und dann hat mich jemand, hat mir einen Zettel hingelegt und hat gesagt "Komm mal nachher zu mir" und ich dachte gut, ich bin gekündigt. Das war's. Verkackt. Irgendwas habe ich falsch gemacht. Und dann war das aber quasi die Anfrage, ob ich nicht. Die haben das Office Management damals eröffnet, ob ich nicht da mit rein möchte, weil ich wäre dem Geschäftsführer aufgefallen, weil ich so eine positive Ausstrahlung habe. Da dachte ich auch echt, Ist das jetzt die Beförderung, die ich wollte zu Siemens so ne. Da war ich noch sehr auf diesen Status gepolt und war nicht sicher, ob das gut ist. Aber da habe ich schon gemerkt, immer wenn ich mit meinem Bauchgefühl gegangen bin und irgendwie ja, es fühlt sich irgendwie gut an, ich kann noch nicht sagen warum, aber ich mache es einfach, sind immer schöne Sachen passiert und dann war ich da und dann haben die halt mitbekommen, ich habe halt die ganzen Büro Konferenzräume mit neuen Büromöbeln ausgestattet und habe so gute Rabatte rausgeholt am Telefon und die Vertriebsleiter oder die Vertriebsabteilung war auf meiner Ebene, also beim Office Management und die sind immer vorbei und haben das gehört. Und dann haben die mich irgendwann in den Vertrieb geholt. Und so habe ich überhaupt im Vertrieb angefangen, weil es einfach schon so eine coole Erfahrung war für mein Bauchgefühl. Und als ich da dann war, bin ich irgendwann vom Innenvertrieb in den Außendienst gegangen und war viel in Bayern und war eigentlich die ganze Woche, also von Montag bis Freitag im Auto unterwegs und bin zu Kunden gefahren und hab Workshops gemacht und die erfolgreich gemacht mit den Leads, die wir damals verkauft haben und dann kam aber der Punkt. Ich hatte damals in meiner Ausbildung schon Panikattacken oder davor nach dem Abi und habe damit auch gearbeitet und wusste auch, wie ich damit umgehe. Sie waren dann weg, die waren relativ schnell auch weg. So schnell wie sie kamen, waren sie dann zum Glück auch wieder weg. Aber ich hatte einmal auf einer Autofahrt, da war ich in der Nähe von Augsburg auf der linken Spur bei 180 eine Panikattacke und hab gerade mit meiner Mutter telefoniert und dann habe ich gesagt "Mama, ich hab gerade eine Panikattacke, ich muss auflegen." Und dann bin ich, also als Mutter auch jetzt aus jetziger Sicht purer Terror. Wenn du weißt, deine Tochter sitzt im Auto. Und sagt ja… Dann bin ich auf den nächsten Rastplatz gefahren und habe das, hab es veratmet und konnte es irgendwie mit meiner Technik dann machen. Aber dachte krass, ich hatte seit sechs Jahren keine Panikattacke mehr. Was ist jetzt los? Und Panikattacken haben mich in den letzten Jahren immer zu dem, wo ich jetzt bin, geleitet. Ich hatte immer eine und immer an einem Punkt, wo ich wusste jetzt geht's nicht weiter. Also aus den Arbeitsstätten. Und ich bin dann schwanger geworden, irgendwann danach. Ich glaub so ein Jahr danach und dadurch hat sich ganz viel getan. Also durch die Geburt meiner Tochter. Ich wollte eigentlich danach wieder zurückgehen, aber ich habe dann gemerkt, als ich geboren wurde. Also so wie es jetzt gerade ist, kann es nicht weitergehen. Da ist irgendwas nicht im Gleichgewicht. Das fühlt sich nicht gut an. Hier gibt es Sachen, die will ich nicht an sie weitergeben. Und dann habe ich angefangen, Podcasts zu hören, vor allem den von Laura Malina Seiler damals. Und so bin ich, glaube ich, super viele mittlerweile in dieser ganzen Bubble dazu gekommen, dass ich mich super intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt habe. Und ich war dann auch noch mal ganz kurz Vertriebsleiterin in einem Unternehmen und habe da aber auch gemerkt ich kann das, ich kann meine Stärken, die ich habe, gar nicht so mit einbringen, da wie ich es will, also in dem Ausmaß. Und wir haben schon ganz lange Leute gesagt, warum machst du nicht Coaching? Dann dachte ich immer das macht jeder? Gretel Niemeyer: Ja, das stimmt. So ein Glaubenssatz oder? Was mach ich? Ich bin jetzt hier nicht hundertmillionste Coach. Katharina Lüdeking: Voll. Aber ich meine, ganz ehrlich, wenn sich das ein Zahnarzt denken würde, dann hätten wir auch nur noch einen Zahnarzt in Berlin. Wenn jetzt jeder denken würde. Gretel Niemeyer: So ja. Katharina Lüdeking: Ist halt egal, Wenn du, wenn du das liebst, was du tust, dann bist du halt gut da drin und dann machst du es mit so einer Freude. Oder ich kann das für mich sagen. Ichl iebe das, was ich tue. Und ich wurde dann gekündigt in dem Vertriebsleiter Job und äh, das Jahr war eh wirklich super turbulent ohnehin schon. Also der Papa meiner Tochter und ich hatten uns getrennt. Dann kam noch die Kündigung und ich dachte so "Oh, okay, gut, das ist jetzt a Cherry on the top." Aber dadurch habe ich dann auch gemerkt gut, also wenn jetzt alles hier schon so einmal zusammenfällt in sich, dann kann ich jetzt auch gucken, was will ich wirklich machen. Und dann habe ich alles Geld zusammengekratzt, was ich hatte, um die Coachingausbildung zu machen, da wo ich sie auch machen wollte und habe genau das auch als Steuerrückzahlung bekommen Ende Dezember. Und damit war die ganze Coachingausbildung bezahlt. Das war, das war schon genau und solche genau solche Sachen sind halt in den letzten Jahren immer wieder passiert, wodurch sich auch alles, was jetzt hier gerade passiert, auch im Schamanismus und alles was mit. Na ja, auch Flow zu tun hat, auch Verbundensein zu etwas Höherem. Wie so kleine Beweise waren für mich schon auf dem Weg dahin. Na und dann. Ich bin auch Yogalehrerin. Ich bin auch Yogalehrer für Kundalini Yoga. Und eigentlich ist es witzig, weil alles, was ich jetzt mache. Ich habe immer gesagt, ich bin keine Yogalehrerin, ich bin kein Coach oder ich bin auf keinen Fall Schamanin. Und auch wenn du sagst, ich bin Schamanin, das ist mir noch so, ich bin schamanische Heilerin. Weil eigentlich sagt man auch unter den Schamanen jetzt meinetwegen in Südamerika. Du sagst eigentlich erst Schamane, wenn du wirklich ganz viele Stufen durchlaufen hast und Prüfungen gemacht hast usw. Aber ich freunde mich trotzdem langsam mit dem Begriff an, weil da auch eine unglaubliche Stärke drinsteckt. Und deswegen genauso war es mit dem "Ich bin keine schamanische Heilerin" oder so. Weil da auch da diejenige, die mich ausgebildet hat, hat das schon in der ersten Behandlung gesehen, dass ich die Ausbildung machen werde, aber hat es mir nicht gesagt. Und ihr Mann war dann hier, wenn meine Tochter in den Räumen was gesehen hat als kleines Kind und ich habe die Räume sauber machen lassen von ihm und er hat dann gesagt die sehen wir doch in unserer Ausbildung, dass der Freund hat dann auch gesagt "Hey Katharina, da steht dein Name drunter, guck dir mal die Inhalte an, das bist du" und ich so "Nee, ich bin also wirklich kein schamanische Heilerin". Und dann habe ich, irgendwann kam ein Klick Moment, da sind wir zu einem Konzert gefahren. Er hat es wieder gesagt und dann war so ein Moment wieder bei der Yogaausbildung, wo ich dachte, Oh mein Gott, das ist es. Ja, das muss ich machen. Und über die ganzen Jahre, und ich glaube, das kennen viele, wenn sie sich verändern, war das halt immer so. Ein Großteil meiner Freunde sind immer noch meine ehemaligen Vertriebskollegen und auch mittlerweile übrigens ein Großteil von meinen Klienten auch in den schamanischen Behandlungen. Und ich habe immer gedacht Oh mein Gott, was sagen die dann? Also es war mir total so, die gingen damit. Ich trinke keinen Alkohol mehr. Also durch diese ganzen kleinen Veränderungen, die aber für mich damals oder für uns alle irgendwie total groß waren und erst irgendwie ich bin jetzt so da reingewachsen oder wachse einfach immer mehr und weiter in die neuen Versionen, die da so entstehen. Aber so, so war der Weg vom Vertrieb zum Schamanismus. Also ich habe dann bei meiner alten Arbeitsstelle gekündigt, bin dann in diese Vertriebsleiter Position und dann wusste ich, im Vertrieb bin ich in dem reinen Vertrieb auf jeden Fall durch. Gretel Niemeyer: Ja, krass. Ich finde das so schön, dass du das auch erzählst, weil oft sind es, so finde ich für mich diese kleinen Veränderungen oder erstmals groß scheinenden Veränderungen, wie du jetzt auch sagst: Kein Alkohol, kein Dings. Das hab ich auch, als ich gesagt habe, ich ist jetzt kein Fleisch mehr. Ja, da war erst mal der Aufschrei rundrum. Wahnsinn, also wie schlimm und als hätte man irgendwie allen anderen verboten, das auch zu machen. Und ich finde aber, es kommt irgendwie so der Moment oder in dem man so ankommt, in dem alle anderen dann wissen Ach, das ist sie, das ist jetzt die neue Version. Und dann ist man plötzlich für viele schon wieder so Vorbild, weil man einfach das so gemacht hat, wie ja wie man es gespürt hat. Und es ging gar nicht mehr anders. Und erst gibt es irgendwie so Steine im Weg, hatte ich so das Gefühl. Und dann plötzlich so Ey, you did it again, all out, so krass und du denkst dir vielleicht ja es ging halt gar nicht anders. Das war halt der Weg, oder? Katharina Lüdeking: Ja. Absolut. Also ich hatte, ich habe auch eine Arbeitsstelle habe ich gerade gemerkt total vergessen, was total krass ist ,weil ich war da jetzt noch drei Jahre aber also es war halt an einem Punkt jetzt auch klar, ich muss mich jetzt selbstständig machen. Ich kann auf gar keinen Fall so weiter arbeiten und alles in den letzten sechs Jahren. Also meine Tochter ist jetzt sechs, vor sechs Jahren hat es angefangen. Viele sagen immer: Woher nimmst du die Kraft und wie kannst du das alles so so viel auch da machen? Und ich denke mir so Boah, da wo die Liebe hinfließt, da geht halt alles. Ich kann das gar nicht erklären, aber da läuft, da fließt halt alles hin. Und das ist natürlich nicht immer leicht, aber ich hatte noch nie so ein Gefühl von. Es gibt keine Alternative für mich. Also das fühlt sich halt so richtig an und so gut. Auch das selbstständig machen jetzt, obwohl das einfach aus einer Not auch heraus. Also wieder Panikattacken. Letztes Jahr war ich drei Monate krank und genau um diese Zeit und bin auch gerade spazieren gewesen. Genau an der Stelle, wo ich vor einem Jahr war und wo die Entscheidung für mich gefallen ist, dass ich das auf jeden Fall machen muss. So und meistens hat mich entweder eine Panikattacke daher hingebracht oder die letzten Jahre war ich echt viel krank. Und ja Gretel Niemeyer: Und ich habe, ich stalke ja alle unsere Gäste im Vorfeld so ein bisschen. Hab also auch deine Instagram Feed von vorne bis hinten einmal durchgelesen. Also was ich auch so so gut finde, dass man halt auch einfach sieht, weil also ganz oft sehe ich so, wenn ich mit Menschen rede, die sich überlegen sich selbstständig zu machen. Gerade aus einer Anstellung heraus, dann kommt oft so dieses, ja aber ich weiß gar nicht wie ich das machen soll von null auf oder von 100 auf null und dann fange ich wieder von vorn an usw. Und du bist ja auch erst in Teilzeit gegangen. Wenn ich es richtig gesehen habe und dann am ersten, vierten dieses Jahr hast du dich Vollzeit selbstständig gemacht. Katharina Lüdeking: Gretel, du bist gut informiert. Gretel Niemeyer: Natürlich. Hat dir das auch so eine Sicherheit gegeben oder hat sich das einfach so ergeben? Oder hast du für dich auch so ein bisschen gedacht? Also ein bisschen Sicherheit brauche ich schon. Oder war es halt auch so, dieses Herauswachsen aus der einen Rolle und reinwachsen, sich erlauben der neuen Katharina sag ich mal. Katharina Lüdeking: Also ich hatte ein Coaching 2020, glaube ich 2020. Das ging bis 2021 rein und die Coachin hat mir kurz vor Weihnachten ein so ein Moonchart erstellt und das stand drin, als allerletzter Satz, dass sie mir als Impuls mitgibt, dass ich mich selbst, dass ich auf Teilzeit gehen werde nächstes Jahr, um dem jetzt endlich mehr Raum zu geben, weil das einfach dran ist. Und ich wusste also, ich habe sofort angefangen zu weinen und ich wusste sofort, weil ich echt Angst hatte. Und ich wusste sofort das muss ich machen. Oh Gott, nein, das fühlt sich richtig an! Und dann weißt du, das war wie die Situation davor, wo ich dachte Nein, jetzt muss ich, Weißt du, diese Entscheidung immer wieder zu treffen und auch über Ängste hinauszugehen, weil ich bin halt auch alleinerziehend. Es ist eine andere Situation als vielleicht noch vor ein paar Jahren, wo ich das für mich gemacht hätte. Eine kleinere Wohnung und weniger Fixkosten und so. Also dieses Geldhema war ein großes Thema, vor allem bei dem auf Teilzeit gehen. Und im Laufe des Jahres habe ich halt alles auf diesen Freitag gelegt und habe gemerkt wie Zeit reicht freitags nicht. Also es sind zu viele Anfragen. Und ja, wenn ich jetzt mehr Zeit dem Ganzen gebe, dann dehnt sich das halt auf die Woche aus. Und dann. Oh, das könnte. Das könnte klappen, habe ich dann gedacht. Und nachdem ich dann halt die drei Monate krank war, letztes Jahr, war das für mich ganz klar, dass ich auf jeden Fall jetzt eine Entscheidung treffen muss. Und da ehrlich gesagt, so wie du es eingangs gesagt hast, noch keine Ahnung hatte, wie das jetzt ganz genau gehen soll. Aber das habe ich in den letzten Jahren wirklich gelernt, wenn sich was so richtig anfühlt. Wenn so alles in meinem Körper sagt: "Tu es", dann muss ich es machen. Und ich habe auch gemerkt, das heißt gar nicht immer, dass es immer sofort so bilderbuchmäßig klappt, wie wir uns das vielleicht immer vorstellen. Aber dass dann auch, wie ich es am Anfang erzählt hatte, mit dem ich gehe in die Firma, bin erst im Kundenservice, dann bin ich in einer anderen Abteilung, dass ich die Dinge so hinpuzzeln und dass ich das ganz oft auch noch nicht absehen kann, wie sich das jetzt genau entblättert. Also was es nachher genau wird, so ein bisschen eine kleine Wunderbox. Gretel Niemeyer: Ja. Und was ich aber auch immer schön finde, also wie wir jetzt über deine Coachin geredet hast, dass wir und das wirst du sicherlich in deiner Arbeit mit deinen Coaches auch erleben, dass wir halt wirklich oft in anderen Menschen schon ganz viel sehen, was sie selber noch nicht in sich sehen. Oder dass jemand in dir schon das gesehen hat, wo du selber noch gar nicht wusstest, dass du dorthin gehen wirst. Und ich finde es einfach wahnsinnig schön, dass es diese Menschen gibt, die uns dann ein Stück weit begleiten oder die wir begleiten dürfen, weil wir das Potenzial schon sehen. Und plötzlich platzen diese Knoten und man denkt sich nur so jey, great, also es ist so geil irgendwie. Katharina Lüdeking: Ja, und das sind ja oft auch wirklich diese ganz kleinen Sachen, die dann zu den großen Sachen führen. Und das ist manchmal auch so irreführend, auch in in dieser ganzen Szene gerade, wo wir jetzt auch so viel auf Instagram sind, dass es immer so aussieht. Ich habe gestern einen Post gelesen, da stand: Ich sag dir jetzt in drei Minuten, was ich in den letzten sieben Jahren gelernt habe. Und da dachte ich, jetzt ist es halt totaler Bullshit. Also ja, das kannst du sagen, aber das wirst du wahrscheinlich auch kennen, oder du fühlst es dann halt. Und das finde ich in den Coachings so schön. Wenn du diese Erkenntnisse hast, die so tief sind und wo du, wo du nachher als Coach auch denkst Boah, she did it, dann war das nicht, weil du den zwei, drei schlaue Sachen gesagt hast, sondern weil, weil wir diese Dinge in den Coachings besprochen haben und die danach rausgehen und es einfach machen. Ja und das und in das Leben und in die Erfahrungen reinwachsen und das dann fühlen. Und ich liebe das auch. Also zu merken, auch natürlich bei den schamanischen Sitzungen, weil er so viel Magic passiert, das sind ja immer so auch so absolute Wunderboxen. Aber in den Coachings halt auch durch wirklich die Prozesse zu begleiten über einen längeren Weg. Gretel Niemeyer: Und was ich als bei dir auch noch cool finde. Also du bist für mich irgendwie die perfekte Kombination von Kopf und Herz irgendwie, weil du ja auch sagst also ganz viel ist Energie, ganz viel schwingt. Deine ganze Arbeit ist ja sehr, sehr herzlastig, sag ich mal im positivsten Sinn. Und gleichzeitig erarbeitest du gerade sehr strukturiert deine Positionierung und jetzt hast du dir auch einen richtig tollen Coach an die Seite gezimmert. Nadja Horsack und guckst halt mit ihr, wie's auch wieder irgendwie strukturiert funktionieren kann. Wie wahrscheinlich, was dich anders macht, wie du raus gehst usw. Wo kommt das her, dass du das so verknüpfst? Weil ehrlicherweise habe ich immer das Gefühl, für viele geht nur das eine entweder sehr Herz und sehr achtsam und sehr spirituell usw. oder sehr sehr kopflastig. Und ich finde, das Spektrum dazwischen ist so schön, aber es kommt mir sehr sehr selten unter. Ehrlich gesagt. Katharina Lüdeking: Also meinst du, gerade in der spirituellen Szene? Gretel Niemeyer: Ja. Also Wahnsinn, oder das, als du beim VIP Day gesagt hast. Ach, und ich war mal im Vertrieb, das war auch cool. Das war irgendwie nochmal so ein ganz anderer Shift. Und jetzt eben auch, wie du dein Business angehst, finde ich, es ist halt nicht so. Jetzt mal ganz gemein, aber so Aha, wir gucken mal, wo es uns hin trägt und wir schauen mal, was so kommt und hm hmm und bei den Preisen weiß ich nicht. Gucken wir mal, das hat alles Hand und Fuß aus meiner Sicht. Katharina Lüdeking: Also, ähm. Also Nadja und ich kennen uns aus der Coaching Ausbildung auch. Und ich wusste damals auch schon was ihr Konzept war und das hat sie jetzt auch über die letzten Jahre noch mal umgestellt. Und als ich gemerkt habe, ich komme gerade an einem Punkt, wo. Gerade auf Instagram ist es so, da habe ich die letzten Jahre einfach so gemacht wie mir so. Ja, wie mir halt so war, sag ich mal. Aber mir fehlte da so ein bisschen was Einheitliches. Weil ich glaube, immer, wenn wir uns entwickeln, das werden alle kennen, die vielleicht auch zuhören, Aber auch du bestimmt, dann entwickelst du dich von innen auch nach außen, also veränderst auch dein Äußeres, vielleicht dann sogar oder fühlst dich anders. Und so war das jetzt irgendwie auch, vor allem mit Instagram und auch der Webseite. Die steht einfach noch an, die habe ich noch gar nicht. Im Moment läuft alles über Empfehlungen oder über Instagram, wo ich gemerkt habe, das ist ja auch der Grund, warum ich mir auch Coaches hole und du dir auch und wie wir es auch aus dem Coaching kennen. Wir sehen halt manche Sachen einfach nicht selber. Also ich nicht. Ich sehe bestimmte Sachen, habe ich halt auch blinde Flecken und ich brauchte da jemanden, die da in der Expertise drin ist von wie designe ich was und wie baut man das auf und was ist überhaupt, was sind deine Kunden und was sind die Anliegen deiner Kunden? Und ich konnte zwar sagen immer so, also auch obwohl ich aus dem Vertrieb komme. Ich habe es dir auch schon mal erzählt, das ist dann halt so! Ja, stimmt. Da sind immer wieder Ähnlichkeiten, also ist es schon klar. Aber wie verpacke ich das jetzt für Instagram und mach das zugänglich für andere, dass sie sich auch wiederfinden können, weil. Also ich will auf jeden Fall das Thema Schamanismus, größer machen und bekannter machen, weil das halt auch pure Alltagsmagie ist. Wenn wir das anwenden und wenn wir das verstehen. Und das geht halt nicht, wenn ich zu weit über dem Boden schwebe. Also es braucht immer und das ist das, was du mit der spirituellen Szene vielleicht meinst. Ich habe das eine Zeit immer auf die Schippe genommen, aber ich weiß auch, es ist halt auch schön, wenn man sich viel in den oberen. Ich bin hier so in der Sonne mal gucken. Gretel Niemeyer: Alles gut. Katharina Lüdeking: Wenn es jemand im Video seht, dann wundert euch nicht, warum ich im unteren Drittel des Bildschirms abhänge. In der spirituellen Szene ist es halt ganz oft so, dass es so schwebig ist und ich habe dann so eine bestimmte Stimme auch dafür, womit ich das so ein bisschen auf die Schippe nehme. Ja, also wir sollen jetzt mal ein paar Räucherstäbchen an und dann machen wir die Energie ein bischen besser, aber es ist halt so. Also Räuchern hilft halt auch wirklich für die Energie. Aber wenn ich… Ich habe mir einfach überlegt, wenn ich das zugänglich machen möchte für viele, dann muss ich auch die Sprache natürlich sprechen von vielen. Und ganz ehrlich, ich rede auch sehr so, wie mir der Mund gewachsen ist und auch, wahrscheinlich deswegen meinte ich von nahbar, weil sich dann andere damit identifizieren können und weil halt mein Lebenslauf auch eher so ist, dass ich auch in der Wirtschaft gearbeitet habe und auch mit bestimmten Themen mich da auseinandergesetzt habe. Und das gerade vereinen möchte einfach mit der Spiritualität, weil wir sind, vielleicht kennst du den Satz auch: Wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen, sagt man. Und wenn. Wenn wir davon ausgehen oder ich davon ausgehe, dass alles Energie ist und wir davon ausgehen, da bin ich nicht die Einzige. Dann ist es halt auch so, dass wir hier bestimmte Erfahrungen machen. Da gehört so was Weltliches wir: Ich mache eine Webseite und ich plane meine Zahlen und so was halt auch dazu, sonst nehme ich nicht alles mit und das ist halt auch Menschsein gehört halt auch dazu, dass man sich unangenehmen Gefühlen stellt, eben nicht nur hier oben ist. Und ich könnte jetzt den ganzen Tag ausschließlich meditieren, aber das ist halt ohne viel Bezug dann zu für mich zum Alltag. Gretel Niemeyer: Ich habe zwei Fragen. Die Zeit läuft nämlich. Katharina Lüdeking: Ich kann mich schwer kurz fassen. Katharina Lüdeking: Eine Frage: Für dich spielt Kakao auch eine wahnsinnig große Rolle. Und damit meinen wir jetzt nicht Kaba fit oder so. Oder wie das Zeug heißt. Ich weiß es gar nicht genau. Oder fix irgendwas Schokopulver, sondern so richtigen, so richtigen Kakao. Was hat es damit auf sich? Warum sollte man mehr Kakao trinken? Gretel Niemeyer: Ach, trinkt Kakao Leute. Also zeremonieller Kakao ist es dann, den wir jetzt beide auch meinen Rohkakao. Und bei Rohkakaos ist halt so, der hat super viele Mineralstoffe. Also es ist zum einen super gesund und warum ich den aber auch als ich benutze in den Coachings auch oder auch manchmal bei schamanischen Behandlungen. Wir haben glaube ich noch keinen hier zusammen getrunken. Doch. Katharina Lüdeking: Doch, haben wir. Gretel Niemeyer: Wir haben einen Kakao zusammen getrunken. Wir haben sogar schon zwei Kakaos zusammen getrunken. Katharina Lüdeking: Genau. Aber ich mache es nicht immer, sondern immer dann auch ein bisschen so, wie es sich anfühlt. Und ich gebe aber auch Abende nur, wo es Kakaozeremonien gibt, weil du weil Kakao öffnet das Herz, also den Herzraum oder das Energiezentrum vom Herzen und. Und was auch total schön ist, macht auch super kreativ. Also der hat ganz, ganz viele Benefits und in Zeremonien kann man damit auch super reisen. Sagt man. Also du schließt die Augen und musst gar nicht viel zutun. Du bekommst Bilder oder was auch immer und reist halt mit der mit der Pflanze. Und deswegen ist es auch das, was wir im Schamanismus sagen, dass halt alles eine Energie hat und alles auch irgendwie ein Geschenk ist und seine eigenen Fähigkeiten mitbringt und Kakao bringt halt die Fähigkeit mit auf jeden Fall, dass das Herz sehr, sehr stark öffnet, auch sehr aphrodisierend wirkt. Also kommt noch dazu. Aber ja, es regt an, auf jeden Fall. Ich liebe Kakao sehr. Ich trink fast jeden Tag. Katharina Lüdeking: Absolut. Gretel Niemeyer: Dann die letzte Frage. Die kommt immer. Wie kann man mit dir arbeiten, Katharina? Geht ja sowohl online als auch offline bei dir vor Ort in Berlin. Aber was gibt es da genau? Wie kann man eine vielleicht erste Erfahrung mit einer schamanischen Zusammenarbeit mit dir machen? Gretel Niemeyer: Okay. Also genau beim Coaching arbeite ich so, dass ich immer beides kombiniere. Also ich arbeite nie ohne Auch schamanische Sitzungen in den Paketen, weil wir einfach tiefer kommen, hatte ich von erzählt. Dann kommst du immer bis zur Wurzel, zur Energie und wir können immer online und offline arbeiten. Und ihr könnt mich am besten im Moment noch über Instagram erreichen, über Kat and the Whistleblowers oder einfach Katharina Lüdeking eingeben, dann seht ihr mich auch und auch bald über genau und auch bald über meine Webseite dann. Katharina Lüdeking: Und ja. Gretel Niemeyer: Lohnt sich auf jeden Fall mal vorbeizuschauen. Außerdem teilt Katharina da super viele Perlen. Über Themen wie Portaltage usw. und so fort. Zieht ab und zu mal eine Karte. Und genau wenn ihr mit ihr arbeiten wollt, dann schaut auf jeden Fall vorbei. Kann ich sehr empfehlen. Gut Katharina, wir sind schon am Ende unseres Interviews. Das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Vielen, vielen Dank, dass du da warst. Katharina Lüdeking: Danke Gretel. Es hat mich auch sehr gefreut. War schön. Gretel Niemeyer: Und wenn ihr noch Fragen habt, dann folgt Katharina. Wenn ihr gerade einen guten Moment habt, dann gebt uns ein paar Sterne. Gern auch eine Bewertung. Und ansonsten freuen wir uns auf euch. Bei der nächsten Folge Moin um Neun. Katharina Lüdeking: Tschüss. Foto Gretel: Kareen Kittelmann Fotografie
- 22.11.202214 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Ein Verkaufsgespräch ist KEIN Schnack mit einer Freundin ☕️👯♀️ Denn über Gott und die Welt zu reden, statt über dein Angebot, ist nice, aber eben KEIN Verkaufsgespräch. In dieser Folge MOIN um NEUN verrät Gretel dir deswegen, was ein gutes Erstgespräch ausmacht – und gibt dir ihre Checkliste an die Hand, wie du Sales Calls führst, in denen du tatsächlich auch verkaufst. Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Moin, moin und willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Businessschnack mit Laura und Gretel. Heute bin ich mal ganz alleine hier am Start und entschuldige mich schon im Vorfeld für etwaige Huster. Bin leider noch nicht so ganz fit, was die Stimme angeht. Von daher sieh es mir bitte nach, falls ich zwischendurch einmal husten sollte. Oder zwei oder drei oder fünf mal. Mein heutiges Thema kommt ein bisschen provokativ daher und lautet ein Salesgespräch Ist kein Kaffeeschnack. Denn vielleicht geht es dir wie so einigen meiner Kunden und Kundinnen, dass du Verkaufsgespräche führst und dass die super laufen, dass die sogar länger dauern als das, was ursprünglich eingeplant war. Dass ihr euch super gut verstanden habt und das am Ende aber leider gar kein Verkauf dabei rumkommt, dass gar nicht ganz klar ist, was jetzt als nächstes passiert. Bis wann denn dein Kunde, deine Kundin sich dafür entscheiden kann, mit dir zu arbeiten oder auch nicht. Und wie es jetzt eben weitergeht. Und das war jetzt gerade keine Kunstpause, sondern ich habe das Mikrofon ausgeschaltet, um husten zu können. Anyways, ähm, wie sorgen wir also dafür, dass ein Verkaufsgespräch kein Kaffeeschnack ist und dass du am Ende des Tages tatsächlich in dem Verkaufsgespräch auch was verkaufst. Punkt Nummer eins ist erst einmal, dass ein Verkaufsgespräch auch als solches gekennzeichnet ist, dass also völlig klar ist, es ist ein Kennenlerncall, es ist ein Vorgespräch, ein Erstgespräch. Bei uns heißt es Wellenlänge-Check oder Passigkeits-Check. Dass aber schon klar ist, es geht nicht einfach um einen Austausch. Das ist so ein Wort, das immer ganz gerne genutzt wird. Wollen wir uns mal zu dem und dem Thema austauschen? Nein, bei einem Verkaufsgespräch oder Erstgespräch oder Vorgespräch ist völlig klar, dass beide Seiten abklopfen wollen, ob man miteinander arbeiten möchte, wie man miteinander arbeiten kann usw.. Und nun ist es so, dass ganz klar die Verantwortung für das Selbstgespräch in deinen Händen liegt. Also sowohl die Tatsache, dass die Zeit eingehalten wird, als auch die Tatsache, dass du alle Informationen an dein Gegenüber bringst, dass du Raum und Zeit gibst, um Fragen zu stellen, dass du in einem guten Moment in einem guten Umfeld den Preis nennst. Und auch ganz wichtig, dass du am Ende ein Follow up machst oder zusammenfasst, wie das Gespräch, also wie es weitergeht. Das liegt in deinen Händen. Du bist dafür verantwortlich, dass dein Gegenüber sich gut fühlt und dass das eben ein erfolgreiches Verkaufsgespräch wird. Wie kann das also aussehen? Wie ich schon gesagt habe, wenn ein Verkaufsgespräch 30 Minuten dauern soll oder für 30 Minuten angesetzt ist, dann ist es nicht cool, wenn es am Ende 60 Minuten dauert. Du magst jetzt vielleicht denken, aber wieso? Ist doch cool. Wir haben uns gut verstanden und wir haben, wir sind einfach vom Hundertsten ins Tausendste gekommen usw. und so fort. Aus meiner Sicht ist es aber immer sehr, sehr wichtig, die Zeit unseres Gegenübers zu respektieren und eben auch zu gucken, dass wir auf den Punkt kommen können. Denn gerade wenn uns jemand ja als Expertin bucht, dann wollen wir auch zeigen, dass wir im Zeitrahmen bleiben können und dass wir, ja dass wir eben die Zeit, die wir angesetzt haben, gut nutzen. Das bedeutet, du kannst das Gespräch gut anfangen mit "Wir haben ja jetzt hier 30 Minuten Zeit. In diesen 30 Minuten möchte ich natürlich dir einerseits erzählen, was ich mache, wie ich arbeite usw. und so fort und bin auch super gespannt darauf, zu erfahren, wer du bist, was du machst, was deine aktuellen Herausforderungen sind und was du dir so wünscht bzw. was du auch für Fragen an mich mitbringst." Das bedeutet, in dem Moment hast du schon reframed, worum es in diesem Gespräch geht, wie es ablaufen wird und genau was, was das Ziel des Gesprächs ist. Und dann kannst du gerne die Gesprächs, also dann kannst du auch gerne sagen, wie es ablaufen soll. Und am Anfang ist der obligatorische Smalltalk. Vielleicht, wenn du dich damit wohlfühlst. Es kann aber auch sein, dass du das irgendwie doof findest, dass dein Gegenüber das auch irgendwie doof findet. Dann kann man das auch weglassen. Was ich in jedem Fall aber machen würde, wenn man sich noch nicht gut kennt, ist zu sagen "Pass mal auf, ich fang mal an, ich erzähl dir mal zwei, drei Sachen über mich bzw. über die Art, wie ich arbeite, was ich anbiete. Und dann freue ich mich, danach von dir zu hören, was du machst." Denn so gibst du deinem Gegenüber nochmal den Raum und die Zeit, kurz in sich zu gehen, eigene Worte zu finden und man wird sozusagen nicht gleich so auf den Präsentierteller gehoben und muss gleich mal loslegen. Und dann erzählst du ganz kurz, was du machst. Dann erzählt dein Gegenüber das und dann ist es wichtig, dass du im Salescall weißt, welche Informationen du abklopfen musst, um dann ein gutes Follow up zu machen. Also du möchtest rausfinden, was sind die Herausforderungen, deines Gegenübers? Was hat er oder sie vielleicht in der Vergangenheit schon ausprobiert? Welche Ziele möchte er oder sie erreichen? Was würde ihn oder sie richtig glücklich machen? Was richtig nerven? Du möchtest auch rausfinden, ist Budget vorhanden usw.. Du erzählst dann natürlich auch kurz was über deine Angebote bzw. was ich da auch immer wichtig finde, dass du nicht alles, was du hast, präsentierst und über alles redest, sondern dass du vielleicht auch einfach mal sagst "Pass mal auf, du hast dich doch bestimmt schon bei mir umgeguckt, was ist für dich gerade spannend, was brauchst du? Was, was suchst du, was hättest du gern?" Bei uns ist das tatsächlich auch so, wenn ich Vorgespräche führe, dann frage ich sehr direkt und sehr bald. Möchtest du eher was über unsere Mastermind Smash it erfahren? Möchtest du lieber was über mein eins zu eins Happy Selling wissen? Bist du unschlüssig? Weißt du es nicht? Möchtest du über beide Programme was erfahren? Und dann weiß man eigentlich immer schon ganz gut, in welche Richtung das Gegenüber tendiert. Und dann ist es halt wirklich sehr wichtig, dass du nicht einfach deinen Schuh einmal durchziehst, sondern dass du auf dein Gegenüber eingehst. Gerade wenn wir Videocalls haben oder wenn wir persönliche Gespräche haben, dann sehen wir auch an den Reaktionen unseres Gegenübers, ob wir gerade in die richtige Richtung fahren, ob wir gerade, also ob alles verstanden wird, was wir sagen, ob irgendwie das Gegenüber schon dicht macht und sagt "Nee, das will ich nicht." Oder ob vielleicht totale Begeisterung da ist und wir in dem Bereich dann vielleicht noch mal eine Schippe drauflegen können. Also da guck wirklich, dass es ein ausgewogenes Verhältnis ist und achte bitte auch darauf, dass du nicht zu viel redest. Man sagt ja immer ganz gerne, als guter Verkäufer, gute Verkäuferin hast du zwei Ohren und einen Mund, um doppelt so viel zuzuhören, wie du redest, um dann eben auch die richtigen Fragen stellen zu können. Dann ist es ganz, ganz wichtig, dass der Preis deines Angebots genannt wird, falls der nicht schon auf einer Website steht. Ob der da stehen sollte oder nicht, ist ein anderes Thema. Gucken wir uns heute jetzt nicht an, aber dass du den Preis sozusagen in einem Moment nennst, wo du sagst "Hey, mein Gegenüber hat alle Informationen, die er oder sie braucht, am Produkt selbst, am Angebot selbst. Da gibt es jetzt keine Fragen mehr, da gibt es keine Zweifel. Das hört sich erst mal gut an. Jetzt erzähle ich, was das kostet." Und da gibt es dann unterschiedliche Formulierungen, je nachdem, wie locker, leger oder auch förmlich du das gerne machen möchtest. Du könntest zum Beispiel sagen "So, jetzt haben wir ja eigentlich alles geklärt. Ich habe auch das Gefühl, das Programm, das Angebot ist das Richtige für dich. Jetzt willst du bestimmt noch wissen, was das kostet." Oder du kannst was sagen. Wie? "Über eine wichtige Information haben wir bis jetzt noch nicht geredet. Aber natürlich ist sie auch wichtig für deine Entscheidungsfindung. Und zwar ist das der Preis." Aus meiner Sicht ist das völlig Banane, ehrlich gesagt. Ob wir da so eine Formulierung haben wie "deine Investition in das Programm Laber Rhabarber ist so und so" oder "mein Programm bla bla blubb kostet so und so viel." Das ist aus meiner Sicht eher unwichtig. Was wichtig ist, ist, dass du den Preis selbstbewusst aussprichst. Dass du dich da nicht irgendwie verhaspelst. Dass du nicht plötzlich schneller wirst und das Gespräch einfach nur noch beenden möchtest, sondern dass du tatsächlich so nach 2/3 etwa der Zeit, die ihr für den Termin eingeplant habt, mal zum Thema Preis kommst, den dann noch aussprichst und dann wieder dein Gegenüber auch liest und guckst okay, wie reagiert die Person jetzt? Ist da vielleicht blank? Also reagiert sie oder er gar nicht? Oder schreibt die Person das gerade fleißig mit oder macht sie irgendwie dicke Backen und ist ein bisschen geschockt? Auf all diese Sachen kannst du gut eingehen. Da könntest du dann so was sagen wie ähm, okay, ich sehe gerade, das ist schon mehr als das, was du erwartet hast. Nimm mich mal mit. Was sind deine Gedanken gerade? Oder auch, ähm. Was natürlich auch möglich ist, ist, dass wir über eine Ratenzahlung reden, falls das in einer Einmalzahlung nicht möglich für dich ist, sprich mich gerne drauf an. Oder eben auch generell. So, jetzt hast du alle Informationen zu meinem Angebot. Gib mir mal eine kurze Wasserstandsmeldung, wie sich das für dich anfühlt, was dir durch den Kopf geht. Nimm mich einfach mal mit. Da ist es wirklich wichtig, wie tatsächlich in weiten Teilen des Verkaufsgesprächs, dass du möglichst offene Fragen formulierst, die also nicht mit Ja oder Nein einfach beantwortet werden können und dass du dein Gegenüber mitnimmst, wirklich fragst und wirklich zuhörst, wo jetzt so die Bedenken sind. Denn diese Information ist einerseits wichtig, damit du für dich weißt okay, wo stehe ich mit meinem Angebot? Ist es gut, ist es vom Preis okay usw. und so fort. Und dann aber natürlich auch bei einem der wichtigsten, einer der wichtigsten Komponenten alles richtig machst und das ist das Follow up. Denn wenn ihr mit dem Gespräch so weit durch seid, dann sagst du am Ende "Pass auf, du hast jetzt alle Informationen von mir, das und das und das habe ich dir gegeben. Das und das ist der Preis. Ich verstehe, dass du das und das und das erreichen möchtest. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das Programm dafür das Richtige ist. Ähm, du musst mir jetzt nicht sofort antworten. Was aus meiner Sicht die nächsten Schritte sind, sind folgende. Ich schreib dir noch eine Follow up E Mail und da packe ich die wichtigsten Informationen noch mal rein." Und wenn du dann zum Beispiel gerade ein Gruppenprogramm hast, das du launchst, oder wenn du nur eine bestimmte Anzahl von Plätzen für dein Angebot hast, es also wirklich wichtig ist, wann dein Gegenüber sich für oder gegen dich entscheidet, dann kannst du eben auch noch so was sagen wie "Ich schicke dir die ganzen Informationen zu. Wichtig für mich ist oder wichtig ist, wenn du dann und dann starten möchtest, dann brauche ich von dir ein Feedback bis zum Soundsovielten. Nimm dir die Zeit. Wenn noch Fragen auftauchen, melde dich sehr gerne bei mir zurück, aber nur, dass du es weißt. Für meine Kapazitätsplanung brauche ich eben auch bis zum Soundsovielten eine eine Rückmeldung." Also da darfst du auch ganz klar deine Regeln aufstellen, deine Regeln kommunizieren. Und ich sage es gern immer wieder Klarheit ist auch eine der Sachen, warum Menschen bei dir kaufen Klarheit, Zuverlässigkeit, Expertise. Das heißt, wenn du ganz klar sagst, das Gespräch dauert 30 Minuten, es dauert auch 30 Minuten, das Programm kostet das, und das kostet es dann auch. Und wenn du mit mir starten möchtest, sind das die nächsten Schritte. Und das sind sie dann tatsächlich auch. Und es kommt auch die Follow up E Mail. Dann hast du da schon riesig was getan, um sozusagen das Vertrauen in dich, deine Struktur, deine Fähigkeiten, deine Expertise zu unterstreichen. Also ich hoffe, ich habe mit diesem kurzen, mit dieser kurzen Folge noch mal wirklich gezeigt, warum ich finde, dass ein Vorgespräch, ein Salescall kein Kaffeeschnack sein sollte. Du möchtest schließlich was verkaufen und keine neuen Freunde aufbauen. Und ich hoffe, dass ich dir ein paar Tipps und Tricks und Formulierungen an die Hand geben konnte, wie du demnächst gute Salescalls führen kannst. Wenn du möchtest, besuche mich gern auf meinem Instagram Profil Gretel Niemeyer. Dort findest du unter anderem auch eine Checkliste für richtig gutes Sales Calls und andere Tipps und Tricks rund ums Thema Verkaufen. Und natürlich freuen wir uns auch. Und mit wir meine ich Laura und mich. Wenn du uns ein paar Sternchen für diese Folge gibst und gerne auch ein Kommentar schreibst. In diesem Sinne bis zur nächsten Folge Moin um Neun. Mach es hübsch und allzeit happy Selling. Foto: Kareen Kittelmann Fotografie
- 17.11.202229 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Auf der Zielgeraden des Launches geht Dir die Puste aus – und Du schaffst es nicht, Deine hoch gesteckten Ziele zu erreichen? 🙁 Du beginnst aufgrund von nicht gut laufenden Launches an Dir und Deinen Produkten zu zweifeln? 😔 Du bist Dir ganz sicher: erst wenn Du erfolgreich gelauncht hast, kannst Du Dir Support an Deine Seite holen – bis dahin muss es halt auch alleine gehen? 🙁 In diesem ehrlichen Interview verrät uns Olivia Hettler, Launch Expertin und Business Strategin die 👉 3 größten Fehler beim Launchen und gibt uns den einen ultimativen Tipp, wie wir es besser machen können! Hör’ unbedingt in die Folge rein 🎧 und teile Deine Launch-Erfahrungen mit uns! Hier findest Du den Kontakt zu Olivia, die sich sehr auf eine Nachricht von Dir freut: https://www.instagram.com/frag.olivia/ 💜 Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo! Moin, Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Businessschnack mit Gretel und Laura. Und wenn ihr uns gerade seht, dann seht ihr es schon. Aber wenn ihr uns nur hört als Podcast, dann wisst ihr es jetzt. Heute ist Interviewzeit und ich freue mich sehr, die wundervolle Olivia Hettler hier heute als Gästin begrüßen zu dürfen. Hallo Olivia. Olivia Hettler: Hallo, liebe Laura. Laura Roschewitz: Wie schön. Es ist also wieder ein Donnerstag und ich habe die Ehre, heute ein Gespräch zu führen. Ich habe es gerade in der letzten oder vorletzten Interviewfolge gesagt, dass es so spannend ist, weil wir so unterschiedliche Interviewgäste und Gästinnen hier haben. Von Blinddate im Podcast noch nie gesehen. Noch nie gehört. Erstes Gespräch live in dem Podcast. So war es mit Martina Moreillon. Bis zu so was wie heute und heute freue ich mich besonders, weil Olivia und ich uns schon ziemlich gut kennen und auch schon länger gerade was so Zeiten im Onlinebusiness angeht und auch schon intensiv miteinander gearbeitet haben. Und ich versuche euch mal kurz Olivia vorzustellen, solltet ihr sie noch nicht kennen, was ich dann in den nächsten Minuten auf jeden Fall ändern wird. Olivia ist für mich die absolute Launchexpertin, das heißt, Olivia kennt alle Kniffe und Tricks und weiß, was man tun muss und was man aber auch unbedingt lassen sollte, um erfolgreich zu launchen. Emailmarketing, Fakebook Ads, alles, was so dazugehört zu so einem Launch in der Onlinewelt. Das ist das, was Olivia sich sozusagen auf die Fahne geschrieben hat. Und dazu bist du für mich auch die Business analysierende Person, also die Frau, die irgendwie die Zahlen deuten kann und lesen kann und sagen kann, was man gut und was nicht so, also steuert sozusagen auch in Launches, aber ja auch so ganz allgemein im Onlinebusiness. So würde ich dich einmal beschreiben. Ich werfe dir mal den Ball rüber und bin gespannt, wie du dich vorstellst, wie du dich siehst. Da gibt es ja manchmal eine kleine Diskrepanz. Olivia Hettler: Also erst mal danke, dass ich da sein darf. Ich freue mich total, dass wir heute miteinander sprechen und ich weiß gar nicht, was ich noch hinzufügen soll. So toll hätte ich das niemals beschreiben können. Danke für die Blumen. Ja, ich hätte es ganz kurz und knapp gesagt. Ich bezeichne mich als Launchstrategien und helfe einfach meinen Kundinnen dabei, erfolgreich und entspannt zu launchen. Und klar zu einem Launch gehören immer Zahlen. Also ohne Zahlenfundament geht kein Launchen. Deswegen ja. Also Business analysieren, Zahlen anschauen, Fokus auf die Zahlen, realistische Zahlen. Ja, das ist auch mein Ding. Laura Roschewitz: Du hast ebenso gesagt. Am Ende deiner Vorstellung sozusagen. Ja, erfolgreich zu launchen, aber auch entspannt auf eine Art. Das ist so ein Punkt, wo ich mir vorstellen könnte, wo vielleicht einige, die uns zuhören, große Ohren bekommen haben. Und deswegen spoiler ich das jetzt mal kurz an, dass wir uns das gleich angucken, weil davor möchte ich noch mal einen kleinen Meter zurückrudern, weil ich ja auch weiß, dass uns einige Menschen zuhören, die vielleicht noch in der Gründung sind oder Menschen, die bisher eine analoge Arbeit haben, also vor Ort als Heilpraktikerin in einer Praxis oder als Yogalehrerin in einem Studio oder als Fotografin in einem eigenen Studio arbeiten und vielleicht gar nicht so ganz genau wissen. Und das ist jetzt der Moment, wo wir euch sozusagen aufklären, was eigentlich so ein Launch, den ja jetzt so viele irgendwie im Munde haben, immer als Wort. Was das eigentlich genau ist? Was ist denn ein Launch für dich? Olivia Hettler: Ja, das Launchen, wie du sagst, ist in aller Munde. Jeder launcht, egal ob jetzt vielleicht die Make up Firma, die ihre Pinsel auf den Markt bringt, oder der Onlinekurs, der gelauncht wird, oder die eigene Klamottenkollektion, es wird rundum überall gelauncht und einerseits ist es so hat es ein bisschen was Geheimnisvolles, was ist den dieser Launch. Und eigentlich ist es ganz simpel. Es ist einfach nur das auf den Markt bringen eines Produktes. Also um das wirklich runter auf die Basics. Ja, wir bringen ein Produkt auf den Markt, entweder ein neues oder ein überarbeitetes oder eben bei den klassischen Kurs Launches, also wir bringen einfach zweimal im Jahr den Kurs auf den Markt, mehr ist es nicht. Laura Roschewitz: Jetzt habe ich ein ganz bisschen Glitzer von dem Einhorn, was da so durch die Welt galoppiert, runter genommen. Aber wir haben ja auch die Erfahrung schon gemacht, dass es häufig auch hilft, das so ein bisschen zu Demystifizieren, dass es gar nicht so was Krasses ist. So boah, launchen würde ich auch gerne mal in meinem Leben, aber kann ich bestimmt gar nicht. Das können bestimmt nur krasse Menschen. Oder vielleicht zu sagen, so down to earth ist das erst mal sozusagen unter Anführungsstrichen "Nur" das in den Markt bringen von einem Produkt, von einer Dienstleistung, wo wir natürlich schon jetzt auch mal hingucken wollen, warum das eben doch auf eine Art auch ein Hexenwerk ist und was daran so Stellschrauben sind, die besonders wichtig sind. Du machst das ja schon wahnsinnig lange. Diese Online Bubble ist ja in den letzten Jahren nicht zuletzt durch die Pandemie und durch sehr, sehr viel Onlinearbeit so, ich würde schon sagen explodiert oder auf jeden Fall größer geworden. Wie lange machst du das schon? Und wie würdest du vielleicht so die letzten Jahre aus deiner Perspektive beschreiben, was da so passiert ist am Markt? Olivia Hettler: Mein erster Launch, das ist, glaube ich, viereinhalb Jahre her. Wurde damals auch noch gar nicht so Launch genannt. Man hat wirklich in dem Moment einfach seinen Onlinekurs angeboten. Da war noch nicht so viel Glitter außen rum und so viel Bohei. Sagen wir es mal so. Also erst viereinhalb Jahre her. Hat sich natürlich durch die Pandemie, durch die zweieinhalb Jahre Corona Pandemie einfach wahnsinnig beschleunigt. Also ganz viele natürlich auch aus Mangel an Alternativen, haben beschlossen, sie möchten ihre offline oder ihre analoge Dienstleistung eben auch im Internet anbieten, um mehr Menschen zu erreichen, um überhaupt jemanden zu erreichen während der Pandemie Zeit. Und da ist natürlich dieses Launchen nochmal wahnsinnig gewachsen. Es war dann ja wirklich so jeder launcht und aber das möchte ich auch noch mal sagen. Also wenn du schon jemals ein Angebot gemacht hast, dann hast du letztlich oder ein Angebot geschrieben oder ein Angebot auf der Webseite veröffentlicht oder oder oder. Dann hast du schon was gelauncht, also dieses Ah, ich möchte auch mal launchen. Wahrscheinlich hast du schon mal und wusstest es nicht. Also das finde ich eben auch ganz schön da eben auch nochmal so ein bisschen von dieser von diesem Wunderding launchen wegzunehmen. Also es ist einfach ein bisschen normaler zu machen. Du hast ein Angebot gebracht, du hast einen Kurs auf die Welt gebracht, sozusagen. Hey, du hast gelauncht. Ja. Laura Roschewitz: Okay, vielleicht macht es bei der einen oder anderen zuhörenden Person so pling pling, pling. Vielleicht hat Olivia hier schon den Tag gerettet von der einen oder anderen Person, weil auf einmal eine Person, die gesagt hat "Ach Mensch, ja, ich habe damals zwar irgendwie diesen Kurs an fünf Leute verkauft, aber ich habe ja noch nie gelauncht." Zack, haben wir vielleicht den Blick darauf verändert. Und das ist ja auch häufig etwas was, wofür wir auch mal so einen externen Blick brauchen, finde ich, dass jemand anders uns mal den Spiegel vorhält und sagt: Ja, die kochen auch alle nur mit Wasser. Das finde ich gerade bei dieser Online Bubble irgendwie auch ehrlich gesagt total wichtig, dass wir wieder verstehen, was da als fancy neue Launchstrategien und sonst was auch ja häufig so kommuniziert wird. Da sind bestimmt auch tolle Aspekte dran. Aber im Kern geht es halt immer noch um dieselbe Sache, um die es auch schon lange geht, nämlich ein Produkt an die Frau oder an den Mann zu bringen. Laura Roschewitz: Jetzt will ich aber den Spoiler von vorhin sozusagen noch mal aufgreifen. Jetzt haben wir ja erst mal so ein bisschen geklärt, was ein Launch überhaupt ist und was es vielleicht auch nicht ist. Und dann hast du ja vorhin gesagt: Ja, entspannt launchen, also auf eine Art entspannt und du hast das auch schon so ein bisschen mit angezogener Handbremse gesagt. Was führt dich dahin, dass das ein wichtiger Punkt ist, entspannt zu launchen? Olivia Hettler: Also jeder der jetzt schon mal gelauncht hat, wird vermute mal das bestätigen können. Aber auch jemand, der vielleicht schon mal mitbekommen hat, dass ein Business Buddy oder Geschäftspartner, Freundin das jemand launcht. Es ist meistens mit, würde ich sagen recht viel Stress verbunden. Es ist wahnsinnig viel zu tun. Man hat meistens hohe Erwartungen. Man setzt häufig viel auf 1 bis 2 Karten im Jahr. Wenn also dieses klassische einmal im Frühjahr und einmal im Herbst gelauncht wird. Und meistens, das ist eben so meine Beobachtung einerseits von außen, aber andererseits auch von Kundinnen, die dann zu mir kommen. Eigentlich sind die in dem Moment, wo man das Produkt dann kaufen kann, fix und fertig. Also alle Energie in die ganze Vorbereitung geflossen und dann sollen sie eigentlich die Energie noch hochhalten, um gut zu verkaufen, um ja, um da zu sein während dieser sogenannten Card Open oder Open Card Phase, wo man kaufen kann. Und danach soll ja der Kurs starten, den sie auch noch betreuen müssen. Und eigentlich, also eigentlich sind dann die Energiespeicher leer, da geht normal nichts mehr. Das krasseste, was ich mal gelesen habe: Jetzt habe ich Challenge Woche eine Art zu launchen. Ich sperr mich in meinem Zimmer ein, mein Mann kocht und reicht mir nur das Essen rein und das fand ich dann schön, wenn es den Mann gibt und er das macht. Haben auch nicht alle. Aber einfach dieses Ich kann nichts machen, ich kann nicht mal jetzt einkaufen oder mir was zum Essen machen. Ich bin vollkommen diese Woche da in diesem Launch mit drin. Das meine ich mit, also, das ist nicht entspannt Launchen. Laura Roschewitz: Ja, ich kann das ja auch sozusagen aus eigener Geschichte erzählen, dass ich viele verschiedene Launches selber durchgeführt habe und auch mit dir an meiner Seite zum Glück irgendwann verbessern durfte. Und ich finde, dass Launchen ganz schnell so etwas Existenzielles hat für das Business, also dass man sehr viel, was eben auch gesagt, viel auf 1 bis 2 Karten setzen und dass die Erwartungen sehr, sehr hoch sind an diesen Launch. Und ich habe nicht selten an mir selber beobachtet und auch bei anderen, dass man dadurch wirklich verkrampft wird und auch so ein Gefühl von "Ich muss jetzt verkaufen" entsteht. Was natürlich Kundinnen und Kunden auch spüren und wo wir dann vielleicht wirklich in so einen Kreislauf kommen, der nicht so positiv vonstattengeht. Olivia Hettler: Absolut. Also wenn dann wirklich dieser Druck zu groß wird und wirklich dieses "Ich muss jetzt verkaufen, ich muss jetzt verkaufen." Also meine Erfahrung ist, dann wird eigentlich häufig mal, ich sage jetzt mal nichts verkauft oder zumindest eben die Ziele auf keinen Fall erreicht wenn da so ein riesengroßer Druck. Meistens macht man sich ja selbst. Es ist ja noch nicht mal von außen. Du musst jetzt das und das und wirklich dieses okay, um jetzt meinen Umsatz fürs zweite Halbjahr zu generieren, brauche ich jetzt so und so viele Käufe und ich muss. Und das ist, da hast du völlig recht, das ist einerseits ein Riesendruck und meistens geht es irgendwo nach hinten los. Laura Roschewitz: Was ist denn? Was ist denn eine? Gibt es eine Alternative zum Launch? Ich kann mir vorstellen, dass jetzt viele fragen. Ja, okay, stimmt schon. 