Der Business Podcast - Sales- & Business- Wissen für selbstständige Frauen

Gretel Niemeyer & TEAM | Business Coaching ⚓
555
20.10.2026
Beschreibung
Moin, wir sind das Team von SMASH IT! - dem Business Coaching Programm von und mit Gretel Niemeyer. Unser Motto: "Mehr Geld in Frauenhände". Wir lieben es, Dinge im Butter bei die Fische Style umzusetzen und anzusprechen. - Genau das erwartet dich hier in diesem Podcast Knackiges Business-Wissen direkt in dein Ohr - Tolle Interview-Gäste mit spannenden Insights in ihr Business! Wir geben Impulse für ein erfolgreiches Business, teilen unsere Verkaufs-Tricks und stellen coole Unternehmer:innen vor. Moin um Neun erscheint jeden Dienstag um 9 Uhr Website: https://www.gretelniemeyer.com Instagram: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84
Häufig erwähnt
  • Instagram
  • Smash It
  • LinkedIn
  • Moin um Neun
  • Grete
  • Moin
  • Berlin
  • Johanna
  • Euro
  • Theresa
  • Smash
  • Coffee Speed Networking
  • Susanne
  • Laura
  • Corona
Episoden
  1. Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Na, ist Instagram eines dieser schwarzen Löcher, das dich mit Haut und Haaren auffrisst und erst nach Stunden wieder ausspuckt? Dann ist diese Folge für dich! Denn Gretel stellt Instagram-Expertin Claudia Awe ne Menge Fragen, deren Antwort dich interessieren dürften, zum Beispiel: ❓ Wie viele Follower brauche ich, um auf Instagram zu verkaufen? ❓ Geht es nicht auch ohne Reels? ❓ Wie oft sollte ich posten, Stories machen und live gehen? ❓ Wie erkenne ich Trends auf Instagram – und muss ich auf jeden aufspringen? Gretel und Claudia sind sich einig: Für viele Selbständige ist Instagram der perfekte Marketing- & Verkaufskanal – aber nur, wenn er auch richtig genutzt wird. Wie das geht & worauf es ankommt, erzählt Claudia in dieser Folge MOIN um NEUN. Willst du mehr über Claudia und ihre Arbeit erfahren, dann besuch sie auf ihrem sehr witzigen und informativen Instagram-Kanal: https://www.instagram.com/claudia.awe.some/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Gretel Niemeyer: Moin, moin und willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Laura und Gretel. Und ich freue mich ganz besonders, denn ich habe wieder mal einen Gast am Start und das ist niemand weniger als die liebe Claudia Awe. Moin liebe Claudia. Claudia Awe: Hallo, schön hier zu sein. Gretel Niemeyer: Claudia ist für mich die absolute Insta Expertin und Reels Queen überhaupt. Sie wohnt in Hamburg, sie kommt von Rügen. Wichtig, dass man von Rügen und Claudia erzähl uns doch noch mal zwei, drei andere Sachen, die man über dich so wissen sollte. Claudia Awe: Oh gott, schon mit der ersten Frage überfordert. Was sollte man über mich wissen? Ich bin Instagram Expertin und bringe Coaches bei, wie sie sich auf Instagram als Expertin positionieren und wie sie dort natürlich auch Kundinnen finden. Und in meiner Freizeit mache ich gerne Board-Sportarten, sowas wie Skateboarden, Kite Boarden, Snowboarden, also alles, was irgendwie Balance Board. Gretel Niemeyer: Alles, was irgendwie so ein bisschen verrückt ist. Claudia Awe: Genau. Ich bin sehr aktiv und genau, ähm, verbringe meine Freizeit am liebsten am Strand mit meiner Familie. Gretel Niemeyer: Wunderbar. Da kann ich auf jeden Fall einen fetten Haken dran machen. Ist bei mir ja ähnlich. Und sag mal, wie wird man eigentlich Instagram Coach? Also das gibts ja nun als Jobbeschreibung sowieso noch nicht so wahnsinnig lange. Wie kam das bei dir, dass du irgendwann gesagt hast: Ja, also ich such mir auf einem Social Media Kanal, der mich irgendwie fesselt, einen Job und baue mir meine Welt, wie sie mir gefällt. Wie kam es dazu? Weil dafür gibt es ja keine Jobdescription oder gab es zumindest zu dieser Zeit noch nicht. Claudia Awe: Genau. Also hätte mich damals auch jemand gefragt: Was willst du werden? Da gab es die Antwort Instagram Coach halt noch nicht. Genau. Ich war acht Jahre lang in einer Firma in einem japanischen Unternehmen, ähm, Marketing. Und dort habe ich Produkt und Eventmanagement gemacht. Und da haben wir dann eines Tages eine Schulung bekommen über Social Media. Da dachte ich so geil, also ich war richtig, ich war richtig gecatcht. So, und dann wollte ich das alles ausprobieren und das habe ich auch gemacht. Wenn ich dann in Urlaub gefahren bin, habe ich halt erst mal diese ganzen Instagram Post gemacht mit so Hashtag Liebe. Ein Selfie. Gretel Niemeyer: Hashtag Kiten. Claudia Awe: Pic of the day. So nah. Und dann fing ich an, mich wirklich krass darein zu lesen, noch mehr zu lernen. Und ich war ja dann Produkt und Event Managerin und habe auch Events begleitet und habe da auch das Social Media von unserem Account übernommen, vom Firmen Account. Und dann habe ich dort zum Beispiel die Storys vom Event gemacht und der Typ, der uns anfangs die Social Media Beratung bzw. die Schulung gegeben hat, der hat mir geschrieben, Ey, Claudia, speicher mal all deine Stories ab, die werde ich beim nächsten Lehrgang internen Lehrgang benutzen als Best Practice, weil die so gut sind. Und da wusste ich ja, das ist genau mein Ding und das ist halt so, was alles vereint, was ich irgendwie je wollte. Gretel Niemeyer: Und wie ist es jetzt? Also ich meine, viele Menschen nutzen ja Social Media erst mal privat oder machen sich vielleicht selbstständig und denken sich so: Ja, also ich brauche eine Website und ich brauche einen Blog und ich brauch Facebook und ich brauch Pinterest und Instagram. Und so weiter und so fort. LinkedIn und was da noch alles so rumschwirrt. Wie kann ich als angehender Coach oder angehende Selbständige oder vielleicht auch schon bestehende Selbstständige für mich entscheiden, ob Instagram nun der Kanal ist, der für mich passt? Weil ich glaube, wir sind uns einig, zu vielgleisig zu fahren ist wahrscheinlich sehr schwer. Claudia Awe: Ja, das ist es, also das ist auch sehr überfordernd. Da würde ich auf keinen Fall mit anfangen. Ich würde immer mir 1 bis 2 Kanäle überlegen, auf denen ich starten kann. Und hier ist es wichtig, dass ich zum einen überlege, wo ist meine Zielgruppe unterwegs? Also wer ist überhaupt meine Person, die ich ansprechen möchte und wo finde ich die? Weil ich brauche zum Beispiel nicht auf YouTube lange YouTube Videos machen, wenn meine Zielgruppe viel lieber zum Beispiel einen Blog liest oder einen Podcast hört etc.. Und dann im zweiten Schritt, wenn ich zum Beispiel weiß, was konsumiert meine. Ich sage immer Bayer Persona, also die Person, die ich ansprechen möchte. Im zweiten Schritt dann zu überlegen was sind überhaupt meine Stärken? Ähm, wo kann ich zum Beispiel oder womit fühle ich mich auch wohl? Zum Beispiel LinkedIn ist überhaupt nicht meine Plattform, weil da alle sehr professionell euphorisch sprechen und was wahrscheinlich auch so ein kleiner Mindfuck von mir ist. Aber wo ich immer das Gefühl habe, ich müsste mich so ein bisschen verstellen und da merke ich, das passt nicht zu mir. So bei Instagram kann ich halt gucken, welche Stärken habe ich zum Beispiel Reels drehen, meine Kreativität da rauslassen. Ist halt für mich so ein easy Ding. Das könnte ich jetzt zum Beispiel auf LinkedIn nicht rauslassen, da auch zu schauen, was sind meine Stärken und wie kann ich meine Stärken auch in den Content verpacken und wo gibt es diesen Content? Ja, und dann im dritten Schritt natürlich auch alles recyceln was man macht. Gretel Niemeyer: Ja, stimmt, an dem Schritt arbeite ich noch. Jetzt ist es ja so, du hast gerade schon gesagt Reels drehen, das ist das was deine Stärke ist, das fördert deine oder du kannst deine Kreativität nutzen und so weiter und so fort. Und es ist ja so, wenn man eine dieser Plattformen nutzt. Wenn wir jetzt von Instagram reden, dann kommt man ja an den Features oder Tools oder den Formaten dieser Plattform nicht dran vorbei. Und ich habe gerade bei Reels so das Gefühl, dass viele sich dagegen sträuben, dass viele denken: Ah, das ist so schwer. Ich weiß nicht, wie das geht, das ist so zeitintensiv. Und ich erinnere mich so ein bisschen vor ein paar Jahren, als Instagram von nur Posts auf Stories umgestellt hat. Keiner wollte Stories machen, alle hatten irgendwie so: Was soll das jetzt? Wir sträuben uns dagegen. Und wenn ich da eins gelernt habe, dann ist halt so: Ja, du kannst dich dagegen sträuben, aber wenn du die Plattform nutzen möchtest, musst du die Formate nutzen, die es dort gibt. Wie kann man sich denn an Reels rantasten? Ich bin ja selber sehr, mal läuft es gut, mal nervt es mich total. Wie kann man so die Berührungsängste davor verlieren oder was bringst du zum Beispiel auch deinen deinen Kundinnen in deinem Reels-Kurs bei? Weil, also die Frage ist einfach, was hält Menschen davon ab, das auszuprobieren und wie kann man sie sozusagen da ins Tun bringen? Claudia Awe: Hm, ich habe von dir gestern so einen schönen Post gesehen. Verkaufen ist 50 % Handwerk und 50 % Mindset. Bei den Reels ist es im Endeffekt genauso. Na also. Kannst du dich noch das erste Mal. Hast du ein Führerschein? Ja. Gretel Niemeyer: Ja, ch habe mehrere Führerscheine. Claudia Awe: Kannst du dich noch an die erste Fahrstunde erinnern, wo du da in diesem Auto sahst. Und wenn du noch nicht vorher schwarz gefahren bist, dann sagt der Fahrlehrer zu dir: So, jetzt machst du den Blinker an. Und der Scheibenwischer geht los. Dann willst du zum Beispiel rückwärts einparken und da musst du erst mal die Musik leiser stellen, weil du dich konzentrieren willst. Und die ganzen Abläufe, die sind halt gerade am Anfang und auch jetzt in Situationen, in denen du zum Beispiel noch nicht die Strecke 5000 Mal gefahren bist, immer ungewohnt. Das heißt, es fehlt dir diese Übung, dass du es automatisch machst. Und am Anfang hast du natürlich auch hier dir fehlt hier die Technik und das Mindset so von wegen "Ich kann das". Und genau das ist es, wo man halt ansetzen muss. Also zum einen, dass man halt dieses technische lernt Schritt für Schritt beim Reels machen. Und natürlich kann man sich da auch einfach hineinstürzen und austesten. In meinem Kurs ist es halt diese Schritt für Schritt Anleitung, die auch Sicherheit gibt, dass ich weiß, okay, das kommt als nächstes, das kommt auf mich zu. Ich muss jetzt als nächstes das Audio raussuchen. Ich muss jetzt dann als nächstes das und das machen, also dass ich einfach so einen kleinen Fahrplan habe, was ich Schritt für Schritt zu tun habe, weil das gibt einem ja Sicherheit und. Genau da setzt man so an und dass man damit auch so ein bisschen diese, ich sage mal Mindfucks hinter sich lässt. Gretel Niemeyer: Und der Kurs startet ja jetzt demnächst wieder oder? Der Reels-Kurs. Gibt es den jetzt noch mal unterteilt, erzähl mal wie der Kurs bei dir abläuft, für wen der ist, wann man den sozusagen buchen kann, wie es funktioniert. Claudia Awe: Genau. Also den Kurs kann man ab nächster Woche Montag buchen. Das ist der 12. Gretel Niemeyer: Ich wollte gerade sagen, der 12. Das wird hier erst ein bisschen später ausgestrahlt. Claudia Awe: Also genau ab dem 12.09. kann man den Kurs buchen und der wird, der Anfängerkurs wird zweimal stattfinden, da wird es zwei Termine geben, so dass es für alle am besten möglich ist, dran teilzunehmen. Und dann gibt es noch einen fortgeschrittenen Kurs. Der Anfängerkurs ist halt, wenn man noch überhaupt keine Erfahrung hat mit Reels. Das heißt, wenn ich vor einem großen Berg stehe, wie du immer sagst, und überhaupt nicht weiß, wo man anfangen soll, wenn man so ein bisschen diesen Druck hat. Ich müsste ja mal ein Reel machen, aber ich habe halt keinen Plan, wo ich überhaupt anfangen soll. Und der fortgeschrittenen Kurs ist dann um tatsächlich, ja, wenn ich halt schon Reels mache, aber merke: Sag mal, Claudia sagt da, da gibt es andauernd Reichweite und bei ihr gucken da irgendwie 10.000 Leute die Reels und da kommen auch neue Follower und neue Kundinnen. Warum klappt das bei mir nicht? Dass man halt auch schaut, da kann man ansetzen und weitermachen. Gucken. Wie könnten deine Reels so performen, dass du auch Kund:innen davon gewinnst? Gretel Niemeyer: Okay, cool. Ja, cool. Also schreibt es euch hinter die Ohren oder kontaktiert Claudia direkt einmal, die Kontaktdaten hat, habt ihr natürlich in den Shownotes und guckt, ob dieser Reels-Kurs was für euch ist. Dann finde ich es auch richtig cool, dass dein erklärtes Ziel ist, über Social Media zu verkaufen. Also du nennst es Selling on social, weil ja let's face it für uns als Selbstständige, als Unternehmerin ist Instagram ja wahrscheinlich leider auch so ein Kanal, wo wir einfach mal ein paar Stunden verdaddeln. Aber im Großen und Ganzen soll es für uns ja ein Marketing und Verkaufs Kanal sein. Und da höre ich immer wieder. Ja, aber ich habe noch nicht genug Follower, als dass das klappen könnte. Und das wär totaler Käse. Wenn wir die richtigen Follower haben, dann können wir auch mit wenigen Followern verkaufen. Hast du da vielleicht mal so ein Beispiel, wo das gut geklappt hat? Weil klar, du hast jetzt zweieinhalbtausend Follower, ich habe auch 800. Würde sagen, das ist schon eine ganz gute Zahl. Aber weil wir gerade gesagt haben, das ist auch so ein Mindfuck Ding, vielleicht hast du eine Entschuldigung, ja, ich habe ja erst drei oder 400, da kann man ja noch nicht erwarten, dass man da Kundinnen generiert. Hast du vielleicht mal ein Beispiel von deinen Kundinnen, wo das mit wenig Followern gut geklappt hat? Claudia Awe: Hm, also zum Beispiel Friederike. Die hatte zum Beispiel 200 Follower, die hat ja immer Kunden und Kundinnen angezogen, also immer wieder. Und ähm, ich kann auch mal ein Gegenbeispiel dazu nennen. Ich hatte 350 Follower und mein Fehler war es, mit Expertinnen Content verkaufen zu wollen, was man ja immer denkt, ich muss Expertinnen Content raushauen. So, und dann kommen die Leute und kaufen bei mir. So ist es ja nicht. Das heißt es ist eigentlich egal, wo die Followerzahl ist. Ich habe es auch mit 2500 Leuten schon verkackt. So auch das passiert noch. Da muss man sich das immer vorhalten. Das kann passieren, wenn man zum Beispiel einfach die falschen Produkte rausbringt. Aber wenn ich das nicht teste, dann ja, dann weiß ich halt auch nicht, ob es funktioniert oder nicht. Das heißt, es muss halt einiges stimmen. Aber wenn man zum Beispiel der Kundschaft bzw den Kund:innen gut zugehört hat und auch mal schaut was wollen die? Wo sind deren Schmerz Punkte? Dann kann man auch mit 200 Followern wirklich gute Umsätze machen. Und ich weiß auch bei dir, ich glaube, du hattest 500 Follower. Du hast zu mir gesagt: Ey, Claudia, ich bin ausgebucht, ich habe gar keinen Bock mehr. Ich weiß überhaupt nicht, warum Leute ausgebucht sein wollen. So und na und das kommt halt auch drauf an, wie ist die Verkaufs Routine? Ich habe zum Beispiel damals den Fehler gemacht 350 Follower und habe einmal von meinem Angebot gesprochen und habe gesagt okay, das hat jetzt jeder gesehen. Und auch hier noch ein Post von dir. Dass die meisten ja ab 5 bis 12 Kontaktpunkten kaufen, also 80 % kaufen bei 5 bis 12 Kontaktpunkte. Also wenn du einmal von deinem Angebot erzählst, ist es halt nicht so, dass es jeder gesehen hat. Aber mein Mindfuck damals hat mir das so erzählt. Gretel Niemeyer: Ja, ja, also absolut. Auch da braucht es beim Verkaufen wie auf Instagram halt eine Routine und ich finde, es darf auch diesen Shift geben zu sagen, das ist jetzt mein Marketing- oder Verkaufs-Kanal, das heißt, ich möchte darüber verkaufen. Ich erlaube mir, darüber zu verkaufen, ich erlaube mir, über mein Angebot zu sprechen und so weiter. Weil oft ist das ja so der erste Schritt, so dieses sich trauen sich zu zeigen und wirklich darüber zu reden. Da kann ich einen sehr schönen Post von dir empfehlen, diese Fehler beim Verkaufen 5/16 Fehlern beim Verkaufen. Also wenn ihr mögt, schmökert da mal rein. Weil ohne diese Sichtbarkeit geht es halt nicht und bringt mich auch direkt zur nächsten Frage. Wir sagen ja immer okay, wir können Social Media schon irgendwie auch so nutzen, wie es zu uns passt. Also es gibt. Also du musst bei Reels jetzt nicht davorstehen und tanzen oder so oder man kann das ja schon ein Stück weit an sich anpassen. Aber was würdest du sagen sind so Non negotiable auf Instagram, damit es funktioniert? Was braucht es? Es gibt ja auch Leute, die sagen: Ja, es braucht 20 Posts pro Woche und 100 Reels und 20 Millionen Stories und weiß ich nicht was. Aber was würdest du sagen, ist so die Grundlage, das Grundrauschen, dass es wirklich braucht, um Instagram, also damit Instagram für jemanden als Business Kanal funktioniert? Claudia Awe: Ja, also tatsächlich bin ich kein Mensch von Du musst täglich posten, sondern du musst regelmäßig posten. Und hier meine ich Posts oder Reels. Aber ich bin der Meinung, man sollte sich täglich in den Storys zeigen, da auch wenn man da mal einen Tag hat, wo man sagt: Ey, ich fühle mich gerade nicht so! Völlig in Ordnung. Aber genauso kann man auch diesen Tag nehmen und sagen: Ey Leute, ich fühle mich heute nicht so! Und das auch mal auf Instagram zeigen. Genau. Und diese Stories, die brauchst du halt, um Vertrauen aufzubauen. Und die sind. Die sind nachher. Ja. Das Zünglein an der Waage, würde ich sagen, denn das sind die, die No Like and Trust aufbauen. Also Vertrauen, Verbindungen, so dass Leute nachher bei dir kaufen wollen. Und das sind auch die, bei denen die Leute merken, passt diese Person zu mir, möchte ich mit dieser Person zusammenarbeiten? Ja, deswegen ist es einfach so ein, ja du musst Instagram Stories machen, da gibt es kein Weg dran vorbei. Und hier ist es auch wichtig, Untertitel. Also das muss ich auch immer wieder dazu sagen, Untertitel benutzen, denn ansonsten klicken die Leute durch und kriegen nichts von dir mit. Und in die Interaktion zu gehen. Das heißt auch wirklich, sich mit deiner Wunschkundin zu unterhalten und nicht nur mit den Leuten, die dir noch nicht folgen, sondern besonders auch mit den Leuten, die dir folgen, besonders mit den Leuten zu interagieren, die schon auf der Party sind. Also ich vergleiche das immer mit so einer, mit so einer Party, wo du quasi Einladungen raus gibst. So, das ist quasi dein Post, du lädst die zu einer Party ein, die Leute kommen zu deiner Party, werden also Follower. Und was machst du mit denen? Du begrüßt die. Hey, willkommen. Gibt ja oft so eine Nachrichten. Schön, dass du in meiner Community bist. So. Und dann darfst du dich auf dieser Party in die Abstellkammer stellen, kriegst vielleicht noch so ein Sektglas in die Hand, so aka Freebie. Und dann darfst du da als Follower in der Abstellkammer mit den anderen warten und ich gehe quasi wieder zur Tür und begrüße Neue. Das heißt, es ist eine richtig beschissene Party. Weil du dich halt nicht um die Partygäste kümmerst und die wollen halt auch, dass du mit denen was machst. Gretel Niemeyer: Okay? Und wenn du, wenn es so Menschen gibt, das halte ich halt auch ab und zu mal bei meinen Freundinnen, die sagen Ja, aber mir fällt es so schwer, mich zu zeigen. Mir fällt es so schwer, mein Gesicht in die Kamera zu halten. Vielleicht fühle ich mich unwohl damit. Vielleicht glaube ich auch, keiner will mich sehen. Was macht man dann? Sagt man dann okay, Instagram ist nicht mein Kanal oder wie kann man daran arbeiten? Claudia Awe: Hm. Man kann sich vorhalten, dass es dann nur ein Hobby bleibt. Ähm. Ja, ich. Es ist immer schwierig. Man möchte natürlich niemanden vor die Kamera zwingen, aber tatsächlich gibt es Mittel und Wege, um das zu schaffen. Ich selbst habe drei Monate gebraucht, um mich zu zeigen und ich habe dann zum Beispiel auch ne Story Challenge entwickelt, die in zehn Tagen, die dich vor die Kamera bringt, die haben auch schon über 250 Leute durchgemacht. Und ja, also wirklich, diese Leute zeigen sich vielleicht nicht immer regelmäßig, aber sie haben es geschafft von. Nee, ich schaff das nicht zu ich steh vor der Kamera und ich sage was. Und dann, wenn dieser Punkt erreicht ist und ich meine erste Story gemacht habe, dann ist es halt dieses Dranbleiben, das Üben, dieses mittlerweile es ich Pudding vor der Kamera, weil es mir einfach egal ist. Aber diesen, diesen Zustand des egal seins, die muss man halt erst mal hinbekommen, indem man dann immer weitermacht, immer am Ball bleibt und immer weiter übt. Gretel Niemeyer: Ja, ja und da ist es ja auch so, dass es manchmal hilft, wenn einem jemand sagt: Bleib mal dran, es wird einfacher. Ja, es interessiert die Leute da, was du machst. Und so weiter. Ich habe mal vor anderthalb Jahren eine Goldschmiedin beraten und meinte auch so: Doch jeder will sehen, was du da machst. Jeder will sehen, wie dein Schmuck entsteht. Jeder will deinen Arbeitsplatz sehen. Jeder möchte dich sehen. Und die war so, boah ne, ganz ehrlich? Glaub ich nicht. Und hat sich dann aber doch getraut. Und die Verkäufe gingen über Instagram um 30 % nach oben. Einfach weil man wusste, wer diesen Schmuck macht, wer dahinter steckt, vielleicht auch, was diese Person für Werte hat, wie's bei der aussieht, wer im Team noch ist. Und so weiter. Also das ist ja genau das, was du sagst. Es baut halt einfach Vertrauen auf und zeigt okay, das ist der Mensch, von dem ich auch kaufen möchte immer dieses people buy from people. Claudia Awe: Ja, und nicht nur das. Also gerade bei Produkten, also wenn wir jetzt nicht bei Coachings sind, aber auch da, also gerade wenn wir diese Produkte zeigen und zeigen, zum Beispiel, wie die hergestellt werden, wie man da zum Beispiel die Arbeit reinsteckt, wie das hinter den Kulissen aussieht, das hebt natürlich diesen Wert des Produktes, weil man weiß, was für Arbeit da drin steckt, man weiß, was für Inhalte da drin sind, man weiß was für zum Beispiel jetzt bei, wenn ich Handtaschen nähe oder so. Man sieht halt einfach, was für Stoffe benutzt werden oder wie zum Beispiel die Nähmaschinen darüber laufen etc. Und das erhöht bei den Menschen natürlich ganz, ganz krass den Wert. Gretel Niemeyer: Ja, total. Ja, genau, weil du einfach siehst, wie deine Tasche genäht wird. Oder du siehst vielfach wie das entsteht. Wie ist das denn? Vielleicht so als letzte, vorletzte Frage. Ähm. Auf Instagram gibt es zig neue Trends, die man ausprobieren kann. Also ich meine, da kannst du ja jeden Tag irgendwie was Neues ausprobieren, was Neues machen. Wie kann ich denn als jemand, dessen nicht Hauptjob Instagram ist, sondern als jemand, der das nur als Verkaufs-Kanal nutzen möchte, wie kann ich denn überhaupt entscheiden, welchen Trend ich da folge? Kann, also warte ich ab und gucke, was sich durchsetzt oder höre ich auf einen Instagram Coach, der so was weiß? Claudia Awe: Also zum einen auf einen Instagram Coach hören. Also ähm bei mir gibt es da zum Beispiel auch die Reels Membership, wo man dann einfach auch die Trends bekommt. Ansonsten empfehle ich, sich einen Timer zu stellen. Also, dass man sich auch nicht in diesem Loch verliert, sondern dass man sagt okay, ich gucke jetzt zehn Minuten Reeles und ich überlege, wie zum Beispiel diese Reels zu meinem Unternehmen passen. Und hier zu gucken, ey, ich muss jetzt nicht von Beyonce das nächste geile Lied nach tanzen, sondern passt dieses Trending Audio. Also das kann ja auch eine Lippen Synchronisation sein. Passt dieses Audio zu meinem Unternehmen, zu meinen Werten und wie kann ich das auf mein Business ummünzen? Und wenn ich da keine Idee habe, dann lasse ich das. Und dass ich aber mir eine Deadline setze von 15 Minuten, wo ich zum Beispiel zwei, drei Audios raus setze, zwei, drei Audios mir speichere und dann einfach im Nachhinein sage, so, und das setze ich jetzt um. Und wirklich. Ja, da auch dran kleben bleibe und nicht dann sage: Ach nee, vielleicht doch nicht. Das ist dann nicht ober thinking, sondern einfach das dann auch durchziehen. Gretel Niemeyer: Sehr gut. Dann musst du zum Schluss noch mal was über dein eins zu eins Mentoring/Coaching erzählen, denn ich habe es ja selber mit durch gemacht. Ich fand es wahnsinnig gut, weil Claudia mir da regelmäßig Arschtritte gegeben hat, Ideen gegeben hat, was ich machen kann, mir Hausaufgaben aufgegeben hat. Und so weiter und so fort. Damit ich wirklich auf Instagram noch mal so einen Schritt nach vorne mache. Und ich habe wirklich von vielen auch so das Feedback bekommen: Hey, so wie deine Storys jetzt sind, wie dein Feed jetzt aussieht, welche Inhalte du teilst usw. Das hat echt einen Sprung nach vorne gemacht und wenn man sieht, dass du daran gearbeitet hast, wie sieht denn dieses eins zu eins Mentoring bei dir aus, Claudia? Claudia Awe: Hm, das eins zu eins Mentoring heißt Insta Preneur und das geht zwölf Wochen lang, dass man einfach auch diese Unterstützung bekommt. Ich zum Beispiel war jemand, der in der Schule nie Hausaufgaben gemacht hat. Ich brauchte halt immer jemanden, der mit mir zusammen macht. So und ich bin quasi die Person, die mit dir zusammen alles macht. Also ich gebe dir immer Feedback, damit du es halt direkt umsetzen kannst. Das heißt, ich gucke mal alle deine Stories an, ich gucke mir alle deine Feed Posts an und sage dir direkt, was du besser machen kannst, weil dann kannst du besser umsetzen beim nächsten Mal und besser werden. Anstatt wenn ich dir vorher zum Beispiel dein Post zerpflücke, du Kritik bekommst und dann einfach danach gefrustet bist und nie wieder was posten willst. Und ich gehe da tatsächlich nach dieser 1 % Methode, dass man halt sagt, das könnte besser werden. Und dann denkst du einfach beim nächsten Mal daran und setzt um und dadurch kommst du halt in diese Übung und es fällt dir irgendwann, es ist fällt dir nicht mehr schwer, sondern du machst es halt von ganz allein, weil du es geübt hast. So und du musst halt nicht mehr alles überdenken. Und auch dieses Technische, dass ich dir dann kleine technische Hacks gebe, ähm, und Tricks, wie es zum Beispiel schneller geht, wenn du dann zum Beispiel ganz frustriert sagst: Aber ich habe keinen Bock, immer die Instagram Stories zu untertiteln. Und dann erzähle ich dir zum Beispiel, wie es besser gehen kann, wie es schneller gehen kann, wo du noch Zeit sparen kannst. Genau. Und das ist ein zwölf Wochen Umsetzungs-Coaching und. Ja. Gretel Niemeyer: Es ist großartig. Claudia Awe: Mehr fällt mir nicht ein. Es ist großartig. Ich glaube, davon gehen wir aus, oder? Gretel Niemeyer: Ja. Ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen, wenn ihr so an dem Punkt steht, dass ihr sagt: Ja, Instagram ist mein Kanal. Und ich möchte da einerseits mehr Follower, andererseits aber auch Follower in Kund:innen verwandeln und mich wohlfühlen auf dem Kanal. Dann lege ich euch die Claudia und ihr Insta Preneur Coaching sehr, sehr ans Herz. Genau, Claudia, ich freue mich wahnsinnig, dass du hier warst. Danke für die ganzen Insights, die ganzen Einblicke und ja, das letzte Wort hast wieder mal du. Claudia Awe: Ja, ich freue mich. Ich freue mich sehr, dass ich hier sein durfte. Ich bin ja immer noch sehr aufgeregt. Ich hoffe, es ging trotzdem ganz klar. Gretel Niemeyer: Es ging klar. Genau. Ihr da draußen folgt der Claudia. Ihr findet sie auf Instagram unter Claudia Awesome. Der geilste Name überhaupt. Und wenn euch diese Podcastfolge gefallen hat, dann gebt euch und uns bitte fünf Sterne oder schreibt auch eine Bewertung. Wenn ihr Fragen an Claudia habt, schreibt sie gerne in die Shownotes oder ihr direkt auf Instagram und wir sehen und hören uns wieder bei der nächsten Folge. Moin um Neun. Tschüss. Foto Gretel: Kareen Kittelmann Fotografie

  2. Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Was passiert, wenn rund 25 Selbstständige Frauen sich in Berlin treffen und gemeinsam an ihrem Business schrauben, ihre Mindfucks teilen und zusammen ihre Visionen in die Welt tragen? Wir wissen es nicht genau – und das ist die magische Spannung vor unserem legendären Live-Event, das am 15. September zum zweiten Mal stattfindet. In dieser Folge erzählen Gretel & Laura, was so besonders ist an SMASH IT! Live Treffen, wie es sich für sie anfühlt, wenn aus halb Europa Frauen in Züge, Autos und Flugzeuge steigen um zu ihnen zu reisen und welche Überraschungen auf Online-Business Frauen warten, wenn sie sich das erst Mal live treffen. Nach Monaten des gemeinsamen Arbeitens, Schwitzens, Feierns und Tröstens ist es endlich wieder so weit: unser SMASH IT! VIP DAY geht an den Start. Mit rund 25 Frauen, tollen Business Inputs und dazu noch einer großen Portion Spaß & Überraschungen. Das kann nur ein Fest werden – und verdient eine eigene Podcast-Folge! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Gretel Niemeyer: Moin, Moin und willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Laura und Gretel und live hier zugeschaltet ist die Laura aus Schweden. Hallo Laura. Laura Roschewitz: Hello! Hello! Schönen guten Tag aus Schweden vor der Schweden Tapete. Falls ihr jetzt gerade uns sozusagen nur hört und du uns nicht dabei siehst. Ich sitze hier vor meiner Schweden Tapete, heute Aufzeichnung übers Handy, weil das mobile Internet in Schweden ein bisschen schwächelt. Mal wieder und deswegen versuchen wir es mal auf diesem Wege. Aber wir sind ja unstopable. Gretel Niemeyer: So sieht es aus. Wir sind unstopable und vor allem sind wir auch in heller Vorfreude und heller Begeisterung. Denn erstens sehen wir uns in wenigen Stunden, Tagen, wie auch immer. Und zweitens ist diese Folge heute unserem zweiten Vip Day gewidmet, der am 15.09. in Berlin stattfindet oder stattgefunden haben wird, je nachdem, wann du diese Folge hörst. Und wir haben uns gedacht, dass es für uns und unsere Smashies, also unsere Mastermind Teilnehmerinnen so ein großes Ereignis und Erlebnis, dass wir das einfach mal ein bisschen teilen, was wir da machen, warum wir das machen, was da stattfindet. Und so weiter. Und ja, kleiner Disclaimer vielleicht vorab, wenn du eine Smashi bist oder werden wirst bis zum VIP Day, dann hör dir das auf jeden Fall an, um in Vorfreude noch ein bisschen zu schwelgen und zu wachsen, wenn du nicht in unserer Mastermind bist und auch nicht vorhast zu werden. Ganz, ganz großer FOMO, also fear of missing out alert hier, weil unsere VIP Days schon nach dem ersten Mal Legendary waren und auch weiterhin sein werden. Laura Roschewitz: Total. Ja, ich freue mich riesig. Also für mich ist es natürlich auch mit einer Reise nach Wandlitz und Berlin verbunden, was ja tatsächlich für mich auch noch mal sehr cool und sehr besonders ist. Und ich erinnere mich so gut an letztes Jahr an unseren ersten Vip Day, als wir dann so am Tag des VIP Days gesehen haben, von wo überall unsere Smashies aus, ich sag mal halb Europa eingereist, eingeflogen, angebahnt sind. Und das ist für mich auch wirklich so der erste total krasse Punkt, so zu sehen, dass wir diesen Live Tag also VIP Day bedeutet ja für uns jetzt nichts anderes als ein Live vor Ort Event in Berlin gemeinsam und zu sehen, dass eben, ja so viele Frauen aus, wie gesagt halb Europa aus Deutschland, aus Österreich, aus der Schweiz angereist kommen und ich aus Schweden runter brause. Das finde ich irgendwie tatsächlich sehr berührend und magisch und das ist irgendwie etwas, was man ja in Zoom so nicht sieht. Da sieht man seinen Rechteckchen, egal von wo man kommt und das ist finde ich echt nochmal was ganz ganz anderes, wenn man sich dann auf die Reise macht und zehn, zwölf Stunden vorher sieht oder am Abend vorher wie alle in den Zug einsteigen oder ins Flugzeug und Videos schicken und Fotos, das war echt. Das war irgendwie super krass. Gretel Niemeyer: Das war, das war der Oberkracher und ich finde auch gut, dass du noch mal sagst, also so vieles Smashies kommen, weil ich auch ganz oft so in Vorgesprächen gefragt werde, wie viele seid ihr denn da eigentlich? Und weil man sonst irgendwie nicht so ein Gefühl dafür kriegt okay, sind das jetzt 100 Frauen, die in dieser Mastermind sind? Gehe ich da irgendwie verloren oder so? Nein. Aktuell sind es 16 Smashies, die in unserer Gruppe sind und ich sage mal, die Obergrenze sind auch eigentlich so 20 maximal. Und zu diesem VIP Day, dieses Jahr ist es aber ganz besonders, weil wir gesagt haben, es dürfen nicht nur die aktuellen Smashies kommen, sondern auch die ehemaligen. Das heißt in unserem VIP Day dieses Mal werden wir um die 25 Ladies sein, wie Laura sagt. Aus Deutschland, aus Österreich, aus der Schweiz und auch aus völlig unterschiedlichen Bereichen. Wir haben Social Media Expertinnen dabei, Ernährungsberaterin, wir haben Websites-Programmiererinnen, eine, wir haben eine Launch Expertin, wir haben eine Texterin, wir haben eine Trainerin bzw mehrere Trainerinnen. Ja, es ist einfach so eine bunte Mischung. Wir haben eine Friseurin dabei, die Antje von Erica Naturkosmetik ist dabei mit ihren Seifenwissen und Seifenladen und es ja, ich würde sagen, das ist auch einer der tollen Sachen, dass wir einfach so eine bunt gemischte Crew sind. Zwei Sexologinnen, die fallen mir jetzt so nach und nach alle ein, wenn ich sie im Kopf einmal durchgehe. Und ja, das war letztes Jahr schon wahnsinnig witzig, finde ich dieser Moment, als die Tür dann aufging und man so voreinander stand, man sich dachte, du bist aber klein, du bist aber groß. Okay, dich habe ich mir irgendwie anders vorgestellt, weil ich dich halt bis jetzt nur aus diesen Kästchen kannte und man da einfach Körpergröße nicht so gut so gut einschätzen kann. Ich erinnere mich an Paula. Als sie neben mir stand, dachte ich so: Oh, ich dachte immer, du bist klein und zierlich. Zierlich schon, aber du bist ganz schön groß. Und jetzt hast du auch noch diese Hackenschuhe an. Laura Roschewitz: Total. Gretel Niemeyer: Es gibt nicht viele Menschen, zu denen ich aufgucken muss. Ach, da ist Olivia, die ist ja noch größer. Laura Roschewitz: So cool. Und dieses Jahr merke ich so jetzt in der Vorbereitung und Vorfreude, dass es so zwei Vorfreude Arten gibt. Es gibt so die, die wir schon mal getroffen haben am VIP Day in Live, wo ich denke endlich mal wieder in den Arm nehmen. Und dann gibt es sozusagen die neuen Smashies, die, die letztes Jahr noch nicht dabei waren, wo ich denke, boah das wird bestimmt super aufregend, die das erste Mal so in live Farbe und wirklich in einem Raum zu sehen, weil ich bin ja wirklich ein großer Fan von Online Formaten. Ich liebe das, weil es so flexibel ist, weil es von überall geht, weil man es auch von unterwegs. Also ich finde ja wirklich 90, 95 % lässt sich online perfekt abbilden. Ich finde auch nicht, dass die Beziehung drunter leidet, dass es so was, was ich immer mal wieder gefragt werde, so ja, aber so rein virtuell. Baut man dann überhaupt eine Beziehung auf und ist man überhaupt connected miteinander? Und da können wir sagen Hey Yes, wir sind eine ganz eingeschworene Truppe und ich finde, das zeigt sich dann tatsächlich auch an diesem. Hat sich auch letztes Jahr an dem VIP Day schon gezeigt und ich bin mir sicher, dieses Jahr wird es noch krasser, weil man baut sozusagen auf etwas auf. Also wir kennen uns schon mega gut und lange und intensiv und dann kommt noch diese persönliche Komponente dazu. Das finde ich irgendwie nochmal krasser. Es hat so was von ein bisschen von Blind Date. Das erste Mal treffen, große Aufregung, aber auch super vertraut. Schon ganz viel voneinander wissen, schon durch Höhen und Tiefen gegangen miteinander. Und dadurch fängt man auf einem ganz anderen Level an, miteinander zu reden und zu sein. Deswegen finde ich das einfach. Ja, magisch, das muss ich wirklich in dem Fall mal sage, ich nutze das Wort nicht oft, aber in dem Fall möchte ich es gezielt einsetzen. Gretel Niemeyer: Es sei dir gestattet. Ja ich finde, was du halt auch gesagt hast. Also dieses ja zu 95 % geht das richtig gut. Auch alles online und digital und wir haben sicherlich dort auch, also wir haben sicherlich auch schon sehr tiefgründige Unterhaltung auch geführt, weil Smash it ist ja, wir sagen so much more than a mastermind. Es geht eben auch neben dem Business um alles drumherum. Wie sieht die Beziehung aus zum Partner, der Partnerin, den Kindern? Und so weiter. Geht es dir gut? Geht es dir nicht so gut? Und das ist auch eine der Sachen, wenn ich sagen muss, so was mir so fehlt manchmal ist, dass man manchmal jemanden einfach in Arm nehmen kann und so sagen kann, man weißt du, mir fehlen jetzt gerade die Worte oder ich fühle mit dir. Und bevor ich jetzt hier groß noch sabbel, drücke ich dich einfach mal so richtig fest. Und ich weiß schon bei vier, fünf Ladies, die da nächste Woche auf der Matte stehen, dass ich auf jeden Fall. Laura Roschewitz: Ja. Gretel