1 bis 2 Mal im Jahr. Dann ist da viel Druck. Was ist denn sozusagen aus deiner Erfahrung heraus ein Weg, diesem Druck zu begegnen? Ist es, dass man nicht mehr ein bis zweimal im Jahr launcht? Oder sind es andere Dinge, andere Stellschrauben, die man daran stellen und schrauben sollte? Olivia Hettler: Also es gibt natürlich die Möglichkeit zu sagen, ich launche nicht mehr, mein Produkt ist das ganze Jahr verfügbar. Man kann es einfach immer buchen, immer kaufen. Passt für das eine oder andere Business auf jeden Fall. Also häufig ist es dann vielleicht eher eine eins zu eins Zusammenarbeit, wo einfach regelmäßig oder. Ja oder Sachen wie Masterminds, wo man einfach immer wieder einsteigen kann das ganze Jahr über, wo es vielleicht als Besonderheit einmal im Jahr dann so ein Livedurchgang gibt. Das kenne ich auch immer mal wieder. Ist natürlich eine Alternative, aber wenn wir ehrlich sind auch da, also da sind wir halt dann das ganze Jahr über ich nenne es jetzt mal am Kunden suchen. Also da bist du eigentlich immer in dieser Maschine drin. Also ich bin mir nicht sicher, ich glaube, so ein bisschen Typsache und ich finde es auch ganz wichtig, dass man ehrlich zu sich selbst ist. Möchtest du das zweimal im Jahr? Es kann natürlich auch dreimal im Jahr sein, oder wenn man zwei Produkte hat. Also aber möchte ich das auf eine Karte setzen und habe das geballt zu einem Zeitpunkt? Oder bin ich eher der Typ, der sagt: Hey, ich möchte es so das ganze Jahr durchlaufen lassen. Also ist Typ Sachen sollte jeder für sich entscheiden, was ihm besser, was ihm besser liegt. Laura Roschewitz: Aber wir können ja dadurch sozusagen dem Launchen eigentlich nicht entkommen, sozusagen also auf eine gewisse Art und Weise. Haben ja vorhin gesagt, Launchen ist ein Programm, ein Produkt, einen Kurs in die Welt bringen und darum kommen wir nicht herum, denn das ist nunmal Kern unserer Selbstständigkeit oder unseres Unternehmens, dass wir das an den Mann oder an die Frau bringen und damit Umsätze und Verkäufe machen, was wir hier auch und das hast du wahrscheinlich in deiner Selbständigkeit auch schon oft erlebt, woran ja dann auch wirklich Selbstständigkeiten scheitern, dass eben genau dieser Punkt die Produkte, da gibt es ja aus meiner Erfahrung nach ganz tolle Menschen mit ganz tollen Produkten, aber dieser Punkt dann wirklich in den Markt zu kommen und die Umsätze zu machen, von denen wir auch leben können, dass da dann doch auch einige dran scheitern. Olivia Hettler: Ja, auf jeden Fall. Und zwar egal, ob Sie sagen, ich stell das Angebot nur auf die Website, auch dann müssten ja Leute es finden. Also da ist natürlich Aktion dahinter. Oder eben zu sagen, ich mache ein Launch. Aber ja, wie du sagst, also manche, da verschwinden natürlich dann auch Angebote wieder, teilweise leider, weil es großartige Angebote sind, aber weil dieser Schritt nicht gemacht wird, das Produkt wirklich auf den Markt zu bringen. Es ist zwar irgendwo, aber kann halt leider keiner finden. Laura Roschewitz: Nun hast du ja schon. Hast du eine Idee, wie viele Launches du schon begleitet hast? Das ist eine kalte Frage, sozusagen. Aber hast du einen Überblick? Kannst du noch mal mitlaufen lassen? Ich stell die erste andere Frage. Vielleicht kommt dir ja ja irgendeine Idee. Also das finde ich sehr, sehr spannend, weil ich kann nur von mir selber sagen, wir haben schon einige zusammen erlebt, sozusagen. Und wenn ich das immer so hochrechne und ich weiß ja, dass du viele Kundinnen hast, dann hast du wahrscheinlich wirklich schon viele Launches begleitet, wahrscheinlich mal näher und mal ein bisschen mehr aus der Distanz. Aber ich glaube, es ist immer sehr, sehr toll für unsere Zuhörenden, wenn wir so was wie die meist gemachten Fehler oder die größten Fallen oder so die Fallstricke, die du schon oft beobachten konntest. Vielleicht hast du drei Punkte, die wir mal so ein bisschen herausarbeiten können. Die, wo du Menschen sozusagen sagen kannst, das sind Dinge, die habe ich schon oft erlebt. Den Fehler haben schon viele gemacht, den müsst ihr nicht machen. Ihr könnt ja die Abkürzung nehmen. Olivia Hettler: Total gerne. Also wenn es helfen kann, das freut mich sehr. Also ich glaube so der erste große Fehler, der mir echt oft begegnet, also das sind dann so Mails die ich kriege, "Du, Olivia, ich würde gern in vier Wochen launchen". Also es geht um die Zeitplanung oder einfach um die zeitliche Planung des Launches und da wird häufig meiner Meinung nach zu knapp kalkuliert irgendwie. Oder vielleicht ist es manchmal auch so diese boah, ich würde gern noch. Das ist auch okay, natürlich, aber das hat dann ein bisschen andere Vorzeichen, finde ich. Aber wenn es so wirklich dieser große Launch meistens ja im Herbst und im Frühjahr ist, dann würde ich schon irgendwas zwischen zwölf und 16 Wochen vorher. Also ich würde am Anfang des Jahres diese zwei Termine planen und ich würde mir dann wirklich einen Zeitraum von 12 bis 16 Wochen vorher das auch einplanen. Also mit Vorlauf, das glaubt man nicht. Also das ist und diese Zeit vergeht trotzdem immer super schnell. Und in der Woche vor der Launch Aktion, egal ob es jetzt ein Webinar oder eine Challenge oder was ist, ist dann trotzdem Oh, das brauchen wir noch und jenes brauchen wir noch. Also wirklich genug Zeit einplanen als Vorlauf also erst einmal drei Monate mal. Vielleicht auch vier, wenn man einfach auch noch vielleicht auf Anzeigen setzt. Laura Roschewitz: Okay, das müssen wir erst mal kurz verdauen. So 3 bis 4 Monate. Ladies and Gentlemen braucht ein guter Launch. Und wie gesagt, das ist ein Erfahrungswert. Wir sprechen hier vom Durchschnitt. Und es gibt bestimmt auch mal rechts und links eine Ausnahme. Davon sprechen wir gar nicht. Aber es ist wirklich die Erfahrung, die es zeigt. Und ich kann das nur bestätigen. Ich habe schon oft gesagt Oh, ist jetzt 1. November, zum 6. Dezember würde ich gerne irgendwas launchen. Und dann habe ich mit Olivia gesprochen und gesehen, dass das nicht so eine gute Idee und uns war. Ist es immer noch so, wenn man sich zwölf Wochen Zeit nimmt, dass am Ende die Zeit knapp wird und es stressig wird und es irgendwie herausfordernd ist. Aber es hat eben eine viel höhere Erfolgsperspektive. Und das, finde ich, ist so der ganz springende Punkt. Also erst mal Zeit. Was würdest du sagen, ist der zweite Punkt. Olivia Hettler: Ich würde gerne noch was ergänzen, weil ich glaube einfach auch diese, sagen wir mal zwölf Wochen, 14 Wochen, 16 Wochen. Die bringen eben auch ein bisschen diese Entspannung mit rein, weil natürlich fahre ich nicht vier Wochen vorher mit der gleichen Taktung, also mit dem gleichen Aufwand, mit der gleichen, ja letztlich auch mit dem gleichen Adrenalin wie in dem Moment, wo die Mail rausgeht. Ihr könnt jetzt kaufen, ihr könnt jetzt buchen. Also ich finde auch, dass über diese längere Zeitraum führt wirklich zu etwas mehr Entspannung einfach reinzubringen. Das wollte ich gerne noch ergänzen. Der zweite Punkt. Hat auch mit Planung zu tun. Da geht es mir so ein bisschen um unrealistische Ziele. Also das ist, da kann natürlich die Zeitplanung gleich wieder mit drin sein, also einfach zu sagen joa, genau, wir haben den 2. November, in drei Wochen geht es los. Aber dann eben auch unrealistische Ziele im Sinne von "Ja, das letzte Mal habe ich zwei Kurse verkauft. Meine Liste ist nicht gewachsen, Social Media auch nicht. Jetzt möchte ich 30 Kurse verkaufen", also dass da einfach das nicht so ganz zusammenpasst. Was war, was hat sich verändert, was will ich jetzt erreichen? Auch hier, du hast es gerade vorhin schon gesagt, es gibt die Ausnahmen, aber meistens sind wir nicht die Ausnahme, sondern doch die Regel. Also dass da wirklich genau geguckt wird, was. Wie war der letzte Launch? Wie waren da meine Zahlen? Wie viele Leute waren dabei? Weil dann kann man ja auch berechnen, wie viel brauche ich denn jetzt, um eben dieses Mehr an Umsatz und Mehr an Verkäufen zu erreichen? Und dann weiß ich auch wieder, warum ich 12 bis 16 Woche brauche, weil dann habe ich wieder ein bisschen Zeit, das Ganze anzuschieben. Laura Roschewitz: Absolut. Also zweiter Punkt Realistische Ziele setzen. Also Gretel und ich sagen ja auch immer, wir lieben es, ambitionierte Ziele zu setzen, die aber schon die Füße noch auf dem Boden haben. Also dass es wirklich irgendwie machbar ist, dass es konkret ist, dass es messbar ist, aber eben auch an dem eigenen Business gemessen, dass man wirklich guckt, wie ist meine Liste, wie viele Menschen sind in meinem E Mail Verteiler, Wie viele Menschen folgen mir auf Social Media? Und nicht zu gucken Ah, ich folge jemanden und die hat gerade einen sechsstelligen Launch hingelegt. Und die hat aber vielleicht zehn Mal so viele Follower. Oder 20 mal so viele oder hundertmal so viele. Und ich vergleiche mich damit. Das finden wir auch immer. Da schwingen wir auch immer so die Fahne mit. Obacht, mit wem wir uns da vergleichen. Und man sollte schon auf seine eigenen Ressourcen gucken beim Launchen. Olivia Hettler: Absolut. Laura Roschewitz: Dritter Punkt: Was würdest du sagen, ist noch so ein Klassiker. Der vielleicht, den du beobachtest und wo du sagst: Ja, das ist für viele ein Stolperstein. Olivia Hettler: Also ich glaube wirklich, das ist dieses alles alleine schaffen wollen. Das kommt auch häufig aus dem Vergleich, man bekommt eben irgendwo mit, da hat jemand großen Erfolg beim Launch gehabt. Also man sieht nach außen den Erfolg, sieht aber überhaupt nicht, wer und was da im Hintergrund gearbeitet hat. Und dann wirklich so dieses "Ah, jetzt brauche ich noch Anzeigen, okay, jetzt schalte ich Anzeigen selbst, jetzt mache ich meine Automation. Vielleicht sollte ich noch das Newsletter Tool wechseln." Also ganz großer Klassiker. Kurz vor dem Launch mach ich auch noch selbst. Dann schreibe ich meine ganzen Emails, meine Salespage, meine Landingpage, vielleicht fürs Webinar, da muss ich das Webinar vorbereiten. Den Kursbereich richte ich auch noch selber ein. Also ich kriege da schon Beklemmung, wenn ich das irgendwie nur so in der Fülle, in der Breite höre. Aber das ist wirklich für mich, ja neben den anderen der drittgrößte Fehler zu meinen, das alles allein schaffen zu müssen oder auch zu schaffen. Und vielleicht auch gerade, wenn es der erste Launch ist. Das alles im ersten Moment haben zu müssen. Laura Roschewitz: Ja, was ich, was ich mir da auch gut vorstellen kann. Wenn ich dir so zuhöre, gerade bei diesem alles alleine machen. Ich kenne auch tatsächlich sehr viele Frauen, die das so wollen, die etwas sehr autonom sind, die sich dann auch irgendwie aus einer Autonomie, aus dem Autonomiewunsch heraus selbstständig gemacht haben und niemanden über sich haben wollen. Ich kann das schon, auch so eine Macherin sind und ich sag dann immer so ein bisschen frech ja, dann wird aus der Heilpraktikerin aber auch die Webdesignerin. Also auf einmal fangen wir dann irgendwie an im Launch zu denken, sie müssten alles selber machen. Das ist ja ein bisschen so, wie sich ein Auto kaufen und wenn es was hat zu sagen, ich wechsle die Reifen selber, ich mache den Ölwechsel selber und ich mache die Reparaturen auch noch selber, ich gucke mir ein YouTube Tutorial an und mach die Reparatur selber, wo die wenigsten von uns drauf kommen würden. Aber beim Launchen oder im Onlinebusiness irgendwie doch viele. Ich kenn einfach sehr viele, die eigentlich mit Technik nix am Hut haben und trotzdem irgendwie so einen leichten Größenwahn dann haben und denken, sie machen das alles selber. Und ich schließe mich mit ein. Ich habe diese Fehler auch alle einmal gemacht. Ich kann aber heute auch nach drei Jahren online Business drauf blicken und sagen das hat sehr viel Kraft gekostet und will ich es anders machen, kann ich nicht mehr. Aber jetzt mache ich es anders und das ist sehr, sehr, sehr viel ressourcenschonender. Und trotzdem ist noch genug zu tun. Man muss auch keine Angst haben, dass man deswegen irgendwie zu wenig zu tun hat. Olivia Hettler: Nein, das ist wirklich so kurz vor knapp ist es immer noch genug zu tun, auch wenn ich zum Beispiel in der Zusammenarbeit einiges übernehme. Und ja, dass also dieses die Vielfalt des Onlinebusiness, ich finde, das hat ja was Schönes. Aber wie du sagst, dann wird die Heilpraktikerin zur Webdesignerin, zur Ads Expertin und. Ja, es ist großartig, was wir alles lernen können. Das finde ich, das muss man schon mal dazusagen. Aber es ist nicht unbedingt immer. Es bringt nicht das beste Ergebnis. Laura Roschewitz: Und ich finde, da ist mal wieder ganz wichtig, da habe ich ja auch schon ein paar Mal drüber gesprochen, dass man so seine eigenen Bedürfnisse auch wahrnimmt und, dass man auch an sein eigenes Business vertraut. Also wenn du eine gute Heilpraktikerin bist, dann bist du primär eine gute Heilpraktikerin und solltest damit den Menschen helfen und nicht Tage, Wochen und Monate in eine Landingpage investieren. Weil dann wärst du ja eine gute Webdesignerin. Und es gibt ja Menschen, die jeden Tag Websites bauen und deren Herz dabei aufgeht und die eben nicht die Blutegel Therapie machen, sondern die halt Webdesign machen. Und deswegen finde ich das immer nochmal so ganz ermutigend, da auch wirklich zu sagen. Und da kommen wir vielleicht schon abschließend zu unserem Tipp. Wir haben noch heute einen Tipp mitgebracht, sozusagen einen Impuls, den wir euch mitgeben wollen von zweien, die das Launchen kennen aus unterschiedlichen Perspektiven, Olivia du jetzt wirklich als Betreuende, als Begleitende, die auch schon sehr viele, ich sag mal blutige Nasen gesehen hat. Bei Menschen, die vielleicht, dass das erste Mal, das zweite Mal, das dritte Mal mit dem Kopf durch die Wand wollten, sehr spät, wenn überhaupt, sich Hilfe geholt haben und ich von der Person, die das selber lange war und heute auch sagt heute launche ich nicht mehr alleine gar nichts, auch nichts, wo ich denke, dass es total klein ist. Heute habe ich Gott sei Dank immer Unterstützung an meiner Seite. Was würdest du sagen, wenn wir diesen Tipp, wenn wir aus den Fehlern mal in so ein Wunsch an die Zuhörenden kommen? Also für mich ist es wirklich so, dieses Vertraue in dein Kernbusiness. Und falle nicht in diese Wenn-Dann-Falle. Wir haben über diese Wenn-Dann-Falle hier schon paar mal gesprochen, aber noch nicht im Kontext mit Launchen. Kannst du das mal zusammenbringen? Wenn-Dann-Falle Launchen. Was passiert da? Olivia Hettler: Ja, das bekomme ich auch immer wieder mit. Wenn ich dann, sagen wir mal, zum Beispiel fünfstellig gelauncht habe, dann habe ich genug Budget, um mir eben vielleicht jetzt Hilfe zu holen. Und ich würde das eigentlich umdrehen, zu sagen, natürlich ist es ein, man muss Vertrauen haben, Vertrauen ins eigene Business, in die Kernkompetenz. Aber es ist eigentlich viel sinnvoller zu sagen: Ich investiere jetzt und mach damit mehr Umsatz. Also normalerweise, wenn ich nicht alles allein machen kann, wenn ich mich auf meine Kernkompetenzen auch in einem Launch konzentrieren kann, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich eben mehr Umsatz generieren kann, weil ich Hilfe habe in den Bereichen, wo ich eben nicht so gut bin und was auch einfach nicht mein Ding ist, teilweise viel, viel größer. Also so würde ich es zusammenfügen. Laura Roschewitz: Und was ich noch wichtig finde, ist, dass wir häufig so in diese Falle tappen, dass wir denken ja, wenn ich mir jetzt jemand zur Seite nehme, dann muss ich ja investieren. Wenn ich es selber mache, ist es umsonst. Und das ist ja auch nicht so ganz wahr, weil unsere eigene Arbeitszeit sollten wir uns ja auch bezahlen, weil wir sind ja sozusagen keine Hobbymenschen, sondern wir machen das ja als Unternehmerin, als Selbstständige. Und wenn wir da mal ehrlich mit uns sind und unsere Zeit tracken und uns einen halbwegs passablen Stundenlohn oberhalb des gesetzlichen Minimums auszahlen würden, dann würden wir wahrscheinlich und so ging es uns allen auch schon mal auch feststellen Uiuiui, das ist gar nicht so, entweder investieren oder es ist gar nicht dieses entweder oder, sondern es ist ein: Ich investiere immer. Entweder nehme ich sozusagen ein bisschen Geld in die Hand und gebe das jemandem, der das für mich macht oder ich nehme meine eigene Zeit. Aber ich kann ja in der Zeit auch nicht als Heilpraktikerin arbeiten oder als Yogalehrerin. Olivia Hettler: Absolut. Der Teil, muss ich gestehen, habe ich am Anfang meiner Selbstständigkeit vor knapp sechseinhalb Jahren auch eine ganze Weile lang vergessen. Ist ja nur meine Zeit. Ja, aber ich kann eben nicht am Kunden arbeiten. Und absolut, total wichtiger Punkt. Bin ich komplett bei dir. Laura Roschewitz: Wenn jetzt Menschen uns zugehört haben und vielleicht gerade im Auto sitzen oder gerade nicht in die Shownotes klicken können oder aber sagen: Ach Olivia, das klingt ja nun ziemlich interessant und ich habe im Frühjahr zum Beispiel vor zu launchen und wir wissen jetzt ja, 12 bis 16 Wochen und manchmal ist es in unserem Podcast ja ganz gut, noch mal da nochmal sozusagen auszusprechen, wo die Menschen dich finden können. Magst du uns noch mal sagen, über welchen Kanal und vielleicht nochmal deinen ganzen Namen sagen? Dann kann sich das bei den Zuhörenden ein bisschen einprägen, wie man dich finden kann. Olivia Hettler: Also mich findet man glaub ich am einfachsten über Instagram. Unter Frag Olivia gibt es nur mich. Also ist zwar relativ überschaubar, was da sonst zu geben wird, aber ich bin da und ich antworte auch gerne. Laura Roschewitz: Also Frag Olivia auf Instagram. Wir freuen uns wie immer, wenn ihr Kommentare, Fragen, Anmerkungen, Ergänzungen, andere Erfahrungen, was auch immer sozusagen zu diesem Thema Launchen habt. Das ist ein Riesenthema. Olivia und ich könnten da jetzt auch noch eine zweite, eine dritte Folge machen. Vielleicht machen wir das auch noch mal. Wenn ihr Lust habt, schreibt gerne. Wie gesagt auch noch mal Fragen oder konkrete Dinge sozusagen in die Kommentare. Oder schreibt Olivia oder mich Laura.Roschewitz auch gerne auf Instagram an. Und Olivia, ich danke dir erst mal für diesen Überblick, was Launchen überhaupt ist, welche sogenannten, sagen wir mal Fehler oder welche Umwege einige viele Menschen gehen in dem Puncto und für deine Tipps, wie man das besser angehen kann. Olivia Hettler: Ja, Danke dir. Laura Roschewitz: Vielen Dank. Und wir hören uns wieder zu einer neuen Folge Moin um Neun, am nächsten Dienstag in der Dienstagsfolge. Und bis dahin schickt uns doch gerne mal ein paar Sternchen beim Podcastanbieter eurer Wahl rüber. So können wir noch ein paar mehr Menschen erreichen mit diesem Podcast. Und passt gut auf euch auf bis zur nächsten Folge. Danke, Olivia und ciao, ciao. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie
- 15.11.202212 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Heute haben wir in unserem offenen Mastermind Call mit über 30 Frauen geschaut, was ihre größtes Entwicklungspotenzial beziehungsweise ihre größten Probleme und Herausforderungen sind. 💯 Dabei konnten wir sechs Themen identifizieren, die für alle relevant sind. Und in denen alle noch Potenzial haben um aus ihrer Selbstständigkeit ein erfolgreiches Business zu machen. 🚀 Hör mal in die Folge rein 🎧 und erfahre in welchem dieser Bereiche dein größtes Potenzial eine erfolgreiche Unternehmerin zu werden liegt. Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge Moin um Neun, dem Businessschnack mit Gretel und Laura. Heute an dem Tag, wo ich diesen Podcast aufzeichne, ist Donnerstag der 10. November und diese Folge erscheint am Dienstag drauf, also sind es noch ein paar Tage hin, es ist dann der 15, aber heute, an dem 10. November, hatten Gretel und ich unseren Ask us Anything Mastermind Call. Das ist ein offener Mastermindcall für alle Menschen, die noch nicht so genau wissen, was eine Mastermindstunde ist, die das Prinzip mal kennenlernen wollen und die dabei eine ihrer dringendsten und wichtigsten Business Fragen klären möchten. Sprich es richtet sich an selbstständige Frauen, die sich gerne weiterentwickeln möchten in ihrer Selbstständigkeit. Und es war so, dass wir dieses Mal über 40 Anmeldungen hatten. Wir waren 30 Frauen, die heute live zusammengekommen sind und da mussten Gretel und ich ein bisschen umstrukturieren. Denn normalerweise gehen wir mit jeder einzelnen, so wie es in unserer Mastermind Smash it! eben auch ist, ins Gespräch über ein Thema ihrer Wahl, was jemanden gerade sehr beschäftigt. Das war aber natürlich mit 30 Personen in 90 Minuten nicht möglich. Obwohl Gretel und ich schon immer sehr schnell sprechen und schnell sind. Und deswegen haben wir das Format ein bisschen umgewandelt und haben die Themen gesammelt von allen und geclustert und herausgekommen ist was super Spannendes. Und zwar sind sechs Themen herausgekommen, unter die wir alle Fragen und Herausforderungen der Ladies sozusagen clustern und sammeln konnten. Und diese sechs Themen möchte ich dir heute einmal kurz vorstellen und dich einladen, dass du für dich einmal schaust, wenn du dir das so vorstellst wie so ein Rad oder wie ein Tortenstück und jedes dieser sechs Themen ist ein Tortenstück oder ein Teil vom Rat und mal überlegst, wo läuft dein Rad rund, bzw. wo ist deine Torte groß und rund und saftig und lecker und wo nicht? Wo läuft es nicht rund? Also wo ist deine größte Businessbaustelle als Selbstständige gerade. Die sechs Themen stelle ich dir gerade erst mal einmal vor. Und zwar sind es. Als erstes das Thema Sichtbarkeit. Als zweites das Thema Kundengewinnung. Als drittes das Thema Preise und Verkaufsroutine. Als viertes das Thema Transformation und Persona als fünftes Zeitmanagement und Fokus. Und das sechste Thema Mein Lieblingsthema. Mindset. Unter diesen sechs Überkategorien konnten wir eigentlich alle Fragen und Themen der Ladies, die da heute in dem Call waren, unterordnen. Aber wenn wir heruntergebrochen haben, worum es da ging, konnten wir das immer darum darunter sozusagen verbuchen. Und was ist daran so spannend? Daran ist so spannend, dass wir doch, auch wenn unsere Businesses sehr, sehr unterschiedlich sind, wenn wir an ganz unterschiedlichen Punkten sind usw., trotzdem doch irgendwie immer wieder an denselben Stellen hadern, zögern oder Schwierigkeiten haben. Ich werde diese sechs Bereiche jetzt noch einmal vorstellen und lade dich ein, einfach gleich bei der Podcastfolge mitzumachen, mal zu überlegen, wie du in diesen Bereichen so aufgestellt bist. Als erstes das Thema Sichtbarkeit. Also wie geht es dir mit deiner Sichtbarkeit? Fühlst du dich sichtbar und wahrgenommen? Hast du Interaktion und Reaktion mit anderen Menschen oder hast du das Gefühl, irgendwie verpufft das, was du machst? Ob das Social Media ist, Blogging, Webseite, Newsletter, wie hast du das Gefühl, bist du im Bereich Sichtbarkeit aufgestellt? Ein Punkt. Alle dieser sechs Punkte bearbeiten wir übrigens sehr, sehr regelmäßig in unserer Mastermindgruppe Smash it! mit den Frauen, die ein halbes Jahr mit uns sich weiterentwickeln. Und wenn du daran Interesse hast, dann schreib uns unbedingt eine Nachricht und wir buchen mit dir zusammen mal einen Passigkeitscheck. Das heißt, du brauchst einen Termin bei uns über unseren Kalender und wir schauen mal zusammen, ob du zu uns und wir zu dir passen und ob wir dir mit deinem Business weiterhelfen können. Wenn du daran Interesse hast, dann schick uns unbedingt mal zum Beispiel über Instagram eine Nachricht. Das ist der schnellste Weg. Da findest du mich unter Laura.Roschewitz oder Gretel unter Gretel Niemeyer. Wir freuen uns sehr und uns einfach antikkerst. Sei mutig, denn der Passigkeitscheck, ist überhaupt nichts Schlimmes, der macht sogar Spaß und du wirst zu nichts gezwungen oder überredet, denn das ist nicht unser Stil. Wir möchten nur mit Sog arbeiten, mit Menschen, die Lust haben, nach vorne zu gehen. Wir machen keinen Druck, keine Angst und kein manipulatives Marketing. Also der erste Punkt war deine Sichtbarkeit. Der zweite Punkt ist Kundengewinnung. Wie sieht es bei dir aus? Bekommst du regelmäßig Neukunden, Buchungen und Anfragen? Oder struggelts du dir einen ab und kämpfst um jede einzelne Kundin und jeden einzelnen Kunden und hast das Gefühl, dass das sehr, sehr mühsam und schwerfällig ist? Als dritten Bereich haben wir eben das Thema Preise und Verkaufsroutine. Also wie stehst du zu deinen Preisen? Hast du das Gefühl, dass die fair gerecht sind, nicht nur für deine Kund:innen, sondern auch für dich? Also bekommst du am Ende des Monats, zahlst du dir ein faires Unternehmerinnen Gehalt aus. Das ist doch mal eine spannende Frage. Und wie regelmäßig sorgst du denn dafür, dass diese Preise auch kommuniziert werden? Sprich hast du eine Verkaufsroutine? Das ist Gretels Leibspeise, dieses Thema. Und dazu ist sie die absolute Oberexpertin. Wenn du dazu Fragen hast, dann melde dich unbedingt bei Gretel. Als nächsten Bereich hatten wir, nachdem wir Sichtbarkeit hatten und Kundengewinnung, hatten wir jetzt Preise und Verkaufsroutine. Jetzt schauen wir uns mal an, die Transformation und die Person. Weißt du eigentlich, wie du genau den Menschen, mit denen du arbeitest, hilfst? Von wo nach wo bringst du diese Menschen ganz konkret? Was ist der Weg, den du diesen Menschen ermöglichst? Von - nach, ein paar Beispiele, vielleicht begleitest du als virtuelle Assistenten Personen von - immer alles im Kopf haben, alles im Griff haben, alles parallel machen zu - jemand ist da und hält mir den Rücken frei. Ich bin entspannter. Oder vielleicht bist du Steuerberaterin und begleitest Menschen von - Ich muss immer irgendwie diese schreckliche Buchführung machen zu - jemandem nimmt mir diesen Graus ab. Kann so viele Möglichkeiten geben. Also bist du dir über die Transformation bewusst, die du deinen Kund:innen ermöglichst? Als vorletzten Punkt hatten wir Zeitmanagement und Fokus. Da ging es heute ganz intensiv darum, wie fokussierst du dich in deinem Arbeitsalltag? Wie strukturierst du deinen Kalender? Richtest du dich immer nach den anderen oder bist du diejenige, die vorgibt, wie es läuft? Oder ist es eine gesunde Mischung aus beiden? Darüber haben wir heute sehr, sehr angeregt diskutiert. Und wenn du dazu unsere Best Practices und Tipps haben möchtest und mit uns gemeinsam mal schauen möchtest, was sich da bei deinem Business noch verändern lässt, dann melde dich bei uns. Und der letzte Punkt ist das Thema Mindset. Beim Thema Mindset merken wir natürlich immer wieder. Und wir alle haben das Thema, dass eben ganz, ganz verschiedene Mindfucks und Glaubenssätze uns reingrätschen können. Zum Beispiel merken wir es ganz doll beim Thema Preise, dass wir dann so etwas denken wie "Kein Mensch würde mich dafür bezahlen. Jetzt bucht doch sowieso niemand, weil wir in einer Energiekrise sind." Also ganz, ganz viele Glaubenssätze, die aber gar nicht unbedingt wahr sind. Und meine Lieblingsfrage ist dann immer: Ist das wirklich wahr? Also wenn wir mit Kund:innen arbeiten und die mit einem Glaubenssatz um die Ecke kommen oder etwas, wo Gretel und ich das Gefühl haben, hm, Moment, das klingt doch ein bisschen komisch. Das klingt eher nach einer Verzerrung oder nach einer Angst. Dann stellen wir ganz oft die Frage. Sag mal, ist es wirklich wahr? Stimmt das, dass niemand kauft? Zum Beispiel jetzt, stimmt das, dass sich kein Business führen lässt in Corona Zeiten. All dies und noch viel mehr Mindfucks haben wir schon aus dem Weg geräumt mit unseren tollen Kundinnen. Und würden dich auch super gerne dabei begleiten, dass du weitere Schritte gehst und dass du dich auf dem Weg von der Selbständigen hin zur erfolgreichen Unternehmerin entwickeln kannst, dass du in diese Rolle hineinwachsen kannst. Dafür gehen Gretel und ich mit diesem Podcast, mit unseren Netzwerk Events, mit dem Ourcall, den wir heute hatten und natürlich in unserer Mastermindgruppe Smash it!. Es ist uns wirklich ein Herzensanliegen, dass wir diese, diese, dass wir Frauen begleiten und diese Kraft der eigenen Rolle zu kommen, der Unternehmerinnen. Und dazu hatten wir heute ein Bild in dem Call, dass ich dir gerne auch in dieser Podcastfolge noch mitgeben möchte. Als Selbständige bist du deine eigene Firma, du bist deine eigene Chefin und du bist deine eigene Gewerkschaft. Du bist alles in einer Person und das kann manchmal ganz schön überfordernd sein. Denn stell es dir wie ein Haus vor, in dem eine Firma ist. Du musst alle Türen, alle Büros, alle Abteilungen gleichzeitig bedienen. Und das ist manchmal ganz schön viel. Und das wissen Gretel und ich sehr genau. Und deswegen laden wir dich ein. Wenn du Lust hast, entwickle dich mit uns an deiner Seite von der Selbständigen, die du gerade bist, hin zu der Selbstständigen oder Unternehmerin, die du gerne sein möchtest. Und das können all diese sechs Punkte, die ich eben genannt habe, zum Beispiel beinhalten. Also schau dir noch mal an, wie rund das Rad läuft. Schau dir, wo du Bauchschmerzen hast. Wo du Entwicklungspotenzial hast, wo du Lust hast, dich zu verändern, wo du vielleicht müde davon bist, wie es die letzten Monate und Jahre gelaufen ist und melde dich bei uns. Ich hoffe, dass dir diese sechs Bereiche noch mal helfen können, mal sie dir auf wie ein Rad oder wie ein Tortendiagramm. Und schau einfach mal, wo dein größtes Entwicklungspotenzial ist, wo das meiste Potenzial von dir noch schlummert. Das finde ich immer ein sehr viel schöneres Bild, als wenn wir so defizitäre gucken. Also wo schlummert das Potenzial bei dir? Wo möchte es erwacht werden, wachgeküsst werden? In diesem Sinne ist das eine knackige Folge an einem langen Tag, wo ich sie noch aufnehme. Wir hatten heute ganz, ganz, ganz viel um die Ohren. Das war wunderschön. Und es ist immer wieder zu erkennen, dass es einfach unser Herzensthema ist, Frauen auf diesem Weg zu begleiten. Und wenn wir dich begleiten dürfen, freuen wir uns auch in diesem Podcast in allen unseren Formaten über unseren Newsletter. Und wenn du mal vorbeischauen willst, guck bei uns beiden auf Instagram vorbei. Da erreichst du uns superschnell und bekommst sofort einen Eindruck, wie wir dich unterstützen können und kannst dich von unseren Posts und Stories und Reels inspirieren lassen. In diesem Sinne. Alles, alles Liebe. Ich freue mich, wenn wir uns in der nächsten Podcastfolge hören. Sie ist am Donnerstag und da wird es mit einer Expertin zum Thema Launchen sehr, sehr interessant werden. In diesem Sinne habt einen guten Tag. Bis bald. Ciao. Foto: Kareen Kittelmann Fotografie
- 10.11.202240 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Als Selbstständige holen wir uns an vielen Enden Beratung. Bei der Erstellung von Kursen, bei Social Media und bei der Preisgestaltung. Und: das ist gut so! 👍 Was jedoch vielen durchflutscht und für den nachhaltigen Business-Erfolg von immenser Wichtigkeit ist, sind die Fragen: Wie möchte ich meine Kund:innen eigentlich begleiten? Wie gehe ich mit Fragen um? Über welche Kanäle sollen meine Kund:innen mich erreichen? In welchen Zeiten? Und was sagt es mir, wenn Fragen immer und immer wieder gestellt werden? 🤔 Im Interview verrät Micha Weber warum ein guter Kundensupport viel früher als bei verzweifelten Kund:in beginnt und wie wir mit einer Support- und Service Strategie für einen WOW Moment mit unseren Kund:innen sorgen können. Hör’ unbedingt in diese Podcast Folge rein 🎧 und erzähl mal (Hand aufs Herz 💜): Hast Du Dich schon einmal mit dem Thema Kundensupport befasst? Und welchen Raum gibst Du diesem Thema in Deinem Business? 👉 Wenn Du neugierig geworden bist, dann schau unbedingt hier bei Micha vorbei: https://supportcoach.de/ 👉 Oder lass Dich auf Insta von Micha inspirieren: https://www.instagram.com/supportcoach.de/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und Moin Moin! Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Laura und Gretel, Gretel und Laura. Und heute nur mit Laura bzw. mit Laura und einem wundervollen Gast. Hallo, herzlich willkommen, liebe Micha, schön, dass du da bist und dass du dir heute Zeit nimmst für unseren Podcast. Micha Weber: Ja, danke liebe Laura und danke, dass ich hier sein kann. Ich bin schon ganz gespannt. Laura Roschewitz: Sehr, sehr schön. Es ist also wieder ein Donnerstag und wir haben ja donnerstags immer Interviewgäste, die uns in ihre Welt mitnehmen, die zum aller allergrößten Teil Vollzeit Selbstständige und Unternehmerinnen sind und ein Business haben, für das sie brennen und für das sie in die Welt gehen. Und ich versuche dich mal so in meinen Worten vorzustellen. Danach kannst du korrigieren und darfst es in deinen Worten auch mal wieder geben. Das ist ja immer so das Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung und Außen- und Innenwahrnehmung. Also ich kenn Micha als Nordlicht, also das ist schon mal was, was uns verbindet. Ich glaube, ich spreche gerade von Schweden nach Hamburg. Aber ich weiß auch, dass wir für den norddeutschen Raum, für Gewässer, für alles, was mit Natur zu tun hat, einen gemeinsamen großen Nenner haben und beide auch sehr viel Natur und Ruhe brauchen, um in dieser auch hektischen Selbstständigkeit klarzukommen. Das weiß ich schon mal! Ich weiß, dass du dafür brennst, dass Menschen einen guten Service bekommen, das heißt, wenn ich das richtig verstehe und in meinen Worten wiedergebe, gehst du dafür raus, dass Selbständige und Firmen und Start ups nicht erst anfangen zu reagieren, wenn Kund:innen Fragen stellen und sagen "Oh Gott, oh Gott, ich weiß gar nicht mehr, was ich hier tun soll", sondern du sagst eben Kundensupport fängt vor der Frage von der Kundin an und an dem Punkt kommst du ins Spiel, nämlich als Support Coach. Und ich glaube, du brennst wirklich für diesen Servicebereich, dass Menschen es verdient haben, gut abgeholt zu werden und möglichst wenig Fragen stellen zu müssen. Das sind jetzt erst mal so die Worte, die mir zu dir einfallen und jetzt schmeiß ich das Wort mal zu dir nach Hamburg rüber und bin sehr gespannt, was du da noch hinzuzufügen hast. Micha Weber: Ja, ich, ich, ich, ich staune. Das war verdammt gut beschrieben, aber dass du auch eine sehr gute Auffassungsgabe hast, ist mir schon aufgefallen, weil das ist ja auch etwas, was im Kundensupport nämlich ganz, ganz wichtig ist, dass man tatsächlich seine Kunden und Interessent:innen im Blick hat, um entsprechend reagieren zu können. Um aber auch zu verstehen, welche Bedürfnisse haben die? Welche Fragen könnten die haben und ihnen vorher einfach schon die Infos zu geben? Aber ich behaupte, die meisten möchten eigentlich gar keine Fragen stellen müssen oder den Support kontaktieren müssen. Wenn es ein größeres Unternehmen ist, heißt das ja dann direkt Support, sondern eigentlich wenn ich was kaufen will oder wenn ich was gekauft habe und es endlich benutzen will, dann, dann will ich loslegen oder dann will ich jetzt auf kaufen drücken Und dann ist es, ja ärgerlich, wenn dann manche Käufe nicht zustande kommen oder wenn ein Kunde ungeduldig wird und dementsprechend ein bisschen unzufrieden oder nicht einfach loslegen kann. Genau. Und ich habe halt lange Jahre im Support gearbeitet. Ich komme ursprünglich aus der IT, das könnte man hinzufügen. Da war ich so auf der einen Seite, der Tecki, also Netzwerk Systemadministrator, bin aber relativ fix ins Consulting und in die Schulung von Vertrieblern interessanterweise, also Vertriebler für IT Sicherheitslösungen. Denen durfte ich die Lösungen erklären. Also ich bin sehr gut im Technische Sachverhalte, in Vertrieblersprache oder halt in normal zu erklären. Und ja, das ist natürlich auch total hilfreich. Also dieser Blick, was braucht das Gegenüber, das Vermögen da empathisch zu reagieren. Ich schneide sehr, sehr viel mit. Oft leider zu viel, deswegen Ruhebedürfnis, um nachher wieder weiter in den Norden, an den See, wo ich an Wochenenden oft bin. Und da werde ich komplett abschalten, weil ich einfach einschlafe zu Wassergeplätscher und aufwache, zu Gänse, die irgendwas treiben, was verdammt laut ist. Genau komme ich da komplett zur Ruhe und das ist auch gut, weil ich bin unheimlich gerne kreativ. Ich bin ob meiner über 40 trotzdem ein Spielkind geblieben und das nutze ich auch in meiner Kreativität. Also da wenn ich abschalte, habe ich halt wieder die Möglichkeit, mir neue Sachen auszudenken. Ich war jetzt dreieinhalb Wochen im Urlaub und es sprudelt alles gerade aus mir raus. Und neue Angebote, Ideen. Und so weiter. Ja. Laura Roschewitz: Ja, das heißt, wenn ich das noch mal so ein bisschen in meinen Worten ich kenne ja auch unsere Zuhörenden ganz gut, ähm, so ein bisschen weiter übersetzen kann, dann heißt das, dass du für all diejenigen die perfekte Ansprechpartnerin bist, die Kunden haben. Kunden, Kundinnen haben ist schon mal so ein erster wichtiger Punkt. Und die vielleicht ein Produkt oder eine Dienstleistung haben. Wir versuchen hier ja im Podcast das auch immer möglichst so runterzubrechen und so ganz fassbar zu machen, wo Menschen Fragen haben könnten. Also zum Beispiel ich nenn einfach mal ein paar Beispiele aus meiner Perspektive und dann würde mich sehr interessieren, was ist von dir aus deiner Erfahrung für Beispiele gibt. Zum Beispiel wenn Gretel und ich unsere Mastermind haben, es kommt eine neue Smashi an Bord, dann gibt es ja auch immer dieselben Fragen. Wo finde ich was? Wo kann ich mir ein Coaching buchen? Was mache ich, wenn mir was nicht einfällt? Wo habe ich Zugang zu den Dokumenten? Wie komme ich in die Facebookgruppe? usw. Also es gibt ja so Fragen, die immer wieder aufkommen und die dann in so einem in so einer Selbstständigkeit wie wahrscheinlich viele unserer Zuhörenden, die auch kennen, irgendwie immer die Selbstständige persönlich einfach schon 500 mal beantwortet hat und dann sagt "Ja, hier ist mein Calendlylink, ja hier ist mein, das ist meine Emailadresse", genau diese Sachen und da sehe ich schon an deinem Gesicht, dass es dir so leicht entgleist. Also alle, die uns jetzt vielleicht nur zuhören, das sind immer die Momente, wo ich sage schaut mal bei Facebook oder YouTube rein und guckt euch das Video an, weil das ist immer spannend. Wenn wir hier mit Expertinnen sprechen, wo wir dann so ein bisschen den tain and yes fühlt sozusagen live, okay, das ist das, was sozusagen nicht passieren sollte, dass wir als Selbständige ich gucke jetzt mal durch die Unternehmerinnen Brille Fragen immer und immer wieder beantworten, die eigentlich anders darstellbar wären, Fragezeichen. Micha Weber: Ja, was ich spannend finde, dass wir Selbstständigen, aber ich arbeite auch viel mit Startups. Ich war auch jahrelang in der Startup Welt zu Hause, komme aber aus dem Big Business. Dass wir ab dem Moment, wo wir irgendwie selbstständig sind und über Kunden nachdenken, den Support man braucht noch nicht mal die Kunden schon haben. Man sollte eigentlich in dem Moment, wo man sich ein Produkt überlegt, auch zu überlegen okay, was fällt denn da an Service-Anfragen an, an Support? Also die Menschen könnten Probleme beim Download haben oder haben noch nie Zoom genutzt oder all diese Dinge. Also da darf ich mir auch schon Gedanken darüber machen, bevor überhaupt jemand an Bord kommt und was ich spannend finde. Ab dem Moment, wo wir selbstständig sind oder ein eigenes Unternehmen wie ein Startup oder sonst was gründen, vergessen wir alles, was wir jemals erlebt haben. Also das ist so ein, was du gerade beschrieben hast. Viele von uns waren schon mal in großen Unternehmen. Am ersten Tag kriegt man da einen fetten Ordner mit On Boarding Unterlagen. Da steht einfach alles drin. Warum vergessen wir das, wenn wir die ersten Kunden haben, warum haben wir nicht für die einfach irgendwie ein PDF fertig oder eine Website, wo dann steht: Herzlich willkommen bei den Smashies. Hier findest du … . Wir treffen uns immer … . Wenn du zwischendurch Fragen hast … und wir haben eine VA,die heißt … . Also das kann man ja alles schon und schon hat man so ein Wow, die haben darüber nachgedacht. Das ist so, was ich sage ist, dass wir eigentlich Wow Effekte immer generieren sollten. Und wir könnten das geilste Produkt haben, die geilste Dienstleistung. Wenn das Drumherum nicht stimmt, ist das immer so, das schmälert das. Das macht ja das Ganze so ein bisschen schal. Das ist das eine. Also, wir können einfach vorausdenken und du hast schon gesagt, wenn es immer die gleichen Fragen sind. Ja, sorry, wer von uns hat denn Zeit, immer die gleichen Fragen zu beantworten? Und ich habe immer als Faustregel gehabt, in dem Moment, wo ich eine dritte, eine Frage zum Dritten Mal beantworten muss, dann ist das kein Zufall mehr. Also das zweite Mal ist noch Zufall, aber beim dritten Mal sollte ich schon mal überlegen, ist meine Webseite irgendwie eindeutig? Habe ich eine falsche Phrase in meinem Text Template irgendwie oder? Und dann kann ich mir überlegen, wo packe ich denn das hin? Ist das eine Frage, die ich öffentlich beantworten sollte? Manche Sachen sind aus Marketinggründen vielleicht auf der Webseite nicht ganz so clever, aber dann kannst du vielleicht in die Bestell-Mail mit rein oder im Beipackzettel. Also man kann ganz ganz viel machen um einfach vorzubeugen und dadurch verringert man sich dann einfach auch das Anfragenvolumen. Laura Roschewitz: Ja. Micha Weber: Genau. Und die andere Sache ist Weitblick. Oft ist so, wenn Frage A kommt, weißt du das Frage B vermutlich hinterher kommt. Warum dann nicht gleich als Zusatz? Ach, und übrigens, falls du dich wunderst, das und das findest du da runter. Laura Roschewitz: Und ja, das finde ich super spannend. Du hast gerade auch diesen Satz gesagt: Wer hat denn da Zeit zu, das immer wieder zu beantworten? Und ich würde es auch gerne noch ergänzen, wer hat auch Lust dazu? Das ist ja auch so eine verrückte Frage. Ja, also habe ich Lust? Also ist meine Fähigkeit als Laura Roschewitz zum Beispiel ist da meine Kernkompetenz Menschen Emails zu beantworten mit so was wie: Liebe Petra, … . Hier findest du das Dokument. Bitte logge dich hier in Elopage ein. Dein Zugang hast du dann und dann erhalten. Also ist das das, was ich tun möchte? Ist das meine Expertise? Und das ist auch was, was wir, was Gretel und ich häufig bearbeiten. Ist das auch das, wofür du selber dich bezahlst und entlohnst. Also, wenn ich da jeden Tag eine Stunde investiere in solche, wenn ich es mal mit Verlaub sagen darf, so Dully fragen per Messenger oder Email könnte ich in der Stunde ja vielleicht auch ein Coaching machen oder in meinem Hängesessel sitzen oder ein neues Angebot ausarbeiten, anstatt die Zeit sozusagen darein zu stecken, sage ich mal "verschwenden". Micha Weber: Richtig. Das ist eine super wichtige Frage. Wir haben ja ein Kerngeschäft. Das ist dieser ausgelutschte Begriff eigentlich. Wenn wir ein Experte in einem Bereich sind, dann sollten wir da einfach glänzen und eben nicht mit diesen Aufgaben, die super wichtig sind. Deswegen ist es immer ein bisschen gemein, sie als Dullyaufgaben zu bezeichnen. Ich weiß, das es das nicht ist. Es ist immer wieder das gleiche ist irgendwann Copy Paste. Das Problem ist aber was ich dann sehe, ist, dass anstatt sich dann die Selbständige oder der Firmengründer einmal drüber Gedanken macht. Wie kann ich das effektiv gestalten? Kommt erst mal, ach ich hole mir eine VA, die macht das dann. Das heißt, dann wird genauso unstrukturiert weiter reagiert, statt sich einmal Gedanken zu machen oder auch auszuwerten. Was für Anfragen kommen denn eigentlich rein? Das ist halt auch. Ich habe noch niemanden getroffen, der selbstständig ist oder Startups am Anfang oder innerhalb der ersten zwei, drei Jahre, wo ich fragen könnte Ja, was sind denn die meisten Anfragen? Hm, ja? Okay, sind es denn mehr Beschwerden oder Fragen zu einem Thema oder. Was denn? Hm… Und das ist halt überhaupt nicht hilfreich, weil dann kann man nichts machen und man kriegt so unheimlich wertvolle Informationen von seinen Kunden, wenn man diese wenn man alles, was reinkommt an Fragen über alle Kanäle. Nächste Schwierigkeit. Wie kriege ich die Infos zentral, damit ich es einfach auswerten kann? Wenn ich dann tatsächlich sagen kann so verdammt 20 Fragen im Monat zum Bestell Prozess von 50. Ist unser Bestellprozesse so schwierig? Kann den mal wer durchspielen? Kriegen wir den einfacher hin? Und schon habe ich eine bessere, ein besseres Kundenerlebnis geschaffen. Wenn ich mir das angucke und ich habe 20 Fragen weniger. Laura Roschewitz: Ja, und das ist auch ein spannender Punkt. Du hast eben gesagt, kaum sind wir selbstständig und da bin ich vielleicht tatsächlich nicht die beste Ansprechpartnerin, weil ich quasi schon immer selbstständig bin. Aber ich habe auch mal eine Lehre gemacht und ich war auch mal in einem Familienunternehmen angestellt, also in einer GmbH angestellt und habe da schon auch ein bisschen was mitbekommen. Trotzdem habe ich jetzt nicht so ein Konzern Hintergrund oder so, aber was ich beobachte und was uns auch ganz oft begegnet, ist, dass ich nenne mal ein anderes Beispiel, was vielleicht noch mal auch greifbar ist. Ich bewundere das ja immer so ein bisschen, auch ein bisschen fassungslos, dass so viele Selbständige anfangen, sich selbstständig zu machen. Und sagen wir mal, die sind es ist eine Person, die ist Fotografin oder Coach oder stellt Seife her oder macht irgendwas irgendwas und macht dasselbe, was du gerade beschrieben hast, zum Beispiel mit ihrer Website. Und dann sage ich auch immer, wenn dir das total viel Spaß macht und oder total gut drin ist, dann können wir da wirklich drüber reden. Go for it, dann ist das bestimmt eine gute Idee. Aber wie viele sich quälen über Monate und Jahre diese Webseite hinzukriegen, dann nachher doch noch viel Geld investieren, das irgendwie, weil sie es nicht ganz alleine hinbekommen. Das ist für mich immer so ein bisschen wie als würde ich auf einmal, wenn ich den Führerschein habe, versuchen, an meinem Auto alles selber zu reparieren. Also da fahren ja die meisten auch in die Werkstatt und sagen hier checkt das mal, mach mal Ölwechsel, prüf das mal! Und das finde ich tatsächlich auch bei Selbstständigen häufig ein bisschen auffällig, dass wir versuchen, alles selber zu machen und trotzdem dann vielleicht so wichtige Bereiche, wie du ihn gerade auch abdeckst, auch übersehen, vielleicht, weil wir so viel selber machen. Micha Weber: Ja, das hast gerade mehrere Sachen angesprochen. Ich versuche jetzt nichts zu vergessen. Micha Weber: Was ich seit Jahren bemängele, was das Thema Kundenservice, Kundenbetreuung nennen wir es mal, angeht, ist diese… Es gibt so ganz viele Bootcamp Geschichten und da werden die Leute bis zum Launch begleitet. Der Shop steht und an dem Tag, wo dann irgendwie der Go Life Button gedrückt wird, ist das Programm zu Ende. Und ich sitze da und denke: Hallo Kunden. Jetzt kommen diese Kunden, bestellen und verstehen den Shop nicht und stellen Anfragen und da hat dann keiner damit gerechnet. Was mache ich denn mit denen? Oder dann? Dann kommt was es nicht an oder dann ist was kaputt und das haben die alle nicht gelernt, das haben die auch auch alle nicht bedacht. Also so dieses, dass das Kunden auch nach dem Kauf betreut werden müssen, weil sonst verliert man sie. Oder sie schreiben schlechte Bewertung out, du startest und hast direkt kack Bewertungen. Willst du nicht. Das ist das eine und das was du sagtest zum Thema. Na, was war's? Laura Roschewitz: Website. Micha Weber: Genau. Webseite, dieses selbst machen gehen. Das kriegen wir aber von ganz ganz vielen bei gepolt. Wenn man in den sozialen Medien guckt, kommt dann jemand so mit: Ich brauche ja eine Website. Wie mache ich das? Ja, da nimmst du WordPress, kannst du selbst, brauchst kein Geld für ausgeben. Von allen Seiten kommt das dann. Gerade, wenn jemand unsicher ist. Und das sind viele am Anfang, weil es einfach so viel Neues gibt. Die glauben das und die haben das Gefühl, sie müssen und sie dürfen es erst aus der Hand geben, wenn sie es versucht haben. Aber es hat aber niemand einen Timer dann an und guckt, ob er schon 68 Stunden was versucht hat, wo man dann guckt so okay, meinen Stundensatz, den ich verkaufen könnte ist das lass man nur den halben Stundensatz nehmen mal 68 Stunden. Oh shit, da hätte ich fünf dieser Webdesigner mit beauftragen können. Laura Roschewitz: Genau das ist es nämlich, was ich, was wir da auch ganz oft beobachten und wo ich so eine Lanze für brechen möchte, dass wir nicht in diese "Wenn dann" Falle tappen, dass wenn ich es versucht habe und es klappt nicht, dann darf ich das. Oder wenn ich ganz viel Umsatz mache, dann darf ich mir jemanden zum Support holen, sondern natürlich muss es möglich sein. Aber wir können uns ja auch fragen: Brauche ich ganz zum Anfang eine Webseite? Je nachdem, welches Business bei einigen auf jeden Fall. Bei einigen muss es gar nicht sein. Und ich finde das auch ziemlich tricky, was du gerade beschrieben hast, weil ich finde auch diese Do it yourself ich bring dir hier ganz schnell bei eine WordPress Webseite zu bauen. Das ist dann ein Onlinekurs für keine Ahnung 250 €. Ja, dann denkt man, meine Website kostet nur 250 € und genau das, was du gerade beschrieben hast, die 68 Stunden, die wahrscheinlich relativ schnell erreicht sind bei vielen über ein halbes Jahr oder so was. Und traurigerweise auch oft am Abend, am Wochenende, in den Zeiten, wo wir als Selbstständige eigentlich regenerieren sollten. Wo wir uns darum kümmern, dass wir nicht krank werden, weil wir häufig am Anfang gerade nicht so gut aufgestellt sind, dass wir mal einfach eine Woche frei machen können oder eine Woche krank machen können, sondern irgendwie das Gefühl haben, wir müssen immer arbeiten. Das finde ich eben auch tragisch, dass dann viele so in diesen Bereich gehen, wo eigentlich unser Puffer, wie du gesagt hast, Meeresrauschen oder See rauschen oder Fluss rauschen und Graugänse oder was es auch immer für jemanden ist. Aber da sollte nicht eine Webseite gebaut werden, die einem vielleicht den letzten Nerv kostet, wenn es einem keine Freude macht, wenn es nicht eine eigene Fähigkeit ist. Micha Weber: Ja. Und da sage ich aber Achtung, bevor man diese Kundenbetreuung aus der Hand gibt, sollte man erst mal seine eigene, seine eigenen Werte, wie man mit Kunden umgehen möchte oder mit Menschen. Die Kundenberatung vor dem Kauf kommt ja auch oft dazu. Also das ist ja in dieser Selbstständigen und Startup Bubble, dass im Grunde alles das gleiche in grün. Das ist halt vor dem Kauf und nach dem Kauf sind eigentlich die VAs, Support Mitarbeiter, Service Agenten, wie sie nicht alle heißen dann im Spiel. Der sollte schon der Gründer, die Gründerin sich einmal überlegen wie möchte ich, dass meine Kunden angesprochen werden? Was sind unsere Service Seiten? Über welche Kanäle wollen wir das eigentlich? Also wirklich ein Konzept machen? Und das ist auch wieder auch da haben wir interessanterweise das von den großen Unternehmen vergessen. Die haben diese sogenannten Service Level Agreements oder Support Linie. Da steht das alles drin. Wir sind erreichbar von bis, Telefonsupport gibt es für uns leider nicht, aus folgenden Gründen … , wenn Sie was Dringendes brauchen, schreiben Sie bitte dringend im Betreff …. Das steht da alles. Und wir lassen uns manchmal irgendwie auf Social Media anpöbeln, weil wir nachts um 23:00 nicht erreichbar waren und haben dann noch ein schlechtes Gewissen, anstatt irgendwie auch ganz klar zu sagen: Hier, wenn du mit uns arbeiten willst, wenn du bei uns Kunde sein willst, ich reiß mir alles für dich aus. Das sind aber die Spielregeln, das ist der Rahmen. Laura Roschewitz: Deswegen finde ich nochmal einen spannenden Punkt. Also diese Regeln und Werte, also unter welchen? Wie möchte ich das auch? Weil wir sind auch keine Freunde davon. Wir haben auch schon ganz oft über Teamaufbau und sowas gesprochen. Wir sind totale Fans. Ich persönlich bin ein totaler Fan, auch vom Team. Ich würde gar nicht mehr am Leben sein, wahrscheinlich, wenn ich nicht ein Team hätte und ich kann das sehr wertschätzen. Und trotzdem war es für uns auch immer ganz wichtig, Prozesse erst mal selber auf eine Art zu durchleben oder zumindest zu durchblicken und zu wissen, was wir da ungefähr wollen. Gerne auch schon mit einem Team, die einem selber helfen, mit einem Blick von außen oder so, dass man nicht so betriebsblind wird. Ich glaube, das ist auch dann ein großes Risiko, dass man dann so in seiner eigenen Suppe kocht, aber dann auch den auch so ein bisschen zu sagen… Ich weiß nicht, wie du das erlebst, aber ich erlebe das auch manchmal so, dass wir Selbstständige so leichte Allmachtsfantasien haben und immer das Gefühl haben, wir müssten alles selber machen, weil wir es irgendwie auch am besten können. Also das ist auch schon so bei so ganz einfachen E Mails. Ich kenne so viele, die sagen mir, das kann ich nicht abgeben, das kann ich nicht standardisieren. Das klingt doch total unpersönlich. FAQs, nee, das will ich nicht machen. Und haben die vielleicht eine andere Frage. Oder das in einem Video abzubilden. Ich möchte dir da eine persönliche Nachricht schreiben. Ich weiß nicht, was du da wahrnimmst, aber ich sehe auf jeden Fall schon eine leichte emotionale Ladung bei dir, wenn ich das so aufzähle. Aber ich höre das oft. Und es würde mich noch mal interessieren, was du dazu sagst. So zu diesem, ich nenne es jetzt mal Allmachtsphantasien, dass man alles irgendwie selber und persönlich und selbst und ständig tun muss. Micha Weber: Also ich glaube, man schießt sich damit selbst ins Knie, weil man zu langsam ist. Und wenn du mir ne Mail schreibst heute und ich in drei Tagen immer noch nicht geantwortet habe, dann wunderst du dich und schreibst entweder noch eine Mail hinterher oder du fängst dann die anderen Kanäle an, dann schreibst du auf Instagram erwischt mich nicht so hah, die hatte noch ein Facebook und auf einmal habe ich fünf Mails von dir und ich habe die erste schon nicht beantwortet. Also so dieses ich baue mir dann einen Backlog heißt es dann, an Nachrichten auf und muss sie auch noch alle lesen, weil ich könnte ja Pech haben und irgendwo hast du vielleicht noch was hinzugefügt. Laura Roschewitz: Absolut. Micha Weber: Und es ist halt auch unrealistisch. Also wenn du als Coach mir Coaching verkaufst und ich merke, dass du auch diese Sisyphus Dullyarbeiten alle selbst machst, dann weiß ich nicht, wie viel Zeit du eigentlich wirklich noch für mich hast. Also so manche Dinge werden auch unrealistisch. Bei Startups, die haben dann gerne ein Gesicht, was alles macht und irgendwann denkt man, die sind doch so gewachsen. Das kann nicht sein. Dass die alle Mails beantworten. Macht die auch gar nicht mehr. Das macht inzwischen schon ein Team, aber es steht noch der Name runter. Das ist dann das andere Phänomen. Es muss aber nach außen aussehen, dass ich das war. Laura Roschewitz: Ja, ja. Das ist interessant. Wir arbeiten mit einem Startup zusammen oder einer Firma, die ich jetzt nicht namentlich nennen möchte, aber die unsere Online Kurse abbilden und wo wir drüber abrechnen. Und die sind auch schnell gewachsen. Und die da war es so, dass wir die ganze Zeit einen Ansprechpartner hatten und dann war der aber im Urlaub und wir haben ja auch eine eigene App. Also ich mit dem Jin Shin Jyutsu Zentrum zusammen, wir haben eine eigene App usw, also ist alles relativ fortgeschritten im Bereich Digital und digitales Lernen. Und ich habe gesagt, was passiert denn, wenn der im Urlaub ist? Ich meine, das war gerade Launch Phase von der App. Also das war für uns schon relativ wichtig und irgendwie war es so, so offensichtlich, dass dieser Mensch nicht mehr in dieser Rolle alleine war. Aber es wurde nicht kommuniziert und es kam so out of Office Nachrichten und dann kam aber trotzdem ab und zu eine Email zurück. Und da habe ich gemerkt, das sind so Momente, die sich wirklich auch auf das Image von der Firma dann negativ auswirken, weil ich ein gewisses Vertrauen, glaube ich, verloren habe oder so eine irgendwie unglaubwürdig fand und dachte Na ja, dann sagt mir doch einfach, wer jetzt schreibt, ist mir egal, ob das Peter oder Kevin ist. Aber ich wüsste irgendwie gerne, mit wem ich hier schreibe und wen ich ansprechen kann. Micha Weber: Das ist ein ganz fieses Phänomen, was ich jetzt auch irgendwie seit einem Jahr sehe. Die manche, die so eine Marke und eine Person Marke waren, haben auf einmal ein Team, sind extrem gewachsen, publizieren das auch überall ganz stolz. Ja, so, so und so sind wir gewachsen und auf einmal kriegst du nicht mehr die Mail von nennen wir mal Uschi, sondern da steht im Uschi Herzliche Grüße Team Uschi und da geht auch so das, da denke ich dann auch so. Hallo Team Uschi. Ne sag mir, wer du bist, also nenn mir deinen Namen, das kann doch nicht sein. Ist doch toll, dass Uschi jetzt ein Team hat, aber da kann dann jetzt Claudia oder sonst was drunter stehen. Warum muss denn da Team Uschi stehen? Laura Roschewitz: Ja, also da kann ja auch Claudia vom Team Uschi stehen, aber nicht genau, also nicht so eine Unpersönlichkeit, dieses ja. Micha Weber: Aber das macht dann eigentlich eher so ein Status Ding. So, ich habe jetzt ein Team, oh. Also auch das und das sind alles Sachen, wo man hingucken sollte. Das sind so kleine Dinge, die und das hat viele Menschen schon gestört, diese Team Unterschriften und das ist so, ich versuche halt wirklich gesamtheitlich da zu gucken, dass auf einer Seite ist effizient. Klein und schlank bleibt. Da gibt es halt Tools oder dass man halt wirklich guckt, was kann ich automatisieren und was nicht. Wo kann ich Textbausteine einfach benutzen und wo nicht. Wo machen FAQ Sinn oder nicht? Also so oder wo ist das die größere Schwester, die Wissensdatenbank sinnvoll, dass ich ernsthaft etwas suchen kann und am Ende kann ich dann sagen, hat mir geholfen. Aber ich habe noch eine Frage Ticket aufmachen. Wo sollte so ein Ticketsystem eine Helpdesk Lösung her, wo dann nämlich auch alle Kanäle zusammenkommen. Wenn wir solchen Dinge auswerten oder ein Überblick kriegen, wo man eine Laura überall geschrieben hat? Wenn ich erst in fünf Sachen reingucken muss in … Und was ist, wenn ich krank werde? Und dann soll jemand für mich dann gucken, was ist denn der Stand bei Laura? Also so was. Ist dann, häh… Hier macht dann eine Helpdesk Lösung sehr schnell Sinn und es ist einfach total hilfreich. Das ist so das eine und auf der anderen Seite, dass ich aber auch vom Kommunikativen gucke. Also ich habe halt eine Meditations und Coaching Ausbildung und die hat das gerade Mediation sensibilisiert ja komplett auf Sprache, was kommt da zwischen den Tönen und dass dann auch geschaut wird, wie ist denn das Wording? Wem könnte ich damit auf den Schlips treten? Ist der Weitblick gegeben, gehe ich empathisch auf Sachen ein? Laura Roschewitz: Ja. Micha Weber: Gerade auch wenn man mit Textbausteinen anfängt. Zum Beispiel wenn jemand schreibt Boah, ich bin so stocksauer, dann darf ich zwar den Textbaustein zurückschicken, aber ich muss was dazuschreiben. Also ich muss dieses sauber eingeben. Laura Roschewitz: Ja, absolut, dass man sich halt auch gesehen fühlt. Also als Kundin, ich glaube es, egal was ich gekauft habe, aber ich möchte irgendwie, ich kann auch für jemanden für 9 € Produkt eine schlechte Bewertung reindrücken. Wenn ich mich da einfach schlecht behandelt fühle. Und das hast du eben schon angesprochen, als gerade für uns Selbstständige und vielleicht auch für viele, die noch in der Gründung oder am Anfang stehen, vielleicht noch nicht hunderte von Google Bewertungen oder von Trust Pilot oder was auch immer haben, ist es natürlich umso härter, wenn nach zwei positiven erstmal Fett eine negative Bewertung rein zimmert, weil das natürlich unserem Gehirn suggeriert, dass diese Person halt einfach nicht gut ist. Und vielleicht war das Coaching, das Produkt, die Dienstleistung total gut, aber vielleicht war wirklich zum Teil der Service drumherum so grottenschlecht oder zumindest in einem Moment total unaufmerksam. Und das kann halt eben schon so eine krasse Konsequenz haben. Deswegen würde ich dich gerne zum Abschluss einmal fragen, wenn jetzt uns Menschen zuhören, das kann ich mir gut vorstellen. Die jetzt sagen Mensch, okay, Treffer versenkt. Liebe Micha, du hast mich da vielleicht ein bisschen erwischt, da habe ich mich noch nie darum gekümmert oder noch nie mit befasst, oder? Ich denke irgendwie, ich bin eher so im Bereich Hashtag Allmachtsphantasien. Ich kriege das schon alles hin. Was würdest du denn jemanden mit sozusagen aus deiner Perspektive, mit deiner Expertise, Erfahrungen, Brille… Was würdest du sagen, was ist so ein vielleicht ein erster Schritt? Oder was sind so erste Fragen, die ich mir stellen kann, um zu gucken, ob es für mich vielleicht jetzt gerade wirklich wichtig und dran ist, mich mit dem Thema Service, Kundensupport zu beschäftigen. Und zwar anders als reaktiv jeden Tag. Ja, das kannst du in elopage finden, sondern halt, also proaktiv da ranzugehen. Was sind vielleicht so Marker? Micha Weber: Also, dass man tatsächlich versucht, sich daran zu gewöhnen, so ein so ein Zeiterfassungstool mitlaufen zu lassen. Also tatsächlich, wie viel Zeit fressen Kundenanfragen und auch Anfragen von Interessenten, damit man da eine Idee zu hat, wie die Relation ist, damit man mitkriegt, wenn das aus dem Ruder läuft. Auch wenn man merkt so, huch diese Woche ist doppelt so viel. Was ist passiert? Damit man so einen Moment, also so einen Marker hat, dass man eine Veränderung feststellt zum Beispiel. Und das gleiche auch so ein Stimmungsbarometer. Kippt es? Bei welcher Gruppe kippt es? Vorm Kauf, nach dem Kauf? Das man da auf jeden Fall ein Auge drauf hat. Und in dem Moment, wo man überlegt, es auszulagern. Also wenn man sagt, ich übergebe es einer VA, dass man wirklich schaut, so okay, könnte es nicht sogar und ich VAs nicht arbeitslos machen. Aber könnte es nicht günstiger sein, nachhaltig erst mal zu schauen? Kann ich das, was ich jetzt habe auch vereinfachen? Kann ich da Dinge automatisieren? Und dann? Ich habe mit einigen Service VAs gesprochen, die freuen sich, wenn sie nicht Dully Kram machen müssen. Die kommen dann vielleicht drei Monate später, die kommen ja noch ins Spiel, aber halt ein bisschen später. Und dann haben sie aber eine tolle Umgebung. Laura Roschewitz: Ja. Micha Weber: Und dann haben sie auch Personen, mit denen sie arbeiten können. Laura Roschewitz: Das ist auch meine Erfahrung. Wir sind jetzt vom Jin Shin Jyutsu Zentrum mittlerweile zu siebt im Team und keiner, also niemand den ich kenne ist traurig, diese Dully Fragen nicht mehr beantworten zu müssen oder zumindest eine Datenbank oder Sachen zu haben, zu wissen, da kann ich mir das raus kopieren, das kann ich verschicken. Hier gibt es eine Vorlage, die passe ich nur kurz an und nicht jedes Mal wieder zu überlegen. Ach, was muss ich da jetzt schreiben, warte mal, wie war das und wo liegt der Kurs und was? Also das ist ja wenn ich ehrlich bin, glaube ich auch für keine VA die Traumarbeit und die dann lieber einzubinden in interessanten Dingen. Wenn Sie gerne texten mögen, sie mit in Texte einzubeziehen, Dinge zu verbessern, mitzudenken, ins Team zu holen. Da wird ja dann eher ein Schuh draus. Laura Roschewitz: Mitzudenken ist super superwichtig. Darauf sollte man dann bei der VA achten, dass die auch ganz klar die Info kriegt. Bitte denk mit, wenn du feststellst, dass ein Thema überhand nimmt, sofort Bescheid sagen. Also du darfst selbstbestimmte arbeiten, aber bitte sofort, wenn dir was auffällt. Also dass man das Steuer halt frühzeitig rumreißen kann, also dass man da tatsächlich nicht einfach … Das erlebe ich bei Startups, so was habe ich schon gehört. So, wir brauchen noch jemanden. Guckt mal in Korea, die sind günstig, wo ich dann da sitze und denke. Was ist denn das für ein Kriterium? Laura Roschewitz: Schwierig. Micha Weber: Ja, das ist ziemlich günstig. Spart man halt komplett am falschen Ende. Und wenn man wirklich keine Idee hat, wie es den Kunden mit einem geht oder man denkt, es ist alles in Ordnung, jedes Unternehmen schickt oder fast jedes Unternehmen schickt Zufriedenheitsumfragen ab und zu. Das darf man auch mal selbst machen und dann auch gerne kritisch hinterfragen. So was wie, wie fandest du den Bestell Prozess? Gab es irgendeinen Moment, wo du unzufrieden mit uns warst? Also das man auch gezielt diese Pain Points anspricht. Und man muss dann eventuell ein bisschen Prügel einstecken, aber die bringt einen ja weiter. Und dann kann man es besser machen bei den nächsten Kunden. Und es ist tatsächlich der Kunde, der richtig happy ist, der erzählt es weiter. Aber wenn jemand nicht happy ist, der verstreut es im schlimmsten Fall im Netz oder erzählt es noch noch viel mehr Leuten. Laura Roschewitz: Ja, ich sage ja immer Feedback ist immer ansteckend, egal ob das positives oder negatives Feedback ist. Das ist immer für andere. Das ist wie so ein Ripple Effekt, der weitet sich aus. Und wenn das eben positives Feedback ist, dann können wir darüber neue Kundinnen gewinnen. Wenn das negative Erfahrung ist, dann können dadurch potenzielle Menschen verschreckt werden. Es ist einfach ja so, dass wir das natürlich nicht umgehen können. Aber oder wir können aber das Risiko auf jeden Fall verringern, dass Menschen aus, sag ich mal aus Dully Gründen uns negativ bewerten, die eigentlich nichts mit unserer eigenen Tätigkeit zu tun hat. Kann ja immer sein, dass jemand die Arbeit von einem nicht gefällt. Das ist eine andere Sache. Aber wenn jemand sich wirklich einfach nicht gehört, gesehen, abgeholt fühlt, sich zum Dritten Mal nicht einloggen kann, keine Antwort auf seine Frage, dann ist das ja eigentlich nicht unsere Tätigkeit. Und das finde ich immer so schade, wenn deswegen Menschen vielleicht von mir hören. Wenn jetzt jemand über Laura hört naja, du kannst bei der kannst jetzt anschreiben, aber du kriegst da eh keinen Termin und wenn man auf den Calendlylink bucht, ist der abgelaufen und man findet keinen Termin. Dann würde ich mich ärgern, wenn mir jemand sagt Nö, ist irgendwie nicht meine Art, mit der möchte ich gar nicht zusammenarbeiten oder so! Okay. Micha Weber: Was man vielleicht noch noch zum Abschluss für ein super wichtiges Thema. Was man nicht vergessen darf, ist, dass wir in Westeuropa vermutlich abgestumpft sind. Für uns ist guter Service schon, nehmen wir mal ein Restaurant Beispiel, wenn das Essen halbwegs schnell kommt und halbwegs warm ist und halbwegs schmeckt, dann ist das schon okay. Dann gehen wir aber nicht raus und sagen Hey, tolles Essen, sondern wir sagen nichts. Wenn aber irgendwas schiefläuft, wir wir beschweren uns mehr, als dass wir etwas wertschätzen. Wenn wir wirklich überzeugen wollen, mit nicht nur mit unserem Produkt, sondern auch mit unserem Service, dann müssen wir einen Wow Effekt einbauen. Dann müssen wir etwas geiler machen, besser machen, was Überraschendes tun, weil ansonsten, wenn es einfach nur wenn es einfach läuft, wird niemand sagen, oh die haben ja einen tollen Service, weil es lief ja alles so, wie ich es erwartet habe. Warum sollte ich das? Warum sollte ich das erwähnen? Ich werde erst was sagen, wenn etwas Wow ist oder wenn etwas nicht gut lief. Laura Roschewitz: Mau ist. Micha Weber: Es einfach nur läuft, ist zu wenig. Laura Roschewitz: Einfach laufen wollen wir nicht. Einfach laufen ist nicht das, was… Ich meine, dafür geben wir uns doch als Selbstständige auch alle viel zu viel Mühe, oder? Als das dann das Feedback kommt: Läuft. Also das ist ja nichts, womit wir gesehen werden wollen. Micha Weber: Ja und alle mit Online Business müssen einfach wissen das seit Corona die Menschen viel viel anspruchsvoller geworden sind. Dadurch, dass eCommerce soboomt, haben Kunden viel, einen viel höheren Anspruch. Da gab es diverse Studien zu. Das ist tatsächlich. Kunden erwarten jetzt was vorher wollten sie, dass es läuft. Jetzt wollen sie gut behandelt werden und was besonderes. Laura Roschewitz: Das ist nochmal ein richtig guter Punkt. Ganz zum Abschluss würde ich dich gerne noch Fragen, wie kann man denn mit dir arbeiten? Also wie sieht das aus? Vielleicht noch mal ein bisschen konkret. Bist du eine eins zu eins arbeitende Person? Arbeitest du in Programmen? Vielleicht holst uns da noch mal ein ganz bisschen mit rein und nennst uns auch gleich, weil ja ein Podcast über die Ohren läuft und viele zum Beispiel gerade am Kartoffeln schälen, Wäsche aufhängen, Auto fahren sind. Sagst uns auch noch mal ausgesprochen deinen Namen und deine Website, wo man dich oder deinen Titel, wo man dich gut finden kann, sodass die Zuhörenden sich auch später noch daran erinnern. Micha Weber: Ja, also ich bin Micha, Micha Weber. Meine Webseite ist Support Coach.de. Also einfach Support und Coach zusammengeschrieben. Wie man mit mir arbeitet? Wenn Unternehmer, Unternehmerinnen, Start ups merken, bei mir läuft, könnte es besser laufen oder es läuft gerade nicht rund. Was häufig der Fall ist, ist das sie dann so ein Check up buchen. Da mache ich dann so ein Review. Ich gucke mir alles an, ich mache Test-Bestellungen, ich gucke in Mails rein. Also mit alles was irgendwie mit Kundenservice zu tun hat, schaue ich mir an und mache dann im Grunde einen Überblick fertig, wie man das optimieren kann. Und das Schöne ist, das klingt dann immer so man kriegt eine Liste und dann habe ich noch mehr Arbeit. Nein, das meiste sind tatsächlich total einfache Sachen, die dann dabei rumkommen, weil oft helfen Kleinigkeiten, oder ich habe ja diesen IT Background. Ich kann dabei helfen, wenn es um Tools geht. Ich könnte die dann direkt auch installieren und einrichten. Es ist also nicht so, dass ich dann mit einer "So machst du es besser Liste" alleine mache, sondern ich kann das wirklich weiter begleiten. Das ist das eine. Was daraus manchmal resultiert ist, dass ich Mitarbeiter schule oder über längeren Zeitraum auch begleite. Mir geht es immer darum Menschen zu befähigen und nicht einfach was zu machen und die dann alleine zu lassen. Insofern bilde ich auch gerne aus, coache, bin als Mentorin aktiv und woran ich gerade arbeite im Hintergrund ist die Landingpage. Ich arbeite gerade für die, die an dem Thema regelmäßig arbeiten möchten, aber vielleicht noch nicht ganz so weit sind, an einer Support Community. Wo es halt ein Mix gibt aus einen festen Tag im Monat. Also vermutlich wird es einen Tag ein halber Tag. Ist dann im Rahmen von Coworking nur an Service Team gearbeitet wird, ich quasi als Ansprechpartnerin zur Seite stehe, einen Q&A Call gibt. Ich habe einen Onlinekurs, den ich zur Verfügung stellen werde. Es wird eine Gruppe geben, wo ich dann Materialien auch rein gebe und so, das einfach auch in der Community die Möglichkeit besteht auch von anderen zu lernen. Weil wir sind ja alle Kunden, jeder Mensch ist Kunde irgendwo. Das heißt, wir haben ja alle, wenn man so will. Ich weiß gar nicht, ist der Kunde sauer, dann werden irgendwie andere Antworten mit. So schreibe ich auch. Entspann dich. Oder ich habe das damals so und so geregelt. Also man kann sich da wunderbar gegenseitig auch unterstützen, weil weil wir alle unterschiedliche Kunden Perspektiven haben. Genau. Also das wird das nächste große Ding, gerade für die Selbstständigen, aber auch für die VAs, die ja sogar in so einer Doppelrolle sind. Die müssen nicht nur die Kunden ihrer Kunden bespaßen, sondern auch ihre Kunden. Laura Roschewitz: Ja, das stimmt. Zwei Direct Directions sozusagen. Ja, super spannend. Wir verlinken alle Informationen zu Micha auf jeden Fall in den Shownotes, wie immer. Das heißt, ihr könnt da auch mit einem Klick mal auf der Webseite vorbeischauen oder auf Social Media Profilen der Wahl. Das heißt, wir werden das alles noch mal rein ballern und schaut supergerne dann mal vorbei und connected euch und schaut, folgt auf jeden Fall Micha da auch mal irgendwie auf Insta und co, denn das ist auch schon ziemlich cool, da einfach dauerhaft mal so ein bisschen in den Kontakt zu kommen mit dem Thema, weil ich glaube, für viele ist das auch ein Thema, was einfach erst mal ein bisschen reifen muss, um dann irgendwann vielleicht festzustellen, diese kleine Micha im Kopf zu haben, die sagt, wenn die nächste Email kommt, wo so drin steht, wo kann ich mich denn einloggen und wofür nicht in den Calendly Link, das da vielleicht die kleine, der kleine Support Coach sozusagen auf der Schulter sitzt und sagt ja, das notierst du dir jetzt aber und jetzt machst du aber mal deine Zeit Tracking Tool hier an, also das wäre sozusagen unser Wunsch, wo die Gretel auf der anderen Schulter sitzt und immer fragt Na, wie sieht es denn mit dem Preis aus? Sitzt der Supportcoach sozusagen auf der anderen Seite und sagt Na, hast du Zeit getrackt? Und kannst du diese Frage nicht vielleicht auch anders beantworten, als du es bisher tust? In diesem Sinne, ich glaube, wir könnten noch Stunden weiter sprechen. Vielleicht müssen wir irgendwann mal eine zweite Folge machen. Vielleicht geht es da auch noch mal mehr um Kanu Touren oder Kajak und Wasser und Sonnenuntergänge und Graugänse. Aber in diesem Sinne wollen wir es noch heute hierbei belassen. Ich bedanke mich sehr für deine Zeit. Das war super spannend. Laura Roschewitz: Genau. Dann kriegst du von uns sozusagen allen Shownotes hier, kannst reinklicken und wir hören uns dann in der nächsten Folge am Dienstag wieder. Da gibt es eine Folge mit Gretel und mir zusammen. Kannst gespannt sein. Und Micha, vielen Dank für deine Zeit. Das war spannend und schön. Micha Weber: Ja, danke für die Einladung und ich freue mich über ganz viele neue Kontakte. Laura Roschewitz: Ja, also habt es gut. Macht euch einen schicken Tag und bis bald. Laura Roschewitz: Ciao. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie
- 08.11.202214 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Eure Mastermind-Gruppe klingt toll, aber ich bin mir gar nicht sicher, ob ich da richtig wäre? Ich habe das Gefühl, meine Fragen sind so simpel, die müsste ich doch alleine klären können?! Die anderen sind bestimmt alle viel weiter / toller / besser als ich? Oder: ich bin schon ganz schön weit im Business, da brauche ich doch keine Mastermind-Gruppe mehr!? In dieser Folge geben wir Dir ein paar ganz konkrete Beispiele von Fragen, die in unserer Mastermind-Gruppe SMASH IT! Gestellt werden und laden Dich am Ende der Folge zu unserem kostenlosen Ask Us Anything Mastermind-Call ein. Hier kannst Du Dich anmelden: lauraundgretel.de/aua Oder Du schickst uns auf Insta eine DM: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ https://www.instagram.com/gretelniemeyer/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Ich freue mich sehr, heute eine Folge im Gepäck zu haben, die für Gretel und mich so den Bereich thematisieren soll. Na, das ist doch völlig selbstverständlich. Also vielleicht kennst du das auch, je nachdem, worum sich deine Selbstständigkeit oder dein Business dreht, dass dir ganz, ganz viele Dinge ganz selbstverständlich sind, die aber vielleicht für deine Kund:innen, für deine Zielgruppe oder einfach für Außenstehende überhaupt nicht selbstverständlich ist. Und uns geht das immer wieder so und wir kriegen das auch bei unseren Kundinnen immer wieder mit, dass es eben gar nicht so einfach ist, sich immer wieder aus der Rolle der Experten heraus zu beamen in die Rolle derjenige, die mit einem arbeiten, wachsen und sich verbinden möchte. Das möchte ich heute einmal tun in dieser Podcastfolge und nehme dich einmal mit zum Thema Mastermind Gruppe. Gretel und ich haben ja im April 2021 unsere tolle Mastermind Gruppe "Smash it" gegründet, in der wir selbstständige Frauen begleiten, sich zu der Selbstständigen bzw. Unternehmerin zu entwickeln, die sie gerne sein möchten. Also weg vom Selbst und ständig, weg von dem Deal Zeit gegen Geld, Stund um Stund, sehr mühsam arbeiten, launchen lernen, vielleicht ein Online Business aufbauen, vielleicht aber auch weiterhin ein analoges Vor-Ort Business erfolgreicher machen, überhaupt erst einmal definieren, was Erfolg für mich bedeutet. Umsatz? Ja klar. Mich finanzieren, refinanzieren zu können. Rücklagen bilden zu können, ja. Aber was bedeutet es eigentlich noch? Auf diesem Weg begleiten wir jetzt schon gut anderthalb Jahre eine ganz, ganz tolle Gruppe von Frauen, die immer für ein halbes Jahr zu uns dazukommen und sozusagen mit auf das Smash it Boot, zu mir und Gretel kommen. Und dann ein halbes Jahr und manchmal auch noch länger, wenn sie verlängern, mit uns zusammen durch die Gewässer der Selbstständigkeit schippern und den ein oder anderen Sturm gemeinsam bewältigen und schauen, wie man dem gut trotzen kann, auch mal sichere Häfen ansteuern und schauen kann, dass man sich etwas erholt. Und so ist unsere Mastermind gewachsen, denn Gretel und ich haben uns selber in einer Mastermind Gruppe kennengelernt, waren dort erst mal Teilnehmerinnen und haben dann gemerkt, dass das voll unser Ding ist, dass wir das sehr, sehr spannend finden, sich zusammenzutun, sich auszutauschen, ein Netzwerk zu bilden. Und zwar nicht nur so auf einer freiwilligen, spontanen Ebene, sondern wirklich auf einer commitment Ebene, wo jemand den Rahmen hält, den Hut aufhat und dafür sorgt. Wir sagen immer, Gretel und ich sind so wie zwei Leitplanken und alle, die in der Mastermind sind, lernen auf der Autobahn zu beschleunigen, ihr Tempo zu finden, auch mal ne Pause zu machen, all diese Dinge, also gut durchzukommen. Dafür sind wir die Leitplanken, sodass keiner von der Spur abkommen kann. Und immer wieder reden wir über diese Mastermind. Und das ist für uns auch nicht das Selbstverständlichste der Welt, weil wir schon seit Monaten und Jahren uns mit diesem Mastermind Gruppe beschäftigen und es ganz klar ist, was eine Mastermind Gruppe ist, für wen sie toll geeignet ist. Aber wir auch immer wieder merken, dass es für viele doch gar nicht so selbstverständlich ist. Und so erreichte mich die Frage: Ja, wann ist denn so eine Mastermind eigentlich richtig für mich? Oder andersherum, ich habe irgendwie auch Sorgen, dass ich gar nicht so richtig passend bin, weil ich gar nicht weiß, ob ich die richtigen Fragen oder Themen habe oder ob mein Business an der richtigen Stelle ist. Und dazu heute diese Folge, in der ich dich und euch einmal mitnehmen möchte, was Themen sein können, die wir in einer Mastermind besprechen, welche Businesses, da perfekt und willkommen sind. Und am Ende der Folge also lohnt sich auf jeden Fall dranzubleiben, gebe ich euch noch ein kostenloses Format mit, was wir in dieser Woche nach der Aussendung dieser Folge, die ich erscheint am Dienstag und am Donnerstag haben wir ein Live Event, wo wir dich herzlich dazu einladen. Dazu mehr Infos am Ende der Sendung. Genau, ich gebe euch jetzt gerne mal einen kleinen Einblick daran, was tolle Mastermind Fragen sein können. Und noch mal ganz grob, was überhaupt eine Mastermind Gruppe ist. Also ich habe schon ein bisschen was erzählt. Eine Mastermind Gruppe ist ein Zusammenschluss von selbstständigen Frauen, die sich entwickeln wollen, die in ihrem Business vorankommen wollen. Es ist ganz ausdrücklich kein Kurs. Es ist nicht so, dass wir ganz, ganz viele Selbstlerner Inhalte haben, die ihr in der Mastermind dann lernt, sondern es ist ein ganz individuelles Format, wo jede Person mit ihren Themen reinkommt, sich für ein halbes Jahr committed mit uns zu arbeiten und zu wachsen und sich zu entwickeln. Und wir ganz am Anfang dann in einer Bestandsaufnahme schauen, ja, was ist denn dein Thema? Wo geht es dann für dich hin? Was sind deine Ziele, wo strugglest du vielleicht gerade? Und dann zusammen festzurren, was das halbe Jahr für dich sein soll? Also wir haben nicht eine vorgefertigte Form, in der du sozusagen abarbeiten kannst und dann lernen kannst, sondern wir gucken wirklich super individuell hin, bei jeder Smashi, sowie unsere Ladies in der Mastermind Gruppe heißen. Ganz konkret so dass wir dann alle 14 Tage einen Mastermind Call haben, wo jede Smash it Lady ihre Frage mitbringt, vorher einreicht, wir uns vorbereiten und dann gemeinsam diese Frage in einer Art Mini Coaching oder Sparring beantworten und alle anderen auch zuhören und für ihre eigenen Businesses lernen können. Denn das ist die sogenannte Mastermind Magie. Denn häufig lernen wir von den Fragen der anderen auch wahnsinnig viel und bekommen Antworten auf Fragen, die wir noch gar nicht gestellt hatten. Also die Mastermind Gruppe ist ein Zusammenschluss für ein halbes Jahr, wo Laura und Gretel, wir beide sozusagen eure Mentorinnen sind und an der Seite sind und euch begleiten, mit Wissen, mit Empathie, mit Aufmerksamkeit, mit Präsenz in einer geschlossenen Facebookgruppe nur für diese kleine feine Unternehmerinnen Gruppe. Wir sind zurzeit 15 Ladys. Das variiert je nach Saison, je nachdem wer gerade Lust hat. Aber wir sind eine sehr überschaubare Gruppe, in der wir für jede auch ausreichend Kapazitäten und Lust und Zeit haben. Das ist uns sehr wichtig, dass es kein skalierbares Programm ist, was bis 500 Frauen hoch geht, sondern dass es wirklich eine überschaubare Gruppe ist. Wir wissen bei jeder von den Smashies, wo sie gerade stehen, und das ist uns auch super wichtig. Alle 14 Tage haben wir eben den Kern, das Herzstück, sozusagen die Mastermind Gruppe und beantworten die Fragen. Dazwischen gibt es immer noch eine Text Sprechstunde, wo alle ihre Texte mitbringen können und jede Smashi hat auch noch Einzelcoachings, weil manchmal gibt es ja auch Themen, die ein bisschen tiefer und vielleicht auch im eins zu eins besser aufgehoben sind. Das ist unsere Mastermind. Und ich erzähle euch jetzt mal ein paar Fragen, die gestern gestellt worden sind. Gestern hatten wir eine Mastermind Gruppe und ich gebe euch mal ein paar Eindrücke mit, was eine tolle Mastermind Frage sein könnte. Zum Beispiel: Wie launche ich eigentlich am besten? Ich habe vor im Januar, Februar, März ein Programm, ein Gruppen Programm zu anzubieten und frage mich jetzt wie launche ich dann eigentlich am besten? Ein Soft Launch oder brauche ich ein riesiges Format, eine Challenge mit Ads oder aus meinem organischen Umfeld? Also wie stelle ich das auf? Was ist der Zeitplan, was bedeutet Launchen für mich in meinem Business eigentlich? Und wie ziehe ich das Ganze auf? Eine zweite Frage war: Was darf man Angebot eigentlich kosten? Also ich bin damit ein bisschen überfordert. Ich weiß gar nicht genau, was mein Angebot kosten darf, was ist das denn wert? Wie ist es üblich? Was kann ich dafür ein Preisschild dran schreiben? Eine dritte Frage war etwas ganz anderes. Ich trau mich nicht Pause zu machen. Wie kann ich mich das trauen? Ich bin irgendwie fertig, runter gerockt. Die letzten Monate waren anstrengend, aber ich fühl mich trotzdem innerlich getrieben. Was sind eure Tipps, Best Practices? Wie könnt ihr mich mit ermutigen, dass ich mir eine Pause nehmen darf? Und ihr seht also, es können sehr unterschiedliche Themen sein, von sehr emotionalen Themen bis zu sehr fachlichen Zahlen-, Daten-, Faktenbasierten Fragen. Alles dabei. Darüber hinaus gibt es aber auch so was wie, wie kann ich denn jetzt, 2022, da haben wir jetzt Anfang November, noch Umsatz machen? Geht das überhaupt? Bucht überhaupt jemand in der Vorweihnachtszeit oder ist das sowieso hoffnungslos? Wie kann ich dafür sorgen, dass mein Umsatz dieses Jahr noch ein bisschen hochgeht? Oder wie kann ich dann regelmäßig verkaufen? Bei mir ist es immer so ein Auf und Ab. Dann gibt es mal einen Monat oder ein Quartal, wo ich ganz viel verkaufe und dann ist aber wieder große Stille im Wald. Wie kann ich dann dafür sorgen, dass ich regelmäßig verkaufe? Und dann gab es noch eine ganz emotionale, weiche Frage. Und zwar, wie finde ich denn meine Motivation wieder? Sie ist irgendwie gerade verschütt gegangen. Gerade geht es mir nicht so gut und ich war lange krank. Ich hatte mit Corona zu tun und gerade finde ich meine Motivation nicht wieder. Hat sie vielleicht jemand von euch gestohlen? Oder könnt ihr mir helfen, sie wiederzufinden? Also wie du siehst, es sind sehr, sehr unterschiedliche Fragen, die wir in unserer Mastermind behandeln und jedes Mal ganz genau hinschauen und nochmal nachfragen. Haben wir das richtig verstanden, wie es bei dir ausschaut? Also wir gucken wirklich ganz genau hin. Und jetzt komme ich zu dem spannenden Part. Wenn du diese Folge jetzt direkt live gehört hast, dann haben wir ein tolles Angebot. Denn am zehnten muss ich mal wieder auf meinen Zettelchen gucken, weil ich mir so Tage immer nicht so gut merken kann. Am Donnerstag, jetzt diese Woche, am Donnerstag, den 10. November um 13:00 Uhr, ist unser Ask us Anything Mastermind Call. Das ist ein offenes Angebot an alle, die Lust haben, sich mit ihrer wichtigsten Business Frage zu beschäftigen, die sie vielleicht schon ein paar schlaflose Nächte gekostet hat oder einfach unangenehm schon lange da liegt oder vielleicht ganz neu aufgeploppt ist und du vielleicht gerade nicht genau weißt, wie du dieser Frage mit einer Antwort begegnen kannst. Dann laden wir dich ein am Donnerstag, den 10. November um 13:00 Uhr kostenlos bei unserem Ask us Anything Mastermind Call dabei zu sein. Die Anmeldemöglichkeit findest du in den Shownotes und unter www.LauraundGretel.de/aua. Also LauraundGretel.de/aua. Oder du schreibst uns einfach eine Nachricht. Ganz schnell geht's super flott, wir antworten schnell auf Instagram. Da findest du uns unter Gretel Niemeyer oder Laura.Roschewitz. Wir freuen uns schon riesig, dass wir wieder unterschiedlichste Unternehmerinnen und Selbstständige in dem AUA Call am Donnerstag zusammenbringen werden und dort gemeinsam mal die Lupe aufsetzen und gucken, was ist denn dein perfekter Weg? Und es ist so ein guter Moment. Denn das Jahr ist schon langsam auf der Zielgeraden und wir freuen uns riesig, gemeinsam nochmal hinzuschauen. Was kannst und solltest und möchtest du dieses Jahr noch anpacken, dass du an Silvester dasitzt und sagst Prost! Laura, das war ein gutes Jahr. Toll, dass du diesen Schritt noch gegangen bist. Hier, im letzten Monat. Im letzten Quartal. Sei es dein Umsatz, sei es deine Sichtbarkeit, sei es deine Motivation, sei es, eine Pause zu machen. Das können so unterschiedliche Dinge sein. Und Gretel und ich freuen uns riesig, mit dir gemeinsam in dem Ask us Anything Mastermind Call am Donnerstag die Lupe aufzusetzen, noch mal zu schauen, was für dein Business und dich dieses Jahr noch wichtig ist. Und wenn es eine Frage ist, die schon das nächste Jahr betrifft, dann lassen wir die auch gelten, auf jeden Fall. Sei dabei. Wir freuen uns sehr. Wenn du diese Folge jetzt später hörst, dann ist es gar kein Problem. Dann komm einfach auf unsere Webseite www.LauraundGretel.de und schau dich dort um. Dort gibt es auch immer eine Anmelde Möglichkeit oder Warteliste für unseren nächsten AUA Call, den wir immer nach ein paar Monaten wieder anbieten. Das heißt sei gerne dabei, melde dich oder schreibe uns auf Instagram. Gretel Niemeyer und also zwei verschiedene Accounts. Einmal Gretel Niemeyer und einmal Laura.Roschewitz. Wir freuen uns sehr und schicken dann gerne auch alle Infos, wann du das nächste Mal mit uns in einem Mastermind Call austesten kann, wie Mastermind so fertig ist. Und bis dahin wünschen wir dir jetzt erst mal einen tollen Tag. Lass uns gerne ein Kommentar oder ein paar Herzchen, Sternchen was auch immer da und bis bald. Ciao. Foto: Kareen Kittelmann Fotografie
- 03.11.202230 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Tausend offene Tabs? Überall Ordner auf dem Desktop? Dein Büro ist der Küchentisch? Dein Kalender reicht locker an Terminen für 3 Personen? In diesem Interview mit Martina Moreillon blicken wir mal genauer hin, an welchen Stellschrauben wir unsere Selbstständigkeit verschlanken, vereinfachen, übersichtlicher gestalten und uns so mehr Freiraum schaffen können. Dabei gilt: Jeder Mensch hat seine Dosis an Chaos & Struktur – nur ist es wichtig, diese auch umzusetzen für sich! Hör’ unbedingt mal rein und erzähl: Bist Du eher #teamordnung oder #teamchaos ? Martina Moreillon: https://www.martina-moreillon.com/ Instagram von Martina: https://www.instagram.com/martina_moreillon/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura und hier spricht Laura und ich freue mich sehr, dass heute wieder Interview Zeit ist und ich die Ehre habe, eine Gästin vorzustellen, mit der das ja alles gerade ganz aufregend ist. Und wir erzählen auch gleich warum. Aber erst mal herzlich willkommen, liebe Martina und ich versuche auch deinen Namen noch mal auszusprechen. Martina Moreillon, Willkommen! Martina Moreillon: Vielen Dank, Laura. Mega gut. Ich freue mich so da zu sein. Danke. Laura Roschewitz: Ja, wie ihr und wie du vielleicht schon hörst, trennen Martina und mich auf jeden Fall ein paar Kilometer, denn wir schnacken heute von Schweden runter in die Schweiz und von Graubünden rüber hoch nach Österjütland in Schweden. Das heißt, da liegen, ich weiß es nicht, auf jeden Fall ein paar Kilometer zwischen uns. Und die haben uns aber nicht stoppen können, uns zusammenzubringen, hier heute zu dieser Podcast Aufnahme. Und das ist eine witzige Geschichte, weil Podcasts Aufnahmen sehr unterschiedlich zustande kommen, hier bei uns bei Moin um Neun. Manche Menschen kennen wir schon seit Jahren, manche Menschen sind auch vielleicht so was wie Freundinnen von uns oder Bekannte, andere sind ganz, ganz neue Gesichter in unserem Orbit. Und mit Martina ist es so, dass wir uns super super spontan zusammengeschlossen haben und eben schon sehr viel Freude an dem vorbereitenden Gespräch hatten, weil wir bisher wirklich so ein bisschen so ein Gefühl hatten von Blind Date in Zoom heute, denn wir kennen uns einfach noch gar nicht und deswegen können wir jetzt den Podcast nutzen, um uns gegenseitig auch ein bisschen zu erforschen. Martina, ich kenn dich wie gesagt nicht so gut und deswegen versuche ich mal in ein paar Worten unseren Zuhörenden zu erklären, wer du bist und danach darfst du das korrigieren, erweitern und noch mal in deinen Worten sagen. Martina ist eine Person, die Menschen, Frauen begleitet, dabei den Fokus wiederzufinden und zwar nicht so viel, sich ablenken zu lassen. Wer kennt es nicht, weg vom Chaos, sei es innerlich oder äußerlich, wieder in angenehme Strukturen zu kommen und wirklich wieder mehr in das Gefühl zu kommen von "Ich steuere das hier. Ich bin wirklich an meinem Fokus, an meinem Kern. Ich weiß, was ich tue." Weg von Überforderung, Überlastung, zu viele Reize, zu viel Ablenkung. Und eine Sache habe ich bei dir mitgenommen. Und zwar hast du gesagt: "Eat the frog". Ja, das Konzept haben wir hier auch schon mal vorgestellt und machen das auch gelegentlich zusammen mit unseren Smashies, dass wir morgens gleich zusammen ein paar unangenehme Aufgaben erledigen. Du hast gesagt, "Kiss the Frog", ist aber auch ein ganz angenehmer Gedanke und den fand ich ganz spannend. Schön, dass du hier bist und stelle ich doch gerne noch mal so richtig selber vor. Martina Moreillon: Also vielen Dank, Laura, Ich engagiere dich gleich aus meine Vorstellerin. Du machst das mit Bravour. Ja, genau. Also ich ergänze einfach noch, mir ist auch wichtig, dass so wie die Frauen in den Arbeitsfluss, so nenne ich es kommen, weil ich habe früher ganz viel Stockendes erlebt und weiß daraus, wie sie ins Fließen kommen, wie ich ins Fließen komme. Und man hat vielleicht auch so alte Muster noch von der Anstellung her. Und einfach mal alles hinterfragen, durchbrechen und ins Fließen kommen. Genau. Und eben nicht Frösche essen, sondern Frösche küssen. Das macht mehr Spaß. Genau. Laura Roschewitz: Erzähl doch mal, weil es mich persönlich interessiert und weil es häufig auch ein Bereich ist, der viele Zuhörende interessiert. Wie bist du dazu gekommen? Du hast da eben gesagt, du hast das früher auch gekannt, dass es gestockt hat. Und mich würde interessieren, was gab es für einen Moment in deinem Leben oder für eine Phase oder für einen? Manchmal sind es ja auch wirklich so Wachmacher Momente, wo du gesagt hast, dass du das für dich ändern möchtest. Vielleicht mal so als erste Frage und die zweite, wie ist es dann weitergegangen? Wie kam es dazu, dass du das auch für andere übernehmen und mit anstoßen möchtest? Martina Moreillon: Also aufs erste ist mal, ich bin vom Kaufmännischen her habe ich wirklich alles durchlebt Großraumbüro, kleines Büro, Team, Verantwortung. Und da gibt ja ganz viel verschiedene Stellen, die stocken können. Und ich bin jetzt ein Mensch, der viel wahrnimmt, spürt. Und ein Großraumbüro war für mich der Horror. Also das war so, ich kann mich gar nicht fokussieren. Ich hätte meine Kapuze aufhaben müssen, Scheuklappen, und dann wäre es gegangen. Und da habe ich einfach auch angefangen, ja reinzuspüren. Wo komme ich mehr in den Fluss? Was darf ich mir erlauben? Wo kann ich mich rausnehmen? Und klick gemacht hat es. Ich bin jetzt 39 Jahre alt. Und bin vor dreieinhalb Jahren Mutter geworden. Ich bin wieder ins Kaufmännische gegangen danach und habe dann gemerkt nee, irgendwie nicht. Es geht einfach nicht mehr. Und ich bin die ganze Zeit war ich auf der Suche nach meinem Herzens-Business. Und dann habe ich Romana gebucht. Sie macht ein astrologisch, Business-Astrologie nennt sich das und sie führt sozusagen Frauen mit dem Horoskop zu ihrem Herzens-Business, weil ja eben manchmal es ist so nah. Ich sehe es auch bei meinen Kundinnen. Es ist so nah. Und doch, man sieht es nicht alleine. Das kennst du vielleicht auch? Laura Roschewitz: Absolut. Ja. Martina Moreillon: Genau. Und das war so der Moment, wo ich gesagt habe Nee, also. Ich brauch meine Herzens Aufgabe, weil das ist auch etwas, das nährt und nicht ausgelaugt und eben deshalb finde ich so wichtig. Ich unterstütze auch Frauen, die ihr Herzens-Business gefunden haben, also nicht diejenigen, die irgendwo angestellt sind. Genau, weil da sind Welten dazwischen. Laura Roschewitz: Ja, Ja, total. Wie kann das denn zum Beispiel aussehen? Vielleicht hast du mal so ganz konkret. Ich könnte mir vorstellen, dass es einigen noch ein bisschen schwer fällt, sich so konkret vorzustellen. Vielleicht hast du mal ein, zwei Geschichten von Frauen, die du begleitet hast. Was können das so für Themen sein? Wie kommen diese Frauen zu dir und wie gehen sie dann auch wieder? Oder was ist die Transformation? Was ist der Schritt, die sie mit dir zusammen machen? Und das vielleicht auch mal so ganz wie gesagt ganz praxisnah, weil ich kann es auch nicht ganz fühlen. Aber Klarheit und Fokus sag ich erst mal Jo, das ist super, Arbeitsfluss ist auch toll, aber was ganz konkret kann das bedeuten? Martina Moreillon: Genau. Also bei der einen Person war es zum Beispiel, sie hatte gar keinen richtigen Arbeitsplatz, also sie war im Homeoffice. Homeoffice war zwischen Kühlschrank und Esstisch, Esstisch war ihr Arbeitsplatz. Sind die Kinder nach Hause gekommen war sie die Flüchtige. Sie musste weichen, Sie musste alles schnell, schnell zusammenpacken, hatte so auch keinen Raum. Also ich sage nicht, dass jeder einen Raum, ein Büro benötigt, dass ich glaube, man darf sich da einfach seinen Raum schaffen. Und am Ende des Programms ist es so wie sie hat jetzt ihren eigenen Raum im Raum, im gleichen Raum aber anders positioniert, anders gestaltet, wo sie auch viel besser im Fluss ist. Sie kann sich besser konzentrieren, sie darf bleiben, wenn jemand nach Hause kommt. Also das war ein Aspekt davon. Laura Roschewitz: Ja. Martina Moreillon: Es war auch so ganz wichtig, weg von also ein anderer Aspekt, weg vom immer verfügbar sein müssen. Also dieses auf Insta, auf Mail. Wenn meine Kundinnen etwas brauchen, ich muss sofort antworten. Und sich dieses erlauben. Hey! Dann ist diese Zeit und die andere Zeit bin ich aber im anderen Sinne für meine Kundinnen da, in dem ich etwas produziere oder einfach so dieses Verständnis von. Dass es mir gut geht, dieser Switch, das finde ich extrem wertvoll. Laura Roschewitz: Genau glaube ich ein sehr, sehr großes Thema meiner Erfahrung nach von mir, aber auch von vielen Frauen, mit denen wir arbeiten, tatsächlich so, diese ständige Verfügbarkeit, ständige Erreichbarkeit. Ich habe gerade gestern einen Vortrag gehalten zum Thema Mentale Gesundheit für Selbständige und da habe ich den AOK Fehlzeiten Report aus Deutschland sozusagen zitiert. Und da kam wieder hervor, dass die ständige Erreichbarkeit bei Selbstständigen, vor allem wenn man dann mal ein bisschen die Studienlage anguckt, einer der größten Stressfaktoren ist, der sich dann auch wirklich auf die mentale Gesundheit auswirkt. Wie nimmst du das wahr, vielleicht bei dir selber, aber vor allem auch bei den Menschen, mit denen du arbeitest. Also ist das für viele ein großes Thema. Martina Moreillon: Also Stress, selbstgemachter Stress. Ja, ich habe das Gefühl, das ist sehr groß. Und da setze ich auch ein bisschen an, weil vielleicht stresst dich jetzt also nicht dich selber, aber die Unordnung am Arbeitsplatz. Vielleicht schiebst du wirklich deine To Do´s von heute auf morgen und vielleicht stresst dich die Planung oder eben die ständige Erreichbarkeit und da gehe ich dann tiefer mit der Kundin und schau wirklich okay, was stresst dich, weil wir verändern nicht das, was dich nicht stresst. Das bringt nichts. Laura Roschewitz: Ja. Martina Moreillon: Jemand hat vielleicht den Desktop voll mit Icons und Ordner. Und gewisse kriegen die Krise. Ja, du weißt was ich meine. Laura Roschewitz: Absolut. Martina Moreillon: Ja oder wissen auch im Chaos, wo sie was finden. Und da bin ich wirklich. Gehen wir so rein. Okay, was stresst dich? Also, wo ist die Problematik? Also nicht nur Problematik bezogen, aber auch zu sehen. Was ist schon gut, was funktioniert und was darf noch in den Fluss kommen? Laura Roschewitz: Ja. Und das heißt aber, dass du sozusagen Frauen sowohl bei der inneren Ordnung. Also es gibt ja so einen Aspekt der inneren Ordnung, also wie verzettelte ich mich? Vielleicht, weil ich einfach nicht so gut kann, gerade aufmerksam zu sein oder weil mich Dinge stressen, zum Beispiel Ansprüche an mich selber oder Erwartungen oder vielleicht auch alte Themen, Glaubenssätze und aber auch ganz manifeste Dinge wie zum Beispiel die Kacheln auf meinem Desktop oder die Oberfläche von meinem Schreibtisch oder die Ordnerstruktur in meinem Schrank oder so. Also es gibt sozusagen diese beiden Aspekte. Hab ich das richtig verstanden? Martina Moreillon: Ja. Also das ist für mich halt so auch ein bisschen so wie innen, so außen, so außen wie innen. Also das ist ja nicht unbedingt so getrennt. Wenn ich meinen Schreibtisch ansehe, dann ist das für mich so ah. Und dann kommt diese innere Ruhe auch wieder. Okay. Und jetzt kann ich wieder Unordnung machen, damit ich nachher wieder … Laura Roschewitz: Ja. Das heißt dich selber. Das würde mich noch mal interessieren. Wie ist deine Reise zum Thema Ordnung? Hast du dein Leben lang ein ordentlicher Mensch oder wie ist die Geschichte da? Vermute ich doch irgendein Nugget, was sich mal hinzugucken lohnt. Martina Moreillon: Hahaha, Du bist gut. Ja, genau. Also, ich bin sozusagen ordentlich auf die Welt gekommen. Weil ich weiß nicht, ob du dich mit Astrologie auseinandersetzt. Ich bin Jungfrau und im Aszendent auch Jungfrau. Und das ist eine üble Mischung. Also. Laura Roschewitz: Mein Beileid. Laura Roschewitz: Ja, das klingt fast wie eine Diagnose. Ja, doppelt Jungfrau. Martina Moreillon: Ja, genau. Also die, die es wissen, die verstehen es. Und es war wirklich so, also in der Schule. Die Stifte, weißt du die Farbstifte gespitzt, auch schön beieinander. Alles musste was mit dem Maßstab schön Platz haben. Und dann habe ich eben gehört, dass diese Jungfrau im Aszendenten etc. die seien so ordentlich. Dann habe ich gedacht nee, also so, sorry, aber so einfach kannst du mich nicht in eine Schublade stecken. Und dann habe ich die Unordnung in mein Leben geholt und das hat mir nicht gut getan. Ja, das war sozusagen entgegen meinem Naturell. Laura Roschewitz: Ja. Martina Moreillon: Und ja. Habe dann viele unschöne Dinge erlebt, habe die Unordnung lange beibehalten. Bin viele Male auf die Fr… geflogen. Laura Roschewitz: Ja. Martina Moreillon: Wortwörtlich. Und ja, habe dann langsam wieder den Weg zurückgefunden und habe eben durch das auch gemerkt, was die Ordnung außen in mir, also die Ordnung im Außen in mir auslöst und umgekehrt. Es ist so wie ein Spiegel, den du genau betrachten kannst. Laura Roschewitz: Wir lachen gerade. Ich lache gerade, weil ich kurz mal Mikro ausmachen musste, weil mein Hund hier angefangen hat, ein bisschen wildes Chaos zu machen. Ich habe das schon prognostiziert. Podcast Aufnahme mit Hund ist vielleicht ein bisschen wie Podcast Aufnahme mit Kind immer ein kleines Restrisiko, aber das kriegen wir hin. Ich fand das gerade super interessant und da kam mir sofort die Frage in den Sinn. Wenn jetzt uns vielleicht jemand zuhört. Ich meine, meistens lebt man ja einfach so, wie man so lebt. Man lebt irgendwie so vor sich hin, man hat sich mit Dingen arrangiert, mit manchen mehr, mit manchen weniger. Manche verändert man, manche lässt man so. Was würdest du sagen? So aus deiner Expertinnen Sicht. Was würdest du sagen? Woran merke ich denn, dass ich vielleicht eigentlich vom Naturell, wie du es auch gerade beschrieben hast, zum Beispiel ordentlicher? Also woran hast du das gemerkt oder woran haben deine Kundinnen das gemerkt, dass es eigentlich nicht stimmt, also dass dieses Innen und Außen nicht harmoniert, sondern dass sie irgendwie vielleicht im Außen, sei es auf dem Computer oder im Kalender oder im Büro oder im Kinderspielzimmer oder wo auch immer, dass ihnen das nicht passt. Ich nenne das ja immer, dass es nicht artgerecht ist. Woran merkt man das? Woran hast du das gemerkt? Woran merken das deine Kundinnen vor allem? Martina Moreillon: Also ich habe immer das Gefühl, es ist so ein bisschen ein Stresspegel, den man wahrnehmen kann. Vielleicht braucht es dann eben ein bisschen mehr, bis der Stress wirklich groß ist. Also bei mir war es dann früh mal ein Burn out etc. Also halt einfach diese Geschichten und das ist es so. Und vielleicht merkst du es eben gar nicht selber so gut. Vielleicht brauchst du wie manchmal etwas von außen, das dich eben auf den Boden bringt, oder? Also wenn ich mit den Kundinnen rede, dann ist es nicht unbedingt, sie haben Unordnung, aber sie sind froh, weil sie nachher noch besser organisiert sind oder noch besser finden oder noch klarer etwas sehen. Weil ja Unordnung, Ordnung ist auch eine Definition, die du, die jeder Mensch selber macht. Was ich vielleicht ordentlich finde, findest du vielleicht unordentlich. Laura Roschewitz: Absolut. Ich glaube, ich weiß nicht, wie es euch beim Zuhören geht. Ihr könnt uns ja auch gerne mal einen Kommentar schreiben. Entweder Martina oder mir. Ihr seht natürlich auch wieder alles verlinkt in den Shownotes, wie ihr sozusagen direkt Kontakt zu Martina aufnehmen könnt. Wie gesagt, das ist mein Thema, da will ich mehr erfahren. Ich glaube, aus meinem Leben und aus vielen Freundinnen und auch aus dem Arbeitskontext, dass es auch häufig vielleicht eine Paarthematik sein kann, dass Menschen einfach eine andere Wahrnehmung haben für Ordnung. Also das muss jetzt gar nicht so Rollennormativ sein, dass die Frau immer ordentlicher ist als der Mann. Aber ich, ich nehme das schon so wahr, dass es Situationen gibt, wo eine Person sagt, ich habe auch lange in WGs gelebt, zum Beispiel, da war das häufig ein Thema, ist es super unordentlich oder es ist super dreckig hier und die andere Person sagt "Hey, alles easy, ist doch super hier. Ich bin erst in drei Wochen wieder mit Putzen dran." Also ich glaube, das ist einfach auch sehr. Also das kann ich mir schon vorstellen. Das ist sehr, sehr unterschiedlich. Was hast du denn vielleicht für eine Idee? Würde mich interessieren so einen spontanen Tipp oder eine Idee oder ein Impuls für jemanden, der vielleicht gerade jetzt in einer Situation lebt, sei es beruflich oder überhaupt im Leben, und sagt: "Eigentlich fühle ich mich nicht richtig wohl. Und ich habe schon das Gefühl, dass hier ein bisschen mehr Chaos herrscht, als ich, das eigentlich mir das guttut." Also ich könnte mir vorstellen mit Kindern, dass das ein großes Thema ist, weil ich bin jetzt aktuell ohne Kinder. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es für viele Mütter oder überhaupt Menschen, die mit Kindern zusammenleben, ein Thema ist, dass so wie ich es mitbekomme, doch relativ häufig Chaos ist und Kinder auch ein ganz anderes, ganz andere Wahrnehmung oft haben. Es sind, glaube ich nicht alles so Kinder, wie du es warst, sondern ich glaube, es gibt auch sehr viele Kinder, die eher so omnipräsent sind mit ihren Sachen und die Stifte in allen Reihenfolgen überall rumfliegen. Martina Moreillon: Ja, also wenn ich jetzt meine Mutter frage, wie ich wirklich war, dann kommt vielleicht auch was anderes raus. Ja, ich finde so, also mit Kindern, das ist wirklich eine andere Liga ohne irgendwas schwieriger. Ja, aber da habe ich schon mal eine andere Herausforderung auch kennengelernt. Genau. Also sei nur schon mal das Hirn, wo dann vielleicht nicht mehr so viel funktioniert wie vorher. Der Fokus, du bist plötzlich viel verstreuter oder es wird viel mehr von dir gebraucht. Und wenn du jetzt so an einem Punkt bist, wo du sagst okay, viel Unordnung herrscht deinem Leben. Ähm. Definiere mal! Hast du einen Bereich, wo die Unordnung am größten ist? Aber ebenfalls vielleicht. Ich glaube, man hat so ein bisschen Themen wie zum Beispiel Papierkram oder halt elektronisch oder ich fühl mich einfach, ich komm nicht gerne an meinen Arbeitsplatz, das gibt's ja auch. Laura Roschewitz: Ja. Martina Moreillon: Leute die überall arbeiten und ich liebe… Also ich finde das super dort arbeiten, wo eben an der Sonne arbeiten und so unbedingt, wenn man es gerne hat. Aber wenn du dann permanent nicht gerne an deinen Arbeitsplatz gehst, entweder ist dann was mit der Arbeit nicht so gut oder halt wirklich: Gönn´ dir einen Arbeitsplatz, an dem du gerne hinkommst, an dem du dich wohlfühlst. Also. Ähm. Ja. Und dort wie das Thema herauskristallisieren und vielleicht einfach mal so runterschreiben. Ja, was? An was liegt es? Oder einfach wo? So wie eine Detektivin. Lupe auf und dann mal grübeln. Wo entsteht auch Unordnung? Also ist… Laura Roschewitz: Das finde ich mega spannend. Das finde ich super spannend, weil ich gerade so innerlich meine Bereiche durchgegangen bin und ich glaube, ich bin da sehr, sehr ambivalent. Ich habe Bereiche, wo ich sagen würde, da bin ich super, super ordentlich und da fühle ich mich auch sehr wohl mit zum Beispiel mein E Mail Posteingang. Also ich habe so eine Zero Email Geschichte. Das heißt mein Ziel ist immer null Emails in meinem Posteingang zu haben. Das schaffe ich nie. Aber wenn ich über zehn in meinem Posteingang habe, werde ich nervös. Ich versuche das schon sehr niedrig zu halten und das klappt auch sehr, sehr gut. Früher dachte ich immer, das kann ja gar nicht klappen und hier sind ja 200 ungelesene Emails und so, und wenn ich das jetzt sehe, bei anderen kriege ich richtig so ein beklemmendes Gefühl in der Brust, wenn ich so 2500 Emails im Posteingang sehe. Das finde ich ganz fürchterlich. Also das zum Beispiel hilft mir mega, mich zu strukturieren und zu sehen okay, wie viel Workload ist gerade wirklich da? Was muss ich wirklich noch beantworten? Also ich kriege dadurch ein total gutes inneres Gefühl. Und genauso ist es auch auf meinem Laptop zum Beispiel. Da habe ich mir dieses Jahr auch ein Coaching gegönnt und habe einfach mal aufgeräumt, weil ich immer alles irgendwo gespeichert habe, auf irgendeinem Desktop, irgendwo. Ich hatte keinen Plan, wie das alles miteinander zusammenhängt und da erst mal eine Ordnerstruktur angelegt habe, da fühle ich mich sehr erwachsen mit und finde das ganz großartig. Und dann gibt es aber auch so Bereiche, das ist vielleicht auch typisch, das kennst du bestimmt auch. Ich zum Beispiel arbeite ja auch viel in Canva und habe ja auch ein Team mit meiner VA und noch einer anderen Frau und da ist es zum Beispiel das Mega Chaos und ich habe neulich erst gemerkt, dass ich eine Workshop Anfrage bekommen habe und es war eigentlich ein tolles Thema. Das hätte das… Also es war wirklich toll und ich habe so gedacht Ja, ja, das wäre toll. Aber ich habe keinen Bock die Powerpoint Präsentation vorzubereiten, weil alle meine Inhalte ich habe die Inhalte alle, aber die sind halt irgendwo. Und das macht mir immer so wahnsinnig schlechte Laune, wenn ich Powerpoint Präsentation vorbereiten muss. Ich habe das richtig gespürt. Das hat mir so richtig die Energie gezogen. Und dann habe ich meiner VA jetzt den Auftrag gegeben, das bitte zu strukturieren diesen Bereich, weil ich weiss ja, dass es geht durch meine, meine Emails und meinen Laptop. Also das sind vielleicht so Bereiche, über die vielleicht nicht jeder schon nachgedacht hat, die ich jetzt auch noch relativ neu in meinem Leben habe, tatsächlich aber die mir extrem geholfen haben, um mich besser zu fühlen. Bei Canva warte ich drauf. Nächste Woche werden wir uns das zusammen angucken. Ich kann dann ja mal berichten. Martina Moreillon: Unbedingt. Weil eben das sind genau die Dinge. Das geht ja gar nicht, dass du wie. Das das so eine Hemmschwelle ist. Also, weißt du, das finde ich so schade. Es ist machbar, es ist gut machbar. Und deine Workshop Teilnehmenden wissen jetzt, also sehen jetzt vielleicht mega traurig, dass es nicht stattgefunden hat oder findet es doch statt? Laura Roschewitz: Ja, es findet statt. Ich habe mich dann überwunden und habe gesagt Ja, ich mach das. Ich habe das zum Anlass genommen und habe dann sozusagen gesagt ich investiere das Geld, was ich mit dem Workshop umsetze, in meine Va und in mein Team, dass wir es einmal vernünftig aufstellen, weil es ist ja meistens auch gar nicht so, ich sag mal gar nicht so ein Hexenwerk, aber wir machen das, ich weiß nicht wie du das wahrnimmst. Aber ich habe häufig das Gefühl, wenn wir es dann mal angehen. Dann geht es manchmal auch viel schneller, als wir vorher so gedacht hatten, oder? Also viel einfacher. Nicht unbedingt nur schneller, sondern einfach so, Es ist dann möglich und vorher ist oft so ein Gefühl von. Wie soll das denn gehen? Martina Moreillon: Ja und das ist eben diese, dieses Ohnmachtsgefühl, dieses Überwältigende. Und eigentlich wird die Maus zum Elefanten. Es ist aber eigentlich eine Maus. Aber weil das immer so ein Thema ist, wo du vielleicht nicht gerade eine Lösung hast oder wie so auch immer irgendwelche Blockaden, wird es immer größer und größer. Das ist… Laura Roschewitz: Ja. Absolut, ja. In den Bereichen habe ich das festgestellt. Und auch das andere, was du eben gesagt hast zum Thema Büro. Ich habe ja ganz neu ein externes Büro. Ich arbeite ja nicht mehr von zu Hause nach Jahren Homeoffice und merke erst jetzt, wie gut das für mich jetzt gerade ist. Kann auch sein, dass ich irgendwann wieder im Homeoffice arbeite oder mal tageweise und so, aber ein Büro zu haben, das nach meinen Bedürfnissen eingerichtet ist, wo ich gut sitzen kann, das fängt schon mal damit an ich saß vorher immer auf so einem relativ ungemütlichen Platz irgendwie. Also das kann ich nur auch jedem empfehlen aus dem ganz praktischen Erleben, was ich hier gerade sozusagen mache. Das ist einfach schön ist. Und ich habe zum Beispiel einen total schönen großen Teppich in meinem Büro und da kann ich mich in der Pause mal drauflegen. Das finde ich super angenehm, einfach mal so auszustrecken und sich so was zu gönnen, hast du vorhin, glaube ich auch gesagt. Sich das selber auch wert zu sein, sich einen schönen Arbeitsplatz einzurichten und zu gestalten, wo wir doch so viel Zeit verbringen, vor allem wir Selbstständige. Martina Moreillon: Und eben ich habe da noch mal einen Post gemacht. Wir Frauen, also ich arbeite auch mit Müttern und da ist es oft Ja, ich habe den Schreibtisch von den Kindern oder ich habe da noch ein Schulheft von dem Kind, da hat es noch drei Seiten Platz. Ich also einfach dieses Aufbrauchen, sich nicht wert sein. Und eben das macht es so schön mit den Pausen, also dieses sich so gut schauen. Ich finde, das gehört einfach alles auch mit dazu. Und das ist so wichtig. Ja. Laura Roschewitz: Total. Wenn uns jetzt jemand zuhört und sagt, das ist ja mega spannend, dann ist beim Podcast aber ein bisschen die Herausforderung, dass die Leute auch zu dir finden. Deswegen bitte ich dich noch mal deinen vollen Namen und den Kanal, wo man dich am besten findet, weil manche sitzen jetzt im Auto und können gerade nicht auf die Shownotes klicken und dann kommt gleich der nächste Podcast und dann haben sie es vielleicht wieder vorerst vergessen. Deswegen sag doch einmal noch mal, wo man dich gut finden kann und wo man mit dir auch in Kontakt treten kann nach diesem Podcast. Martina Moreillon: Sehr gerne. Danke Laura. Also das ist Martina-Moreillon.com oder halt auf Insta auch Martina Moreillon. Der Name ist ein bisschen die Herausforderung. Laura Roschewitz: Ich habe schon Ich habe vorhin schon gesagt, ich könnte das jetzt sehr deutsch aussprechen und könnte sagen vielleicht hilft das bei ein oder anderen Moreillon mit Doppel L. Ich glaube, dass das nicht wie Martina es gerne hört. Und das ist, glaube ich, auch nicht, wie man es eigentlich ursprünglich ausspricht. Aber es hilft euch vielleicht und schaut unbedingt mal bei Martina vorbei. Auf der Seite für Impulse, schreibt ihr. Wir freuen uns immer riesig nach Podcast folgen, wenn ihr uns Feedback gebt, wenn ihr erzählt, was ihr mitnehmen konntet aus der Folge, wo es euch vielleicht inspiriert hat oder auch wenn ihr Lust habt, mit Martina zu arbeiten und gibt uns da doch noch mal vielleicht so ein, zwei Einblicke. Wie kann man denn mit ihr arbeiten? Martina Moreillon: Genau. Also ich plane jetzt gerade den nächsten Workshop, wo wir dann in die Planung einsteigen. Ich nenne es liebevolle Planung. Also nicht, dass du dich durch peitscht, sondern dass du wirklich eine Planung machst, mit der du gerne arbeitest und auch die Punkte machst, die da drauf stehen. Das ist ja auch so was. Laura Roschewitz: Ja. Martina Moreillon: Ja und ich habe das Datum noch nicht, aber fängt bald an, etwa so in zwei, drei Wochen, passend zum neuen Jahresbeginn dann 2023 und da seid ihr herzlich eingeladen. Es ist gratis. Laura wir haben gar nicht gesagt, wann der Podcast veröffentlicht wird. Laura Roschewitz: Genau. Genau. Wir gucken mal, wir schreiben das alles so in die Shownotes, dass ihr jetzt den passenden Workshop von Martina bekommt. Dann könnt ihr sozusagen, es passt wahrscheinlich perfekt. Ihr solltet unbedingt mal bei Martina vorbeischauen, weil wahrscheinlich findet jetzt ungefähr der Workshop statt und ansonsten schreibt die Martina einfach und guckt mal vorbei. Dann gibt es bestimmt auch noch mal wieder was Neues am Angebot. Aber das wird glaube ich schon ganz gut passen vom Timing. Martina Moreillon: Genau. Und ich begleite einfach die Frauen innerhalb von acht Wochen im eins zu eins, weil das wirklich auch alles umgesetzt wird, dass es im Fluss ist. Und manchmal startet man mit einem Gefühl: Ja, es ist ja gar nicht so schlimm. Und wenn die Teilnehmerinnen drauf sind, dann ist es so: Wow! Laura Roschewitz: Ja. Martina Moreillon: Also ja. Genau das ist wunderschön zu sehen. Laura Roschewitz: Vielleicht zum Abschluss noch, was hast du für eine? Hast du eine Motivation für unser Zuhören? Vielleicht für die, die sagen, die vielleicht auch gerade ein bisschen im Chaos stecken oder die gerade merken, irgenwie ist hier überall so ein bisschen der Wurm drin. Oder irgendwie ist alles ein bisschen chaotisch. Das Kinderzimmer, das Auto, der Laptop, mein Schreibtisch. Was hast du für einen Mutmacher hier auf den letzten Metern von der Podcastfolge? Martina Moreillon: Mutmacher. Also, ich würde sagen, gönn dir die 30 Minuten. Ich schenke dir 30 Minuten. Lass uns austauschen, weil ich finde es so, Ich möchte wirklich, dass du genügend Zeit für dein Herzens Business hast. Also meld dich an bei mir beim Termin und du bekommst dann schon erste Impulse, die dich da weiterbringen. Und ja, vielleicht noch ein Mutmacher. Ich habe das Gefühl. Jeder findet seine Ordnung, wenn er wirklich anfängt zu hinterfragen, wo und wieso entsteht die Unordnung. Laura Roschewitz: Ja, jeder findet seine Ordnung. Das sind schöne, abschließende Worte. Ich danke dir sehr, liebe Martina, für das schöne Interview und ich hoffe sehr und ich bin mir sicher, dass ihr was mitnehmen konntet und dass ihr vielleicht an einer ganz interessanten Stelle angeregt worden seid durch diese Podcastfolge. Danke dir, Martina, rüber in die Schweiz. Martina Moreillon: Ich danke dir, Laura, zurück nach Schweden. Laura Roschewitz: Und wir hören uns wieder in der nächsten Woche mit einer neuen Folge Moin um Neun am Dienstag geht es weiter und lasst uns gerne ein paar Sternchen da ein Kommentar und schickt uns gerne, Martina und oder uns eine Nachricht auf Instagram oder wo auch immer. Wir erreichen uns schon. Bis dann. Macht's gut. Tschüss. Martina Moreillon: Tschüss. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie
- 01.11.202214 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Vom Küchentisch, arbeiten im Kinder- oder Schlafzimmer bis zum vollausgestatteten Büro oder Co-Working Space: So verschieden wir sind, sind auch unsere Arbeitssituationen. 💻 In dieser Folge nimmt Laura Dich mit auf ihre Erfahrungsreise nach über 5 Jahren Selbstständigkeit im Home-Office, Gemeinschaftsbüro, Co-Working Space und aktuell im ganz eigenen Büro! Welche Vorteile bringt welches Modell? Wieso mietet Laura sich jetzt ein externes Büro und fährt 🚗 dort jeden Tag freiwillig hin? Hör’ unbedingt rein 🎧 in die Folge und lass uns gerne einen Kommentar da! 👇 Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Ich freue mich sehr, dass wir wieder eine neue Podcastfolge vor uns haben heute. Und ich habe ein Thema eingepackt für diese Woche, was ich besonders spannend finde, weil ich mit dem gerade sehr konfrontiert war die letzten Wochen und Monate. Und zwar, Homeoffice oder externes Büro. Ich fange mal so an. Ich persönlich habe viele Jahre jetzt im Homeoffice gearbeitet, nicht erst seit Corona. Und hatte nur in kurzen Etappen zwischendurch mal ein externes Büro zur Verfügung. Habe die aller allermeiste Zeit von zu Hause gearbeitet und ich habe das am Anfang sehr genossen, denn mein letzter Job, bevor ich komplett 100 % selbstständig war, war ein Angestelltenjob, bei dem ich pro Strecke 45 Minuten Auto fahren musste, sprich anderthalb Stunden am Tag. Und das an so 3 bis 4 Tagen die Woche. Ich konnte schon immer ein bisschen aus dem Homeoffice arbeiten. Das waren immer die Tage, wo ich nicht so viel fahren musste und einfach nicht so viel Zeit verloren habe und gerade im Winter zum Beispiel auch einfach bei Tageslicht mal draußen sein konnte und nicht immer im Dunklen sehr viel Auto fahren und im Hellen arbeiten. Das hat mir irgendwie schon immer so ein bisschen gestunken und deswegen war eine große Freiheit, als ich mich dann selbstständig gemacht habe, dass ich wirklich, das war jetzt auch schon 2017. Also es ist schon einige Jahre her, dass ich dann einfach entscheiden konnte, ich arbeite jetzt nur noch von zu Hause aus dem Homeoffice. Durch die Pandemie Situation hat sich die Frage dann ja auch nicht weiter gestellt. Das war jetzt nicht die beste Zeit, um sich dann ein externes Büro dauerhaft zu suchen und es gab aber auch nicht mehr so die Möglichkeit so richtig mit Coworking Spaces und co. Das heißt, ich fühlte mich schon sehr auch dazu verpflichtet, zu Hause zu sein. Und gerade am Anfang fand ich das auch wirklich sehr, sehr angenehm. Wenig Fahrzeiten, kein Dress Code, Kosten sparen, Umweltschutz, Zeit sparen. Also sehr, sehr viele Dinge, die mir auch wichtig sind, waren mit dem Homeoffice erfüllt und so konnte ich dem auch nichts Negatives abgewinnen, weil es ja einfach sozusagen perfekt war. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass für mich, die sowieso schon eine Person ist, die viel arbeitet, mit Sicherheit auch ab und zu mal ein bisschen zu viel im Sinne von, dass ich meine Grenzen nicht so gut ware. Die Tätigkeit im Homeoffice, die große Schwierigkeit und Herausforderungen mitgebracht hat, dass ich quasi meine Arbeit in meinem zu Hause hatte und somit gefühlt gar keine Grenzen mehr. Ich habe mich sehr oft dabei ertappt oder es einfach beobachtet, dass ich schon morgens beim Frühstück, vor dem Frühstück den Rechner… Ich kam wirklich. Also aufwachen. Also ein gewöhnlicher Tagesablauf in meinem Homeoffice leben war wirklich aufwachen, erst mal Smartphone an, alle Social Media Kanäle checken. Was ja häufig bei Selbständigen schon eine berufliche Tätigkeit ist. Weil wir das oft nicht tun, weil es uns einfach so stark interessiert, sondern weil wir darüber auch Akquise betreiben und mit unseren Kund:innen in Kontakt sind. Dann aufstehen. Ich hatte so eine kleine Maisonette-Wohnung, bin dann nach unten gegangen und unten habe ich auf dem Weg zum Wasserkocher, zum Tee oder Kaffee machen schon mein Laptop kurz eingeschaltet. Während der Tee dann gezogen hat, habe ich schon meine Emails gecheckt und beim Frühstück habe ich schon die ersten Emails beantwortet und Social Media. Und so ging das den ganzen Tag. Ich habe schon auch immer mal, ich habe schon regelmäßig gegessen, gefrühstückt, ich habe auch mittags gekocht. Das fand ich sehr angenehm, dass ich dafür nicht irgendwie weg musste, dass ich trotzdem mich gut ernähren konnte. Nichtsdestotrotz habe ich währenddessen noch weitergearbeitet oder zumindest war ich im Arbeitskontext. Ich hatte auch einfach dieses eine Laptop, da war ja alles dran. Und selbst wenn ich dann mal kurz eine Viertelstunde eine Doku angemacht habe und irgendwas, um mich ein bisschen abzulenken und um was Schönes zu sehen und um einfach ein bisschen Pause im Kopf zu haben, habe ich nach unten gesehen, wenn das Briefchen aufging und eine Email kam. Und so habe ich dann einfach den Tag weitergemacht. Nachmittags wurde gearbeitet und abends ja, was macht man abends? Ich hatte einen wunderschönen Ofen. Ich saß auf dem Sofa, ich war im Garten, aber auch nicht so viel, weil einfach diese Arbeit sehr, sehr omnipräsent war in diesem Zuhause. Und eigentlich gab es nur noch die Selbstständige Laura Roschewitz. Und ehrlich gesagt traf dieses dieser Spruch, den ich eigentlich total nervig finde, selbst und ständig schon ziemlich auf mich zu. Bin ich davon heute geheilt? Nein, natürlich nicht. Bin ich immer noch eine Workaholicerin, die sehr viel arbeitet und drei Firmen leitet? Ja, aber es haben sich viele Dinge verändert. Und bei mir, Spoiler, das muss nicht für alle so gelten, Spoiler Ende, ist ein externes Büro, ein Schlüsselfaktor, der dazu führt, dass ich mich sehr, sehr, sehr viel besser konzentrieren kann und noch andere Dinge erkannt habe, die ich gerne in dieser Podcastfolge einmal mit euch teilen möchte. Welche Dinge habe ich erkannt im sozusagen externen Büro, die mir zu Hause schwerer fallen? Zum einen gibt es mir mehr Struktur. Also Struktur und Halt, weil ich morgens aus dem Haus gehe und nachmittags, manchmal auch abends, aber irgendwann wiederkomme. Das heißt, ich habe auch eine Motivation, nach Hause zu fahren, weil in meinem Büro ist nicht mein Mann, ist nicht mein Kater, ist nicht der Holzofen, da kann ich nicht gemütlich essen. Es ist schon gemütlich hier. Ich habe es mir hier sehr schön eingerichtet, aber es ist halt nicht mein Zuhause. Diese Struktur hilft mir sehr, denn es gibt dann eine Rolle, in die ich fahre. Ich fahre mit dem Auto in mein Büro und dann bin ich in der Rolle der Selbstständigen, der Unternehmerin und ich fahre dann nach Hause und komme leichter wieder in die Rolle der Privatperson. Also das erste ist diese Struktur, das zweite habe ich schon angedeutet, sind Rollen und Abgrenzungen. Das tut mir auch sehr gut, dass ich einfach meine Rollen besser voneinander trennen kann. Die Privatpersonen und die Unternehmerin. Und da ich als Selbständige sowieso schon einfach auch viel arbeite, auch mit Freundinnen, mit Kolleginnen, dass vieles da Freundschaft oder Kolleginnenschafft, auch zusammen wächst und verschmilzt, dadurch tut mir das sehr, sehr gut, dass ich eben räumliche Distanz und Abstand habe. Drittens, ich glaube es ist der dritte Punkt, merke ich einfach, dass ich mein Büro hier. Ähm. Ich habe einen professionelleren Blick auf meine Arbeit, weil ich nicht mit einem Privatpersonen Blick sozusagen drauf gucke, sondern halt wirklich in diese Rolle rein schlüpfen kann und in diesem Büro auch einfach unternehmerisch wirke und unternehmerische Entscheidungen treffe und eben nicht immer wieder mit dieser Privatperson in Kontakt komme. Denn das ist der vierte Punkt, dass ich einfach nicht so Verstrebungen habe. Also ich habe nicht mehr dieses ich arbeite und gleichzeitig mache ich die Wäsche und gleichzeitig kommt der Postbote oder die Postbotin und der Elektriker und das fällt weg. Ich bin im Büro und da bin ich im Büro und da bin ich im Büro, da arbeite ich und alle anderen Sachen muss ich drumherum organisieren, was natürlich auch manchmal herausfordernd ist. Aber mir tut das unheimlich gut, weil ich eben so nicht so viel Ablenkung erfahre. Und ich habe zu Hause, als ich im Homeoffice gearbeitet habe, doch recht oft noch zwischendurch andere Sachen gemacht. Aber sie haben mich nicht entspannt. Das war nicht positiv. Es war nicht, dass ich gesagt habe Och, der Tag war schön. Es war eigentlich ein ruhiger Tag. Ich habe zwischendurch gewaschen und gekocht und eingekauft und habe noch schnell dies und das gemacht. Das hat sich für mich eher stressig angefühlt. Und ich weiß auch von vielen Menschen, mit denen wir arbeiten, auch unseren Smashies, dass wir oft das Thema haben, zum Beispiel auch Kinder im Haushalt zu haben und dass dann wahrscheinlich diese Überschneidung der Rollen noch mal ganz anders ins Gewicht fällt als bei mir, die kinderlos lebt, aber zum Beispiel auch eine Katze hat, die durchs Bild läuft, die mich ablenkt, die eine Maus gefangen hat und durchs Wohnzimmer trägt. Also all diese Dinge, die eigentlich mein Privatleben betreffen, switchen, swappen, schwappen so in meine Selbstständigkeit herein. Und das hat mir einfach auf Dauer nicht gut getan. Beziehungsweise ich merke jetzt, wo ich es nicht mehr habe, dass es mir sehr, sehr viel Energie geraubt hat. Und das ist mein Fokus wirklich verändert hat. Und das sehe ich diese verschiedenen Rollen, die ich innehabe, nicht so gut miteinander kombinieren konnte, dadurch, dass ich irgendwie an diesem ganz einen festen, gleichen Raum war. Also ich war die Unternehmerin, die Partnerin, die Privatperson, die Gärtnerin, die Gewächshaus, der Gewächshaus Fan, die Katzen Muddi. Ich war sozusagen alles immer am selben Ort und. Ich bin generell ein Mensch, dem es eher schwer fällt, Dinge loszulassen, abzugrenzen. Ich nehme sehr viel wahr, sehr viel auf. Ich nehme mir auch viel zu Herzen und würde sagen, dass ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Und deswegen tut es mir besonders gut, dass ich einen Raum hier habe in meinem externen Büro, der wirklich einfach nur Arbeit ist, wo quasi nichts Privates passiert und ich mich auch erziehe. Wirklich, dass ich nicht so viel Privates zwischendurch mal eben mache. Natürlich habe ich auch mal Telefonate oder Emails, die ich auch privat erledige, aber ich versuche schon, möglichst viel davon dann auch in meiner privaten Zeit wirklich umzusetzen. Seitdem ich das Büro habe, nutze ich zum Beispiel auch sehr bewusst, meistens ungefähr einen Tag in der Woche, wo ich einfach zu Hause bleibe oder aus dem Homeoffice arbeite und kann das viel mehr genießen, weil ich dann mal nicht fahren muss, weil ich einfach mal gemütlich zu Hause bleiben muss. Aber das fühlt sich sehr unterschiedlich an, seitdem ich ein Büro habe für meine dauerhafte Tätigkeit. Und was mir noch sehr gut tut, ist, dass ich auch wieder zum Beispiel durch Kleidung mich abgrenze. Also ich habe Kleidung fürs Büro und Kleidung für zu Hause und ich ziehe mich um. Also es gibt quasi Berufskleidung und private Kleidung und das tut mir gut, weil ich dadurch auch meine Rolle als Unternehmerin wieder ein Stück weit abgeben kann, wenn ich nach Hause kommen. Next Level wird für mich sein, mein nächstes Projekt ist, mein Laptop im Büro zu lassen. Alle, die mich kennen, wissen, ich bin da ziemlich. Ich versuche da ziemlich streng zu sein. Ich habe zum Beispiel keine Emails auf dem Handy synchronisiert. Ich möchte keine Emails lesen, wenn ich mit dem Hund im Wald bin und gerade mal so ein Foto machen möchte oder so, deswegen habe ich die nicht synchronisiert und bin sehr froh darüber. Es fehlt mir auch nicht. Die Welt geht auch nicht unter. Und Next Level ist für mich, dass ich meine Geräte trenne, also dass ich wirklich ein privates Laptop oder Tablet habe, um Filme zu schauen, um Sachen zu recherchieren, um Fotos zu bearbeiten und so weiter und einen beruflichen Laptop und den abends im Büro lasse und morgens wiederkomme. Das hat meine Erfahrung mit dem Thema Homeoffice versus externes Büro. Es gibt ja zum Glück heute für die allermeisten Menschen auch viele zwischen Optionen Coworking Space, tageweise Büros, mieten, also all diese Dinge. Und ich möchte heute in dieser Podcastfolge einfach dafür werben und aufmerksam und dazu anregen, sich damit auseinanderzusetzen. Mache ich das eigentlich gerade artgerecht? Mache ich das so, wie es für mich gut ist? Es arbeiten sehr, sehr, sehr viele Prozente der Selbständigen im Homeoffice und ich möchte einfach sozusagen einmal dafür eintreten, dass es nicht logisch und selbstverständlich ist, sondern dass wir auch uns externe Büros suchen dürfen. Wenn das euer Bedürfnis, wenn das dein Bedürfnis ist und meins, kann ich ganz klar sagen, ist es, dass mir geht es so viel besser, seitdem ich ein externes Büro habe und jeden Tag hinfahren kann und wieder nach Hause fahren kann. Es tut im Übrigen meiner Beziehung zu mir selbst, meiner Beziehung zu meinem Partner und vielen anderen Komponenten auch sehr, sehr gut. Und vielleicht magst du ja mal mit uns teilen in den Kommentaren oder schick uns eine persönliche Nachricht auf Instagram. Da findest du uns unter Gretel Niemeyer und Laura Roschewitz. Wir freuen uns sehr, wenn du uns da auch folgst, da teilen wir auch noch mehr Inhalte und vielleicht mal eine Nachricht schickst, wie es bei dir ist. Bist du Team Homeoffice? Bist du Team externes Büro oder bist du vielleicht Team Beides? Wir sind super gespannt. Teile das sehr, sehr gerne mit uns. Und am Donnerstag gibt es eine Folge, die hieran anschließt. Denn es geht darum, in einem Interview mit einer ganz, ganz tollen Person, wie man als Selbstständige, wie wir, als Selbstständige unsere eigene Strukturen und Ordnungen schaffen können. Und da kann ein sauberer Schreibtisch, ein ordentlicher Schreibtisch, überhaupt ein Schreibtisch, ein eigener Schreibtisch, unter anderem auch eine oder wird da eine Rolle spielen. Das heißt, ich sage für heute erst mal Tschüss und freue mich sehr, wenn du am Donnerstag wieder dabei bist bei einem tollen Interview. Mach's gut. Bis dann. Schön, dass du dabei bist und schick uns gerne ein Kommentar oder ein paar Sterne rüber. Dann können wir mit diesem Podcast noch mehr Menschen erreichen. Danke. Tschüss.
- 27.10.202219 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Du träumst davon, ortunabhängig zu arbeiten und leben? In Thailand in der Wärme zu sein und den Strand vor der Tür zu haben? Klingt wie ein Traum, der nicht zu realisieren ist? Doch – sagt Andreas Lindner. Er ist Unternehmer, Weltenbürger und gibt uns spannende Hintergründe zu seinem Leben. Hör’ unbedingt mal rein in diese Folge und schreib Andreas eine Nachricht, wenn Dich das Thema interessiert: https://www.linkedin.com/in/andreas-lindner-36bb26123/ Oder komm in seine Facebook Community für Digital Nomads: https://www.facebook.com/groups/832286870713063/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge mit dem Business Schnack mit Laura und Gretel und heute ist wieder Donnerstag. Es ist wieder Interview Donnerstag und ich freue mich sehr, heute einen Gast zu Besuch zu haben. Wir haben ja sehr viel mehr weibliche Gäste, aber wir haben heute Andreas zu Besuch und Andreas Lindner und ich sagen uns echt um die gesamte Welt Hallo! Zwischen uns liegen viele, viele Kilometer und das soll auch Teil unseres Gesprächs heute sein. Moin und hallo Andreas, schön, dass du da bist. Andreas Lindner: Grüß dich, Laura. Danke schön für die Einladung. Laura Roschewitz: Sehr gerne. Vielleicht mal als Erstes. Was habe ich angeregt? Wo sitzt du gerade? Also, in welchem Land, an welchem Ort der Welt? Von welchem Ort der Welt schaltest du dich hier heute in den Podcast? Andreas Lindner: Ich sitz zurzeit in Thailand in Phuket. Da habe ich einen meiner Haupt Lebensmittelpunkt. Genau. Und du bist? Laura Roschewitz: Genau, ich bin in Schweden an der Ostküste, zwei Stunden südlich von Stockholm. Das heißt, wir sagen hier von Schweden, vom Norden, vom grünen Norden runter nach Phuket einmal Hallo. Und das soll heute auch unser Thema sein, dass wir uns mal ein bisschen darüber austauschen, was eigentlich heutzutage so möglich ist, an freiem Lebensort wählen, an Möglichkeiten, die vielleicht für viele noch so ganz nebulös sind, aber die wir beide, die wir uns beide so ganz grob als digitale Nomaden bezeichnen würden, ja den Menschen mitgeben können. Vielleicht magst du dich einmal ein bisschen vorstellen, wer du so bist und was du machst. Das du in Phuket bist wissen wir schon, aber was sind so die Themen, mit denen du dich als Mensch und als Unternehmer beschäftigst? Andreas Lindner: Ja, ich bin vor neun Jahren ausgewandert aus Deutschland. Und seitdem ist eine ganze Menge passiert. Also los ging es mit 150 € in der Tasche und einem Koffer und einem ganz starken Willen. Heute bin ich Unternehmer. Ich produziere Pfeffer unter anderem in Kambodscha, produziere Nüsse auch in Kambodscha und auch in Afrika. Handele dementsprechend mit diesen Waren, geb den Bauern im Hintergrund einen fairen Preis. Sorge dafür, dass Supermärkte weltweit saubere Produkte bekommen. Ähm, genau. Also so Hilfe zur Selbsthilfe ist so mein Hauptthema geworden über die Jahre. Am Anfang war es noch so ein Rasseln und um Geld verdienen. Und wie kann ich denn überhaupt meine nächste Rechnung bezahlen? Das gehört, denke ich, zu diesem Prozess dazu. Aber am Ende des Tages findet man sich da denke ich, auch selbst auf der Strecke irgendwo dazwischen. Ich finde Meditation super, super guten Schlüssel, für das man sich selber erst mal kennenlernt und so und genau. Und da ich mit 18 Jahren mal im Kosovo war und da schon Kinder an der Straße nach Wasser habe betteln sehen, war es immer so ein Triggerpoint von mir Menschen irgendwie auf meinem kurzen Weg des Lebens wir wissen ja nicht wie lange, aber ein bisschen was zu hinterlassen, nicht meinen Namen oder so, sondern einfach, dass den Leuten geholfen wird. Genau. Laura Roschewitz: Was würdest du sagen? Das interessiert wirklich unsere Zuhörenden auch immer sehr. Was war so für dich, du hast gesagt mit 150 € und einem Koffer, das riecht ja auch ein bisschen nach Risiko und nach etwas, was wahrscheinlich sehr viele Menschen sich nicht trauen oder wo sie zumindest sehr viel Angst vor haben. Möchte ich dich gerne fragen, weil ich bin so die Vertreterin davon, dass Angst okay ist und dass Angst gar nicht weg muss, sondern dass Mut eigentlich entsteht, wenn wir in einer Angstsituation oder einer Situation, vor der wir schon Angst haben, trotzdem gehen. Und da würde mich interessieren, wie war das für dich? Du hattest wahrscheinlich doch auch Sorge oder Angst oder Unsicherheit, wie das alles weitergehen kann. Was würdest du sagen, war für dich so der Anlass, es trotzdem oder gerade deswegen zu tun? Wie hast du das geschafft? Andreas Lindner: Schwer zu beantworten, weil ich nicht wirklich diesen Angst Faktor in mir trage. Klar macht man sich Gedanken, dass man nicht ganz also ich muss sagen, das war planlos. Also dass ich da losgerannt bin mit keinem Geld und dass es am Ende doch so geklappt hat, sagt der eine vielleicht das es Glück. Auf der anderen Seite würde ich sagen wer abliefert, der kann auch erhalten. Und ich habe mir das sehr, sehr ernst genommen, was ich da entscheide. Und das war für mich so ein Lebensabschnitt, den ich hinter mir lasse. Ich bin im Bus eingestiegen nach Mallorca. Ich bin nicht mal geflogen, weil meine Eltern mit mir vorher noch nicht im Urlaub waren. Und dann ging es los. Also die Busfahrt dahin war schon ein Buch wert mit einer demenzkranken Frau, die immer mit einem Zettel telefoniert hat, weil sie dachte, ihr Sohn ist dran und hat dann immer im Bus heimlich geraucht und kein Wasser getrunken. Und ich habe die da versorgt und wollte an jeder Haltestelle wollte die abhauen. Und genau da ging es eigentlich schon los. Und da hatte ich gar keine Angst, gar keine Zeit, um irgendwie Angstgefühle zu haben, so klar. Und die ersten Meter waren dann okay. Was mache ich hier eigentlich gerade? Wird das alles? Ein paar Tränen sind geflossen. Das ist einfach hinter sich zu lassen. Das war so mein Ding. Aber ich war mir sehr bewusst und ich bin sehr bewusst lebender Mensch, dass ich da jetzt einfach gehen sollte. Und ich hatte kein einziges Mal ein schlechtes Gefühl, weil ich mir selbst vertraue, sage ich mal so. Laura Roschewitz: Was würdest du denn? Ich weiß ja, dass du auch ganz ein ganz starker Netzwerker bist und auch viele Menschen unterstützt, zum Beispiel in deiner Facebook Community für digitale Nomaden oder digitale Nomads. Was ist das, was du den Menschen mitgeben kannst? Oder welche Fragen begegnen dir da besonders oft? Was ist das, was du sozusagen aus deinem Learning auf deinem Weg? Was würdest du sagen, sind da so die wichtigsten Dinge, die du auch ins Netzwerk geben kannst? Andreas Lindner: Ja, das fängt bei vielen neuen Neulingen, sage ich jetzt mal in dieser, in dieser Riege an, dass sie erst mal natürlich auf der Jobsuche sind. Sie hören davon im TV oder von Freunden oder ähnliches. Und ich probiere so ein bisschen davor die Hand und die schützende Hand oben drauf zu halten, Weil ich gucke mir das Spektakel ja schon seit neun Jahren an, wie das Facebook da so läuft und dass den Leuten ziemlich schnell ein Kurs angeboten wird oder dann am Ende auch irgendwie weiterführende Themen Firmengründungen. Ähm, genau. Und ich probiere halt den Leuten irgendwie kostenlos den Zugang erst mal dazu zu geben, dass sie einen Job finden können. Wie das Ganze funktioniert, erkläre ich dann auch. Ich mache mal so ein paar Videos, das ist ein Hobby von mir. Also ich bin da jetzt nicht derjenige, der geschult vor der Kamera sich hinsetzt und das auch ständig macht. Ich sehe es auch nicht als Einnahmequelle oder ähnliches, sondern wirklich so als Aufklärungsarbeit eher, weil ich die Zeit dafür habe und ich finde die Geschichten, die dahinter sind, sind manchmal ganz spannend. Und um auf deine Frage einzugehen, was mir da so für Fragen begegnen, ist unterschiedlich. Das sind unterschiedliche Levels von Mindsets oder Menschen, die wollen. Ich habe da mal so drei Kategorien. Der eine ist so der Träumer, der würde gerne, guckt die ganze Zeit und hört den Leuten zu und sieht sich die Videos an, aber kommt nicht selbst aus seinem Thema raus. Der zweite ist derjenige, der losgerannt ist und sagt okay, ich habe jetzt eine Sache, ein E Commerce Shop oder bin Coach oder wie auch immer und läuft dann und vielleicht wird's was, aber bei manchen halt auch nicht. Und wenn man sich dann nicht breiter aufstellt, wie ich gesagt habe, ich mache mit, mit vielen Verbrauchsgütern handele ich. Und wenn man sich nicht breit genug aufstellt, denke ich als Digital Nomado oder gerade der, der auswandert, der hat ja ganz andere Sorgen als der, der im, ich sage mal im sicheren Netz bleibt. Genau. Und da muss man sich halt mehrere Standbeine aufbauen. Und das ist ein Thema, wo ich die Leute gerne bei unterstütze. Ich sehe mich nicht als Mentor oder Coach oder so was an. Das ist mir zu viel Verantwortung, die ich da auch selbst übernehmen müsste, glaube ich. So genau. Laura Roschewitz: Was würdest du denn vielleicht für dich aus deiner ganz persönlichen Perspektive sagen? Was hat durch diesen Schritt, den du gegangen bist, sich für dich am stärksten verändert? Oder wie ist dein? Was ist der größte Unterschied zwischen deinem Leben von vor sag ich mal früher als du in Deutschland warst und dem Leben, was du jetzt führst, aktuell oder zeitweise in Thailand, aber ja auch noch an anderen Orten in der Welt. Andreas Lindner: Ich würde sagen Spiritualität, also das ist das, was ich gelernt habe. Mein Vater war Kung FU Lehrer. Dadurch musste ich mit zehn Jahren immer schon meditieren lernen, meistens auch so für Körperabhärtung und so, das war ein bisschen strange, aber ähm. Am Ende des Tages habe ich immer, immer dieses Thema Meditation und ein bisschen Selbstanalyse. Ja, Außenwahrnehmung und Selbstwahrnehmung und so, das ist ein großes Thema und das konnte ich auf dieser Reise dann ziemlich gut ausleben, weil ich in Mallorca dann in Kreise gekommen bin, wo es sehr spirituell wurde, aber auch teilweise grenzwertig für mich, jetzt für mich und mein Charakter. Wo ich sage okay, da verlauf verlaufe ich mich jetzt nicht drin, sondern ich taste da mal ran und nehm mir die Dinge mit, die für mich lehrreich und hilfreich sind. Genau. Und das würde ich sagen die Spiritualität und das Vertrauen in das Gesamte. Wenn man mich versteht, dann glaube ich, das kann schon für einige Leute Sinn ergeben, was sich da sage. Laura Roschewitz: Wenn jetzt uns jemand zuhört uns hören viele Solo Selbstständige aus dem deutschsprachigen Raum zu. Vielleicht auch einige, die gründen oder noch ganz am Anfang stehen. Und ich weiß selber aus meinem Umfeld, als ich für erst mal für eine Zeit nach Schweden gegangen bin, dass viele so um die Ecke kamen mit so einer Mischung zwischen Neid und ähm, ja, bei dir geht das ja auch. Bei mir geht das nicht so einfach, oder Du kannst das ja auch. Das finde ich toll, dass du das kannst, aber bei mir geht das nicht. Also es gibt ja auch relativ viele Menschen, die einfach davon ausgehen, dass es bei ihnen nicht möglich ist, so ein Leben zu führen. Was bestimmt auch, wenn man den einen oder anderen Menschen oder Beruf vielleicht sogar zutrifft. Da vermag ich mir auch gar kein Urteil zu bilden. Es gibt ja auch ganz Berufe, die einfach nicht so einfach digital auszuüben sind. Was würdest du aber denn jemandem antworten, die vielleicht sagt. Ich hab schon ein digitales Business. Also ich arbeite sowieso schon. Vielleicht erst recht seit der Pandemie 100 % online. Ähm, was würdest du denn dieser Person sagen? Was wäre denn so ein erster Schritt? Oder wo könnte man dann gut anfangen? Weil man vielleicht selber nicht einfach so mutig ist und sagt ich nehme 150 € und den Koffer und reise los nach Mallorca? Was? Was hat sich bewährt? Du hast ja wahrscheinlich auch mit vielen anderen digitalen Nomaden gesprochen. Gerade in Thailand gibt es ja eine riesen Community. Was sind da so Sachen, wo du sagen willst Ja, das ist ein guter erster Schritt, der auch solide genug ist und trotzdem aber auch Bewegung reinbringt. Andreas Lindner: Da kommt es immer auf die Person drauf an, denke ich mir und und wie weit, wie weit sie diesen Freiheitsdrang hat. Ich habe unterschiedlichste Geschichten von "ich will aus Deutschland raus, ich würde mich da abmelden". Dann geht es natürlich ganz einen ganz anderen Weg, als wenn ich in Deutschland bleibe und von dort aus meine Geschäfte weiterführe. Aber ich habe sowohl als auch Leute an meiner Seite. Sei es als Coaches, die wirklich sehr viele Menschen in Deutschland, Österreich, Schweiz, aber da auch vor Ort bleiben wollen, als auch Menschen, die sagen okay, ich würde auswandern und würde damit natürlich auch vielleicht eine Auslandsfirma gründen wollen. Das war bei mir dann Thema gewesen vor fünf Jahren. Dass ich dann vor der vor der Entscheidung stand, melde ich mich jetzt in Deutschland ab oder bleibe ich da noch 100 %? Also das war in Europa, da war ich schon aus Deutschland bin ich ja seit neun Jahren raus. Aber dann war ich noch in Europa gewesen. Ähm, ja, und dieses Abmeldungsthema hat dann am Ende eine Online, also eine Firma, die ich in Estland gegründet habe, nach sich gezogen. Ich habe mich dann viel mit Steuern beschäftigt und so und habe dann für mich die Lösung halt gesucht, weltweit Steuern einsparen zu können, das war so der wichtigste Schritt für mich gewesen, wo ich rausgegangen bin, dann auch noch unabhängig von Deutschland. Dann habe ich meine ID Card, die ich da aus Deutschland habe, auch bei der Botschaft abgegeben. Habe mir einen Reisepass geben lassen, damit es noch mal ein bisschen, also davon entfernt ist, sage ich mal so und es klarer macht. Genau, und. Und ansonsten ist es halt wichtig, dass man eben nicht mit oder ohne Geld losrennt, sondern dann sich einen Plan macht. Ich bin nicht geflüchtet oder ähnliches, aber ich wusste, ich will jetzt weg und deswegen habe ich das auch mit so low Budget gemacht, weil ich gesagt habe okay, ich hatte jetzt auch kein Auffangbecken, dass ich meine Eltern hätte anrufen können oder ähnliches. Also es war schon so entweder oder. Aber vor dieser Entscheidung habe ich mich im Leben schon davor öfter gestellt und deswegen war ich da sehr zuversichtlich. Genau. Und daher Geld mitnehmen, vielleicht auch anschauen, wo man da hingeht und vielleicht auch eine Sprache dann sprechen und so, das macht dann schon Sinn. Aber auch in Deutschland kann man ja sehr glücklich sein, sage ich mal so, um trotzdem auch nicht zur Arbeit zu müssen, ins Office oder sich den Tag irgendwie selbst gestalten können. Ja, und. Laura Roschewitz: Das ist ja auch für viele ein Thema, da zu sagen. Vielleicht bleibe ich sogar in Deutschland, aber ich möchte ein halbes Jahr im Jahr reisen oder ich möchte im Van unterwegs sein oder ich möchte mal hier, mal da sein für viele, also für einige Monate oder so, was mich vielleicht zum Abschluss noch interessieren würde. Ich selber war noch nie in Thailand. Ich kenne viele Menschen. Aber wieso bist du auf Thailand gekommen und wie ist es für dich? Was beobachtest du da? Da bin ich ein bisschen einfach persönlich neugierig, weil ja doch aus dieser Digitalen Nomaden Szene doch viele Menschen in Thailand sind. Also viele, die ich kenne, die Yogalehrerin sind oder VA's oder so. So viele Menschen zieht's irgendwie nach Thailand. Was macht das Land für dich vielleicht besonders? Oder warum hältst du dich da gerne auf? Wie fühlst du dich in Thailand? Das fände ich noch mal spannend. Andreas Lindner: Ja, ich habe in Mallorca habe ich sechs Jahre gelebt und habe noch heute die Wohnung direkt am Meer. Und die ist aber zurzeit untervermietet und es war im Winter wirklich immer sehr, sehr kalt und dadurch bin ich immer ins Spa gegangen. Also den ganzen Winter habe ich in Mallorca im Spa verbracht, weil kein Tourist da war. Und ich hatte die ganze Saunalandschaft für mich und konnte auch meditieren und arbeiten und alles war super. Aber es war sehr, sehr teuer gewesen, muss ich sagen in Europa. Und zwei Auftraggeber von mir, die hatten Thailand anvisiert und ich hatte auch noch ein Produkt für Thailand aus meiner Online Marketing Firma, die ich schon ewig habe. Und genau und da ähm, bin ich dann bin ich dann einfach mal los. Und jetzt hat es mich dann vier Jahre hier gehalten. Ich fliege zwar oft nach Kambodscha auf die Pfeffer Farm oder auch nach Deutschland um auf Messen zu sein oder woanders in der Welt, aber Thailand hat für mich mehrere sehr angenehme Punkte. Sind Buddhisten führen keine Kriege, die die Erleuchtung bekommt man durch Meditation sind so Basic Sachen. Die Kultur ist sehr, sehr sauber erzogen worden. Ja, und das Land ist warm. Es gibt sehr, sehr viel Belohnung für die Seele, für die, fürs Auge und für den Gaumen. Und daher und man findet auch wirklich ganz interessante Menschen, die dann auch gerade in der Zeit, wo wenig Touristen hier waren, hat sich so die Spreu vom Weizen getrennt. Und dann hat man hier in Thailand dann hauptsächlich Leute, die wirklich ganz gutes Einkommen haben und Thailand auch nutzen, weil man hier einfach Steuervorteile nutzen kann durch eine durch eine territorial Steuer, die hier im Land ist. Genau das denke ich. Und da gibt es wirklich so viele Vorteile, wie ältere Leute müssen keine Medikamente mehr nehmen, sie sind am Meer, sie haben mehr Sonne, mehr Vitamin D und und und und und. Laura Roschewitz: Ja, spannend. Also viel Belohnung für Seele und Gaumen, das nehme ich mal mit. Das finde ich ein sehr schönes Bild, weil vielleicht bin ich ein ganz anderer Typ. Ich bin nicht der absolute Sommer und Hitze Fan, aber ich bin der Natur und Weite Fan und das hat mich nach Schweden gebracht, zumindest zeitweise. Und das kann ich total nachvollziehen, was du da sagst. Dieses ähm für mich war das lange so, dass ich gar nicht so richtig. Das klingt jetzt sehr hart, aber gar nicht so richtig wusste, wofür ich den ganzen Tag arbeite, weil ich mich in meinem Umfeld nicht mehr so wohlgefühlt habe und eigentlich auch kein Großstadtmensch mehr bin. Also zeitweise ja, ich fahr da gerne mal hin, aber ich freue mich auch wieder nach Hause zu kommen und deswegen kann ich das sehr gut verstehen. Andreas, ich danke dir sehr. Wir packen ein paar Links zu dir in die Shownotes. Wenn jemand Lust hat, sich mit dir zu vernetzen, sich noch mal über das Thema weltweit leben, Steuer, digitales Nomadentum, aber vielleicht auch deine Firmen Pfeffer und Co sich mal anzuschauen, bist du glaube ich ein tolles Role Model, um sich mal anzugucken, wie es eben auch gehen kann. Und ich danke dir sehr, dass du uns da ein Stück weit mit auf deine kleine Reise genommen hast und uns gezeigt hast, wie das Leben auch anders gehen kann. Andreas Lindner: Gerne. Danke schön. Laura Roschewitz: Ich danke dir und für euch alle noch einen schönen Tag und wir hören uns wieder in unserer nächsten Podcastfolge am kommenden Dienstag. Tschüss. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie
- 25.10.202219 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Lockt als Selbstständige mit einem reinen Online Business wirklich die große Freiheit? Oder ist das alles Schall & Rauch und in Wirklichkeit doch ein von Abhängigkeiten geprägtes Leben? In dieser Podcast-Folge gibt Laura einen Einblick hinter die Kulissen ihres Lebens als Digitale Nomadin und hat 3 Chancen sowie 3 Risiken im Gepäck. Nach über 3 Jahren Online Business, Leben an 3 Orten der Welt und vielen Höhen und Tiefen kann Laura einiges aus dem Nähkästchen plaudern. Hör’ unbedingt mal rein in diese neue Folge! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge hier bei Moin um Neun. Hier ist Laura und ich freue mich sehr, dass ich heute eine Woche Moin um Neun zu einem Thema mitbringen darf, was mich sehr interessiert und was mir sehr häufig begegnet. Und ich hoffe sehr, dass es für euch eine spannende Woche ist. Es gibt heute die Folge mit mir und am Donnerstag ein Interview mit einem Menschen, der auch zu dem Thema Digitales Arbeiten, Online Unternehmertum und digitales Nomadentum etwas zu erzählen hat. Und genau das möchte ich heute auch aufgreifen. Die Frage, die ich mitgebracht habe, ist, etwas schnippisch runtergebrochen: Fluch oder Segen? Ist Online Business, also reines online arbeiten, digitales Nomadentum eigentlich eher ein Fluch oder eher ein Segen? Und was daran ist ein Fluch und was ein Segen? Oder was kann schwierig und herausfordernd sein und was kann besonders toll sein? Ich fange mal diese Folge damit an, dass ich erzähle, dass ich selber seit Beginn der Pandemie, also seit April 2020 oder März 2020, 100 % online arbeite oder sagen wir mal 95 % online arbeite und nur in ganz, ganz, ganz wenigen Ausnahmen mal vor Ort etwas mache. Vorher war das überhaupt nicht der Fall. Bis zu diesem März/April 2020 war ich als Trainerin in Hamburg vor allem in Unternehmen tätig und bin morgens geschniegelt aus dem Haus gegangen, mit einem Köfferchen und einem Hosenanzug und bin in Firmen gegangen und habe dort Teamentwicklung gemacht, habe dort Trainings zum Thema Konflikt und Kommunikation gegeben und habe natürlich auch viel am Laptop gearbeitet, aber viel weniger als jetzt und viel oder ganz anders. Es war da eher so mein Backoffice, die Vor- und Nachbereitung, die Buchführung. Und so weiter. Aber der Kern meiner Arbeit als Wirtschaftspsychologin, der hat bis dahin in Firmen stattgefunden. Und dann kam die Pandemie und alles wurde anders. Ich habe dann im Frühjahr 2020 mein ganzen Jahresumsatz 2020 verloren. Ich war gut gebucht, ich war quasi voll für das Jahr. Ich hatte tolle Aufträge und es ist innerhalb von zehn Tagen weggebrochen. Und das war natürlich nicht so eine einfache Zeit und die war auch mit vielen Ängsten und existenziellen Ängsten und Sorgen besetzt. Und dann habe ich es aber geschafft, diese Zeit zu nutzen, um mich neu aufzustellen. Denn es gab schon lange diesen Wunsch in mir freier zu sein an dem Ort, freier zu sein in der Wahl des Ortes, wo ich lebe. Ich war im Winter 2019 für drei Monate auf den Kanaren und das ist meine zweite Heimat, vielleicht meine dritte mittlerweile. Und ich habe es so sehr geliebt, da zu sein und von dort aus auch tätig sein zu können, dass ich mich schon ein paar Jahre zuvor mit Online Business beschäftigt hatte, aber noch nicht so richtig den Durchbruch hatte, sondern es mehr so für mich, mich ausprobiert habe, erste Schritte gegangen bin. Das war schon 2018/2019. So konnte ich dann eben auch die drei Monate auf La Palma auf den Kanaren eben überbrücken. Habe dann auch angefangen online zu arbeiten, aber das waren irgendwie wirklich noch so erste Steps. Und jetzt, zweieinhalb Jahre später, fußt mein gesamtes Business, mein Unternehmertum darauf, dass ich eben online tätig bin und mittlerweile die eine oder andere weiß, dass vielleicht nicht alle einen großen Teil meiner Zeit in Schweden verbringe, was eben auch mittlerweile zu einem Herzort, einer Heimat, einem Zuhause geworden ist. Vorher habe ich in Hamburg gelebt und habe mich da aber schon einige Jahre zwar noch sehr wohlgefühlt und sehr verbunden, aber ich wollte weiter raus in die Natur. Ich wollte einsamer sein. Also im Außen. Ich wollte mehr Raum, weniger Menschen pro Quadratmeter Natur. Und so konnte ich das dann im Jahr 2020 so langsam aufbauen. Und diese Krise habe ich genutzt, um selber mein Business digital zu transformieren und aber auch und mittlerweile wisst ihr das vielleicht. Ich habe ja drei Businesses, drei Unternehmen, in denen ich tätig bin. Zum einen das Unternehmen mit Gretel zusammen, Laura und Gretel GbR. Wir arbeiten zusammen. Wir haben unsere tolle Mastermind-Gruppe. Wir haben den tollen Podcast. Wir bieten regelmäßig kostenlose Netzwerk Events an usw. Wir haben ja ganz, ganz viele tolle Dinge, neuerdings auch einen Onlinekurs, Ahoi heißt der. Und als zweites bin ich ja weiterhin als Wirtschaftspsychologin tätig. Da bin ich vor allem in den Bereichen Resilienz, mentale Gesundheit und auch Umgang mit dem Hass im Netz in sozialen Netzwerken tätig. Und als Drittes leite ich ja noch die Firma meiner Mutter und ihrem Mann das Jin Shin Jyutsu Zentrum Hamburg. Auch das haben wir in den zweieinhalb Jahren komplett digital transformiert und ist heute ein Online Selbst Lerner Zentrum für die Selbstheilungsmethode Jin Shin Jyutsu. Wenn dich einer dieser drei Bereiche besonders interessiert, dann schreib mich gerne an, wenn du diese Folge hier gehört hast. Ich freue mich sehr. Komm gerne rüber zu Instagram. Da findest du mich als Laura.Roschewitz oder auch auf LinkedIn Laura Roschewitz einfach mit meinem Namen. Und jetzt möchte ich auf die Punkte zu sprechen kommen, mit denen ich diese Folge hier gestartet habe. Und zwar werde ich ganz oft gefragt Ja, wie machst du das denn? Und ist das denn toll oder ist das eher schwierig oder was ist daran toll? Bekomme sehr, sehr viele Fragen auch zu dem Leben in Schweden? Wie kann man in Schweden leben? Was arbeitest du da? Wie funktioniert das? Und das möchte ich gerne einmal aufgreifen. Ich habe drei Pros und drei Contras mitgebracht, wo ich sagen würde das sind für mich so die Punkte, die es wirklich ein bisschen tricky machen können oder die es auch besonders schön machen können das digitale Arbeiten. Ich fange mal mit den Contras an, mit den Punkten, die ich persönlich erlebe, bei mir selbst und bei anderen als schwierig und als herausfordernd. Da ist als erstes der Punkt, dass man nicht unterschätzen darf, wie es ist, ohne Kontakt zu anderen Menschen, also Real Life Kontakt zu arbeiten. Also diesen Punkt, dass ich nicht automatisch jeden Tag jemanden sehe, weil ich in ein Büro gehe, weil ich zu einem Kunden fahre, zu einer Kundin. Das, finde ich, ist ein Punkt, über den müssen wir uns sehr bewusst sein, dass der uns beeinflusst. Und da, finde ich, ist es ganz wichtig, sich zu fragen, was bin ich eigentlich für ein Typ? Also brauche ich vielleicht regelmäßig Kontakt? Wie introvertiert oder extrovertiert bin ich, weil im Gegensatz vielleicht andersherum, als man das erwarten würde. Ich finde, für introvertierte Menschen ist es eher wichtig, jeden Tag automatisch Kontakt zu anderen zu haben, weil es vielen Introvertierten, mit denen ich arbeite, schwerer fällt, von sich heraus Netzwerke aufzubauen und Kontakte zu pflegen. Ich zum Beispiel bin ein sehr extrovertierter Mensch bzw. ich bin Netzwerk Fan. Ich pflege meine Netzwerke privat wie beruflich und deswegen fällt mir das gar nicht schwer. Mir fehlt das nicht so, weil ich jeden Tag mit zig verschiedenen Menschen Kontakt habe, sowohl privat als auch beruflich und auch in der Schnittmenge dieser beiden, so dass ich nicht so sehr davon betroffen bin. Aber ich erlebe das sehr oft. Das heißt, der erste Punkt, den ich als etwas tricky wahrnehme, ist auf jeden Fall der persönliche Kontakt zu anderen, den viele als digitale Nomaden eben nicht so selbstverständlich haben. Als zweites ist es so, dass die allermeisten digitalen Nomaden, die ich kenne, von zu Hause arbeiten. Und das, finde ich, kann Fluch und Segen zugleich sein. Für mich ist es jetzt so, dass ich mittlerweile ein externes Büro habe, aus dem ich arbeite und ich nicht mehr hauptsächlich von zu Hause arbeiten möchte. Das hat den Grund, dass ich persönlich diese Rollen Vermischung sehr schwer finde zwischen privater Person Laura Roschewitz und Unternehmerin Laura Roschewitz. Und als Unternehmerin möchte ich einen Ort haben, an dem ich unternehmerisch wirke und tätig bin. Und als Privatperson möchte ich einen Ort haben, der privat geprägt ist. Und das ist für mich ein großes Learning, weil ich aus einer Familie stamme, wo immer gearbeitet wurde morgens, mittags, abends, Tag, Wochentag, Wochenende, nachts egal. Und für mich ist es eine große Herausforderung, das klar zu trennen und zu sagen, hier ist Beruf und hier ist privat. Und im Privaten finden auch natürlich berufliche Dinge statt. Und ich beantworte auch mal eine Sprachnachricht. Und ich sehe auch, wer mir auf Social Media was schreibt. Ich bin gar nicht der Freak, der sagt, man muss das hundertprozentig abgrenzen, aber ich möchte die Räume abgrenzen. Das ist für mich ganz, ganz wichtig. Das heißt Obacht bei den Rollen, die da auf euch zukommen. Ich bin zum Beispiel keine Mutter, aber wenn ich mir vorstelle, ich wäre noch Mutter. Für mich ist es im kleineren Feld erkennbar mit den Tieren, die ich habe. Mit meinem Haus, mit meinem Garten, mein Gewächshaus mit dem Gemüse, das mich alles angeguckt. Die Wäsche, die mir sagt Du musst doch die Wäsche machen. Ist für mich schwierig. Das zu trennen, überforderte mich oft und deswegen, nach einigen Jahren im Homeoffice habe ich mich jetzt entschieden, wieder ein externes Büro zu haben. Und ich liebe es. Also als erstes kein Kontakt zu anderen Menschen automatisch. Als zweites die Rollen und als drittes, weil ich ja Expertin bin für mentale Gesundheit und auch Erkrankungen. Ähm, finde ich, müssen wir uns klar machen, dass es für einige psychische Erkrankungen oder Krankheitsbilder oder Herausforderungen schon tricky ist, viel alleine zu Hause zu sein. Das fühlt sich vielleicht erst mal gut an und ich bin ja als ehemalige Betroffene von starken Angstzuständen und Panikstörungen und auch Depressionen kann ich das sehr gut nachvollziehen. Es fühlt sich häufig angenehm an, mit nicht so viel herausfordernden Situationen konfrontiert zu sein. Zum Beispiel muss ich nicht mit dem Auto durch den Stau, ich muss nicht mit den Öffis fahren, ich muß nicht mich mit anderen Personen auseinandersetzen. Es gibt ganz viel, aber wir würden in der Psychologie sagen Aufpassen, dass daraus keine Vermeidungsstrategie wird. Das heißt, wenn wir unseren Radius verengen und verkleinern, ist auch immer das Risiko vorhanden, dass wir deswegen den Radius danach nicht einfach wieder erweitern können, wenn wir das möchten, sondern dass unser System sich auf einen kleineren Radius einstellt. Und aus dem Gesichtspunkt der psychischen Erkrankung finde ich alleine im Homeoffice zu arbeiten durchaus fragwürdig, weil wir nicht so ein gesundes Korrektiv um uns herum haben. Ein Korrektiv ist natürlich nur dann gesund, wenn es schön und liebevoll und achtsam ist. Deswegen heißt es nicht per se das Angestellten da sein oder in einer Firma tätig sein oder für eine Firma als Selbstständige im Einsatz sein, wertvoller oder besser ist. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass das ein Punkt ist, den viele nicht sehen, den ich sehr, sehr doll sehe und den ich sehr wichtig finde. Also meine drei Tricky Points fürs digitale Arbeiten sind zum einen, dass ich keinen automatischen Kontakt zur anderen Menschen habe in real life und das kann vielen Menschen fehlen, dass die Rollen tricky sind und dass psychische Erkrankungen eben ein besonderes Augenmerk brauchen und wir uns da gemeinsam den Blick schärfen dürfen. Kommen wir zu den Pros, denn für mich hat es auch sehr, sehr, sehr viele Potentiale und Spielräume, die ich liebe. An erster Stelle ist natürlich, dass ich immer Knoblauch essen kann, egal ob ich direkt danach einen Workshop habe. Spaß. Aber das ist schon zum Beispiel eine Freiheit, dass ich essen kann, was ich möchte oder dass ich Kleidung tragen kann. Freier. Ich kann freier entscheiden, welche Kleidung ich trage als früher. Das heißt das gibt mir schon eine gewisse Freiheit, ist aber noch nicht der erste Punkt, sondern der erste Punkt für mich ist tatsächlich, dass ich einfach Lebenszeit spare, weil ich nicht im Auto sitze, weil ich nicht mit der Bahn umher reise, weil ich nicht fliegen muss, weil ich nicht in Hotels sein muss, obwohl ich eigentlich gerne zu Hause wäre. Also dieser Punkt ist für mich ein enorm wichtiger, dass ich Lebenszeit spare, weil ich nach einem Team-Workshop kann ich bei Zoom oder Teams auf Verlassen klicken und bin Zacko Vanilli die Privatperson. Das heißt das spart mir wirklich Lebenszeit und das liebe ich sehr, denn meine Lebenszeit, jeder, der mich ein bisschen kennt, weiß Zeit ist mein kostbarstes Gut und ich kriege es immer nicht so gut geregelt genug davon zu haben bzw. ich arbeite sehr an dem Thema Zeitwohlstand und ja, das ist wirklich etwas, was mir sehr heilig ist und wo ich dran arbeite. Und deswegen liebe ich das als erstes Potenzial vom digitalen Arbeiten, dass ich Zeit sparen kann. Als zweites gibt es natürlich die große Freiheit, zum Beispiel meinen Lebensort noch mal neu zu wählen. Und für mich war ganz klar, ich muss dann nicht in einer Millionenstadt leben, wo ich sowieso das Angebot nur selten nutze und kann beispielsweise gerade in Schweden sein. Aus Schweden nehme ich gerade diesen Podcast auf. Ist das nicht wunderbar, das heißt, den Lebensort zu wählen, das ist ein großes Potenzial, was aber auch laut Statistik nur sehr wenig Menschen von denjenigen, die es könnten, auch wirklich in Anspruch nehmen. Also nur weil wir es könnten, heißt das ja nicht, dass wir es machen. Aber das Potenzial liebe ich persönlich sehr und ich habe es auch schon sehr ausgeschöpft durch mehrere Monate auf den Kanaren und jetzt seit eineinhalb Jahren viel Zeit in Schweden. Das liebe ich sehr. Und der dritte Punkt, den ich sehe, der ist, ähm, die Umwelt. Also so wie ihr wisst, bei den eben habe ich ja über die psychischen Erkrankungen gesprochen. Das ist eines meiner Kernthemen. So ist auch die Umwelt eines meiner Leidenschaftsthemen, vor allem als Private Laura Roschewitz. Und ich liebe es so sehr, dass ich mit diesem Arbeiten wirklich enorme Ressourcen schonen kann. Ich sitze eigentlich da, ich habe nur noch mein Laptop, einen Zettel und ein Stift. Ich habe kaum noch Material, ich muss nicht ständig ganz viel Papier nachkaufen. Wir machen alles virtuell, da werden auch Ressourcen verbraucht, das ist klar. Da dürfen wir nicht die Augen verschließen. Aber was ich früher an Ressourcen verbraucht habe durch Reisen, durch Bahnfahren, durch Fliegen, durch Hotel, durch all diese Dinge, das ist jetzt sehr, sehr reduziert. Und das finde ich ganz wunderbar, dass ich eben mit diesem Lebensstil für mich, wie ich ihn gewählt habe. Das ist natürlich nicht so, wenn ich als digitaler Nomade die ganze Zeit um die Welt jettete und ständig rum fliege. Aber so wie ich es für mich gewählt habe, kann ich ein sehr, sehr ressourcenschonendes Leben führen. Erst mal auf die Umwelt betrachtet. Das Ziel ist natürlich auch, dass ich es für mich besser nutzen kann, wo ich auch dran bin, dass ich für mich auch ressourcenschonender bin, dass ich mich nicht so verausgabe, dass ich an meinem Lebensort bin, an dem ich mich wohlfühle, dass ich mehr Dinge machen kann, die mir gut tun. Das sind einfach mal drei Pros und Contras oder meine drei Potentiale und Risiken vom Online arbeiten von dem Thema Digitales Nomadentum. Was ich noch mal so als Schluss drunter schreiben möchte, ist, dass viele das assoziieren mit einer großen Freiheit und Freiheit und Verantwortung gehen ja immer Hand in Hand. Das sind Geschwister. Und für mich ist es ganz wichtig, da immer wieder darauf hinzuwirken, weil ich oft so eine leicht neidische oder bewundernde Haltung mir gegenüber wiederfinde von Menschen, die hören, dass ich in Schweden bin und arbeite und dass ich mein Ort relativ frei wähle aktuell. Aber ich möchte da auch sagen, dass es andere Abhängigkeiten gibt und dass es nicht alles Gold ist, was glänzt und dass es viele, viele Instagram Accounts gibt, die zeigen, wie toll das ist. Aber ich möchte auch sagen, dass es viele Herausforderungen mit sich bringt. Da möchte ich sehr, sehr ehrlich sein. Ehrlichkeit ist mir ein hoher Wert und ich bin zum Beispiel massiv abhängig vom Internet. Und das klingt erstmal so Ja, ja, Internet haben wir ja alle. Aber hier in Schweden habe ich zum Beispiel sehr oft Stromausfall und dann ist erst mal nichts mehr mit Internet. Und solche Dinge, finde ich, sind auch wichtig zu berücksichtigen, dass wir nicht uns das Gras auf der anderen Seite des Zaunes angucken. Und da ist es ja immer so saftig und grün, sondern dass wir uns da auch nichts vormachen und wissen, es gibt überall große Herausforderungen und auch in diesem Leben. Und ich hatte hier auch schon sehr, sehr tiefe Tiefpunkte, wo ich gemerkt habe, das geht so nicht und dass ich sehr alleine war. Auch das Thema ist wichtig, sich anzuschauen. Es waren bei mir nur sehr wenige Augenblicke, aber es gab diese Momente von Heimweh, von nicht die Ursprungsfamilie oder Freundeskreis um mich herum zu haben. Das ist eine Herausforderung. Das sind Abhängigkeiten, die ich finde, die wir auch berücksichtigen müssen. Und nur weil wir örtlich frei sind als digitale Nomaden, heißt das noch lange nicht, dass wir emotional frei sind bei uns selber und unsere Geschichte nehmen wir aber mit. Das haben wir immer im Rucksack. Das heißt, das ist mir ganz wichtig. Lass uns realistisch sein. Lasst uns offen und ehrlich miteinander über solche Themen reden. Ich liebe dieses Leben. Ich möchte es nicht zurück tauschen. Ich sehe große Potenziale und Chancen. Und die nutze ich, so gut es geht. Aber ich erinnere auch immer wieder daran, dass Freiheit und Verantwortung zusammengehen und gerade mit diesem Thema woanders leben gehen große Entscheidungen, große Risiken, finanzielle Investitionen und auch eine ganz, ganz große Bereitschaft, selber 100 % Verantwortung zu tragen, einher. Und das möchte ich, dass das nicht unter den Teppich gekehrt wird. Und das ist auch nicht unbedingt für jeden etwas. Und das kann ich auch sehr, sehr gut verstehen. Das soll es zu dieser ersten Folge zu dem Thema gewesen sein. Hör unbedingt am Donnerstag noch mal rein, wenn ich mit Andreas spreche, der auch eine super, super spannende Geschichte hat und wirklich mit einem Koffer aufgebrochen ist und was er draus gemacht hat. Hör unbedingt in die nächste Folge Moin um Neun rein. Wenn du magst, schick mir doch gerne auch eine Nachricht, was du zu dieser Folge denkst. Komm rüber zu Instagram, Gretel Niemeyer und ich bin Laura Roschewitz. Wir freuen uns sehr, von dir zu hören. Lass uns super gerne hier auf Spotify oder dem anderen Anbieter deiner Wahl, Apple, gerne ein paar Sterne da und eine Bewertung. Das freut uns sehr, denn so können wir diesen Podcast in die Welt bringen und ganz, ganz viele selbstständige Frauen erreichen. Ich danke dir und wünsch dir einen schönen Tag. Ciao.