Niemeyer: Wieder losgeeist werden muss, weil es einfach ja, weil man über die Zeit, viele der Smashies haben auch verlängert oder sind ausgestiegen, wieder eingestiegen. Und so weiter. Das heißt, wir kennen die zum Teil seit über anderthalb Jahren. Und selbst sei gesagt, wer bei mir Smash it, aussteigt, der ist ja nicht aus unserem Wahrnehmungskreis raus. Ja, also es ist so ein Gefühl von Boah, wir haben schon echt gut was zusammen erlebt und das sind einfach auch gute Freundinnen, bei denen man sich einfach freut, die das erste Mal zu sehen oder auch wiederzusehen. Laura Roschewitz: Total und wirklich dieses. Ja sich nochmal weiter kennenlernen und so ein Tag gemeinsam. Das ist irgendwie auch für so ein richtiges. Es ist halt wirklich ein Event, das fängt an und man verbringt den ganzen Tag miteinander, es entsteht so eine eigene Dynamik und das ist da schon noch mal anders. Und ich will das gar nicht bewerten. Ich finde wirklich diese Online Meetings, da kann man so fokussiert und gut arbeiten und sich auch so connecten, dass man wirklich genau weiß, wo steht die andere. Was für Stolpersteine gibt es vielleicht gerade im Leben und so? Das kriegen wir ja sehr, sehr genau mit. Und es dann wirklich noch mal so einen wie so ein Boost bekommt an so einem gemeinsamen Tag, finde ich tatsächlich freue ich mich da einfach riesig drauf. Also und es hat sich auch verändert. Noch vor zwei, drei Jahren habe ich ja zum Beispiel immer vor Ort gearbeitet, auch bei Trainings und so und da muss ich sagen, da war die Bindung häufig nicht so intensiv, weil man sozusagen bei Null, weil man kalt gestartet hat. Und wir haben halt jetzt schon so ein total vorbereitetes Setting sozusagen, wir kennen uns schon, wir wissen schon um die ein oder andere Eigenart, sie kennen uns schon total gut. Man kommt da jetzt gar nicht rein und denkt Oh, was kann ich denn erzählen oder so, weil wir haben den Punkt haben wir schon lange hinter uns, wir wissen schon über alles und deswegen wurde auch am ersten VIP Day, ja wirklich gelacht, geweint, zusammen gerockt, getrunken, gegessen. Also alles. Und ich glaube, das wäre gar nicht möglich, wenn das so oder nicht so einfach möglich und nicht so tief, wenn das nicht so ein einfach sauber vorbereitetes Netzwerk wäre. Gretel Niemeyer: Ich glaube einerseits ist es das und andererseits ist halt jetzt heutzutage einfach jedes offline treffen, vor allem auch in so einer Größe was mega besonderes. Also wir haben da alle Bock drauf, wir sind da alle hungrig danach, nach diesen echten Beziehungen und es fügt einfach noch mal eine Ebene hinzu, wenn du die Person dann echt siehst und dich auch mal eins zu eins mit der unterhalten kannst, ohne dich groß zu verabreden. Und so weiter und so fort. Und wie du es ja gesagt hast VIP Day letztes Jahr war ein riesiger Erfolg. Wir haben ja auch wirklich alles gemacht, was man da machen konnte. Wir hatten einen super Raum reserviert. Wir haben eine Mischung gehabt aus Business Impulsen, aber auch der Möglichkeit einfach zu netzwerken usw. Wir hatten eine Fotografin da, die das alles dokumentiert hat und wo jede Smashi noch Business Portraits bekommen hat und so weiter, so dass natürlich logischerweise irgendwann vor ein paar Monaten der Ruf aufkam Gretel, Laura, was ist denn eigentlich mit dem nächsten VIP Day los? Und dann haben wir es uns jetzt natürlich nicht nehmen lassen, einen mindestens genauso guten VIP Day, wie letztes Jahr zu organisieren. Ich freue mich wahnsinnig auf die Business Geschichten. Ich freue mich wahnsinnig auf das, was wir am Nachmittag organisiert haben. Ich bin da ein bisschen sehr aufgeregt. Wir dürfen das auch nicht verraten. Ich freue mich wahnsinnig auf die kleinen Geschenke, die es möglicherweise geben wird, die wir auch mit viel Liebe ausgesucht haben, falls es sie gibt und und. Ja, am Abend dann auch einfach mit den Ladies noch mal zusammen essen zu gehen, zum Mexikaner, mit denen, die noch Bock haben feiern zu gehen, weil auch jetzt, es kommen wieder alle aus Schweden, aus Österreich, aus der Schweiz, aus ganz Deutschland und das ist einfach mega geil. Laura Roschewitz: Und ich finde, das ist halt so ein Punkt, dieses viele glaube ich, viele Selbstständige, die ich so kenne und die auch strugglen ehrlich gesagt, haben immer diesen Fokus, wie kann ich mich im Business auf dieser Sachebene weiterbilden? Und dann werden irgendwie online Kurse gebucht und dann werden irgendwie neue Tools ausprobiert und was alles seine Berechtigung hat. Aber man darf auch nicht vergessen Sachebene und Beziehungsebene gehören zusammen. Also wir brauchen halt immer beides, um uns weiterzuentwickeln, um voranzukommen. Und für mich ist wirklich VIP Tag ist quasi mein Paradies. Das ist halt so ein sehr, sehr großen Teil Beziehungspflege, wirklich intensive Beziehungspflege, wo wir auch, wo es natürlich auch um das Business geht, aber wo es nicht dieses Ah, was lerne ich denn heute? A Modul sowieso aus Kurs sowieso, sondern weil es irgendwie viel mehr darum geht, so diese ganzen Dinge mal zusammenzubringen und mit dem echten Leben zu füllen. Und das ist glaube ich echt was, wie du auch gesagt hast, wo wir auch nach den letzten zweieinhalb Jahren sehr hungrig nach sind und deswegen freue ich mich einfach riesig, dass es stattfinden wird. Und das ist quasi jetzt gerade, wo wir das aufnehmen, schon sehr bald vor der Tür steht. Gretel Niemeyer: Ja, ja und auch das. Wir haben ja auch Smash it, also unsere Mastermind, ja so organisiert, dass zum Beispiel auch wenn es nur 16 Frauen drin sind, dass die Mastermind Runden aber in kleineren Gruppen stattfinden, damit das Ganze auch möglichst effektiv ist und Sinn macht. Das heißt, dass die ganze Crowd sich auf einmal trifft, alle da sind, ich reden kann, mit wem ich gerade möchte, ich in Gespräche mit rein hüpfen kann, ich mich über irgendwas aufregen kann oder keine Ahnung eine Frage stellen kann. Das passiert ja so einfach trotzdem nie und ich fand es einfach auch so schön letztes Jahr. Das ist so ein Gänsehaut Moment vom letzten VIP Day wo wir Mittag gegessen haben zusammen. Wir beide gesagt haben ja Mittag, da haben wir noch mal leichte Kost für euch. Wir haben was zum Thema Finanzen vorbereitet, das fand ich wahnsinnig witzig. Und wo sich dann aber auch so die Unterhaltung geöffnet hat, weil, weil eine Smashi gesagt hat Mann, wisst ihr, ich komme mir total dumm vor. Ich habe hier einen Kunden, der nicht zahlt. Und ich habe schon mehrfach nachgehakt. Und das ist mir nicht nur bei einem Kunden passiert, ist mir bei zwei Kunden passiert und ich frage mich, bin ich einfach irgendwie, mache ich was falsch? Habe ich es nicht unter Kontrolle? Alle anderen haben alles unter Kontrolle. Und dann kam so ein kollektives Kopfschütteln und Trösten. Und dann ist auch hier und da mal ein Tränchen geflossen. Und das eben dieses echte, dieser echte Austausch, dieses echte Ey du musst dich nicht verstellen. Es gibt keine blöden Fragen, bring deine Zweifel und Ängste und Sorgen und was dich gerade beschäftigt, einfach mit. Und wir schauen es uns gemeinsam an und. Ja, ich weiß, dass spätestens zu dem, was wir am Nachmittag geplant haben, auch möglicherweise wieder so eine Situation entstehen kann. Und ich freue mich da einfach total drauf, weil ja, wie du gesagt hast, es ist halt einfach das echte Leben. Es sind echte, tolle Frauen, die was geiles auf die Beine stellen und die sich dabei gegenseitig unterstützen. Und dass wir die alle in einen Raum bringen, das kann ich manchmal noch nicht ganz verstehen. Aber ich. Laura Roschewitz: Das ist, weil manchmal muss ich mich auch so ein bisschen wach klatschen und sagen: Okay, das sind wir und die Reisen jetzt, das weiß ich noch genau. Das war nämlich letztes Jahr so, dass ich das gesehen habe und es stiegen welche ins Flugzeug und man hat so diese klassischen Fotos aus dem Flugzeugfenstern mit diesen Trägern und so gesehen. Und ich dachte wow, Menschen fliegen irgendwie durch halb Europa um zu uns zu kommen. Wie krass ist das denn bitte? Also das ist auch nochmal so ein für uns fand ich als Unternehmerin auch noch mal ein krasser Moment, sich das doch mal so, das eine ist halt klickt jemand in Zoom auf Teilnehmen. Das andere ist, bucht jemand ein Hotel im Flug und ist eine Woche oder eine halbe Woche oder wie auch immer unterwegs, um gottverdammt zu diesem Tag, an diesem Ort zu sein und mit uns da zu sein. Das finde ich tatsächlich für mich ein riesen Beweis irgendwie auch für unsere Arbeit. Ich finde das sehr, sehr wertschätzend und einfach großartig. Und ich finde, was mir auch noch wichtig ist, was ich letztes Jahr auch wirklich beeindruckend fand und was ich mir wo ich mir sicher bin, dass es dieses Jahr wieder passieren wird, ist, dass auch so wahre echte Kooperationen und Zusammenarbeiten daraus entstanden sind. Das ist halt auch, dass halt, das sagen wir ja auch immer und immer wieder Netzwerken ist nicht nur irgendwie eine Visitenkarte irgendjemandem in die Hand drücken und sagen: Na, rufen Sie mich mal an, wenn so jemanden für das und das brauchen. Sondern das ist entsteht eben, wenn dieses echte Leben zusammenkommt. Und das fand ich super super berührend, dass da ja nach dem letzten VIP Day wir dann so danach sehen konnten, wer mit wem auf Insta live, wer war wo, ach die Arbeit jetzt zusammen? Da gab es eine Kooperation und wir beide waren immer völlig am Staunen. So Aha, cool, wow, was da alles entstanden ist, das möchte ich schon auch noch mal mit reinwerfen, dass mich das auch sehr, sehr motiviert, wirklich auch ein Grund ist, das zu machen, weil es ja auch immer mit Mühe verbunden ist, sozusagen so was zu organisieren. Aber das ist dann einfach auch die Währung, finde ich dafür. Gretel Niemeyer: Ja, und was ich eben auch wahnsinnig berührend und irgendwie auch witzig fand. Dieses Jahr haben wir ja dann irgendwann gesagt okay, es gibt diesen VIP Day in Berlin an dem und dem Datum und da wurden, da werden Hochzeitstage dafür gecrasht. Also da wird gesagt, ja, eigentlich habe ich Hochzeitstag, egal, ich bring den Mann einfach mit nach Berlin, der muss den Tag sich mal selbst beschäftigen. Da werden Flüge danach umgebucht. Oh ja, mein Urlaub sollte eigentlich zwei Tage länger dauern. Ist egal. Ich komme früher zurück. Ähm, also so dieses excitement war so cool, weil. Ja, weil einfach alle dabei sein wollen. Und die, die nicht können, sind zum Teil tieftraurig, dass das nicht geht und. Laura Roschewitz: Wir auch. Gretel Niemeyer: Und wir können es auch verstehen. Also ich hoffe, ihr habt euch die Folge nicht reingezogen. Genau, aber anyway. Also ich kann nur sagen, es macht einfach wahnsinnig viel Spaß, so was dann auch zu organisieren und auch einfach zu sagen: Ey Ladies, wir sind auch so dankbar, für das Vertrauen, das ihr in uns setzt und das ihr uns bucht, mit uns arbeitet, mit uns arbeiten wollt. Auch das ja die Message nach draußen bringt, wie toll das ist eine Smashi zu sein. Und deswegen haben wir auch wahnsinnig viel Spaß daran, dieses Ganze zu organisieren und euch dann auch mal so ein bisschen ja euch als VIP fühlen zu lassen und es euch gut gehen zu lassen an diesem Tag. Laura Roschewitz: Ja, das finde ich ist auch ein sehr schöner Abschluss von dieser Folge. So gemeinsames sich gut gehen lassen und auch das wird nicht zu knapp kommen dieses Jahr und war letztes Jahr auch schon ein wichtiger Teil. Und ich kann nur sagen, ich freue mich jetzt, wo wir gerade drüber reden, jetzt so richtig los bei mir. Wirklich. Ich freue mich riesig und ich kann bald anfangen, meine Tasche hier oben in Schweden zu packen und komme dann runter nach Berlin nach Wandlitz und ich freue mich ganz, ganz doll auf die gemeinsamen Stunden, die wir da haben werden. Und ich bin mir einfach sicher, dass sich wieder tolle neue Netzwerke zusammen spinnen, intensiver zusammen gewebt werden und ein ganz, ganz tragendes Netz entstehen wird. Noch tragender als es das sowieso schon aus der Zusammenarbeit ist. Ach, das wird toll. Gretel Niemeyer: Ja, freue ich mich auch drauf. Und wenn du diese Folge jetzt gehört hast und dir gedacht hast Ach, Smashi müsste man sein, dann kommt hier dein Call to Action melde dich einfach bei Laura oder bei mir. Lass uns schnacken. Es gibt übers Jahr in der Regel einen VIP Day, es gibt auch einen virtuellen VIP Day in Smash it. Und so weiter. Da wird natürlich jetzt noch nichts verraten. Aber wenn du sagst, diese Mastermind, die hört sich sehr nach dir an, die hat deinen Namen drauf, dann meld dich auf jeden Fall bei uns und in der Zwischenzeit darfst du uns gerne noch ein paar Sterne oder auch eine Bewertung beim Podcast Anbieter deiner Wahl verpassen. In diesem Sinne wir freuen uns. Bis dann. Laura Roschewitz: Bis bald. Foto: Kareen Kittelmann Fotografie

  3. Wissen wird größer, wenn wir es miteinander teilen! LinkedIn. Für viele DAS Netzwerk - für andere ein Buch mit sieben Siegeln. 📕 In dieser Podcast-Folge nimmt Ute Blindert uns im Interview mit in ihre Welt. Sie ist Netzwerkerin durch und durch, Autorin und mittlerweile Linkedin Expertin. Wie ihr Netzwerk ihr zu ihrem Traumbuch, vielen Empfehlungen und noch viel mehr verholfen hat? Hör’ direkt in die Folge 🎧 rein. Und wenn Du bei Ute’s LinkedIn Safari vom 11. -15. September 2022 dabei sein willst, melde Dich hier an 👉 : https://www.uteblindert.de/linkedin-safari/anmeldung/ Zu Utes LinkedIn Profil mit herzlicher Einladung zum Verbinden geht es hier: https://www.linkedin.com/in/uteblindert/ Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Und es ist wieder Donnerstag. Es ist Podcast Interview Zeit und ich freue mich sehr, Ute, dass du heute unser Gast bist und wir ein bisschen über LinkedIn sprechen werden. Also mal wieder so ein richtig schön knackiges, konkretes Thema für unsere Zuhörerinnen. Herzlich willkommen! Schön, dass du da bist. Ute Blindert: Ja, schön, dass du mich mit dabei hast. Laura Roschewitz: Super. Ute, ich kenn dich noch gar nicht so lange, aber bei mir im Kopf bist du auf jeden Fall die absolute LinkedIn Expertin. Daneben weiß ich, dass du Ober, Ober Ober Netzwerk Fan bist und der Überzeugung, Deine Überzeugung ist, dass wir die Welt durch Netzwerken ein kleines bisschen besser machen können. Und ich könnte mir vorstellen, dass die eine oder andere unserer Zuhörerinnen dich nicht kennt, noch nicht kennt oder mal wieder eine kleine Erinnerung braucht, wer du eigentlich bist. Deswegen du kannst wahrscheinlich mit deinen eigenen Worten am besten dich einmal vorstellen. Also wer bist du eigentlich und was machst du Schönes? Ute Blindert: Ja, also ich bin Unternehmerin aus Leidenschaft. Also richtig so! Ich bin richtig gerne Unternehmerin und bin das jetzt auch schon seit 2006 und hatte mich ganz am Anfang um ganz andere Themen gekümmert. Und irgendwann ist dieses Thema Netzwerken auf mich zugekommen in Form von einem Buch, das ich schreiben durfte, nämlich per Netzwerk zum Job für den Campus Verlag. Und dann habe ich mich dran erinnert, dass ich Netzwerken schon immer richtig, richtig cool fand. Denn in meinem Soziologie Studium kriegte ich irgendwann mal dieses Theorem auf dem Schreibtisch, wo drin stand irgendwie, jeder Mensch auf der Welt ist über sechs Verbindungen miteinander verknüpft. Das ließ sich nicht so ganz beweisen, aber man hat das später noch mal so elektronisch wiederholt. Und da kam dann raus, na, vielleicht sind es gar nicht sechs Verbindungen, vielleicht sind es sogar nur zwischen drei und fünf, weil man einfach viel mehr Datenmengen hatte, um das zu überprüfen. Und sagen wir mal, diese Faszination bleibt halt einfach. Und dann habe ich mittlerweile das einfach immer mehr verfeinert und habe so, so einen Prozess auch entwickelt, wo es darum geht, dass man halt als selbständigerUnternehmerin Netzwerken sehr strategisch für sich nutzen kann, um Kunden, Mitarbeiterinnen, Kooperationspartner, Geschäftspartnerin für sich zu gewinnen. Jetzt ist aber jetzt. Das ist so, dass das das ist so das eine. Und LinkedIn ist dann irgendwann dazugekommen, weil natürlich das immer interessanter geworden ist, im Vergleich auch zum deutschen Xing. Und da bleibt es natürlich eh spannend, wie sich das weiterentwickelt. Aber seitdem LinkedIn von Microsoft gekauft wurde, ist es halt einfach super. Also immer spannender geworden und gerade jetzt auch für Leute, die halt unternehmerisch unterwegs sind, halt. Ja, eigentlich finde ich so das Business Netzwerk to be. Laura Roschewitz: Ja, was würdest du sagen? Ich habe schon zwei Fragen. Ich versuche es, die zu koordinieren. Mir gehen schon wieder die Pferde durch. Aber die erste Frage ist, was würdest du sagen? Du sagst gerade das Business Network, Netzwerk to go to be. Was würdest du sagen, ist das Besondere von LinkedIn? Vielleicht sind ja auch einige dabei, die noch gar nicht auf LinkedIn sind, die vielleicht auch noch in ihrer Selbstständigkeit relativ am Anfang stehen zum Teil. Was würdest du sagen ist so das, warum du LinkedIn super findest? Wofür magst du es? Ute Blindert: Ja, es versteht sich halt wirklich als Business Netzwerk und es gibt auch andere Netzwerke, die je nachdem wie du aufgestellt bist, für dich interessant sind. Das muss man sich natürlich im Einzelfall immer angucken. Aber es ist so Generell gesprochen muss man einfach sagen, dass viele Menschen aus Unternehmen, die zuständig dafür sind, dass bestimmte Budgets vergeben werden, dass bestimmte Dienstleistungen angefragt werden. Die sind halt mittlerweile alle nach LinkedIn gewandert, also viele Leute aus großen Unternehmen, großen mittelständischen Unternehmen, sehr international. Also gerade wenn du jetzt sagst, ich bin jetzt international im was weiß ich in den USA, in Großbritannien oder auch in Europa unterwegs, dann ist es total super passend. Wenn du jetzt wieder ganz andere Länder hast, an die du Geschäfte ran machst, dann muss man wieder auch speziell gucken. Also ich bin, wenn ich über Strategie spreche, kann man natürlich nie sagen, one size fits all, aber mit 17 Millionen Leuten, die hier im deutschsprachigen Raum bei LinkedIn sind, über 800 Millionen weltweit. Das ist schon eine Bank, mit der man arbeiten kann. Laura Roschewitz: Ja, ich finde das ja persönlich so spannend, weil ich ja zum Beispiel mit den sogenannten anderen sozialen Netzwerken, nennen wir mal die populären Facebook und Insta, TikTok ist ja so ein bisschen die Generation nach mir schon. TikTok verstehe ich nicht, gebe ich auch ganz ehrlich zu. TikTok überfordert mich. Aber diese beiden Netzwerke. Da geht es ja sehr viel auch um bewegtes Bild, um Interaktion. Auch immer diese Grenze zwischen Beruf und Privat. Ich finde, die wird da ja sehr getänzelt und sehr finde ich auch zum Teil herausfordernd als Unternehmerin. Wie viel möchte ich eigentlich von mir privat zeigen? Wie viel, wie viel ist echt, wie viel ist Fake usw. Also die ganzen Fragen, die kommen mir bei LinkedIn natürlich etwas im Hintergrund gerückt vor. Ist das auch deine Wahrnehmung, dass es da wirklich Content und Expertise mehr im Vordergrund steht als private Story? Klammer auf. Wir wissen alle, dass Storytelling und Privates von sich wichtig ist. Aber ist das so für mich als Laien sozusagen ein richtig erkannter Unterschied zwischen diesen beiden Bereichen? Ute Blindert: Also mir ist noch mal wichtig, auch so bei dem Begriff privat. Also ich unterscheide immer zwischen privat und persönlich. Also von mir wird man keine privaten Sachen in irgendeinem Netzwerk finden, aber persönliche Sachen sehr wohl. Und da ist deine Beobachtung in Teilen richtig, weil viele Leute meckern ja gerade schon, dass LinkedIn halt immer persönlicher wird oder vielleicht auch privater sogar manchmal. Weil dann irgendwie gutaussehende junge Menschen auf einmal anfangen, sich da zu zeigen und ihre Programme zu verkaufen. Also das ist aber da kann man natürlich auch selber gucken, dass man halt seinen Stream halt dann entsprechend ein bisschen trainiert. Insgesamt ist halt LinkedIn schon noch total business orientiert. Du kannst es vor allen Dingen für dich auch business orientiert nutzen. Und was bei LinkedIn halt natürlich viel interessanter ist für Leute, die halt Business machen wollen. Und die ganzen anderen Dinge halt natürlich auch so, dass du ja, du kannst Content Marketing machen, du musst das aber nicht. Also du kannst das ganze Storytelling tun. Aber wenn du zum Beispiel sagst, ich brauche ganz speziell in Italien Unternehmen, also bzw Ansprechpartner aus Unternehmen, die in der Holzverarbeitung arbeiten, dann vielleicht kriegst du das nicht eins zu eins bei LinkedIn hin, aber dann buchst du dir den Sales-Navigator dazu und dann findest du diese Ansprechpartner und kannst die gezielt ansprechen. Und das ist bei Instagram schwierig. Und da funktioniert das natürlich auch nicht, dass du sagst, welche Stories willst du entwickeln, damit du diese speziellen Ansprechpartner halt finden, ansprechen kannst über Content Marketing? Also das ist immer so, also da ist und und bei LinkedIn kannst du halt beides machen. Also du kannst gut Content Marketing machen, um so auch die Leute weiter näher an dich heranzuholen und gleichzeitig dann gucken, wie kannst du deine Ansprechpartner recherchieren und mit den dann richtig ins dich vernetzen und dann auch richtig ins Gespräch gehen und dann letzten Endes auch Geschäft machen? Laura Roschewitz: Ja. Ja, und ein Unterschied, der mir noch so als jetzt Nutzerin, der sich so anfühlt, sag ich mir das ist jetzt noch nichts, was ich beweisen konnte. Aber gerade bei Facebook, ich habe auch jetzt jahrelang mit Facebook und Facebook Ads und Social Ads und so gearbeitet. Da habe ich immer so ein bisschen das Gefühl, dass man Menschen ein Stück weit erst mal überzeugen muss, sie von Katzenvideos und privaten Sachen zu einer, im weitesten Sinne Business Idee zu bewegen, also da immer wieder dafür zu werben, dass es da jetzt gerade auch um Business geht. Also ich habe schon den Eindruck, dass da so diese ganze Freebie Kultur und so ja sehr verbreitet ist, um eben Menschen, weil viele Menschen auch an der Bushaltestelle mal eben sich halt in Insta einloggen und Reels gucken, die halt witzig sind, entertainen. Und wenn du dann natürlich mit Content kommst, der auch irgendwie was kosten soll, weil es dein Produkt ist, dann find ich den Gap da ziemlich groß und ich habe da den Eindruck, dass die Menschen, die ich kenne, die LinkdIn nutzen. Das ist irgendwie eine etwas weniger omnipräsente Sache, die das ganze Leben abdeckt, sondern es ist irgendwie klar, dass es da um Business geht. Ute Blindert: Hm. Business und Business relatete persönliche Sachen. Es ist schon so, dass man feststellt, dass wenn du jetzt mal, wenn man sich jetzt mal so Beiträge anguckt und das zum Beispiel Beiträge, die einen Nutzwert haben, also wo es wirklich darum geht, hey, hier teile ich mein Wissen, die funktionieren, aber das ist dann auch mehr so eine, so eine langfristige Sache. Also das reicht nicht mal eben so und die funktionieren auch manchmal besser und manchmal schlechter. Das ist auch ganz spannend zu beobachten und die Dinge, wo man über sich etwas, wo etwas Persönliches erzählt. So wie du mal erzählt, dass dein Post, wo du nach Schweden gezogen bist, ich glaube, der ist durch die Decke gegangen. Oder ich hatte mal vor Jahren ein Post, das war so ein Jahresabschluss Post. Da habe ich auch davon erzählt, dass mein Vater gestorben ist. Das war auch einer meiner erfolgreichsten Postings, weil das natürlich, also am Ende connecten die Menschen ja mit Menschen und die mögen diese Geschichten, die Menschen erleben und wo die vielleicht auch irgendwas bewältigen und so, also deswegen sind zum Beispiel auch solche Sachen, solche Formate wie dieses Reflect und Learn halt so gut. Also es ist halt einfach ein Hashtag, du kannst einfach nutzen, hashtag reflect and learn. Das ist immer am Freitag, am Wochenende, so einmal so eine Reflexion zur Woche. Mittlerweile ist das wie so eine kleine Bewegung und die funktionieren total gut, weil die Leute dann immer so gucken Ah, was hat denn die geschrieben, was hat der geschrieben und manchmal funktioniert es besser, manchmal schlechter. Aber das hat auch wieder was, dass du halt dran bleibst und immer wieder das machst und dann natürlich auch schon auch elegant deine Business Themen mit unterbringen kannst und das persönliche mit reinbringst. Laura Roschewitz: Ja, das ist ganz für mich auch ganz klar. Ich meine jeder der mich kennt und alle die den Podcast hören, wissen, dass ich auch sehr viel persönliches teile. Und ich glaube gerade für uns Solo Unternehmerinnen sage ich mal, ist es natürlich wichtig auch etwas von der Persönlichkeit zu zeigen und auch sich nahbar und echt zu zeigen und zu zeigen wo habe ich einen Struggle, wo habe ich mich durch etwas durchgekämpft, wo fällt es mir manchmal auch schwer? Also ich habe natürlich auch die Erfahrung, dass das häufig sogar am aller allerbesten läuft. Genau da glaube ich, gerade als Personenmarke im weitesten Sinne ist das natürlich total wichtig. Wenn sich alles um deine Person dreht und du unter wie ich zum Beispiel unter Laura Roschewitz firmierst, dann ist es natürlich wichtig, dass die Menschen auch erfahren können, wer ist denn diese Laura Roschewitz? Da bin ich mir ganz sicher. Und vielleicht ist das auch eine gute Überleitung? Wer ist denn diese Ute Blindert? Also vielleicht erzählst du mal, weil das weiß ich, interessiert unsere Zuhörer dann auch immer total. Wie ist denn das Thema Netzwerk ganz persönlich in deinem Leben? Also was hast du vielleicht durch dein Netzwerk im Leben leichter erreichen können, überhaupt geschafft? Wo sagst du, welchen Stellenwert hat das für dich so ganz persönlich? Was kannst du uns da vielleicht mal für Einblicke geben? Ute Blindert: Also dieses Buch, von dem ich dir erzählt habe, das ist zum Beispiel durchs Netzwerk zustande gekommen, also dass mich eine Autorin empfohlen hat bei dem Verlag, bei dem ich immer schon schreiben wollte. Also es war einfach klar, ich will schon immer bei Campus was schreiben und dann hat das tatsächlich durch diese Empfehlung geklappt. Und dass ich dann auch noch mein Lieblingsthema machen durfte, das war natürlich fantastisch. Dann also. Und ich hatte ja schon gesagt, ich fand das schon immer im Studium super faszinierend den Gedanken, hatte auch schon als ich noch angestellt war, mich total früh bei Xing rumgetrieben. Ich dachte mir, ich bin Xing Veteranin, weil ich im zweiten Jahr oder sogar noch im ersten Jahr bin ich Premium Mitglied geworden und bin das ja immer noch und auch Insiderin bei Xing und später also jetzt mal so unternehmerische Sachen, die sind natürlich auf der einen Seite, ich bekomme so viel Empfehlungen, also dass Leute mich weiterempfehlen und Kunden auf mich zukommen, weil mich Leute empfohlen haben. Und dann ist natürlich klar, dann ist es viel leichter, dass dann der Auftrag dann auch klappt, weil es einfach die Leute sagen Ach, guck dir die mal an, die könnte passen. Also wenn zum Beispiel zum Beispiel einer meiner liebsten Barcamp Geschichten, die ich lange gemacht habe, das Verkehrs Camp, das habe ich acht Jahre lang gemacht, das war über eine Empfehlung gekommen. Und was mir aber auch noch mal super wichtig ist fürs Netzwerk, auch so, dass das dauert, natürlich auch, bis so was dann irgendwann passiert. Aber was, was ich zum Beispiel in meinem Netzwerk super wichtig fand, irgendwann auch gerade als Unternehmerin, ist dieses so ich weiß immer wen ich fragen kann, wenn ich ein Problem habe. Also wenn ich zum Beispiel nicht weiß, was soll ich denn dafür berechnen? Oder ich habe ein Problem mit meinem Kunden, wie sollte ich das damit umgehen und oder selbst wenn ich nicht Rechtsanwälte, es ist ja echt, dass du gute Rechtsanwälte hast, zum Beispiel, dass du einfach sagst: Ich weiß immer eine Rechtsanwältin die ich anrufen kann, dass die mir jemand empfiehlt, wenn ich ein spezielles Thema habe. Also so was finde ich für Unternehmerinnen und Unternehmer halt einfach total wichtig. Und gleichzeitig ist es so, ich bin aber auch hardcore unterstützend in meinem Netzwerk unterwegs. Also ich bin sehr klar darin. Wenn jetzt zum Beispiel jemand sagt Ja, hier, ich habe diese Frage und ich habe diese Frage und diese Frage. Ich mache immer so eine Frage zu LinkedIn, da bin ich relativ freigiebig. Und wenn ich dann aber nee, das ist jetzt eine halbe Stunde, dann sage ich: So, diese kleine Frage habe ich dir jetzt beantwortet, wenn du mehr willst, dann musst du halt eine Stunde buchen. Also da bin ich jetzt super klar, weil sonst kannst du auch ewig. Und manchmal ist es auch erschütternd, wenn ich dann denk So, ich habe jetzt zwei Fragen mal eben, beantwortet es ist trotzdem eine halbe Stunde, ey, normalerweise schreibe ich da eine dicke Rechnung und dann sag ich So, und wenn du jetzt weiter was willst, dann musst du einfach was buchen und dann hört man gar nichts mehr. Das finde ich zum Beispiel sehr bezeichnend. Das finde ich überhaupt nicht so netzwerk unterstützend und meine Haltung ist halt eine ganz andere. Also jetzt zum Beispiel neulich hatte ich junge Unternehmerinnen, die jetzt gerade gestartet sind und das ist für mich so dermaßen selbstverständlich, dass ich da alles sage, was ich irgendwie weiß und den mitgeben kann gleichzeitig mit der Botschaft und das finde ich auch super wichtig zu sagen, das ist meine Sicht darauf und ich habe meine eigene Geschichte aus 15 Jahren Unternehmerinnenschaft und die sind ganz anders aufgestellt als ich damals und die müssen das nicht übernehmen. Aber ich teile gern meine Erfahrungen. Also das ist so, deswegen finde ich immer, Netzwerken ist so wichtig, dass es halt so ein Geben und Nehmen ist. Laura Roschewitz: Total. Und das ist doch auch, finde ich, immer wieder für uns Unternehmerinnen spannend und finde ich auch zum Thema Reflect and Learn, auch finde ich so ein Weg, weil ich kann das so gut nachvollziehen. Ich habe auch schon so oft so dieses kannst du mal eben. Wenn mich jemand fragt, kannst du mal eben darauf gucken oder kannst du mal eben und wie oft ich das gemacht habe. Und ich finde auch, dass wir vorsichtig sein dürfen, dass wir nicht zu so einer kompletten Ego Kultur gehen, wo man sich nicht mehr hilft. Das finde ich sehr sehr wichtig. Ich finde tatsächlich dieses Mal kurz jemandem zu sagen: Komm, ruf mich kurz an, ich erzähl dir kurz, was dazu ist etwas, was ich nicht aufgeben möchte und nicht sagen du kannst nur wenn du dir sofort über Calendly was bei mir buchst irgendwie verkaufen. Und aber es ist halt auch unser Business und wir leben davon. Und da ist eben dieses Grenzen setzen finde ich auch so ein großes Thema. Also wie schaffe ich es diesem Hybride von Ich unterstütze dich, ich helfe dir, ich gebe gerne etwas und ich bin Unternehmerin. Das ist meine Dienstleistung. Das kannst du bei mir buchen. Das ist ja immer wieder was, was wir auf jeden Fall auch sehr, sehr viel unserer Mastermind bei uns als Thema haben, weil das eben für viele gerade auch am Anfang eine große Herausforderung ist und die auch häufig dann sehr, sehr viel umsonst rausgeben und helfen und dann nachher, aber sobald es dann zu etwas kommt, was was kostet, wie du gerade auch schon meintest, dann nie wieder etwas von dieser Person hören. Das ist natürlich gemein. Ute Blindert: Ja. Also, das ist jetzt so, ich leide da nicht ewig dran. Aber ich finde es dann manchmal so ein bisschen bezeichnend, wenn man so merkt, so zwei Mal irgendwie schon eher nicht so ein Also denkt so ey, hallo und dann so gar keine Antwort mehr. Ich meine das ist einfach dann so eine Haltung, die sich da zeigt und die ich will dem nicht entsprechen, also so will ich einfach nicht sein. Laura Roschewitz: Das ist ja auch ein total wichtiger Punkt, finde ich. Wer will ich sein? Welche Unternehmerin bin ich? Was sind meine Werte? Wo bin ich authentisch? Was sind meine Unternehmerinnenbedürfnisse? Das sind da ja einfach super wichtige Punkte, die anderen auch helfen, finde ich, einen inneren Kompass zu haben und zu sagen: Nehme ich das jetzt persönlich? Ja, nein? Beschäftigt mich das lange? Ja, Nein? Sage ich auch mal meine Meinung? Was ich spannend finde, du hast es jetzt schon ein paar Mal so ein bisschen angeteasert, aber wie kann man denn mit dir arbeiten? Also wie sieht das aus? Wie kann sozusagen ich mir von dir in welchen Bereichen überhaupt Unterstützung holen? Also LinkedIn das ist jetzt schon, vielleicht relativ klar, vielleicht kannst du dazu noch was sagen. Aber was sind das sonst noch für Menschen, mit denen du arbeitest? Und in welchen Formaten kann man sich das vorstellen, dass vielleicht für einige noch nicht so ganz klar. Ute Blindert: Okay, also das große, die große, große Überschrift ist immer dein Business in digitalen Zeiten. Und das ist halt, das hat sich auch nochmal ein bisschen gewandelt. Es ist, früher war es mal Netzwerken, aber es hat sich bei mir ein bisschen erweitert, weil ich habe ein Produkt, das ist das LinkedIn Booster Camp. Das ist sechs Wochen sehr intensives arbeiten an deinem nicht nur am LinkedIn Profil, sondern tatsächlich Profil, Seite und der ganze strategische Prozess, dass du halt genau eruierst. Wer sind denn deine Kunden und Kundinnen? Wie kannst du die erreichen? Was ist die Tonalität, die du brauchst? Brauchst du vielleicht gar nicht diese Inhalte, aber du willst sie lieber direkt erreichen. Dann kannst du an deinen Direkt-Botschaften arbeiten. Du kannst an den Recherche Möglichkeiten arbeiten. Ich stelle Tools vor und das ist halt so in sechs Wochen plus zwei, ich nenne das mal plus zwei Prozess, das heißt sechs Wochen, sehr intensiv, dieses Programm in der Gruppe und danach noch mal so zwei extra Termine, wo wir einfach noch mal zum Schluss noch mal so ein bisschen gucken, wie sieht es eigentlich so aus? Gibt es noch irgendwie Fragen? Und das ist immer zweimal die Woche persönlich mit mir und ich glaube dieses persönlich mit mir und Ute Blindert anzapfen ist halt einfach. Ja, tatsächlich spiegeln wir das ja, meine Kunden und Kundinnen, dass das einfach super wertvoll ist. Also das ist mein großes Programm bei LinkedIn. Wenn du jetzt sagst So, ich kenne die Ute noch nicht so richtig, dann kannst du jetzt tatsächlich am elften September starten bei meiner LinkedIn Safari bis zum 15. September und einfach mal fünf Tage lang mit mir so eine Challenge mitmachen. Das macht immer total viel Spaß. Also mir macht das meistens genau so viel Spaß. Das kostet nichts, das kostet nix. Außer natürlich deine E Mail Adresse, dass ich dir natürlich meine Aufgaben schicken kann. Und natürlich versuche ich hinterher oder erklär ich natürlich, was das Booster Camp ist, was dann wieder am 4. Oktober startet. So und was noch dazu gehört bei mir ist. Deswegen sag ich halt durch diesen strategischen Prozess, weil das so kundenorientiert ist und auch viel damit zu tun hat, wie will ich mein Unternehmen entwickeln. Habe ich so was Neues entwickelt. Das ist das Netzwerk Booster Camp, das es so ein zwölf Monatiges, so eine Art Mastermind plus also die über eine Mastermind hinausgeht, wo man einfach zwölf Monate mit sieben anderen Unternehmerinnen, die sich ihr Unternehmen zum Wachsen bringen wollen. Also es ist am besten, wenn du schon ein bisschen selbstständig bist und jetzt aber sagst: Nein, ich habe da richtig Lust, noch mal was dran zu machen und diese Digitalisierung auszunutzen. Und wenn du auch da noch nicht weiß, ob das was kannst Du habe ich das noch als Netzwerk Booster Event. Aber das ist nächstes Jahr, dann im März. Ja, und wenn du sagst irgendwie ja, ich will einfach nur mal eine Stunde Beratung von LinkedIn, dann geht das natürlich auch. Und wenn jetzt zum Beispiel Unternehmen größer sind, die wollen dann oft nicht an so einem Programm teilnehmen. Sondern die haben dann auch, dass es dann so ein richtiger eins zu eins begleiteter Prozess. Also es gibt alle, alle Möglichkeiten. Ich finde gerade für einzelne Leute diesen begleitetes dieses begleitete Gruppen Programm am, das finde ich total wertvoll für die. Laura Roschewitz: Also das heißt für uns sozusagen, uns hören ja vor allem Selbständige und Unternehmerinnen zu höre ich zwei Möglichkeiten raus mit dir vor allem zu arbeiten. 2,5 würde ich mal sagen, einmal sozusagen das Boostercamp, dass man wirklich in der Gruppe in diesen sechs plus zwei Wochen einmal den ganzen Prozess aufstellt, rein taucht, neue Dinge lernt, ausprobiert und so weiter. Oder wenn man schon einen ganzen Schritt weiter ist, wirklich über diese Art Mastermind sozusagen, das wirklich über eine langen Zeit in einer Gruppe ausbaut. Und das 0,5 ist dann vielleicht die Einzelstunden, die man bei dir auch buchen kann, wenn man vielleicht schon auch denkt, das wird auch schon eine Weile und einfach vielleicht drei konkrete Fragen hat oder sagt, ich habe wirklich drei Punkte, die will ich klären. Ansonsten weiß ich eigentlich, was ich machen will. Dann ist vielleicht so eine BoostHour mit Ute das Mittel der Wahl. Ute Blindert: Ja, also das ist immer, das ist praktisch so eine, so eine Session, wo ich so eine vorher auch so eine Frage. Also ich frag das im Fragebogen dazu ist ein geführter Prozess. Wenn du es buchst, kommt direkt der Fragebogen, dann gucke ich mir das an, bin vorbereitet und dann machen wir bis zu 90 Minuten. Also halt so eine ganze Session und da kriegst du die Fragen in der Regel beantwortet. Laura Roschewitz: Und was würdest du sagen, gibt es bestimmte Branchen oder Selbstständige, wo du sagst, das vielleicht noch mal so als letztes Thema, weil das interessiert auch immer so viele ist, denn ich meine gehen wir jetzt mal weg von wirklich großen B2B und Firmen usw, dann gehen wir mal zu uns Solo-Selbstständigen und Unternehmerinnen. Gibt es Branchen oder Bereiche oder Tätigkeitsfelder, Dienstleistung, wo du sagst, da ist LinkedIn wirklich super, super gut und bei anderen nicht so oder hast du da noch Empfehlung? Weil wir haben ja Zuhörende die was eben im Coaching Bereich sind. Andere sind vielleicht als VA selbstständig und als Assistentin andere. Wir haben aber auch Menschen, die analogen Geschäft haben, einen Friseur, einen Seifen Laden oder so was. Wir haben eben sehr unterschiedliche Menschen, auch in unserem Netzwerk. Vielleicht hast du da noch mal aus deiner wirklich langen Erfahrung auch noch mal so ein… Ich könnte mir vorstellen, dass da einige strugglen und sagen: Ja, ich bin jetzt ganz neu. Solche irgendwie Facebook, Xing, Insta, LinkedIn, TikTok alles machen, YouTube, Newsletter, Email, Marketing, da strugglen ja auch viele. Hast du vielleicht da noch ein paar Insights? Ute Blindert: Also da kommt es natürlich total auf Einzelfälle an, also jetzt zum Beispiel: Du hast den Friseur genannt. Also wenn ich mir so meine Friseurin hier vorstelle, es gibt also für mich gibt es nicht einen Grund, warum die bei LinkedIn sein sollte, wenn es um ihr reines Geschäft geht, wenn es um die Dinge geht, wo es zum Beispiel darüber hinausgeht, also zum Beispiel Behandlung von Friseur Läden, zum Beispiel von Leuten, die auch noch Kinder haben und also so, weil die hat er zum Beispiel dann einfach so viele Probleme mit dem Corona helfen. Da wäre es zum Beispiel durchaus sinnvoll gewesen, einfach mal zu sagen, das darf auch bei LinkedIn sein. Ich würde ihr das trotzdem nicht unbedingt empfehlen. Weil man muss ja nicht. Also das wäre zum Beispiel so was. Ähm, ich finde auch, dass solche Sachen nicht nicht so gut reinpassen, wo es um so sehr esoterische Sachen geht, also so wie heilende Steine und Astrologie. Also es ist zumindest nicht das würde ich würde das den Leuten nicht empfehlen, bei LinkedIn zu sein. Und ich will die auch ehrlich gesagt nicht in meinem Netzwerk auf LinkedIn nicht so gerne haben. Bei den anderen Sachen kommt so ein bisschen drauf an, ist es sozusagen Endkunde oder ist es Firmenkunden? Also selbst da wäre jetzt zum Beispiel: Nimm mal an, du hast einen Pferdehof und der jetzt zum Beispiel nur Endkunden hat und Pferde betreut oder so, dann würde ich sagen nee, dann ist LinkedIn nicht richtig, da ist wahrscheinlich Insta besser oder vielleicht dann TikTok oder so, ja. Wenn aber der Pferdehof zum Beispiel was weiß ich Führungskräfte Training mit Pferden anbietet, dann ist das wiederum durchaus was, was man bei LinkedIn machen kann. Also das ist jetzt vielleicht nicht wieder der Solo Unternehmer, aber nur so von der Denkweise mal. Also das Restaurant wäre nicht richtig bei LinkedIn. Der Caterer mit einem vielleicht größeren Konzept, was vielleicht sogar überregional ist oder zumindest eine größere Region umfasst. Muss man sich wieder so ein bisschen angucken, aber könnte zum Beispiel so was sein und vor allen Dingen auch immer so ein bisschen strategisch gucken. Zum Beispiel verkaufe ich meine Seife in Köln auf den Weihnachtsmärkten und drum herum. Oder habe ich eine Idee davon, dass ich einen Onlineshop größer machen will? Und dann können natürlich Seifen auch super gute Weihnachtsgeschenke für Unternehmen sein und dann bin ich vielleicht gar nicht mehr so falsch da. Laura Roschewitz: Die tolle Seifenmanufaktur, von der wir sprechen. Viele Grüße, Antje Thomsen. Also sie Branded, ja, die Seifen in der Farbe und mit dem Logo der Firma, wo ich dann schon wieder denke, dann ist es natürlich, da wird es mir wahrscheinlich einige damit sagen, was können wir bloß unseren Mitarbeitern dann dieses Jahr zu Weihnachten schenken? Und ich finde, die gebrandete Seife ist dann natürlich wieder eine total coole Sache Ute Blindert: Da sagste was, das könnte sogar was für mich sein, weil ich stehe ja total auf Seife. Laura Roschewitz: Also dann connecte dich mal mit Antje. Wir haben, auch für unsere Mastermind haben wir goes Smash it Seifen, wo dann wirklich gebranded ist, wo sich die Ladies in unserer Mastermind sind wirklich gut erinnern können, muss wirklich auch haptisch. Deswegen denke ich auch dran, weil es ja einfach so unterschiedliche Business gibt. Und es gibt natürlich, wie du gesagt hast. Es gibt keine 0-8-15 Lösung für alle, deswegen vielleicht noch mal so zum Abschluss. Dann müsst ihr natürlich auch selber schauen, was zu euch passt. Aber wenn ihr Lust habt, das vielleicht mal auszuprobieren und schon auf LinkedIn seid und vielleicht bisher noch nicht so richtig den Fuß in die Erfolgs-LinkedIn-Tür bekommen habt oder bisher irgendwie ein Profil habt, aber noch nicht so richtig wisst, was ihr damit eigentlich anfangen sollt, wo es euch wirklich auch unternehmerisch nutzt, dann kann ich euch das wirklich nur von Herzen empfehlen. Macht mal die Safari mit bei Ute. Ich bin so auch zu Ute gekommen und ich finde das wirklich toll, das nicht alleine machen zu müssen. Ich weiß nicht, wie ihr so tickt, aber ich bin auf jeden Fall auch so ein Rudeltier. Und ich finde, wenn man das zusammen macht, dann ist die Angst vielleicht weniger irgendwas falsch zu machen, oder? Ähm, genau. Also wendet euch da gerne an Ute, da dieser Podcast ja hauptsächlich übers Ohr funktioniert. Ute, erzähl doch noch mal ganz kurz dein ganz Namen und die Website, über die man dich oder den Google Eintrag, mit dem man dich sicher findet, sodass diejenigen, die uns vielleicht gerade beim Wäsche falten oder im Auto zuhören, das später noch erinnern. Ute Blindert: Ja, das ist wirklich. Also ihr gebt einfach mal einen Namen ein. Ute Blindert. Ich sage immer so wie blind und dann ert und das einfach im Internet. Und dann findet ihr auf jeden Fall meine Seite, die heißt einfach Uteblindert.de und wenn du jetzt dann noch guckst wegen der LinkedIn Safari, die heißt dann tatsächlich uteblindert.de/linkedin-safari/anmeldung und dann bist du schon direkt auf der Anmelde Seite und da ist dann auch alles erklärt und du kannst dich direkt anmelden. Also vom 11. bis zum 15. September geht es los. Laura Roschewitz: Also das ist ja quasi schon gleich. Deswegen Leute, haltet euch dran, macht damit eine wirklich, wirklich coole Sache und dann werdet ihr auch glaube ich relativ schnell merken so war es bei mir auf jeden Fall, ob LinkedIn was ist, womit ihr auch Lust habt weiter zu arbeiten. Denn ich finde es darf ja auch so sein. Wenn unser Hauptbusiness eben nicht das Netzwerken ist, dann muss natürlich auch müssen die Seiten und die Tools, die wir nutzen, auch irgendwie reinpassen. Das ist nicht ein Ding, das wo wir jeden Tag viele, viele, viele, viele Stunden mit verbringen, weil wir vielleicht ja auch noch unserem eigentlichen Job sozusagen nachkommen müssen. Das heißt, es ist ganz wichtig, dass ihr euch auch Kanäle sucht, die zu euch und euren Kundinnen und Wunschkunden passen. Also das ist wirklich ganz, ganz wichtig. Und ja, vielleicht könnt ihr was daraus mitnehmen. Ich bin mir ganz sicher. Und es gibt noch einen Hashtag, den ich auf jeden Fall sofort gefunden habe. Wenn ich mich mit Ute Blindert beschäftigt habe, den möchte ich ganz zum Schluss nochmal reingeben. Was ist denn das bitteschön? Es gibt den Hashtag Never Lunch alone und da stolpert vielleicht auch die eine oder andere drüber. Wenn sie dich stalkt und googelt und sucht, was können wir uns dann unter Never Lunch Alone vorstellen? Ute Blindert: Also, Never lunch Alone ist ein, es ist einfach unter diesem Hashtag, wo du sagst, du triffst dich mit Leuten zum Mittagessen, vielleicht eher so business orientiert und sagst so: Hey, wir haben hier einen Never Lunch Alone, also wir gehen nie alleine Mittagessen. Und tatsächlich ist es auch ein Format, wo Freitags Leute sich treffen, um zwölf bei mir in der Community und wir dann unser Wissen miteinander teilen, denn Wissen ist ja die Ressource, die größer wird, wenn man sie miteinander teilt. Diesen Gedanken finde ich halt einfach so wunderschön. Laura Roschewitz: Da kann ich doch nichts mehr hinzufügen. Das ist der schönste Abschluss für ein Podcast überhaupt. In diesem Sinne. Wir packen alle Infos zu Ute natürlich auch in die Shownotes. Das heißt, wenn du gerade Kartoffeln schälst und nichts eintippen kannst, dann kannst du gerne einfach auf Pause drücken. Jetzt an dieser Stelle und dann gleich, wenn du fertig bist. Wenn die Kartoffeln auf dem Herd stehen, kannst du auf den Link in den Shownotes klicken. Da ist alles verlinkt, wie du dzu Ute findest. Und wenn du sonst noch Fragen oder Themen hast, dann scheue dich bitte nicht. Sowohl Ute als auch wir sind super offen, das weißt du. Schickt uns Kommentare, die DMs, PNs, was auch immer, auf welchem Kanal auch immer und wir antworten dir super gerne, wenn da noch irgendwas offen ist. Liebe Ute, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast für unseren Podcast und ganz viel Spaß erst mal bei der Safari dann. Ute Blindert: Ja vielen Dank dir Laura und schön deine schöne Tapete da hinten zu sehen. Laura Roschewitz: Und alles was wir gehört haben. Es liegt auch mal bei Facebook oder YouTube vorbei, wenn ihr Lust habt, denn Ute spielt auf meine schöne schwedische Tapete an, und Ute sitzt so ein bisschen in einem Dschungel, was zum Thema Safari auch passt, mit großen großen Zimmerpflanzen. Das heißt es lohnt sich auch immer, meine Videos rein zu gucken. Geht gerne auch zu YouTube, sucht Laura und Gretel und dann findet ihr uns auch dort. In dem Sinne habt jetzt erstmal einen super Tag, wir hören uns am Dienstag in der nächsten Folge und dir, liebe Ute, vielen Dank und bis bald. Ute Blindert: Bis bald. Tschüss, Laura. Laura Roschewitz: Ciao. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie

  4. Unser Geheimrezept Laura & Gretel – das ist mittlerweile wie: Warnemünde 🏡 & Mandelhörnchen 😄 Schweden 🇸🇪 & Blaubeeren 🫐 Sommer 😎 & Meer 🌊 Smash It! 💪 & Knallerfrauen 🙋‍♀️ … Okay, okay! Wir könnten jetzt ewig weitermachen. Das lassen wir aber mal an dieser Stelle und erzählen Dir in dieser Folge mehr dazu, was unser Rezept hinter dem gemeinsamen Erfolg ist. 💜 Wir nehmen Dich ganz offen & ehrlich mit hinter die Kulissen unseres Unternehmens, geben Dir Insights & Learnings aus unseren ersten Jahren und freuen uns, Dich ein Stück auf unsere Reise zu nehmen! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Gretel Niemeyer: Ja. Moin. Willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Laura und Gretel. Und wir beide plaudern heute mal wieder aus dem Nähkästchen, was unser Business angeht. In der Hoffnung, euch ein bisschen inspirieren zu können, was die Ausrichtung eures Businesses angeht und was auch große und mutige Schritte in eurem Business angeht. Moin Laura. Laura Roschewitz: Hallo hallo, ich freue mich heute mal mit dir wieder zusammen eine gemeinsame Folge zu machen, wo wir so ein bisschen Behind the scenes schauen und gucken, was passiert da, weil ich glaube, oder meine Erfahrung ist, dass wir das ja häufig auch irgendwie unterschätzen. Wie wirken wir so nach außen? Was nehmen Menschen von uns wahr? Könnt ihr übrigens schon mal, Einladung, auch gerne mal schreiben per DM oder PN oder in den Kommentaren. Wie nehmt ihr uns eigentlich so wahr? Was bekommt ihr von uns mit? Weil wenn man selber so drinsteckt in seinem eigenen Business und wir in unserem gemeinsam dann. Ja, hat man natürlich einen ganz anderen Blick. Dieses Inside Out. Wir gucken halt raus, wir wissen ja sozusagen alles. Wir wissen, was passiert im Hintergrund, wir wissen, worüber schreiben, worüber sprechen wir. Aber was dann bei euch im Außen ankommt und was wir sozusagen euch auch als Impulse, Inspiration hier gerade über den Podcast mitgeben können, das können wir ja sehr bewusst gestalten. Und ja, ich finde es spannend, mal den Blick dahin zu werfen, was passiert eigentlich so mit unserem Business im zweiten Halbjahr jetzt gerade? Also wo stehen wir und was gibt es vielleicht für Neuigkeiten und was steht so an? Gretel Niemeyer: Genau. Und wir haben ja jetzt gerade, wo wir diese Folge aufnehmen, einen Vormittag hinter uns, den wir unserem gemeinsamen Business, also unserer Mastermindgruppe Shmash it und damit verbunden auch dem VIP Tag, den wir am 15. 09. in Berlin machen gewidmet. Also den ganzen Vormittag sozusagen in diesen Themen gesteckt und haben da auch irgendwann mal gesagt, wie krass ist das eigentlich? Wir haben letztes Jahr das erste Mal diesen VIP Day in Berlin vor Ort durchgeführt. Hatten, ich meine 13-14 Smashies da. Wir hatten eine Fotografin am Start, die den Tag begleitet hat und uns auch Porträts jeder Smashi gemacht hat. Wir haben das Essen, sie zum Essen eingeladen, wir hatten leckere Donuts da, wir haben Geschenke gemacht, wir haben Input gegeben, aber auch ganz viel Raum gelassen fürs Netzwerken. Und so weiter und so fort. Und stecken ja jetzt gerade mitten in der Vorbereitung fürs nächste Event. Und eins unserer Mottos ist ja da auch Think big. Also sozusagen so zu gucken okay, wie kann es noch besser werden, wie kann es richtig cool werden? Wie kann es eine tolle Erfahrung werden? Wie kann, wie können wir auch die Erwartungen, die unsere bestehenden Smashies und auch die Ausrufezeichen 7 Neuen! Shmashies, die zum 01.09. starten. Also die Erwartungen, die die an uns haben. Wie können wir die eigentlich erfüllen und befriedigen? Und in diesem Zug treffen wir ja selbst auch große Entscheidungen, was das Programm, die Location usw angeht und müssen uns da manchmal auch so ein bisschen wieder genau wachrütteln und wach klopfen, was wir hier eigentlich gerade für Gespräche führen und um was für Entscheidungen es da gerade geht. Und finde es einfach so cool, dass wir also wie wir so dieses eigene Wachstum an uns selbst auch merken, wie einige Sachen selbstverständlich sind und man im nächsten Moment denkt: So, äh warte mal kurz, haben wir eigentlich gerade 25 Mal das und das bestellt? Ja, haben wir. Da kommen 25 Frauen. Ja. Okay. Laura Roschewitz: Okay. Ja. Gretel Niemeyer: Okay. Du übernimmst mal kurz, weil ich bin kurz sprachlos. Also das finde ich halt so geil. Irgendwie auch so dieses. Dieses Hin und hergerissen zwischen, ich bin schon in der neuen Rolle angekommen und ich stehe da draußen und denke mir so Alter Krass, was machen die da eigentlich? Laura Roschewitz: Voll. Und irgendwie vielleicht hörst du es jetzt auch schon, wenn du uns zuhörst. Ich würde mal so sagen, eine Sache ist nicht so unsere. Und zwar so denselben Schuh immer wieder irgendwie zu machen. Wir erfinden uns ja wirklich zusammen, immer wieder neu und was du auch gerade meintest, so diesen Erwartungen zu entsprechen. Das finde ich, ist bei uns auch nicht so ein Ding von Uhhh, hoffentlich geht nichts schief oder hoffentlich findet uns nicht jemand doof, sondern mehr so ein. Das ist für mich auch mehr auf jeden Fall ein Sog. So, es soll halt geil sein. Ich möchte halt und wir möchten tolle Events und tolle gemeinsame Stunden verbringen mit den Smashies. Und dieses Schlagwort Think Big ist da finde ich sehr angebracht, weil wir könnten ja theoretisch auch sagen: Ah, okay, ähm, VIP Day letztes Jahr war ein voller Erfolg. Machen wir einfach einmal Rechtsklick Duplizieren und machen den gleichen Stiefel sozusagen noch mal, was aber eben nicht zu uns passt, weil wir haben uns in einem Jahr verändert, das waren Vergangenheits-Gretel und Vergangenheits-Laura und das war Vergangenheit. Gretel Niemeyer: Die ziemlich cool waren, aber. Laura Roschewitz: Das war mega. Und das finde ich. Ich finde aber, was uns schon auch ausmacht, ist zwar nicht zu warten, bis es langweilig wird oder nicht zu warten, bis ein negatives Feedback kommt, sondern zu sagen, wir sind halt einen Schritt vorher und wir machen es davor und wir wollen es einfach neu erfinden. Und wir sagen nicht einfach, wir machen denselben Schuh nochmal. Und ich finde es zum Beispiel auch großartig, dass wir dieses Mal alle Smashies eingeladen und wir freuen uns so riesig auf alle, die bei Smash it dabei sind und waren. Und das passt für mich sehr zu diesem Schlagwort Think big nicht zu sagen: Ja, du bist jetzt aber schon eine Woche raus aus Smash it. Nee, nee, du kannst jetzt nicht zum VIP Day, sondern groß zu sein und offen zu denken und vernetzend zu denken. Das macht mir auf jeden Fall riesige Freude an diesem ganzen Projekt. Gretel Niemeyer: Ja, ja und vielleicht auch noch mal, wenn wir sagen, wir gucken so, so hinter die Kulissen oder wir lassen euch hinter die Kulissen gucken. Wir haben zum Beispiel für den Nachmittag am Vip Day ein ganz, ganz tolles Mini Event im Event organisiert. Und natürlich kosten die Dinge, die wir da organisieren, auch Geld. Und manchmal sitzen wir auch da und denken so Huch, hier noch mal 500 €, da noch mal 300 €, da noch mal 700 €. Und gleichzeitig erinnern wir uns aber auch daran, hey das passiert einmal im Jahr. Wir wollen, dass es richtig geil wird. Wir wollen, dass unsere bestehenden und ehemaligen Smashies daran teilnehmen. Wir wollen wirklich so ein Event machen, an das sie sich erinnern. Und gleichzeitig setzen wir uns natürlich auch hin und sagen okay, was investieren wir da jetzt eigentlich gerade? Wir investieren in die Location, in das Essen, in vielleicht die Geschenke, in vielleicht ein Event, was wir noch machen und vielleicht noch andere Sachen, die wir nicht verraten. Was kommt am Ende für eine Summe dabei unten raus? Und was ist das eigentlich im Vergleich zu einer Smashi, die verlängert, einer Smashi, die dazukommt, einer anderen Kooperationsanfrage, die wir bekommen. Und so weiter und so fort. Und das vielleicht auch noch mal zu gucken. Natürlich haben wir auch vor größeren Investitionen Respekt, möchte ich gar nicht sagen. Wir gehen da nicht blauäugig rein und sagen: Ja, was kostet die Welt. Aber wir wiegen es eben damit auf, was uns das bringt und gucken eben ganz objektiv auch drauf. Hey, wenn das eine Smashi, wenn eine Smashi verlängert, dann ist der bezahlt. Alles cool. Glauben wir, dass auch wegen solcher Erfahrungen Menschen zu uns kommen, Frauen mit uns arbeiten wollen, weil sie eben wissen, dass wir solche geilen Dinge auf die Beine stellen? Ja, aber sicher. Okay. Dann können wir das machen. Laura Roschewitz: Absolut. Und dann ist es halt ein Invest. Finde ich. Absolut. Denn das ist wieder so das, was wir auch schon öfter mal hatten. Sind das Kosten? Ist es eine Investition? Und ich finde, wer sind wir? Wir erwarten das ja auch von unseren Smashies. Und dafür sind wir auch bekannt, dass wir immer mal wieder nachhaken und nicht loslassen und sagen Ihr müsst euch und dürft euch neu erfinden. Und gerade an Investitionen, finde ich, zeigt sich auch, wie sehr ich an mich glaube, wie sehr ich an uns glaube. Und ich finde, immer wieder zeigt sich da so ein krasses Commitment bei uns, dass wir halt sagen: Ui, das tut jetzt ein bisschen weh, so eine Investition oder so ein bisschen so kleines Ohren flattern und so ein huihui und dann aber kurz wieder erinnern, wofür machen wir das? Ah, das ist Smash it. Das ist die beste Mastermindgruppe der Welt. Und natürlich gehen wir dafür jetzt und wir wollen das gut machen. Und wir wollen das was Besonderes machen, weil wer wollen wir sein? Wofür wollen wir bekannt sein? Das ist, finde ich, immer wieder eine Frage, mit der man sich beschäftigen darf als Selbstständige und gucken sich schon auch ein bisschen auf eine Art, so zu verhalten, wie man sein möchte, wo man hin wachsen möchte und nicht die, die man vor einem Jahr war aus einer Sicherheitsperspektive, sondern eben die zu sein, wo man sagt ja, man die möchte ich sein. Und in dieser Rolle möchte ich im nächsten halben Jahr oder Jahr hineinwachsen. Gretel Niemeyer: Ja, ja und gleichzeitig. Jetzt haben wir natürlich von dem Event geredet, das sehr auf unser Business gemünzt ist und das wir ja auch nur einmal im Jahr machen. Gleichzeitig investieren wir ja auch an anderen Stellen und haben zum Beispiel jetzt jemanden so halb fest, sag ich mal, für die Technik eingestellt, weil wir einfach gesagt haben, das haben wir über zwei Jahre lang immer wieder ausprobiert, auf verschiedene Art und Weise wir haben festgestellt, wir brauchen aber jemanden, die mitdenkt, die schon weit in dem in ihrem Business mit drin ist, die selber Lösungen sucht, die uns ganz viel Arbeit abnimmt, die wir nicht gerne machen möchten. Und auch da natürlich ist das für uns auch so ein Huch, jetzt holen wir uns da jemanden fest rein und wir sind committed. Und die nächsten vier Monate ist das ein fester Betrag, den diese Person bekommt. Und gleichzeitig auch da wieder einmal einatmen. Einmal ausatmen. Was haben wir uns? Was versprechen wir uns davon? Warum machen wir das? Warum wollen wir diese Aufgaben abgeben? Was bringt uns das? Warum glauben wir, dass genau diese Person die richtige ist? Und ich finde, das ist so cool, weil wir bei diesen großen Entscheidungen einerseits die halt nicht alleine treffen müssen. Wir haben sie miteinander besprochen, vielleicht haben wir sie, wenn sie noch größer sind als das auch mit unseren jeweiligen Mentoren noch mal besprochen. Einfach um so ein Feedback zu bekommen, ob wir da jetzt völlig auf dem Holzweg sind oder ob wir uns die Welt schönreden oder ob das wirklich unser nächster Schritt ist, auch von außen betrachtet. Und dann gucken wir halt objektiv drauf, gucken, ob das subjektive Empfinden auch dazu passt und dann machen wir es. Und was dann so cool ist und was ich bei diesem Think Big Gedanken auch so schön finde, ist bei mir zumindest, sobald ich diesen Gedanken abgehakt habe, sobald die Entscheidung getroffen ist. Muß ich da nicht mehr mit rum machen. Das Ding ist einfach durch der Drops gelutscht. So ist jetzt die Ausgangslage. So mache ich jetzt weiter, wenn ich jemanden fest ins Team hole. Was bedeutet das? Was muss an Umsatz im Monat reinkommen? Was bedeutet das in Smash it? Was bedeutet das mit meinem eins zu eins? Was bedeutet das an Aufgaben, die wir verteilen, an Prozessen, die wir etablieren müssen usw? Also wie du ja auch immer so schön sagst, ich überleg dann halt nicht mehr ob, sondern ich überlege dann halt, wie es weitergeht. Und ich finde, das haben wir ganz oft mit diesen großen Entscheidungen. Wir machen VIP Day, okay, das ist das Datum, gut, dann muss jetzt alles sich da unterordnen. Wir stellen jemand ein für die Technik, gut, dann so und so, wir verändern das und das in Smash it, weil das irgendwie bis jetzt gelaufen ist. Das war gut, war für die Vergangenheit aber nicht mehr Gutes für die Zukunft. Super. Werden das alle geil finden? Vielleicht nicht. Dann ist jetzt die Aufgabe, das vernünftig zu kommunizieren und vernünftig die nächsten Schritte zu gehen. Und das finde ich wahnsinnig empowernd. Dieses Boah, ich habe eine große Entscheidung getroffen, ich habe die objektiv getroffen. Ich habe mir alles einmal angeguckt. So geht es weiter. Und das dann zu nehmen und das in ein "Wie" und nächste Schritte umzuwandeln. Laura Roschewitz: Total. Und ich finde, mir begegnet das auch ganz oft, dass Menschen, die uns folgen, die uns zuhören oder die vielleicht in irgendwelchen Formaten von uns schon mal waren, beim Coffe Speed Networking oder beim Our Call, die dann sagen: Wie schafft ihr das eigentlich alles? Oder das ist doch alles mega viel und ich finde, das ist auch wieder so ein Ding. Wo es auch ehrlich zu sein gilt und wo es auch wichtig ist zu sagen, dieses Unternehmen, was wir zusammen leiten, das hat mittlerweile ja auch ein Ausmaß. Also wenn wir darüber sprechen, was wir alles machen. Wir nehmen ja noch ein Podcast auf. Wir haben wie gesagt das Coffee Speed Networking, wir haben den Ask Us Anything Mastermind Call. Wir haben so viele verschiedene Komponenten und wir haben ja beide daneben noch unsere sozusagen, ich sage mal unter Anführungszeichen eigenen Businesses. Das heißt, das wäre überhaupt gar nicht möglich ohne Team. Also das wäre dann nicht unseren Werten entsprechen, weil dann würde ich mich auf jeden Fall kaputt arbeiten. Und das finde ich auch so wichtig. Dieses groß denken und dann auch ehrlich sein sagen, wir investieren, wir trauen uns das, wir bauen ein Team auf. Wir gucken genau, was brauchen wir. Also wo brauchen wir das? Was macht uns beiden überhaupt keinen Spaß? Was ist sozusagen, ja der Podcast? Wie wollen wir den weiter gestalten? Das ist halt auch noch gut, nämlich ab jetzt gibt's immer zwei Folgen Podcast die Woche. Also wirklich zu steuern und zu gucken. Am Anfang sind wir mit dem Podcast fünf Tage die Woche gestartet. Irgendwann war es so Oah, das geht nicht mehr, das ist zu krass. Dann haben wir drei Folgen gemacht. Jetzt über den Sommer noch mal innegehalten, geguckt, wie ist das mit dem Podcast? Wollen wir den noch weitermachen? Ja, nein. Dann haben wir sehr viel Feedback bekommen, dass wir ihn unbedingt weitermachen sollen. Dann haben wir uns da hingesetzt. Okay, nee, es ist schon wirklich sehr cool mit dem Podcast, aber drei Folgen die Woche ist immer noch krass. Wir gehen nochmal zurück. Wir gehen auf zwei Folgen, weil damit können wir sehr, sehr viel in die Welt bringen. Also immer wieder zu steuern und wirklich oben auf die Brücke zu gehen und nicht die ganze Zeit unter Deck zu schrubben, sondern oben auf die Kapitäns Brücke zu gehen und zu sagen, mal in die Weite zu gucken und sagen Okay, wo wollen wir hin, was ist das Ziel und was brauchen wir dafür? Und dann auch diese mutigen Schritte zu gehen. Gretel Niemeyer: Ja, und ich finde es auch so spannend, weil ich jetzt gerade so oft zu hören kriege Ja, und du machst ja auch so viel und es ist ja so krass, was du alles machst. Und ich bin ehrlicherweise jetzt gerade an einem Punkt, wo ich so denke Mein Pensum ist doch voll gut. Also ich habe einige eins zu eins Kundinnen, die fertig geworden sind über den Sommer und nehmen nur sehr, sehr selektiv neue Kundinnen auf, einfach weil ich weniger Plätze vergeben möchte als noch vor dem Sommer. Ich finde Smash it ist gerade in einer super Bahn ja, es gibt noch so einige Sachen abzuhaken, wie zum Beispiel die Mason Nico Konferenz, auf der ich Ende September spreche und wozu noch eine Geschichte fertig werden möchte. Und so weiter und habe aber da so das Gefühl: Hey, jetzt wo das mit dem Team so aufgegleist ist, wo immer klarer wird, wer macht was? Zum Beispiel auch du machst den Podcast bei uns in der in der Kombo. Ich mache vielleicht interne, strukturelle oder Strukturen mehr, also habe ich eher so das Gefühl, dass mag nach außen jetzt immer größer und mehr aussehen, was ich mache. Aber im Innen ist es irgendwie viel ruhiger und viel entspannter als das noch vor einem halben Jahr war. Und das zeigt mir halt auch, dass dieses Ding ich weiß nicht, wo du jetzt gerade stehst mit deinem Business, die du uns jetzt zuhörst, aber ich habe auch gedacht, als ich noch weniger Umsatz gemacht habe, um Gottes Willen, wie soll ich denn auf Level XY kommen, wenn ich mich jetzt schon total rund mache? Das geht doch überhaupt nicht. Und jetzt stehe ich hier und denke mir so, es ist entspannter als vor anderthalb Jahren. Es ist entspannter als vor einem Jahr. Es ist definitiv entspannter als vor einem halben Jahr. Und wir machen mehr Umsatz. Ja, natürlich durch unser Team, auch bei höheren Kosten. Aber auch das haben wir ja alles im Blick. Laura Roschewitz: Ja, absolut. Aber das ist doch ein wichtiger Punkt. Wir haben auch nicht. Es ist, es war für uns beide und da machen wir auch kein Geheimnis draus phasenweise auch sehr, sehr anstrengend und sehr intensiv. Und zwischendurch gab es bestimmt auch Momente, wo die eine oder wir beide gesagt haben Boah, ich weiß nicht, ob ich das Pensum so wuppen kann. Aber wir haben halt nicht gewartet, dass es irgendwann weniger wird, sondern wir haben uns gedacht. Okay. Welche Punkte gibt es, die uns so richtig ab nerven, wo wir nicht mit gut zurechtkommen? Wo gibt es vielleicht auch Punkte, die einfach andere besser können als wir? Ja, Hashtag surprise. Es gibt sie. Und dann wirklich mutig, diese Entscheidung zu gehen und nicht zu sagen: Ja, jetzt ist es hier gerade so muckelig, jetzt haben wir uns hier gerade so eingegroovt. Ich sage jetzt mal ein bisschen frech, bei vielen ist ja auch lieber scheiße als neu. Und das ist, finde ich, was, was wir echt gut machen. Wir warten dann nicht lange ab, wenn wir merken, das ist nicht gut. Okay, dann braucht es für den Podcast irgendwie eine neue Transkription oder so was, damit wir das rausbringen, was wir da sagen. Damit wir das aber nicht mehr schreiben müssen oder so. Wir finden dann einfach Tools, Menschen, Teammitglieder, Kooperationspartner:innen, mit denen wir das dann halt auf das nächste Level bringen können. Und das, finde ich, ist wirklich so ein Ganz. Wenn wir so von Behind the Scenes sprechen, ist das vielleicht eins unserer Geheimnisse, dass wir da wirklich zwar sehr viele Projekte haben und sehr viel machen und gleichzeitig uns aber eben im Innen auch stärken und gucken, was brauchen wir, um da mitwachsen zu können. Gretel Niemeyer: Ja, und wenn du vielleicht eins so mitnehmen sollst heute aus dieser Podcastfolge Moin um Neun, dann ist es halt einerseits Trau dich groß zu denken, trau dich aber auch, möchte ich noch als Einschub dazu fügen, fokussiert groß zu denken. Also wir haben ja auch nicht alles auf einmal gemacht den Podcast, den VIP Day, Mastermind. Und so weiter, sondern das hat sich nach und nach aufgebaut. Also nimm dir ein Projekt, ein Angebot, ein Event, ein was auch immer, was du gerade auf die Beine stellen möchtest. Dann überlege dir, wie es richtig geil wäre. Geh los, um es richtig geil zu machen. Und wenn es eine Geschichte ist, die über eine längere Zeit läuft, dann plane auch Zeit ein, um es eben jeden Tag ein kleines bisschen besser zu machen. Denn den Status quo zu halten, dass ist manchmal das, was anstrengender ist, als die neuen Sachen rauszubringen. Und ja, such dir Support. Ich sage jetzt nicht, dass du in unsere Mastermind kommen musst, obwohl du das natürlich vielleicht gerne kannst. Aber such dir jemanden, der dir mal den Spiegel vorhält, der dir mal die Karotte hinhält, der dich nun mal auch einfach schubst, der dir auch ehrlich eine Meinung gibt von außen, was also wie dein Projekt oder deine Vision auf ihn oder sie dann tatsächlich wirkt. Und dann trau dich einfach loszugehen und die Sachen so zu machen, wie du sie für richtig findest. Rechne das natürlich alles durch. Was auch immer du dir dort überlegst, guck dir Pros und Contras an und dann lauf aber los und mach, weil das Allerschlimmste, was halt passieren kann, dass in diesem Limbo von Oah, ich würde so gerne und ich habe so eine tolle Idee und so weiter hängen zu bleiben und ein halbes Jahr später noch an der gleichen Stelle zu hängen und sich zu denken: Ja, scheiße, hätte so viel passieren können in diesem halben Jahr. Laura Roschewitz: Genau. Das ist ein toller Abschluss. In diesem Sinne teile gerne mit uns, welchen Limbo du beenden möchtest und wo du auf die Zielgerade und auf die Autobahn zur Beschleunigung abbiegen möchtest. Wir sind gespannt. Schick uns da gerne eine Nachricht oder einen Kommentar zu und dann war's das heute für Moin um Neun und wir freuen uns sehr, wenn wir uns ganz bald wieder hören. Gretel Niemeyer: Bis ganz bald. Tschüss. Laura Roschewitz: Tschüss. Foto:Kareen Kittelmann Fotografie