- 20.10.202231 min
Ehrlichkeit rockt in Social Media Was können wir tun, damit Social Media nicht zu einer Falle wird, in der wir uns immer nur mit den schönen und salonfähigen Teilen anderer Menschen vergleichen? Wie wird Social Media nicht zu einer toxischen Falle? Im Interview mit Katarin Labuda gehen wir diesen Fragen auf den Grund und sprechen darüber, was Ehrlichkeit im Business bedeuten kann und wie wir damit als Rolemodel vorangehen können! Katarina freut sich auf Insta auf Dich: https://www.instagram.com/familieleichtgemacht/ Besuche Katarina auf ihrer Website: https://www.familieleichtgemacht.de/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura und ich freue mich sehr, denn es ist wieder Interview Zeit und ich habe heute die wunderbare Katarina hier zu Besuch von Familie leicht gemacht. Herzlich willkommen Katarina! Katarina Labuda: Danke, Laura, dass ich hier sein darf. Das ist mir eine Riesenfreude. Danke dafür. Laura Roschewitz: Ja, ich freue mich sehr. Es ist ja sehr unterschiedlich. Wir haben hier ja bei Moin um Neun ganz, ganz, ganz verschiedene Interviewgästinnen und wirklich von Menschen, die ich schon seit 20 Jahren kenne, mit der ich auch eine Freundschaft habe, bis zu Menschen, die ich so gut wie noch gar nicht kenne. Und bei uns beiden ist das bis heute so ein bisschen so ein Podcast Blind Date sag ich euch mal so richtig doll kennen wir uns vorher noch nicht und ich liebe das ja, ehrlich gesagt. Ich versuche jetzt mal in meinen Worten dich vorzustellen und danach hast du die Möglichkeit, es zu korrigieren oder zu ergänzen, wie du dich siehst. Das ist ja auch häufig schon ein erster, ganz für mich spannender Punkt. Wie sieht mich eigentlich die Außenwelt und wie sehe ich mich selber? Ähm, also Katarina ist Begleiterin von vor allem Müttern, die vielleicht an ihre Grenzen kommen, die merken ich verhalte mich mir und/oder meinem Kind gegenüber nicht so, wie ich mir das wünsche. Die vielleicht häufiger mal ausflippen, zu laut sind oder vielleicht auch ganz leise, je nachdem, was man so für einen Persönlichkeitstyp ist. Du begleitest Familien, Mütter, ganze Familien Systeme dabei eben gesund zu werden, gesund zu bleiben, gesund zu sein und hast auch so das Credo, deine emotional gesunde Familie. Selber bist du Mutter. Und ich weiß zum Beispiel gar nicht genau, wo du lebst. Das ist schon mal auch sehr spannend gleich. Aber das sind so die Rahmen Eckpunkte, die ich von dir weiß. Stell dich doch auch sehr, sehr gerne noch mal unseren Zuhörenden einmal in deinen Worten vor. Katarina Labuda: Ja, danke, liebe Laura, Du hast das schon ganz gut alles zusammengefasst. Ich bin Mutter von drei Kinder von sieben, die großer ist sieben, dann fünf am Morgen und noch der Kleinste ist eineinhalb. Und ich begleite Mütter, genau wie du das gesagt hast, in ihrer Mutterrolle und nicht nur Mutterrolle, so dass sie einfach das finden, was sie lieben, so eine Lebensaufgabe. Weil was ich gemerkt habe, wenn wir das lieben, was wir machen, dann werden sie auch eine bessere Mutter. Dann wissen wir auch, wie wir die Kinder begleiten. Wenn wir auch unsere Glaubenssätze aufgearbeitet haben, dann würden wir auch unser Kinder nicht anschreien. Das heißt, das ist auch so, dass geht nicht nur um Mutterschaft. Bei mir ist das so, dass ich dich ganzheitlich begleite, um die Person zu sein, die du immer sein wolltest. Ob das zu den Beziehung zu deinem Kinder als zu deinem Mann, zu deiner Außenwelt, zu deinen Kunden, das ist einfach das, was dich, was dich nach außen trägt, wer du bist. So würde ich mich so als Begleiterin mal vorstellen und ich lebe, momentan bin ich in der Slowakei, weil ich komme aus der Slowakei. Wir sind bei meinen Eltern, aber wir leben in Frankfurt, in Deutschland. Da sind wir auch seit 2008. Laura Roschewitz: Okay, ja, sehr spannend, was mich da gleich interessiert. Was ich nämlich schon von dir weiß, ist, dass einer deiner höchsten Werte und einer der wichtigsten Punkte, die dich ausmachen. Und da, glaube ich, haben wir einen großen gemeinsamen Nenner und eine Schnittmenge. Und überdies sind wir auch sozusagen über diesen Nenner sind wir gestolpert und haben uns ein bisschen genauer kennengelernt. Ist nämlich das Thema Ehrlichkeit. Und erzähl doch vielleicht mal, wie ist es dazu gekommen? Was würdest du sagen, dass dieser Wert dir so wichtig ist? Oder was würdest du sagen? Warum ist dir Ehrlichkeit in deinem Leben für dich selber so wichtig? Katarina Labuda: Ja, genau. Ehrlichkeit, das ist auch so spannend, weil ich das erst jetzt für mich ja spüren konnte, dass es mein höchster Wert ist. Weil ich habe es oft gesehen, so wo die Menschen nicht das gezeigt haben, wie sie waren. Das ich mich da einfach nicht mit denen gut gefühlt habe. Und ich wusste gar nicht, ich habe mich immer so falsch gefühlt, dass ich falsch bin. Aber dann habe ich gesehen, dass es einfach gegen meine Werte verstößt. Und deswegen bin ich dazu gekommen, dass Ehrlichkeit mein höchster Wert ist. Und warum mir das so wichtig ist? Weil Ich weiß nicht. Ich habe das früher nicht so gesehen, aber ich glaube, meine so richtige Gabe es einfach zu spüren, was in dem Raum ist. Auch das, was nicht gesprochen ist. Und das hat mich so krass verletzt, weil ich konnte die Sachen spüren, auch wenn die Menschen vielleicht über mich etwas gedacht haben. Aber es würde nicht gesprochen und ich wusste gar nicht, wie ich damit leben kann, weil ich könnte dann nicht authentisch sein oder ich könnte nicht, nicht authentisch. Ich könnte nicht ich sein, weil ich könnte nicht so Vermutungen einfach in den Raum schmeißen. Und trotzdem habe ich diese Energie und alles in dem Raum gespürt, bis ich dazu gekommen bin, dass ich für meine Emotionen Eigenverantwortung trage und dass die Emotionen einfach da sind. Und ich kann sie benennen, ohne jemanden zu verletzten. Weil für mich war das immer oft so oder ich weiß nicht, wie du aufgewachsen bist, aber so die negativen Emotionen oder die ich würde sie nicht mal negativ sagen, aber so die Emotionen, die nicht angenehm waren, würden eher unter den Tisch gekehrt und keiner wollte sie sehen. Und das war für mich immer so, das dachte ich. Ich verletze damit jemanden, wenn ich das, was im Raum steht oder wenn ich das sage, dass es… Das macht man nicht. So, das war auch. Das ist auch Glaubenssatz. Macht man nicht. Laura Roschewitz: Ja, sehr. Ja, finde ich total spannend. Also weil das Thema Ehrlichkeit ich sag immer, Gretel weiß das auch. Und alle Menschen, die mich ganz gut kennen, wissen das. Man kann mich nicht so leicht richtig, richtig doll verärgern. Ich bin eigentlich so ein ganz ruhiges Pferd, was so emotionale Ausbrüche oder so angeht. Aber womit man mich wirklich verärgern kann, ist, wenn man mich anlügt. Also das ist so ein ganz schwieriges Thema für mich. Es gibt glaube ich wenig Dinge, die man mir erzählen könnte, über die ich dann sauer wäre. So richtig, weil da habe ich immer wahnsinnig viel Verständnis für oder oft. Es gelingt mir leicht, Verständnis aufzubringen für eine Person, für ein Gefühl, für eine Situation, aber eben nicht so sehr für anlügen. Und was ich dich fragen würde in dem Kontext ist. Du hast eben auch gesagt, dann kann man nicht authentisch sein und dann ist es wichtig, irgendwie alles zu zeigen von sich. Würdest du sagen, dass wenn jemand einfach. Sagen wir mal etwas von sich versteckt. Eine Seite an sich versteckt, dauerhaft. Ich meine jetzt nicht unbedingt jeden Tag, aber wenn jemand wirklich so eine Seite von sich dauerhaft versteckt, ist das für dich dieselbe Kategorie wie Lügen. Also ist sozusagen etwas nicht zu sagen. Was vielleicht aber wichtig wäre für mein Gegenüber. Ist das für dich dieselbe Kategorie wie Lügen? Oder unterscheidest du da? Katarina Labuda: Ja, ich würde das. Ich würde das wahrscheinlich unterscheiden, weil das ist auch ich glaube, dass es so schwierig, diese Frage so kurz zu beantworten, weil das geht auch darum, welches Verhältnis, welche Beziehung ich zu diesen Personen habe. Weil auch was ich lernen durfte, ist, dass ich nicht so allem nur so das sage, was ich glaube, oder dass ich erst mal auch so frage: Möchtest du wissen, was ich hier spüre oder möchtest du erfahren, wie ich dich jetzt wahrnehme? Oder und das geht es hier auch. Ich habe es gelernt, dass ich einfach so quasi Zonen habe, wo ich sage okay, das sind mir die Personen, die mir nahestehen und die frage ich nicht mal oder entweder akzeptiere mich oder entweder sind wir ganz ehrlich nackt oder sind wir ganz nackt oder wir müssen hier einfach die Trennung ziehen. Oder genau dann ist die nächste Zone ist die B-Zone. Wo ich dann mal frage ist das für dich okay, wenn ich dir etwas sage und dann ist das so Außenwelt, wo ich sage okay, was bring mir das oder habe ich die Energie überhaupt da reinzugehen? Das heißt, genau das ist erst mal für mich ist das so einfach, so quasi diese Zonen, wie ich mich auch gerne schütze, um nicht mit meiner Energie einfach oder so meine Energie zu verschwenden. Aber wenn das Dauer habe oder wenn das genau sagen wir so, das ist in der Familie, im Business, weil das ist auch so spannend. Was ich immer sage so das ganze Leben besteht aus Emotionen und aus Beziehungen. Wir sind in Beziehung, auch wir jetzt. Wir haben jetzt Beziehung. Für diesen Moment sind wir in einer Beziehung und auch mit an der Kasse. Wenn du im Supermarkt bist, dann bist du für den Moment in einer Beziehung und da sind auch immer so Emotionen im Spiel. Und das Krasse ist, wie viel haben wir davon in der Schule gelernt oder irgendwo? Nichts, aber wirklich gar nichts. Genau. Und das ist genau auch das, was ich mich oder was ich möchte oder was meine Lebensaufgabe ist, dass wir wirklich in Beziehung bewusst gehen und mit allen Emotionen sich zeigen, wie wir sind, weil dann diese, weil sonst sind diese Emotionen einfach verschluckt und in unserem Körper gespeichert. Und das ist das Krasse, dass diese gespeicherte Emotion einfach dort ist. Das heißt, das ist nicht weg, das ist nicht so, Ach, reiß dich mal zusammen, vielleicht hast du das als Kind auch schon gehört oder auch Ah, musst du nicht alles erzählen. Aber entweder lebst du diese Emotion durch, weil das ist auch das was. Wenn du die Emotionen nicht fütterst 90 Sekunden nicht fütterst, dann ist die Emotion durch deinen Körper durchgelaufen und ist weg. Aber wenn wir sagen: Ach reiß dich mal mal zusammen, das heißt, ich reiße mich mal zusammen, aber die Emotion futtere ich und dann explodiere ich beim nächsten Mal oder sogar bei den nächsten Personen, bei dem Liebsten. Oder warum wir auch oft mit unserem Partner streiten oder schreien. Oder keine Ahnung was. Weil ich glaube, das sind angesammelte Emotionen auch von außen, wo wir uns das nicht trauen, einfach die Emotionen rauszulassen. Genau deswegen. Ich glaube aber zurück zu deiner Frage. Ich würde immer da unterscheiden, in welcher Ebene ich in diese Person stehe. Aber so gesehen, wenn ich beispielsweise im Business mit der Person bin, dann entweder spreche ich das an und gehen wir dieses Thema an oder ist für mich dann nicht die Grundlage oder die Basis dafür, weiterzuarbeiten. Laura Roschewitz: Das finde ich super interessant, weil wir auch gesprochen haben und da können wir vielleicht mal als nächstes den Scheinwerfer hinrichten. Wir haben auch darüber gesprochen, was wir als ich nenne es mal im weitesten Sinne Influencer, also als Menschen, die auf Social Media tätig sind. Was wir da vielleicht für eine Rolle, eine Vorbildfunktion und vielleicht auch eine mit Fragezeichen versehen Verpflichtung haben, uns ehrlich zu zeigen. Denn das ist etwas, worüber wir uns auch schon ausgetauscht haben. Dass ich eine Freundin davon bin, auch wirklich nicht nur einmal die hoch Amplitude zu zeigen, da wo es nach oben ausschlägt, wo alles toll ist, sondern auch zu zeigen, dass es eben zum Beispiel in meinem Leben so ist es ich das Gefühl habe. Ich erlebe sehr, sehr viele, sehr, sehr schöne Momente. Ich würde mich als sehr gesegnet, als sehr erfolgreich, als sehr dankbar und demütig bezeichnen für das, was ich alles darf und kann und was ich auch mache und was ich schaffe und dass ich eine erfolgreiche Unternehmerin bin und und und. Und es gibt aber auch sehr, sehr viele, sehr schwierige Momente für mich. Einfach emotional, wo mich, weil ich mich häufig so schnell entwickel, auch alte Themen noch mal einholen. Es geht für mich sozusagen so, nur in beide Richtungen intensiv. Ich glaube, meine Lebenserfahrung ist jemand, der sehr, sehr positiv fühlen kann, fühlt häufig auch sehr, sehr negativ. Und es funktioniert eben nicht zu sagen Ach, ich wähle nur das aus, was positiv ist und was negativ ist, das schlucke ich halt runter, wie du sagst oder drück es weg. Und meine Erfahrung ist es aber diese ganze Social Media Welt versucht nur diese hoch Amplituden immer zu feiern, zu teilen, zu zelebrieren und die anderen eben zu kaschieren und zu sagen, ne das also unausgesprochene zu sagen ja, das gibt es bei mir nicht und dass wir da eben tatsächlich auch einen toxischen Bereich kommen, weil wir eben ein unrealistisches Lebensbild abgeben. Und da würde mich dein Blick interessieren. Wie siehst du das, was erlebst du da? Und vielleicht auch noch mal speziell im Bereich Familien und Mütter, Weil da gibt es ja auch unfassbar viele Influencer:innen und Hashtags und Accounts, die ja zeigen, wie das alles so zu laufen hat. Katarina Labuda: Ja, genau, ganz genau. Und das sehe ich genau. Besonders in der oder so, wo Elternschaft ins Rollen kommt, weil wir wissen alle oder so, die die Mutter sind, wissen, dass es nicht nur alles rosarot ist, sodass es nicht nur das Schöne, Schöne die Kinder bringen, nicht nur das Schöne, weil besonders die Kinder bringen das, dass sie unsere Punkte drücken, die wir noch nicht gesehen haben. Deswegen kommen auch die Glaubenssätze und so alles so unser innerer Kinder kommen da zum Vorschein, weil sie einfach ungewiss, einfach so wie sie sind, einfach da drücken, wo wir einfach vielleicht als Kinder das nicht oder das wir nicht so liebevoll begleitet worden sind. Oder dass wir nicht das zeigen durften, wenn wir sauer waren oder oder. Das heißt, Mutterschaft bringt wirklich viele, viele Themen mit sich. Und da, bei dem Influencer ist das ganz, ganz wichtig, dass wirklich alle Seiten zu zeigen, weil ich habe so oft von den Kundinnen oder von anderen Müttern gehört, dass sie eher auch dann auf Instagram verzichten müssen, weil das für sie so toxisch ist, weil sie sehen nur das, was die anderen haben. Wir zeigen auch gerne das, was wir haben oder wie wir leben. Und das geht nicht nur um Beziehungen oder Emotionen. Das geht auch wirklich, das wie wir leben, so wie alles aufgeräumt ist, wenn mit den Kindern aufgeräumt ist, auch so ein Thema und so… Ah und Genau. Und dann ist das für die normale nicht Influencer oder wie würde ich sie benennen? Einfach toxisch, dass sie sogar merken, wenn sie Instagram Pause machen, dass es denen deutlich besser geht, weil sie sich erstens nicht vergleichen, weil das ist auch das, was wir oft schaffen. Das Krasse ist, dass wir uns zu anderen vergleichen. Dann kommt Neid ins Spiel und das ist alles so eine Spirale, die dich nur in Mangelgefühl hineinführt und dann kannst du nicht dankbar sein so für dein Leben, wie du das auch gesagt hast, dass du für vieles dankbar bist, weil glückliche Menschen sind, nicht die, die oder wie sagt man das so? Die glückliche Menschen sind die, die dankbar sind und nicht die andersrum. Die dankbare Menschen sind glücklich und nicht die glücklichen Menschen sind dankbar. Genau. Ja, genau. Laura Roschewitz: Wie siehst du das denn in deiner Arbeit? Hol uns da vielleicht mal ein bisschen mit rein? Wie begleitest du denn Mütter und also Personen, die Familie haben? Also was sind deine Kundinnen und was sind vielleicht so ganz klassische Themen, die sie auch mitbringen? Also hole uns vielleicht noch ein bisschen so in deinen Arbeitsalltag. Arbeitest du ganz online mit denen? Ist das eins zu eins? Hast du Gruppen? Also wir haben ja auch ganz viele Gründerinnen und junge Selbstständige dabei. Aber erzähl uns mal, wie arbeitest du mit diesen Frauen, die entscheiden, Ja, ich glaube, da ist ein Thema und das möchte ich mir zusammen mit Katarina angucken. Katarina Labuda: Genau. Ja, großteils begleite ich eins zu eins. Allerdings hatte ich auch so eine Masterclass, die war so sechs Wochen Masterclass, das war in einer Gruppen Masterclass und dann anschließend ist es immer besser so, dieses tiefe Thema, weil wir gehen richtig tief. Wir gehen wirklich so in die Sachen, wo wir die, die wir gar nicht mehr bewusst haben, weil wir verdrängen, auch unser… Wir sind so schlau oder unser Gehirn ist so schlau, dass wir viele Sachen, die so nicht gut waren oder richtig unangenehm waren, dass wir sie vergessen und verdrängen. Aber unser Verhalten wird das immer mal wieder hervorheben. Aber wir wissen gar nicht, warum wir uns so verhalten, wie wir uns verhalten. Wir gehen wirklich so in, weil auf der bewussten Ebene ist nur 5 % das, was wir machen, es nur ungefähr 5 %. Alles andere, so 95 % ist in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Und deswegen glaube ich auch so zu mir kommen auch Mütter oft, die beim Gespräch Therapeutin waren und die nicht so oder die sind weitergekommen, aber nicht so weit, dass sie das auflösen konnten, weil das einfach im Unterbewusstsein gespeichert ist und das, was im Unterbewusstsein gespeichert ist, in meiner Welt kann man am besten und am schnellsten, am effektivsten oder überhaupt mit unterbewussten Techniken einfach auflösen. Und da, genau da habe ich so verschiedene Techniken wie ich will, mit Hypnose, mit NLP und mit meinen eigenen Techniken, wie wir wirklich an das Erlebte, all das, was du interpretiert hast, wie du diese, dieses Ergebnis, diese Bedeutung gegeben hast, einfach neu zu definieren und wirklich, wirklich einfach die Person zu sein, die du bist, weil im Endeffekt jede Person kommt auf diese Welt. So genial, so liebevoll das ist wirklich, wir haben immer dieser gesunde Kern ist immer in uns. Das ist nur so wie Zwiebel. Ich sage das immer das sind die Schichten von Zwiebel, die wir dann durch unsere Eltern, durch unsere Umgebung, durch Kollegen oder andere Menschen einfach zulegen und immer mal in Vergessen dann oder dann vergessen oder verdrängen, dass es nicht da ist. Und das ist genau das. Ich begleite das oft und das ist auch so spannend. Oft habe ich sogar Mütter, die dann selber entweder schon davor selbstständig waren, auch im Coaching Bereich oder so und andere so begleiten oder die dann Business aufbauen, weil das ist das krasse, ich glaube für mich, für mich ist das so überhaupt für so ein Business zu starten, darfst du erst mal deine Themen anschauen, dass du wirklich. Dass du das wirklich dann nicht getriggert bist von außen, weil ich sehe auch Familie und Business hat so viele Parallelen. Was in einer Familie funktioniert auch im Business. Und das ist auch so spannend, dass die Mütter, die zu mir kommen, oft auch ein eigenes Business haben oder ein Business starten, weil sie eben auch im Business gesehen haben. Okay, da ist meine Grenze. Warum? Warum kann ich nicht weiter? Oder warum reagiere ich so, wie ich reagiere? Weil wieder wie gesagt, das ist alles Beziehungen und Emotionen und die Emotionen, die wir bei uns gespeichert haben, die dann kommen hoch, wenn wir gestresst sind, wenn wir herausgefordert werden. Laura Roschewitz: Ja, ja, das würde ich auf jeden Fall auch so unterschreiben. Also ich bin jetzt seit naja, bald acht Jahren Selbstständig, würde ich sagen. Muss ich eben mal rekonstruieren, aber ungefähr. Und ich würde sagen, mit der Selbstständigkeit beginnt auf jeden Fall noch mal für viele, auch viele Menschen, die wir begleiten, auch in unserer Mastermind, so glaube ich schon, dass für viele da noch mal eine andere Form der Selbstverantwortung beginnt, weil du auch wirklich sehr auf eine Art auch sehr angreifbar bist, weil auch sehr, weil du sehr 360 Grad Blick haben musst, wirklich alles im Blick haben. Wie möchte ich nach außen wirken, was ist gut wäre, mit wem möchte ich arbeiten? Wie möchte ich meine Zeit verbringen? Komplette Selbstorganisation. Und so weiter. Wie machst du es denn selber als Selbstständige? Das ist ja auch interessant. Ich weiß von deinem Account das ja, dass du ja jetzt wirklich Mütter ansprichst und ihnen zeigen möchtest, wie der Weg in ein glücklicheres, vielleicht auch harmonischeres, ein gesünderes Leben führt. Und gleichzeitig sprichst du aber da auch zum Beispiel über Wut, über Angst, über Sorge, über Aggressionen, über was auch immer. Wie geht das für dich zusammen? Wie leicht fällt dir das? Oder wie schwer fällt dir das vielleicht auch manchmal, dich auch selber, wie du vorhin gesagt hast, nackt zu machen? Katarina Labuda: Ja, genau, das ist auch das. Das war auch ein längerer Weg. Aber dann habe ich gesehen, dass ich nicht dieser Perfektionismus, wie ich sage, dass uns Perfektionismus einfach so viel hindern und einfach Egoismus ist. Weil wenn du perfekt sein willst, dann zeigst du dich nicht, dann kannst du niemandem helfen, Wenn du dich nicht zeigst, zum Beispiel. Das heißt, dass ich selber einfach den Weg gehen darf. Den meine Kunden, den ich meinen Kunden weitergebe. Und das ist auch die Sache, weil ich glaube, Wut ist ganz normale Emotionen. Wir haben nur die Bedeutung gegeben, dass es etwas Schlimmes ist, weil früher hat sich das so viel angesammelt. Früher, wenn ich wütend war, dann habe ich das nicht sofort durch meinen Körper durchlaufen lassen. Hatte ich keine Strategie, wie ich mit Wut umgehe, dann habe ich das in mir angesammelt. Ich hatte so wie quasi, kannst du dir vorstellen, wie so ein Panzer und unter diesem Panzer kam immer so mehr Wut, mehr Wut. Und dann durfte ich das gar nicht rauslassen, weil sonst würde ich, ich weiß nicht, was ich machen würde. Stell dir mal vor, dass du so komplett immer mal mehr Wut bei dir ansammelst und dann ich weiß, wahrscheinlich würde ich wirklich so ausrasten und alle würden dann verletzt sein. Die Sache ist, die Wut ist ganz normale Emotion wie alles andere. Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Und das ist der Unterschied, dass ich weiß jetzt mit Wut umzugehen. Wenn ich wütend bin, dann schreie ich niemanden an, dann haue ich niemanden oder dann bin ich nicht körperlich oder emotional. Ich gehe einfach in mein Zimmer. So als Beispiel. Ich gehe in mein Zimmer. Ich sage auch wenn, wenn das nur Kinder sind und sage ich, ich brauche jetzt kurze Pause, dann gehe ich ins Zimmer und Beispiel. Bei mir ist das das ich das so los schreie. Also einfach so schreien so und danach ist das durchgeflossen und ich kann mich nach zwei Tagen nicht mal erinnern was das war, weil diese wirklich diese Emotion einfach durch meinen Körper einfach in die Erde geflossen ist und dann ist es einfach erledigt. Das ist nicht angesammelt und ich glaube, das ist auch das, warum wir oft Schuld suchen, weil wir uns selber schuldig fühlen. Da sind wir wieder bei den Emotionen, die wieder bei Mangel, Mangelgefühl. Da sind und die so niedrige Frequenz haben, deswegen ich glaube so das, was ich auch zeige. Ich möchte einfach auch allen zeigen, dass alle Emotionen okay sind. Nur die Frage ist, wie wir damit umgehen. Weil wir mit Freude beispielsweise Du fragst dich auch niemand stellt dich mal oder du musst dich so verhalten. Wenn du Freude hast, dann sagst du, wenn du richtig glücklich bist, dann sehen das alle. Aber wenn ich traurig bin, warum dürfen das nicht alle sehen? Was ist an Traurigkeit schlecht? Laura Roschewitz: Na ja, wie hast du das? Ich erlebe das so, dass viele Menschen. Also anders ausgedrückt vielleicht auch unsere letzte Frage. Ich sehe schon, die Zeit rennt. Vielleicht müssen wir noch eine zweite Folge machen. Viele Menschen reagieren, wenn ich mich sehr verletzlich zeige. Wenn ich sage Boah, ich hatte einen finsteren Tag. Es war irgendwie schwierig. Und es kam dann die alte Suppe hoch und ich habe gemerkt Puh, irgendwie struggle ich hier ganz schön. Ich war in so einem alten Heimatfilm von mir und habe gemerkt Boah, das ist ja alles nicht so easy peasy gerade, dass viele Menschen das einerseits berührt und auch die das bewundern. Ich habe viel Reaktionen darauf bekomme und ich aber auch spüre, dass für viele Menschen das irgendwie in a way so bedrohlich ist, dass sie wirklich so ein "Ja ist ja toll, dass du das machst. Ich könnte das jetzt aber nicht, weil" und dann kommen immer so ganz viele Erklärungen, warum es bei der Person gerade nicht geht. Und das finde ich völlig fein. Ich finde, jeder darf das natürlich so machen, wie er/sie möchte. Mich würde interessieren, wie es für dich ist. Was ist deine Erfahrung? Also hast du negative Resonanz Feedbacks bekommen, wenn du dich sagen wir mal verletzlich oder wütend oder traurig zeigst? Oder ist es eher so, dass es positive Resonanz gibt in deinem Umfeld? Katarina Labuda: Es ist eher so, dass sie auch weil ich glaube, das was du auch sagst, dass viele reagieren oder berührt sind und warum? Weil sie sich damit identifizieren. Weil wir wissen, dass alle diese Emotionen haben. Wir wir wollen das nur nicht. Dann heißt das, du bekommst fast keiner zeigt das, dann bekommst du auch positive Resonanz, weil die sagen Oha, endlich zeigt das jemand, endlich fühle ich mich und du weißt das auch besser, denn das ist so Vertrauen schafft oder so So, wenn du Kunden gewinnen möchtest, ist dieses Vertrauen die Basis. Und wenn sie sich fühlen Oha, okay, sie ist auch manchmal wütend, aber vielleicht kann sie mir weiter zeigen, wie ich nicht wütend gegenüber den Kinder bin? Dass sie glauben, dass sie falsch sind oder so und das ist auch das ist das erste oder erste, was ich sagen würde. Und ich glaube, weil. Wenn ich das oder wenn diese oder für mich sind das Ausreden, dass jeder nicht zeigen darf. In meiner Welt darf das jeder zeigen. Die Frage ist warum zeigen sie das nicht? Was sind diese Ausreden oder warum kommen diese Sätze, dass sie das nicht zeigen dürfen? Weil du das ganz ehrlich bei mir siehst, dann darf ich das nicht auch zeigen, weil ich begleite die Menschen, dass sie liebevoll mit den Kinder umgehen, dass sie wirklich so selbstbewusst werden oder dass sie Glaubenssätze auflösen. Und dann plötzlich sehen sie, dass ich wütend bin. Aber ich glaube, dass es immer geht um diesen Framing wie du das Frame und wie du damit umgegangen bist. Das heißt immer, wie ich das zeige. Ich zeige auch nicht, wie ich jemanden anschreie oder was aus meiner Sicht quasi so dieses auch wie ich damit umgehe, wenn das auch passiert. Weil manchmal passiert das auch etwas, dass was ich mir nicht wünsche oder dann kann ich auch nicht mit meiner Emotion so umgehen, wie ich mir das wünsche. Für mich ist das aber unter Ehrlichkeit. Ich bin ehrlich und wenn das jemanden abschreckt, dann ist auch nicht mein Kunde. Weißt du was ich meine das so quasi. Laura Roschewitz: Ja, ganz oft. Es geht so, um was ich erfahren habe, oft um die Reise, dass jemand nachvollziehen kann, was ist die Reise? Also ich erzähle ja auch ganz offen, dass ich 2015 in der Klinik war, mit Angstzuständen und Panikattacken und mir nicht mehr anders zu helfen wusste, als in die psychosomatische Klinik zu gehen. Und ich würde aber heute nicht sagen, dass ich ein angstfreies Leben habe, sondern es gibt immer noch Themen, die mich ein bisschen ängstigen. Es gibt Themen, da habe ich ganz große Angst. Es gibt andere Themen, da bin ich super mutig, würde ich sagen. Und das ist so was. Ich glaube, es geht gar nicht darum zu sagen: Ich habe jetzt keine Ängste mehr oder nie wieder Angst, sondern eher Hey, guck mal, ich war da an dem Punkt und das ist meine Reise. Und ich kann dadurch, dass ich diese Reise selber gemacht habe, eben auch viel besser Menschen begleiten. Wenn ich jetzt jemanden habe, die im Business ist und sagt ich habe es so Angst auf den Live Knopf zu drücken und live zu gehen auf Social Media, dann kann ich mich relaten und kann sagen Ah, das kann ich verstehen. Ich hatte jahrelang Angst davor, im öffentlichen Nahverkehr zu sitzen oder Auto zu fahren oder ins Flugzeug zu steigen. Guck mal, lass uns mal gucken, wie fühlt sich das für dich an? Ah, so hat sich das vielleicht für mich angefühlt. Was habe ich gemacht, um da rauszukommen? Und ich glaube, das ist auch, was du gerade beschreibst, so dass man eben Mut machen kann, wenn man den Weg zeigt und nicht, wenn man einfach nur das Ergebnis zeigt, ich bin jetzt nur noch happy, weil dann weiß ja niemand, wie du da hingekommen bist. Katarina Labuda: Ganz genau, ganz genau. Und kannst du dich auch nicht. Damit kann sich auch keiner identifizieren, weil sie sind die Mütter, sind oft ganz woanders und wenn du nur Happy Life hier zeigst, dann resoniert das auch gar nicht mit denen. Was soll ich, sowieso komme ich da nie hin, weißt du so, weil ich bin so hier ganz unten und hier ganz oben. Das ist, das ist so ein riesen riesen Weg dahin, dass es Leute abschreckt, als Mut macht. So genau. Ja. Laura Roschewitz: Ja. Ich glaube, wir hätten noch 1 Million Themen. Aber falls dich. Falls dich jetzt jemand wirklich sofort kontaktieren möchte, dann verlinken wir natürlich deine Kontakte in den Shownotes. Aber manchmal sitzen ja Menschen im Auto oder sind unterwegs und hören uns. Magst du einmal sagen, was der Kanal ist? Also ich kenn dich über Insta ist das ja der Kanal. Vielleicht kannst du einmal sagen wie du da heißt das, dass Menschen sich schon mal speichern oder merken können, um dich zu kontaktieren? Im Anschluss an diese Folge. Katarina Labuda: Ganz gerne. Ich bin auf Instagram oder so die meiste Zeit auf Instagram auf Familie leicht gemacht und das ist genau da kannst du mich unter Familie leicht gemacht finden und ich freue mich, wenn du dabei lauscht oder zu mir kommst. Laura Roschewitz: Super, dann würde ich mich an der Stelle gerne bei dir bedanken. Vielen Dank für deine Zeit und die interessanten Insights und deine Perspektiven. Mit dem Thema Ehrlichkeit haben wir auf jeden Fall einen großen gemeinsamen Nenner und ich bin mir sicher, dass wir da auch noch weiterhin uns austauschen und interessante Gespräche führen werden und eine Lanze dafür brechen, dass wir uns ehrlich und verletzlich zeigen dürfen und sollten, um uns gegenseitig Mut zu machen. Katarina Labuda: Ganz genau. Das war wirklich Riesenfreude. Danke für die Einladung und für deine Flexibilität. Laura Roschewitz: Sehr, sehr gerne. Dann hören wir uns wieder in einer neuen Folge Moin um Neun dem Businessschnack bei Gretel und Laura und nutzt gerne die Gelegenheit, schreibt Katarina an sie freut sich auf alle eure Fragen oder Themen Hinweise und ansonsten kommentiert auch gerne unter der Podcastfolge oder lasst uns ein paar Sternchen bei Spotify oder Apple Podcasts oder wo ihr uns auch immer hört. Dann hören wir uns wieder in der nächsten Folge. Und bis dahin wünsche ich Dir, Katarina und euch allen eine gute Zeit. Bis dann. Tschüss. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie
- 18.10.202214 min
Leisure Sickness als Selbstständige Freitagabend und die Kopfschmerzen klopfen an? Wochenendsmigräne ist Dein treuer Begleiter? Zweiter Urlaubstag und Du liegst erstmal flach? Diese und weitere Phänomene sammeln wir Psychologen unter dem Begriff “Leisure Sickness”. Was es damit auf sich hat, wie Körper & Geist miteinander arbeiten und drei Tipps für einen bewussteren Umgang mit Deiner Mentalen Gesundheit hält diese Podcast-Folge für Dich bereit. Hör’ direkt rein und erzähl uns, ob Du Leisure Sickness auch kennst! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Ich freue mich sehr, dass ich heute diese Podcastfolge mit dir aufnehmen darf und dich in ein Thema mitnehmen darf, was mir super, super wichtig ist und am Herzen liegt. Und zwar stehe ich ja generell dafür, dass das Thema mentale Gesundheit einen höheren Stellenwert bekommt und so wichtig wird, dass es eben nicht mehr unterschieden wird von körperlicher Gesundheit, sondern dass eben körperliche und mentale Gesundheit gleichberechtigt sind. Das heißt, dass wir nicht mehr so wie viele es heute auf jeden Fall noch tun, bei körperlichen Beschwerden uns schneller krankschreiben, auch einfacher drüber sprechen können und bei mentalen, sogenannten mentalen Problemen uns eben schwerer tun, die eher noch verstecken, eher noch weitermachen und noch nicht ganz so transparent und offen damit umgehen. Das Thema liegt mir eben so am Herzen, weil ich weiß, dass mentale Probleme, mentale Anfälligkeiten für Krankheiten, mentale psychische Erkrankungen eben einen immensen Einfluss auf unser Leben haben. Und auch neueste Forschung zeigt ja immer mehr und mehr und mehr von Jahr zu Jahr wird sich die Forschung sicherer, dass eben die eigentlich mentale und gesundheitliche physische Probleme gar nicht mehr so stark unterscheiden können. Was meine ich damit? Unser Körper, unser System ist so stark miteinander verbunden. Und früher haben wir das eher so unterschieden in physische Probleme und psychische Probleme. So ein bisschen so, wie wir Work und Life Balance unterschieden haben, so als hätten wir ein Leben und als hätten wir eine Arbeit. So haben wir es auch mit unseren Erkrankungen gemacht. Wir haben körperliche Probleme und wir haben seelische Probleme. Und heute zeigt sich, dass das so aber nicht mehr so einfach zu beschreiben ist oder zu greifen. Denn was in unserer Psyche passiert, hat einen immensen Einfluss auf den Körper. Und was in unserem Körper passiert, hat einen immensen Einfluss auf unsere Psyche. Das heißt, eigentlich haben wir einfach eine Gesundheit und die gilt es zu schützen und zu wahren oder wiederherzustellen, wenn sie gerade nicht hergestellt ist. Und das Thema liegt mir so am Herzen, weil ich selber Betroffene bin, von einer psychischen Erkrankung und lange viele Jahre da sehr darunter gelitten habe. Ich hatte jahrelang starke Angstzustände, Panikattacken und Depressionen. Ich bin Gott sei Dank durch viel Psychotherapie und einen Klinikaufenthalt heute an dem Punkt, dass ich sagen kann, ich habe das gut in mein Leben integriert und kann mutig, selbstbewusst und selbstbestimmt mein Leben gestalten. Das war aber nicht immer so und ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als das nicht so war und die möchte ich auch nicht so schnell wieder vergessen. Deshalb setze ich mich gerade in diesem Kontext, an dem wir uns jetzt hier gerade hören oder auch sehen. Vielleicht siehst du ja auch das Video bei YouTube oder auf Facebook. Ähm, möchte ich sagen, eine Lanze wird dafür brechen, dass wir uns mit dem Thema mentale Gesundheit auseinandersetzen. Und ein Thema, was mir da immer und immer wieder begegnet in meiner Arbeit ist das ein ganz spezielles kleines Thema, an dem ich einmal mit euch, mit dir erarbeiten möchte, wie wichtig mentale Gesundheit ist. Und zwar habe ich heute das Thema Leisure Sickness mitgebracht. Leisure Sickness ist ein bisschen schwer auszusprechen. Ähm beschreibt das Phänomen, dass viele Menschen in ihrer Freizeit am Wochenende oder im Urlaub erkranken oder Symptome entwickeln, nennen wir es mal so. Das geht von ganz physischen Dingen, zum Beispiel Migräne, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen bis zu wirklich schweren größeren Erkrankungen. Viele, viele Menschen, die beschrieben haben, dass sie zum Beispiel Corona bekommen haben, als sie Urlaub hatten, aber auch psychische Belange, so was wie Verstimmungen, Ängste, Entscheidungsunfähigkeit, depressive Verstimmungen. Auch dass die häufiger auftreten, wenn wir Zeit dafür haben, sozusagen Freizeit haben, als wenn wir im Arbeitskontext sind. Und das ist doch ganz spannend, dass die Forschung da zeigt, dass sogar zum Beispiel round about 35 % der Befragten sich zum Beispiel im Urlaub schlechter fühlen als im Arbeitsalltag, körperlich und also physisch und psychisch. Und ich möchte das heute mal auf die Selbstständigkeit beziehen und mit euch das Thema aufmachen. Da mal hingucken, was hat denn das mit uns Selbständigen zu tun? Und da stelle ich dir erst mal die Frage: Kennst du das? Kennst du Leisure Sickness? Schreibt gerne in den Kommentaren hier zum Podcast oder schreib uns eine Nachricht. Du findest Gretel und mich vor allem auf Instagram da findest du Gretel unter Gretel Niemeyer und mich unter Laura Roschewitz. Also würde uns sehr freuen, wenn du auf Insta uns mal ein Kommentar schickst, wenn du diese Podcastfolge hier gerade hörst. Und wenn du magst, schreib mir oder uns doch mal: Kennst du das Phänomen Leisure Sickness? Also ist dir das ein Begriff, dass du zum Beispiel am Wochenende oder nach Feierabend oder im Urlaub krank wirst oder Symptome entwickelst, irgendwelche Beschwerden hast? Und das fänd ich erst mal super interessant. Die Forschung geht aktuell davon aus, dass unser System so schlau und komplex ist. Das, ja, das es sozusagen uns meldet, ob man gerade krank sein kann oder nicht. Also wenn wir zum Beispiel in einem ganz großen Projekt arbeiten oder wenn wir gerade super eingebunden sind, dass unser System dann einfach die Rückmeldung bekommt: Ne, geht gerade nicht. Geht gerade nicht. Du kannst gerade nicht krank sein. Und das ist tatsächlich ein Einfluss darauf, ob wir krank werden oder nicht. Das ist doch erstmal total verrückt. Weil ob Viren rumfliegen oder auch die mentale Gesundheit, da geht man doch nicht davon aus, dass das etwas ist, was wir sozusagen bestimmen oder mitentscheiden können. Aber es verhärtet sich der Verdacht. Es verhärtet sich der Verdacht, dass es tatsächlich etwas miteinander zu tun hat. Und da möchte ich heute einmal sozusagen ein kleines Plädoyer für setzen. Denn das zeigt ja auch, dass wir uns in unserem Alltag häufiger Räume schaffen müssen und sollten, wo unser System sich erholen kann und zum Beispiel auch krank sein kann. Weil vielleicht kennt ihr das. So hatte ich das auch schon mal, Ich habe das schon oft erlebt, dass ich mal so ein Anflug von einer Grippe, einer Erkältung, Kopfschmerzen, was auch immer hatte. Und es gibt so zwei Bewältigungswege in meinem Leben. Entweder ich mache einfach weiter Arbeit, mache meine Termine und so weiter. Und dann würde ich sagen, steht die Chance ganz gut, dass daraus was wird, was ich lange mit mir rum schleppe und was ich nicht so schnell wieder loswerde. Oder? Und das habe ich schon ein paar Mal gemacht, dass ich mich einfach konsequent 24 Stunden ins Bett gelegt habe, Wärmflasche ins Bett, Teetrinken, Film gucken und wirklich einmal nichts machen. Und da würde ich rein subjektiv betrachtet sagen, dass ich häufiger schneller wieder auf dem Damm war, sozusagen. Und das spricht so ein bisschen die Sprache, dass, wenn wir uns schnell und häufig Räume schaffen, in denen unser Körper auch mal kränkeln darf, wir auch mal schlapp sein dürfen, dass dann eben auch unser Körper sich das nimmt. Und das ist doch erst mal hochgradig spannend. Also, denn es war jetzt auch gerade Mental Health Day 2022 und es ist gerade der AOK Fehlzeit Report rausgekommen. Also es gibt jetzt ganz, ganz viele tolle Datengrundlagen, gerade um sich mal anzuschauen, wie es um unsere mentale und körperliche Gesundheit denn steht und immer noch sind psychische Erkrankung auf Platz zwei laut AOK Fehlzeiten Report. Das heißt an zweiter Stelle aller Erkrankungen stehen eben die psychischen Erkrankungen nach Muskel und Skelett. Und wir haben in Deutschland 4,5 Millionen Krankheitstage aufgrund von Burnout pro Jahr 4,5 Millionen Krankheitstage. Und da können wir uns doch jetzt mal fragen: Was können wir denn als Selbstständige tun, um, wir können es nicht vermeiden, aber um unserem System rück zu melden: Ich sorge für dich und du darfst auch zwischendurch mal krank sein, denn Krankheit lässt sich nicht bis zum Urlaub oder so aufsparen und wenn, dann ist es doch auch hochgradig ätzend und unfair, oder nicht? Also ich finde es ganz fürchterlich. Bei uns Selbstständigen ist ja häufig sowieso Urlaub relativ knapp bemessen und dann auch noch zu sagen. Nee, da bin ich jetzt krank. Finde ich ganz fürchterlich frustrierend. Ich hatte das dieses Jahr nämlich auch im Juli. Da hatte ich mir eine Auszeit genommen. Ich hatte mir den Juli als Terminfreien Monat gemacht und bin prompt am 6. Juli krank geworden und war wahnsinnig gefrustet davon. Habe dann aber gemerkt Hey, Gott sei Dank habe ich mir einen ganzen Monat genommen und nicht nur eine Woche, weil dann wäre ich wirklich sehr, sehr sehr traurig und frustriert gewesen. Das heißt, das Thema Leisure Sickness zeigt uns, dass wenn wir Raum haben, wir krank werden, wenn wir keinen Raum haben, nicht krank werden. Das heißt aber nicht, dass wir nicht vielleicht am Limit sind. Oder unser Körper vielleicht um Hilfe schreit, sondern wir hören es einfach nicht, weil unser Stresslevel hoch ist, weil Kortison, Cortisol, Adrenalin, weil unsere Hormone weit oben sind. Und dann ist es einfach für den Körper nicht machbar zu sagen: Ja, ich bin jetzt ciao Kakao, ich bin erst mal krank. Das ist mit Gefahr assoziiert, weil wir halt die ganze Zeit Stress sind. Und wenn wir uns zurückdenken an unsere Herkunft, dann werden wir wahrscheinlich auch wenn der Säbelzahntiger hinter uns her gewesen ist, hätten wir uns nicht hingelegt und gesagt: Oh, jetzt fröstelte ich ein bisschen. Ich setz mich mal eine Runde ans Feuer. Immer wieder erinnern: Wo kommen wir her? Das heißt, wir müssen uns jetzt austricksen und neue Wege finden. Und dafür möchte ich dir einfach ein paar Impulse mitgeben. Erstens schaffe dir unter der Woche regelmäßig Plätze, Räume, wo du mal durchhängen kannst, wo dein Körper auch mal sagen kann wo jetzt bin ich schlapp. Also schaffe dir wirklich Orte und Räume und Space, wo du durchschnaufen kannst und wo vielleicht auch eine kleine Krankheit, ein kleiner Kopfschmerz, kleine Erkältung auch mal durchkommen kann und du dich gut um dich kümmern kannst. Zweitens: Verwechsle sozusagen nicht. Also schau, dass du dir Urlaubszeiten und Krankheitszeiten einrichtest als Selbständige. Das heißt, wenn es dir nicht gut geht, melde dich krank, sei deine beste eigene Chefin und melde dich krank und sei es ein Tag. Die Welt kann warten. Die meisten von uns sind keiner Herzchirurginnen, so dass niemand verstirbt, wenn wir einen Tag nicht arbeiten. Aber dein System merkt. Ah, okay. Hier kümmert sich jemand um mich. Das ist ja super. Dann muss ich vielleicht gar nicht schwerer krank werden, sondern ich bekomme mein Bedürfnis befriedigt, zum Beispiel, mich auszuruhen. Und drittens möchte ich dir noch eine Regel mitgeben, die ich gelernt habe und die ich auch nicht immer einhalte, aber die ich sehr, sehr cool finde. Und zwar sind das drei Punkte. Und zwar wird so empfohlen, damit wir dauerhaft gesund bleiben können, uns einen Tag in der Woche zu nehmen, wo wir wirklich einfach bei uns sind, wo wir uns ausruhen können, wo wir unsere Batterien aufladen, wo wir keine Ansprüche, keinen Stress haben, richtige Me time, ein Tag in der Woche, ein Wochenende im Monat, also eines der Wochenenden im Monat zu sagen Nichts-müssen-Zeit. Ob das dann ob du dann gerne weg fährst oder gerne einfach zu Hause bist oder was so deins ist, das sei dir natürlich ganz freigestellt. Aber dieses Wochenende im Monat zu sagen, da ist mal nicht Druck, Belastung, Stress, Anforderungen. Und einen Monat im Jahr. Das ist so eine wie eine goldene Regel, die uns langfristig resilient und mental gesund halten kann. Und natürlich klingt das erst mal viel. Deswegen erlaube ich sozusagen auch, dass du den Monat im Jahr auch aufteilst, auf zweimal zwei Wochen. Aber Obacht, nicht auf vier mal eine Woche. Das hat nicht denselben Erholungswert wie zweimal zwei Wochen oder einmal vier Wochen. Das soll mein kurzer, knackiger Impuls gewesen sein. Schreib uns unbedingt mal eine Nachricht zum Thema Leisure Sickness. Kennst du das? Wie gehst du damit um? Teile deine Erfahrungen einfach mal mit uns. Und wenn du magst, hinterlass uns gerne auch einen Kommentar oder ein paar Sternchen hier auf dem Podcast Kanal deiner Wahl, wo auch immer du gerade bist. Bei Spotify zum Beispiel oder Apple Podcasts. Klickt mal die Sternchen an und schick uns ein bisschen Liebe rüber. Das hilft uns sehr, dass dieser Podcast hier weiter in die Welt wachsen darf und mehr und mehr Selbständige und angehende selbständige Menschen erreichen kann. Wir freuen uns sehr auf die nächste Folge, die am Donnerstag rauskommt. Und bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit und vielleicht erinnerst du dich ja das eine oder andere Mal an meine Worte. Denn es ist sehr wichtig, dass wir uns zwischendurch Raum nehmen, um krank sein zu dürfen, um wieder in unseren Körper und unsere Seele zu fühlen und um zu merken, bin ich gerade drüber, Ist es gerade zu viel? Ist es vielleicht noch zu wenig? Wo möchte ich gerade hin? Wenn wir permanent unter Strom stehen, können wir das eben gar nicht fühlen. Und dann kommen diese fiesen Dinge wie Kopfschmerzen, Migräne, Schmerzen, Missstimmung, Streit, Konflikt eben immer zu den ungünstigsten Momenten. Und zwar in der Freizeit, im Feierabend, am Wochenende und im Urlaub. Und das wollen wir doch nicht, oder? Also ich freue mich auf die nächste Folge und schickt dir ganz viele Grüße. Bis bald! Ciao! Foto: Kareen Kittelmann Fotografie
- 13.10.202228 min