  5. Wenn eigene Erwartungen zum Stressfaktor werden! Im Urlaub mal SO RICHTIG entspannen! 😎 An NICHTS denken, und einfach ALLES GENIESSEN! NULL arbeiten, KEINE Mails und Insta direkt LÖSCHEN! ☺️ Lesen, Schlafen, Essen – keine Konflikte, keine Belastung, einfach das Süße Leben leben? Nach dem Urlaub dann aber wieder VOLLGAS, weil schließlich die Batterien voll aufgeladen sein MÜSSEN! 🔋 In dieser Folge brechen Laura & Gretel einige Tabus und sprechen ganz offen darüber, wie ihr Sommer verlaufen ist, was für sie schwierig ist am Umgang mit den eigenen Erwartungen und was sie als Unternehmerin Dir an Tipps mitgeben, wie Du langfristig besser mit Dir und Deinen Erwartungen umgehen kannst. Dabei spielen Kalender 📆, Team-Aufbau und die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen eine zentrale Rolle. Aber hör’ einfach direkt rein in diese spannende Folge 🎧 und teile Deine Erfahrungen mit uns! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hello, hello! Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun nach der Sommerpause oder zumindest nach einer langen Zeit, wo es keine Folge von uns beiden zusammen gibt und gab. Ich bin ein bisschen aufgeregt. Gretel Niemeyer: Ja, Moin. Ich auch. Beziehungsweise, ich glaube, ich bin zu müde, um aufgeregt zu sein. Was uns ja auch direkt in unser Thema schmeißt. Aber ja. Erst mal Laura, schön, dich mal wieder zu sehen. Wir haben uns natürlich über den Sommer trotzdem gesehen und gehört. Aber es gab jetzt, ich meine zwei bis zweieinhalb Monate, keine gemeinsame Moin im Neun Folge, keine neue zumindest. Das ist schon ziemlich krass. Laura Roschewitz: Ja, das ist ziemlich krass. Ich hab mich eben kurz gefragt, ob ich noch das Intro noch kann. Gretel Niemeyer: Ich gebe dir eine 7 von 10. Laura Roschewitz: Das war schon besser. Aber wir haben jetzt ja auch wieder eine ganze neue Staffel. Ich habe mein Vokabular sozusagen angepasst. Wir haben jetzt ja sozusagen die Herbst und Winter Staffel Moin um Neun vor uns und da habe ich ein paar Folgen zum Üben. Also ich freue mich sehr, dass wir mal wieder zusammen schnacken und ich glaube, ihr könnt euch freuen, denn wenn ich das so aus meiner Perspektive sehe, hatten wir beide einen Sommer, der uns auf jeden Fall auch zum Nachdenken gebracht hat und so einige Erkenntnisse mit sich gebracht hat, die wir natürlich euch hier im Podcast mitbringen. Gretel Niemeyer: Ganz genau. Und heute gucken wir uns gleich mal das Thema Erwartungen an, denn Laura, du, du hattest den ganzen Juli frei. Der aber, wie du vielleicht gleich noch mal erzählen kannst, nicht ganz so off war, wie du dir das gewünscht hättest. Ich hatte zwei Wochen frei und bin wiedergekommen und bräuchte tatsächlich auch noch wieder Urlaub. Und wir hatten beide so ein bisschen diese Situation, dass wir dachten okay, da ist dann eine Zeit off, da ist ein Urlaub. Und natürlich hatten auch wir gewisse Erwartungen an diesen Urlaub, auch wenn wir die Erwartung haben wollten, keine Erwartungen zu haben. Und so weiter und so fort. Gretel Niemeyer: Aber starte doch einfach mal du, weil du ja auch zeitlich früher dran warst, du hast dir mit Hängen und Würgen und Tiger krallen und weiß ich nicht was, diesen Juli freigehalten. Und dann kam bei dir direkt alles ganz anders als gedacht. Am, weiß ich nicht, was war das? 3. Juli? 4. Juli? Laura Roschewitz: Ja, das war schon echt krass. Tatsächlich war das ja auch das erste Mal seit Jahren, dass ich mir so einen Monat geblockt habe. Also frei hieß ja für mich wirklich so Termin frei. Das war immer mein großes Ziel. So keine Zoom Sessions, keine Workshops und das war für mich gar nicht so einfach, das zu verteidigen. Und dann ging ich eigentlich mit stolzer Brust in diese Zeit, weil ich echt froh war und es auch cool fand, das durchgezogen zu haben. Weil es gab natürlich Versuchungen einzuknicken. Und dann kamen tatsächlich zwei Tage. So in der ersten Juliwoche hatte ich noch so ein paar Termine, da lief ja auch Smash it noch, unser Smash it ist dann ja auch in die Sommerpause gegangen und wirklich am Tag des letzten Termins in der ersten Juliwoche flog bei uns das liebe Corona ins Haus. Und das war wirklich so ein Moment, wo ich, wo es mir auch so ein bisschen den Boden weggerissen hat, weil ich hatte mich so doll drauf gefreut auf dieses einfach tun und lassen was ich möchte und irgendwie in die Stadt fahren und mal auf ein Konzert gehen oder so und das hat mir wirklich, da habe ich wirklich so zwei, drei Tage richtig dran geknabbert, weil ich dann das natürlich nicht mehr genießen konnte. Zu Hause zu sitzen, in Quarantäne und zu Netflixen, was vielleicht eigentlich auch eine Sehnsucht von mir war für diesen Juli. Aber nicht, wenn ich es muss. Und dadurch startete mein Juli so ein bisschen später und auch erst mal mit relativ schlechter Laune. Und das ist natürlich auch nicht das, was man so erwartet von so einem Sommerurlaub in Schweden. Ich habe natürlich erwartet, dass ich nur Blaubeeren essend im Garten sitze und viele Bücher lese und so und da fängt das eben auch schon an mit diesem Erwartungsthema, finde ich. Also obwohl ich bei uns beiden sehe, dass wir uns damit viel beschäftigen und auch andere dazu beraten und begleiten, ist es ja trotzdem so, dass ich auch auf jeden Fall selber in diese Falle wieder ein Stück weit getappt bin und gedacht habe: Ja, dieser Juli, da drücke ich einmal so richtig auf Pause und lade alle meine Akkus wieder auf. Und na ja, was soll ich sagen, der Juli war toll, es war super, ich will es auch gar nicht rückgängig machen. Ich würde es auch nicht anders machen in dem Sinne. Was mir aber so eine wichtige Erkenntnis war, dass ich nicht alles von diesem Monat erwarten kann, was vielleicht in den Monaten und zum Teil in den Jahren vorher auch nicht so gut geklappt hat, sondern mal ein bisschen realistisch zu bleiben. Was kann ich in zwei, drei Wochen im Sommer, wo ja das Leben auch weitergeht. Ist ja nicht, dass dann auf einmal alles stehenbleibt. Was kann ich da eigentlich erwarten? An Batterie aufladen und Erholung und Tiefenentspannung. Also das ist wirklich für mich so ganz, ganz wichtig gewesen, dass ich relativ schnell da saß und so ein bisschen angespannt war und dachte: Na, ist das jetzt Entspannung oder nicht? Fühle ich mich jetzt schon erholt oder nicht? Also versucht habe das so zurzeit zu Monitor, aber dachte Oh Gott, nicht, dass dieser Monat jetzt so schnell vorbeigeht, dass ich so gemerkt habe, ich habe mir da so inneren Stress gemacht und dann schon ist aber mit der Zeit besser wurde in dem Juli auf jeden Fall, aber es war wirklich ein nicht so leichtes Ankommen. Gretel Niemeyer: Ja, spannend. Also ich finde es interessant, wie du das jetzt dann auch schon sehr reflektiert wiedergeben kannst. Das ist ja dann auch schon wieder zwei Monate her, dass diese Situation war echt der Knaller. Laura Roschewitz: Ja und das ist eben auch schon genau so ein Erwartungsding. Also ich fand dieses Beispiel mit einfach mal im Bett liegen und Netflix gucken wirklich so ein gutes Beispiel. Weil hättest du mich eine Woche vor dem Juli, hättest du mich in der letzten Juniwoche gefragt. Jetzt einfach mal abhängen und nichts machen, das wäre ein Traum. Und in dem Moment, wo ich dann aber musste, hatte ich natürlich andere Träume. So der Hashtag Shiny Objects. Auf jeden Fall war es viel attraktiver, auf dem Konzert zu gehen, als im Bett zu lümmeln. Und da habe ich ganz doll gemerkt, dass ich einige Bedürfnisse von mir doch wieder in meinem Alltag im ersten Halbjahr wieder doch so lange vernachlässigt habe, dass ich die dann alle in diesem Juli irgendwie beglücken wollte. Und let's face das ist einfach zum Scheitern verurteilt, weil dann kommt eine Sache wie eine Erkrankung oder jemand aus der Familie geht es nicht gut oder whatever und dann lässt sich halt schon nicht mehr durchführen oder nicht mehr erreichen. Und das ist wirklich für mich so ein so eine Erkenntnis gewesen, mehr Inseln in meinen Alltag zu packen, wo ich bestimmte Dinge, die ich von diesem Juli erwartet habe, jetzt auch noch nachträglich beibehalte und nicht einfach sage: Ja, okay, ja, doch nächstes Jahr gibt es wieder einen Monat. Gretel Niemeyer: Und nächstes Jahr ist auch wieder Juli. Und wie machst du das denn konkret? Du hast jetzt festgestellt, dass es verschiedene Bereiche gibt, die du ja, die du nähren möchtest oder die du ausfüllen möchtest. Du hast die wahrscheinlich definiert. Weiß nicht, trägst du dir das denn im Kalender ein? Jetzt ist social time, jetzt ist me time, jetzt ist weiß ich nicht was. Was gibt es da so für Bereiche? Laura Roschewitz: Also es gibt auf jeden Fall so Bereiche, das habe ich gemerkt. Das ist so, ich habe mir das halt so wie Batterien vorgestellt. Es gibt zum Beispiel eine Home Sweet Home Batterie, die ist da einfach mal zu Hause sein, bis 11 Uhr brauchen, bis ich mein Frühstück mache. Und so weiter. Die war dann nach dem Juli auch gut gefüllt, weil das hatte ich viel, auch durch Corona. Es gibt aber auch noch andere Batterien, zum Beispiel eine Abenteuer Batterie, wo ich einfach mal was neues mache, wo hin fahren, wo ich noch nie war. Was so diesen klassischen Abenteuerurlaub irgendwie. Die war nicht gefüllt nach meinem Juli, weil ich nicht weggefahren bin, weil ich einfach zu Hause war. Und es gibt aber zum Beispiel auch so eine Sehnsucht in mir, die ich da gemerkt habe, dass ich auch einfach mal einen Tag in meiner Woche brauche, weil das war was, was mir im Juli extrem gut getan hat dieses nicht vor der Kamera sitzen, nicht in Zoom Termin sein. Das war echt so ein so ein totales Durchatmen, so ein Boah, ist das schön, nicht vor diesem Rechteck zu sitzen. Und das habe ich zum Beispiel ganz konkret jetzt umgesetzt, in dem ich einen Termin freien Tag in der Woche habe. Das ist für mich schon. Da liegen echt schon Welten zwischen, ob ich fünf Tage quasi in Folge habe, wo ich Termine habe oder mein Dienstag ist mein terminfreier Tag. Dann habe ich mit dem Montag einen Tag und dann habe ich danach noch mal drei. Aber zwischendurch habe ich einen Termin, da kann ich komplett selber entscheiden. Ich habe keine Vorgaben. Natürlich arbeite ich da auch, aber es ist für mich ein anderes Arbeiten, wenn ich weiß, ich muss jetzt nicht um Punkt 9 zu dem und dem Termin in Zoom sein. Also das ist auf jeden Fall eine Veränderung. Generell habe ich mir meinen Terminkalender ziemlich vorgeknöpft und realistischer gestaltet, also zu gucken. Ich habe zum Beispiel jetzt im letzten, in den letzten vier Monaten nur noch drei Termine, wo ich Workshops anbieten kann oder vier, weil ich einfach mal realistisch geguckt habe, was ist denn machbar? Und das war was, was ich im ersten Halbjahr wirklich nicht gut gemacht habe. Ich habe einfach zu viele Dinge angenommen, weil sie mich interessiert haben, weil ich dachte, ich müsste das, weil ich es spannend fand. Also aus ganz vielen Gründen. Und da ist es jetzt so, dass ich zum Beispiel einfach einen Kalender habe, wo ich geblockt Termine für Workshops habe und wenn mich eine Firma anfragt, kann ich diese Termine anbieten, thats it. Und das fühlt sich ehrlich gesagt ziemlich cool an, weil das nicht mehr so ein Reagieren, so ein ah ihr braucht noch was, ja, lasst mich gucken, ich schieb noch das und das und dann gucke ich mal, wo ich noch reinquetschen kann. Natürlich wird mir das mit Sicherheit auch noch mal passieren. Ich bleibe ja ich. Aber wenn es nicht mehr jeden Monat und jede Woche passiert, dann bin ich da schon einen ganzen Schritt weiter. Also tatsächlich der terminfreie Tag und dieses Festlegen von Kapazitäten, was ich Menschen so anbiete, von Zeitfenstern, das ist für mich ein totaler Gamechanger. Gretel Niemeyer: Cool. Also würdest du sagen okay. Erwartungen an den Juli nicht voll erfüllt, aber dadurch auch wieder was gelernt, was so sozusagen im Rest des Jahres umsetzen kannst. Bzw. was generell deine Art zu arbeiten und wie du deine Bedürfnisse erkennst verändert hat. Weil wäre der so glatt gelaufen der Juli. Dann hättest du dir vielleicht die Batterie Analyse nie gemacht und würdest jetzt aber so weitermachen wie davor. Laura Roschewitz: Total. Darum bin ich auch super froh. Und was vielleicht noch eine Sache ist, die ich dann irgendwann gemacht habe, weil ich gemerkt habe, vielleicht kennt ihr das auch. Ich war irgendwann so ein bisschen. Ich hatte das so verlernt, so Freizeit zu haben, dass ich gar nicht mehr wusste, ob das jetzt eigentlich schön ist, was ich gerade mache. Also das klingt jetzt ein bisschen verrückt und ich ziehe jetzt mal blank, sozusagen. Aber ich hatte manchmal abends so eine Situation, dass ich dann irgendwie Abendbrot gegessen habe und dachte, war das jetzt eigentlich so ein richtiger Urlaubstag? Also ich habe das wirklich so ein bisschen wie verlernt. Und ich habe dann angefangen, nicht Tagebuch zu schreiben. Das war die Erwartung. Ich schreibe ganz viel, aber ich dachte, ich schreib ein Buch und ich lese Bücher und was ich alles mache in diesem freien Juli. Aber was ich gemacht habe, ist, mir so Stichworte aufzuschreiben, was ich alles gemacht habe, also zum Beispiel aufzuschreiben, ich war im Meer baden, ich war irgendwo im Cafe, ich habe mit guten Freunden gesprochen, ich habe ein Hörbuch gehört, ich habe sehr viel Zeit in meinem Garten und Gewächshaus verbracht und manchmal habe ich es mir einfach noch mal durchgelesen, weil mein Gehirn mir dann auch so ein bisschen Mind-Fuck Monkey mäßig irgendwie rein geplappert hat und gesagt hat: Ja, du hast ja gar nicht in der Hängematte gesessen, oder du hast aber nicht noch gejoyrnelt oder so, und dann habe ich am Ende des Tages geguckt, was habe ich denn gemacht? Und dann standen da zum Teil wirklich auch viele schöne Dinge drauf. Und so bin ich meinem Gehirn manchmal ein bisschen auf die Schliche gekommen, weil ich glaube, das Gehirn ist durch Insta und eigene Erwartung und whatever irgendwie gewöhnt und auch Filme und so, da passiert halt in 90 Minuten so viel, dass das Gehirn denkt, wenn du an einem Tag einfach einmal am Meer schwimmen warst und leckere Pfannkuchen gegessen hast, dann ist das kein guter Tag. Aber das war doch. Das hat mir sehr geholfen, das auch noch mal so aufzuschreiben. Ja, weil wirklich. Ich fühlte mich wie eine blutige Beginnerin, was so Freizeit angeht. Und ich dachte, wo kann man das eigentlich lernen? Gibt es eigentlich eine Schule für Freizeit? Gretel Niemeyer: Das wäre doch das Allergeilste, oder? Sich so, ha ich habe jetzt einen Monat frei. Kann mir bitte irgendwer sagen, was ich da mache in der Zeit? Wie mache ich eigentlich richtig Urlaub. Liebe Frau Roschewitz, sie haben die Ausbildung abgeschlossen mit 5 von 10 möglichen Punkten. Laura Roschewitz: Sie müssen jetzt ins nächste Modul. Gretel Niemeyer: Kommen sie nächstes Jahr mal wieder. Laura Roschewitz: Da üben wir schweigen, positives Denken. Laura Roschewitz: Also ich merke schon, hier wird eine neue Geschäftsidee geboren. Gretel Niemeyer: Genau. Laura Roschewitz: Ja, und das ist tatsächlich. Da kommen wir auch gleich mal zu dir. Das finde ich auch so, auch, dass man nicht neue Firmen, Geschäftsideen, Business Sachen zu entwickeln zum Beispiel. Und das finde ich auch ein ganz schmalen Grat, so als Selbstständige, dass ich irgendwie mich manchmal gefragt habe: Darf ich das jetzt eigentlich? Darf ich jetzt mir aufschreiben, was ich für eine geile Idee fürs Smash it habe? Oder darf ich jemanden kontaktieren, wo ich denke, ach, mit der würde ich gerne zusammenarbeiten? Oder ist das dann schon Arbeit? Also dieses: Was darf ich eigentlich, dass mir das irgendwie am Anfang schwergefallen ist und dass ich mir wünsche, dass ich das einfach regelmäßiger in mein Alltag integriere, um es halt einfach häufiger zu machen. Und das bringt mich auch gleich zu dir. Gretel Niemeyer: Ja, gerne gleich. Aber ich finde auch, da haben wir ja so ein bisschen. Also dass mir so ganz doll auffällt ist, dass wir so wieder lernen dürfen, also auf uns selber zu hören oder halt zu gucken, wie wir das gut finden. Weil auch wenn du Instagram aufmachst, dann kommt ja so, Oh, ich hab eine Auszeit gemacht und da kam 1000 Ideen und du sitzt dann da und denkst dir so, ja, wenn ich jetzt keine Idee habe, habe ich dann keine richtige Auszeit gehabt? Oder wenn die dann das, einfach mal wieder an den Punkt zu kommen, dass man sagt Ja, wenn ich arbeiten möchte, dann arbeite ich. Wenn ich komplett Detoxen möchte, dann mache ich das. Wenn dies, dann. Also wer sagt dir denn, wann du erholt bist und wann du Urlaub gemacht hast? Und so weiter. Also ich denke manchmal so boah können wir doch mal so ein Reset Knopf drücken und diese ganzen, ja zum Teil auch tollen und inspirierenden Posts und so, die wir überall lesen, einfach mal vergessen und unsere eigene Meinung wieder zu Sachen finden. Weil das merke ich schon geht irgendwie flöten. Laura Roschewitz: Ja total. Und auch dieses halt nach außen gucken und sich doch auf eine Art vergleichen, das muss ja auch gar nicht so was super Negatives sein. Aber ich habe das auch gemerkt. Ich habe mir zum Beispiel einfach ein bisschen auf die Finger gehauen, nicht alles aus meinem Off Monat zu teilen, weil ich dann schon gemerkt habe, dass es mir dann auch super wichtig ist, dass Menschen sagen: Ach, das ist ja toll und ach Mensch, du hast eine Tomate geerntet, das ist ja super! So, dann dachte ich so: Ach Mensch, vielleicht finde ich meine Tormaet einfach selber super, vielleicht reicht mir das For the Moment auch und ich glaube, das hat mich auch so ein bisschen erwischt, so einen Resonanzmangel. Ich glaube, gerade, wenn man an Social Media stark gewöhnt ist und ständig kriegt man einen Like, eine Frage, ein Kommentar, irgendwas. War das für mich ein bisschen ein Entzug, erst mal sozusagen wirklich Insta App löschen, alles runter von meinem Handy und halt nicht die ganze Zeit posten. Habe ich auch mal gemacht. Ich will da auch nicht dogmatisch sein, aber nicht für alles nochmal eine Bestätigung von außen bekommen, dass mir jemand sagt ja, das war jetzt wirklich ne tolle Freizeitgestaltung, die du da gemacht hast, sondern irgendwie mal wieder selber ins Fühlen zu kommen. So wie du auch gerade meintest und fühlen, ist es für mich eigentlich geil im Meer schwimmen zu gehen. Ja, es ist für mich toll im Gewächshaus zu arbeiten. Ja und? Habe ich jetzt 1000 andere tolle Sachen und eine Makramee-Hängematte geknüpft? Nein, ist vielleicht nicht meins. Also ich glaube, dieses überhaupt wieder zu fühlen. Das braucht irgendwie Zeit und tatsächlich auch so einen kleinen Detox von… Gretel Niemeyer: Ich habe gerade gedachte, was du hast eine Makramee-Hängematte geknüpft. Was ist denn da an mir vorüber gegangen? Aber die hast du auch nicht. Gut. Laura Roschewitz: Das habe ich nicht. Das hättest du mitbekommen. Das hätte ich dir auf jeden Fall geschickt und gesagt: Gretel guck mal, wie cool. Gretel Niemeyer: Hast du schon eine? Was ist da an mir vorbeigegangen? Laura Roschewitz: Nee, aber dieses wirklich wieder back to the roots, so zu sich selber und und da ein bisschen mehr vertrauen und sich selber haben. Das, dass wir schon wissen, was uns guttut und dass wir das schon irgendwie wieder mitbekommen. Und. Aus dem Reagieren so ein bisschen rauszukommen, das war für mich tatsächlich sehr hilfreich. Und dieses, es ist doch diese Rosamunde Pilcher Erwartungen an den Sommer oder an diese Auszeit, irgendwie mit wehendem Haar auf dem Pferd an den Klippen entlang zu reiten und ein Picknick zu machen. Und in echt hat das natürlich so nicht funktioniert und trotzdem das wertzuschätzen, wie es war. Also ich finde, das ist irgendwie auch ganz wichtig, trotzdem zu sagen, es war eine gute Zeit und das hat mir gut getan. Und das hat mir aber nicht in zwölf von zwölf Bereichen gut getan, sondern da sind acht Bereiche jetzt irgendwie ein bisschen entspannter und für die anderen sorge ich und warte halt nicht bis nächstes Jahr Juli. Gretel Niemeyer: Ja, ja, absolut. Laura Roschewitz: Wie war es denn bei dir in deiner Auszeit? Gretel Niemeyer: Also, ich würde sagen, ich meine, ich hätte gar nicht so hohe Ansprüche oder Erwartungen daran gehabt. Ich war dann doch vielleicht enttäuscht trotzdem. Also bei uns war es ja so, wir haben sehr spät bis gar nicht so richtig geplant. Wir hatten insgesamt zwei Wochen Zeit. Urlaub insgesamt. An dem Samstag direkt an dem ersten war mein Schwimm-Wettkampf und wir wussten okay, nach diesem Schwimm-Wettkampf fahren wir noch bis zum Heide Park und verbringen den Sonntag im Heide Park und dann fahren wir nach Holland mit unserem Pferdeanhänger-Wohnwagen. Wohin genau wissen wir noch nicht. Und das war irgendwie cool und irgendwie spannend. Dummerweise habe ich mich aber bei dem Schwimm Wettkampf erkältet. Durchgehendes Schreien im Heide Park hat dem nicht so, war dem nicht so zuträglich, so dass ich eigentlich tatsächlich zwei Wochen krank war. Also die erste Woche den ganzen Tag gehustet und dann nur noch abends und morgens und nachts. Und dazu muss man ja noch sagen, wir sind dann an dem Mittwoch nach anderthalb Wochen 720 Kilometer wieder nach Hause gefahren, mit Anhänger, um Donnerstag und Freitag die Einschulung unseres Sohnes zu Ende zu planen. Und Samstag war dann die Einschulung und letzte Woche hatten wir dann halt die erste Schulwoche. So und ja, wenn ich eines sagen kann ist, dass das halt vorne und hinten kein wirklicher Entspannungs-Urlaub für mich war. Und dazu muss man aber auch noch sagen, dass bei uns in der Familie halt ziemlich klar ist, was alle anderen gerne wollen. Mein Mann richtet unsere Campingplätze und die Reisezeit nach dem Wind aus, der kitet sehr, sehr gerne. Die Kinder, da ist es auch relativ klar. Die wollen halt Action und haben da irgendwie einen Kettcar-Führerschein gemacht oder sich verkleidet oder sich schminken lassen oder so solche Sachen. Und ehrlicherweise fühl ich mich so am wohlsten, wenn ich einfach irgendwo rumgammeln und ein Buch lese und das zählt aber nicht so richtig als Aktivität in unserer Familie. Das ist dann so: Ja, das kannst du doch eigentlich immer machen, das gilt jetzt nicht. Und deswegen ist es immer so ein kleiner, ich will gar nicht sagen Kampf, aber ich denk mir dann selber halt auch: Na ja, gut, lesen kannst du eigentlich auch zu Hause. Ähm raf dich jetzt mal auf, jetzt bist du halt schon hier, jetzt machste du auch dies, jetzt machste auch das, sodass wir dann, wir waren in Amsterdam. Wir waren bei einem Fußballspiel. Waren an der Nordsee. Wir waren auf einem Hippie Campingplatz, am Ijsselmeer und so super cool. Und ich habe aber zum Teil auch so gedacht. Ja tolle Erfahrung und Erinnerungen gesammelt und es war auch wirklich schön und gleichzeitig hat es dich halt nicht entspannt, weil ich auch in der Zeit schon wieder bei der Einschulung war und wer was kocht und wann wir wo was abholen. Und da meinte mein Mann halt auch so, naja es ist ein bisschen schwierig, weil du dir halt jetzt Gedanken machst über Sachen, die du jetzt aber auch gar nicht lösen kannst. Also de facto kannst du die Bierbänke eben erst am Freitag abholen oder die Zutaten kannst du halt auch erst am Donnerstag, Freitag kaufen. Also warum machst du dich eine Woche vorher schon heiß deswegen? Und ja, da kam halt so ganz viele Sachen und wenn ich dann mal irgendwo gesessen und gelesen habe, dann habe ich halt auch eher 1000 andere Sachen im Kopf gehabt, als dieses Buch zu lesen. Und das war einfach eine komische Mische. Also ich habe Instagram zum Beispiel, ich habe es nicht gelöscht, aber ich hab schon gleich gesagt, es gibt keine Posts, es wird keine Storys geben. Also das war für mich völlig klar, dass ich da nichts mache. Aber ja, wie gesagt, so eine emotionale Geschichte wie eine Einschulung hinten dran zu hängen und dann ne erste Schulwoche. Also ich bin eigentlich durch. Ich bin, ich könnte sofort noch eine Woche Urlaub dranhängen. Laura Roschewitz: Ja. Ja, aber das ist doch auch irgendwie mega spannend, oder? Wenn du das so erzählst, da hat sich in mir auf jeden Fall auch eine Stimme gemeldet. So zu diesem, eigentlich weiß ich vielleicht auch gar nicht so, du weißt eigentlich, was dir gut tut. Und das ist das klingt ja auch so nach Erholungsbatterie und nicht unbedingt Abenteuern. Ihr hattet jetzt aber super viel Abenteuer. Da ist die Abenteuerbatterie, vielleicht sogar ein bisschen überladen und das finde ich halt so spannend. Wie können wir das dann integrieren, wenn wir selber irgendwie wissen, so langsam oder immer mal wieder uns erinnern. Ah ja, stimmt, das tut mir eigentlich gut. Wie können wir das auch nach außen kommunizieren und dann auch uns selber irgendwie treu sein damit? Also ich bin auch so ein Mensch. Mich musst du eigentlich auch nur irgendwo hinsetzen, einen guten Tee in die Hand, ein Hörbuch dann, dann bin ich zufrieden. Aber ich habe dann auch irgendwann gemerkt, habe ja auch gleichzeitig noch die Beete gemacht und noch das und das. Das sind alles Sachen, die ich Mag, aber so zum wirklich runterfahren, das finde ich halt ist auch so ein Punkt. Ähm brauche ich auch mal dieses stromlos. Also wirklich ruhig sein. Und das ist doch vielleicht auch ein Thema, was sich interessant aufs Business übertragen lässt, finde ich. Also was brauche ich als Selbständige, um nicht eigentlich wie im angestellten Dasein einmal im Jahr zwei Wochen Urlaub zu haben, da all meine Wünsche und meine Sehnsüchte reinzupacken? Gerade Studien gelesen, dass 37 % der Menschen im Urlaub sich eher schlechter fühlen als im Alltag, weil dann irgendwie Symptome hochkommen. Und so weiter. Also wie können wir das machen? Was hast du da vielleicht für dich, gerade für Punkte, wo du sagst, da willst du in Zukunft gut auf dich achten. Laura Roschewitz: Naja, ich glaube das ist halt so im Kontext einer Familie noch mal was anderes wahrscheinlich als in einer Partnerschaft ohne Kinder, weil es da eben auch bei den Kindern geht es mir schon auch darum, oder geht es uns ganz stark auch darum Erinnerungen und Memories zu schaffen. Also da ist halt auch so dieses okay, du hast jetzt vielleicht zehn Sommer noch mit den Kindern, dann haben die einfach auch keinen Bock mehr mit dir irgendwo hin zu fahren. Und gleichzeitig aber auch zu sagen: Hey, ich nehme mal den Druck da raus, weil unsere Kinder bauen ja nicht nur Erinnerungen auf in diesem Sommerurlaub, sondern auch in allen anderen Sachen, die wir mit denen machen, wenn wir mit denen ins Schwimmbad gehen, wenn die ihre Freunde ins Tobeland einladen, wenn wir, keine Ahnung, Oma und Opa zu Besuch haben, wenn wir mit denen ne Runde ICE fahren oder Rolltreppen fahren oder so. Das sind ja auch alles spannende Sachen für die, da so ein bisschen den Druck rauszunehmen. Und tatsächlich ist es das zweite Learning für mich, wirklich so dieses sich hinsetzen und mit den eigenen Bedürfnissen auch zu beschäftigen, weil halt immer zu sagen, na ja, ich könnte ein Buch auch von anders lesen. Ja, natürlich, könnte ich. Aber möchte ich mich einfach nicht dem Konflikt aussetzen, jemandem jetzt oder meinem Mann, meinen Kindern zu sagen: Macht ihr mal, ich hab jetzt keinen Bock drauf, ich letztes Buch und sozusagen auszuhalten, was da zurückkommt. Oder ist es mir wirklich nicht wichtig genug? Und sehr wahrscheinlich. Ist es mir schon wichtig. Ich möchte nur in dem Moment dann den Frieden irgendwie nicht stören. Also da auch noch mal zu gucken, was sind denn die eigenen Bedürfnisse und wie kann ich die in den normalen Alltag mit einbauen, aber eben auch in die Urlaubsplanung mit einbauen? Auch da ehrlicherweise bei uns war so viel los vor dem Urlaub. Ich habe mich fast überhaupt nicht mit der Urlaubsplanung beschäftigt. Gott sei Dank hat mein Mann da die ganzen Ideen irgendwie reingeschmissen und Campingplätze rausgesucht und soweiter. Und das ist dann halt eben auch, wenn ich nicht drüber rede, wenn ich mich nicht damit beschäftige, wenn ich halt selber nicht aktiv daran mit gestalte. Und auch das ist jetzt egal, ob es Urlaub, Business, Entwicklung, Zusammenarbeit mit Kunden ist. Wenn ich es nicht aktiv mitgestalte, dann brauche ich mich am Ende auch nicht wundern, wenn nicht das dabei rauskommt, was ich gerne hätte. Das ist erst mal eine ziemlich bittere Pille. Aber ich fürchte, die muss halt irgendwie geschluckt werden. Und auch da gibt es keine easy peasy einfache Lösung dafür. Aber halt, ja, setz dich hin. Überleg dir, was du willst. In welchen Kontext deines Lebens auch immer. Für sich einzustehen kostet immer ein Preis. Ist auch oft nicht sonderlich angenehm. Aber die Alternative, nach zwei Wochen hier zu sitzen und sich zu denken na toll. Der nächste Urlaub, das sind dann die Herbstferien. Einfach mal übertrieben gesprochen. Das ist ja auch keine Alternative. Dafür sind wir weder selbstständig, noch sind wir generell einfach dafür hier, um uns von einer Erwartung zur nächsten zu schleppen, die vielleicht enttäuscht wird. Laura Roschewitz: Ja, absolut. Und ich glaube tatsächlich, dass das auch ein ganz wichtiger Punkt ist. Dieses "Was", zum einen dieser Punkt, ja, das könntest du ja auch immer machen. Ja, aber machen wir eigentlich genau. Also hätte, hätte, Fahrradkette. So ist das Stich. Wir könnten auch immer entspannt sein. Wir könnten auch immer unseren Kalender ganz freihalten. Wir könnten auch immer angemessene Preise für unsere Dienstleistung verlangen. So könnten wir alle, also das ist so ein bisschen diese Form der Sprache und des Denkens, die uns einfach nicht weiterhilft, weil wir tun es halt nicht. Und ich glaube, das ist halt ganz wichtig, was du gerade meintest dieses sich hinsetzen. Es bleibt unsere Aufgabe, aus der heutigen Podcastfolge für alle, die sich davon angesprochen fühlen. Mal hinsetzen und so wirklich euch Zeit nehmen. Vielleicht mal eine halbe Stunde wirklich gezielt hinsetzen, einen guten Tee oder Kaffee kochen und mal sagen okay, was ist es denn eigentlich grade bei mir? Wonach habe ich denn Sehnsucht? Weil das ist auch immer so ein das ist wieder weg von oder hin zu, also will ich weg von etwas. Viele sagen Oh, ich bin gestresst, ich bin erschöpft, ich will davon weg. Aber um das zu finden, muss man ja irgendwo hin. Also ich möchte das Buch jetzt lesen. Ich möchte heute zwei Stunden lesen und mich wirklich mal ausklinken. Oder ich möchte heute alleine ans Meer fahren oder zum See. Oder ich möchte schwimmen gehen oder mein Sport machen, mein Hobby whatever. Das heißt, vielleicht ist das mal ein guter Anfang, noch mal zu sagen: Ja, wo möchte ich weg? Okay, das wissen viele von uns. Wo möchtest du aber auch hin und was bedeutet das auch für deinen Alltag? Weil da sind, da haben wir im Vorhinein auch ein bisschen drüber gesprochen. Es kann ja auch nicht sein, dass wir uns selber eine total schlechte Chefin sind und sagen: Ja, hast du jetzt halt Pech gehabt und waren jetzt zwei Wochen Ferien. Tja, Pech gehabt, jetzt ist das Kind in der Schule, jetzt klappt das halt nicht mehr. Und jetzt hast du halt, jetzt ist der Drops gelutscht, selbst schuld, wenn du das nicht gut geregelt hast. So, also wenn wir uns dann auch noch auf diese Stimme hören, die uns dann irgendwie klein macht oder uns die Verantwortung dafür gibt, wir müssen das halt auch alle lernen. Also tatsächlich glaube ich, ist das eben noch immer noch so, dass es. Nicht super weit verbreitet ist, dass man ganz viele Menschen in seinem Umfeld hat, die da ganz toll sind und ehrlich toll sind und nicht halt nicht Insta toll. Ich hatte ganz ganz super. Ich hätte auch nur schöne Sommer Fotos posten können und sagen können wie schön es war. Aber es war eben auch vieles nicht so toll. Gretel Niemeyer: Ja. Ist doch ein super Abschlusswort für unsere erste Folge nach den Ferien oder nach dem Urlaub. Finde es auch da wieder ganz cool. Auch wir hätten jetzt eine super geile Folge aufnehmen können. Boah, geil Leute wir wieder am Start und alles so super. Aber wir haben es halt nicht gefühlt und deswegen machen wir es auch nicht und können euch wirklich nur ermutigen, auch so ja so echt und real zu sein wie ihr, wie ihr das halt auch vertragt und wie es gerne nach außen tragen möchtet und euch euer Business so aufzubauen, wie ihr das möchtet. Weil ansonsten wird es einfach nicht für lange Bestand haben und einfach noch anstrengender sein, als es ja oder Butter bei die Fische in weiten Teilen sowieso schon oft ist. Laura Roschewitz: Absolut. Wenn ihr mögt, erzählt doch mal hier unter dieser Folge, was ihr mitnehmt und wie es bei euch gerade so aussieht mit den Batterien und den Akkus nach der Sommerzeit und was ihr in euren Alltagen macht, damit es euch dauerhaft gut geht. Wir freuen uns sehr über Kommentare und freuen uns auch sehr über ein paar Sternchen direkt hier nach der Sommerpause ein paar Bewertungen. Am besten fünf und genau auf deiner Podcast Plattform der Wahl. Das hilft uns sehr diesen schönen Podcast in die Welt zu bringen. Gretel Niemeyer: Ja. Vielen Dank. Und bis zur nächsten Folge. Laura Roschewitz: Bis zur nächsten Folge. Ciao. Gretel Niemeyer: Tschüß. Foto: Kareen Kittelmann Fotografie

  6. Liebe geht durch den Magen – auch als Team! Was haben Limetten & Koriander mit einem glücklichen und erfolgreichen Team zu tun? Was habe ich als Führungskraft oder Team-Leaderin davon, mit meinem Team ein Online-Koch-Event zu veranstalten? In dieser Folge nimmt Ina Oldendorf uns mit hinter die Küchen-Kulissen einer Online-Köchin, die hauptberuflich als Wirtschaftsjuristin im großen Konzern tätig ist. Ina kennt die Herausforderungen und Chancen der beiden Welten “Konzern & Selbstständigkeit” und berichtet, was sie darauf für Wissen für ihr Unternehmen “La Cocina Cultural” ziehen kann. Du bist neugierig geworden? Verstehen wir 😀 Dann schau doch hier mal bei Ina vorbei und schreib sie an – Ina antwortet auf jede Nachricht: versprochen! Inas Webseite: https://la-cocina-cultural.com/ Ina auf Instagram: https://www.instagram.com/inaoldendorf/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura und es ist wieder Interview Zeit. Ich freue mich sehr, heute Ina zu Gast zu haben. Hallo, Ina. Ina Oldendorf: Hallo, Laura. Laura Roschewitz: Wie schön, dass du da bist. Schon mal vorab, Ina und ich kennen uns recht gut und deswegen haben wir eben schon gesagt: Jetzt schauen wir mal, wie wir das gut hinbekommen, dass wir uns hier heute nochmal für alle, die Ina vielleicht noch nicht so gut kennen, wie ich das tue, gleich vernünftig vorstellen und ein gutes Intro hinkriegen. Und ich bin auch ein bisschen aufgeregt. Habe ich auch schon gesagt, weil ich ein paar Wochen kein Podcast aufgenommen habe, was ja relativ selten passiert, aber ich glaube, wir schaffen das alles. Also Ina, Ina Oldendorf ist Wirtschaftsjuristin bei Tag, wie sie selber sagt und Online Köchin bei La Cocina Cultural, ich hoffe, ich spreche es richtig aus, bei Nacht und online und was das eigentlich alles bedeutet und was man sich darunter vorstellen kann unter einer Online Köchin und unter diesem Konstrukt, was du in deinem Leben dir aufgebaut hast, das werden wir jetzt mal alles von allen Seiten beleuchten. Aber stell dich doch gerne mal zu Beginn für alle, die dich nicht kennen sollten und nicht so gut kennen sollten erst mal vor, wer du bist. Ina Oldendorf: Das mache ich doch sehr gern. Ich bin wie gesagt Ina Oldendorf und wie Laura gerade schon so schön gesagt hat, Wirtschaftsjuristin im großen Unternehmen bei Tag und dann nach Feierabend dort, bin ich als Online Köchin unterwegs, bin Gründerin von La Cocina Cultural, also fast richtig. Nicht Italienisch, sondern Spanisch tatsächlich. Ich gebe seit ungefähr drei Jahren Kochkurse, seit ungefähr eineinhalb, ausschließlich im Online Format. Und dabei geht es weniger ums perfekte Dinner als ums Spaß haben, ums Abschalten. Und es geht immer auch um den Blick über den Tellerrand. Also Geschichten und Storys rund um die Gerichte, die wir da kochen. Denn ich habe angefangen mit dem und mit den Kochkursen, als ich in Mexiko gelebt habe. Das heißt, es wird viel mexikanisch, auch gekocht in meinen Workshops. Und natürlich möchte ich da meine Liebe zu dem Land auch an alle Teilnehmer weitergeben. In den Online Kursen liegen mir auch immer die Unternehmen sehr am Herzen, die dann bei mir teilnehmen. Ganz einfach, weil ich den stressigen Arbeitsalltag in einem Konzern kenne, weiß, dass ein ganzer Tag voller Meetings dann auch schlauchen kann und gerade im Homeoffice, der Übergang in den Feierabend nicht immer ganz einfach ist. Und da möchte ich dann auch einfach ein bisschen unterstützen mit meinen Workshops. Laura Roschewitz: Jetzt hast du so ein paar Begriffe reingeworfen, also Mexiko, Spanisch, nicht italienisch. Naja, gut, die Richtung war richtig. Ähm, dass du sozusagen, es geht irgendwie auch noch um was Kulturelles, es geht über den Tellerrand gucken, wie ist das denn sozusagen passiert? Also wie ist das Kochen in dein Leben gekommen und was hat es mit dem spanischen Namen auf sich? Ina Oldendorf: Wie lange hast du Zeit, Laura? Laura Roschewitz: Wir haben Zeit, die Zuhörenden hatten ja jetzt ein bisschen weniger Podcastfolgen. Vielleicht freuen Sie sich über so eine zwei,drei Stunden Folge. Ina Oldendorf: Ich versuch das mal mundgerecht zu servieren quasi. Ja, ich habe ja schon gesagt, ich habe in Mexiko gelebt, das waren drei Jahre. Das ist so passiert, dass mein Partner, er, der nicht genannt werden will, ein Angebot hatte, für drei Jahre in Mexiko zu arbeiten. Und ich war natürlich ganz begeistert. Ich bin schon immer gern gereist und unterwegs und das sah aus wie das Abenteuer unseres Lebens. Ursprünglich war die Idee, dass ich dort irgendwie auch arbeiten können würde. Das hat sich dann an vielen bürokratischen Hürden ganz einfach zerschlagen. Aber bevor wir das absagen oder nur er geht, hab ich gesagt: Nee, dann nehme ich ein Sabbatical, ein zugegebenermaßen sehr langes, und geh mit und schau dann einfach, was sich, was ich dann mache, was mir dann da in die Finger kommt. Und dann hatte ich plötzlich, ich habe immer viel und gern gearbeitet, hatte plötzlich dann sehr viel Zeit. Also das war eine riesen Umstellung, auch mental, muss ich sagen. Und dann kam aber von einer mexikanischen Freundin der Tipp: Du, an der Uni gehen demnächst die Kochkurse wieder los und dann mach das doch mal mit. Du hast doch irgendwie erwähnt, du kochst ganz gerne. Ich, ja, warum nicht? Dass ist immer im Alltag viel zu kurz gekommen. Jetzt habe ich endlich Zeit. Das mache ich. Dann gesagt, getan. Dorthin marschiert angemeldet. War ganz stolz das mit meinen drei Brocken Spanisch hinbekommen zu haben, mir aber gedacht im Kurs wird das schon kein Problem sein. Da, da kann ich ja gucken, was da so passiert. Und es ging los mit vier Stunden Theorie. Aber die Mexikanerinnen haben mich dann sehr unterstützt, haben mich abschreiben lassen. Und so ging dann auch der Fortschritt mit Spanisch ganz gut voran. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Das hat mir ziemlich viele Türen dort zu den Mexikanerinnen und Mexikanern eröffnet, da unterwegs zu sein, weil ich da einfach aus der Bubble der Ausländerinnen raus war. Und nach einer Weile habe ich mir dann gesagt: Das kannst du aber auch. Habe dann die mexikanischen Freunde zu mir in die Küche eingeladen zum Deutsch kochen und das hat sich dann Stück für Stück so etabliert, bis wir dann wieder zurückgekommen sind nach Deutschland. 2020, pünktlich zum Pandemie Beginn. Das ist zufällig so zusammengefallen, war für mich aber in dem Fall ein Glücksgriff, weil ich dann schon überlegt habe, die Küche hier ist jetzt deutlich kleiner. Also da kann ich mir keine Gruppe einladen. War dann ein bisschen betrübt, wie machst du denn da weiter und wie soll das gehen? Und schwupps, war da alles online. Und wieder dachte ich mir, das kann ich doch auch. Gesagt, getan. Und so ist das im Grunde passiert. Laura Roschewitz: Gesagt, getan und das kann ich auch scheinen da so gewisse Dinge zu sein, die häufiger mal auftreten. Ina Oldendorf: Äh, das habe ich mir so ein bisschen von den Mexikanern abgeschaut. Da geht es nicht wie bei uns so häufig um Urkunden, Zertifikate, Nachweise, sondern jemand, der was kann, der bringt es dann einfach auch anderen bei. Und von daher habe ich mir dann gesagt, ich probier doch einfach mal, wie das funktioniert. Und wenn es nicht klappt, dann muss ich mir wenigstens nicht nachsagen lassen, das ausprobiert zu haben, ähm nicht ausprobiert zu haben. Auch das ist so eine mexikanische Art, man macht einfach mal und wenn es nicht klappt, dann versucht man sich am nächsten. Laura Roschewitz: Das ist ja vielleicht tatsächlich kulturmäßig ein großer Unterschied zu Deutschland, würde ich mal sagen. Also ich sage ja heute aus Schweden Hallo. Und uns fällt das hier in Schweden auch sehr auf, dass so eine "How hard can it be" Mentalität herrscht. Ja, es ist halt ein Holzhaus, dann macht man mal das Brett weg und wenn das morsch ist und dann macht man ein neues dran. Und wir sind sehr deutsch geprägt und denken eher an Statiker, Regeln, Normen und Bauanträge, wohingegen die Schweden da nur milde drüber lächeln. Ich glaube, da sind wir als Deutsche auch speziell geprägt. Ina Oldendorf: Genau. Also meine Theorie die etwas überspitzt daherkommt, die schaut so aus. Also wenn eine deutsche Person, eine mexikanische Person an ein Projekt rangehen, die Deutsche ist dann so unterwegs. Ich habe Plan A mit 150 % Detaillierung, Plan B mit 100 und Plan C mit 80 und der Mexikaner oder die Mexikanerin geht los und startet irgendwo bei 30 bis 60 % Detaillierung. Und am Ende der Mexikaner passt dann unterwegs an und fügt den Rest dazu, bis er zum Ziel kommt. Und der Deutsche merkt dann, keiner von den Plänen funktioniert so richtig, muss auch alles anpassen. Letztendlich sind sie ähnlich schnell. Laura Roschewitz: Ja, damit kann ich was anfangen. Da könnten wir auch noch mal eine ganze neue Podcastfolge zu machen. Aber darum soll es ja im Grunde heute gar nicht gehen, sondern wir wollen uns ja mal sozusagen darüber austauschen, wie es… Ich finde es sind zwei sehr oder viele, aber vor allem zwei sehr interessante Stränge, die du, glaube ich, für unsere Zuhörenden auch als Bereicherung mit reinbringen kannst. Und der erste und das fände ich super spannend, wenn du da was zu erzählen magst. Wie ist es denn so als Person mit so zwei komplett unterschiedlichen Tätigkeiten oder Businesses? Also wie du schon sagst, diese Juristin oder diese Wirtschaftsjuristin, die ein Konzernjob hat und da auch wirklich sehr, auch sehr eingebunden ist. Und du bist da ja auch wirklich committed und dann wieder dieses Unternehmen, was du gegründet hast, parallel nebenbei, ähm, was würdest du sagen, was sind so die großen Unterschiede und was reizt dich daran, diese beiden Dinge so parallel laufen zu lassen oder am Laufen zu haben? Ina Oldendorf: Also ich denke, die Hauptunterschiede sind darin begründet, dass in dem größeren Unternehmen kann ich in meiner Arbeit einfach auf Ressourcen zurückgreifen, auf Experten zugehen, die es dort inhouse gibt. Was, was ich als Einzelunternehmerin so natürlich in dem Umfang nie haben werde. Also das da kann man sich dann an Größenordnungen versuchen, die für den Einzelnen kaum zu stemmen sind und auch die Themenvielfalt ist da wahnsinnig groß, wenn man auch intern mal den Job wechselt, beispielsweise hier mal reinschnuppert oder mal was anderes ausprobieren kann. Also das finde ich schon super abwechslungsreich. Das macht mir auch sehr viel Spaß, dann mich auszuprobieren. Also ich bin kein Job-Hopper, nicht, dass das falsch rüberkommt, aber man hat eben durchaus auch die Möglichkeiten, sich da zu entfalten. Was mir dann wiederum an der Selbstständigkeit gut gefällt, ist, dass ich tatsächlich dann selber entscheiden kann, gehe ich jetzt links rum, gehe ich jetzt rechts rum oder muss ich das jetzt von irgendwem absegnen lassen? Nein, muss ich nicht. Wenn ich damit zufrieden bin oder das so probieren möchte, dann ist es meine Entscheidung. Auch mein eigenes Risiko selbstverständlich. Aber da muss ich nicht in irgendwelche Hierarchien, Entscheidungsvorlagen pinseln oder irgendwelche Dinge, Gremien durchlaufen. Das ist auch eine schöne Abwechslung dann. Laura Roschewitz: Das heißt, wenn ich das so richtig höre, nimmst du dir auf eine Art oder ist das zumindest auch das Vorhaben und dein Ziel, die guten Dinge aus diesen beiden sehr unterschiedlichen Welten auch mitzunehmen, die ja wirklich unterschiedlicher nicht sein könnten. Ina Oldendorf: Ja, "Best of both worlds" pflege ich dazu sagen. Also mir gefällt beides extrem gut. Ich möchte auch keines wirklich missen. Es wäre wirklich schade, wenn ich eins für das andere hergeben müsste. Von daher mittelfristig vielleicht mal ein bisschen mehr Zeit fürs Business. Aber das ist alles in den Sternen, sag ich mal, wie sich das entwickelt. Ist aber natürlich auch nicht immer ganz einfach der Balanceakt. Weil wir kennen das Sprichwort selbst und ständig. Das heißt also, nach dem theoretischen Feierabend gibt es eben auch noch mal Arbeit zu tun, um dann im Business voranzukommen. Laura Roschewitz: Ja, absolut. Das heißt, das ist ja schon auch eine Frage von Selbstmanagement und Organisation und Fokus wahrscheinlich auch, was wir ja hier auch im Podcast immer mal wieder ansprechen. Was ich jetzt ganz spannend finde, ist mal ein bisschen das Thema Online kochen oder überhaupt Online Kurse. Wir hatten hier ja schon verschiedene Interviewgästinnen, die erzählt haben, wie man online bestimmte Techniken beibringen kann oder SEO oder andere Dinge. Aber jemand, der online kochen oder Kochevents mit Menschen und Teams und Organisationen anbietet, das könnte ich mir vorstellen, dass es der einen oder anderen Person noch etwas schwer fällt, sich vorzustellen, wie das aussehen kann und wie das was, was sich Frau darunter vorstellen kann. Erzähl doch mal vielleicht erst mal so, was es grundsätzlich für unterschiedliche Möglichkeiten gibt, mit dir online zu kochen. Ich glaube, darüber kriegen wir da mal einen Fuß in die Tür. Ina Oldendorf: Genau das mache ich gerne. Es gibt mein After Work Team Cooking, was sich an Unternehmen richtet, mit Teams, die viele Mitarbeiter im Homeoffice haben oder die an verschiedenen Standorten unterwegs sind und sich dadurch halt einfach nicht so häufig persönlich sehen. Das ist die eine Schiene, sage ich mal und es gibt immer mal wieder auch offene Workshops, wo sich dann die Teilnehmer ganz Gruppen unabhängig einzeln anmelden können. Laura Roschewitz: Das heißt offene Workshops. Die richten sich eher an Privatpersonen oder Menschen, die einfach kochen wollen oder sind es auch. Könnte das auch etwas sein in einem Unternehmen, wo unterschiedliche Abteilungen sich einbuchen? Ina Oldendorf: Also die die offenen Workshops sind tatsächlich eher für die Privatpersonen gedacht, die dann sagen: Okay, wir sind jetzt keine Truppe von fünf oder zehn Leuten oder noch mehr, sondern ich bin eine Person oder zwei. Wir wollen uns einfach irgendwo anschließen und dann gebe ich eben auch das das Thema vor, wo, worauf ich dann gerade Lust habe und wovon ich denke, dass das anderen Leuten auch Spaß machen wird bei dem After Work Team Cooking. Da gibt es natürlich einen gewissen Gestaltungsspielraum in Absprache mit den Unternehmen, die das buchen. Da kann man dann aus verschiedenen Menü Varianten wählen und wir besprechen auch vorab, wie es im Team im Setup funktioniert, ob gerade irgendein spezielles Thema anliegt, ob sie zwischendurch in kleineren Grüppchen in Breakout Rooms wollen, um sich zu zweit, zu dritt noch auszutauschen, ob wir irgendwie einen Impuls mit reingeben wollen, also sozusagen in den Gruppenräume tauscht euch doch mal aus zu Thema XY, oder? Also da gibt es dann eben in Absprache mit den Unternehmen einfach noch ein paar mehr Möglichkeiten, wie wir das ausgestalten und was wir da einbauen. Laura Roschewitz: Das heißt, das ist auch wirklich was, dieses After Work Team Cooking, das ist auch wirklich was Kommunikatives. Also wo Teams sich auch noch mal, wenn ich das jetzt richtig interpretiere oder verstehe, sich auch noch mal anders kennenlernen können. Vielleicht, weil sie einerseits was zu tun haben, aber wahrscheinlich andererseits etwas, was sie in ihrem Alltag, also in ihrem Berufsalltag, nicht miteinander teilen. Also die meisten werden wahrscheinlich noch nie miteinander gekocht haben oder gesehen haben, vielleicht auch, wie es bei anderen der Küche aussieht oder gesehen haben: Ah, du hast dieselbe Raspel wie ich. Also es gibt ja ganz viele kleine Anknüpfpunkte. Könnte ich mir vorstellen. Ina Oldendorf: Genau. Also, da gibt es tatsächlich verschiedene Aspekte, die das anspricht. Auf dem ersten Blick könnte man ja jetzt meinen, dass es gar nicht so eine ganz gesellige Angelegenheit, weil jeder dann in seiner eigenen Küche steht und für sich schnippelt. Da kann natürlich schon die Frage aufkommen, wie soll denn da der Team Zusammenhalt gefördert werden? Aber das ist im Grunde genau wie du sagst. Also da kommen dann ganz spannende Sachen hoch. Und wenn dann plötzlich jemand da mit einer mit einer super spannenden Grill Schürze dasteht oder jemand mit einem Spruch T-Shirt auftaucht oder sich dann rausstellt, dass das eine Kollegin im Wettbewerb im Speed Onion Cutting gewinnen könnte. Da kommen ja dann Talente zutage, die man sonst im normalen Alltag einfach nicht zu sehen bekommen würde. Und eben über diese Anknüpfungspunkte kommen wir dann miteinander ins Gespräch. Man kann es natürlich auch ein bisschen anleiten sozusagen: Okay, jetzt haltet mal alle hoch, was ihr da für ein Messer habt. Oder wer war denn schon mal in Mexiko? Mal kurz anmelden oder von wo seid ihr eingewählt? Also auch das kann schon mal sehr interessant sein und dann Gespräch in Gang bringen. Also da sind vielfältige Möglichkeiten durchaus. Und jetzt muss man sich auch mal vor Augen führen, was so ein Team zusammenbringt. Viele sagen ja auch oft: Na ja, wir haben so viel Arbeit, wir haben doch gar keine Zeit für irgendwelche Spaß Veranstaltung, sage ich. Warum denn eigentlich nicht? Also erstens: Wer sagt denn, dass Arbeit und Spaß so Dinge sind, die gar nicht zusammengehören? Das ist, glaube ich, nicht mehr zeitgemäß. Und zum anderen, die Zeit sollte man sich einfach auch nehmen, weil das ein Invest ist. Auch unsere Fußball Nationalmannschaften gehen ja nicht ins Turnier, ohne im Trainingslager gewesen zu sein. Und das Trainingslager beinhaltet nicht nur Fußball, sondern auch Rahmenprogramm. Und das hat seinen Grund, nämlich dass das Team sich kennenlernen soll, dass die Mitglieder sich aufeinander abstimmen und dann einfach im Spiel mehr Vertrauen zueinander haben. Und dann eben die Taktiken und Manöver auch ganz anders ausführen als wenn sie grad so zusammengewürfelt worden wären. Und von daher macht es auch Sinn, mit einem Team, was sonst nur fachlich zusammenarbeitet, mal was anderes zu machen. Ein Tapetenwechsel, einfach mal die Filter resetten. Man kennt es ja vielleicht von sich selber. Man grübelt ewig lang über ein Problem und gibt dann irgendwann entnervt auf. Und sobald man dann gerade irgendwie am Bügelbrett steht oder so was, dann kommt unverhofft die Lösung. Man schlägt sich mit der flachen Hand vor die Stirn und sagt, warum ist mir das nicht vorhin gleich eingefallen? Das ist dann einfach das veränderte Setting, was dann die Gedanken wieder fließen lässt. Insofern sind dann auch gemeinsame Erinnerungen noch ein Faktor. So, dieses "Weißt Du noch Gefühl". So damals als wir das online kochen gemacht haben, ist dann wahrscheinlicher, als dass jemand sagt "Weißt du noch, damals, als wir zu 127.mal unsere Exceltabelle befüllt haben?" Laura Roschewitz: Ja, das finde ich sehr spannend, weil dieses "Wir haben ja keine Zeit", ist ja wirklich super verbreitet und natürlich auch durch eine hohe Arbeitsdichte in vielen Bereichen und jetzt vielleicht auch noch mal in den letzten zweieinhalb Jahren, bei vielen auch noch eine Arbeitsverdichtung durch Krankheitsausfälle und so weiter. Ähm, es gibt ja diesen Spruch, also du solltest jeden Tag, was weiß ich, sagen wir mal, zehn Minuten meditieren. Und wenn du die Zeit nicht hast, dann solltest du 20 Minuten meditieren. Da muss ich so dran denken, weil ich denke, wenn wir als Team nicht die Zeit haben, uns mal einen Abend oder Nachmittag privat zu treffen, also ohne direkten Arbeitsauftrag, dann, ähm, dann sollte ich als Führungsperson wahrscheinlich wirklich mal drüber nachdenken, was hier schief läuft, sozusagen. Denn was ich auch hier beobachte, ist diese Balance von Sachebene und Beziehungsebene. Die muss ja irgendwie wieder hergestellt werden. Und häufig, gerade im Homeoffice mit ausschließlich virtuellen Treffen und Meetings geht es sehr, sehr viel um die Sachebene. Ich weiß nicht, wie du das beurteilst also es wird sehr, sehr viel über die Sache gesprochen und diese Beziehungsebene, was früher dann vielleicht noch mehr mal in der Kantine oder an der Kaffeemaschine war, ist gerade in Remote Teams häufig doch recht knapp von der Zeit bemessen. Ina Oldendorf: Ich freue mich inzwischen immer, wenn jemand den Satz sagt: Im Homeoffice leidet doch der Sozialkontakt, weil dann komme ich so richtig auf Touren. Ich finde, das stimmt absolut nicht. Weil ein Sozialkontakt ist immer das, was man selber draus macht. Stellen wir uns das einfach mal vor: Ich treffe einen Kollegen an der Kaffeemaschine. Also jetzt, nach zweieinhalb Jahren Pandemie, ist das für viele von uns ja so dieses, das hätte ich gerne wieder, das war so schön früher. Aber wenn ich dann an der Kaffeemaschine stehe, der Kollege neben mir und ich sag nichts und geh mit meiner Tasse zurück ins Büro, dann ist ja auch nichts passiert. Und genauso funktioniert das eben im Online Kontakt. Wenn ich mir dann am Anfang eines Termins ein paar Minuten Zeit für den Smalltalk nehme, das nimmt aus meiner Erfahrung niemand übel. Die Leute sind dann da voll dabei. Oder wenn man einfach auch mal jemanden so anruft, ohne Grund. Also bis jetzt haben sich die Leute immer drüber gefreut und uns sich dann fröhlich ausgetauscht. So eine virtuelle Kaffeepause oder Mittagspause macht den meisten dann auch wirklich Spaß. Was vielleicht der Unterschied zu dem offline Faktor ist, ist so ein kleiner Mind Fuck, dass man denken könnte, wenn ich denjenigen zufällig auf dem Flur treffe und wir dann angefangen haben zu schwatzen, dann war das ja nicht vorsätzlich. Ich konnte ja quasi nichts dafür. Wenn ich jetzt aber her gehe und mir eine halbe Stunde virtuelle Kaffeepause tatsächlich in den Kalender setze, könnte es einem ja so entscheiden. Ich nehme mir jetzt Zeit vorsätzlich her, in der ich eigentlich arbeiten sollte, dass das unterbewusst ein schlechtes Gewissen macht. Ich denke aber trotzdem, dass auch solche Breaks einfach ein Invest sind in das innerbetriebliche Netzwerk und letztlich der Zusammenarbeit zugutekommt. Laura Roschewitz: Total und ich, da kann ich auch kurz die Psychologin auspacken sozusagen. Die auch weiß, dass wir also mehr als 5 bis 6 Stunden richtig hochkonzentriertes Arbeiten ist für die allermeisten Menschen gar nicht möglich. Wir brauchen sowieso Pausen und wir nehmen sie uns ja auch sowieso. Und dann ist man eben auch, sage ich mal, clever als Firma, als Führungskraft, als Organisation, das aktiv zu fördern und nicht so ein bisschen hinter vorgehaltener Hand so zu tun, als würden wir alle keine Pausen machen. Weil Pause kann auch sein, einfach nur noch vom Mailprogramm in Excel hin und her zu klicken und nicht mehr zu wissen, was man da eigentlich gerade macht. Oder doch aufs Handy zu gucken und da zu versacken. Also es gibt ja sehr, sehr viele Möglichkeiten, sich dann eine nicht aktive Pause oder eine nicht geplante Pause zu nehmen. Und ob die dann immer für unsere mentale Gesundheit, für unsere Kommunikation, für unsere Teams so viel wertvoller ist als eine geplante virtuelle Pause. Das versehen wir hier, glaube ich, heute mal mit einem großen Fragezeichen. Was ich auch noch besonders spannend finde. Wie können wir uns das jetzt konkret vorstellen? Mal angenommen, ich bin Führungskraft oder ich kenne eine Person, die vielleicht im HR Bereich arbeitet, die sich überlegen: Mensch, was machen wir als Weihnachtsfeier? Oder ich würde gerne meinem Team mal so eine kleine Insel, so kleine Auszeit vom Arbeitsalltag schaffen. Was würde das denn ganz konkret bedeuten? Wie könnte ich das mit dir aufziehen? Wie würde das ablaufen? Und für mich noch eine sehr große Frage Wird zusammen gegessen oder alleine am Ende, weil für mich steht ja, ich bin ja leidenschaftliche Köchin und leidenschaftliche Esserin, deswegen finde ich es sehr wichtig, was passiert mit dem Essen am Ende. Aber das kannst du auch am Ende beantworten. Also vielleicht einmal, da können wir mal so diesen Prozess skizzieren, weil vielleicht hört uns ja auch jemand zu, die selber in der Position ist oder selber ein Team hat oder eben jemanden kennt. Ina Oldendorf: Ja, das funktioniert so das, dass wir uns erst mal zusammen telefonieren oder zusammen zoomen, um dann eben mal zu besprechen, um wie viel Leute geht's eigentlich? Das Setup ist natürlich ein bisschen anders, wenn es fünf oder 25 sind. Alles ist möglich. Sieht halt einfach ein bisschen unterschiedlich aus. Dann eben, wie vorhin schon erwähnt, was gibt es grad für Themen im Team? Ist da irgendwas, worauf zu achten ist? Was sind so die Vorstellungen? Soll es noch kleine Gespräche geben oder nicht? Irgendein Gedankengang, der mit eingeflochten werden soll, was gekocht werden soll. Also das besprechen wir dann vorab und dann gibt es rechtzeitig vorher eine Zutaten- und Materialliste. Also ich verschicke mit Absicht keine Zutaten Boxen. Zum einen ist es logistischer Aufwand, eventuell Kühlkette einhalten und co. Das sind alles extra Kosten die ich aufschlagen müsste. Zum anderen Verpackungsmüll und Transport Emissionen, die ich nicht so gern verursachen möchte. Und letztendlich ist das alles nicht so abgespacet, was wir da benutzen, dass man das nicht beim Wocheneinkauf im größeren Supermarkt auch bekommen könnte. Also da gibt es vorher dann die Instruktionen, was gebraucht wird, auch welches Küchen Equipment schon bereitgestellt sein sollte. Also auch da nichts Spektakuläres. Da muss niemand den Thermomix vorher anschaffen. Das hat man im Grunde eigentlich alles schon im Schrank stehen. Ja, dann gibt's den Zoom Link von mir. Oder wenn das Unternehmen sagt, nee, wir arbeiten auf einer anderen Plattform. Teams zum Beispiel. Wir möchten es lieber über Teams machen. Gut, dann kriegen wir auch das hin. Ja, dann zum festgelegten Zeitpunkt treffen wir uns dann einfach virtuell. Jeder steht in seiner Küche und dann gibts Introduction von mir, von der Führungskraft wahrscheinlich noch. Und ich zeige dann einfach Stück für Stück und erkläre, wie zubereitet wird. Zeig das auch alles aus zwei Kameraperspektiven, dass man das schön verfolgen kann? Je nach Gruppengröße kann auch direkt rein gefragt werden, wenn was unklar ist. Also einfach, dass da jeder gut mitkommt und in seinem Tempo ganz stressfrei den Prozess mit durch machen kann. Das ist ja das Wichtigste, dass da nicht nach Feierabend auch noch mal Hektik aufkommt. Was mich der eine oder andere schon gefragt hat: Wie soll denn das funktionieren? Ich koche da was, was ich vielleicht noch gar nicht kenne, irgendwas Mexikanisches, was mir exotisch vorkommt. Ich weiß doch gar nicht, wie's schmecken soll? Oder woher weiß ich wie viel Salz oder Pfeffer oder anderes Gewürz, denn da rein muss? Also auch das haben wir bisher immer problemfrei hinbekommen. Da gibt es jetzt gar nicht so das große Geheimnis. Es ist eigentlich ganz einfach. Zwischendurch immer mal abschmecken, nicht gleich drei Esslöffel Gewürz auf einmal rein, immer Stück für Stück. Und wenn der Punkt kommt, wo man selber sagt: Jetzt schmeckt es mir gut, dann ist es richtig. Dann wird vielleicht der Mexikaner oder die Mexikanerin ein bisschen anders würzen. Aber wenn es mir so gefällt, dann ist es genau richtig. Und let's face it. Also je nachdem, bei wem man zum Essen eingeladen ist, es schmeckt immer ein bisschen anders, auch wenn es das gleiche Gericht ist. Von daher das funktioniert schon alles. Ich hatte noch nie den Fall, dass es bei irgendjemandem komplett danebengegangen wäre. Laura Roschewitz: Und dann die große Frage: Wird noch gemeinsam gegessen? Sind das Dinge, die man dann direkt isst oder sind das Dinge, die dann noch in den Backofen kommen? Und also wie kann man sich sozusagen diesen Abschluss vorstellen? Das ist vielleicht noch etwas, was so ganz konkret mich interessieren würde. Ina Oldendorf: Also das, was ich an Menü Vorschlägen zusammengestellt habe. Das ist tatsächlich so konzipiert, dass es am Ende des Workshops auch fertig ist, also ess-fertig. Und dann ist es halt eine vorab Entscheidung vom Team, wie das dann ablaufen soll, ob sie dann noch drin bleiben wollen im Call und noch zusammen essen wollen oder ob sie noch mal in die in die Breakout rooms in ein Mini Speeddating möchten. Das lässt sich dann organisieren. Laura Roschewitz: Okay, das heißt auf eine gewisse Art und Weise. Man sagt ja auch, Liebe geht durch den Magen. Also alles, was ja auch mit Gefühlen und Kommunikation zu tun hat, geht ja auch. Also Essen ist ja sehr emotional und auch Kochen ist ja etwas sehr Emotionales und ähm, nicht frei von Gefühlen oder von Bedeutungen sozusagen. Und ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass eben auch Team Liebe oder Team Kommunikation durch diesen ganzen Prozess des gemeinsam etwas werkeln, etwas herstellen. Ich meine, das sind ja wahrscheinlich auch viele Teams, die so wie ich zum Beispiel fast ausschließlich am Computer arbeiten und eigentlich diese Geräte hier an meinen Armen, sozusagen auch Hand genannt, sonst eigentlich nur noch sehr in einer gewissen Art und Weise nutzen. Also ich kann mir vorstellen, dass es auch tolles, mal so ein haptisches Erlebnis zusammen zu haben und am Ende ein Ergebnis zu haben und vielleicht Fotos zu machen und die in der Team WhatsApp Gruppe noch mal zu teilen und zu gucken. Wisst ihr noch da, als wir mit Ina zusammen die Koriander, Limette oder was auch immer Gerichte gezaubert haben. Ina Oldendorf: Also man hört schon, du hast Koch Erfahrung mit mir, da jetzt Limette und Koriander ins Spiel kommen. Also da sind wir auch an einem guten Punkt, um dieses Emotions-Thema mal an einem Beispiel zu veranschaulichen. Ich glaube es kennt jeder, dass man irgendwas riecht, irgendwas schmeckt und sich dann an Kindheitserinnerungen direkt erinnert und sagt: "Hach, wie bei Oma" oder "so wie wir damals in den Sommerferien immer". Und für mich ist halt Mexiko schmeckt nach Limette und Koriander. Also das macht mich immer glücklich, wenn ich das schmecke und rieche ich, dieses Gefühl kann man da wirklich auch triggern und eben auch positiv nutzen. Laura Roschewitz: Ja, absolut. Eine letzte Frage vielleicht, die interessiert mich, weil du eben auch gesagt hast Introduction, es gibt ja vielleicht auch viele Teams, die ganz remote arbeiten oder vielleicht auch Standorte an verschiedenen Orten in der Welt, in Europa oder so haben. Ist das auch für quasi internationale Teams geeignet? Und was könnten wir da noch mit unseren Zuhörenden mit auf den Weg geben? Ina Oldendorf: Yes of course. Und ich kann auch Englisch, also das ist tatsächlich gar kein Problem, das auch in Englisch zu veranstalten. Also das habe ich auch schon gemacht mit international besetzten Teams. Da bietet sich dann immer meine German Potato Seller Challenge an, also der der Norddeutsche gegen den schwäbischen Kartoffelsalat. Wir machen sie beide und stimmen dann am Ende ab, welcher "The one and only" ist. Also ich glaube alle, alle Deutschen wissen was das für einen Bettel geben kann. Ja, es kann nur einen geben. Und das macht natürlich gerade mit internationalen Kollegen Spaß, die da vielleicht noch nicht, ich sage mal, in Gänsefüßchen vorbelastet sind. Und gerade eben, wenn man vielleicht ein Unternehmen ist, was den Sitz in Deutschland hat und eben auch ein bisschen Stück deutsche Kultur, Kartoffel Kultur mit vermitteln möchte. Also da ist das natürlich dann eine Sache, wo ich auch immer Feuer und Flamme bin, wenn ich Kultur-Botschafter sein kann, Botschafterin. Laura Roschewitz: Das heißt, zum Abschluss. Alle Teams und Gruppen von Menschen, die Lust haben, im virtuellen Raum sich mal anders zu begegnen, als auf der Sachebene klassisch im Meeting und in der Exceltabelle zu wühlen. Die sind hiermit herzlich eingeladen und aufgefordert, sich mal bei Ina auf der Seite und auf dem Profil umzuschauen. Wir haben natürlich wie immer unsere ganzen Kontakte zu Ina Oldendorf bei uns in den Shownotes verpackt, sodass du da noch mal reinklicken kannst. Aber vielleicht sagst du noch mal ganz kurz im gesprochenen Wort, wie die Webseite heißt, weil das mit den Shownotes nicht immer bei allen Zuhörenden so ankommt. Ina Oldendorf: Ja, das ist www.la-cocina-cultural.com. Und man findet mich auch auf Instagram, Facebook und LinkedIn, also entweder unter La Cocina Cultural oder unter meinem Namen Ina Oldendorf. Laura Roschewitz: Perfekt also mit Ina Oldendorf. Wenn man vielleicht, so wie ich nicht genau weiß, wie La Cocina Cultural geschrieben wird. Ich glaube, es sind viele C enthalten, aber wenn das vielleicht eine Unsicherheit sein sollte, nur mal angenommen, es sind ja nicht alle so Sprachgenies wie Gretel zum Beispiel, die sonst hier so du vielleicht auch, dann auch über den Namen Ina Oldendorf. Und dann findet ihr da alle Informationen und scheut euch nicht direkt Ina mal anzuhauen und zu fragen Hey, wie sieht das aus? Ich habe hier vielleicht ein kleines Team. Wir sind nur vier Personen oder ich habe ein riesiges Team. Oder kann man so was auch zur Weihnachtsfeier machen, können wir auch ein Gericht kochen, was irgendwas beinhaltet, was unsere Branding Colour von unserer Firma hat. Also stellt alle Fragen an Ina direkt. Sie wird die, das weiß ich ganz genau, sehr professionell und gut beantworten. Ina Oldendorf: Und ich freue mich über alles, was ich beantworten darf. Laura Roschewitz: Genau das weiß ich. Deswegen die herzliche Einladung. Meldet euch bei Ina für alle Koch Events und Online Cooking Session Fragen und an der Stelle möchte ich mich bei dir bedanken, Ina, für das schöne Gespräch. Danke, dass du dir Zeit genommen hast. Ina Oldendorf: Sehr gerne. Laura Roschewitz: Und ganz zum Abschluss. Vielleicht hörst du uns nur und siehst uns nicht. Wir sind ja auch auf Facebook und YouTube immer mit Bild sehe ich zum Abschluss jetzt erst, dass Inas Kopfhörer, die sie auf hat, natürlich Limetten und Koriander Farbe ist. Das heißt, schaut gerne auch noch mal auf YouTube vorbei, dann findet ihr uns auch unter Moin um Neun oder eben auf unserer Facebookseite Laura und Gretel. Also in dem Sinne hören wir uns wieder in der nächsten Folge. Und dir, Ina, vielen Dank. Bis dann. Ina Oldendorf: Ciao. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie

  7. Gretel über ihre eigenen Werte und was Werte von Normen unterscheidet Erfahre in dieser Folge mehr darüber, was Werte & Normen eigentlich sind, wie sie sich unterscheiden und was Gretels ganz persönlichen Werte sind. Erzähl mal: was sind Deine Werte? Kennst Du sie? Wenn Du eine kleine Inspiration möchtest, schau Dir gerne mal diese Werte-Liste von Steve Pavlina an und lass Dich inspirieren https://roschewitz.com/wp-content/uploads/2020/12/Meine-Werte-nach-Steve-Pavlina.pdf Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Und willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack von Gretel und Laura. Heute sitze ich ganz alleine hier und ich sage mal, es wird heut eine kurze Folge, denn meine Kinder warten auf mich. Was das mit dem Thema dieser Woche zu tun hat, das erzähle ich euch auch gerne gleich, denn oder fangen wir kurz mit einem Checkin an. Ich hatte ein richtig, richtig schönes Wochenende. Ich habe mir das Fell so ein bisschen verbrannt, weil ich die Woche die Sonne unterschätzt habe. Deswegen habe ich auch was Langärmliches an, damit man den Sonnenbrand auf meinen Schultern nicht sieht. Aber ich habe dieses Wochenende tatsächlich mal komplett den Computer ausgelassen und habe mich einfach auf Familie, Gesundheits, es sich gut gehen lassen, konzentriert. Und auch das schlägt wieder einen wunderwunderbaren Bogen zum Thema dieser Woche. Denn diese Woche wird es bei Moin um Neun, dem Business Schnack um das Thema Werte gehen. Was sind Werte überhaupt? Warum brauchen wir Werte? Was macht es so wichtig? Erstmal ist es wichtig, das Thema Werte vom Thema Normen abzugrenzen. Ich höre mich übrigens echt noch ziemlich fies an, ich bin nicht erkältet. Ich habe auch die Nacht nicht durch gesoffen, aber es fällt mir auch gerade erst auf. Trotzdem das Thema Werte abgrenzen von dem Thema Normen und zwar Normen. Ich finde immer ganz schön zu sagen, es ist das, was man normalerweise tut. Also es ist das, was gesellschaftlich erwartet wird, was gesellschaftlich für gut befunden wird und auch was gesellschaftlich für oder was dafür sorgt, dass eine Gesellschaft funktioniert. Es sind also unausgesprochene Regeln, die für das Zusammenleben in einer Gesellschaft wichtig sind. Was könnten das für Normen sein? Also so im privaten Umfeld. Kann das sein, man schmatzt nicht beim Essen, man popelt nicht in der Öffentlichkeit, man schubst niemanden. Also wirklich solche Sachen, die dafür sorgen, dass das Zusammenleben gut funktioniert. Und um dieses Zusammenleben zu ermöglichen, ist es so, dass man aus diesen Sachen größere Ziele ableitet. Also wenn es, wenn man sagt, es sei eine Norm, dass man, dass man nicht schmatzt und dass man nicht popelt und dass man Guten Tag und Auf Wiedersehen sagt, wenn man sich trifft, dann hat das mit einer gewissen Freundlichkeit und Höflichkeit zu tun, und das könnte schon ein Ziel sein. Ich möchte höflich ja sein, oder ich möchte höflich und freundlich ein höflicher, freundlicher Mensch sein. Ähm, was hat es jetzt? Was hat das jetzt wieder mit dem Business zu tun? Oder generell, wozu muss man sich Ziele setzen? Reicht es nicht, wenn ich weiß, was die Normen der Gesellschaft sind und wenn ich danach lebe? Und ihr könnt euch sicherlich vorstellen, ähnlich wie mit vielen anderen Themen ist es einfach so, dass es so viele unterschiedliche Normen und Ansprüche da draußen gibt, dass man sich einfach irgendwann mal hinsetzen muss und A: Verstehen muss. Okay, was ist mir denn wirklich wichtig? Was treibt mich an? Was bringt mich voran? Und B: dass man auch einfach verstehen muss. Okay? Welche dieser. Welche dieser unausgesprochenen Regeln, passen zu mir. Wo? Also wo, sage ich mal mache ich mit und wo nicht? Bei Normen ist das schon oft so, dass man sich, dass man sich durch die Erziehung ganz oft so da einfügt. Aber wenn es darum geht, was sind meine persönlichen Ziele? Wonach lebe ich? Wonach richte ich mein Leben aus? Ist es tatsächlich so, dass es ganz oft der Fall ist, dass so viele verschiedene Möglichkeiten da draußen sind, dass wir gar nicht so genau wissen Will ich jetzt das oder will ich jetzt das? Oder ist mir das wichtig? Und wenn ich vor einer ganz konkreten Aufgabe stehe, dann ist es oft wichtig oder gut, wenn ich diese Aufgabe gewichten kann. Wenn ich also einen Wertekodex habe, nachdem ich lebe, und wenn ich einfach wissen kann Okay, passt das jetzt zu meinen Top drei oder vier Zielen? Wenn nicht, dann stelle ich es hintenan. Meine Ziele sind zum Beispiel und da schließt sich wieder der Bogen zu, ich mache eine kurze Folge, weil meine Kinder auf mich warten, meine Werte, genau sind Familie, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Unabhängigkeit in keiner bestimmten Reihenfolge. Aber ganz oft, wenn Anfragen reinkommen oder wenn Themen auf meinem Tisch liegen, wenn ich eine Reihe auch auf meiner To Do Liste von Aufgaben habe, dann schaue ich auch welche dieser Aufgaben unterstützt jetzt meine Werte? Und wenn dort Aufgaben drin sind, die nichts mit meinen Werten zu tun haben, mit keinem dieser ja schon sehr breit gefächerten Werte, dann darf die auch mal hinten runterfallen. So also, wir haben gesagt, Normen sind das große Ganze. Werte sind das, wonach ich lebe. Und Werte sind einfach wichtig, damit ich so eine Art Nordstern habe, an dem ich mich orientieren kann. Und nachdem ich schauen kann okay, ähm, wo geht es hin in meinem Leben? Das Schöne mit Werten ist übrigens auch, dass sie sich verändern können. Also Werte sind eine Geschichte. Wenn wir uns weiterentwickeln in unserem Leben, dann ändern sich auch unsere Werte oder verschieben sich. Bei mir war das zum Beispiel so, dass das Thema Nachhaltigkeit erst vor drei, vier Jahren wirklich so in mein Leben geschwappt ist. Im Übrigen auch zusammen mit dem Wert Familie, weil mir mit der Geburt meiner Kinder irgendwie die Scheuklappen von den Augen gefallen sind. Und ähm ja und sich einfach dieser Wert Nachhaltigkeit in mein Leben geschoben hat. Und jetzt wollen wir diese Woche mal schauen. A: Warum sind Werte so wichtig? B: Was für Werte gibt es denn überhaupt? Und C: Wie beeinflussen die mein Leben so? Sowohl privat als auch beruflich? Brauche ich unterschiedliche Werte im Privaten und im Beruflichen? Was mache ich, wenn die sich miteinander, wenn die sich verhaken oder wenn die nicht zusammenpassen? Also Thema Werte steht bei uns diese Woche bei Moin um Neun im Vordergrund. Und jetzt frage ich euch da draußen erst mal, weil ich echt neugierig bin. Ist euch das wichtig, eure Werte zu kennen? Was sind eure Werte? Postet die doch gerne mal in die Kommentare und wie seid ihr dazu gekommen? Also habt ihr irgendwann die Augen aufgemacht und gesagt Okay, das ist mir wichtig im Leben, das sind meine Werte. Oder habt ihr dabei eine bestimmte Methode benutzt? Wenn ja, welche Methode habt ihr benutzt? Also erzählt uns doch mal, wie steht ihr zum Thema Werte? Was sind eure Werte und wie seid ihr dort hingekommen? Und das soll es auch schon gewesen sein an diesem Montagmorgen bei Moin um Neun. Ich wünsche euch einen ganz wunderbaren Start in die Woche und freue mich, wenn ihr auch morgen wieder zuhört. Bis dann! Foto:Kareen Kittelmann Fotografie