Stigmata, Vorurteile und Scham Wollen Männer immer Sex haben und reden Frauen sich mit Migräne raus? Sprechen Männer nicht über ihre Probleme und trinken sich einen während Frauen mit ihren besten Freundinnen über alles quatschen? Wenige Lebensbereiche sind so voller Stigmata, Vorurteile und Scham wie der Bereich Sexualität und Intimität! Umso glücklicher sind wir, dass wir ein wundervolles Interview mit der erfolgreichen Paar- und Sexualtherapeutin Nancy Glisoni führen können. Was können wir tun, um auf den Vorurteilen und der Scham zu entfliehen? Wer ist eigentlich dieser Volksmund, der sagt, was “man” darf und was nicht? Viele spannende Fragen an Nancy – und noch mehr tolle Antworten. Hör unbedingt in die Folge rein und schau Dich hier bei Nancy weiter um: Zur Website: https://www.nancyglisoni.com/ Folge ihr auf Insta: https://www.instagram.com/nancyglisoni/ Nancy freut sich sehr, wenn Du Dich mit Themen und Fragen an sie wendest 😊 Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura und heute habe ich mal wieder die Ehre, einen Gast zu begrüßen, eine Gästin. Hallo liebe Nancy Glisoni, schön, dass du da bist. Nancy Glisoni: Hallo, liebe Laura. Ich freue mich. Danke für die Einladung. Laura Roschewitz: Sehr, sehr gerne. Und immer wenn wir Interview Zeit haben, können wir euch ja sozusagen Gästinnen vorstellen, die selber selbstständig sind, die Unternehmerinnen sind, die vielleicht schon lange selbstständig sind oder erst ganz kurz, die spannende Themen mitbringen. Und ich freue mich sehr, dass ich dich heute vorstellen darf, denn wir kennen uns noch gar nicht so lange, aber schon recht intensiv. Und ich bewundere dich sehr für deine Arbeit und die gehört auf jeden Fall in die Welt posaunt. Und vielleicht kennt ja die eine oder andere zuhörende Person dich noch nicht. Deswegen versuche ich dich mal mit meinen Worten zu beschreiben, nämlich so, wie ich dich kennengelernt habe. Nancy Glisoni ist Paar- und Sexualtherapeutin. Ähm, sitzt in der Schweiz. Also ich grüße von Schweden runter in die Schweiz und du bist Mutter. Also wir haben ja auch verschiedene Rollen in unserem Leben. Also du bist selbständige Person, du bist seit 2013 selbstständig in eigener Praxis, das heißt, du bist eher vor Ort tätig als virtuell. Du hast wirklich den physischen Kontakt zu den Menschen und du bist aber darüber hinaus noch so viel mehr. Du bist zum Beispiel Bloggerin, du schreibst tolle Blogartikel, du hast einen Dackel. Das finde ich ganz großartig. Ich habe eine große Dackel Liebe und du bist so so viel und das kriegen wir hier wahrscheinlich gar nicht so schnell untergebracht. Aber für die Menschen, die dich Lust haben, mal ein bisschen kennenzulernen, stelle ich doch vielleicht noch mal in deinen eigenen Worten vor. Nancy Glisoni: Ja, erst mal vielen Dank! Du hast schon ganz viele sehr wichtige Sachen über mich gesagt. Ich bin tatsächlich Paar-/Sexualtherapeutin, bin Mutter von drei Söhnen, verheiratet und lebe seit 16 Jahren in der Schweiz. Komm eigentlich gebürtig aus Deutschland, hört man ja auch, Ecke Berlin und zwar in Potsdam. Und es hat mich nicht wegen der Liebe in die Schweiz verschlagen, sondern tatsächlich aufgrund meiner Arbeit, die damals noch einen ganz anderen Schwerpunkt hatte und sich eigentlich mit der Familie verändert hat, so. Laura Roschewitz: Du hast gerade schon gesagt, ihr hatte damals einen ganz anderen Schwerpunkt, das, das macht mich neugierig, weil es ist ja schon ein sehr, sagen wir mal spezieller Beruf, Paar- und Sexualtherapeutin zu werden. Und da ist ja bestimmt eine Geschichte dahinter, wie sich das dahin entwickelt hat. Wahrscheinlich werden die wenigsten Menschen aus der Schule kommen und sagen so, also was ich mir wünsche, ist, Paar- und Sexualtherapeutin zu werden. Vielleicht heute, Ich weiß es nicht, aber ich denke mal, vor 20 Jahren war das vielleicht noch ein bisschen anders. Wie ist dein Weg gewesen dorthin, dass du diesen Beruf ergriffen hast mit eigener Praxis? Nancy Glisoni: Das ist tatsächlich eine lange Reise gewesen. Und ich habe früher eigentlich im Familienbereich gearbeitet, das heißt mit Familien, Kindern in der Familienberatung und das immer mehr Schwerpunkt geworden, dass ich Eheberatung gemacht habe oder Paarberatung. Damals hieß das noch Eheberatung. Jetzt dürfen natürlich auch Paare sich beraten lassen, die nicht verheiratet sind. Und darüber bin ich eigentlich an diese Thema gekommen mit Paaren zusammenzuarbeiten und keine Paartherapie, keine Paarberatung läuft ohne das Thema Sexualität. Und dann kommen so Themen "Ja, ich habe gar keine Lust mehr" oder sind so Funktionsstörungen. "Meine Erektion hält gar nicht mehr so lang" und so bin ich eigentlich mehr und mehr auch in diesem Thema Sexualität und Partnerschaft und habe dann eigentlich den Teil Erziehung wie verabschiedet, weil ich auch selber drei Kinder hatte und nicht mehr über Trotzphase reden wollte, nicht mehr über Anfang der Pubertät, oder ja, so Themen waren dann irgendwann genug und darum ist dann eigentlich so meine Reise weitergegangen, dass ich wirklich auch gesagt habe, ich möchte mich gern spezialisieren und arbeite jetzt mit Paaren und aber auch in der Sexualtherapie und in der Paartherapie auch mit Einzelpersonen, je nachdem, das ist eigentlich so die Geschichte dorthin, die sich einfach ergeben hat. Ich habe es nicht gesucht, sondern das auch aus eigenen Interesse. Und immer, wenn ich selber an Grenzen oder neugierig geworden bin ah, okay, ja, da müsste ich vielleicht auch noch mal was wissen. Bin ich eigentlich wieder wie an den nächsten Punkt gekommen und habe was dazugenommen, wie zum Beispiel Sexualtherapie. Laura Roschewitz: Das finde ja super spannend. Das kennen wahrscheinlich auch viele. Das vielleicht gerade auch als Selbstständige. Man gründet, man überlegt sich, ich möchte jetzt genau mit dem selbstständig sein. Das hören wir auch ganz oft. Und dann entwickelt sich der Weg halt anders und viele machen sich am Anfang einen riesen Druck. Was jetzt genau die Berufsbezeichnung ist und wie genau. Und dann merken wir meistens retrospektiv, dass es sich ja doch auch noch sehr verändert. Was würdest du denn so sagen? Was ist in deiner Arbeit das, was dich daran so reizt oder was dich so zufrieden und glücklich macht? Also warum begleitest du gerne Menschen in diesem Bereich? Was ist das, was daran Nancy sozusagen beglückt? Also was ist wirklich dieser Kern der Arbeit? Das finde ich irgendwie super interessant. Nancy Glisoni: Wofür ich brenne, ist tatsächlich Beziehungen oder ist Beziehungsarbeit. Ich finde es mega spannend und jedes Mal, wenn ein Paar zu mir kommt, dann habe ich einfach immer andere Themen. Ich kann mich im Grunde genommen auf keine Sitzung vorbereiten und wenn ich es tatsächlich, ich habe es früher mal gemacht. Es hat keinen Sinn gemacht, weil in der Sitzung ist einfach alles anders gekommen. Da hat ein Satz den anderen ergeben, eine Dynamik und eins hat zum anderen geführt. Und ich hatte gar keine Chance, mich irgendwie vorzubereiten. Und darum. Ich finde es so wahnsinnig spannend. Tatsächlich. Wenn ich Sitzungen habe, weiß ich einfach nicht wirklich, was mich erwartet und und wohin der Weg geht. Und neben dem, dass es immer spannend ist und natürlich jetzt auch durch die Thematik extrem abwechslungsreich. Das heißt, meine Themen gehen ja wirklich von Kommunikation über sexuelle Funktionsstörungen über, natürlich auch manchmal Erziehungsthemen. Die kann ich nicht ganz ausklammern. Spielt ja auch mal mit ein, wie werden wir in ein gutes Eltern Team. Aber auch, wenn in der Beziehung betrogen wurde oder Verletzungen stattgefunden haben, das heißt, ich habe so ein großes Spektrum, dass einfach jeden Tag andere Themen da sind und das wahnsinnig spannend und äh, ja, ich liebe Happy End und darum Mag ich es auch immer dran zu schaffen. So. Laura Roschewitz: Das heißt, du bist ein großer Beziehungs Fan, also Pro Beziehung. Passiert es denn bei dir auch? Ist das auch ein Teil deiner Arbeit, dass Paare sich trennen oder das Trennungswege eingeschlagen werden? Oder ist das eher so, dass du wirklich die Verfechterin der Beziehungsrettung bist? Wie kann man sich das von außen vorstellen? Vielleicht Menschen, die jetzt auch noch nicht so viel Kontakt mit dem Bereich hatten? Nancy Glisoni: Viele kommen natürlich zu mir und sagen "Oh, Frau Glisoni, sie müssen unsere Beziehung retten". Und ich sage dann immer, ich kann sie nur auf dem Weg begleiten oder ich kann euch nur auf dem Weg begleiten. Und nein, der Weg kann manchmal auch sein, dass man sich trennt, weil es einfach für beide sich besser anfühlt. Oder wenn einer auch schon wie ja nicht mehr mit in der Beziehung drin ist. Wenn er schon so eine weite Distanz hat, dann funktioniert sie nicht mehr. Und dann kann manchmal auch in der Paarberatung oder Paartherapie eigentlich so eine Trennungsphase mit bearbeitet werden und dann geht es eher darum, wie wie finden wir einen guten Weg miteinander? Wie kann derjenige, der vielleicht noch ganz fest im Schmerz mit drin ist, lernen, damit umzugehen? Und wenn noch natürlich Kinder mit dabei sind, dann geht es auch immer darum, wie können wir trotzdem noch Eltern bleiben, Familie irgendwo bleiben und trotzdem als Paar getrennte Wege gehen? Und ich finde immer, wer zu mir kommt, der macht sich auf den Weg und wir gucken zusammen, wohin der Weg geht. Ob du jetzt nach links, nach rechts. Da muss man immer schauen. Wichtig ist, dass man ja sagt zu dem Weg und dann, ja dann begleite ich den natürlich sehr, sehr gerne. Laura Roschewitz: So, was würdest du sagen? Wie stark ist diese Arbeit, die du machst, tabuisiert? Ich stelle mir jetzt so vor, dass das natürlich ich kenne mich ja auch so mit dem ganzen Bereich mentale Gesundheit und psychische Erkrankungen sehr gut aus. Und ich würde sagen, du hast da ja sozusagen noch mal eine sehr spezielle Nische besetzt. Und gerade Sexualität oder auch gewisse Störungsbilder, die sind ja wirklich sehr Scham besetzt, kann ich mir auf jeden Fall vorstellen. Wie ist das für dich in deiner Arbeit? Also sind die Menschen, kommen die Menschen heimlich zu dir? Wissen deren Bekannte, dass sie bei dir sind? Wie stigmatisiert oder wie tabuisiert ist deine Arbeit? Nancy Glisoni: Also das hat sich natürlich stark verändert. Ich kann mich entsinnen, als ich 2013 angefangen habe, auch in eigener Praxis zu arbeiten. Da war es tatsächlich sehr Tabu. Oh Gott! Zur Paartherapeutin, oh nein, ihr seid mega in der Krise und so weiter. Und ich habe den Eindruck, seit den letzten Jahren hat sich es wirklich verändert. Ich merke, dass ich selber auch weiterempfohlen werde von Paaren, die sagen "Hey, wir waren bei Nancy und es hat sich gut angefühlt. Das hat sich verändert." Oder auch "Hey, wir haben eine mega schöne Trennung auch hinbekommen" und da merke ich, hat sich extrem verändert, weil Therapie wird heutzutage gar nicht mehr unbedingt. Ich sage es jetzt mal so bei dir Du hast eine Schraube locker oder so, sondern hey, der macht Persönlichkeitsentwicklung, der will was verändern. Und ich habe den Eindruck, dass es nicht mehr als etwas als Schwäche angesehen wird, sondern tatsächlich "Hey, ihr kämpft für eure Beziehung, ihr investiert in eure Beziehung. Hey mega schön."Und äh und von dem her hat sich sehr verändert. Was sicherlich noch eher Scham behaftet ist, ist Sexualtherapie. Weil ich denke, dass für viele schwierig ist, darüber zu sprechen. "Hey, ich habe nicht mehr so Lust" oder auch wenn es um eine Erektionsstörung geht, da spricht auch niemand gerne drüber und da ist nicht unbedingt heimlich, aber ich glaube, man erzählt es nicht jedem. Laura Roschewitz: Du bist ja eine von relativ wenigen Frauen, würde ich mal sagen. Bei uns hier im Podcast bisher auf jeden Fall die als Mit- oder Hauptzielgruppe Männer hat. Ich glaube, soweit ich weiß, hast zu viele männliche Kundinnen, also sozusagen Menschen, die sich als männlich identifizieren, bei dir in der Praxis, wie würdest du ah sagen, ist das Verhältnis jetzt klassischerweise von den Geschlechtern? Vielleicht erst mal als erste Frage oder als zweite Frage, siehst du einen Unterschied in dem Umgang damit oder in der Offenheit, darüber zu sprechen zwischen Männern und Frauen? Zu dem Thema: Ich gehe zur Therapie oder ich lass mich da begleiten von Nancy. Kannst du da einen Unterschied feststellen oder ist das nur ein Vorurteil von mir? Nancy Glisoni: Okay. Hm, also grundsätzlich ist tatsächlich so, dass ich mehr Männer zu meinen Kunden zähle. Das ist so und oftmals ist es so, dass ein Paar zu mir in die Paartherapie kommt und dass sich dann herausstellt, dass da vielleicht noch ein Punkt wäre, den man auch schaffen müsste, den es eigentlich braucht, damit die Beziehung wieder besser funktioniert oder anders funktionieren kann. Und dann schaffe ich mit dem dran. Und vom Verhältnis her würde ich fast sagen, also ja, ich würde schon meinen, in den Einzelsitzungen habe ich so 70 % Männer, männliche Kunden und 30 % sind Frauen und. Ja, jetzt habe ich gerade deine Frage auf der Zunge. Gerade noch mal überlegen, worauf ich hinaus wollte. Ob es noch eher einen Unterschied gibt. Ein Tabu? Hmmm. Ich glaube, es kommt tatsächlich immer auf die Thematik an, es kommt wirklich auf die Thematik an, weil ich finde zu Genital. Es ist immer sehr sehr Scham behaftet. Bei Mann hat es viel mit Männlichkeit zu tun und wer bin ich und wie stehe ich in dieser Welt? Und Frauen glaube ich reden vielleicht mal mit einer Freundin drüber, oder? Da ist sicherlich der Umgang etwas anders. Aber grundsätzlich, wenn jemand bei mir in der Praxis ist, dann erlebe ich egal ob Mann oder Frau, absolut offen und motiviert. Das muss ich wirklich sagen wer bei mir sitzt, der muss die Karten auf den Tisch legen. Weil wer die Karten nicht auf den Tisch legt, der kann keine Veränderung machen. Und von dem her ist es ganz wichtig und ist mir auch ein wichtiger Teil, wer zu mir kommt. Da muss ich als Person stimmen, als Mensch stimmen, weil wir reden wirklich über alles. Wir reden. Ich lache sehr viel in den Sitzungen, wir haben immer irgendwas zu lachen. Man spricht aber auch über ganz viele normale Sachen, aber auch über traurige. Und dann gibt es wirklich so die Sachen, die Schmerzen, die tun weh und die sind richtig, richtig, richtig doof. Und da muss man Vertrauen haben, dass die Sachen bei mir gut aufgehoben sind. Und dann die Leute, die zu mir kommen, die haben dieses Gefühl. Und dann kann man natürlich auch diese Schritte um diese schweren Themen oder auch Scham behaftete Themen gut miteinander besprechen. Laura Roschewitz: Ja, das finde ich ganz interessant. Das geht ja dann auch sozusagen darum, sich zu trauen oder erst mal zu erkennen, dass man ein Problem hat oder dass es ein, dass irgendwas nicht stimmt. Ich könnte mir vorstellen, dass das ja so der erste wichtige Schritt ist. Und zwar nicht stimmen im Sinne von es ist nicht so, wie ich es mir wünsche, gar nicht unbedingt jetzt. Gesellschaftlich funktioniere ich so, sondern auch wirklich. Ist es so, wie ich mir mein Leben wünsche? Ist meine Sexualität, so läuft meine Beziehung, so sind wir uns so nah oder nicht? Bin ich so autonom? Bin ich so gebunden, was auch immer. Das heißt, so das Thema Hilfe annehmen steckt da ja, finde ich auch ganz tief drin. Ähm. Vielleicht aus deiner Perspektive mit vielen Jahren Erfahrung. Laura Roschewitz: Was ist sozusagen förderlich oder was können wir tun als Gesellschaft? Du als Nancy, ich als Laura? Was würdest du sagen, ist wichtig, um das Hilfe holen sozusagen aus dieser Ecke rauszubringen von, das ist Schwäche oder das ist irgendwie ein Eingeständnis von plemplem, hin zu dem, was du gesagt hast. Persönlichkeitsentwicklung. Also was können wir da tun? Vielleicht auch auf Social Media, in Gesprächen? Was ist wichtig, damit wir uns vielleicht auch frühzeitig trauen, Hilfe anzunehmen? Was würdest du sagen, sind da Dinge, die dir auffallen? Nancy Glisoni: Also ich denke, was wichtig ist, es zu normalisieren, weil grundsätzlich ist es so das Problem was jeder hat oder wenn jemand zu mir kommt und Probleme hat, dann kann er sicher sein, er ist nicht der einzige, der dieses Problem hat, sondern neben dem, dass zum Beispiel in der Beziehung eine Unlust ist, gibt es in so vielen Beziehungen und da zu normalisieren. Hey, es ist völlig normal, wenn der Alltag kommt, wenn andere Prioritäten da sind. Wenn sich der Körper verändert. Wenn die Lebensphase anders ist. Wenn auch viel mehr Stress durch Familie oder Job in der Beziehung ist, dann verändert sich das einfach. Und da auch zu sagen Hey, ja, es muss nicht überall glitzern und glänzen und alles muss nur schön sein, sondern nein, man darf auch einfach mal schwach sein. Also ich finde zu normalisieren, drüber sprechen, einfach drüber sprechen. Ey, ich bin heute mega müde, ich bin müde und Mag gar nicht mehr. Allein schon, wenn man das ausspricht. Das fällt ganz vielen so schwierig zu sagen, hey ich mag heute gar nicht mehr. Und und und. Ich glaube, dass so drüber reden, normalisieren, aber auch informieren heißt tatsächlich auch Information zur Verfügung stellen und damit ja, damit jeder Einzelne noch merkt. Es ist so, so verbreitet. Und jeder hat irgendwo in seinem Rucksack etwas drin, was den Rucksack ein bisschen schwerer macht. Und nur wenn wir drüber sprechen und wir dem Raum gehen, dann kann auch unser eigener Raum wachsen. Das ist der wichtige Teil. Laura Roschewitz: Ja das finde ich ganz wichtig, weil ich finde ja auch immer wir. Man sagt ja schnell, das ist nicht normal oder du bist nicht normal oder das Verhalten ist nicht normal. Und ich frage mich ja immer was ist denn dieses normal? Also wer ist denn dieses normal? Also wenn wir dann miteinander ins Gespräch gehen und uns besser kennenlernen, dann macht ja früher oder später fast jeder mal den Rucksack auf und sagt Ja, hier kneift es bei mir und hier ist bei mir Sand im Getriebe und hier läuft es nicht so rund. Und das zeigen ja auch Zahlen von psychischen Erkrankungen oder auch einfach Symptomen wie Ängsten oder Depressionen oder depressiven Verstimmungen. Wie wahnsinnig verbreitet das einfach ist. Und ich glaube, da braucht dieses normal einfach mal so ein Update, das durch zum Beispiel deine Arbeit also wirklich zu zeigen ja normal ist vielleicht gar nicht das, was wir halt im Fernsehen sehen oder in dem Buch gelesen haben oder wie vielleicht unsere Eltern uns erzogen haben, was ja wahrscheinlich auch eine große Rolle spielt. Nancy Glisoni: Also grundsätzlich in der Beziehung ist ja immer so, dass wir ja Muster von zu Hause mitbringen und da hast du ja einen spannenden Podcast mit der Generose gemacht. Und das ist tatsächlich so in unserem Rucksack sind tatsächlich die Dinge, die wir gelernt haben. Und so gehen wir dann natürlich auch mit Herausforderungen im Leben um das, was ich im Rucksack habe. Wenn ich in Stress komme, dann greife ich da hinten rein und nehme raus, was ich gelernt habe. Und das kann manchmal sein, dass das sehr wenig hilfreich ist und vielleicht in manchen Situationen. Und so ein Muster kann auch sein, ich schäme mich und das dann natürlich. Das hilft mir nicht sonderlich dann, wenn ich Eheprobleme habe, dieses zu lösen, sondern dann behalte ich es ja bei mir und kann den Schritt nicht machen. Aber damit ja, es geht die Beziehung natürlich dann auch kaputt. Also von dem her, es sind oftmals Muster, die auch in der Kommunikation und im Zusammenleben der Paare manchmal einfach hinderlich sind. Und die decken wir natürlich dann noch im Gespräch auf. Das sind die Sachen, die wir mitbringen. Genau. Laura Roschewitz: Das finde ich spannend. Apropos Muster. Man sagt ja, so sagt der Volksmund. Ich weiß auch gar nicht so genau, wer dieser Volksmund ist. Aber der Volksmund sagt auf jeden Fall das irgendwie. Es gibt ja dieses Klischee von dem Mann, der irgendwie eigentlich immer Lust hat und eigentlich du hast ja auch gesagt eine starke Identifikation über die Sexualität, auch über das Genital und die Frau, die irgendwie Migräne hat und keine Lust hat und die irgendwie so. Jetzt bin ich aber gespannt. Jetzt habe ich dich ja hier sozusagen am Mikrofon und das lasse ich ja nicht zu, ohne auch ein bisschen Dr. Sommer Bravo zu spielen. Wie ist denn das sozusagen deiner Erfahrung nach? Das lässt sich ja nie so ganz verallgemeinern, aber ist das wirklich so? Oder gibt es das auch umgekehrt? Gibt es auch Frauen, die viel mehr Lust haben? Oder wie ist doch deine so ein bisschen Behind the Scenes, mal ein bisschen ausplaudern? Was hast du als Paar- und Sexualtherapeutin dafür Erfahrungen gemacht? Nancy Glisoni: Das Schöne ist, dass ich und habe ich auch erst in der Weiterbildung und auch jetzt in meiner Praxisarbeit, dass sie tatsächlich gleich verteilt ist, dass tatsächlich es nicht mehr so wie der Volksmund sagt nur der Mann hat immer Lust und die Frau ist die, die dann müde ist, sondern es gibt tatsächlich ganz viele Unterschiede. Und es gibt Männer, die keine Lust haben. Es gibt Frauen, die viel mehr Lust haben. Und ich finde, man kann es überhaupt nicht mehr so in so eine Schublade stecken. So ist es, sondern ich habe den Eindruck, dass auch viele Frauen sich sehr viel mehr mit ihrem Körper beschäftigen und sich jetzt auch, sage ich mal, zugestehen Ich darf Lust haben und auch sagen, was ihnen Lust bereitet. Und ich glaube, dass auch viele Männer sich viel öfter zugestehen zu sagen Du, ich mag heute gar nicht. Für mich ist heute Kuscheln ist super, aber mehr brauche ich heute nicht. Und das finde ich es finde ich sehr, sehr mutig und das spricht dann auch immer für eine gute Beziehung, wenn man darüber sprechen kann und wenn man sich auch in dem zeigen kann und nicht irgendein Bild sein muss oder darstellen muss. Aber es gibt natürlich noch ganz viele, die natürlich auch verinnerlicht haben, so und so muss es sein. Das ist schon so, aber ich kann es nicht mehr bestätigen. Ich kann so nicht mehr bestätigen. Laura Roschewitz: Ja, dieses, das macht man so, oder als Mann hast du so zu sein. Ich glaube natürlich, wir kommen ja immer noch aus der Prägung. Wie gesagt, hört noch mal das Interview mit Generose rein. Ähm, ja, wir kommen einfach natürlich noch aus unseren vorliegenden Generationen, die uns eben auch ganz starke Glaubenssätze und Muster mit eingeprägt haben und wir uns abgeguckt haben. Und wir denken ja so und so hat es zu sein. Was mich noch mal interessieren würde. Uns hören ja auch viele Menschen zu, die vielleicht gerade selber in die Selbstständigkeit starten oder noch relativ jung dabei sind. Ähm, und Gretel und ich plädieren ja auch immer sehr dafür, sich selber auch Hilfe zu suchen. Also auch im Business letztendlich ja auch ein ganz ähnlicher verwandter Gedanke zu sagen Ja, ich muss mich vielleicht nicht schämen, weil meine Umsätze noch nicht so gut sind. Oder ich schäme mich, weil ich einen ganzen Tag Netflix geguckt habe und gar nichts geschafft hab an meinem Business. Oder ich schäme mich, weil ich totaler Workaholic bin und nie abschalten kann. Wie gelingt es dir denn als Unternehmerin, aber vielleicht auch einfach als Privatperson Nancy Hilfe anzunehmen? Fällt dir das leicht oder kannst du schon auch die Menschen verstehen, denen das sehr schwer fällt? Das finde ich nochmal spannend. Nancy Glisoni: Also grundsätzlich kann ich sehr, sehr, sehr gut verstehen, dass es schwer fällt, Hilfe anzunehmen. Und ich für mich selber habe natürlich auch diesen Prozess durchgemacht und am Anfang denkt man Hey, das kriege irgendwie hin und. Aber ich sage mal mit dem, dass man auch mehr gefordert wird. Ich glaube, bei mir war eine große oder eine Lebensschule, dass ich selber Mutter geworden bin. Und da habe ich nicht nur im Bereich Business, sondern auch als Mutter lernen müssen, Hilfe anzunehmen oder als Frau, als Mensch Hilfe anzunehmen. Und ich habe den Eindruck, darum ist es leichter für mich, jetzt auch im Business zu sagen Hey, da komme ich an meine Grenze, da habe ich begrenzt Zeit. Ich sage jetzt nicht, die Umsetzung ist dann einfacher, aber die Impulse, die man bekommt und darum bin ich ja grundsätzlich auch bei euch. Ich bin ja auch ein Smashi, weil ich gemerkt habe, dass ich zwar ein gutes Business habe, dass es läuft, aber dass es für mich persönlich vielleicht noch an der einen oder anderen Stelle zu schrauben geht. Und da geht es wirklich auch darum, wie kann ich mich gut organisieren, wie kann ich bei mir bleiben? Wie kann ich noch neben dem Paar- und Sexualtherapie auch noch meinen Teil genug Raum geben und damit ja mit Profis zusammen zu arbeiten, in der Gruppe Austausch zu haben? Für mich ist immer noch der Tollste und sensationellste sich ich in der Gruppe auszutauschen mit Frauen, die ähnlich unterwegs sind, die Ambitionen haben, die sich erlauben, größer zu denken. Die, die aber trotzdem so wie ich ja selber auch immer wieder an so einen Punkt kommen, wo es wieder nicht weiter geht. Und nur in dem, dass ich auch darüber gesprochen habe, hatte ich die Chance, dass es sich verändert. Und diese Veränderung spürt sich einfach super an, weil man immer mehr seinen eigenen Raum kreiert. Und ich glaube das so wichtig als Selbständige so den Raum zu kreieren, dass man als Mensch noch genug Platz als als Person noch genug Platz in diesem Raum hat und aber auch im Business noch Platz hat. Und dass manchmal so die größte Challenge finde ich jetzt persönlich ja irgendwo noch bei sich selber zu bleiben und trotzdem erfolgreich zu sein oder auch ja Ziele, Wünsche zu haben und irgendwie die auch umsetzen zu wollen. Und von dem her ist es schon manchmal eine Challenge, tatsächlich sich auch in dem zu zeigen. Aber ich würde jetzt aus eigener Erfahrung sagen, dass es unglaublich heilsam ist und schön ist ja, mit Gleichgesinnten zusammen Schritte machen zu können, mit euch. Laura Roschewitz: Ja, das ist schon. Also ein schöneres Wort kann ich zum Abschluss von dieser Podcastfolge gar nicht finden. Das war ja wirklich eine große Liebeserklärung an all die Gruppendynamiken dieser Welt, finde ich. Wenn es gut geleitet ist, an das sich öffnen, anders, sich auch mal verletzlich zeigen und auch eine große Liebeserklärung an, ja, an Persönlichkeitsentwicklung. Und das letztendlich sind wir als Selbstständige eben finde ich einfach permanent damit konfrontiert, dass wir uns persönlich entwickeln können und müssen, weil sonst laufen wir im Kreis. Sonst ist es auch nur ein Hamsterrad. Und meine Erfahrung ist dann ist eine Selbstständigkeit auch nicht per se glücklich machender, als ein Angestelltentum, aber wir haben eben diese Möglichkeit und ich finde auch die Pflicht, uns gemeinsam weiterzuentwickeln. Nancy Glisoni: Das ist so. Laura Roschewitz: Liebe Nancy, ich danke dir sehr für deine Impulse und deine Zeit. Und für alle Zuhörenden. Packen wir natürlich alle Infos und Links, wie ihr Nancy folgen könnt und kontaktieren könnt in die Shownotes. Aber, liebe Nancy, vielleicht sagst du es auch noch einmal, weil manchmal sitzen Menschen im Auto und können gerade nicht in die Shownotes gucken oder sind sonst irgendwie verhindert. Vielleicht sagst du noch mal wo kann man dich denn am besten finden? Also deinen Namen? Nancy Glisoni, haben wir schon gesagt. Wie lautet deine Website? Dann können wir das vielleicht den Hörenden einmal mitgeben. Nancy Glisoni: Also das ist ganz, ganz einfach www.nancyglisoni.com. Das ist meine Webseite und ihr findet mich auf Instagram, auf Facebook. Und ich glaube, das wars schon. Laura Roschewitz: Genau, perfekt. Also ja, schreibt Nancy an, wenn ihr Fragen habt, wenn ihr Interesse habt an einer Zusammenarbeit, wenn ihr sagt Ah, ich glaube, dieses Thema da mal Hilfe anzunehmen, mal die Lupe hin zu richten, gemeinsam mit ein bisschen Freude, ein bisschen Traurigkeit, ein bisschen Schmerz, aber auch viel Lachen und vor allem dem großen Potenzial, eurem Wunschleben ein bisschen näher zu kommen und euch gut zu fühlen. Dann bin ich mir ganz sicher, dass Nancy sich freut und auch alles beantwortet. Und deswegen scheut euch nicht. Ihr seid herzlich eingeladen, euch bei Nancy zu melden. Nancy Glisoni: Sehr, sehr gern. Laura Roschewitz: Dann sehen wir uns und hören wir uns wieder in der nächsten Podcastfolge. Und wenn ihr Kommentare und Wünsche habt, schickt uns die gerne. Und ansonsten wünschen wir euch jetzt erst mal einen schönen Tag. Danke, Nancy und wir winken euch zu aus der Schweiz oder aus Schweden und freuen uns bis zur nächsten Podcastfolge. Bis dann. Nancy Glisoni: Danke, Laura. Tschüss. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie
- 11.10.202219 min
Wie radical honesty deinem Business gut tut – und was Ehrlichkeit mit Positionierung und Authentizität zu tun hat “Wie ehrlich darf ich sein? Oder muss ich es sogar? Oder schadet mir das?” Mit dieser Frage kam vor Kurzem eine Smashie in unsere Mastermind. Und weil die Frage nach Ehrlichkeit, Integrität und Professionalität eine spannende ist, haben Laura und Gretel sie auch hier im Podcast nochmal auseinander genommen. In dieser Folge MOIN um NEUN beschnacken wir ➡️ warum es wichtig ist, deine ehrliche Meinung zu kommunizieren ➡️ warum ein “NEIN” besser ist als ein “Joa, geht so” ➡️ warum es dir Kund:innen bringen wird, wenn du auch mal aneckst ➡️ warum du mit langweiligem Content viel Zeit verplemperst ➡️ wie du dich traust, deine ehrliche professionelle Meinung auszusprechen Hör in die Folge rein und teile gern deine (ehrliche) Meinung dazu mit uns – entweder hier oder auf Instagram. Wir freuen uns drauf. Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hello. Moin moin. Gretel Niemeyer: Moin, willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Businessschnack heute tatsächlich mal mit Laura und mir, der Gretel. Wir hatten uns länger nicht, also zumindest nicht vorm Podcastmikro. Laura Roschewitz: Ja, wir hatten uns natürlich sehr viel in der Zwischenzeit. Wenn du uns vielleicht ein bisschen folgst, weißt du ja, dass wir verschiedene Dinge miteinander umsetzen und machen. Aber tatsächlich haben wir schon länger keine gemeinsame Podcast Folge mehr aufgenommen und dem machen wir jetzt ein Ende und nehmen mal wieder zusammen auf. Ich freue mich, Gretel, Wir haben ein schönes Thema mitgebracht finde ich. Gretel Niemeyer: Ich finde, wir haben ein sehr, sehr schönes Thema mitgebracht und dazu kann man vielleicht sagen, wir nehmen diese Folge an einem Donnerstag auf und Donnerstag ist sehr regelmäßig bei uns ein Mastermind Tag. Das heißt, wir treffen unsere Smashies, die Teilnehmerinnen unserer Mastermind und die bringen ihre Business Fragen mit. Ihre größte, drängendste Business Frage. Und heute war eine Frage dabei, die möchten wir gerne mit euch teilen bzw. möchten die gerne hier ein bisschen diskutieren, weil sie einfach mehrere Facetten hat, die aus unserer Sicht wichtig für so ziemlich jede Selbstständige da draußen sind. Laura Roschewitz: Genau das ist die Frage. Das ist das Thema. Wie radikal ehrlich darf ich, soll ich, kann ich eigentlich als Selbstständige sein? In meinem Außenauftritt, in meinem Angebot, in meinem Wording, auf meinem Social Media Kanal. Also eigentlich überall, wo ich kommuniziere. Stellte sich da heute die Frage. Und da haben wir wirklich auch ein bisschen so diskutiert und verschiedene Aspekte mal beleuchtet. Also wie ehrlich darf ich sein? Was ist, wenn ich jemanden verstoße oder verärgere? Also diese ganzen Facetten haben wir uns heute mal angeguckt und ich fand das mal echt wieder total spannend, sich damit auseinanderzusetzen. Weil uns das ja immer mal wieder begegnet dieser Frage. Gretel Niemeyer: Genau. Und das Thema Radical honesty oder das Konzept Radical honesty, das ist noch gar nicht so alt. Da gibt es jetzt Workshops, Kurse und alles Mögliche, um zu lernen, wie man sich die Meinung wirklich schonungslos oder wie man sich auf jeden Fall die Meinung sagt und nicht lügt. Ich würde sagen, das ist noch ein bisschen was anderes als das, worum es heute in der Mastermind ging. Also es wurde so als radikal honesty bezeichnet. Aber die Frage war zum Beispiel auch wie ist das denn, wenn ich jetzt Social Media Posts mache? Ich möchte zum Beispiel auf LinkedIn oder auf Social Media über mein Thema etwas schreiben. Aber dieses ganze Wischiwaschi normale, diese ganzen ja sag ich mal Themen oder diese ganzen Aussagen, auf die sich alle einigen können, die langweilen mich wahnsinnig und ehrlicherweise brodelt es in mir. Und ich möchte, ich möchte ja mal Aussagen treffen, die provozieren, wo andere auch anecken. Ich möchte sagen, wenn ihr euch mit dem und dem Thema erst sehr spät beschäftigt, dann ist das sehr gefährlich für das Unternehmen. Und ja, ich möchte einfach wirklich provozieren. Und dann schreibe ich diese Posts oder Blogartikel und trau mich dann aber nicht, sie abzuschicken oder sie zu posten. Einfach weil ich Angst habe, dass ich dadurch weniger professionell wirken könnte, dass ich jemanden verschrecken könnte, dass jemand sich getriggert fühlen könnte und sich aufregen könnte. Und ja, das Thema war einfach wahnsinnig spannend, wie ich finde. Laura Roschewitz: Genau. Es geht jetzt also in dem, was wir jetzt hier auch noch mal besprechen wollen, nicht so sehr darum, ob ich jetzt auf einer persönlichen Ebene jemandem wirklich die deepeste, deepeste Wahrheit meiner tiefsten Seele verkünde, sondern es geht schon darum, das im Unternehmerinnen Kontext zu betrachten und auch durch die Brille der eigenen Expertise, also wirklich zu gucken. Ich habe eine Expertise in dem und dem Bereich und dadurch habe ich mir die und die Meinung gebildet. Und die ist vielleicht auch krass, weil ich zum Beispiel erlebt habe, wie in Unternehmen mit Mitarbeitenden umgegangen wird oder wie Selbstständige sich selbst ausbeuten oder oder oder was auch immer das Metier der betreffenden Person ist oder von uns haben wir uns ja eine Expertise aufgebaut und da geht es darum, wie ehrlich kann ich da sein oder was passiert eigentlich, wenn ich da ehrlich bin? Und warum lande ich dann doch immer wieder so bei dieser wie gesagt Weichspüler Variante, wo vielleicht unter Entwürfen ganz viele tolle Texte liegen und ich dann doch lieber die "Drei Tipps für …" Mails verschicke. Gretel Niemeyer: Ich muss dazu ja sagen. Ich würde die Frage sogar noch weiter formulieren. Du hast gerade gesagt wie ehrlich darf man sein? Wie ehrlich soll man sein? Aus meiner Frage ist die oder aus meiner Sicht ist die Frage tatsächlich wie ehrlich musst du sein, damit deine Positionierung und dein Business überhaupt funktioniert? Tatsächlich habe ich mir vor ein paar Wochen mal mein Social Media oder mein Instagram Profil angeguckt und habe so einen totalen Rappel gekriegt und habe so mit meiner Social Media VA geschnakkt und gesagt: "Ey es geht mir so auf die Nerven, da es überhaupt das könnte auf jedem x beliebigen Profil über verkaufen, könnten diese Sachen stehen." Da kann keiner sagen hat das jetzt Gretel gepostet oder ist das Max Müller von der Ecke? Oder ist das irgendein Zitate Instagram Profil? Weil es ist irgendwie so "Ah, es ist nicht edgy, das bin nicht ich. Es ist nicht, es ist nicht provozierend, es ist einfach total 0-8-15". Und ich behaupte ja, damit man sich an dich erinnert, egal ob du Fotografin bist, ob du ein Geschäft hast, ob du Coach bist oder Trainerin, ob du Webdesignerin bist oder ja was auch immer. Es braucht einfach Punkte, an denen die Menschen sich festhalten können. Und das kann im Positiven sein, dass sie dich wegen irgendwas scheiße finden. Ja, dann sollen sie dir entfolgen. Deswegen sagen wir auch, es ist gut, wenn Leute deinen Newsletter entabonnieren oder wenn sie dir nicht mehr folgen. Oder aber sie werden sich darin richtig wiederfinden und dich deswegen richtig geil finden und feiern. Und auch wegen des Mutes, dass du das ausgesprochen hast wie du, wie du die Welt siehst und was dich vielleicht nervt oder was, was du anders machen würdest oder genau, weil vieles haben wir ja alle in uns und wir haben alle irgendwie so gelernt, uns zurückzuhalten und möglichst harmonisch zu sein und möglichst niemandem auf den Schlips zu treten. Deswegen feiern wir jemanden, der mal seine Meinung sagt, ja auch so krass. Laura Roschewitz: Absolut, absolut. Und wir predigen das ja auch immer mal wieder. Und das gilt dann natürlich auch für uns selber. Darüber reden wir ja auch hier im Podcast immer mal wieder. Practice what you preach. Ja doch so rum. Also wirklich sich auch so zu überlegen, wie ist es denn bei mir? Und dieses dann doch diese "Drei Tipps für …" Emails, oder das kann auch mal total gut sein. Es ist halt auch manchmal angemessen. Darum geht es gar nicht. Aber doch nicht immer wieder so abzubiegen und doch was wir immer wieder sagen ist, es ist vielleicht schmerzhafter, ein Nein zu bekommen oder ein "Ich entfolge dir" ist vielleicht kurz, so kurzes autsch. Aber ist es nicht viel, viel, viel, viel schlimmer, 500 oder 5000 Menschen zu haben, die einfach dich gar nicht wahrnehmen? Und du sitzt da jede Woche und schreibst dein Blogartikel und tipps dir die Finger wund und suchst Bilder raus und hast ne VA und schreibst und schreibst und schreibst. Ich finde, man kann das auch immer gut mit einem Laden vergleichen. Also wenn man sich mal so ein Dorf vorstellt und da gibt es vielleicht zwei Geschäfte, die findet man so richtig toll. Da geht man gerne stöbern. Die haben genau den Geschmack, den man selber hat. Das ist super muckelig und man fühlt sich da super wohl. Und das eine ist vielleicht ein Café und das andere ein Klamottenladen. Und dann gibt es vielleicht auch so ein Laden, der ist so richtig daneben, so ein vollständiger Ramschladen, wo es irgendwie super hässliche Gartenzwerge gibt. Und du denkst so, das geht halt gar nicht. Aber an diesen Laden denkst du vielleicht, wenn du mal so ein richtiges Wichtel Geschenk brauchst, wo es mal total lustig sein muss, was so komplett aus der normalen Zone rauskommt. Und dann gibt es aber halt auch 15 Geschäfte, bei denen würdest du nicht anhalten, weil sie weder deinen Geschmack treffen, noch so eine Nische füllen. Die sind einfach da, die atmen da vor sich hin. Und die übersiehst du einfach. Und diese Geschäfte wollen wir halt nicht sein, weder im Newsletter noch auf unserem Social Media Kanal, noch in unseren Angeboten und auch nicht in der Kommunikation mit perspektivischen Kundinnen. Gretel Niemeyer: Ja, ja, absolut. Du hast es ja heute auch sehr schön gesagt im Mastermindcall, kann ich nur unterschreiben. Das, was wir als allererstes als Resonanz oder als Ergebnis haben wollen, ist ein "Ja, ich will mit dir arbeiten", oder "Ja, ich like das", oder "Ja, ich kommentiere das". Das "Ja" ist die geilste Option. Logischerweise brauchen wir nicht drüber reden, aber die zweit geilste Option ist einfach ein "Nein", weil dann können wir unsere Liste entschlanken. Wir wissen, mit wem wir es nicht mehr zu tun haben. Wir wissen vielleicht auch, warum wir angeeckt sind. Und das ist vielleicht auch gut so, weil das mit diesen Menschen sowieso nie gepasst hätte. Und erst die dritte Option ist so ein "Ja ganz nett, was sie da sagt. Ähm, stimmt schon. Wer war das noch mal? War das jetzt die oder war das die? Irgendeine, die irgendwas mit Life Coach oder so macht. Ja, ich erinnere mich jetzt gerade nicht an ihren Namen." So, das ist das eigentliche Problem. Wir wollen alle ja auch nicht in der Bedeutungslosigkeit irgendwie verschwinden bzw. in eine Schublade gesteckt werden ohne Label drauf, sondern nur mit dem Label "Irgendwie ganz nice", weil sich auch niemand für uns entscheiden kann, wenn wir nicht anecken. Es kann sich keiner wirklich gegen uns entscheiden. Alle können sich auf uns einigen, aber es wird auch keiner sagen. Also mit der zu arbeiten ist richtig geil, weil die das und das macht, ihre Werte ausspricht, weil sie gegen das ist oder für das, das will ich auch. Wenn wir uns positionieren, deswegen heißt es auch Positionierung übrigens. Laura Roschewitz: Nicht, weil wir immer nur drei Tipps für und möglichst weichgespült schreiben und kommunizieren wollen, eben als du so gesprochen hast. Ja, es ist doch eigentlich auch ein bisschen wie in einer Freundschaft. Wir wollen doch, wer wollen wir denn sein? Wollen wir die Freundin sein, mit der man wirklich durch dick und dünn geht, wo es wirklich passt, wo es wirklich so ein "Ja" ist? Okay. Oder wollen wir vielleicht auch Freundinnen haben, das kennen wir doch vielleicht auch alle, wo man eigentlich schon weiß, da hat man doch sowieso unterschiedliche Meinungen, da reibt man sich auch mal und denkt so boah, die jetzt wieder mit ihrem Thema oder so, aber irgendwie bereichert einen das ja auch. Aber das Schlimmste sind doch die, die einem immer nur zum Geburtstag schreiben. Alles Gute zum Geburtstag! Ja, und wo man sonst aneinander vorbei lebt und wenn man sich trifft, nimmt man sich so in den Arm, so über die Distanz oder gibt sich die Hand im schlimmsten Fall und sagt "Ach, wir gehen auch mal wieder Kaffeetrinken." Und weil es alle wissen, das passiert nicht. Und genauso ist es doch eigentlich auch, wenn ich so einen langweiligen Content produziere, wo ich mich selber zurückstelle, nicht weil wir davon sprechen, dass diese Person langweilig sind, auch unsere Smashies sind alles andere als langweilig, sondern weil wir uns sozusagen dazu erziehen, dazu zwingen, nicht zu interessant, nicht zu edgy, nicht zu mackig oder zu provokativ zu sein. Und das finde ich irgendwie. Lasst uns da noch mal mehr ins Plädoyer gehen dafür, dass wir uns wirklich mit Ecken und Kanten zeigen. Gretel Niemeyer: Ja, ja, absolut. Und was ich dann auch noch sehr spannend fand, so als kleiner Einblick in unsere Mastermind, dass die Smashi, die die Frage gestellt hat, dann auch so meinte. Na ja, auf LinkedIn fange ich gerade erst an, vielleicht poste ich erst mal so ein paar, vielleicht mache ich jetzt erst mal die ersten fünf, sechs Posts so ein bisschen mainstreamiger und dann komme ich mit meiner Meinung um die Ecke. Und da ist die Frage: Was soll das? Willst du dich wirklich jetzt noch hinsetzen und fünf, sechs Artikel schreiben, die du selber schnarchig findest? Guck mal, was das an Geld und Zeit, von deiner Zeit einfach kostet. Und wenn du jetzt schon weiß, du wirst es scheiße finden, wenn du jetzt schon weißt. Du würdest es nicht lesen. Warum sollte es irgendwer anderes lesen wollen? Und was? Wo ist wirklich der Unterschied, ob du nach fünf, sechs Artikeln, die keiner gelesen hat, plötzlich auf die Kacke haust oder es gleich sofort tust? Weil wenn du jetzt fünf, sechs sag ich mal gediegene Beiträge machst, dann hast du wieder den nächsten Mindfuck im Kopf und sagst J"a, aber jetzt passt das ja gar nicht mehr zu dem, was ich da schon mal geschrieben habe. Also ich werde ja jetzt die Leute, die mir jetzt folgen, wegen dem, was ich da produziert habe, anderthalb Monate lang, die werde ich ja jetzt verschrecken." Also so oder so können wir, glaube ich, als gegeben hinnehmen. Wir werden immer Menschen verschrecken. Wir werden immer Menschen dabei haben, die uns nicht mögen, die mit uns nichts anfangen können, die uns entfolgen, uns doof finden, uns vielleicht auch anfeinden. Aber nur dann haben wir eben auch die Möglichkeit, die rauszufinden. Die Schlechten ins Töpfchen, die Guten ins Kröpfchen oder wie auch immer, die richtig gut zu uns passen und die uns richtig, ja erfüllen und ergänzen. Laura Roschewitz: Genau das ist ja auch die Frage. Wenn du als Selbstständige und Unternehmerin jetzt zuhörst, wen sprichst du denn auch an mit diesem nennen wir ihn mal Langeweiler Content? Also selbst wenn das dann etwas ist, was für dich selber sich eigentlich langweilig anfühlt, so wie wir es halt heute hatten in der Mastermind. Und was wir alle kennen diese Nachrichten, diese Newsletter, die man rauspickt und denkst naja, okay, war. Ich habe immerhin mal wieder Newsletter geschrieben, aber so Inhalt. Wen sprichst du damit an? Selbst wenn das jemand auch in deiner Liste oder auf Social Media… Das war mein Hund. Wenn das jemanden anspricht, dann ist es wahrscheinlich nicht die Person, die wirklich mit dir klickt, sondern das ist dann halt eine Person, die dann auch, ich sage ja immer, so wie es anfängt, geht's weiter. Selbst wenn die einen, sagen wir mal Langeweiler Newsletter oder Post total krass findet, dann wird es wahrscheinlich auch sich durch die Zusammenarbeit durchziehen. Dass du eigentlich an einem ganz anderen Punkt bist und die ganze Zeit dich irgendwie drosseln musst oder nicht in dein volles Potenzial gehen kannst, sondern dich irgendwie an die Person anpasst. Und das wollen wir halt ja nicht mehr, weil das ist mega anstrengend, sich immer an die andere anzupassen und zu sagen "Ja, eigentlich würde ich jetzt sagen, du brauchst so und so eine Website, aber wir machen doch in cremefarben und leicht, weil du es so willst und du bist noch nicht so richtig sichtbar werden." Also egal in welchem Bereich ist das glaube ich mega anstrengend, wenn man sich selber drosselt, um dann irgendwie das Puzzle wieder zusammenzukriegen. Gretel Niemeyer: Ja, ganz genau. Und wir haben dann natürlich kommen wir nicht einfach hier in diese Podcastfolge und sagen euch jetzt seid ehrlicher und haut diese Post raus, ohne noch ein, zwei Tipps dazu. Denn tatsächlich musst du für dich mal schauen. Also wenn du jetzt für dich feststellst, ja man, ich möchte wirklich jetzt mal meine Expertise gepaart mit Meinungen und meinen Werten auch nach draußen zeigen. Ich möchte ehrlicher werden, ich möchte anecken, aber es fällt mir gleichzeitig wahnsinnig schwer. Dann kannst du halt zum Beispiel dir eine Deadline setzen für einen deiner besten Blogposts, Social Media Posts, Beiträge, Newsletter, was auch immer und sagst dir also wirklich, trägst du im Kalender ein bis zu dem Datum, hast du den verschickt und machst es dann einfach auch oder terminierst das schon in einem Planungs Tool und gehst dann einfach deiner Wege und siehst zu, dass du zu dem Zeitpunkt nicht am Rechner bist. Oder vielleicht bringt das auch einfach was, diesen Content, den du da hast in welcher Form auch immer mal jemand anderem zu zeigen. Also wir haben dann heute natürlich auch vorgeschlagen, dass dieses Smashi das einfach mal bei uns in der Facebookgruppe teilen kann. Das machen wir ja auch alles Smashies Content, den sie haben, Angebotseiten usw. einfach auch mal teilen können um Feedback zu kriegen oder teilst mit deinem, mit deinem Partner, deiner Partnerin, deinen Business Kontakten, irgendwem, dem du vertraust und wo du weißt, okay, da kommt nicht nur Meinung zurück, sondern da kommt eine fundierte Kritik, wenn da was kommt. Und du wirst wahrscheinlich sehen, dass es gar nicht so krass ist, wie es in deinem Kopf ist. Vielleicht sagt dein Gegenüber auch "Ey geil, endlich spricht mal jemand aus" oder "boah, das habe ich auch schon total lange gedacht und mich nicht getraut, das zu sagen. Ich feuer dich an, los, poste das". Also überleg mal für dich. Was braucht es, um zu dieser Ehrlichkeit zu kommen, zu dieser professionellen Ehrlichkeit, die du dir ja offensichtlich wünschst, wenn du dir diese Folge anhörst. Laura Roschewitz: Voll und was ich auch erfahren habe und ich glaube, du auch. Das ist so ein, dass Menschen dann auch sagen Ja, wieso, so redest du doch immer. Also dass wir manchmal auch so sprechen, weil jetzt in der Mastermind, weil wir vertraut sind miteinander. Wenn wir uns coachen, beraten, begleiten, dann haben wir ja häufig auch wir zum Beispiel beide so das Herz und das Hirn sehr auf der Zunge liegen. Und da geht es irgendwie auch schnell. Und dann sind wir auch mal ein bisschen frech und waschen auch mal jemandem die Haare und den Kopf. Und wenn wir dann aber anfangen, Texte zu schreiben, gerade bei Texten, ist es bei vielen so, dass sie, dass das dann so gedrosselt wird. Das heißt, häufig kommt sogar eher die Resonanz "Hey, das bist ja voll du. Also so redest du noch immer mit mir." Genau. Wenn, dann mal, wenn wir dann mal was trauen, das wirklich ein bisschen frecher, ein bisschen provokanter, ein bisschen ehrlicher, edgy zu machen. Dann habe ich das häufig erlebt, dass eher so ein Feedback kommt von "Ja, cool, endlich haust du mal so einen Schnabel raus, wie der dir sonst auch gewachsen ist und bist nicht irgendwie so ein bisschen so", "Hallo, ich habe dir auch mal eine Email", sondern du sagst es sonst auch, du bist ja auch in der Zusammenarbeit mit deinen Kundinnen wiederum, möchtest du dich ja auch frei ausdrücken können und nicht die ganze Zeit diese Mimimi. Und deswegen können wir da wirklich nur zu raten, dir vielleicht zu überlegen, was hilft dir noch mal der Blick von jemand anders, eine Community, ein Buddy, was auch immer. Also überleg dir wirklich mal was kann dir helfen, um da einen Schritt mutiger zu werden? Wenn das für dich dein Bedürfnis ist, wovon wir jetzt mal ausgehen, weil du uns einige Minuten zugehört hast. Gretel Niemeyer: Genau. Und damit schließen wir auch diese Podcastfolge Moin um Neun. Freuen uns wie immer, wenn du uns erzählst, wie es dir damit geht. Wenn du uns vielleicht auch einfach auf Instagram schreibst, was die Folge mit dir gemacht hat, ob sie dir was gebracht hat, was sie vielleicht für dich verändert hat? Lass uns natürlich vorher gerne ein Kommentar hier und ein paar Sternchen oder Herzchen oder was auch immer. Beim Podcast Anbieter deiner Wahl zur Verfügung steht. Das bedeutet uns sehr, sehr sehr sehr viel. Vielen Dank. Laura Roschewitz: Genau. Und um das noch einmal auszusprechen auf Instagram findest du uns unter Gretel Niemeyer oder mich unter Laura Roschewitz. Weil wir häufig nur in Vornamen sprechen. Und ich das jetzt noch mal ergänzen wollte. Wir freuen uns sehr, von dir zu hören und wünschen dir jetzt erst mal einen schicken Tag. Foto: Kareen Kittelmann Fotografie