  8. Wie Deine Oma Dein Business beeinflusst! Warum es sich für uns als Selbstständige besonders lohnt, sich mit seinen Vorfahren auseinanderzusetzen und warum das kein Hokuspokus, sondern knallharte Wissenschaft ist – dazu sprechen wir mit Generose Sehr! Generose begleitet Menschen auf diesem Weg zu sich selbst. Fragen, die ihre Kundinnen oftmals beschäftigen: Warum fällt es mir als Frau so unfassbar schwer, sichtbar zu werden? Wieso hänge ich tief in der Doppelbelastung von Selbstständigkeit und Vollzeit-Mutter fest? Wie kann es mir gelingen, aus diesen Mustern auszutreten? Generose zeigt auf, warum es unerlässlich ist, sich auf den Weg zu machen und warum sie uns empfehlt, dabei unser Umfeld unbedingt miteinzubeziehen und nicht auszuschließen! Diese spannende Folge solltest Du Dir direkt anhören und wenn Du mehr erfahren möchtest, besuche Generose gerne. Instagram von Generose: https://www.instagram.com/generose_sehr/ Webseite von Generose: https://generose-sehr.at/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo Moin, moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Und es ist wieder sommerliche Interview Zeit und ich freue mich sehr, dass ich heute eine Gästin habe, auf die ich mich doll freue, weil ich große Lust habe, ein bisschen Deep Talk mit dir zu machen. Hallo Generose, schön, dass du da bist. Generose Sehr: Hallo. Danke für die Einladung. Laura Roschewitz: Wie schön. Generose kennen wir schon sehr gut und auch schon eine ganze Weile. Und Generose ist Sängerin. Also Generose hat eine fantastische Stimme. Ich bin immer tief beeindruckt, wenn Menschen das können, weil für mich ist das irgendwie so etwas, was gefühlt unmöglich ist, dass ich so etwas aus meinem Körper heraus bekomme, solche Töne und solche schönen Melodien. Also du bist Sängerin, du bist Impulsgeber und du bist, wenn ich es mal so sagen darf, für mich die Fachfrau. Wenn es wirklich um deep shit, um tiefe Themen, um Blockaden, aber auch wirklich um Themen geht, mit denen ich mich vielleicht nicht so im Alltag auseinandersetze, sondern die wirklich mal im Fahrstuhl eine Etage nach unten betrachtet werden wollen. Also genau das ist meine Beschreibung. Aber vielleicht kannst du dich noch in deinen Worten einmal unseren Zuhörenden vorstellen. Generose Sehr: Ja, tatsächlich Deep Shit ist mein … Da fühle ich mich so richtig zu Hause, also je tiefer die Abgründe, umso mehr gehe ich auf. Am besten lässt sich das, glaube ich erzählen. Ich bin da übers Singen hingekommen, weil ich einfach beim Singen festgestellt habe, es geht nicht um die Technik, sondern es geht darum, dass ich als Mensch berühre. Und um zu berühren, muss ich offen sein. Und um offen zu sein, muss ich einfach alle Seiten von mir kennen. Ich muss wissen, was da drin ist. Und nachdem jeder Mensch einfach Dinge in sich hat, die, sagen wir mal, nicht so gesellschaftsfähig sind und die wir gern irgendwie auch verstecken, ist natürlich das mit dieser Offenheit und mit diesem wirklich echt sein und authentisch sein einfach eine Herausforderung. Und da bin ich auf meiner eigenen Reise an die knackigen, tiefen Themen gestoßen und habe festgestellt, das braucht es einfach unbedingt. Und ich liebe das einfach mit dem in Kontakt zu sein und dann aber auch zu sehen, was bei den Menschen passiert, wenn sie sich damit beschäftigen und wenn sie da einfach bestimmte Dinge, die da wohnen, auflösen oder rausschmeißen oder umgestalten. Und ja also deswegen die Deep Shit. Laura Roschewitz: Einfach Deep Shit Fan, ich bin auch ein Deep Shit Fan. Ich habe in meinem Leben einfach auch schon gelernt, dass die Stellen, wo ich richtig tief geguckt habe, die auch waren, die dann wirklich das meiste Potenzial freigelegt haben und die größten Veränderungen ermöglicht haben. Und deswegen kann ich das sehr, sehr gut fühlen, was du da sagst. Ich habe von dir den Satz gehört, gelesen, ich weiß es nicht mehr genau, aber ich weiß auf jeden Fall, dass du dich mit dem Thema beschäftigst. Und das, glaube ich, kann für unsere Zuhörenden sehr spannend sein und für mich. Und zwar, was deine Oma mit deinem Business zu tun hat. Ja. Diesen Raum möchte ich doch jetzt mal aufmachen. Was habt denn meine Oma? Was hat eure Oma? Was haben eure Omas mit euren Businesses zu tun? Generose Sehr: Ja, also da tauchen wir tatsächlich sehr tief ein. Ich weiß nicht, wer von euch schon das Thema Epigenetik gehört hat. Das ist ja jetzt seit doch geraumer Zeit ein bisschen in den Fokus gerückt. Man kennt es hier und da und es gibt auch inzwischen wirklich sehr fundierte, tiefgründige wissenschaftliche Forschungen, die besagen, dass wir Muster, Verhaltensweisen, biologische Einstellungen von unseren Vorfahren übernehmen und die, also diese emotionale und Verhaltens- Ebene, die ist bei Mäusen schon relativ gut erforscht. Beim Menschen gibt es schon viele Beobachtungen dazu und auch viele Erfolgsgeschichten. Wenn man sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Und mir ist im Laufe meiner Beschäftigung aufgefallen, dass speziell Frauen, die in die Selbstständigkeit starten, da ein sehr hartes Los oft zu tragen haben. Weil wenn wir in unsere Familiengeschichte zurückschauen und vor allem uns die Frauen unserer Familiengeschichte anschauen, dann gibt es da höchstwahrscheinlich keine selbstständigen Frauen, also keine beruflich selbständigen Frauen. Und es gibt auch höchstwahrscheinlich sehr wenig Frauen, die ihr eigenes Geld verdient haben und ihr eigener Chef, ihre eigene Chefin waren. Es gab hingegen wahnsinnig viele Frauen, die in Abhängigkeit von ihren Männern gelebt haben, die zwar innerhalb des Hauses erste Geige, aber außerhalb des Hauses zweite Geige waren, also wo es auch ums Thema Sichtbarkeit und so was geht. Sich zeigen, die eigene Stimme erheben, klar kommunizieren das sind alles Themen, die wir als Unternehmerinnen brauchen und die aber, wenn wir in unserer Familiengeschichte zurückschauen, in ganz vielen Fällen riesengroße Defizite haben. Also da gibt es einfach keine Frauen, die das gemacht haben. Und wenn. Also es gibt schon. Ich kenne einige Fälle, wo es solche Frauen gab, die einfach dann auch wirklich aufgetreten sind, die sich gezeigt haben, die Mut bewiesen haben und so, und die hatten aber in ganz vielen Fällen richtig, richtig schwierige Konsequenzen zu tragen, eben von Ausschluss aus der Dorfgemeinschaft über Ächtung, Beschimpfungen und so weiter. Und das sind alles Erlebnisse und Erfahrungen, die in unseren Zellen drin sitzen. Zwar ganz biologisch, das ist nicht irgendwie Hokuspokus, sondern das ist in unseren Zellen. Und ich erzähl da immer ganz gern einen Zusammenhang, den ich einfach, der war für mich einfach so krass, weil wir ja, wir haben als Frauen ja die meisten Eizellen, bevor wir geboren werden, also noch vor dem Zeitpunkt unserer Geburt, haben wir die allermeisten Eizellen. Das heißt, wir sind mit 100%iger Sicherheit schon im Leib der Großmutter als Eizelle aktiv gewesen. Das heißt, wir haben schon die Zellinformation direkt eins zu eins von unserer Großmutter in uns. Und da gibt es jetzt keine, das ist energetisch und karmisch und sonst irgendwas, sondern das ist einfach eine biologische Zellinformation. Und das war für mich echt so ein Knackpunkt, wo ich mir dachte "Ja". Also da wundere ich mich nicht mehr, warum, warum es mir früher schwergefallen ist, den Mund aufzumachen, warum es mir schwer gefallen ist, mich in meiner vielleicht auch speziellen Art zu zeigen. Wenn ich dann meine Familiengeschichte schau ja, ging gar nicht. Laura Roschewitz: Mega spannend. In meinem Gehirn bilden sich gerade sehr, sehr viele Knotenpunkte, die irgendwie interessant sind und abgelaufen werden, weil ich versuche die Kontrolle zu behalten. Was würdest du denn sagen? Ich bin ein bisschen im Thema drin. Ich könnte mir vorstellen, dass es für manche aber auch ganz neu ist. Was würdest du denn sagen, wenn du jetzt so von unseren Vorfahren sprichst sozusagen, wie viele Generationen sind denn da besonders interessant? Also ist es meine Mutter? Ist es meine Mutter, meine Großmutter mit Urgroßmutter? Oder würdest du sagen "Nee", das geht wirklich bis ins zwölfte Jahrhundert? Also ich bin mir schon klar darüber, dass es wahrscheinlich so ist, dass es je dichter dran, vielleicht einen stärkeren Einfluss hat und so, aber was würdest du sagen, was lohnt sich mal jetzt als Mensch der startet vielleicht mal genauer hinzugucken, wie viele Generationen mal so zurück zu gucken in den Rückspiegel? Generose Sehr: Also man sagt grundsätzlich, die Auswirkungen gehen bis zu sieben Generationen. Aber wirklich relevant und das, was auch ganz oft noch nachvollziehbar ist in der Familie, also was man auch noch erfragen kann. Sind so drei Generationen, also bis zur Urgroßmutter, Urgroßvater zurück. Das ist eh schon ganz schön viel. Meiner Erfahrung nach ist es hilfreich, mit den Informationen zu beginnen, die man hat, weil das, worauf man stößt in der Recherche ist auch ganz oft das, was tatsächlich einen Zusammenhang hat mit dem eigenen Thema. Also man findet dann schon die, die die richtigen, die richtigen Knotenpunkte. Laura Roschewitz: Ja. Ich finde das persönlich vor allem so spannend, weil das wissen die einen oder anderen vielleicht, aber wahrscheinlich habe ich das in dem Podcast noch nie erzählt. Bei mir, ich bin einer dieser Ausnahmefälle, weil ich aus einer total selbstbewussten Frauen-Familie komme. Also sowohl meine Mutter als auch meine Großmutter waren beide selbstständig. Beide die Verdienerin im Haushalt, hatten aber trotzdem Männer. Also die waren nicht alleine, sondern hatten Männer und Väter. Und meine Großmutter zum Beispiel war selbstständige Versicherungsmaklerin und eine Frau unter 100 Männern und hatte das erste und hatte Angestellte und hatte ein Büro. Also die ist sehr fortschrittlich, die ist jetzt 86, da schicke ich mal viel lieber an dich raus, Mümmsi, da schicke ich dir mal hier den Podcast und eine sehr, sehr starke Energie auch in diese Richtung bei uns in der Familie, was natürlich andere Muster produziert und herstellt. Ich will ja gar nicht sagen, dass es da keine gibt. Ich glaube aber, deswegen ist es so spannend für mich, da mal einzutauchen, weil ich das vielleicht echt einfach auch physisch, biologisch. Ich habe das glaube ich, diesen Strang habe ich nicht. Deswegen finde ich das sehr interessant, darüber zu sprechen, weil schon meine Urgroßmutter, die ich noch kannte, war so eine, die da gibt es so eine Geschichte, die wirklich sehr prägnant ist, glaube ich. Die ist relativ früh ins Altersheim gegangen, weil sie gesagt hat, ich möchte noch ein bisschen was erleben und nicht alleine leben und ist dann dahin und die war so eine durch und durch SPD Frau, also sehr politisch aktiv und die hat dann im Altersheim hatte die Wahlzettel als Wahl war, hat sie immer die Wahlzettel genommen, ist immer zu allen gegangen und meinte "Ja Frau Müller, hier müssen Sie ihr Kreuzchen machen" und ist immer so rumgelaufen. Die war sehr taff, sehr engagiert, sehr konfliktfähig und hat auch immer gearbeitet oder war immer so eine, so eine Macherin. Und da bin ich wahrscheinlich einfach nicht prototypisch. Das finde ich so spannend. Was würdest du denn sagen, was du in deiner Arbeit oft erfährst? Was für Themen? Da würde ich mich jetzt mal wirklich ausklammern und sagen, was sind denn so die klassischen Geschichten, denen du begegnest? Also wo erleben Menschen, die mit dir arbeiten, auch so ein Aha Moment, weil sie das erste Mal verstehen, ach krass, das trage ich biologisch in mir. Generose Sehr: Ja, ja, meiner Erfahrung nach geht es da tatsächlich ganz viel um das Thema sich zeigen. Also Sichtbarkeit. Sich als Frau zeigen, aber nicht nur als Frau, eben im Sinne von Weiblichkeit, sondern als Frau mit Kompetenzen zeigen. Ja, das ist ein ganz wesentlicher Punkt, wo es immer wieder hingeht. Was immer, immer, immer Thema ist, ist Grenzen setzen, klare Kommunikation, ja wirkliche Selbstbestimmung. Also sich aus Abhängigkeiten raus entwickeln. Das ist ein riesen Riesenthema, weil das einfach so stark drin ist, auch noch in den allermeisten, dass halt doch der Mann der Verdiener war und die Frau abhängig und dementsprechend auch sich so verhalten musste, dass das Gefüge passt und so und im Endeffekt auch für den Mann da sein, für die Familie da sein. Also diese klassische Versorgerrolle eigentlich. Und wenn das noch sehr stark drinhängt und die Frau aber trotzdem in die Selbstständigkeit will und strebt und da auch irgendwie ihr Potenzial entfalten Mag, dann ist es oft halt so eine extreme Doppelbelastung und das ist etwas, was immer wieder zum Vorschein kommt. Jetzt überlege ich grad, gibt es da sonst noch irgendeinen? Laura Roschewitz: Darf ich da schon einhaken? Eine Frage zu, die sich mir quasi aufdrängt. Und zwar zu dieser Doppelbelastung. Das ist ja auch etwas, was Gretel und ich in unserer Arbeit sehr, sehr oft spüren, beobachten, erleben, dass sehr viele Frauen, die in der Selbstständigkeit sind oder starten oder auch schon länger drin sind, nicht daran scheitern, dass sie zu wenig Expertise haben. Und auch nicht unbedingt, dass sie nicht wissen, wo sie hinwollen, sondern dass sie einfach so wie selbstverständlich diese alte Rolle auch noch weiter tragen. Ich habe immer dieses Bild von Ja, ich starte jetzt meine Selbstständigkeit oder auch als Angestellter ist glaube ich nicht komplett grundlegend anders und habe aber noch diesen ganzen anderen Bereich, diesen alten Rucksack habe ich halt noch komplett auf und habe da gar nichts rausgenommen, sondern es kommt einfach on top. Genau wie eben häufig bei der Familiengründung mir das so vorkommt, dass dann eben auch einfach Familie plus Arbeit plus die ganzen Rollen. Wie nimmst du das wahr oder ist das so? Ich stelle es mir jetzt gerade so vor, wenn ich anfange, daran zu arbeiten, dass ein Teil der Arbeit auch sein kann, mir darüber bewusst zu werden, dass ich eben von den alten Sachen auch welche aus meinem Rucksack auspacken sollte, wenn ich was Neues mit aufnehme. Weil das ist ja eigentlich völlig klar, dass das eine Überlastung, eine Doppelbelastung ist ansonsten. Kannst du verstehen, wo ich herkomme, so mit meinem Gedanken. Generose Sehr: Ja, ja, ja, absolut. Ja, das ist, weil ich glaube, dass es einem ganz oft nicht bewusst ist, sondern dass das einfach diese Prägung ist, die, die so, also wo einfach so diese Selbstverständlichkeit da ist. Das sieht man auch bei uns in der Gesellschaft, dass noch immer Frauen angeschaut werden, so wie Du gehst schon wieder arbeiten, aber dein Kind ist doch noch so und so alt oder wie auch immer. Da sieht man einfach auch, wie tief das noch drin ist und wie selbstverständlich das ist, dass natürlich die Frau irgendwie für die Familie da ist und ja halt auch diesen ganzen Haushalts und Sachen und so was. Also dass das alles einfach auf da auf der Frau liegt und ja, da braucht es einfach schon dieses Bewusstsein dafür, dass das nicht selbstverständlich ist und dass das auch in unseren Zeiten nicht normal ist. So in dem Sinne. Also das ist sicher die eine Sache. Und die andere Sache ist natürlich die, dass wir alle in diesen Strukturen aufgewachsen sind. Das heißt, solange wir uns damit noch nicht auseinandergesetzt haben und solange wir da noch nicht irgendwie in ein Umdenken gegangen sind, suchen wir uns natürlich auch Menschen, Partner, die auch in diesen Strukturen aufgewachsen sind und die auch die ähnlichen Denkweisen haben. Und wenn wir dann beginnen umzudenken, dann bringt es natürlich auch in die Familie gewisse Herausforderungen, weil es bedeutet, auch der Partner muss umdenken. So, weil sonst funktioniert das natürlich nicht und das… Laura Roschewitz: Lass mich raten, es gibt manchmal Konflikte an diesen Punkten. Generose Sehr: Auch eine Lösung, ein paar kleine vielleicht, ja, aber das ist natürlich einfach auch so, dieser Punkt, wo es dann darum geht, halt einfach auch das Umfeld und die Menschen mit in die eigene Entwicklung reinzunehmen. Das ist ein Punkt, der also, den ich ganz, ganz häufig sehe, dass es einfach wichtig ist zu kommunizieren. Ja, das war 20 Jahre lang normal und ich habe das gemacht und ich beginne mich weiterzuentwickeln und ich beginne in eine andere Richtung zu gehen. Und jetzt werden sich ein paar Dinge hier ändern und das wird vielleicht nicht lustig, aber für mich ist es wichtig. Laura Roschewitz: Ja. Das ist etwas, was ich beobachte aus meinem, meinem privaten Umfeld. Vor allem, dass viele Frauen diese Entwicklung, wenn sie sich auf den Weg machen, ich sage mal anfangen mit Therapie, Beratung, Coaching, Begleitung, whatever, das häufig so ganz mit sich auch ausmachen. Das quasi im stillen Kämmerchen machen und eigentlich auch nicht wollen, dass es der Mann mitbekommt, geschweige denn die Kids. Und so weiter. Kennst du das auch von, also aus deiner Arbeit? Und was würdest du da vielleicht als Expertin sagen, ist es sinnvoll? Verstärkt das was? Wo ist wirklich vielleicht der Moment, wo ich wirklich auch meinen Partner, meine Partnerin mit einbeziehen "muss" unter Anführungsstrichen, damit das wirklich auch seine Früchte tragen kann. Generose Sehr: Ich glaube, dass je früher, umso besser, weil im Endeffekt, wir stecken in unserer Entwicklung drin. Wir wissen, warum wir das tun. Wir wissen warum, also auch was, was da die Prägung ist, was da in mir vorgeht, was ich nicht mehr will, wo ich hin will, das ist mir ganz klar. Laura Roschewitz: Ja. Generose Sehr: Und mein Partner von außen, der schaut aber nicht in mich rein, meistens zumindest. Also der weiß nicht, was da in mir vorgeht. Das heißt, wenn ich mich jetzt auf einmal im Verhalten komplett änder, weil ich beschließe, so, ab heute muss ich jetzt mal Grenzen setzen und ab heute muss ich jetzt mal nein sagen, dann kennt er sich einfach nicht aus. Der hat keine Ahnung, was hier jetzt grad passiert. Und Unsicherheit und Orientierungslosigkeit führt in manchen Fällen zum Rückzug, was nicht sinnvoll ist. In manchen Fällen führt es zum Widerstand, was auch nicht hilfreich ist. Und in Einzelfällen gibt es einen Menschen, der so offen und wahrnehmend ist, dass er nachfragt und sagt Du, was ist denn da grad? Aber auf das kann man nicht vertrauen. Deswegen ich sage es immer, nimm dein Umfeld mit in deine Entwicklung. Die sind komplett vor den Kopf gestoßen und vor allem, wenn du diese Entwicklung startest, dann haben wir schon sicher 10 - 15 Schritte stattgefunden vorher und die kennt dein Umfeld nicht. Die steigen quasi bei Schritt 16 ein und denken sich: "Was ist denn jetzt auf einmal los?" Laura Roschewitz: Finde ich total spannend, weil ich glaube, dass das auch ein großes Tabu ist. Und du bist ja auch eine Frau, die über viele Tabus spricht und sie brechen möchte oder sie zumindest Anknacksen und Durchleuchten. Und ich glaube, dass es für viele so ist, dass es schon irgendwie mittlerweile relativ akzeptiert und okay ist, sich so privat quasi Support zu suchen oder mal so Therapie wird jetzt auch vielleicht ein bisschen Gesellschaftsgängiger, aber dass ich mir vorstellen kann, dass viele Frauen vor allem sehr große Schwierigkeiten haben damit dann auch wirklich für ihr Business und für ihre Familie in die Konsequenz zu gehen und wirklich auch zu sagen, so brauche ich das, weil. Wie gesagt, ich nehme das oft so wahr, dass es für viele so eine Selbstverständlichkeit hat. Hast du glaube ich auch eben gesagt, das Wort ist, dass man das dann irgendwie trägt als Frau. Also das ist irgendwie klar, ist, na ja, ist halt so, ich bin halt so in dieser Rolle, bin ich halt, habe ich mir ja ausgesucht, den Partner und mit dem habe ich halt Kinder. Also, dass ich das sehr oft höre, ja, was soll ich schon machen? Oder es ist zwar ungerecht, aber was soll ich machen? Ist halt irgendwie so, also so eine, so eine gewisse Hilflosigkeit, aber auch Ohnmacht, Akzeptanz von dieser Situation. Wie erlebst du das? Generose Sehr: Ja, das ist ganz oft natürlich aus der Angst heraus, den Partner zu verlieren, weil das natürlich eine riesengroße Umstellung ist. Also das ist ja auch was, wenn ich mich weiterentwickele, das ist ja für mich schon so ein riesen Riesenschritt und so eine riesengroße Veränderung, wo ich ja wirklich mein Verhalten, mein Denken, mein Fühlen veränder und wir haben ja alle in irgendeiner Form die Prägung, dass wir, dass wir unser Verhalten an unser Gegenüber anpassen müssen, weil wir sonst verlassen werden. Das ist so eine ganz, ganz frühkindliche Prägung, die die allermeisten von uns haben, hat meistens die Ursache darin, dass unsere Vorfahren sich auch mit ihren Gefühlen nicht so gut auseinandersetzen konnten und dementsprechend überfordert waren mit manchen Dingen und dann das Signal kommt so, wenn du dich so verhältst, kann ich mit dir nicht umgehen. Und das ist natürlich eine Prägung, die in uns allen drin sitzt und die eine unglaubliche Angst schürt, dass, wenn ich jetzt mein Verhalten verändere und auf einmal beginnt, für mich einzustehen, meine Grenzen zu setzen, unangenehm zu werden. Weil das ist ja noch immer in Verbindung mit dem "Ich werde jetzt unbequem und unangenehm, unfreundlich, hart", was auch immer, was überhaupt. Also da wäre ich auch ein grosser Fan davon, das mal zu trennen, das Klarheit und Grenzen setzen nichts mit Härte und Unfreundlichkeit und unbequem sein zu tun hat, sondern dass das eigentlich eine Möglichkeit ist, in eine freie Beziehung zu kommen miteinander. Kleiner Exkurs. Aber da sitzt ja vielfach die Prägung noch so tief, dass das da diese Angst dann zum Vorschein kommt. Wenn ich da jetzt was änder und wenn ich mich da jetzt in die Richtung entwickle, dann bin ich auf einmal allein. Laura Roschewitz: Ja. Generose Sehr: Und das ist das, was ganz viele davon abhält, dann wirklich diesen Schritt zu gehen und wirklich da die Konsequenz auch zu leben. Laura Roschewitz: Was würdest du sagen, hat das vielleicht, wenn wir es mal aufs Business übertragen. Es hören ja viele zu, die, die in der Gründung sind oder am Anfang der Selbstständigkeit stehen oder auch vielleicht schon lange selbstständig sind. Was würdest du sagen? Wir haben jetzt über Thema Sichtbarkeit, über Thema Grenzen, wo es vielleicht als Selbstständige das größte Potenzial, also auf Beziehungen, auf partnerschaftliche Beziehungen sehe ich eigentlich ziemlich klar vor mir, was da das Potenzial ist, nämlich nicht alles alleine zu tragen. Keine Doppelbelastung. Care Arbeit und so, und so und so weiter. Ähm, wo würdest du sagen, liegen die größten Potenziale als Unternehmerin, als Selbstständige? Wenn ich anfange, mich mit meiner Generation vor mir und den Prägungen, die die mir mit in den Rucksack gelegt haben und mit in die Zellen gepackt haben. Wo liegt da so aus deiner eigenen Erfahrung und Expertise so das größte Potenzial? Generose Sehr: Also für mich sind das eigentlich zwei Dinge. Das eine ist, anknüpfend an das Thema Grenzen, das ich klar kommuniziere, klar meine Grenzen, meinen Wert kommuniziere und dadurch weniger von diesen. Was man so oft hört. Ja, ich, keine Ahnung, meine Kundin, meine Klientin saugt mich aus, oder? Jetzt habe ich schon wieder 20 Überstunden, die mir nicht bezahlt werden oder sonst irgendwas in die Richtung. Also da einfach weniger davon erlebe, weil ich da einfach klar bin. Und da ist ja auch ganz oft die Angst dahinter, wenn ich jetzt sage, das und das sind meine Konditionen, dann ist der Kunde weg, so auch da einfach zu wissen, nein, das ist nicht so, sondern klare Kommunikation hilft, um in ein klares Business Verhältnis zu kommen. Und der zweite Punkt, der für mich ganz, ganz stark ist. Ist eben wirklich zu dem ganz eigenen Weg zu finden, also wirklich zu finden. Also das zu finden, was ist für mich richtig? Nicht, was war für meine Mama richtig? Was war für meine Oma richtig? Was ist für meine Nachbarin richtig und was ist in der Gesellschaft anerkannt? Sondern wirklich zu schauen, was ist eigentlich mein Weg? Und das muss auch nicht der Weg von 15 anderen erfolgreichen Unternehmerinnen sein. Das kann was komplett anderes sein. Und eben um so das wirklich eigene zu finden, habe ich einfach das Gefühl, dass man so ein bisschen die da, die ganzen Prägungen auseinandernehmen darf und einfach schaut okay, wo lebe ich was, was mir eigentlich nicht entspricht? Und wo kann ich da, also wo kann ich da einfach noch mehr, wirklich noch mehr ich sein? Und das hat dann natürlich im Endeffekt die Konsequenz, dass ich was mache, was mir zu 100 % entspricht. Das heißt, ich verwende keine Kraft dafür, mich irgendwie zu verbiegen oder was zu machen, was ich nicht Mag. Und ich bin auch so authentisch und offen mit dem, wie ich bin, dass die richtigen Menschen mit mir in Resonanz gehen können. Und das ist für mich das absolut größte Potenzial. Laura Roschewitz: Da fühle ich mich ein bisschen ertappt. Ehrlich gesagt, ich habe gerade so über meine, diese Geschichte von meiner Mutter und Großmutter, die mir sehr viel Kraft gibt, auch weil ich da einfach eine starke, eine starke Frauen Energie habe. Und das finde ich großartig. Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich in dieser Familie geboren bin, so weil das außergewöhnlich ist und ich, das sehr, sehr schätze. Und ich weiß, dass das nicht so einfach war für meine Großmutter zum Beispiel in der Zeit schon irgendwie diesen Weg zu gehen. Also irgendwie so eine Kämpferinpotenzial und -geist. Und im gleichen Moment merke ich aber Ah ja, ja, da hat Generose ein bisschen gerade schon mal den Finger in die Wunde gelegt, weil dieses Thema: Was ist denn eigentlich mein eigenes? Ich glaube, das schlägt da bei mir auch sehr zu, weil ich natürlich gelernt habe, dass Selbstständigkeit sehr anstrengend ist, dass man sehr, sehr viel arbeiten muss, was wahrscheinlich für meine Oma vor allem auch zugetroffen hat, weil es noch sehr, sehr viel schwerer war für sie, muss man schon glaube ich einfach von den Rahmenbedingungen so sagen. Ähm und auch meine Mutter eben sehr viel, sehr sehr hart gearbeitet hat und das bis heute tut. Und ich glaube, da habe ich auf jeden Fall etwas mitbekommen an Informationen, was vielleicht im Jahr 2022 nicht mehr unbedingt gültig ist. Generose Sehr: Ja, ja, ja, man findet immer was. Es ist nie nichts zu finden. Aber ich finde, du hast auch was ganz, ganz Wichtiges gesagt es. Also wir haben natürlich die ganzen Herausforderungen auch mitgekriegt. Aber eben, es ist auch so, dass wir ganz viel stärken und ganz viel Power und Eigenschaften mitgekriegt haben, die uns ja durchs Leben tragen. Und ich bin ein großer Fan davon, einfach beides zu sehen, also wirklich zu sagen "Hier, das ist gut, das mag ich und das mag ich auch weiterführen. Und das auf der anderen Seite, da ist meine Zeit jetzt einfach anders." Also meine Frage ist immer noch, brauche ich das noch hier und heute? Ist die Situation hier und heute so, dass ich diese Verhaltensweise zwingend brauche oder kann das eine andere sein? Laura Roschewitz: Ja. Na, da werde ich mal bisschen drüber nachdenken. Der Tag, an dem wir das hier aufnehmen, ist nämlich der 1. Juli und das ist der letzte Arbeitstag vor einem weitestgehend Termin freien Juli für mich. Und diese Frage werde ich auch auf jeden Fall mal mitnehmen und die mal ein bisschen ausbrüten. Generose Sehr: Bin gespannt, worauf du kommst. Laura Roschewitz: Vielleicht müssen wir dann noch mal eine zweite Folge zu dem Thema machen. Aber ich glaube, wie wir auch schon im Vorgespräch festgestellt haben, könnten wir wahrscheinlich aus dem Stehgreif zwei Stunden machen. Gar kein Problem, aber das haben wir euch ja versprochen, dass wir das bei Moin um Neun nicht machen werden, sondern kurze, knackige Impulse und spannende Insights. Vielleicht magst du uns Generose noch zum Abschluss einmal sagen, weil das manchmal mit den Shownotes nicht so gut funktioniert, gerade wenn man das vielleicht irgendwo unterwegs hört. Wo kann man dich finden? Wo ist sozusagen der Kanal? Wie kann jemand, der jetzt sagt, die uns vielleicht zugehört hat und sagt. Puh. Treffer, versenkt. Da glaube ich, will ich mal hingucken, wie kann ich denn zu dir Kontakt aufnehmen? Generose Sehr: Also das einfachste ist, meinen Namen bei Google einzugeben. Da kommt man zu Facebook, zu Instagram, zu LinkedIn oder auf meine Website. Ich lebe in Österreich. Das heißt, es ist vielleicht einfach zu merken Generose-sehr.at , das ist meine Website. Und Instagram ist auch einfach mein Name Generose Sehr. Und ich reagiere auf allen Kanälen und freue mich über Nachrichten. Laura Roschewitz: Wie schön! Sehr ist übrigens so geschrieben wie "Ich freue mich sehr", dass wir heute dieses Gespräch geführt haben über sehr spannende Themen und sehr tiefe Themen. Liebe Generose, ich danke dir sehr und ich weiß, dass es für dich wahrscheinlich nur ein erster Aufschlag war und du denkst, jetzt könntest. Jetzt bist du gerade warm gelaufen, jetzt könntest du mit den Themen so richtig loslegen. Aber lassen wir es an der Stelle einmal als Aufschlag. Schreibt uns doch gerne mal auch als Feedback. Wie spannend findet ihr das Thema, mal so zurückzublicken in die Generation? Und was wollt ihr dazu noch wissen? Schreibt Generose sehr, sehr gerne eine Nachricht, eine Mail folgt ihr auf Instagram und schreibt uns auch gerne in den Kommentaren, wie euch das so gefällt. Einmal ein bisschen in die Biologie, in die Epigenetik, in den Rückspiegel zu schauen, um wieder erfolgreich nach vorne zu gucken zu können. Vielen Dank, dir Generose. Und für euch wünschen wir jetzt einen tollen Tag und freuen uns, wenn wir das uns das nächste Mal zur nächsten Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura hören. Bis dann. Macht's gut. Ciao. Foto Laura:Kareen Kittelmann Fotografie

  9. Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Struggelst Du mit Deinen Preisen? Hast Du Sorge, dass jemand sich Deine Programme, Dienstleistungen oder Produkte nicht leisten kann? Macht es Dir Bauchweh, Deine Preis nach Jahren vielleicht anzupassen? Dann gibt Gretel Dir in dieser Folge einige wertvolle Impulse! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Moin um neun. Willkommen zu einer weiteren Folge des Business Schnacks von Laura und Gretel. Ihr seht es und ihr hört das vielleicht auch. Ich stehe heute hier allein hier, weil es diese Woche ja um mein absolutes Lieblingsthema geht. Und zwar das Verkaufen. Und wir haben uns jetzt schon einige Sachen angeguckt und ich möchte euch aber für eines der Kernthemen im Verkaufen noch sensibilisieren, bevor die Woche sozusagen vorbei ist. Und dieses Thema ist das Preise setzen. Ihr wisst es vielleicht. Oder ihr ahnt es zumindest. Preise setzen ist jetzt nichts, was man innerhalb von zehn Minuten sich einmal anhört und dann hat man eine konsistente Preisstrategie. Aber ich kann euch ein paar Tipps geben oder so ein paar Denkanstöße, damit ihr schon mal merkt okay, in die Richtung sollte ich denken. Oder vielleicht Hey, das ist ein Denkfehler, den ich hatte, bei dem ich mich ertappt fühle. Und da gehe ich einfach noch mal tiefer rein. Stellt euch folgendes vor, ihr geht in den Supermarkt in die Süßigkeiten Abteilung, wohin auch sonst. Ihr seht das Regal mit den Schokoladen und ihr seht dort Schokoladen im Wert von 0,39 € bis zu 5 €, die 100 Gramm Tafel Schokolade. Am Ende des Tages ist in jeder Schokolade so in etwa das Gleiche drin. Kakao, Kakaobutter, Zucker. Aber A: sind die vielleicht auf unterschiedliche Art und Weise hergestellt, veredelt, verfeinert, B: sind vielleicht noch ganz exquisite Zusatzstoffe drin. Und C: haben die einen einfach Geld und Muße für Marketing und die anderen nicht. Denn was wir ganz klar sagen können, ist, dass die Schokolade, die zehnmal so viel kostet wie die günstige, nicht unbedingt zehnmal so geil ist wie die günstige. Aber es gibt genug Leute, die loslaufen und die sagen: Ich muss jetzt diese 5 € Schokolade kaufen, weil die 0,50 € Schokolade mir nichts taugt. Ihr seht also, der Preis kommuniziert was, was über das Produkt an sich hinausgeht. Vielleicht könnt ihr auch den Spruch "Was nichts kostet, ist nichts wert", das heißt für was, wofür ich mich nicht doll strecken muss, was ich einfach so bekomme, was, wo ich gar nicht drüber nachdenken muss, ob ich das mir kaufen, leisten kann oder möchte. Da bin ich oft auch nicht so hinterher, das dann auch in vollem Umfang zu nutzen oder das genau so zu genießen, wie ich es sollte. Bei etwas, wo die Kaufentscheidung ein bisschen schwieriger ist, weil es teurer ist zum Beispiel ja, gucke ich oft genauer hin, nutze es mehr und habe dann auch mehr Erfolg. Also der Preis an sich hat schon eine ganz starke Signalwirkung bzw. löst in den Menschen was aus. Und worum geht es da? Ein hoher Preis ist sehr oft verbunden mit so was wie Exklusivität, das kann nicht jeder haben, das muss ja gut sein. Wenn das zu teuer ist, dann muss das ja besonders gut sein. Auf der anderen Seite assoziieren wir ganz unbewusst oft niedrige Preise mit, "so gut kann es ja gar nicht sein, wenn es nichts kostet". Oder auch "hm naja, wenn ich das jetzt kaufe, das kann ja jeder andere auch haben. So toll ist es wahrscheinlich nicht." Und oft passiert uns das, dass wir tatsächlich Niedrigpreisigere Produkte und Angebote zwar kaufen, dann aber vergessen und nie nutzen. So, und nun passiert mir das sehr oft in letzter Zeit, vor allem in letzter Zeit, dass ich mit Menschen rede, die eine nachhaltige Business Idee haben oder die eine Business Idee haben, eine Geschäftsidee, die sie vielen Menschen zugänglich machen wollen und wo sie sagen "Ich möchte, dass jeder sich das leisten kann. Und deswegen biete ich es zu einem sehr, sehr günstigen Preis an, oder aber ich überlege einfach, das auf Spendenbasis zu machen." Und da muss ich gleich mal so die Riesen Stopp Bremse einmal einziehen, weil das geht nicht. Zu allererst musst du mal von deinem Business auch leben können und mittel und langfristig leben können. Das heißt, du darfst jetzt nicht deine Business Idee darauf aufbauen, dass möglichst viele sich das leisten können. Weil wenn du dich dabei am Ende verbrennst, dann gibt es dein Produkt gar nicht mehr und niemand hat was gewonnen. Was heißt das jetzt? Sage ich, dass ich von vornherein gerne Menschen ausschließen soll mit meinem Produkt. Frage Nummer A ist auch da, oder Frage Nummer eins wieder generell. Ihr wisst, es kommt immer bei mir die Frage: Wer ist deine Zielgruppe? Warum sind die deine Zielgruppe? B: Wenn du sagst, du bietest etwas an, das sich möglichst viele Menschen leisten können und du möchtest, dass es dort auch, dass es Menschen gibt aus verschiedenen Schichten, die sich das zum Beispiel leisten können oder mit verschiedener Einkommensstärke, dann passt doch dein Businessmodell darauf an, und zwar nicht, indem du sagst "Hey, ich biete das auf Spendenbasis an", denn was passiert ganz oft bei Spendenbasis? Keiner weiß so richtig, was ist jetzt eigentlich ein fairer Spendenbetrag? Ich mache das vielleicht einmal und dann habe ich das Gefühl, ich habe zu viel gespendet oder ich habe das Gefühl, das ist jetzt nicht genug. Also so Spendenbasis gibt immer die Verantwortung an deine Kunden und Kundinnen und das ist ehrlicherweise ziemlich unfair. Wenn du den nämlich nicht sagst "Guck mal, das kostet mein Service", sondern sagst "Gib einfach so viel, wie du willst", dann wirst du, dann nimmst du sie in eine Pflicht und eine Verantwortung, die sich für deine Kunden und Kundinnen sehr, sehr ungut anfühlen kann. Und im schlimmsten Fall passiert dann das, was sehr oft passiert, dass einfach gar keiner mehr kommt, aus Angst, dir zu viel oder nicht genug zu zahlen. Was kannst du nun aber machen, wenn du das Gefühl hast okay, du bietest was an und es sollen sich mehrere Menschen mit unterschiedlichen, ja mit unterschiedlichen Einkommens und und Geld Möglichkeiten leisten können? Du könntest zum Beispiel eine Art des Social Pricing für dich entwickeln. Social Pricing sagt es schon soziale, eine soziale Preisbildung. Das heißt, du schaust, dass die, die mehr Geld haben, mehr bezahlen und die, die weniger Geld haben, einfach weniger bezahlen. Und da gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, wie du das steuern kannst. Du könntest zum Beispiel sagen, wenn du jetzt eine Mitgliedschaft ist, zum Beispiel eine Monats-, Jahres-Mitgliedschaft oder was auch immer, könntest du zum Beispiel deinen regulär zahlenden Mitgliedern anbieten, ein Aufpreis zu zahlen, um einem anderen, einer anderen Person die Mitgliedschaft zu ermöglichen. Immer transparent, immer erklären, worum es geht und warum du das gerne möchtest. Und du sorgst dafür, dass jemand, der sich das leisten kann, gute Karma Punkte sammelt, in dem er oder sie jemand anderem auch die Arbeit mit dir ermöglicht, obwohl es vielleicht sonst nicht möglich gewesen wäre. Du kannst immer auch so etwas wie Rabatte einführen, wie einen Studenten-Rabatt, ein Senioren-Rabatt, ein Rabatt für Alleinerziehende. Also du kannst von vornherein auch sagen, Menschen, die nicht so viel Geld zur Verfügung haben, die sollen sich bei dir melden und dann findet ihr gemeinsam eine Lösung. Also du siehst, da stellst du zwar in Aussicht, dass es eine Art soziales Pricing gibt und dass du auch, ja, dass du offen dafür bist, deine Preise anzufassen und anzupassen. Aber es muss auch proaktiv was von der anderen Seite kommen. Das ist mein Staubsauger und es muss auch, es muss einfach auch. Ja, es ist so ein bisschen, dass die Verantwortung geteilt wird zwischen beiden Seiten. Also Social Pricing einerseits zum Beispiel, indem du sagst, bestimmte Gruppen müssen weniger bezahlen bei dir. Oder dass du sagst, man kann also die, die mehr Geld haben, finanzieren vielleicht die, die nicht so viel Geld haben, einfach mit. Du kannst auch generell zum Beispiel sagen, mal angenommen, du bist Coach oder Berater, dann kannst du natürlich auch so sowas sagen wie, Hey, einmal im Quartal, einmal im Monat, wie auch immer, mache ich einfach einen Pro bono Fall und/oder gebe jemand ein Stipendium. Heißt eine Person pro Quartal, pro Monat, pro was auch immer betreust du einfach völlig kostenlos. Das heißt, bzw. Du siehst, es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, um mit den Preisen zu spielen, um die Preise anzupassen und um auch ein Preisgefüge aufzubauen, was für unterschiedliche Menschen funktioniert und was dich trotzdem was so ein konsistentes Bild von dir trotzdem vermittelt. Denn wenn du eine Unternehmerin bist, dann ja, musst und darfst du in erster Linie erstmal dafür sorgen, dass du von deinem Business leben kannst. Und dann darfst du so viel zurückgeben, wie du möchtest. Solange das halt im Einklang damit geht, dass du ein gesundes und solides Unternehmen aufbaust, das es auch in ein paar Jahren noch geben wird, damit du eben auch in ein paar Jahren noch was Gutes für die Welt tun kannst. Ich hoffe, dass dieser kleine Exkurs in Richtung Preise, Preissetzung und eben auch Social Pricing, soziale Preise den ein oder anderen Denkanstoß vielleicht geben konnte. Und kommentiert wie immer sehr, sehr gerne, wie ihr Preise setzt, was euch dabei wichtig ist, welche Fragen vielleicht noch auftauchen. Taggt Laura und mich gerne in diesen Kommentaren und Fragen. Und dann gehen wir natürlich darauf ein.

  10. Über 20 Jahre und noch kein Hauch müde Gibt es einen Unterschied zwischen Liebe und Beziehung? Was macht Online Dating mit uns? Was hat das Thema Einsamkeit mit Online Dating zu tun? Gibt es typische “Männerthemen” und “Frauenthemen” im Bereich Dating? Und warum ist Mut eigentlich kein Gefühl, dass man in dem Moment hat, wo man es sich so sehr wünscht? Nina Deissler, Expertin für Partnerschaftspotential Entfaltung, Beziehungscoach, Autorin von 13 Büchern und erfolgreiche Unternehmerin im Interview! Wir sprechen darüber, warum Liebe kein Glück ist und was es mit ihrem Slogan “Mission Liebe” auf sich hat. Nina unterstützt Singles, die es nicht länger sein wollen und hat dafür ein großartiges Buffet an Möglichkeiten kreiert! Schaut gerne hier bei ihr vorbei: https://www.instagram.com/nina.deissler/ https://ninadeissler.de/ Oder hört hier in Ninas eigenen Podcast rein: https://open.spotify.com/show/2CemuqOb9HCREiAB9le2K9?si=d97423c298a848ab Und ganz am Ende der Folge verrät sie uns ihr Geheimnis, wie sie als Unternehmerin 13 Bücher geschrieben hat und gibt und ganz persönliche Einblicke, wie ihr das genau gelungen ist. Es lohnt sich also, dranzubleiben ;) Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Und heute ist wieder Interview Zeit. Ich freue mich sehr. Und zwar interviewe ich natürlich nicht Gretel, sondern ich habe eine fantastische Gästin heute hier zu Besuch. Hallo liebe Nina, willkommen in unserem Podcast. Schön, dass du da bist. Nina Deissler: Hallo Laura, schön, dass ihr mich eingeladen habt. Laura Roschewitz: Wir freuen uns riesig. Und ihr werdet auch gleich wissen, warum Nina einfach so erstens eine coole Socke ist. Eine tolle Person, die ich schon seit ein paar Jahren kenne. Wir haben gerade versucht zu rekonstruieren. Wir haben uns doch vor drei, drei Jahren ungefähr in Hamburg mal getroffen. Und heute sprechen wir aber natürlich nicht in Hamburg, sondern ich aus Schweden. Und Nina, du bist Expertin für einen Bereich, den ich wahnsinnig interessant finde und der mich sowohl persönlich als auch beruflich oft auch beschäftigt mit einem anderen Blickwinkel. Wahrscheinlich. Aber du bist wirklich für mich die Expertin für Beziehungen. Und sollte dich jemand noch nicht kennen von unseren Zuhörenden, stell dich doch bitte einmal in deinen Worten vor, was du machst und was deine große Mission ist. Nina Deissler: Sehr gerne. Ja. Ich bin Expertin für Partnerschafts-Potenzial-Entfaltung. Sprich, ich unterstütze Singles dabei. Man könnte im Grunde sagen, der Traumpartner für den Traumpartner zu werden. Und das fing einfach dadurch an, dass ich vor, oh Gott weit über 20 Jahren inzwischen schon, irgendwann merkte, dass was ich immer im Freundeskreis mache und was auch irgendwie scheinbar an mir haftet, weil immer Menschen mit mir über diese Themen sprechen wollten. Das könnte ich doch eigentlich auch beruflich machen. Denn ich habe auch gemerkt Partnersuche, also ich komme eigentlich aus dem Marketing und aus dem Vertrieb und Partnersuche und Dating und Flirten hat sehr, sehr viel mit Marketing tatsächlich auch zu tun. Man selber ist ja auch irgendwo das Produkt und hat eine Zielgruppe. Und ich habe immer schon im Studium geschmunzelt, wenn solche Vergleiche waren. Und ja, ich habe dann, ich konnte immer ganz gut, auch mit Männern. Und ich habe ganz oft auch zwischen Männern und Frauen übersetzt und dachte dann irgendwann: Ja, eigentlich kann ich das auch professioneller machen, habe das dann als erstes nebenberuflich gemacht und habe dann 2003 mich selbstständig gemacht und die ersten auch Kurse angeboten. Mein Freund sagte damals ja, du könntest ja Kurse geben. Ich: was für Kurse? Sagte er: Flirt Kurse. Dann haben wir erst mal gelacht. Dann habe ich drüber nachgedacht und eigentlich das ist gar keine schlechte Idee, weil warum sind Leute schüchtern und da kann man doch was machen. Aber wir gehen inzwischen weit darüber hinaus. Ich habe inzwischen 13 Bücher über Themen geschrieben, die damit zu tun haben, also über Liebe, Partnerschaft, Flirten, Selbstwert, Selbstvertrauen, Schüchternheit, überwinden und solche Dinge. Ich habe einen Podcast, der hat über 220 Folgen, wo es um diese Mission Liebe geht und habe also ganz, ganz, ganz viel in dem Bereich gemacht. Ich bilde inzwischen auch Coaches aus, ganz speziell zu diesem Thema, weil ich musste mir halt wirklich 20 Jahre lang das von überall zusammensuchen, weil dieses Thema ich unterstütze Menschen auch um ihre blinden Flecken und all diese Dinge, wie kann ich in eine liebevolle Partnerschaft kommen? Und unsere Klienten sind eben jetzt nicht Menschen, wo man sagt, na ja, kein Wunder, sondern es sind eben genau die Menschen, wo im Grunde der ganze Freundeskreis sagt: Mensch, das, die oder der, dass das da nicht klappt, weil das ist doch eigentlich so eine tolle Person, wieso ist die oder der noch Single? Und die Leute wissen es ja meistens selber nicht und denen helfe ich am allerliebsten. Laura Roschewitz: Ich finde das so cool und da kommt doch gleich deine ganze Leidenschaft durch beim erzählen. Also alle, die uns gerade nur hören. Ihr dürft auch gerne mal auf Facebook oder YouTube schauen. Wir haben das per Video auch mit gestreamt. Und Nina ist komplett in ihrem Element. Ich find das so großartig. Ich habe schon 1000 verschiedene Knoten und Stränge in meinem Kopf, wo ich gerne entlanggehen würde. Aber ich starte jetzt mal mit einem vielleicht relativ großen Punkt, der vielleicht dir auch oft begegnet. Du hast eben gesagt, du konntest schon immer ganz gut mit Männern. Und ich weiß, ich sehe auch in deiner Außenwirkung, dass du häufig auch mit Männern arbeitest. Und eben hast du das Stichwort Selbst oder Marketing Selbstvermarktung ja sogar reingegeben. Das klingt ja so ein bisschen prototypisch und wir wollen ja auch nicht zu sehr in Klischees denken. Aber was würdest du so sagen, ist ein Unterschied zwischen Männern und Frauen, die Singles sind und das nicht bleiben wollen in puncto Selbstmarketing? Gibt es den oder sind es genau dieselben Punkte, die dir begegnen? Nina Deissler: Nee, gar nicht. Gar nicht. Also Punkte bei den Männern ist ganz, ganz oft, dass viele Männer heutzutage sind, sehr, gerade die netten, die sind sehr, sehr, sehr verunsichert durch diese ganzen Debatten. Die wollen, also viele Männer zum Beispiel haben Angst, zu aufdringlich zu sein. Die lesen es natürlich, die, die kennen den Hashtag MeToo und oh Gott, was ist denn, wenn ich da jetzt irgendwie. Und dann denkt die und das so und nur so, also die machen sich oft viel zu viele Gedanken, machen dann lieber nichts, bevor sie was falsch machen. Und die haben auch oft gelernt, zum Beispiel durch die Mutter, also dass sie versuchen quasi es einer Frau recht zu machen, dann machen sie das und dann und dann kommen, dann sagen die Frauen immer Ja, du bist viel zu nett. Ja, weil natürlich dieses, wenn eine Frau merkt, der Mann macht jetzt die Sachen für sie, um es ihr recht zu machen, dann ist es unsexy wie die Hölle. Und das ist ja, wir Frauen wollen ja eigentlich, dass der Mann es uns recht macht, aber ohne es uns recht machen zu wollen, also schwierig. Laura Roschewitz: Ja. Nina Deissler: Genau das ist so mein Klientel sind sehr oft genau diese Männer, die wirklich die einfach toll sind, aber die zu zu zaghaft sind, weil sie Angst haben, Fehler zu machen. Und nach wie vor ist es tatsächlich so, so die, die größte Angst von Männern, die sie eben hindert, zum Beispiel auf eine Frau zuzugehen, ist Angst vor Ablehnung und Angst vor Blamage. Da haben wir Frauen ja noch ganz andere Dinge im Petto und viele davon auch zu Recht. Und auch das muss ich oft den Männern erklären. Nur weil ein netter Mann, der kommt gar nicht auf die Idee, dass die Frau ihn ja auch erst mal zum Beispiel als Gefahr wahrnimmt. Und das ist etwas, was wir Frauen oft den Männern gar nicht erklären, weil das eine Wahrnehmung ist, die bei uns subbewusst immer mitläuft, die so normal ist, dass wir sie gar nicht mehr checken. Das wir alle Frauen ihr ganzes Leben lang gehört haben: Gehe nicht mit fremden Männern mit. Pass auf, was du tust und dass wir ja auch in den Medien immer wieder sehen Opfer von Gewaltverbrechen. Und so weiter. Und so weiter. Aber auch, dass unsere, unsere Biologie uns ja auch sagt: Guck genau, auf wen du dich da einlässt. Und wir merken das gar nicht bewusst. Und wir müssen als Frau immer erst mal über so eine, über so eine Hürde von Mist also wir müssen immer erst mal gucken, ist der vertrauenswürdig? Ist der nett, ist der freundlich? Oder wenn er gefährlich ist, ist er so sexy, dass wir es aufregend finden. Aber wenn Mann jetzt unsicher zum Beispiel ist, dann ist bei uns erst mal so okay, warum ist der unsicher? Was stimmt nicht mit dem? Und das können die Männer erst mal gar nicht nachvollziehen, weil die nicht mit diesem Gefahren Bewusstsein aufwachsen. Und das ist zum Beispiel ein ganz großer Unterschied. Und das ist auch ein Unterschied, der wird sich nie ändern. Solange die Männer den Frauen körperlich überlegen sind, werden Männer für Frauen, so grundsätzlich, es gibt ja auch, da kommt jetzt wieder einer, sagt ja, aber was ist denn, wenn die Frau 120 Kilo wiegt und so? Aber ich rede ja von diesem Grundsätzlichen. Solange Männer den Frauen grundsätzlich körperlich überlegen sind, werden sie immer auch eine Gefahr darstellen. Und solange Frauen schwanger werden und einmal im Monat ein Ei haben. Und Männer Spermien haben, und zwar Millionen Stück am Tag. Wird es da, wenn es um diese Begegnung zwischen Mann und Frau geht, wird es immer Unterschiede geben. Es wird immer unterschiedliche Prioritäten geben. Es wird immer unterschiedliche Ängste geben, einfach weil wir so sind, wie wir sind. Und das lässt sich nicht wegreden, nicht wegdiskutieren und auch nicht weg gendern. Und wir müssen aber Wege finden, wie wir, wie wir damit klarkommen. Und es hat sich ja nun in den letzten 30, 40 Jahren sehr, sehr viel verändert. Und all diese Dinge, die sich verändert haben, sind sehr, sehr gut. Nur unsere Instinkte und unsere, unsere unbewussten Verhaltensmuster und Mechanismen, die sind da noch nicht angekommen. Und deshalb haben wir oft zum Beispiel so viele Frauen suchen nach wie vor nach einem Mann, der im Grunde dieses Schema des Versorgers erfüllt. Die meisent von uns brauchen den aber eigentlich gar nicht mehr. Nina Deissler: Dann wollen wir eine Beziehung auf Augenhöhe. Und trotzdem sind die Frauen in vielen Beziehungen immer noch die, die dann auch wenn beide Vollzeit arbeiten, ist doch die Frau eher für den Haushalt. Also aaahhh. Wir haben da noch so viel zu lernen und so viele Dinge, die uns bewusst werden dürfen. Und du merkst ich, also darüber könnte man alleine 2 Stunden reden. Laura Roschewitz: Und ich merke schon, ich sage schon mal jetzt klarer Spoiler. Vielleicht laden wir dich einfach irgendwann noch mal zu einer zweiten Folge ein und wir gucken jetzt erst mal, dass wir mal so die Basics abgreifen. Vielleicht mit dieser ersten Folge. Du hast auch eben schon ein paar Mal gesagt, hast du gesagt, dass 2003 hast du dich selbstständig gemacht. Da zuckte es kurz in mir, weil ich ja 2006 Abitur gemacht und da dachte ich Wow, Wahnsinn. Nina Deissler: Ich bin schon alt. Laura Roschewitz: Man sieht es ja nicht, man sieht es ja nicht. Man merkt es aber. Nina Deissler: Deswegen sage ich es mal dazu. Laura Roschewitz: Also wahnsinn. Was würdest du denn sagen? Du hast ja eben gesagt, klar wir haben das ganze Gender Thema zum Beispiel, was würdest du aus deiner auch noch mal durch den Blick von dir als Expertin, als Selbständige, als Unternehmerin, was sind so die größten Veränderungen an dem Markt, an dem du bist sozusagen? Oder an den Personen? Was hast du da? Das finde ich immer wahnsinnig interessant, was für Stimmungen und Phasen da sind. Vielleicht auch noch mal ganz aktuell durch die Pandemie Zeit, noch mal. Was gibt es da, was du so uns mal rüber werfen kannst an Interessantem? Nina Deissler: Na ja, ich. Ich nehme so, so Wellenbewegungen wahr. Also zum Beispiel, als ich 2003 gestartet bin, war ja das Thema Coaching als solches noch sehr exotisch. Let Alone Coaching im Privatbereich oder Coaching für Singles. Also es gab nicht viele überhaupt Coaches und auch Onlinedating steckte in den Kinderschuhen. Und wir haben, wir haben eben wirklich auch erlebt. Also viele Fragen drehten sich eben darum: Wie erkenne ich Interesse, wie gehe ich auf jemanden zu? Was kann ich sagen? Und das ist dann im Laufe der Zeit, ist das erst mal eher weniger geworden, weil dann eben das Onlinedating kam und das Onlinedating ja auch salonfähig wurde. 2003 war das wirklich noch so, dass Online Dating war, es war zwar schon da, es gab auch einige Börsen, aber es war doch so, dass also viele Singles ich mache ja auch Online Date, dass das so ein bisschen verschämt so gesagt wurde, so nach dem Motto: Ich krieg es halt auf normalem Wege nicht hin und so und dann ist es irgendwann aber so normal geworden, dass es eher andersrum ist, also dass sich das Singles fast rechtfertigen mussten, wenn sie nicht Online Dating gemacht haben. So wie wenn man heute Leuten sagt so: Wie du hast kein Internet oder wie du hast, ja so. Und dann setzte irgendwann so eine Frustration ein. Das war so, ich würde sagen, 2015/16, wo man dann irgendwie gemerkt hat so, ja, also irgendwie weiß ich auch nicht, so richtig funktioniert das nicht. Hm und wo das wirklich abnahm und man kann wirklich sagen, also alle Betreiber von Onlinedating und Dating Apps sind glaube ich Gott froh um die Pandemie. Weil durch Corona ist es natürlich dann wieder sprunghaft nach oben gestiegen, als man nirgendwo hingehen konnte und natürlich als einem dann auch aufgefallen ist, wie alleine man zu Hause sitzt. Das ist dann schon aufgefallen. Und dann hat Onlinedating noch mal so ein so ein neues Hoch bekommen, was ich aber eben auch feststelle. Und es ist eigentlich eine sehr traurige Feststellung. Deshalb ist das, was wir machen, heute wichtiger denn je. Wir Menschen neigen ja dazu, dass wir, wenn wir Zeit sparen oder Aufwand sparen können, dass wir das sehr, sehr gerne tun, da das geht natürlich auch, wenn es um Onlinedating geht spielt das eine Rolle, weil wenn ich jemanden sehe, den ich interessant finde, dann weiß ich ja nicht, findet der mich auch interessant oder findet die mich auch interessant? Ist die Person überhaupt Single? Passt es jetzt gerade? Was soll ich sagen? Also jemanden im echten Leben anzusprechen birgt ja eine Menge Risiken, die in Ablehnung münden können. Oder vielleicht auch in etwas, was man einfach nicht erleben möchte. Ganz egal, was es ist. Und Online Dating, wie soll ich sagen, gaukelt uns ja vor, dass es einfach und sicher ist. Das heißt, auch das Unterbewusstsein, sagt: Warum sollen wir denn da draußen jemanden ansprechen, wenn wir da drin wissen, ich brauche nur eine App aufmachen und ich habe 10.000 Leute, die mich kennenlernen wollen. Ich muss ja nur wischen. Zumindest suggeriert man uns das. Jeder der das mal ausprobiert hat, der weiß natürlich, dass das Bullshit ist. Also wir können mindestens genauso viel Ärger und viel mehr Nervkram und unendlich Zeit verschwenden dabei und trotzdem niemanden finden. Und was aber was aber gerade bei den Männern tatsächlich häufig dazu führt, dass den wirklich die sozialen Beziehungen fehlen. Gerade Männer, die ja sehr, sehr lösungsorientiert sind, das merke ich auch im Workshop ist das ganz spannend, oder im Coaching zum Beispiel vielen unserer männlichen Klienten kann man so einen Plan machen und sagen Okay, pass auf, du machst jetzt das. Probier das aus. Und viele davon sagen Super, danke, mach ich. So würde bei den meisten Frauen nicht funktionieren. Erst mal so Nee, wieso, weshalb, warum? Und so weiter. Laura Roschewitz: Ich fühle mich ein bisschen angesprochen. Ja. Nina Deissler: Ja, so. Aber bei den Männern. Es ist oft so, weil Männer ihre Beziehung viel mehr über das Machen als über das Sprechen bilden, haben die Männer häufig, wenn sie soziale Beziehungen hatten. Die hatten oft gar nicht soziale Beziehungen, die hatten soziale Kontakte. Also die haben Leute getroffen beim Sport, die haben Leute getroffen im Verein, bei der Arbeit. Und als die Pandemie kam und die eben nicht mehr zum Sport und in den Verein gehen konnten, haben sie diese Leute nicht getroffen. Das heißt, das Zusammensein war sehr häufig verbunden mit, wir machen eine bestimmte Sache zusammen und als man diese Sache nicht mehr machen konnte, saßen die allein daheim. So Hmmm, und jetzt? Und das ist aber eben, wenn du mich fragst, auch eine Folge dieser, dieser ganzen Digitalisierung, weil es ist, du hast 500 Facebookfreunde, aber wen davon kennst du wirklich? Wen davon kannst du anrufen, wenn es dir mal nicht so gut geht? Mit wem von denen kannst du spontan Bier trinken gehen? Bei wem traust du dich überhaupt zu sagen Hey, ich komme nächste Woche in deine Stadt. Ich würde dich gerne treffen. Das ist also die sozialen Medien sind toll, aber sie nehmen uns auch viel Arbeit ab, die dazu führt, dass wir Fähigkeiten verlieren. Und das ist ganz besonders im sozialen Bereich sehe ich das massiv. Weil wenn ich, wenn ich eben jemanden wischen kann, dann ist es zwar im ersten Moment einfacher, aber ich brauch ja diese Skills dann irgendwann trotzdem. Irgendwann treffe ich die Person, irgendwann muss ich flirten. Irgendwann muss ich wissen, wie lasse ich es knistern? Und wenn ich das nicht mehr nicht mehr muss, dann habe ich es nicht gelernt. Und dann kann ich es nicht, wenn ich es brauche. Das ist, was ich sehe, was ich seit ein paar Jahren beobachte, was mir auch echt so. Ja, was mir schwer im Magen liegt. Also was ich wirklich auch traurig finde. Laura Roschewitz: Ja, ich denke gerade tatsächlich, wenn du das so sagst, ist das auch etwas, was ich in einem anderen Feld, aber was ich auch sehr stark im Bereich Ängste beobachte, dass eben je weniger wir uns und das ist ja da wahrscheinlich letztendlich auch dasselbe, ist es wahrscheinlich kann ich mir vorstellen, dass Männer und Frauen gewisse Ängste haben vor ,hattest du gesagt, Ablehnung, vor Misserfolg oder vor verschiedenen Dingen. Und wenn wir die aber nicht trainieren, das ist ja wie ich, ich ich rede ja sehr offen darüber. Ich hatte jahrelang Angstzustände und wenn ich dann Dinge vermieden habe über lange Zeit, und dann war es ja schier unmöglich, die noch zumachen. Also ich bin mal mehrere Jahre nicht alleine Auto gefahren und konnte nicht mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren. Und wenn du mir da gesagt hättest, setzt dich mal alleine nach Schweden und fahre Auto, dann hätte ich dir aber so was von Vogel gezeigt und gesagt: Also ich mache ja viel im Leben, aber das garantiert nie. Und warum bin ich heute hier? Weil ich sehr, sehr viele Etappen dazwischen trainiert habe. Und war das angenehm? Nein, aber es ist halt wie einen, wie einen Muskel letztendlich. Und dieses, gerade diese Angst, das erlebe ich auch sehr viel. Und da hast du noch ein Thema angeschnitten, was ich da muss ich einmal abbiegen, weil mich das wirklich interessiert. Beobachtest du? Oder? Das Thema Einsamkeit beschäftigt mich in der Arbeit in mentaler Gesundheit einfach immer mal wieder sehr. Und das wird so häufig gesellschaftlich eher älteren Menschen zugeschrieben. Was beobachtest du da? Ich habe nämlich die These und da habe ich ja die Expertin hier, dass das auch sehr, sehr stark junge Menschen oder alle Menschen aller Altersgruppen betrifft. Nina Deissler: Das tut es. Das tut es und es gibt wirklich. Es gibt so zwei große Tabuthemen in unserer Gesellschaft und das ist Einsamkeit und Scham. Und die beiden passen natürlich auch sehr, sehr gut zusammen. Ähm, ich bewege mich momentan ja auch viel so in einem internationalen Kontext, wo ich viele Menschen also ich war jetzt gerade im Mai in Jordanien beim AH Fest und wir hatten also Leute aus irgendwie weiß ich nicht 30 Ländern da und dieses, dieses Thema Social Anxiety, das ist ja so so ein Begriff, der ist ja in Deutschland. Soziale Angst ist nicht so verbreitet, aber im Grunde kann man, kann man den ja übersetzen mit mit Angst, nicht gut genug zu sein. Laura Roschewitz: Ja. Nina Deissler: Das ist ja, wo es, wo es viel darum geht, so eine Angst im Zusammenhang mit dem mit anderen Menschen, wo es eben darum geht, bin ich gut genug. Und wir haben festgestellt, dass das also wirklich alle Menschen betrifft. Und dass eben dann, in dem Moment, wo jemand Einsamkeit verspürt, die Scham dann noch dazukommt, das auch zuzugeben, weil man möchte ja nicht so ein Loser sein. Laura Roschewitz: Ja. Nina Deissler: Und es ist, wenn du mich fragst, ein brand heißes Thema, über das kaum gesprochen wird. Aus genau diesem Grund, dass das viele Menschen und auch gerade auch wirklich sehr tolle Menschen wirklich sich unglaublich einsam fühlen. Und es gibt so ein ähm, ich muss gerade an so eine, so eine Geschichte denken, die ich erlebt habe mit einer ganz, ganz lieben Kollegin. Ich stelle nämlich fest, dass gerade diese besonders kreativen Menschen und gerade die Menschen, die auch selbstständig sind, dass da viele dabei sind, die folgende Geschichte haben. Und vielleicht erkennt sich jemand wieder. Ähm. Na ja, ich. Für mich ist es auch oft schwierig, Anschluss zu finden, weil ich anders bin als andere. Und das war eben. Ich war in meiner Familie auch irgendwie anders und man hat mir auch dieses Gefühl gegeben, dass ich anders bin, dass ich so wie ich bin, nicht Normal bin. Und es war auch auf dem Schulhof irgendwie so, ich war anders als die anderen Kinder. Und es ist gerade die Menschen, die kreativ sind, die selbstständig sind, die in diesen ganzen Bereichen sind, die engagiert sind. Ganz viele von denen haben diese Geschichte und gerade die fühlen sich unglaublich einsam, weil sie diese sich selber immer noch diese Geschichte vom Anderssein erzählen. Und ich möchte wirklich einfach jedem, der das hört und sich damit irgendwie identifizieren kann, sagen Hey, es gibt da draußen Millionen von diesen Menschen. Und ich habe in diesem Gespräch mit dieser, mit dieser lieben Kollegin habe ich gesagt: Na ja, wenn du dich, wenn du dich fühlst und dann vielleicht auch benimmst wie so ein Einhorn. Und dann sagt sie: Nein, ich habe mich eben nicht gefühlt wie ein Einhorn, unter den Pferden, sondern ich habe mich gefühlt wie ein Esel. Und dann habe ich gedacht Ja, das kenne ich. Und dann haben wir gesagt, wir gründen den Donkey Club. Und weil Esel sind, sind ja, die sind anders als Pferde. Und wenn man so ein Esel alleine ist und guckt auf so eine, so eine Pferde Herde, dann kann man schon manchmal denken guck mal, die sind, die sind alle so zusammen und die sind irgendwie machen das so viel eleganter als ich und so, die sehen auch alle irgendwie viel schöner aus und die wissen genau wie es geht. Aber hey. Esel sind super intelligente, smarte und belastbare Tiere. Ein Esel wird auf lange Sicht immer viel, viel, viel erfolgreicher sein. Und das ist aber eben so diese, diese Betrachtungsweise, das ist etwas, was wir nicht lernen. Und damit können wir uns natürlich nicht nur bei der Partnersuche schwer. Klar. Laura Roschewitz: Klar. Ja, total. Und das ist. Es ist super spannend, dass du den Esel gerade rein bringst, weil der Esel. Ich habe mich schon in vielen, vielen Workshops und Coachings und so auch mit Tieren beschäftigt, weil es ist immer eine ganz schöne Symbolik, finde man kann da irgendwie viel lernen, auch über uns Menschen. Und der Esel ist ja hat ja auch so eine ganz starke Eigenwilligkeit. Also der Esel hat halt so eine Eigenwilligkeit und die, das ist eben so schade, dass wir natürlich auch in einem Bildungssystem groß werden, wo Eigenwilligkeit natürlich nicht besonders unterstützt oder gefördert wird, sondern eben als Defizit, als etwas Defizitäres betrachtet wird und. Nina Deissler: Zumindest als etwas, das korrigiert werden muss. Laura Roschewitz: Genau das ist irgendwie ab der Norm und die Norm wäre schon das Wünschenswerte eigentlich. Nina Deissler: Also ich war mein Leben lang unbequem, das macht mich zu so einem guten Coach, weißte. Laura Roschewitz: Ja. Wahnsinn. Ja, das finde ich echt noch mal ein cooles Bild also und das mich schmerzt es eben auch richtig. Also eben davon erzählt hast und auch einfach zu zu spüren, wie viele Menschen da eigentlich ein ganz ähnliches Thema haben. Aber eben selber den Eindruck oder das Gefühl, damit alleine zu sein oder sich nicht zeigen zu können. Weil dann könnte vielleicht noch was schlimmeres passieren. Da könnte man ganz verstossen sein, oder? Ja, das. Das finde ich echt ganz, ganz traurig. Umso wichtiger, dass das Menschen wie du da sich als Experten wirklich hinstellen und sagen: Das ist meine Mission. Wie ist denn sozusagen deine aktuelle Arbeit? Du hast eben schon mal so Workshops und Coachings angesprochen. Vielleicht für die Menschen, die dich so noch gar nicht kennen. Also wie kann man das denn überhaupt machen, wenn du jetzt uns eine oder ein Single zuhört und sagst Ja, das klingt natürlich alles super und Nina klingt ja super sympathisch, aber ich habe kein, was heißt das denn? Muss ich da zum Training nach Hamburg kommen? Oder nach irgendwo? Oder. Also wie kann man überhaupt da anfangen? Nina Deissler: Also es gibt. Ich habe mich jetzt über die vielen Jahre, in denen ich das mache, immer und immer bemüht, so dass Menschen so einfach wie möglich zu machen. Ich habe zum Beispiel auch gerade letzte Woche eine Email bekommen von einer Dame, die schrieb mir sie sie hat ganz wenig Geld, aber sie hört jede Folge vom Podcast, der kostet ja nix und der hat ihr schon so viel geholfen und das ist so was so, ich denke, okay, wie toll ist das? Laura Roschewitz: Ja. Nina Deissler: Ja, so dann und es ist natürlich kommen viele Menschen, die auch in die Workshops kommen, kommen, weil sie den Podcast hören. Aber einfach auch zu wissen, da es Menschen, die sagen, ich kann mir ein Training oder ein Coaching bei dir nicht leisten, aber ich höre den Podcast und der hilft mir schon. Ja, ja und was ich. Ich habe Bücher geschrieben, die findet man hoffentlich in jeder Buchhandlung. Ich habe ein paar Sachen auch, die ich online mache. Wir haben ein Online Coaching Programm und wir haben und das ist eigentlich, das ist so mein, mein allerliebstes. Wir haben live Workshops. Nina Deissler: Und ich habe drei Arten von Live Workshops, die heißen "Komm in Kontakt", "Lass es knistern" und "Mission Liebe live" und in "Komm in Kontakt" geht es genau um das, wie komme ich leichter in Kontakt? Wie überwinde ich vielleicht auch die Angst vor Ablehnung? Wie erkenne ich Interesse? Wie signalisiere ich Interesse, ohne dass es peinlich ist? Also wie kann ich Menschen näher kommen? Bei "Lass es knistern" geht es eben darum Mensch, wie kann ich denn auch mal eine Unterhaltung führen, die nicht wie ein Interview und Verhör oder ein Bewerbungsgespräch anmutet, sondern die mir vielleicht auch Spaß macht, sodass auch wenn es, wenn es nicht vielleicht funkt oder wenn man nicht gleich den Treffer landet. Das es trotzdem ein netter Tag oder netter Abend oder eine nette Stunde war. Aber wie kann ich denn auch das, wer ich bin und was ich mir wünsche, auch so ausdrücken, dass der andere denkt so unglaublich interessant. Genau. Und bei "Mission Liebe" geht es noch mal so wirklich um diese grundlegenden Dinge. Auch die, die die meisten Menschen eben davon abhalten, den oder die Richtige zu finden. Also sehr viele Menschen haben durch diese Verwechslung zwischen Liebe und Beziehung hinderliche Glaubenssätze, haben sich bestimmte Verhaltensmuster angewöhnt, die sie gar nicht, gar nicht mitkriegen und solche Dinge. Da geht es wirklich darum wie: Wie öffne ich mein Herz und ziehe auch die Menschen an, die wirklich zu mir passen. Das sind Dinge, die mache ich live, die mache ich hier in Hamburg, die mache ich in Frankfurt und Mission Liebe, da gehen wir immer so ein bisschen besondere Orte in dem Fall. Dieses Jahr haben wir so einen, das ist ein ehemaliges Schloss in der Nähe von Kassel. Aber ich mache genau dieses Thema auch in einem sehr schönen Format, nämlich zehn Tage lang mit ganz viel Spaß und Action und Strand und Abenteuer auf einer wunderschönen Karibikinsel auf Guadeloupe. Da machen wir also auch jedes Jahr ein Love Retreat. Das kommt dieses Jahr Ende November, Anfang Dezember haben wir da noch mal einen Termin. Und jetzt ganz, ganz neu und da, das ist so ein Baby. Also wir sind gerade dabei, wenn dieser Podcast läuft, dann ist es schon da. Es wird eine Love Coach App geben. Nina Deissler: Und es wird eben auf dieser App verschiedene Kurse, verschiedene Kursprogramme geben zu unterschiedlichen Themen. Wir haben jetzt einen Kurs, der steht schon, den testen wir gerade mitten mit ein paar ausgewählten Kunden. Der heißt "Mut ich". Wenn ich eben merke, meine Mission Liebe wird sehr häufig am meisten dadurch gestört, dass mir der Mut fehlt, dass mir das Selbstvertrauen fehlt. Das kann man ja lernen. Und damit einem das ganz besonders leicht fällt, haben wir so den Trainer, den Coach für die Hosentasche entwickelt sozusagen. Und kann sich also in 66 Tagen selber mutiger machen. Da freue ich mich schon sehr drauf. Und dann kommen da eben noch noch andere Dinge dazu, die man da noch machen kann. Und da bin ich ganz stolz drauf und freue mich auch schon ganz doll. Laura Roschewitz: Das finde ich, kannst du auch. Das ist echt ganz schön krass. Also an der Stelle einmal so von Unternehmerin zu Unternehmerin, einmal so den virtuellen Chapeau! Also Wahnsinn. 