- 06.10.202230 min
Über Mut, eigene Bedürfnisse und warum deine Ernährung auch wichtig für deine Kinder, Partnerschaft und Selbständigkeit ist ️➡️ “Wie fühlt es sich an, wenn man “alles” hat – und doch nicht glücklich ist?” ️➡️ “Was ist Bodylove eigentlich und was hat es mit Mut zu tun?” ➡️ “Wieso ist Verkaufen über Netzwerken einfacher als einen Newsletter zu schreiben?” Diese und viele andere Fragen stellt Gretel Bodylove Coach Judith Mackay in dieser Folge. Und eins können wir schon verraten – Judiths Antworten werden etwas in dir bewegen! Instagram von Judith: https://www.instagram.com/judithmackay_bodylovecoaching/ Workshop von Judith: https://bodylovecoaching.de/workshop/ Coaching mit Judith: https://bodylovecoaching.de/coaching/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Gretel Niemeyer: Moin Moin, Willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Laura und Gretel. Und heute sitzt mir gar nicht die Laura gegenüber. Die ist nämlich gerade wieder auf dem Weg nach Schweden, sondern ich sitze hier mit Judith Mackay. Und Judith ist unter anderem auch in Görlitz geboren. So wie ich. Sie wohnt in Berlin, ähnlich wie ich und ist Bodylove Coach. Und erst mal möchte ich wissen… Guten Morgen, liebe Judith, was macht denn ein Bodylove Coach? Judith Mackay: Guten Morgen, Ich freue mich sehr, dass hier sein kann. Ja. Was macht ein Bodylove Coach? Also, in erster Linie begleite ich Frauen darin, weg von einem verkopften Essverhalten zu kommen, hin zu einem Essverhalten, was aus ihren eigenen Lüsten heraus entsteht, also zum intuitiven Essverhalten. Gretel Niemeyer: Und warum ist es so wichtig für die Frauen? Judith Mackay: Naja, es ist in erster Linie deswegen wichtig, weil sie dann auf sich selbst vertrauen können und nicht mehr darauf vertrauen müssen, dass von außen immer die Regeln kommen. Die sagen also du musst jetzt so essen, dass du keine 14 Stunden lang nicht isst oder dass du keine Kohlenhydrate isst oder sonst irgendwas. Sondern, dass sie in ein Vertrauen kommen. Ja, okay. Mein Körper wird schon wissen, was ich brauche. Er wird mir die Signale senden. Ich kriege mit, was ich für Bedürfnisse habe, und dann esse ich das, was ich brauche. Gretel Niemeyer: Okay. Gretel Niemeyer: Ich glaube, das Thema Bedürfnisse ist so ein ganz wichtiges Thema. Oder? So dieses Erkennen. Was brauche ich eigentlich? Was will ich eigentlich? Und sich das auch ein Stück weit wieder zu erlauben. Also ich kann da jetzt nur für mich sprechen. Ich habe das Gefühl, seit ich Mutter geworden bin. Ich weiß gar nicht mehr, wie es davor war, aber seit ich Mutter geworden bin, vor sechseinhalb Jahren, höre ich auf viele Bedürfnisse, nur leider oft nicht auf meine eigenen. Und bei mir ist es ja tatsächlich so, dass ich Essen oft vergesse und erst merke, wenn ich richtig Knast habe, kurz bevor ich die Kinder holen muss, dass das der Magen rebelliert. Und ja, das ist eher Kontra, würde ich sagen, oder. Judith Mackay: Das ist total kontraproduktiv, weil dann nämlich passiert, das das… Ich weiß nicht, ob dir das auch passiert, aber was oft passiert, ist, dass du dann in so einen Heißhunger kommst und dann gar nicht mehr guckst. Okay, was brauche ich gerade? Habe ich Lust auf etwas Süßes oder auf was Herzhaftes oder auf was frisches, knackiges, was auch immer, sondern passiert eher okay, ich habe Hunger. Da ist quasi so eine Art Alarm in deinem Körper und dann isst du erst mal alles, was da ist, isst auch in der Regel sehr, sehr schnell. Das heißt, da kommt in kurzer Zeit sehr viel Essen in dich rein. Unabhängig davon… Warum hast du hast jetzt die Hände vor deinem Gesicht und guckst ein bisschen verschäm? Das heißt, da passiert Essen, essen, essen. Ich muss sofort dieses Bedürfnis befriedigen, weil ich bin schon komplett drüber. Und danach ist oft so ein "Oh man, ich habe viel zu viel gegessen" oder "Ich fühle mich überhaupt nicht gut damit, weil ich bin jetzt total erschöpft und erschlagen". Das hat mir gar nicht gutgetan, sondern das hat einfach nur dazu gedient, dass da jetzt Essen, also Energie in meinen Körper kommt, aber vielleicht sogar zu viel von dem. Das kann dazu führen, wenn du deine Hunger Signale übergehst. Gretel Niemeyer: Und wie ist das so? Du hast das da schon mal gesagt. Es kann auch durchaus sein, dass ich jetzt gar keinen Hunger habe, es ist um 18 Uhr/18:30 Uhr mit meiner Familie Abendbrot zu essen, das aber irgendwie ja auch aus Gewohnheit mache. Und auch was, weil es vielleicht ja auch der Moment ist, wo man als Familie zusammensitzt, wo man sich über den Tag austauscht. Und so weiter. Was ist denn da so ein Tipp? Also dann einfach nichts zu essen und nur was zu trinken oder nur eine Kleinigkeit zu essen oder was? Also es gibt ja eben auch so dieses soziale Essverhalten und ich finde, das ist immer so eine Frage zwischen meinen eigenen Bedürfnissen, die sich vielleicht auch egoistisch anfühlen können und dem, was man sonst noch so zu geben hat oder was essen ja auch noch ist. Judith Mackay: Ja. Ja, total. Und in Essen, also das würde ich gerne kurz noch mit einbringen. Essen ist eine emotionale Sache. Also wenn man immer sagt na ja, ich ess aus emotionalen Gründen, aber das will ich ja gar nicht, halte ich persönlich das für totalen Quatsch, weil Essen ist was Emotionales. Also wenn ich keine Gefühle habe und keine Bedürfnisse habe, dann, dann esse ich halt nicht. Und deswegen ist Essen immer irgendwas Emotionales. Aber um auf deine Frage zurückzukommen also man kann es entweder so vorbereiten, dass wenn ich weiß, immer gegen 18:00 oder 18:30 Uhr möchte ich gerne Hunger haben, weil ich da mit meiner Familie zusammensitze, weil es ein schönes soziales Ereignis ist. Dann kann ich entweder gucken, dass wenn ich vorher schon Hunger bekomme, ich dann einfach eine Kleinigkeit esse, dass ich irgendwie ein paar Nüsse esse oder Obst oder vielleicht auch ein Schokoriegel, was sozusagen gerade für mich auch passt. Und da muss man eben auch gucken, was ist individuell für mich gut. Also wenn es für dich Gretel gut ist, eine Nuss zu essen, heißt das nicht, dass es für mich super ist eine Nuss zu essen, um dann sozusagen den Hunger noch ein bisschen hinauszuzögern. Wenn es ein richtiger körperlicher Hunger ist, dann ist es auch nichts, was plötzlich kommt und du kannst nicht mehr anders. Das ist dann eben der Heißhunger, sondern Hunger kann sich auch eine Weile strecken, den kann man. Das kann man auch hinkriegen, den eine Weile zu strecken, wenn man sich gut genug kennt. Und wenn es jetzt aber so ist, dass ich weiß nicht bei der Arbeit die Situation hatte, dass da eine Riesenparty war, weil irgendein Kollege was mitgebracht hat und ich habe dann da auch mit gegessen und ich bin einfach satt beim Abendessen. Dann ist es auch vollkommen in Ordnung zu sagen, ich habe heute bei der Arbeit schon ganz viel gegessen, ich bin jetzt einfach satt. Aber ich würde trotzdem mit euch zusammensitzen, weil ich es so schön finde. Ich trinke jetzt hier nur mein Tee. Ich glaube, dass das auch völlig in Ordnung ist. Gretel Niemeyer: Ja, absolut. Und warum ist es denn? Du hast es ja gerade schon angesprochen, dass das Essen und die Selbstannahme des Körpers und so weiter. Und sich dazu kennen oder richtig gut zu kennen natürlich auch Einfluss auf andere Bereiche des Lebens hat. Warum ist Ernährung ein guter Startpunkt, wenn ich jetzt sage: Okay, boah, es ist stressig. Ich fühle mich nicht wohl. Es läuft irgendwie an mehreren Fronten in meinem Leben nicht so gut. Vielleicht fühle ich mich in meinem Körper nicht wohl, aber vielleicht ist auch die Partnerschaft nicht so dolle, oder? Keine Ahnung. Ich fühl mich vielleicht überfordert als Mutter und im Business ist irgendwie ständig was zu tun und die To Do Liste reißt nicht ab. Warum ist Ernährung jetzt ein guter Startpunkt? Und zweite Frage: Wie machst du das, dass das nicht so dogmatisch wird? Weil ich habe immer so das Gefühl, sobald man sich mit dem Thema Ernährung beschäftigt, ist halt ganz viel, du musst so, aber das darfst du nicht und das darfst du nicht mehr essen. Und hier hast du einen Rezepte Blog von 200 Rezepten, die kein normaler Mensch in einem normalen Leben irgendwie mal zubereiten kann. Also ich finde, da ist immer ganz viel Disconnect. Wie? Wie ist das anders beim Bodylove Coaching? Judith Mackay: Na ja, die Frage war ja warum ist es gut beim Essen anzufangen, wenn man merkt okay, es gibt so viele Bereiche, in dem man irgendwie Stress hat. Weil das nichts Externes ist, weil das nichts ist, das meine Kinder auf mich zukommen und irgendwas von mir wollen. Weil es nicht ist, dass mein Arbeitgeber, Mensch, mein Mann, was auch immer. Das sind keine externen Einflüsse, sondern es ist etwas, was ich selbst beeinflussen kann. Und in dem Moment, wo ich anfange zu sagen, ich will meine Ernährung verändern, stehen wir oft vor so einem Oh Gott, und wie soll ich das jetzt machen? Okay, dann such ich mir erst mal eine Diät raus oder ich gehe zu einem Ernährungscoach. Der gibt mir irgendwie 1000 Regeln und dann mache ich das. In Bodylove geht es aber noch ein bisschen tiefer. Da geht es vor allem darum, erstmal zu sagen "Ich nehme an, was da ist." Und auch wenn sich das gerade richtig kacke anfühlt, ich nehme es erst mal an, weil aus meiner Sicht vor Veränderung immer die Annahme steht. Und das ist deswegen so wichtig, weil wenn ich etwas annehme und dann sage, ich will was verändern in aus mir heraus, dann mache ich das aus einer Liebe heraus oder zumindest aus einem Wohlwollen heraus. Dann entscheide ich mich. Ich möchte was verändern, weil ich mich liebe und mir was Gutes tun will. Wenn ich es aus einem externen Grund heraus mache, nämlich aus Diät Regeln oder weil mein Mann sagt "Na ja, du hast aber schöne Pölsterchen an den Hüften", ist sowieso kacke. Dann sollte man eigentlich nochmal genauer reden. Judith Mackay: Aber wenn ich sozusagen, weil mir eine Freundin von irgendeiner Regel erzählt hat oder so versuche, was zu verändern, dann ist es, kennen wir ja alle, dass wir irgendwie was Neues anfangen wollen, total motiviert sind und denken Ja, cool, ich mach das jetzt so, die erste Woche läuft super und irgendwann stagniert es und dann ist man irgendwann wieder wütend auf sich selbst. Das ist aber eben nicht, weil ich von innen heraus gesagt habe, ich will was verändern, weil ich mich vorher angenommen habe. Sondern das passiert eher, weil ich denke "Ah ja, okay, wenn ich abgenommen habe, dann bin ich bestimmt besser. Dann mögen die Leute mich vielleicht lieber oder dann …". Da gibt es ja 1000 Gründe, warum ich von außen betrachtet abnehmen sollte. Wenn ich aber sage, ich nehme mich erstmal an, wie ich bin, dann ist da eine Liebe in mir oder erstmal vielleicht auch erst mal nur so ein Gefühl von Ja, okay, ich finde mich ganz gut so wie ich bin oder ich bin irgendwie zufrieden. Und daraus heraus etwas zu verändern ist viel einfacher. Jetzt habe ich aber leider den zweiten Teil der Frage nicht mehr im Kopf. Gretel Niemeyer: Ich auch nicht mehr. Judith Mackay: Ja, aber ich glaube, wichtig ist zu sagen, dass alles, was ich… Achso deine Frage war, genau deine Frage war, warum ist es wichtig oder warum ist es gut, wenn man Stress hat mit vielen Dingen mit dem Essen anzufangen? Also ich glaube, es rutscht alles nach, indem man, wo ich zufriedener mit mir bin, weil ich merke, ich habe, ich habe ein Essverhalten mit mir, was mich nicht mehr stresst, wo ich nicht ständig denken muss, wo sind genug Nährstoffe drin, Welche Nährstoffe sind denn jetzt gerade zu dieser Mahlzeit wichtig? Oh, jetzt ist 18:00. Darf ich jetzt noch essen oder nicht? Also, wo wir, wenn wir rauskommen aus diesem verkopften Denken und Frieden mit unserem Essverhalten schließen und dann eben auch merken okay, ich kann einfach anfangen auf meine Körper Signale zu hören und muss gar nicht dafür. Ich muss es nicht kontrollieren, weil Kontrolle ist ja immer das Gegenteil von Angst. Und wenn ich sage, ich muss nicht mehr kontrollieren, sondern ich kann einfach essen, wenn ich merke, jetzt ist es nötig, dann rutscht glaube ich alles andere auch nach, weil dann bin ich zufrieden. Habe ich mit den Kindern entspannter, dann kann ich auch bei der Arbeit stressige Situation besser ertragen und kann vielleicht auch mit meinem Mann entspannter in Gespräche gehen, weil ich nicht irgendwie ständig unter Druck stehe, was mit meinem Essverhalten ist. Gretel Niemeyer: Das war die Frage, die ich halt vergessen habe, sehr gut beantwortet. Und sag mal Judith, auf einer Skala von 1 bis 10. Wie mutig bist du? Judith Mackay: Acht. Also ich bin auch super ängstlich, aber ich merke immer wieder, dass ich trotzdem Dinge mache und ausprobiere. Und deswegen würde ich heute sagen, ich bin bei einer Acht. Gretel Niemeyer: Ja, so hätte ich dich auch eingeschätzt, weil ich mir halt auch angeguckt habe, wo du herkommst. Du hast eine Ausbildung als Arzthelferin gemacht, hast dann zum Ende deiner Angestelltenkarriere, sag ich mal eine Tagesklinik geleitet, sieben Jahre lang. Und dann hast du aber 2017 gesagt: Schluss hier. Es geht nicht weiter. Ich höre jetzt auf, ich muss hier aufhören. Und das finde ich schon mal sehr, sehr, sehr, sehr mutig. Und es gibt von Dager Dan in einem Lied eine Zeile, die geht ungefähr so: Schwerer als reinzukommen ist es, wieder rauszukommen. Und ja, da hier die Frage: Wie bist du denn rausgekommen aus deinem Angestelltenverhältnis, warum hast du da aufgehört? Und dann ist es ja auch so, dass du dir danach Zeit genommen hast, um dir das zu suchen, was es jetzt wirklich sein soll danach. Und auch das finde ich wahnsinnig mutig, weil wer nimmt sich heutzutage noch Zeit für irgendwas? Nimm uns da mal mit. Was ist 2017 passiert? Judith Mackay: Ähm, gerne. Das war so, dass ich so 2016 Ende, dann so über 2017 verteilt immer mehr so Angstzustände hatte. Das war jetzt nicht so starke Panikattacken hatte, aber dass ich immer wieder irgendwie, so weiß ich Zwangsgedanken schon fast hatte, die mich echt gestresst haben und ich gemerkt habe, ich bin total unglücklich. Ich weiß nur nicht warum. Ich hatte eigentlich alles erreicht, in meinem Leben, was ich wollte. Ich hatte einen Job, der dann endlich mal ganz gut war. Ich hatte zwei Kinder, wir haben schönes Haus, wir haben. Ich bin mit einem Mann verheiratet, mit dem ich glücklich bin. Also alles war da, was ich wollte. Und ich war unglücklicher als jemals zuvor in meinem Leben, was mich echt richtig traurig gemacht hat und ich habe es lange nicht verstanden. Ich habe dann eine Hypnose Therapie begonnen, in der ich so Gedanken Reisen gemacht habe und habe in der ersten Reise festgestellt ich fühl mich total gefangen in dem Job. Es war so, dass ich da sehr viel Verantwortung getragen habe und es auch wirklich Spaß gemacht hat, aber gleichzeitig ich mich nicht wohlgefühlt habe im Gesundheitswesen und auch das Gefühl hatte, ich bin eigentlich viel zu wenig mit meiner Familie. Jetzt habe ich diese Kinder und diese Familie, aber ich bin viel zu wenig mit denen. Das heißt, ich habe da relativ schnell entschieden, ich will den Job kündigen, habe mit meinem Mann lange darüber gesprochen, ob wir uns das leisten können, wie es dann danach aussehen wird, finanziell, aber auch von der ganzen Aufteilung, weil die Familienkonstellation sich natürlich dann irgendwie verändert, so ein bisschen und hatte da zum Glück gleich die Unterstützung meines Mannes und war dann zu Hause. Und der Anfang war erst mal super, weil ich so ein Gefühl hatte von ja cool, dann kann ich jetzt erst mal einfach mich fallen lassen. Kinder, Haushalt, Eheleben. Und so weiter. Habe dann relativ schnell gemerkt, es befriedigt mich eigentlich auch überhaupt nicht. Also als der Sommer dann vorbei war und die kühlere Jahreszeit anfing dachte ich so, ja ok jetzt bin ich zu Hause. Aber was ist denn jetzt? Es reicht mir eigentlich gar nicht aus, eine Mutter zu sein, also nur in Anführungsstrichen und Ehefrau. Und das fordert mich überhaupt nicht heraus. Und das macht mich auch nicht glücklich. Und ich wusste aber, ich will auch nicht zurück, was ich, was ich gemacht habe. Und ich habe dann eine Ausbildung gefunden zur Inner Balance Coach. Ich kann mich da immer entscheiden, ob ich das weiblich oder männlich nennen will und habe dann eine Ausbildung gemacht. Genau. Bin dann Inner Balance Coach geworden und habe da schon mal gemerkt Oh ja, das ist die Richtung, die mir total Spaß macht. Ich habe angefangen zu coachen, hab dann noch eine Mutter Leicht Trainerin Ausbildung gemacht. Da habe ich also erstmal ganz viel so mit Müttern auch befasst und mit Müttern gearbeitet und habe da aber auch gemerkt Ja, das ist gut und ist schön, das macht mir Spaß, aber das ist es noch nicht ganz. Und dann habe ich eigentlich gefunden, Also habe ich etwas gefunden, was mein Lebensthema schon immer ist, nämlich Körperannahme, Körperliebe, Selbstwertgefühl und bin zu einer Ausbildung gestoßen, wo ich ausgebildet wurde, zum Coach für intuitive Ernährung. Und ich habe gemerkt okay, das ist es eigentlich, das ist ein Thema, was, was mich total brennen lässt, wo ich so das Gefühl habe Ja, okay, das da möchte ich weitermachen. Judith Mackay: Und habe da eine Weile gecoacht und dann irgendwann ein eigenes Konzept entwickelt, nämlich Bodylove Coaching. Also aus all den drei Sachen und aus meiner eigenen Erfahrung, vor allen Dingen auch aus den Coachings, die ich schon gegeben habe, Bodylove Coaching entwickelt. Und da merke ich, dass da wirklich mein Herz für schlägt. Gretel Niemeyer: Cool. Judith Mackay: Und das selbstständig sein ist insofern schön, weil mir das viel Freiheit gibt und weil ich das Gefühl habe, ich kann tatsächlich bestimmen, was ich mache. Es ist natürlich, es gibt natürlich auch Momente, wo es einfach anstrengend ist. Das weiß jeder Selbstständige. Aber ich habe das Gefühl, ich habe 20 Jahre gesucht nach einer Arbeit, die ich machen wollte, und habe jetzt eine kreiert, die mich wirklich, wirklich glücklich macht. Und das ist total schön. Gretel Niemeyer: Ja, das ist… Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, das kann man auch wirklich nur verstehen, wenn man das selbst gemacht hat. Also mein Mann fragt mich auch ab und zu mal: Kannst du dir vorstellen, wieder zurück in festen Job zu gehen und ich so hey no. Also man macht einfach so viele Sachen, die richtig cool sind und eben auch so diese. Ja, diese Freiheit, sich zu überlegen, womit man sich beschäftigt, oder? Ich meine, es gibt da total viele Sachen, die auch getan werden müssen, von einem selbst oder von jemandem aus dem Team und es gibt da sicherlich auch einen anderen Druck, als das vielleicht im Angestelltenverhältnis war. Aber wenn ich zurückdenke, wie viele Sachen ich in der Festanstellung gemacht habe, auf die ich keinen Bock hatte, hinter den ich nicht stand, Meetings, die ich gemacht habe, wo ich danach dachte, boah Alter verschenkte Lebenszeit. Das passiert einem in der Selbstständigkeit zum Glück sehr, sehr selten. Judith Mackay: Ja, total. Kann ich, kann ich total unterschreiben. Und ich merke auch dieses, natürlich gibt es Momente, wo ich denke, es ist so anstrengen. Ich mache jetzt gerade Dinge, die mir gar keinen Spaß machen, aber die sind eher selten. Und ja, auch dieses entscheiden zu können. Ich habe im Sommer einfach zwei Monate gar nicht gearbeitet, weil ich wusste, meine Kinder haben Ferien und es ist einfach schön, die Zeit mit denen zu verbringen, weil die kommt halt nie wieder. Also es ist halt einfach so, dass das ist als Selbstständiger klar. Dafür gibt es dann in Phasen, wo ich viel mehr arbeite als ich, als wäre ich angestellt. Aber ich habe die Entscheidung bisher auch nie bereut und bin total froh und glücklich, diesen Weg gegangen zu sein oder weiter zu gehen. Gretel Niemeyer: Ja, und wo du gerade schon von Aufgaben geredet hast, die man nicht so gerne macht. Perfekte Überleitung wieder zu meinem Lieblingsthema Verkaufen. Denn das ist ja für viele ja, ich sage mal was, was ich nicht so richtig gerne tue, was gerne mal hinten von der To Do Liste fällt. Und du hast da für dich aber eine so eine Methode oder so einen Weg finde ich, der auch für viele wahnsinnig schwer ist, aus welchen Gründen auch immer, für dich aber genau richtig funktioniert. Und zwar ist das das Netzwerken. Also du hast mir erzählt, dass du, wenn du so auf Netzwerk Events gehst, seien die online oder offline, da sehr schnell ein Draht zum Menschen findest. Und ja, darüber verkaufst, erzähl doch ein bisschen mehr mal wie läuft das? Warum fällt dir das leicht und hast du vielleicht den einen oder anderen Tipp für jemanden, denen das nicht so leichtfällt. Judith Mackay: Ja, es ist so, es fällt mir insofern leicht zu Netzwerk Veranstaltung zu gehen, weil ich einfach gerne rede und mich gerne mit Menschen umgebe. Und ich merke, dass so ein Blog schreiben oder weiß nicht ganz viel Texte verfassen, Newsletter schreiben und so, also diese ganzen Sachen, da hab ich das Gefühl, es ist beschwerlich, es ist anstrengend und ich Mag es nicht so gerne. Und beim Netzwerken ist es so schön. Ich bin da mit anderen Menschen zusammen. Ich höre, was sie mir zu erzählen haben. Ich kann den von meiner Geschichte erzählen und von dem, was ich mache. Es ist natürlich auch eine Verkaufsstrategie, definitiv da Menschen zu finden, die sagen: Ah ja, mit dir möchte ich arbeiten, weil ich habe dich jetzt hier kennengelernt. Also ich finde es viel einfacher, auch von meiner Seite aus zu sagen, ich arbeite mit jemandem zusammen, den ich schon persönlich kennengelernt habe, wo ich irgendwie schon mitbekommen habe, was ist das für ein Mensch, wie spricht er? Wie fühlt sich das an, mit dem zusammen zu sein, als irgendwie nur so auf dem Papier oder im Computer zu lesen, ah ja, okay, so, das macht die Person und da habe ich nicht so eine gute Verbindung zu. Das heißt, mir macht es echt Spaß, entweder online oder offline einfach auf Leute zuzugehen. Und das ist jedes Mal trotzdem eine Hürde. Es ist nicht so, dass ich sage "Ach ja, ich rede einfach los", sondern ich habe jedes Mal auch irgendwie vorher Herzklopfen und bin aufgeregt. Aber es macht mir dann trotzdem jedes Mal total Spaß, irgendwie mich rein zu trauen und zu sprechen und zuzuhören und da so eine Verbindung auch zu haben. Gretel Niemeyer: Ja, gerade gerade, was du auch sagst. Also Ernährung ist ja auch ein sehr persönliches Thema, würde ich sagen. Und da eben auch zu wissen, okay, wer steht mir denn gegenüber und wie tickt diese Person und was hat die für Werte? Und vielleicht auch einfach wie sieht die aus? Wie wie fühlt sich das an, mit der zu reden? Möchte ich mich auf diesen Menschen einlassen? Möchte ich mich diesen Menschen anvertrauen? Das ist ja bei Coaching auch immer eine wichtige Frage. Judith Mackay: Ja, genau dieses Ernährungs Thema oder? Ich würde es sogar noch größer machen. Dieses Bodylove Thema, dieses Annehmen von sich selbst ist einfach auch so ein intimes Thema, was ganz oft auch mit diesen Gefühlen von Scham, Wut auf einen selber und Angst irgendwie vom Versagern, Versagensangst einhergeht. Also es ist so oft so das, dass wir uns dafür schämen, dass wir augenscheinlich nicht gut genug sind, dass wir nicht richtig genug aussehen oder dass wir uns, dass wir nicht diszipliniert genug sind und eine Diät durchhalten oder genug Sport machen. Und, ähm, das ist einfach ein Thema, wo ich sage, da muss ich mit jemandem zusammenarbeiten, mir gegenüber jemand haben, wo ich das Gefühl habe, dem kann ich vertrauen. Also es bringt ja nichts, wenn mir eine Frau gegenübersitzt, die sagt "Na ja, da spüre ich jetzt eigentlich keine Verbindung", also das ist super wichtig. Gerade finde ich bei diesem Thema ich merke, da kann ich mich fallen lassen, da kann ich auch zeigen, ich schäme mich dafür und werde irgendwie gehalten und wertgeschätzt und muss keine Angst haben, dass die mich jetzt vielleicht auslacht dafür, wie ich bin. Gretel Niemeyer: Ja. Judith Mackay: Ist total wichtig. Ja. Gretel Niemeyer: Und wie kann man sich so die Arbeit mit dir vorstellen? Weil du hast ja einerseits eins zu eins Coachings, Du bietest offline Workshops an, du hast Frauen Dinners, die du organisierst. Aber wenn wir jetzt einfach mal bei den Workshops oder dem eins zu eins Coaching bleiben, wie kann ich mir das vorstellen? Judith Mackay: Ähm, also es ist so, dass wenn wir ein Coaching miteinander beginnen, dass ich immer erst mal gucke, so eine Art Beruhigung zu geben, also die Frau erst mal ankommen lasse. Also wenn wir vor Ort in Berlin coachen, dann ist es so, dass es tatsächlich erst mal ein Ankommen ist. Das heißt, es gibt eine kleine Meditation, die jetzt frei ist von Spiritualität, sondern eher wirklich erst mal zum rein körperlichen Ankommen. Und dann ist es für mich immer wichtig, erst mal zu hören, was ist ein, was ist das Anliegen? Also ich will nicht anfangen mit einer Analyse von "lass uns mal dein Ernährungs Tagebuch angucken" und das finde ich, ist zu einem späteren Zeitpunkt wichtig. Aber erstmal dieses Vertrauen schenken. Du kannst hier erst mal sein, Du darfst einfach erst mal loslassen und berichten, vielleicht auch weinen oder wütend sein und berichten was ist eigentlich dein Thema mit diesem ernähren und mit diesem und diesem Stress? Und dann ist der nächste Schritt und genau da ist der nächste Schritt eben zu gucken, wie kannst du es schaffen, das anzunehmen, was gerade da ist, auch wenn du es vielleicht richtig, richtig blöd findest. Und im nächsten Schritt gucken wir dann Okay, wie ernährst du dich? Warum ist du, wenn du isst? Warum isst du manchmal nicht, obwohl du Hunger hast? Kennst du dich mit den Signalen deines Körpers aus oder kennst du vielleicht einfach nur total voll gefuttert oder mega mega satt? Dazwischen gibt es eine große Spannbreite von Gefühlen. Das heißt, wir gucken also tatsächlich auf Körperbewusstsein und unsere Körperwahrnehmung und Analysieren dann irgendwann auch das Essverhalten. Und irgendwann, am Ende des Coachings, ist es so, dass das die Frau sagt Okay, ich, ich erkenne meine Bedürfnisse. Ich verstehe, was mein Körper mir sagen will. Ich weiß, wie ich meine Bedürfnisse befriedigen kann und was ich tun kann, wenn ich nicht hungrig bin, aber eigentlich gerne zum Essen greifen will. Ich verstehe dann. Also mir geht es immer noch so, dass es manchmal Situationen gibt, wo ich denke Oh, ich muss jetzt irgendwas essen. Wenn ich dann aber in mich hinein spüre, merke ich "Naja, es geht gerade gar nicht ums Essen". Ich verstehe, Ich brauche jetzt eigentlich Schlaf oder ich brauche jetzt mal kurz einen Spaziergang oder eine Freundin, mit der ich telefonieren kann. Also dass sozusagen sich da gut genug zu kennen und zu verstehen und auch eine Liebe und Verständnis für sich selbst zu entwickeln, da darum geht es im eins zu eins Coaching und in den Workshops da suchen wir uns in der Regel so Themen raus. Also ich glaube, für ein Workshop ist es immer ganz gut, ein spezielles Thema zu haben, wo man so das Licht drauf scheint. Und im aktuellen Workshop, den ich jetzt gebe, am 22. Oktober hier in Berlin, da geht es um Heißhunger und Essensdrang. Da werden wir also sechs Stunden darüber sprechen und auch praktische Arbeit miteinander machen, wo es darum geht okay, was ist Heißhunger, was ist Essensdrang? Wo ist da der Unterschied? Das habe ich ja vorhin schon so ein bisschen erklärt. Und was kann ich tun, um dem entgegenzuwirken? Was kann ich aber auch tun, wenn es passiert ist, um nicht wieder in dieses "Jetzt bin ich sauer auf mich. Ich finde es total furchtbar. Ich habe jetzt alles nicht geschafft" zu verfallen. Wie kann ich da also liebevoller mit mir umgehen? Und mir ist auch wichtig zu sagen, dass es eine kleine Gruppe sein wird. Also wir werden nicht über 20 Leute sein, weil das ist glaube ich auch so ein Punkt. Wenn du dich schon traust, aus dieser sogenannten Komfortzone rauszukommen und dich zu zeigen, dann ist es glaube ich, total wichtig, auch zu wissen Na ja, ich sitze da jetzt nicht zwischen ganz vielen Frauen und alle, alle haben keine Zeit zu reden, sondern wir sind irgendwie unter uns und jeder wird irgendwie etwas sagen können, wenn sie es möchte. Manche werden einfach nur zuhören. Genau da werden wir uns insbesondere das Thema Essensplan und Heißhunger angucken mit dem Blick auf Weihnachten, wo ja viele irgendwie denken "Oh Gott, das wird wieder. Da werde ich mich wieder voll fressen, fünf Kilo zunehmen. Ich weiß gar nicht, wie ich das machen soll." Um da entspannter rangehen zu können, werde ich da ein paar Tools verraten, was man machen kann, um dem zu entgehen und entgegenzuwirken. Gretel Niemeyer: Sehr cool. Den verlinken wir natürlich auch den Workshop und auch deine Website. Also Workshop am 22. Oktober. Genau, und auch die, die eins zu eins Coaching und so weiter das Verlinken wir unter dem Podcast. Und ich habe noch mal eine Frage zum Abschluss, weil du hast, Du hast viel davon geredet vor Veränderungen oder vom Abnehmen kommt das Annehmen. Ganz viel ist so von Selbstliebe die Rede. Und so weiter. Und du hast aber auch gesagt, vielleicht muss ich mich gar nicht. Vielleicht muss ich mich noch gar nicht total selbst lieben. Ein "Es ist okay, wie ich bin", reicht. Wie oder ich frage das, weil ich finde immer so, dass das Konzept von Selbstliebe ist so ein großer Begriff. Ich finde, es ist ein bisschen weiter Weg dahin. Ich bin selber irgendwo auf dem Weg und würde noch sagen, da fehlen noch paar Kilometer, bis ich da angekommen bin. Was ist denn mal ein guter Tipp, um einen guten Schritt Richtung Selbstliebe zu machen? Hast du da was, wo du sagst, okay. Oder Selbstannahme? Vielleicht auch einfach Das ist was, was man täglich machen kann. Was man in einer ruhigen Minute mal machen kann. Was, wenn man merkt, dass man sich gerade irgendwelchen Mist über sich erzählt oder so? Hast du da so einen Tipp, den du uns mitgeben kannst? Judith Mackay: Ja, da würde ich gerne noch mal auf den Anfang zurückkommen. Wenn es um Bedürfnisse geht. Also dieses "Warum übergehe ich denn meine eigenen Bedürfnisse eigentlich so oft?" Und das passiert in der Regel, weil ich mir selbst nicht so viel Wert bin. Ich gehe auf die Bedürfnisse meiner Kinder ein, weil ich sie abgöttisch liebe und weil ich natürlich das total wichtig finde, dass es denen gut geht. Warum gehe ich auf die Bedürfnisse meiner Kollegen oder Nachbarn ein? Weil es mir wichtig ist, was sie über mich denken. Weil es mir wichtig ist, dass sie mich toll finden. Warum gehe ich auf meine eigenen Bedürfnisse nicht ein? Weil ich oft den Wert meines Selbst nicht sehe. Und mein Tipp ist also zu sagen okay, um anzufangen. Und ich finde das übrigens auch einen riesengroßen Begriff Selbstliebe. Also ich weiß, dass es total schwer ist zu sagen "Ja, ab jetzt liebe ich mich selbst". Das ist ein großer, weiter Weg. Und ich glaube, es ist vielleicht auch eine Lebensaufgabe. Aber zu sagen, ich versuche, meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und wenn es nur ist, ich gehe heute mal früher ins Bett. Oder in deinem Fall Ich richte mir in meinem straffen Terminkalender ein, 20 Minuten konsequent Pause, Mittagspause zu machen. Oder eine Stunde, je nachdem, was möglich ist. Aber das ganz konsequent einzuhalten und zu sagen, egal was kommt, das ist ein fester Termin in meinem Kalender, der bleibt da drin stehen, weil es für mich wichtig ist, nicht erst kurz vor Kita Abholung, was zu essen und dann alles rein zu hauen, sondern ich brauche diese Zeit, um um was zu essen. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist oder wenigstens einen Check in zu machen, brauche ich jetzt gerade was oder nicht? Vielleicht willst du dann auch gar nichts essen. Aber zu spüren, welche Bedürfnisse habe ich und wie kann ich wenigstens ein Bedürfnis an diesem Tag umsetzen oder erfüllen, wenn ich schon ganz viel anderes nicht schaffe? Das ist auf jeden Fall ein ganz guter Weg, um in Richtung Selbstliebe zu gehen. Gretel Niemeyer: Cool. Ja, in diesem Sinne sind wir leider schon am Ende des Interviews angekommen. Judith, ich danke dir ganz, ganz herzlich für die Einblicke ins Bodylove Coaching, auch in Einblicke in deine eigene Reise und wünsche Dir wünsche euch noch einen wunderschönen Tag. Und wie gesagt, kann euch nur Judiths Coaching und Workshop ans Herz legen. Verlinkt hier unten den Podcast und natürlich wieder ein Aufruf in eigener Sache. Wenn euch das hier weitergeholfen hat, dann gebt uns gerne ein paar Sternchen, Schreibt uns auch eine Bewertung unter den Podcast, stellt uns Fragen, folgt uns auf Instagram, haut uns da an! Wir tauschen uns sehr, sehr gerne mit euch aus. Gretel Niemeyer: Liebe Judith, ich wünsche dir noch einen schönen Tag. Judith Mackay: Vielen Dank. Wünsch ich dir auch. Ich würde einen kleinen Satz noch sagen wollen. Und zwar: Ich habe vorhin gesagt Kontrolle ist das Gegenteil von Angst. Das ist aber Quatsch. Kontrolle ist die Antwort auf Angst. Das gebe ich jetzt einfach so als Impuls mit. Werde da nicht vielmehr zu sagen, war mir wichtig, das noch kurz mit anzubringen. Judith Mackay: Sehr gut. Gretel Niemeyer: In diesem Sinne alles Gute, tschüß. Foto Gretel: Kareen Kittelmann Fotografie
- 04.10.202211 min
Warum Empfehlungen nicht vom Himmel fallen Es gibt so Denkfehler und Mindfucks, die laufen Gretel immer und immer wieder über den Weg. Einer der hartnäckigsten lautet: “Bisher kamen fast alle meine Kund:innen über Empfehlungen - und auf Empfehlungen hab ich ja gar keinen Einfluss.” 🛑 FULL STOP - genau hier und jetzt! In dieser Folge MOIN um NEUN räumt Gretel mit dem Mindfuck “Empfehlungen müssen vom Himmel fallen” auf. Sie erklärt dir, warum das totaler Käse und was es braucht, um aktiv empfohlen zu werden. Denn Empfehlungen sind die vielleicht leichteste und angenehmste Art zu verkaufen. 💯 Gefällt dir die Folge? 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Und zwar hatte ich das gerade vor ein paar Tagen wieder, dass eine Kundin und ich an ihrer Verkaufsroutine gesessen haben und wir überlegt haben, wie sie mehr Umsatz machen kann, wo neue Kunden/Kundinnen herkommen können. Und da war meine Frage: Hey Liebe sowieso, erzähl doch mal, wenn wir jetzt den Weg zurückgehen, wo haben deine aktuellen, sagen wir 3 bis 5 Kundinnen, wo haben die das erste Mal von dir gehört? Wie sind die auf dich aufmerksam geworden? Was war so die Reise von dem ersten Kontakt oder der ersten Information, dass es dich gibt hin zum "Ich buche etwas bei dir", denn die Idee dahinter ist, dass wir, ja, dass wir sozusagen an den Anfangspunkt gehen, am Anfangspunkt versuchen, mehr davon zu machen, mehr, ja, mehr Speed drauf zu kriegen oder den, den berühmten Funnel ein bisschen mehr zu füllen, um dann am Ende neue Kundinnen und mehr neue Kundinnen heraus zu bekommen. Und das Gespräch, das ging in etwa so, Gretel hat also gefragt: Hey, Liebe, hm, erzähl doch mal, wo kamen deine letzten 3 bis 5 Kundinnen her? Denn wir wollen ja gucken, ob wir davon mehr machen können, um neue Kundinnen zu bekommen. Und dann hat sie kurz überlegt und dann meinte sie: Na ja, das Problem ist folgendes: Von den fünf Kundinnen, an die ich gerade denke, kamen drei über Empfehlungen und auf Empfehlung habe ich ja nun mal leider keinen Einfluss. Und das war der Moment, wo bei mir alle Alarmanlagen angegangen sind und ich gesagt hab: Ey, full stop! Genau hier diesen Punkt, den dröseln wir jetzt mal auseinander. Denn es ist tatsächlich ein sehr weit verbreiteter Denkfehler, der mir immer wieder über den Weg läuft, dass wir sagen: Ja, also auf Empfehlung habe ich ja gar keinen Einfluss, da kann ich ja gar nichts dafür oder dagegen machen. Empfehlungen passieren oder eben auch nicht. Und das stimmt einfach nicht. Denn wenn wir mal überlegen, wann werden wir empfohlen? Wir werden empfohlen, wenn wir eine sehr, sehr gute Arbeit geleistet haben, wenn wir die Ergebnisse erreicht haben, die unsere Kunden/Kundinnen erreichen möchten und wenn wir auch ganz klar in eine Schublade gesteckt werden können im Positiven. Also wenn jemand weiß, wofür er oder sie mich empfehlen soll, dann kann er das auch tun oder sie. Wenn es nicht klar ist, was ich eigentlich anbiete, wofür ich stehe, was man mit mir machen kann, dann ist es natürlich sehr, sehr schwer, mich auch zu empfehlen. Und jetzt haben wir schon zwei Sachen abgedeckt. Also es muss klar sein, wofür ich empfohlen werden soll. Es muss klar sein oder ich sage mal so ich habe mir diese Empfehlung verdient. Dadurch, dass ich sehr sympathisch bin, sehr professionell, dass ich meine Kunden ans Ziel bringe oder was auch immer sein Mag. Und dann und das ist der dritte Punkt und der wird so oft unterschätzt und vergessen. Ich darf aktiv um Empfehlungen bitten. Also wir denken ganz oft Empfehlungen, die müssen von alleine passieren. Jemand muss so begeistert sein von mir und meiner Arbeit, dass diese Empfehlung ausgesprochen wird. Und das ist Käse, weil da vergessen wir, dass natürlich jeder, jeder Kunde, jede Kundin auch ein eigenes Leben hat. Eigene Probleme, eigene, ja eigene Themen, um die sich das Leben dreht und dass die das einfach schlichtweg vergessen können, uns zu empfehlen. Und wen wir nicht drum bitten, warum sollten sie es dann machen? Und deswegen ist der Impuls, den ich hier gern mitgeben möchte, dass du mal dir überlegst, wen kannst du aktiv darum bitten, dich zu empfehlen? Das kann zum Beispiel sein, dass du, ähm, dass du einen ehemaligen Kunden, eine ehemalige Kundin ansprichst und sagst: Hey, liebe sowieso. Jetzt ist unsere Zusammenarbeit schon seit ein paar Monaten vorbei. Ähm, erzähl doch mal, ich bin neugierig. Wie ist es dir in der Zwischenzeit ergangen? Und übrigens, wenn du in deinem Netzwerk, in deinem Umfeld Menschen hast, denen ich mit dem Thema so und so und so oder die helfen kann oder die ich bei dem Problem X, Y und Z unterstützen darf, dann freue ich mich, wenn du mich dort empfiehlst. Also, du siehst, du hast dann so eine Art Check in mit deinem Kunden, deiner Kundin gemacht. Du hast mal gehört, wo diese Person steht. Vielleicht ergibt sich daraus sogar auch noch die Möglichkeit, ein Folgeangebot zu machen, wenn das sinnvoll ist. Und gleichzeitig hast du aktiv darum gebeten, dass diese Person dich empfiehlt oder dass sie dich bei einem bestimmten Thema, das du hier auch noch mal benennst, im Hinterkopf hast. Und ja, es ist ja nun so, dass wenn du jemanden empfiehlst und du hinter dieser Empfehlung stehst, du natürlich nicht nur der Person hilfst, die du empfiehlst, sondern auch der Person hilfst, der du eine Empfehlung aussprichst. Wenn du also aus vollem Herzen jemanden empfehlen kannst, deine Hand dafür ins Feuer legst und sagst: Ach, das ist dein Problem, dann geh doch mal zu dieser Person, die kann dir richtig gut damit helfen. Und das ist auch dann schon völlig egal, ob du einen guten Fotografen, eine gute Fotografin empfiehlst, ob du ein Laden mit tollen Geschenkideen empfiehlst, ob du ein Coach im Bereich Business Lifestyle, nicht Lifestyle, sondern Persönlichkeitsentwicklung, ob du jemanden in Liebesdingen empfiehlst oder was auch immer das ist. Immer wenn du eine Empfehlung aussprichst, dann hilfst du einerseits den Menschen, die du empfiehlst und aber auch andererseits den Menschen, denen du diese Empfehlung aussprichst. Und deswegen finde ich einfach den Gedanken sehr, sehr schön zu sagen: Hey, wir lernen mal aktiv um Empfehlung zu bitten, denn in der Regel freut sich die Person, die mir helfen kann und am anderen Ende freut sich vielleicht auch noch eine Person, die eine Empfehlung bekommt und die einfach schon vorher weiß. Ach mit mir zu arbeiten ist eine coole Sache und passt für diese Person. Und wenn du jetzt sagst ach ja, cool. Hm, Empfehlungen, empfohlen werden, das ist cool. Dann stellt sich vielleicht auch noch die Frage: Wo kannst du denn? Woher können denn diese Empfehlung kommen, wenn sie, wie ich dir gerade erzählt habe, nicht vom Himmel fallen? Und zwar können diese Empfehlungen natürlich aus deinem bestehenden Netzwerk kommen. Also das kann auch sein, dass es gar nicht jemand ist, der mit dir gearbeitet hat, sondern es könnte auch sein, das ist ein Kollege, eine Kollegin ist, es könnte sein, dass es ein Mastermind Buddy von dir ist. Es könnte, ja, es könnte jemand sein, der dich irgendwie auf Instagram gesehen hat und sympathisch findet und für sich selbst gar nichts braucht, aber vielleicht dich an jemand anderen empfiehlt. Es könnte sein, dass Empfehlungen aus deinem, aus seinen ehemaligen Kunden/Kundinnen entstehen, so wie ich das eben gerade mit dieser, mit dieser Reconnection Email beschrieben habe. Und es kann natürlich auch sein, dass Empfehlungen aus einem neuen Netzwerk bestehen, also dass wir sagen hey, wir erweitern unser Netzwerk und sorgen einfach dafür, dass wir bekannter werden, dass mehr Menschen uns kennen und dass diese Menschen eben auch wieder auf dem Zettel haben, was wir machen, für wen wir das machen und uns dann gegebenenfalls empfehlen können. Und es wäre kein Moin um Neun Schnack, wenn es nicht auch noch eine konkrete Empfehlung hier an dieser Stelle geben würde. Denn wir wissen natürlich auch, wie schwer das sein kann, das eigene Netzwerk zu vergrößern, aus der Komfortzone rauszukommen und einfach neue Menschen anzuquatschen. Deswegen such dir doch mal ein Netzwerk Event, ein digitales oder auch ein analoges also ein Vorort Netzwerk Event, bei dem du dich vorstellst und das vorstellst, was du machst. Und ein ganz konkreter Tipp ist hier unser Coffee Speed Networking, das Laura und ich am 13. Oktober das nächste Mal durchführen. Am 13. Oktober um 13:00 Uhr netzwerken wir eine Stunde lang mit euch, was das Zeug hält. Mit guter Musik, mit lustigen Pitches, mit 100 bis 150 tollen Frauen, aber auch kleinen Break out Rooms, in denen du dich ja einer kleinen Gruppe von 3 bis 4 Menschen vorstellen kannst. Und ja, das Feedback, was wir bis jetzt zu diesem Coffee Speed Network bekommen haben in den letzten drei, vier Runden, war, dass es etwas ganz anderes ist, dass es eine tolle, entspannte Atmosphäre ist, dass tolle Kooperationen und auch Kundenbeziehungen aus diesem Coffee Speed Networking resultiert sind. Von daher schau doch einfach in den oder klick einfach mal auf den Link, der hier unter der Podcastfolge ist und dann melde dich an zu unserem nächsten Coffee Speed Networking. Und solltest du diese Folge hören, wenn der 13.10.2022 schon um ist, keine Sorge. Klick einfach weiterhin auf diesen Link. Alle zwei Monate veranstalten wir einen Coffee Speed Networking und freuen uns wahnsinnig, wenn du dann am Start bist. In diesem Sinne bedanke ich mich erst mal bei dir fürs Zuhören. Ich freue mich wahnsinnig, wenn du uns hier wieder mal ein paar Sternchen gibst, wenn die Folge dir geholfen hat. Ich freue mich auch, wenn du noch mal drunter schreibst und uns erzählst, wie du zum Thema Empfehlungen stehst, ob das ein wichtiger Teil deines Businesses ist, ob du dann auch schon aktiv um Empfehlungen bittest. Und so weiter und so fort. Also lass uns da super gern in den Austausch kommen, entweder hier unter dieser Folge oder gerne auch über Instagram. In diesem Sinne einen wunderwunderschönen Tag und always happy selling.
- 29.09.202232 min
Raus auf die Business-Bühne! Dunkelblauer Hosenanzug. Nicht zu stark geschminkt. Weiblich aber nicht too much. Nett aber keine People Pleaserin. Mutter aber keine Rabenmutter. Die uns Frauen sind immens – und dadurch auch der Druck. Wir werden in Formen und Erwartungen gepresst. Was meint das eigentlich genau? Weiblichkeit? Fernab von Geschlechter-Stereotypen und Klischees? Und woher kommt die Angst vor echter Weiblichkeit im Business? Im Interview spricht Katharina über ihre Erfahrungen im Konzern- , Speakerinnen und Privat-Kontext. Hör’ direkt rein und erzähle uns: was sind Deine Erfahrungen mit dem Thema Weiblichkeit im Business? Folge Katharina unbedingt auch hier: https://www.instagram.com/heartbrain.katharinalages/ Und höre ihren Podcast der Business Einhörner: https://open.spotify.com/show/6JNHfFAaAC2eUKCPIcRciP?si=28ee9e0c9c224153 Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo Moin, moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Podcast mit Laura und Gretel. Und es ist wieder Interview Zeit und ich freue mich sehr, dich zu Gast zu haben heute. Hallo liebe Katharina, herzlich willkommen! Katharina Lages-Willner: Hallo! Vielen, vielen Dank, dass ich dabei sein darf bei diesem coolen Podcast. Ich habe mich mega über diese Anfrage gefreut und freue mich jetzt auf unser Gespräch. Laura Roschewitz: Wie toll! Katharina, ich versuch dich mal ein bisschen in meinen Worten vorzustellen, wie ich dich wahrnehme, wie ich dich sehe. Und dann darfst du sehr gerne noch mal das selbe in deinen Worten tun. Und das sind ja manchmal auch schon sehr große Unterschiede, wie man sich selber wahrnimmt. Für mich bist du Frau Heart Brain, denn das ist eine Firma mit Heart Brain. Ähm. Verbinde ich. Ganz toll, dass du die Frau bist, die Weiblichkeit in die Welt bringt. Also für mich bist du die Frau, die für Weiblichkeit einsteht und das kann, glaube ich, verschiedene Wege einschlagen. Also du begleitest sowohl Frauen dabei, ihre weibliche Seite zum Beispiel in ihr Business zu integrieren oder aber auch Firmen weibliches Potential zu fördern. Und da gibt es für mich sozusagen dieses wie so ein Leitstern, so ein so ein Licht auf dich, was heißt Weiblichkeit. Und zwar diese positive, warme, empathische, gute Weiblichkeit, von der wir so viel brauchen in unserer Welt. Und deswegen freue ich mich sehr, dass wir hier heute als zwei Frauen, zwei Business Frauen über das tolle Thema Weiblichkeit sprechen. Katharina Lages-Willner: Oh, wie schön! Vielen, vielen Dank! Es ist wahnsinnig schön, das zu hören, wie andere ja in dem Fall mich beschreiben oder wie du mich beschreibst. Und das tut unfassbar gut. Also vielen, vielen Dank schon mal dafür. Ich merke, die Botschaft kommt auf jeden Fall rüber. Und ja, darum geht es in der Tat. Das ist so eine Leidenschaft von mir schon ganz lange, dass ich gesagt habe, ich möchte. Ich habe schon immer im Training und im Coaching gearbeitet, viel im internationalen Konzern und habe immer wieder auch nach anderen Grundsätzen gecoacht und trainiert und und habe sehr viel für mich rausgefunden, dass es eben nicht immer nur diesen einen Weg gibt und vor allem nicht immer nur den höher, schneller, weiter Weg gibt. Und dann irgendwann verstanden, dass vor allem einfach die Frau sehr, sehr viel mehr in den Vordergrund muss. Und vor allem so diese wahnsinnig coolen Facetten, die wir als Frauen haben. Und deswegen ist Heart Brain dann auch entstanden. Und ja, das steckt einfach voller Leidenschaft und vor allem voller Passion und Vision. Weil ich glaube, dass wir das in Zukunft mehr denn je brauchen werden. Wenn wir so in die Perspektive schauen, was wir, sei es im Business als auch in unserer Gesellschaft oder in unserer für unsere Umwelt tun wollen. Und das ist schon sehr weiblich, was da alles mit zusammenhängt. Laura Roschewitz: Hm, ja, das ist schon super. Viele Punkte gerade angesprochen, wo mein Gehirn schon so gleich so ein bisschen losgaloppiert. Ich glaube, da haben wir auch super viele Punkte, die ich gerne ansprechen will. Wir gucken mal, was wir in diese eine Podcastfolge bekommen und ich sehe schon, vielleicht müssen wir schon irgendwann noch mal eine zweite terminieren, weil ich weiß, dass viele Themen anspringen. Vielleicht, weil es ja immer so ein bisschen so ein Reizthema ist und ich leg hier auch gerne mal Finger in Wunden. Was ist denn für dich Weiblichkeit und was? Es gibt ja dann auch häufig diesen Aufschrei und diesen Gender Aufschrei, wo wir auch wegkommen wollen von toxischen Geschlechterbilder. Aber was ist für dich aus Heart Brain Sicht, was meinst du, wenn du von Weiblichkeit sprichst? Katharina Lages-Willner: Ja, das ist. Das ist total schön. Das begegnet mir halt auch ganz, ganz oft. Ich bekomme gerade über Social Media, das ist ja immer so herrlich anonym und nicht anonym. Und da bekomme ich häufig so Aussagen, dass ja auch dieses Weiblichkeitsthema sehr diskriminierend ist. Wenn man das auf eine sehr altmodische Weise interpretiert und für sich sieht und damit eben nur die Frau vor sich sieht. Dann, ja dann ist gerne auch so ein bisschen meine Gegenfrage zu dem Thema Gendern, wenn das generische Maskulinum für alle zutrifft, warum es Weiblichkeit dann nicht für alle zutreffen? Um das mal so ein bisschen in eine sehr philosophische Ebene zu bringen. Aber auf der Grundbetrachtung ist es so, dass wir beide, wenn man das zum Beispiel aus einer eher energetischen Ebene sieht oder aus einer yogischen Sicht. Ich bin unter anderem auch Yogalehrerin und liebe das sehr, mich damit so zu verbinden. Wenn man das aus der Ebene sieht, dann ist vor allem Weiblichkeit und Männlichkeit in jedem von uns verankert und wir haben alle eine männliche und eine weibliche Seite. Und auch wenn man jetzt kein Yoga macht und auch nicht auf dieser Ebene vielleicht denkt und schwingt und handelt, dann merkt jeder Mensch aber für sich schon, dass gewisse Dinge mal laut in uns sind und mal aber viel ruhiger, leiser, vielleicht aber auch intuitiver und so ein bisschen so was, was man nicht erklären kann. Und das ist oftmals das, was wir nicht so gewohnt sind, auch in unserer Gesellschaft, was so in unserer Gesellschaft keinen Platz hat. Und das ist ganz oft auch damit verbinde ich zum Beispiel sehr viel die weibliche Seite. Das ist ganz oft die Antwort, dass ich Frauen im Business begleite und dann kommen so Sachen wie "Naja, ich hab das irgendwie schon so im Gefühl gehabt, dass das nicht funktioniert." Also dieser Plan war irgendwie nicht gut und es hat sich dann auch bewahrheitet, aber ich konnte es halt nicht erklären und so diese Intuition dahinter so mal rein zu spüren und mal zu gucken, ist das wirklich gut dahinter, dieses ganzheitliche Denken und dann zu schauen, wen betrifft das alles und die Menschen, die es betrifft, sind die alle damit fein oder auch unsere Umwelt? Wenn wir das so weitermachen, können wir davon alle zehren und leben. Und können wir lange noch davon zehren und leben? Oder ist es eben so eine kurzfristige höher, schneller, weiter Methode, mit der wir zwar laut sind und mit der wir zwar kurzfristig ganz viel vielleicht richtig machen und Erfolg haben, wenn wir das so für uns interpretieren, aber eben langfristig nicht davon leben und nähren können, weder uns selbst noch alle anderen um uns herum. Und der Planet, von dem wir leben und das ist eher die weibliche Seite und diese weibliche Seite haben vor allem auch Männer natürlich in sich und die darf auch gerne raus. Also vor allem in der Arbeit mit den, mit Teams oder einfach in der Führungsarbeit. Generell ist es so wahnsinnig wichtig, auch gerade in die Perspektive, in die Zukunft zu schauen mit folgenden Generationen, die auf uns zukommen, die mit uns zusammenarbeiten und leben, diese weibliche Perspektive mit rein zu nehmen und das alles ist für mich Weiblichkeit. Laura Roschewitz: Ja, danke aber für das Erklären, dass wir immer so ein bisschen wie so ein Lexikon hier am Anfang etablieren, dass wir wissen, wovon wir sprechen. Was mich noch mal interessieren würde an dem Punkt ist vielleicht, weil es einfach mich wirklich als Laura Roschewitz interessiert, nimmst du einen Unterschied wahr in dieser Frage Weiblichkeit? Du arbeitest, damit du gehst damit raus, du sprichst mit Menschen und nimmst du einen Unterschied wahr zwischen ich sage es jetzt mal etwas plakativ, aber zwischen der jungen Generation und der älteren Generation im Umgang mit deiner Arbeit, also wie dir begegnet wird, welche Vorurteile es vielleicht gibt, welche Konflikte du vielleicht auch auszutragen hast. Du hast ja schon ein Thema, was sicherlich auch ein bisschen polarisiert. Also gibt es da einen Unterschied oder gibt es den nur in meinem Kopf? Katharina Lages-Willner: Ja, den gibt es schon überwiegend. Also ich möchte da nicht unbedingt. Also wir brauchen nicht unbedingt pauschalisieren, aber man muss schon sagen, der deutlich höhere Anteil der älteren Gesellschaft, dem fällt es schwer damit so sich damit zu identifizieren und da reinzugehen in das Thema, weil sie natürlich ziemlich lange jetzt schon im Business sind und so ihr Ding machen, oftmals auch im Business oder in der Gesellschaft hier. Das ist so ein bisschen so dieses, das haben wir halt immer schon so gemacht und es hat halt gut funktioniert. Wieso sollte man das denn jetzt anders machen, Frau Lages-Willner, das macht ja keinen Sinn. Ja, das kann man machen, aber man kommt halt da nicht weiter. Und die junge Generation ist schon eine, die verstanden hat, dass wir auch uns nicht mehr ausruhen können, wie viele Ältere, gerade auch Männer, in dem Fall im Business auf, wir sind ein Verdiener in einer Familie vielleicht und machen damit hier so einmal Urlaub in Rimini und sonst wo. Das funktioniert halt einfach heute nicht mehr. Dafür müssen wir einfach alle mitverdienen. Und auf der anderen Seite will auch jeder jede sich selbst verwirklichen. Und das hat auch was mit persönlicher Identifikation zu tun. Und auch da, und das finde ich großartig, wollen Frauen mitbestimmen und mit eben die gleichen Anteile haben, also gleichberechtigt sein. Und ich würde es schon sagen, dass das junge Männer, junge Menschen, junge Frauen schon auch eher verstanden haben und auch leichteren Zugang zum Beispiel auch zum Thema Weiblichkeit in Diversität haben. Also was, was ja vielleicht nicht wirklich greifbar ist, das ist auch sehr weiblich, da einfach so das anzunehmen und zu verstehen, das ist was, was eher intuitiv ist. Und das ist trotzdem, da. Laura Roschewitz: Kannst du noch mal, das muss ich jetzt noch mal klären, bevor ich gleich den nächsten Faden aufnehmen kann. Kannst du, weil wir ja auch eben gesprochen haben, dass auch das in jedem eine weibliche und eine männliche Seite ist. Kannst du mir etwas erzählen, was aus deiner Perspektive, was du wahrnimmst wie Männer, ich rede jetzt erstmal stereotyp von Männern und Frauen. Und wenn Männer. Wie schwer es Männern fällt, die weibliche Seite zu leben. Weil wir sprechen ja sehr viel darüber, dass Frauen irgendwie mehr ins Business sollen und wollen, in die Politik sollen und wollen, in Führungspositionen sollen und wollen. Wie nimmst du das war? Also so, dass ich sag mal, das Tabu als Mann weich zu sein, als Mann intuitiv zu handeln, zu sagen, ich weiß es nicht, aber ich fühle das so und so, was ist deine Erfahrung, da bist du ja sozusagen voll drin in dem Zentrum. Katharina Lages-Willner: Ja, ich würde schon auf jeden Fall sagen, dass das der Druck der gleiche ist ungefähr. Es ist so ein bisschen der gleiche Druck, wie Frauen erleben, wenn sie ins Business rein wollen. Es ist ein ähnlicher Druck, wie Männer untereinander auch so herstellen. Einfach aus Erfahrung heraus, aus auch diesem "So macht man Business", da ist man halt laut, da ist man, da geht man nach vorne, da nimmt man seinen Platz ein und den gibt man auch erst mal nicht wieder ab. Und ehrlich gesagt, dann nehmen wir einander mit nach oben. Aber wir gucken schon auch, dass mein Platz so der Beste bleibt. Und das ist eben schon was, was sehr einfach gewohnt ist. Es ist eine sehr gewohnte Struktur und ich würde schon sagen, dass gerade auch Männern, da dieser Druck, da weicher zu sein, wirklich mal zu sagen, auch in dem Meeting, wenn irgendwie zehn Männer da sitzen und zwei Frauen und eine Frau wird quasi für etwas verantwortlich gemacht, was nicht passt oder wo einfach da einfach eine Inkongruenz herrscht. Dann ist es für Männer nicht automatisch klar und auch sehr schwer, dann offensichtlich zu ihrem Wort zu stehen und zu sagen Hey, stopp! Also ehrlich gesagt, so wollen wir hier nicht miteinander umgehen. Das ist nicht der richtige Weg. Das ist etwas, wo Männer sehr schwer aus ihrer Rolle herauskommen. Und was wir auf jeden Fall aber brauchen, weil ansonsten findet auch da keine gleichberechtigte Partnerschaft statt. Auch im Business nicht. Laura Roschewitz: Hm. Jetzt arbeitest du ja sowohl mit Selbständigen, wenn ich es richtig weiß, also mit selbständigen Solo Unternehmerinnen. Ich sage mal so im weitesten Sinne wie ich es bin und aber auch im Konzern, im Businesskontext sozusagen. Du bist ja in verschiedenen Bereichen tätig. Vielleicht magst du mal alle Bereiche so ganz konkret skizzieren. Vielleicht ein Fall von einer Selbstständigen, die du begleitet hast und einen Business Fall, wo wir uns als Zuhörende noch mal so ein bisschen tiefer hineindenken und zuhören können, was es ganz konkret bedeutet, mit dir zu arbeiten. Also was für ein Prozess kann es zum Beispiel sein, den du begleitest? Das kann ja wahrscheinlich super individuell sein, aber vielleicht hast du so ein Beispiel, wo du sagst, das ist wirklich prototypisch oder das hat dir sehr viel Freude gemacht oder das war für dich sehr wichtig. Katharina Lages-Willner: Sehr gerne. Ähm, ich würde mal starten mit dem mit dem Business Bereich. Also das ist etwas, was ich gerade in der Tat auch begleite. Es ist eine Frau, die wurde von einem wurde wirklich rekrutiert und das war nach einer sehr langen, offenen Position. Dieses Unternehmen wollte eine Frau einstellen. Das war auch eine Quoten Entscheidung in dem Fall. Und die begleite ich auf dem Weg in diesem On boarding Prozess. Und bin von Tag eins dabei. Ich begleite Sie. Wir haben im Vorfeld habe ich mit der Geschäftsführung und mit allen, die da involviert sind, einen Plan gemacht. Wie muss das ablaufen? Wie viel Zeit haben wir zur Verfügung? Also wirklich sehr, sehr übersichtlich. Und habe dann geschaut okay, was sind für Dinge, was sind für Anforderungen auch die gestellt werden an diese Person. Hat dann die neue Führungskraft kennengelernt und auf dieser Basis hin einen Plan erarbeitet mit ihr auch. Was sind so Themen? Wo hat sie Stärken, wo fühlt sie sich vielleicht noch gar nicht so richtig wohl, auch mit dieser neuen Position? Was muss für Sie geklärt werden? Und dann geht es so in die zweite Ebene das Netzwerk intern. Wer ist für was verantwortlich? Wer nutzt zum Beispiel für Ihren Bereich? Dann gehen wir also her und analysieren so ein bisschen das Umfeld. Schauen so ein bisschen in das Netzwerk rein und gucken auch da gerade im direkten Team zum Beispiel auch die Führungskraft Ebene nach. Wer ist zum Beispiel in welcher Kommunikationsebene verfügbar? Gehen da auch so ein bisschen auf die persönlichen Ebenen und schauen mal, wer ist gut verfügbar, wenn es über schriftliche Medien ist? Wen kann man besser mit Worten, mit gesprochenen Worten einfangen? Und so weiter. Also wirklich sehr, sehr ganzheitlich und umfassend. Und so bauen wir das eben so auf. Und dann geht es zum Beispiel zwischendurch in diesem Fall noch weiter in so eine eher rhetorische Zusammenarbeit. Denn diese Führungskraft, die ich hier begleite, die soll eben auch Vorträge halten vor einem sehr, sehr großen Auditorium. Das ist etwas, was für sie relativ neu ist. Und da hat sie mich eben gebeten, dass wir da bitte auch begleitend arbeiten. Und deswegen machen wir auch solche Dinge in dieser Bühnenpräsenz. Das kommt so ein bisschen mit meinen Speakerinnen, ja mit meiner Speakerin Seite so zusammen und ich begleite sie eben auch da. Das ist so der klassische Weg. Und dann am Ende ziehen wir noch mal Bilanz, schauen, dass wir auch wirklich so einen langfristigen Plan zusammen haben. Und es gibt dann bei mir immer noch einen Termin nach zwei Monaten, wo wir nach zwei Monaten wirklich noch mal gucken, was haben sich vielleicht für Fragen ergeben? Was sind für Themen offen? Macht es Sinn, noch mal nachzulegen, gemeinsam zu arbeiten? Oder ist alles soweit fein? Und geht die Klientin dann so ihren Weg und ist das auch für das Unternehmen fein? Und das ist ein Weg, den ich sehr, sehr, sehr liebe, weil ich einfach finde, dass gerade dieser On Boarding Prozess und vor allem so das erste Jahr für die Integration im Unternehmen essenziell ist. Und wenn man das auf einen kürzeren Weg schafft als ein Jahr, dann kann es in beiden Ebenen einfach unfassbar gut helfen, sich zum einen wohlzufühlen und wirklich auch seine Potenziale so richtig auszuleben. Und das hilft dann nicht nur der neuen Führungskraft, sondern eben auch dem ganzen Unternehmen. Weil gut, über Gewinn müssen wir da nicht sprechen. Und das ist das etwas, was ich wahnsinnig gerne mache, weil es so vielfältig ist und einfach so direkt hilft und so direkt reingeht. Und in meiner individuellen Arbeit eher mit der im B2C Bereich, also mit der Einzelklientin, zum Beispiel habe ich eine Klientin die selbst auch so in das Speakertum rein möchte und möchte da ein bisschen mehr Fuß fassen und die begleite ich zum Beispiel hier relativ eng auch jede Woche. Und wir haben immer wieder Catch ups, wo wir analysieren, wie kann sie das aufbauen, welche Kontakte hat sie? Schauen so ein bisschen über diese Ebene rein und ich begleite Sie da so ein bisschen in dieser Reflexion. Aber vor allem die größeren Teile sind dann im Coaching, wo es um die Persönlichkeit geht, wo es darum geht, was von ihr sind Ebenen, die sie als Speakerin antreiben kann, die sie selber auch führen kann. Und dann eben das Thema Bühnenpräsenz. Dann geht es um die Persönlichkeitsidentifikation. Auch was nehme ich mit auf die Bühne? Welche Themen sind eigentlich immer mit im Gepäck? Auch so ein bisschen. Und in dem Moment, wo wir heraustreten vor viele Menschen, da kommen wir relativ gut immer an die Themen, die immer mit im Gepäck sind und die wir selten betrachten, die kommen dann gut raus. Und diese Drucksituationen, da arbeiten wir viel dran und schauen, wie sie da diese Sichtbarkeit von sich selbst so richtig genießen kann. Weil das viele nennen das immer sagen immer, das ist sehr typisch so die eine ist ne Rampensau, die andere ist es nicht. Aber auch das kann man lernen. Man kann das auch lernen zu genießen. Und das ist die andere Perspektive, die ich gerade begleite und die Mag ich sehr. Ich verbinde das gerne auch mit sehr, sehr vielleicht schon fast oberflächlichen Elementen wie der Kleidung oder dem ganzen Styling, weil natürlich diese Elemente unheimlich helfen, uns wohlzufühlen. Und es bringt nichts, wenn wir uns immer so kleiden, wie andere das von uns wollen. Also wenn wir den grauen Hosenanzug anziehen, weil wir denken, das macht man hier so, alle sehen hier grau aus, aber wir selber sind so richtig gar nicht grau, oder ich bin, mich findet man in einem Hosenanzug nicht. Das bin ich einfach nicht. Wenn ich den anziehen müsste, ich glaube, dann wäre ich überhaupt gar nicht mehr ich. Ich bin in egal welchem Unternehmen. Ich bin entweder im Rock oder im Kleid da. Und ich liebe das einfach. Und wer es nimmt, nimmt es und wer es nicht will, der lässt es. Ist mir auch egal. Und diese da kann ich, aber ich sein. Und das ist etwas, was ich sehr stark auch gerade mit vielen Frauen erarbeite. Und hier in diesem Fall für die, für die Stimmpräsenz, für die Bühnenpräsenz halt es auch sehr sehr schön mit zusammenfließen lassen kann. Laura Roschewitz: Ja, das ist super spannend, dass du das ansprichst mit dem Hosenanzug. Gretel sieht mich damit immer gerne ein bisschen auf, als wir uns kennenlernten. Gretel und ich, weil ich noch ganz viel in einem großen Hamburger Unternehmen tätig als Trainerin und war da in so einem Trainerin Pool und habe da sehr viel Beratung, Workshops, Trainings gegeben. Und da war so ich war da noch ganz jung in diesem Trainings Business und bei einem meiner ersten Mitläufer am Anfang wurde mir gesagt, na ja, das ist so und dunkelblau oder grau und Hosenanzug und ich habe das einfach nachgemacht. Ich habe dann einfach bin losgegangen damals mit meiner Mutter und habe mir dann ein dunkelblau und einen grauen Hosenanzug gekauft und habe mich aber immer ich will gar nicht sagen, ob ich mich unwohl weiß ich nicht, aber ich habe mich so fremd gefühlt und bin auch nie so in meine Kraft gekommen und war immer so ein bisschen. Ja in so einer Rolle, wo ich dann abends irgendwie auch froh war, die wieder ausziehen zu können. Aber irgendwie war ich halt nie so verschmolzen mit mir. Ich war nie so wirklich in meiner Kraft. Das kann ich gar nicht anders ausdrücken und das ist mir erst viel später aufgefallen. Deswegen ist es super interessant, dass du das so beschreibst und ich glaube, dass oder ich weiß, dass deine Arbeit eben da so wichtig ist, weil diesen Umweg ich habe ihn nach anderthalb, zwei Jahren gemerkt, dass das nicht das Richtige ist für mich, aber ich glaube, andere stecken dann natürlich auch viel länger drin, wenn man da tiefer in diesen Strukturen auch drin ist. Und da ist die Arbeit ja eben so wichtig, da zu zeigen, dass es gar nicht so sein muss, dass es auch andere Wege gibt, weil woher wissen wir es, wenn es uns keiner sagt? Katharina Lages-Willner: Absolut. Ja, und das ist so schön. Also, es ist toll, dass du das sagst, weil die meisten ganz oft bekomme ich dann so Kommentare wie "Na ja, aber wenn es halt alle machen ja. Das bedeutet aber auch, dass 90 %, die es machen, überhaupt gar nicht bei sich sind und wo hundertprozentig noch viel mehr in denen steckt. Und das finde ich so schade, da ist so viel ungenutztes Potenzial dabei. Laura Roschewitz: Ja genau, das Potenzial habe ich irgendwie gebraucht. Die Ressource habe ich gebraucht, um mich zu verstellen. Und das war so krass, weil ich irgendwann an einem Tag in diesem Unternehmen war. Da kam eine Kollegin ein mit einem Rock der farbigen Strumpfhose und so leichten Absatzschuhen und ich dachte so, wie? Das geht doch nicht. Man darf das nicht. Man trägt doch einen Hosenanzug. Wieso trägt die einen Rock und eine farbige Strumpfhose und leichte Absatzschuhe? Ich war komplett irritiert. Ich war wirklich so und habe dann erst geschnallt "Ah okay, krass", ich bin so obrigkeitshörig letztendlich. Also mir sagt jemand was und ich tue es einfach. Ich habe es halt auch nicht hinterfragt, weil ich das nicht gelernt habe und weil ich es mich auch nicht getraut habe. Und das bringt mich vielleicht noch mal zu einem Punkt. Du weißt sehr wahrscheinlich auch und unsere Zuhörer dann auch, dass ich ein großer Angst Fan bin und mich sehr gerne mit dem Thema Angst beschäftige. Vielleicht magst du da mal den Faden aufnehmen und da ein bisschen anknüpfen, weil du hast eben auch gesagt, Rampensau kann man lernen auf eine Art, also ganz viel kann man auch lernen. Was spielt in deiner Arbeit sowohl mit den Frauen, die du begleitest, als vielleicht auch in den Unternehmen oder Kontexten, in dem du bist? Was würdest du sagen, spielt Angst da für eine Rolle? Katharina Lages-Willner: Also im Unternehmen spielt vor allem Angst eine Rolle, Angst zu haben, vor anderen im Vergleich, also wirklich so in diesem zu verlieren und vor allem auch ja nicht mitzukommen, nicht aufgenommen zu werden in dieses, in diese bestehenden Netzwerke, in diese bestehende Ebene, die sich da vorfindet und auch nicht wahrgenommen zu werden für das, was man ist. Also das ist, das ist ein riesen Angstthema und deswegen ist auch dieser Hosenanzug immer noch allgegenwärtig, weil einfach der so ein bisschen den Eintritt für viele erleichtert oder möglich macht überhaupt so hach guck mal, ich gehöre jetzt auch dazu. Ja, hat aber leider nichts mit mir persönlich und mit meinem Potenzial in dem Fall zu tun, sondern einfach nur damit zu tun, dass ihr es leichter habt, weil ihr eben halt aus eurem grauen Kasten raus guckt und euer gewohntes Bild vor euch habt. Und das ist so ein bisschen auf beiden Seiten auch Angst, dass man da mit zunehmen kann. Denn auf der anderen Seite ist ja auch so die Angst "Oh je, jetzt kommt diese Tante da mit ihren bunten Zetteln an, hat auch noch knallrote Lippen und sieht definitiv nicht aus wie sonst auch alle. Hat vielleicht auch noch ein Kleid an? Was will die denn? Oh je, das ist aber jetzt wild. Jetzt wird es aber verrückt." Ja, das ist auch ein Angstmoment und, aber ganz oft finde ich, dürfen wir auch gerade diesen Angstmoment nutzen und den für uns nutzen. Ich habe letztens so ein schönes Sinnbild gefunden, dass man beim. Ähm. Wie heißt das mit diesen bunten Gürteln da? Dieser Sport, wo man so schwarzen Gürtel. Laura Roschewitz: Karate, Judo, Karate? Katharina Lages-Willner: Ja, irgendwie sowas. Genau. Laura Roschewitz: Da sind Experten am Start. Katharina Lages-Willner: Ja, so hier die Kampfsportexperten. Aber ich habe das ganz ganz wertvoll in einer Kindersendung gesehen, dass man dort die Kraft des Gegners für sich ausnutzt, um den Gegner quasi dann in dem Fall zu besiegen. Und das ist so ein bisschen für mich genau das Sinnbild für Angst, gerade im Business. Ich darf diesen Wind, der mir entgegenkommt, diese vielleicht, diese Macht die mir entgegenkommt, für mich nutzen und in mir aufnehmen und einfach vielleicht umwandeln in meine mein Potential und in vielleicht die Art und Weise, wie ich mich wohlfühle und das einfach auf mich so ummünzen, dass ich es gut nutzen kann. Das ist, finde ich, eigentlich immer. Es kam mir so ein bisschen. Ich dachte ja, genau, ist das. Es ist genau so. Laura Roschewitz: Total und es ist ja vielleicht. Mir fallen da auch noch so zwei andere Dinge ein. Ich denk mir auch, zum einen ist es vielleicht auch eine Angst zu sich zu stehen und auch Konsequenzen tragen zu müssen. Zu sagen: Ich bin halt so, ich trage halt ein gelbes Kleid und wenn es dir dann nicht passt. Also ich glaube, das könnte ich mir gerade auch bei vielen Selbständigen, die ich so schon begleitet habe in meinem Leben, dass da auch eine große Angst vor Ablehnung ist. Also von ja, wenn die mich so nicht nehmen, dann bin ich lieber anders, dann bin ich lieber so, wie sie es wollen, bevor ich gar keinen Auftrag bekomme oder also nicht zu doll anzuecken, nicht zu besonders, nicht zu speziell zu sein, wo ja bei uns Frauen auch häufig so Glaubenssätze wie "Sei nicht ich so empfindlich, sei nicht so besonders, sei nicht so, sei nicht so, sei nicht so" mitschwingen, was glaube ich wirklich sehr, immer noch sehr, sehr, sehr prägend und kraftvoll ist. Und vielleicht noch ein zweiter Aspekt, der mir im Kopf ist, die werfe ich dir einfach mal so rüber, mal gucken, wo sie landen. Ist tatsächlich dieses Thema Kontrolle. Also dadurch, dass wir sagen, wie alle auszusehen haben und wie es ist, können wir ja auch strukturell und organisatorisch totale Kontrolle ausüben und sagen: Okay, das ist so der Kodex, in dem wir uns bewegen und dadurch eben auch hier eine Sicherheit herstellen. Eine Kontrolle gibt ja vielen Menschen auch einfach totale Sicherheit bzw. Kontrollverlust macht halt Angst. Katharina Lages-Willner: Ja absolut. Ich. Mir kommt direkt zum Bild von meinem. Meiner ersten Station, quasi meiner ersten, wenn man so will Karriere vielleicht in der Beauty Ebene, in der Beauty Branche. Und da war es ganz klar, alle tragen Schwarz. Gut, das Mag ich, aber grundsätzlich gibt es da auch sehr, sehr starke Guidelines. Was trägst du? Da geht es nicht nur um Schwarz, sondern es geht schon auch darum. Da hast du dann bitte auch zum einen den aktuellen Trend zu tragen. Dann musst du natürlich auch die richtigen Marken tragen. Musst schon auch sichtbar machen, dass du auch in dieser Beauty Ebene, in dieser Philosophie lebst. Du musst schon irgendwie auch deutlich machen, dann geht es um die ähm, ja, da geht es um die Accessoires, um all diese Sachen. Und es geht natürlich auch ums Make up und all all diese Dinge. Und du musst es, das war schon auch ein Stück weit verpflichtend und da ist diese Kontrolle halt sehr stark. Wenn ich jemanden so mit in dieses Thema nehmen darf und und und so sehr diese Kontrolle da reingeben kann, dann habe ich zumindest die Kontrolle, dass alle gleich sind und dass wir so diese Gleichheit und Uniformität ausstrahlen, was aber grundsätzlich sehr, sehr stark einschränkt am Ende, weil niemand mehr so ist, wie er oder sie selbst und immer nur so einem Ideal nacheifert. Es geht immer um den sozialen Vergleich. Es geht darum, besser zu sein, besser ausgestattet, besser auszusehen. Und so weiter und so fort. Und es nimmt am Ende Individualität und das finde ich, also, das finde ich wirklich sehr, sehr schade. Laura Roschewitz: Absolut. Nun was mich noch mal interessieren würde, vielleicht langsam zum Abschluss zu kommen. Wer für wen bist du denn aktuell sozusagen die perfekte Ansprechpartnerin, wenn jetzt uns Frauen zuhören? Selbstständige Gründerinnen? Also was würdest du so sagen? Vielleicht machst du noch mal so zwei, drei Türen auf? Was für Themen könnte eine Person, die dich jetzt vielleicht hört und sagt Irgendwie spricht mich das total an, das das klopft was an, das triggert was an, vielleicht magst du noch mal so, jetzt haben wir so ein Beispiel aus der sozusagen aus dem Konzern Kontext und aus einem privaten Kontext. Erzähl doch vielleicht noch mal so zwei, drei andere Bereiche. Jetzt haben wir schon Speakerin und Führungskraft gehört. Wer kann sich noch? Natürlich geht es grundsätzlich auf einer Gewissheit an alle Frauen, aber wer ist noch in deinem Orbit besonders gut aufgehoben? Katharina Lages-Willner: Super gerne, vielen Dank. Also auf jeden Fall, wenn wir da noch ein paar mehr Türen aufmachen, dann dürfen wir gerne auch an alle Mütter gehen. Also wenn du jetzt Mutter bist, die zuhört und so langsam auf dem Weg bist oder dir schwant jetzt, so Mensch, das war jetzt eine schöne Zeit und ich liebe das auch und ich möchte, aber irgendwie schwingt mir doch da ein bisschen mehr mit. Ich möchte dann doch gerne wieder irgendwie mehr ins Business oder zumindest irgendwie was was machen, was mir Spaß macht, mich selbst wiederfinden. Dann ist das ein sehr, sehr schönes Thema, was ich begleiten kann, wo es wirklich um deine persönliche Sichtbarkeit geht, darum, dass du endlich wieder auch statt findest und dich damit auch wohlfühlst. Das ist zum Beispiel eine Ebene, die ich wahnsinnig gerne begleite. Und wenn du zum Beispiel auch viele Frauen, die sich umorientieren wollen, die sagen, gesagt haben: Ich war sehr lange jetzt in einem Job, habe den wahnsinnig lange ausgeübt und ich habe den schon auch irgendwie gemocht. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich muss noch mal was Neues machen, ich muss noch mal irgendwo hin, was mich jetzt irgendwie doch noch mehr mitnimmt. Das ist auch ein Thema, was ich sehr gerne begleite, weil es so schön auch da wieder um die Sichtbarkeit von Dingen geht, die, die einfach ungenutzt sind, ungenutztes Potenzial sichtbar machen. Wenn du das Gefühl hast, als Frau da ist was in mir drin und ich hatte schon lange das Bedürfnis, dass das irgendwie jetzt sichtbar wird, dann ist das vor allem etwas was, was ich wahnsinnig gerne begleite. Laura Roschewitz: Das finde ich einen sehr, sehr schönwn Abschluss von dieser Podcastfolge. Und da wir aber wissen, dass einige uns zuhören, wenn sie vielleicht gerade auf dem Fahrrad sitzen oder das Kind tragen, sagt doch vielleicht noch mal in voll ausgesprochenen Wort sozusagen einmal deinen gesamten Namen und einmal, wie man dich am besten googelt bzw. wo deine Website ist, wo man dich einmal findet. Wir packen das natürlich auch alles noch in die Shownotes, aber ich finde es immer sehr schön, das auch noch einmal auszusprechen, damit es auch durchs Gehör gelaufen ist. Katharina Lages-Willner: Perfekt, das mache ich sehr gerne. Also ich bin Katharina, Katharina Lages-Willner mit ganzem Namen. Mein Unternehmen heißt Heart Brain Consulting und darunter findet man es auch im Web, also www.HeartBrain-Consulting.de Darunter gibt es alle Möglichkeiten. Du kannst mir direkt einen Anklick geben und du bekommst direkt einen Termin mit mir kostenlos, kannst mich kennenlernen oder du schreibst mir gerne auch eine Mail. Auch dazu gibt es eine Info. Ansonsten lade ich dich ein, mir auf Social Media zu folgen. Ich bin auf LinkedIn und auf Instagram. So mal kurz nachgedacht hier und du darfst mir gerne folgen und da auch mit reinschauen und auch in eine Ecke weiter. Im Podcast Regal gibt es meinen Podcast, der heißt Business Einhörner auch den darfst du gerne mal anhören. Genau. Laura Roschewitz: In diesem Sinne lasst uns dafür gemeinsam gehen und sorgen, dass mehr Frauen echt und authentisch und mit ihren Fähigkeiten, ihrer Expertise und allem, was wir zu bieten haben, auf die Bühnen der Welt kommen. Welcher es auch immer ist. Wir als Mütter, als Selbstständige, als Führungskräfte. Ich danke dir sehr, liebe Katharina, für das schöne Interview. Danke, dass du dir Zeit genommen hast und wir werden alles hier in den Shownotes verlinken, sodass ihr sofort mit einem Klick bei Katharina vorbeischauen könnt. Katharina Lages-Willner: Vielen, vielen Dank, vielen Dank für deine Anfrage und dass ich Platz in diesem wundervollen Podcast habe. Ich freue mich sehr auf alle neuen Vernetzungen und alle Kommentare, die es vielleicht hier auf dieser Ebene noch gibt. Vielen Dank. Laura Roschewitz: Danke. Und euch wünschen wir einen schönen Tag. Wir hören uns ganz bald wieder zur nächsten Folge mit Laura und Gretel im Business Podcast und passt auf euch auf! Bis dann. Ciao! Katharina Lages-Willner: Tschüss. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie
- 27.09.20229 min
Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen 💥 Von Nichts kommt nichts. 💥 Umsatz kommt von Umsetzen. 💥 Wer nicht alles gibt wird nichts bekommen. Gerade in der Business-Welt wimmelt es nur so von Zahlen-Daten-Fakten getriebenen Aussagen und Sprüchen. Und, wer uns kennt weiß: wir sind absolute Umsetzungsfreaks und lieben es, Menschen ins Tun zu begleiten und Ergebnisse zu erzielen. Keine Frage – das ist toll und wichtig! Doch da gibt es auch diese andere Seite in uns. Die zarte Stimme, die auch mal eine Pause braucht. Die unsichere Seite, die auch gesehen werden möchte und manchmal noch eine Runde braucht, bevor sie sichtbar werden mag. Die verletzliche Person, die manchmal einfach mehr Zeit braucht als die Rampensau in uns. Genau für diesen Teil in uns allen ist diese Mitmach-Folge unseres Podcasts. 7 stärkende Affirmationen warten auf dich und laden dich ein, es dir gemütlich zu machen und der weiblichen, zarten Seite in dir einen Moment Raum zu geben. Wir sind gespannt, wie diese zarte und kurze Folge bei dir ankommt und welche der Affirmationen für dich gerade am wichtigsten ist. Erzähl mal – wir freuen uns von dir zu hören! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Hallo und Moin Moin, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Vielleicht hörst du es schon hier in den ersten Sekunden von dieser Podcastfolge. Ich bin ein bisschen angeschlagen. Ich, Laura, ich mache heute diese Folge alleine und bin ein bisschen angeschlagen, ein bisschen erkältet. Und das ist eigentlich auch ein ganz guter Aufhänger, den ich als Grund genommen habe, ein Thema für diese Podcast Woche hier bei uns bei Moin um Neun, dem Business Schnack auszuwählen. Denn in der heutigen Folge bzw. in der heutigen Woche wollen wir uns mal mit dem Thema Weiblichkeit im Business beschäftigen. Und das ist immer ein Thema, was auch zu ein bisschen Reibung führt und wo uns auch immer wieder Menschen schreiben, ja, weiblich, männlich, das ist doch alles ein bisschen überholt und es gibt das so gar nicht mehr. Und dafür so ein kleiner Disclaimer am Anfang einmal, wenn ich und wenn wir von Weiblichkeit sprechen diese Woche. Wir haben am Donnerstag ein ganz tolles Interview zu dem Thema, dann meinen wir die beiden Seiten, die in uns sind. Wir haben eine männliche und eine weibliche Seite. Das wird häufig in verschiedenen spirituellen Lehren gelehrt, aber auch im Ying und Yang, also in ganz verschiedenen Methodiken. Sie bedienen sich sozusagen dieses Konzeptes, und da wird klassischerweise das Männliche als des Verstandes zugehörende, das Kontrollierende, das Zahlen und Daten und Faktenbasierte sozusagen zugeordnet. Und das Weibliche ist eher das Intuitive, das Weiche, das Empathische und an dieser Stelle möchte ich jetzt gar nicht unbedingt die große Diskussion aufmachen, ob es das gibt oder nicht oder inwiefern das in deinem Leben eine Rolle spielt oder in meinem, sondern diese Woche wollen wir einfach mal einen Blick dahin werfen, denn was uns ja schon lange begleitet und auch vielen bewusst ist, ist so das Thema… Wir leben auf einer sehr optimierten Gesellschaft, in einer Zeit, wo es sehr um höher, schneller, besser geht. Und das gilt sowohl für den großen Kontext, also für die Wirtschaft und die Welt und die Gesellschaft, in der wir leben, aber natürlich auch für uns als Selbständige. Und ihr kennt uns ja vielleicht schon ein bisschen und vielleicht folgst du uns auch schon ein bisschen länger. Und Gretel und ich sind ja sehr darauf aus, dass wir selbständige Frauen ins Tun, in die Umsetzung und in den Erfolg begleiten dürfen. Und heute, an diesem Tag, wo ich diese Folge aufzeichne, hatten wir aber auch mal wieder in unserer tollen Mastermind Gruppe Smash IT, die Gretel und ich ja leiten und ins Leben gerufen haben. Ganz viele Themen, die so ein bisschen auf diesem ähm in diese Richtung der Weiblichkeit abgezielt haben. Was meine ich damit? Ganz konkret hatten wir Themen von: Ich bin zurzeit eigentlich ein bisschen krank und müsste mich eigentlich ausruhen, aber ich habe irgendwie so eine innere Stimme, die mich antreibt, die mir sagt: Du musst doch was leisten, du musst doch jetzt vorankommen. Menschen, die vielleicht gerade kranke Kinder zu Hause haben, also Frauen bei uns in der Gruppe, die sich deswegen nicht so gut aufs Business konzentrieren konnten. Aber auch Themen wie kann ich mich eigentlich auf meine Intuition verlassen und der vertrauen? Oder wie kann ich da wieder hinkommen? Ich bin da ganz verunsichert und überfordert und das habe ich mir jetzt mal zu Herzen genommen. Und am Donnerstag, wie gesagt, schon mal ein kleiner Spoiler kommt ein ganz, ganz tolles Interview dazu mit Katharina, die uns erzählt, wie sie mehr Weiblichkeit in die Businesswelt bringt. Also schon mal unbedingt vormerken. Donnerstag tolle neue Folge. Und heute möchte ich eine kleine Mitmachfolge hier anbieten, denn Gretel und ich geben ja jede Woche mehrere Podcast Folgen mit ganz vielen Tipps und Tools und Tricks. Und oft sind wir da eher in der männlichen Energie, also in dem Umsetzen, in dem Tun und im Anschieben. Dann habe ich mir gedacht, bei der Vorbereitung für diese Folge nee, ich glaube, es ist mal wieder Zeit für eine weibliche, eine weiche Folge. Und deswegen habe ich heute zu der Folge sieben Affirmationen mitgebracht, die ich dir gleich mit an die Hand gebe und die dich heute durch den Tag oder durch die nächsten Tage begleiten dürfen, so dass du mit dieser weiblichen Kraft in dir wieder in Verbindung kommst und mal schauen kannst, welches dieser welche dieser sieben Affirmationen für dich vielleicht gerade sehr unterstützend ist. Wir haben immer mal wieder solche Mitmachfolgen hier bei Moin um Neun und das heißt das ich dir gleich die sieben Affirmationen ganz in Ruhe vorlese, vortrage und du darfst sie einfach mal so wirken lassen und gucken, welche davon, welche gerade super, richtig und wichtig sich für dich anfühlt. Und ich werde das dir dreifach vorlesen. Und schau mal hin, welche ein, zwei oder drei Affirmationen vielleicht für dich gerade passend sind und dich vielleicht durch die nächsten Stunden oder auch Tage oder Wochen begleiten dürfen. Affirmationen haben immer die Kraft, dass wir sie mitnehmen können. Vielleicht aufschreiben, auf einen Zettel an den Schreibtisch hängen, so dass du einfach selbst Begleiter als Begleiterin dabeihaben kannst und dich immer mal wieder daran erinnern kannst. Ach ja, stimmt. Ähm, so war das ja, weil wir uns ganz oft in unserem Kopf ja ganz viele kritische Fragen stellen, auch streng sind mit uns selber. Und diese Affirmationen können so als kraftvolles Gegengewicht dienen. Das heißt, wenn du das gerade zuhörst, dann kannst es dir gemütlich machen, je nachdem, wo du gerade bist, wenn du im Auto bist, natürlich bitte die Augen nicht zumachen. Aber ansonsten darfst du auch gerne einen Moment entspannen und ich werde dir jetzt unsere sieben kraftvollen Affirmationen für deine weibliche Seite, für deine intuitive, für deine weiche Seite mitgeben. Am Ende dieser Affirmation wird diese Podcastfolge einfach enden. Da werde ich nicht mehr viel sagen, weil ich möchte sie einfach so wirken lassen für dich. Und dementsprechend hören wir uns dann wieder zur nächsten Podcastfolge am Donnerstag mit einem tollen Interview. Es folgen die sieben Affirmationen. Ich darf mich ausruhen. Ich habe alle Zeit der Welt. Ich bin erfolgreich. Mir steht Glück zu. Heute gibt es nichts mehr zu tun. Ausruhen ist wichtig. Ich bin ich. Und das ist gut so! Ich darf mich ausruhen. Ich habe alle Zeit der Welt. Ich bin erfolgreich. Mir steht Glück zu. Heute gibt es nichts mehr zu tun. Ausruhen ist wichtig. Ich bin ich. Und das ist gut so! Ich darf mich ausruhen. Ich habe alle Zeit der Welt. Ich bin erfolgreich. Mir steht Glück zu. Heute gibt es nichts mehr zu tun. Ausruhen ist wichtig. Ich bin ich. Und das ist gut so! Bis bald. Foto: Kareen Kittelmann Fotografie
- 22.09.202226 min
Tipps einer Rechtsanwältin für Dein Online-Business Esther-Maria Roos ist Anwältin, Mediatorin und Coach. Sie begleitet Kreative und Selbstständige dabei, sich rechtssicher am Markt zu positionieren und nicht mit Bauchschmerzen im Paragrafen-Dschungel zu verlieren. In dieser Folge feiern wir Esthers neustes Projekt: Ihr Buch! Sie hat das Buch “Praxisleitfaden Online-Kurs: Kurse auf digitalen Plattformen rechtssicher erstellen und vermarkten” geschrieben und brandaktuell veröffentlicht. In dem Buch beantwortet und behandelt sie unter anderem folgende Bereiche: Wann brauche ich AGB um mich abzusichern? Die Datenschutzerklärung raubt Dir den letzten Nerv? Wann macht es Sinn eine Marke anzumelden? Wie ist es eigentlich mit meinen Inhalten aus einem Online-Kurs: sind die geschützt? Darf ich Zitate auf meiner Website verwenden? Wie verwende ich Testimonials richtig? Und wie veröffentliche ich meinen Content – auf meiner eigenen Seite oder einer Plattform? Hier geht’s direkt zum Buch: https://www.amazon.de/Praxisleitfaden-Online-Kurs-Plattformen-rechtssicher-vermarkten/dp/3658340347/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=14MD164U7FE0X&keywords=esther+maria+roos&qid=1662047639&sprefix=esther+maria+roos%2Caps%2C137&sr=8-1 Und hier zu Esthers Website: https://www.kanzlei-roos.de/ Melde Dich sehr gerne bei ihr – Esther freut sich über jede Nachricht und ist gerne hilfsbereit, wenn bei Dir der Bauch schmerzt bei dem Gedanken an rechtliche Fragen! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo Moin, Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge hier beim Podcast von Laura und Gretel. Und heute ist wieder Interview Zeit und ich freue mich wirklich ausgesprochen doll, dich, liebe Esther, heute hier zu Besuch zu haben. Ich freue mich da schon lange und doll drauf und wir können heute auch ein bisschen was zusammen feiern, aber eins nach dem anderen erst mal herzlich willkommen, liebe Esther. Esther-Maria Roos: Ja Danke Laura, für die Einladung. Ich freue mich auch, dass ich hier sein kann. Sehr spannend. Laura Roschewitz: Yes! Es ist sehr spannend und ich bin nicht so fürchterlich gut darin, Geheimnisse für mich zu behalten. Aber erst mal möchte ich dich einmal vorstellen, denn ich könnte mir vorstellen, dass du nicht allen unseren Zuhörenden schon bekannt bist. Deswegen stelle ich dich einmal in meinen Worten vor. Esther-Maria Roos bist du. Du bist Rechtsanwältin, Mediatorin und Coach. Und ich darf hinzufügen seit kürzestem auch Autorin. Das nur mal so am Rande. Vielleicht gehen wir da noch mal weiter drauf ein gleich. Esther du beschäftigst dich wahrscheinlich mit sehr, sehr vielen Dingen in deinem beruflichen Alltag, aber vor allem und auch damit, wie wir Onlinekurse und digitale Produkte rechtssicher gestalten können. Und darum soll es heute hier in diesem Podcast Interview auch gehen. Du bist darüber hinaus eine unfassbar sympathische und tolle Person. Wir arbeiten nämlich schon eine Zeit lang zusammen und wir kennen uns auch, weil wir beide im Bereich Online Business tätig sind. Aber bevor ich noch versuche, das noch genauer zu beschreiben, fasse es doch vielleicht noch mal in deinen eigenen Worten zusammen. Was würdest du denn sagen? Wer du bist und was du so machst? Esther-Maria Roos: Das ist immer schwer über sich was zu sagen, vor allen Dingen, wenn man auch so sympathisch vorgestellt wurde. Ja, das stimmt. Ich bin Rechtsanwältin, ich bin auch Mediatorin und ich bin auch Coach. Und in meiner Kanzlei vertrete ich eben sehr viele Kreative und eben auch Coaches, aber eben in diesem Bereich, dass rund um das Business, sagen wir mal, und das können ganz unterschiedliche Sachen sein. Das sind urheberrechtliche Fragen, das können markenrechtliche Fragen sein. Aber es geht eben auch zum Teil um das Erstellen von Online Kursen und Online Produkten oder digitalen Produkten. Das ist auch in der letzten Zeit tatsächlich etwas, was häufiger vorkommt, weil es eben tatsächlich für viele ein Thema ist. Und ja, das ist eine Tätigkeit, mit der ich eben auch immer wieder zu tun habe. Laura Roschewitz: Dann lassen wir doch mal die Katze aus dem Sack. Denn seit noch nicht allzu langer Zeit können wir an das Rechtsanwältin, Mediatorin und Coach auch noch den Begriff und ich tue es jetzt einfach mal, ich bin mal so groß Autorin hintendran hängen. Ich weiß es. Du hast ein Buch geschrieben und veröffentlicht. Was für ein Buch ist das? Esther-Maria Roos: Ja, das Buch ist ein Praxis Leitfaden für Online Kurse. Und zwar geht es eben tatsächlich um dieses Thema Online Kurse rechtssicher zu gestalten. Es geht darum, eben quasi in dem Entstehungsprozess des Online Kurses, den man hat, von der ersten Idee bis eben zum Veröffentlichen, die Schritte, die man tut, so ein bisschen auch juristisch zu reflektieren. Denn in jedem Arbeitsstadium fallen die ein oder anderen Fragen an und aus meiner Praxis weiß ich eben, dass häufig auch am Anfang dann viel Verwirrung herrscht, weil es doch ein großer Berg ist oder zumindest so scheint. Und viele und viel Arbeit ist es natürlich auch immer einen Onlinekurs zu erstellen und sich dann das überschlägt und viele Ersteller/Erstellerinnen dann eben auch irritiert sind. Was muss ich als erstes machen und muss ich jetzt eine Marke anmelden und muss ich jetzt schon AGB schreiben? Und sie haben noch nicht mal einen Titel und Sie wissen noch nicht mal kaum, was in dem Onlinekurs vorkommen soll. Und um das so ein bisschen vielleicht auch zu entzerren und auch zu gucken, was kann ich an welcher Stelle machen, welche Dinge kann ich aber vielleicht auch Parken und muss sie eben, kann sie auch später erst machen. Das habe ich versucht in dem Buch darzustellen, sodass man eben so ein bisschen diesem Schaffensprozess oder Erschaffungsprozess eines Online Kurses durchläuft und an bestimmten Stellen eben auch weiß okay, ich muss mich jetzt tatsächlich hier mal um die Datenschutzerklärung kümmern oder ich muss mich tatsächlich bei einer Umfrage mit, wenn ich Kunden befrage, um vielleicht ein Thema zu vertiefen, muss ich mich um das Thema Datenschutz in irgendeiner Form kümmern. Und ich brauche vielleicht auch ein Impressum auf der Website. Aber ich muss jetzt noch keine AGB haben, zum Beispiel, oder ich muss jetzt noch keine Marke anmelden, auch wenn das grundsätzlich eine sinnvolle Sache ist. Aber vielleicht ist die Situation erst noch die, dass ich erst mal noch über andere Dinge spezieller Bescheid wissen muss, über mich und mein Produkt. Und dann kann ich das parken. Und dazu muss man eben so ein bisschen Hintergründe haben. Und die versuche ich in dem Buch eben zusammenzustellen. Ein durchaus intensiveres Kapitel geht auch um die Inhalte. Also natürlich haben wir alle, wenn wir Online Kurse schaffen, auch Inhalte und viele davon werden selbst produziert. Und da kommen halt auch immer die Fragen, welche Rechte habe ich selbst? Was passiert mit denen? Wer darf das nutzen? Oder darf das überhaupt jemand nutzen? Aber umgekehrt vielleicht auch, was darf ich nutzen, wenn ich jetzt irgendwas ein tolles Bild habe irgendwo und das gerne nutzen möchte oder tolle Texte, kann ich die einfach so nehmen? Wenn ich dann vielleicht mal einfach nur schreibe von wem was ist? Oder müsste ich das tatsächlich anderweitig lizensieren? Und diese Themen und auch das ein bisschen zu verstehen, das und da kümmert sich das Buch auch drum. Laura Roschewitz: Das heißt also erst mal Hurra! Herzlichen Glückwunsch! Ich glaube, ein eigenes Buch zu schreiben ist zumindest für viele auch Selbstständige, die Gretel und ich auch begleitend so was wie ein Big Five for Life. Irgendwie ein Lebensziel. Ein Wunsch als Selbstständiger, sich auch mit dem eigenen Expertenwissen zu positionieren und herauszutreten. Und ich glaube, wir wissen auch alle, dass das nicht so ganz easy peasy Prozess ist, sondern mit Höhen und Tiefen und sich auch manchmal etwas hinziehen kann. Deswegen erst mal herzlichen Glückwunsch zur finalen Veröffentlichung deines Buches. Das kann jetzt über die bekannten Plattformen gekauft werden und wir verlinken es natürlich auch hier drunter. Sei schon mal angekündigt in den Shownotes. Also wenn du jetzt schon weißt, ich bin hier gerade am Entwickeln von einem Onlinekurs und es macht mir die ganze Zeit Bauchweh, was ich eigentlich so brauche und was ich nicht brauche und was wirklich wichtig ist. Dann klick schon mal unten in die Shownotes und schau dir auf jeden Fall jetzt direkt schon mal Esthers Buch an. Was mich dann mal interessieren würde, vielleicht so zum Einstieg, was würdest du sagen? An wen richtet sich das Buch? Oder wer ist so prädestiniert dafür, diesen Bereich sich mal rechtlich ein bisschen anzuschauen? Uns hören ja, ganz unterschiedliche Menschen zu in der Gründung oder Menschen, die da schon lange selbstständig sind, von Coaches über analog tätigen Menschen, Handwerker:innen, Friseur:innen, aber auch viele Menschen wie VAs oder Menschen, die eben ihr Business skalieren wollen und sagen, ich möchte eben über einen Kurs oder so was eben ein Einkommen generieren, was würdest du da vielleicht mal uns noch mal für eine kleine sozusagen Vorselektion mitgeben? Esther-Maria Roos: Das Buch ist gut geeignet für alle, die sich so ganz zum allerersten Mal an einen Kurs wagen. Das kann sein, dass das jemand ist, der durchaus schon als Selbständiger/Selbständige erfahren ist, aber halt eben noch keine Online Kurse veröffentlicht hat und das erstmalig macht. Es kann auch sein, dass es jemand ist, der vielleicht schon auch mal einen Testballon in Anführungszeichen gestartet hat, gemerkt hat, aha, das geht. Da habe ich auch ein Thema oder vielleicht sogar mehrere. Und ich habe auch eine Zielgruppe und möchte das jetzt so ein bisschen strukturierter machen. Und eben für alle, die quasi im Schaffensprozess sind und vielleicht auch im frühen Schaffensprozess sind. Dennoch ist es auch so, dass sicherlich auch der eine oder andere, der schon ein bisschen mehr Erfahrung hat, noch was mitnehmen kann, um eben vielleicht noch mal seine Prozesse vielleicht auch noch mal anguckt oder eben noch was überprüfen kann, was optimieren kann. Das ist sicherlich da auch gegeben. Es ist tendenziell aber eben vielleicht für den Einsteiger gedacht, um in so ein paar Schritte dann auch begleitet zu gehen und nicht den Überblick zu verlieren. Laura Roschewitz: Apropos Überblick verlieren, was kannst du aus deiner Expertise sagen, wenn wir jetzt bei uns Selbstständige, Solo-Selbstständige, Unternehmerinnen in der Online Bubble im weitesten Sinne, wo wir ja auch beide zu Hause sind, nehmen? Was sind vielleicht so…? Du hast eben schon das Thema AGB einmal gesagt, was sind noch, hast Du noch mal so 2, 3, 4 Themen, die so der Klassiker sind, wo wirklich die Menschen verunsichert sind, sich vielleicht auch gar nicht trauen, einen Onlinekurs zu machen, weil sie denken, irgendwas ganz großes, rechtliches steht da im Weg oder wo sie vielleicht auch deine Hilfe in Anspruch nehmen oder verwirrt, verunsichert sind. Was sind so die Topthemen? Esther-Maria Roos: Also Thema AGB und Datenschutzerklärung. Das ist natürlich, das sind so ein bisschen die, die Mentor Brenner auch tatsächlich immer ein bisschen diffizil sind, also gerade AGB. Das hängt immer dann doch sehr davon ab, was man für ein Produkt hat. Da muss man also doch ins Detail gehen. Und das ist dann auch nicht ganz so pauschal auf den ersten Blick zu sagen, aber zumindest kann man so ein bisschen die Systematik verstehen. Dabei hilft das Buch definitiv auch und. Also Datenschutz ist auch immer so ein Thema, was bei vielen ja so ein bisschen Angst hervorruft. Und die, was ich aus meinen Erfahrungen schon auch weiß, ist, dass eben sehr viele auch nach dem Thema Marke fragen, das passiert früh. Und weil Sie vielleicht eine sehr schöne Idee haben für einen Titel für Ihren Onlinekurs oder Ihr Business im weitesten Sinne und damit eben natürlich auch rausgehen wollen. Das kann dann natürlich auch dazu führen, dass sie unter Umständen auch anderen auf die Füße treten, die vielleicht so eine Marke sogar schon haben. Das heißt also, dass dieses Thema Marke ist, etwas, was am Anfang auf der einen Seite viele beschäftigt, weil sie eben ganz begeistert von ihrem Namen sind und gerne auch den natürlich sichern möchten und auch Angst davor haben, dass ihnen der geklaut wird. Auch das ist nicht ganz unberechtigt. Gleichzeitig ist es manchmal wiederum aber auch so, dass sie sich nicht so informieren, dass sie sagen, ah vielleicht hat jemand anders ja so einen ähnlichen Namen und dann merken, oh, erst später unterwegs. Und das ist ein Thema. Das nächste Thema ist, das heißt also hier zu überlegen, wann ist es sinnvoll, überhaupt über Marken nachzudenken, für die eigene Marke, aber vielleicht auch einen Check zu machen, dass ich selber nicht jemand anderem quasi in die Quere komme. Ein anderes Thema sind eben sehr häufig Inhalte. Das heißt also zu überlegen auf der einen Seite, da haben eben viele auch Sorge davor, wie wird mir mein Inhalt geklaut? Und wenn ich unterwegs bin, wie kann ich meinen Inhalt schützen? Und wo sind eben einfach auch die Grenzen des Schützens? Aber was ist, wenn ich vielleicht tatsächlich irgendwie eine besondere Methode vielleicht entwickelt habe oder glaube, das entwickelt zu haben? Darf ich das? Oder solche Fragen tauchen da auf, dann gibt es das ist ein bisschen später, quasi im Prozess. Das ist häufig dann bei der Thematik der Werbung ein Thema, der Umgang mit Zitaten nämlich eben natürlich gerne auch mit Zitaten aus von berühmten Leuten zu agieren, um den eigenen Kurs zu bewerben oder um die eigene Plattform in irgendeiner Form herauszustellen. Also über rechtlich nicht ganz so trivial geht eben eigentlich nicht. Das heißt, da muss man so ein bisschen drauf achten, was man da tut. Und wie gesagt, eigentlich geht es eben nicht in dem Maße, in dem es viele gerne tun möchten. Das ist also, das ist gerade auch bei der oder auch wenn ich eben Testimonials von Teilnehmern nutzen möchte, dass man das eben auch absichert. Das ist auch eine, das ist eine wichtige, eine wichtige Thematik. Und da habe ich eben vieles zusammengestellt. Also ich versuche diesen Weg des Online Kurses von der allerersten Idee, bis man ihn dann eben auch veröffentlicht und verkauft und vielleicht auch einen Nachklapp hat, in Anführungszeichen ein bisschen zu durchlaufen. Laura Roschewitz: Ja super, super spannend. Die Punkte liste ich auch gerne nochmal in den Shownotes auf. Wenn ihr hier jetzt noch mal nachgucken will und Link zu dem Buch auch noch mal, worum es da geht, weil das sind ja natürlich so die Top, die Top Five Top Ten, die wahrscheinlich auch immer wieder aufkommen und die, so ist auch unsere Erfahrung, ja für viele auch einfach so ein dauerhaftes Bauchweh irgendwie machen, so ein Gefühl von ich bin da nicht so ganz sicher. Was darf ich eigentlich, was nicht? Und das kennen wir alle. Das kostet einfach total viel Energie, wenn man sich da unsicher ist. Esther-Maria Roos: Ein weiterer, vielleicht noch letzter Punkt, den betrachte ich auch in dem Buch ist eben die Frage, wie veröffentliche ich meinen Onlinekurs überhaupt? Da gibt es sehr viele Möglichkeiten. Ich kann es natürlich selbst hosten, ich kann Plattformen nutzen, ich kann irgendwie über mein Facebookprofil oder sonstige Online Social Media Profile kann ich so etwas versuchen zu hosten, da gibt es also diverse Möglichkeiten. Auch diese Möglichkeiten haben alle ihre Vor- und Nachteile und haben in der Regel so ein paar rechtliche Besonderheiten und das zeige ich eben auch auf. Wofür man sich dann entscheidet, das ist dann durchaus eine Frage der eigenen Situation, der eigenen Vorliebe, da kann man dann seine eigene Entscheidung treffen. Aber eben hier an der Stelle, sich zu überlegen, was sind eigentlich die Vor- und Nachteile bestimmter Veröffentlichungsformen und was möchte ich da machen? Wie gesagt, eine Entscheidung kann ich niemandem abnehmen. Das ist auch nicht Sinn der Sache, sondern es ist vielmehr so, dass man sich eben entscheiden kann und ein bisschen versteht, wo die Unterschiede liegen. Laura Roschewitz: Ja, super, super spannend. Das glaube ich für viele auch ein großes Thema, dieses selbst bei mir hosten auf der Webseite, brauche ich dann unteranderem noch ein Plugin bei irgendeinem Zusatz trallala. Mache ich es mit einer Plattform wie digi oder elopage? Das sind so Fragen, die ja auch ganz, ganz, ganz oft wirklich aufkommen und glaube ich auch relevant sind. Und vor allem all diese Fragen sorgen ja dafür, dass Menschen, die zum Beispiel bei uns in der Mastermind sind, sich da nicht trauen, damit rauszugehen, weil sie sich da einfach unsicher sind und eigentlich tolles Material haben, aber dann eben unsicher sind, ob sie damit irgendwie was falsch machen können oder so. Apropos falsch machen und auch so ein bisschen Schwierigkeiten. Mich würden auch mal interessieren. Uns hören ja sehr viele Selbstständige zu und interessiert mich auch einfach persönlich als Laura Roschewitz. Wie war es denn für dich als Unternehmerin, Esther Maria Roos, jetzt ein Buch zu schreiben, das finde noch mal so. Also du bist ja sonst Rechtsanwältin, das ist jetzt nicht direkt Autorin, nicht direkt kreative Freischaffende, sondern sozusagen noch mal was anderes. Und da ich von so vielen weiß, dass es für sie so ein großer Traum ist, magst du uns da vielleicht noch mal so ein, zwei Esther Insights geben, wie es für dich war, dieses Buch zu schreiben? Esther-Maria Roos: Ja, das ist so eine Mischung aus… Ja, das ist so, wie man sich vielleicht auch eine Berg- und Talfahrt umschreibt das wahrscheinlich ganz gut, auch wenn es vielleicht ein bisschen abgegriffener Prozess ist. Ich hatte die Idee, hatte dann irgendwann die auch den Verlag gefunden, dafür, das lief soweit alles ganz elegant und geschmeidig durch. Es gab dann auch ein Konzept und so und dann denkt man ja, oh, alles super. Das schreibt sich dann doch mal eben so weg, weil ich kenne ja immer. Und so weiter. Das ist dann nicht ganz so einfach, das heißt der Weg des Schreibens, selbst wenn es jetzt ein Fachbuch ist und man vielleicht jetzt nicht um die richtige kreative Form ringen muss, wie es vielleicht ein fiktionaler Autor tun muss. Aber auch das hat natürlich dann eben so seine Hoch- und Tiefpunkte. Es kam in der Zeit dann auch noch einige rechtliche Veränderungen, die auch durchaus in diesem Thema relevant sind, sodass ich dann ein paar Sachen auch immer wieder noch mal ergänzen musste oder ändern musste, damit das Buch sich nicht überholt oder nicht zu schnell überholt, wenn es dann rauskommt. Gewisse rechtliche Änderungen gibt es immer, aber wie gesagt, hier gab es eben in relativ kurzer Folge Verschiedenes, was wichtig war und dann eben manchmal auch tatsächlich dann am Schluss doch kreativ darum zu ringen. Wie kann ich jetzt was darstellen für den Leser, damit es auch irgendwie ein Mehrwert hat oder damit man was gut nachvollziehen kann oder so was? Das war dann doch eine Herausforderung und vielleicht geht es und da geht es auch immer noch besser. Und da gibt es sicherlich auch immer noch mal eine rundere Lösung und aber das hat auf der einen Seite Spaß gemacht und auf der anderen Seite, sitzt man manchmal auch ganz verzweifelt dann vor irgendeiner Grafik und wer soll das denn jetzt? Wie soll ich es denn noch anders machen, oder? Nee, das ist es nicht. Aber wie könnte es noch besser sein und so? Und dass das dann eben auch in Anführungszeichen auszuhalten, das ist durchaus dann auch eine Herausforderung. Das ist intensiv und wie gesagt, das macht Spaß. Und hinterher, wenn man das dann, wenn man da durch ist, dann sind die Mühen auch vergessen. Aber es gibt dann so Phasen, wo man dann das Buch auch kurzfristig nicht leiden kann und sich eigentlich. Laura Roschewitz: Vielleicht ist das ist eine kleine Hassliebe, wie mit manchen Projekten, so als Selbstständige. Das kennen bestimmt auch viele, die jetzt große Ohren haben, weil sie gerade irgendwie mitten in dem Prozess sind, ein Onlinekurs zu entwickeln. Auch das ist ja für viele und da kann ich mich auch mit einbeziehen, auch manchmal so eine Hassliebe, weil man irgendwie noch ein Video aufnehmen muss und noch das machen und eigentlich denken, Ach, wie kann ich jetzt noch besser machen? Dann habe ich mich verhaspelt und muss nochmal neu anfangen oder wie auch immer. Also diese Stolpersteine, die du da beschreibst, die gibt es ja auch in ganz vielen Bereichen für uns Selbstständige. Esther-Maria Roos: Die gibt's letzten Endes auch bei Online Kursen, da sind sie dann vielleicht ein bisschen anders, aber letzten Endes da auch, weil man möchte ja eben ein rundes Produkt und etwas abgeben, etwas, was eben für diejenigen, für die es gedacht ist, auch hilfreich ist. Und dann gibt es eben immer mal so diese Punkte, wo es hakt oder wo es nicht so schnell geht oder eben auch gar nicht vorangeht. Und oder man gibt es jemandem zu lesen, der dann irgendwann, und ist da total stolz drauf, weil man dachte, man hat jetzt hier den Stein der Weisen gefunden und sie schaffen es. Das habe ich jetzt noch nicht so verstanden. Ist wahrscheinlich auch erst dein erster Entwurf und ich dachte, Nein, habe viel drüber nachgedacht und das wie gesagt, also diese kleinen Rückschritte und so, diese, die gibt es auch, aber das ist genau auch das, was hilfreich ist und aber ich kann auch wie gesagt jedem empfehlen diesen Weg zu gehen. Also wer das machen möchte, das geht schon und das ist machbar. Aber es ist vielleicht manchmal auch ein ist es ein bisschen beschwerlich, aber man kommt da schon durch. Das kann ich vielleicht mitgeben und es ist ein sehr schönes Gefühl, das dann hinterher in den Händen zu halten. Laura Roschewitz: Wird es von dir noch ein weiteres Buch in deinem Leben geben. Esther-Maria Roos: Kürzlich meinte eine Bekannte, die schon mehrere Bücher geschrieben hat. Sei dir klar, es wird nicht besser bei den anderen Büchern. Aber ich habe schon ein paar Ideen für was Neues. Es kann auch gut sein, dass das Buch noch mal Ergänzungen erfährt, weil natürlich auch die rechtliche Situation sich fortentwickelt und weil vielleicht das eine oder andere, wenn ich dann sage, das könnte man vielleicht noch ein bisschen besser beleuchten. Das man das ergänzt, also diese Erweiterung des Buches, ist durchaus denkbar. Und wie gesagt, es gibt auch durchaus noch ein paar andere Themen. Die einen für die ein Buch, für die es noch kein Buch gibt und wo ich Ideen hätte. Das lasse ich jetzt aber erst mal auch noch mal ein bisschen ruhiger angehen. Aber es gibt Ideen im Hinterkopf. Laura Roschewitz: Das interpretiere ich als ein Ja. Vielleicht gibt es ja die eine oder andere, die schon auf Bestellen geklickt hat und sondern das Buch gucke ich mir unbedingt an, um mich sicherer zu fühlen in dem Bereich Onlinekurs und digitale Produkte. Erzähl uns doch vielleicht zum Abschluss noch mal, was kann Frau denn machen, wenn sie das Buch gelesen hat und sagt: Hey, super, hier 3/4 Fragen schon beantwortet, aber beim Thema, ich sag mal Marke, da würde ich gerne noch mal tiefer einsteigen. Da braucht es glaube ich wirklich eine rechtliche Beratung. Wie kann man denn darüber hinaus noch mit dir arbeiten? Wie stehst du zur Verfügung? Wie begleitest du Menschen, die eben ein Online Business haben und nenn uns doch gerne auch noch mal, weil es ist ja ein Podcast und viele hören uns vielleicht gerade beim Wäsche falten. Nenn uns doch nochmal deinen ganzen Namen und das, was man bei Google eingeben kann, um dann zu dir zu finden. Esther-Maria Roos: Also vielleicht erst zum Inhaltlichen. Also wenn jemand nach der Lektüre des Buches oder vielleicht auch schon parallel sagt, es gibt ein Thema, wo ich gerne mich intensiver zu austauschen möchte, was ich vielleicht, wo ich mich beraten lassen möchte. Dann stehe ich dann natürlich gerne zur Verfügung und da gibt es dann unterschiedliche Möglichkeiten, ob das die Überarbeitung von etwas ist, die Prüfung eines Vertrages, eines Konzeptes, aber natürlich auch das Erstellen oder das Anmelden von Marken. Das ist alles möglich. Das können wir dann einfach bilateral besprechen. Das ist kein Problem. Und wenn man das besprechen möchte, dann kann man mich erreichen unter der eben über meine Website. Das ist wahrscheinlich der zentralste Anlauf Ort. Das ist dann www.kanzlei-roos.de. Das ist die Anlauf Adresse, wo man dann auch meine Kontaktdaten findet und die Email und sich melden kann. Laura Roschewitz: Super. Also Roos mit Doppel-O. Weil manchmal ist es ja nicht ganz einfach, das mitzuschneiden. Aber wie gesagt, alle Kontaktdaten zu Esther findet ihr auch in den Shownotes. Ansonsten, wenn ihr irgendwelche Fragen habt, kommentiert auch gerne hier mal unter der Podcastfolge, wenn ihr die auf Facebook oder YouTube seht, was eure Fragen sind. Wir reichen das super gerne an Esther weiter oder schreibt uns per PN oder DM an, ihr kennt ja die Wege, wie ihr uns erreichen könnt. Und dann wünsche ich euch erst mal an dieser Stelle ganz ganz viel Erfolg und weniger Bauchweh bei dem Thema rechtssichere Online Kurse. Und dir, liebe Esther, danke ich sehr, dass du dir Zeit genommen hast, uns und unserer Community einmal davon zu berichten, wie es ist, ein Buch zu schreiben und was wir tun können, um unsere Online Kurse rechtssicher zu gestalten. Vielen Dank für deine Zeit. Esther-Maria Roos: Ja, ich danke für die Einladung und wenn es Fragen gibt, freue ich mich ganz natürlich auch drauf und meldet euch gerne und dann sehen wir schon. Laura Roschewitz: Genau, ich kann euch nur empfehlen. Es hat uns schon sehr geholfen und beraten und begleitet. Deswegen warme Empfehlung hier. Also schnappt euch das Buch und meldet euch bei Esther, wenn ihr Fragen habt, weil es gibt einfach viele Fragen, die kann man schneller aus dem Weg räumen, als ihr vielleicht denkt. Und mit fachfrauischer Begleitung geht es tatsächlich ziemlich schnell und zack könnt ihr erfolgreich durchstarten und weitermachen. In dem Sinne, vielen Dank, Esther, euch wünschen wir noch einen schönen Tag und wir hören uns dann ganz bald wieder zur nächsten Podcastfolge mit Laura und Gretel. Bis dann. Ciao! Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie



