13 Bücher, einen erfolgreichen Podcast, ein online Produkt sozusagen, die Workshops vor Ort, ein Retreat und bald ne App. Also wenn ich das mal kurz aufs Buffet lege, würde ich sagen, wer da nichts findet. Nina Deissler: Dem ist nicht zu helfen. Laura Roschewitz: Also da. Da kann man wirklich was finden. Ich habe noch, ich glaube zwei oder drei Stränge in meinem Kopf, die ich gerne dir doch mal zuwerfen möchte als Fragen. Ähm. Vielleicht tatsächlich ein bisschen kurz und knapp. Ich gucke ein bisschen auf die Zeit. Wir versprechen ja unseren Hörenden dann immer, dass wir nicht so ewig lange Folgen machen. Unterschied zwischen Beziehung und Liebe. Wie würdest du das für jemanden, der noch nie was davon gehört hat, zusammenfassen? Nina Deissler: Ganz einfach Liebe ist ein Gefühl. Beziehung ist eine Situation. Laura Roschewitz: Check. Damit kann jeder was anfangen. Nina Deissler: Liebe ist bedingungslos. Beziehung ist es nicht. Und das ist der Fehler, den wir machen. Weißt du, wir. Wir bringen so viele Dinge in Verbindung mit Liebe und. Und haben dann immer mehr Bedingungen, immer mehr Bedingungen, immer mehr Bedingungen. Und diese Bedingungen sind kaum erfüllbar. Und dann haben wir so eine Sehnsucht nach Beziehung und dann machen wir zu wenig Bedingungen für die Beziehung. Nina Deissler: Also wir machen es quasi genau falsch. Laura Roschewitz: Und wahrscheinlich, wenn ich mal so als Laien in dem Gebiet, das mir vorstelle, wünschen sich alle eine bedingungslose Liebe und werden dann auch fähig, Kompromisse in der Beziehung einzugehen. Sozusagen. Wenn ich mir sicher bin, dass mein Partner, meine Partnerin mich wirklich liebt. Also das kenne ich auf jeden Fall ganz gut als Thema. Wenn ich da unsicher bin, dann fällt es mir wahnsinnig schwer, an der Beziehung zu arbeiten oder Dinge zu verhandeln oder so, weil ich ja schon grundsätzlich vielleicht Angst habe, dass der andere mich gar nicht liebt. Nina Deissler: Beispiel Ja, das ist eine der ungünstigen Nebenwirkungen dieses Konzepts. Laura Roschewitz: Ja, super spannend, super, super spannend. Dann, was ich spannend finde. Du als nun wirklich Frau, die sich jeden Tag mit diesem Thema beschäftigt, gibt es die eine Liebe? Nina Deissler: Ja klar, es gibt die eine Liebe und die ist, aber die ist hier drin. Die hat nichts mit den Menschen da draußen zu tun. Liebe ist ein Gefühl und es ist dein Gefühl. Und es gibt da draußen eine Menge Menschen, die mit dir kompatibel sind. Und das Interessante ist, dass jeder dieser Menschen, der weckt, auch Potenziale in uns. Und ich bin mit dem einen Menschen anders als ich mit dem anderen Menschen wäre. Aber nichts davon ist besser oder schlechter. Es ist nur anders. Und wir können, glaube ich, mit vielen Menschen gute Beziehungen führen. Ich glaube, der Fehler, den wir oft machen, ist, dass wir halt, dass wir denken, wir wollen mit diesem Menschen glücklich werden und glauben, aber das hat was mit diesem Menschen zu tun. Na, und in einer Beziehung geht es nicht darum. Also das ist nicht das Ziel, ist, glücklich zu werden, sondern glücklich zu werden, ist ein Nebeneffekt. Wenn ich gelernt habe, wie man eine gute Beziehung führt, aber so wie ich mit einem guten und passenden Partner vielleicht so glücklich sein kann und sein werde, wie ich es noch nie zuvor in meinem Leben war, ist das aber auch genau der Mensch, der mich zur Weißglut bringen kann, wie noch nie jemand zuvor in meinem Leben es geschafft hat. Das liegt in der Natur der Sache. Ja, das ist gut. Das ist okay. Das ist nicht schlimm. Ja, ja, ja. Laura Roschewitz: Ja. Das ist vielleicht auch so was, dass wir uns häufig wünschen, dass die Gefühle dann in eine Richtung, also dass sie in eine Richtung stark werden. Nina Deissler: Gefühle haben immer zwei Richtung. Das gehört dazu. Das ist normal so. Wenn ich mir jemanden wünsche, der temperamentvoll ist, weil ich das so schön finde, was meinste wie der streitet. Entschuldigung ja. Oder, dann trifft man jemanden, wo man sagt oh, dieser Mensch strahlt so eine Ruhe aus. Drei Jahre später sagst du, oh der ist so langweilig hm. Ja. Laura Roschewitz: Ja, das ist sehr, sehr interessant. Das ist wirklich, wirklich spannend. Ich. Ja, wir sprechen hier im Podcast auch immer gerne noch mal ein Blick hinter die Kulissen, hinter die Person sozusagen. Und du hast ja eben ganz viel auch, oder wir haben kurz über Onlinedating und so gesprochen. Ich habe das, glaube ich, schon mal in einer Folge erwähnt. Ich selber bin ja in den Genuss gekommen, mich bei einem Onlinedating anzumelden, 2017 und mit verschiedensten Menschen zu schreiben und zu wischen und alles mögliche zu machen, aber genau einen getroffen zu haben. Und das ist ja mein heutiger Partner, mit dem ich auch in Schweden lebe. Ich kann für mich natürlich sagen Jackpot hat total gut funktioniert. Mega romantische Geschichte. Mein Partner hat natürlich nicht nur mich getroffen. Ich weiß aber auch, dass du auch eine ziemlich romantische Liebesgeschichte selber hast. Die, die ich auch schon öfter mal gelesen habe. Erzähl aber ganz kurz, wie das mit deinem ersten und zweiten Date so war. Und ähm, ja, ich glaube, das ist wirklich einfach eine schöne Liebesgeschichte. Nina Deissler: Ja, ist es. Ich muss mal gucken, wie kurz ich die erzählen kann. Also es muss dazu gesagt werden. Ich habe in der Zeit, das war 2007 in Hamburg, relativ viel gemacht im Bereich Musik. Ich war da sehr aktiv und es war eben auch die Zeit, das war ja eher noch so Pre-Facebook, das war so die Hochzeit von MySpace und ich habe in einem mir sehr in meinem Stamm Live Musikklub mit den Besitzern gesprochen und wir haben so über zu Unrecht unbekannte Künstler gesprochen. Und der und der ist so toll. Und wieso hat der, wieso findet er nicht im Radio statt und so? Und dann fiel ein Name, der sagte mir nix, na ja, oder Claudius Mach. Und ich sagte. Wer? Na, so wie du kennst Claudius nicht. Aber so? Und dann sagte der andere Ja, aber der kommt aus Berlin. Sie kennt ja die Hamburger alle. Ne, der Name sagt mir nichts. Und relativ kurze Zeit später sagte mir der Name dann aber doch was, weil der Name tauchte plötzlich immer irgendwo auf. Und dann schrieb mich eben genau dieser Claudius Mach bei MySpace an und da ging es erstmal nur um Musik und ich dachte Mensch, das ist doch der Typ. So, dann hatte ich den in so einem Video gesehen und dachte, hat der einen schönen Dachschaden und ach, das ist doch der Typ. Also der tauchte plötzlich überall auf. Dann fingen wir an, uns zu schreiben über Musik und dachte ich Mensch, der ist aber wirklich nett. Und ja, irgendwie merkte ich, ohne dass ich den je live irgendwie gesehen angefasst hatte, dachte ich, irgendwas ist da. Und das kriegte so ganz interessante Wendungen und so und ich habe da gerade mein erstes Buch geschrieben und dann konnte ich, irgendwann konnte ich nicht mehr schlafen. Also das gibt's doch nicht. Und dann habe ich dem gesagt Du, pass mal auf, wir haben jetzt uns irgendwie in 14 Tagen 100 Emails geschrieben. Ich muss eigentlich ein Buch schreiben, aber ich sitze immer nur so vor dem Rechner und wir müssen uns jetzt mal sehen. Und dann bin ich nach Berlin gefahren, weil er nicht weg konnte. Und dann habe ich ihn besucht. Und ich bin wirklich also drei Stunden hingefahren, habe ihn zwei Stunden besucht, bin drei Stunden zurück. Und dann sagt meine Freundin damals zu mir und und und wie ist er? Sagte ich, den heirate ich. Das kannst du so nicht sagen. Du hast ihn jetzt einmal getroffen. Naja, lange Rede, kurzer Sinn. Beim zweiten Date hat er mir einen Heiratsantrag gemacht. Und da. Ich war vorgewarnt. Ich wusste das, weil er sagt: Ich habe ein Lied für dich geschrieben. Und ich dachte Wow! Und kriege ich das zu hören? Und dann sagt er Ja, nun ist ein Heiratsantrag. Und ich musste so lachen, weil ich hatte das vorausgesagt. Und es ist alles genau so eingetroffen. Und es ist eine völlig irre Geschichte. Und ich sage immer, jedem macht das nicht nach. Aber die Mechanismen, wie es dazu kommen konnte, was bei mir sich verändert hat, also was passieren musste, damit das überhaupt möglich war. Das sind schon Dinge, die bringe ich heute Leuten bei. Und ich sage jedem Keine Sorge, ihr müsst nicht beim zweiten Date Ja sagen, aber es gibt einfach ein paar Dinge, die ich gelernt habe dabei. Und die kann jeder lernen. Nein, ist es nicht. Es ist nicht immer nur Glück. Laura Roschewitz: Ja. Nina Deissler: Das ist schon auch Methode am Werk. Laura Roschewitz: Ja, du sagst ja auch Glück in der Liebe ist kein Zufall, wenn ich das richtig mit dir in Connection bringe. Jetzt möchte ich gerne abschließen, sozusagen noch eine Sache. Und zwar gehen wir noch mal auf, sozusagen auf die auf die Ebene der Unternehmerinnen. Uns hören ja auch ganz viele Selbstständige oder Menschen in Gründung zu. Und jetzt hast du eben gesagt und das ist was, das triggert mich auf eine ganz interessante Art und Weise. Du hast 13 Bücher geschrieben und ich weiß auch, das erinnere ich noch, als wir damals in Hamburg gesprochen haben, haben wir auch über Bücher gesprochen. Und da habe ich, habe ich dich gefragt, wie hast du das gemacht? Weil ich das so spannend finde. Und dann hast du mir gesagt, ich weiß es nicht mehr wortwörtlich. Aber du hast mir gesagt, dieser ganze Firlefanz darum, dass man drei Jahre an einem Buch sitzen muss auf dem Retreat und immer nur noch schreiben den ganzen Tag und nichts anderes machen. Das stimmt bei dir nicht. Setz dich einfach hin, schreibst das und nach ein paar Wochen ist es fertig. Das ist das, was ich abgespeichert habe. Korrigiere mich. Das ist wahrscheinlich jetzt ein bisschen sehr vereinfacht. Nina Deissler: Kommt gut hin. Laura Roschewitz: Aber das habe ich abgespeichert unter Nina Deissler in meinem Kopf mit Buch. Und das trage ich auch seitdem tatsächlich mit mir rum, das hat mich immer mal wieder hat das so eine Windung in meinem Gehirn gemacht. Ich kenne sehr viele Menschen, die sehr gerne ein Buch schreiben würden oder hätten und ich gehöre dazu. Hast du da noch mal wirklich so einen Nina Deissler Einblick, wie das bei dir funktioniert? Nina Deissler: Klar, easy. Also das eine ist, das eine ist und das muss ich sagen, das kann man wahrscheinlich nicht lernen. Ich habe wirklich ein Talent dafür, dass das Sprache ist, mein Ding. So, das ist es. Da muss ich sagen, es ist für mich nachvollziehbar, dass es nicht jedem so leicht fällt wie mir. Nichtsdestotrotz, und das ist ganz, ganz wichtig das, was uns am meisten blockiert, ist nicht, das ist doch nicht, dass du kein Inhalt hast. Na, sondern das, was uns am meisten blockiert ist das wir, das wir irgendwo mal gelesen haben, dass es ein Prozess ist und es dann die Muse küssen muss und dass es ganz furchtbar schwierig ist. Und das ist es nicht. Ist es nicht. Wenn ich. Wenn ich ein Thema habe und ich kenne mich in diesem Thema aus, dann kann ich ein Buch schreiben. Und wenn ich eine Seite schreiben kann, dann kann ich ein Buch schreiben. Und es ist ganz, ganz, ganz einfach. Du setzt dich hin und du schreibst eine Seite und auf dieser eine Seite schreibst du folgendes. Als erstes schreibst du: Worum geht es grundsätzlich in diesem Buch? Eine Art Titel und es muss noch nicht der Endtitel sein. Es kann ein Arbeitstitel, es kann einfach nur. Wenn du zum Beispiel ein Buch darüber schreiben möchtest, wie man leichter seine Ängste loswird, dann schreibst du dahin, wie man leichter seine Ängste loswird. So und dadrunter schreibst du 10, 15, 20, 25 Sachen, von denen du weißt, das ist, was jemand tun muss, um seine Ängste loszuwerden. Erstens. Was weiß ich? Ja, erstens die Angst benennen. Zweitens: Was muss man über Ängste wissen, um seine Angst verstehen zu können? Drittens: Was sagen denn andere darüber? Warum fällt es uns denn so schwer? Viertens: Methode 1 um die Angst loszuwerden. Fünf Und so weiter. Und so weiter. Das schreibst du einfach untereinander so, dann hast du ein Buch geschrieben. Weil du weißt ganz genau, was unter jeder dieser Zeilen drunter muss. Und dann nimmst du die erste Zeile und es ist dein erstes Kapitel. Und da schreibst du drunter Was? Was? Worum geht's? Was ist? Was muss man über Ängste wissen? Schreib's drunter und schreib meinetwegen vielleicht auch erstmal nur eine Seite. So, das heißt, wenn du unter jeder dieser Zeilen eine Seite geschrieben hast, dann hast du schon 10, 15, 20 Seiten. Dann denkst du dir die Übung dazu aus. Und so weiter und so, dann gehst du mehr ins Detail und mehr ins Detail und mehr ins Detail. Dann hast du für jede dieser Überschriften hast du vielleicht 4, 5, 6 oder 10 Seiten geschrieben. Zack, 200 Seiten Buch. Fertig. Nina Deissler: Das ist, natürlich ist dann das Buch noch nicht endgültig fertig. Aber dann hast du aufgeschrieben, was in diesem Buch zu stehen hat. Und dann hast du plötzlich vielleicht 150 Seiten. Und dann fängst du an, dann liest du es eben noch mal durch, ist das okay, dann lässt du es jemand anders lesen. Was hast du verstanden? Was hast du nicht verstanden? Wo fehlt dir was? Aber das Ding ist, wir warten, glaube ich, viel zu lange mit unserem Output, weil wir oft Angst haben, der Output ist nicht gut genug. Da sind wir wieder beim selben Thema wie immer. Ja, und das ist das Einzige, weil Mut ist ja etwas, das wir nicht spüren. In dem Moment, wo wir ihn brauchen. Die Leute denken immer so, ah dafür brauche ich mehr Mut. Dann sind sie in einer Situation, wo sie Schiss haben, warten drauf, dass Mut kommt. Da kommt aber kein Mut. Laura Roschewitz: Ja. Nina Deissler: Weil, weil Mut ist eine Entscheidung. Mut ist: Ich mache, was zu tun ist, wenn ich Schiss habe. Laura Roschewitz: Ja. Nina Deissler: Und das ist im Grunde. Du brauchst den Mut, um ein Buch zu schreiben. Ist einfach nur ich entscheide jetzt, dass ich aufhöre, darüber nachzudenken, ob das gut genug ist. Und um es mal ganz krass zu sagen: Ich kotz einfach mein Content aufs Papier. Laura Roschewitz: Ja. Nina Deissler: Und wenn der Content auf dem Papier ist, wenn ich ihn in diesen Computer getackert habe, dann kann ich ihn besser machen. Und erst dann. Und der Content ist da. Laura Roschewitz: Ich glaube, in dieser Minute sind ungefähr 250 Bücher geboren. So wünsche ich es mir auf jeden Fall. Weil ich kenne so viele von uns, die hier zuhören. Ich weiß, dass die das da die eine oder andere Idee auf jeden Fall rum brütet. Und ich bewundere dich dafür wirklich sehr, sehr, weil es so viele Menschen gibt, die das auch zu so etwas mystischem, großen eben machen. Und ich liebe diese Direktheit und Klarheit. Ich. Ja, ich habe mir ein paar Sachen notiert und ich danke dir an der Stelle schon mal sehr, sehr für diese, für diese tolle Dreiviertelstunde. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir noch mal, vielleicht in einem halben Jahr oder so eine Klappe, die Zweite machen. Ihr könnt ja auch gerne mal auf den gewohnten Wegen uns schreiben, entweder hier kommentieren oder uns eine direkt Message schicken. Was fandet ihr besonders spannend? Was würdet ihr Nina gerne zum Zweiten Teil des Podcasts irgendwann mal fragen? Was? Was sind eure Erfahrungen damit? Und. Nina, vielleicht magst du noch einmal, weil das mit den Shownotes manchmal von unterwegs am Handy nicht für alle so klappt, dass sie draufklicken. Sag doch einmal ganz kurz, wo findet man dich am besten? Was ist der beste Kanal, um jetzt noch weiteres zu erfahren von dem, was du gerade angeteasert hast? Nina Deissler: Also ich glaube, es ist völlig wurst, da, wo man Nina Deissler eingibt, eigentlich mit einem scharfen S. Aber auch zwei S gehen wunderbar, weil die Handy Tastatur, das weiß ich aus Erfahrung, die wehrt sich immer so ein bisschen gegen diesen blöden Buchstaben. Nina Deissler mit zwei S. Einfach googeln bei Instagram oder bei Facebook eingeben. Ich bin wirklich leicht zu finden. Im Moment ist mein Lieblingskanal ist tatsächlich Instagram. Also so fürs fürs Miteinander in Kontakt kommen ist Instagram. Da ist es Nina.Deissler ist wirklich nicht zu verfehlen. Aber auch auf unserer Webseite gibt es also alle Infos, die man irgendwie braucht, wo man sich aussuchen kann, was einem gerade vielleicht am besten passt, wo auch der Podcast sehr schnell zu finden ist. Aber auch der ist überall, wo es gute Podcasts gibt, gibt es den "Mission Liebe Podcast" von Nina Deisler ist glaube ich nicht zu verfehlen. Laura Roschewitz: Perfekt, sehr sehr cool. Ich danke dir sehr für diese Zeit und für die vielen, vielen Impulse. Mein Gehirn läuft jetzt noch ein bisschen weiter, da bin ich mir ganz sicher. Nina Deissler: Und so soll es sein. Laura Roschewitz: So soll es sein. Nina Deissler: Weil ein gutes Coaching ist wie ein gutes Training. Man ist hinterher immer noch deutlich in einem anderen Zustand, als man vorher war. So soll es sein. Laura Roschewitz: Ich danke dir sehr und wir wünschen euch allen jetzt erst mal einen wunderschönen Tag und hören uns wieder in der nächsten Folge Moin um Neun den Business Schnack mit Gretel und Laura. Bis dann. Laura Roschewitz: Ciao. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie

  11. Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen Maria Bonilha, freiheitsliebende Business Mindset Mentorin, Gründerin der Leuchtfeuer-Akademie und Visionärin mit Wellenrauschen im Herzen sagt: "Den Stress auf dem Weg zum 6-stelligen Jahresumsatz kannst du dir sparen, denn er wird deinen Wie Weg nicht leichter oder schneller machen." 😧 Höre Dir in dieser Folge unbedingt weitere schlaue Dinge von Maria an und besuche sie hier auf Insta: https://www.instagram.com/maria__bonilha/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Gretel Niemeyer: Und ich freue mich sehr, sehr, sehr, sehr. Denn ich habe heute unseren letzten Interview Gast vor der Sommerpause hier. Und das ist die Maria. Siehst du, ich habe dich gar nicht gefragt, wie man deinen Nachnamen ausspricht. Bonilha, genau. Maria ist Business Mindset Expertin oder Mentorin, Business Mindset Mentorin und erzählt uns gleich mal, was das bedeutet. Und erst mal muss man sagen, dass Maria und ich jetzt schon eine Viertelstunde einfach so geschnackt haben, dass die Zeit uns fast durch die Finger geronnen ist. Denn wir haben so ganz viele Anknüpfungspunkte. Und der größte ist vielleicht die Ostsee, dass wir beide Nordlichter sind, die die Ostsee lieben. Maria lebt auf Rügen. Und das auch nicht schon immer, sondern es war auch eine große Entscheidung in deinem Leben. Da gehen wir auch gleich drauf ein. Aber erst mal, liebe Maria, willkommen und erzähl uns doch mal, was eine Business Mindset Mentorin eigentlich so macht. Maria Bonilha: Ja, moin liebe Gretel, erstmal schön, dass ich hier sein darf. Habe ganz herzlichen Dank für die Einladung. Ich freue mich riesig. Ja, was macht eine Business Mindset Mentorin? Ich sorge dafür, dass meine Kundinnen, die alle Online Unternehmerinnen sind, ihr Business entspannter führen und damit erfolgreicher werden. Mehr ist es eigentlich nicht, was ich mache. Gretel Niemeyer: Aber da hast du ja schon, da hast du ja schon das Allerwichtigste eigentlich gesagt "entspannter" führen. Das finde ich ganz spannend. Also wenn man dir so folgt, dann sieht man, dass du eine echt krasse Transformation hingelegt hast. Darauf gehen wir gleich noch ein. Wenn man jetzt aber zum Beispiel auf deinen Instagram Profil schaut, dann sieht man, dass da viel so Themen sind wie entspannt sechsstellige Umsätze machen, warum Stress nichts Cooles ist. Und so weiter und so fort. Was glaubst du denn, warum wir alle denken, dass wir so hasseln müssen, dass wir so rasen müssen und ständig arbeiten müssen, um erfolgreich zu sein? Maria Bonilha: Ja, das ist eigentlich Konditionierung. Wir haben das gelernt. Wir haben das eigentlich eingeimpft bekommen. Schon von Kind an, schon in der Schulzeit, geht das ja los. Ja, du musst dich anstrengen, du musst gute Noten haben. Ich war jetzt schockiert. Ich war mit meinem Sohn bei der U-Untersuchung. Er ist gerade fünf geworden und er wurde untersucht. Und dann hat die Ärztin gesagt: Na ja, dieses und jenes. Es könnte sich dann auswirken auf seine Leistungen in der Schule. Und ich war total von der Rolle und hab gedacht: Was passiert jetzt hier? Ich bin hier mit meinem 5-jährigen Sohn. Mir ist es wichtig, dass es ihm gut geht, dass er sich gut entwickelt. Und die Ärztin denkt schon an die Leistung in der Schule. Also schon da geht das los, dieses Leistungsdenken. Ist kein Wunder, dass wir uns so schwer nur davon befreien können. Und das ist aber so wichtig, dass wir uns davon befreien. Weil dieser Hassel-Modus, dieses Erfolg um jeden Preis. Ja super. Aber es ist ja meine Lebenszeit, die ich dann in diesem Hassel-Modus verbringe. Und möchtest das haben? Ist es mir das wert? Möchte ich so mein Business führen? Ich habe relativ schnell entschieden, dass ich das nicht möchte und bin so in den Selbstversuch gegangen. Also, es war eine Phase. Ich hatte einen, hatte meinen ersten Onlinekurs gegeben und dann war Zeit für einen Launch und Zeit für einen Upsell. Und ich war so, na, vielleicht so drei, vier Monate konstant ist es gelaufen und dann habe ich gemerkt okay, ich brauche eine Pause. Mein Sohn hat im Auto gefragt: Mama, wann fahren wir in den Urlaub? Und was kam so dieser erste Gedanke. Pause geht jetzt nicht. Urlaub geht jetzt nicht. Jetzt ist hier Business. Jetzt ist dieser erste Push. Ich bin gerade erst gestartet. Jetzt kann ich das nicht alles hier brachliegen lassen und einfach wegfahren. Und dann kam dieser Moment der Besinnung, und ich habe mir gesagt: Ja, Moment, wenn ich das jetzt nicht mache, dann treffe ich eine Entscheidung. Ich treffe sie jetzt zu Beginn meiner Business Reise, wie ich mein Business führen möchte. Ja, ich bin natürlich in den Urlaub gefahren, habe dort gelauncht. Das war mein erster fünfstelliger Launch und ich erzähl das so gern, weil das ist so mein Schlüsselerlebnis und der lebende Beweis, wenn du reingehst in diese Entspannung, wenn du es zulässt, dann wird der Erfolg nicht weniger. Im Gegenteil, er wird mehr. Gretel Niemeyer: Ja, du hast ja auch geschrieben, ich lese mal kurz vor. Der Weg des geringsten Widerstands ist ein guter. Denn dort finden wir unseren eigenen Flow. Und ich finde es, dass genau das, was du sagst, es geht darum, deinen eigenen Flow zu finden. Ich bin ja selber auch noch gar nicht lange selbstständig und habe immer, immer gedacht: Oh, die ersten drei Jahre musst du jeden Cent umdrehen und du musst es irgendwie so von der Hand in den Mund leben. Und es muss Nachtschichten geben. Und so weiter. Und ich habe tatsächlich auch im ersten halben Jahr würde ich sagen das viel auch gelebt. Sonntagabend noch ein Newsletter schreiben, dann Launch Phasen und ständig da und ständig on. Und auch ich habe mich irgendwann gefragt: Warum ist das eigentlich so? Warum macht "man" in Anführungsstrichen so und warum muss ich das genauso machen, wie "man" das macht? Und genau diese Erkenntnis, die kommt für die einen von ganz alleine, für uns beide zum Beispiel. Aber andere brauchen da Begleitung. Und das finde ich so cool, dass du als Business Mindset Mentorin genau dort ansetzt und die vor allem Frauen, denke ich mir, begleitest. Richtig? Maria Bonilha: Ja, es sind tatsächlich Frauen, die ich begleite. Und es schwingt immer mit dieses "ja, aber ich muss" und "wenn ich will, dann" wieder diese Konditionierung. Und ja, das Geld wächst ja nicht auf Bäumen und von nix kommt nix. Und selbstständig heißt selbst und ständig. Und es gibt dieses riesen Sammelsurium von diesen solchen Sätzen, solchen Glaubenssätzen, solchen Vorstellungen, wie wir zu sein haben, um erfolgreich zu sein. Und ja, ich gehe da gern rein und zertrümmere das mit meinen Kundinnen, weil ich sage, das ist alles Bullshit, das kann alles weg, das steht ja eigentlich alles nur im Weg. Du sabotierst dich damit. Entweder deckelst du dir schon deinen Erfolg, weil du dir sagst: Ja, ich bin aber nicht diszipliniert genug und ich bin nicht so und ich kann das nicht. Was wir uns denken, wird dann natürlich zu unserer Realität, je mehr wir es denken. Wir schaffen uns diese Muster und dann agieren wir natürlich auch entsprechend. Oder du schaffst es, erfolgreich zu werden, aber dann, um welchen Preis? Irgendwann mal hast du das satt mit dem Business. Irgendwann mal kommt die Glasdecke und Gretel mir sagen so viele Frauen, ich will nicht auf dieses nächste Level, egal ob jetzt sechsstellig oder mehrfach sechsstellig oder sieben stellig, weil es jetzt schon so anstrengend. Und wenn ich aufs nächste Level will, dann wird es ja noch anstrengender. Und ich dann: Nein, es wird leichter. Du musst weniger arbeiten, du darfst weniger arbeiten. Das ist skalieren. Das ist wunderbar. Gretel Niemeyer: Ja, das ist so spannend, weil genau das der Punkt ist, den viele nicht verstehen. Also wenn man ganz kurz diesen Exkurs auch ins Verkaufen machen. Da sagen ja auch ganz viele immer, ich mache es möglichst günstig, damit alle sich das leisten können. Am liebsten würde ich es kostenlos anbieten, dass das dann aber auch dazu führt, kein Commitment von deinen Kunden kommt, dass sie keine Ergebnisse erzielen, dass du keinen Impact hast letztlich auf dein Leben, das wird immer vergessen. Und genau so ist es auch mit deinem eigenen Impact. Also was bist du dir wert? Welchen Wert hat deine Zeit, deine Freizeit, deine Energie? Und ja, das hat dann eben auch eine Auswirkung darauf, wie du dich selber wertschätzt und wie du rausgehst, agierst und was du eben auch erreichen möchtest. Und ich bin da ganz bei dir. Dass es tatsächlich leichter wird, wenn man größer denkt und sich selbst in die Rechnung vernünftig mit einbezieht, sage ich mal. Maria Bonilha: Ja, absolut und da ist der eigene Wert und dieses Erkennen, es darf auch etwas kosten und es gibt die Personen, die das dann auch zu wertschätzen wissen. Also ich muss nicht mein Coaching verscherbeln. Natürlich darf ich anfangen. Darf ich erst mal klein anfangen. Das habe ich auch gemacht. Es gibt ja auch so dieses Gegenteil, dieser aus dem Boden geschossenen Hoch Preis Coaches, die dann auch noch selbst ein bisschen verunsichert sind mit ihren Methoden. Und dann natürlich das auch nicht selbstbewusst verkaufen, aber ein realistischer Preis für sich entwickeln darf, der sich auch mit mir entwickeln darf und mit der Transformation, zu der ich meiner Kundin verhelfe. Und dann ist natürlich auch, Du hast es gesagt: Der Weg des geringsten Widerstands darf auch mein pragmatisches Denken sein, dass ich diesen Kurs jetzt Launche, verkaufe. Und wenn ich dieses Ziel habe, lass uns mal nehmen sechsstellig. Wie oft muss ich den verkaufen, wenn der 50 € kostet und wie oft muss ich ihn verkaufen? Bei 500? Und wie oft muss ich mein Programm verkaufen, wenn es 2.000 € kostet? Und was ist für mich der leichtere Weg? Ja, ist es wirklich so leicht etwas für 50 € an ich habe jetzt die Zahlen nicht im Kopf. Du kennst die Antwort am besten als Verkaufs Expertin, aber wir machen uns da manchmal selbst was vor, indem wir denken ja, es ist leichter, wenn es günstiger ist, dann bieten wir was umsonst an und merken auch das ist gar nicht so leicht. Wenn ich alle anziehen möchte, so eine, das ist eher für alle geeignet, dann wird es sehr schwer sein, da die richtigen Menschen damit anzuziehen und das Messaging auch so ein wichtiger Teil. Gretel Niemeyer: Du hast es gerade gesagt. Ich finde es sehr, sehr spannend. Und darum geht es ja ein Stück weit auch diese Woche bei Moin um Neun, deine eigene Transformation. Wenn ich mir das so angucke, dann sehe ich, du hast ein Musik Stipendium in den USA bekommen, dann bist du zurück nach Deutschland und hattest ein geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen. Du bist Übersetzerin, du warst Dozentin und jetzt bist du mit deiner Leuchtfeuer Academy selbstständig, selbständige Unternehmerin und lebst auf Rügen. Das ist ja mal eine Transformation. Und wir haben diese Woche dieses Thema Veränderung gewählt, weil wir oft mit unseren Kundinnen darüber reden. Okay, wie lange halte ich an was fest, wie lange mache ich einen Weg weiter, obwohl ich nicht weiß, ob es der richtige ist? Also wo ist diese Balance zwischen, Ich gebe zu schnell auf und das ist wirklich nicht meins, ich mach was Neues. Weißt du, also wo kann man sagen, ich darf auch nicht jeder neuen Idee hinterherrennen und muss halt auch mal dranbleiben vs. Ich merke jetzt, das ist einfach nicht das Richtige, ich orientiere mich um? Wie gehst du daran? Wie triffst du solche Entscheidungen? Maria Bonilha: Ja, das ist eine total spannende Frage. Schön, dass du sie stellst, weil ich merke da tatsächlich einen großen Unterschied. Und gerade bei diesen Entscheidungen, wenn ich mir so meine, meine Online Business Anfänge betrachte und wo ich jetzt stehe, denn am Anfang sind diese Switches schon eher motiviert von etwas funktioniert nicht. Mein erster Versuch in die Online Selbstständigkeit war Meditation und Achtsamkeitstraining. Ich hatte da eine Ausbildung gemacht. Ich hatte mir eigentlich überlegt, so mit Text und Sprache möchte ich eigentlich von weg, möchte in diesen mentalen Bereich mentale Stärkung reingehen. Ich hatte aber keinen Plan von Online Business. Ich hatte keine Vorstellung von der Person, der ich helfen wollte. Ich hatte dieses klassische: Ja, aber das braucht doch jeder. Und ich will doch, dass jeder davon profitiert. Na, Fehler Nummer eins. Fehler Nummer zwei: Ich habe Produkte geschaffen ohne Ende, wahnsinnig tolle Produkte. Aber sie hat halt niemand gekauft, weil ich wusste nicht, wie ich das vermarkte. Und was war dann meine Lösung? Ich muss mein Thema ändern. Im Nachhinein betrachtet war das Thema natürlich nicht das Problem, sondern das Business Know how war das Problem. Und das ist das, was ich ganz oft beobachte. So dieses, ich sage mal Nischen hüpfen oder Themen hüpfen. Und vielleicht funktioniert es ja mit diesem Thema oder mit jedem Thema. Und mittlerweile habe ich aber festgestellt, das Thema ist sekundär für den Erfolg deines Business. Was wichtig ist, ist dass du dieses Business Know how bekommst, dass du da diesen Support bekommst und dass das Thema auch deine Chemie Zone ist. Das ist, was du machen willst, was dich auf Dauer nicht langweilt, worüber du reden willst. Ne, so dieses What lights you up. Ich nenne es ja auch gerne immer Leuchtfeuer. Ich habe dieses Leuchtfeuer für deine innere Vision, dein inneres Brennen und das strahlt dann ganz automatisch nach außen. Und ich habe dann gemerkt, also Texte sind das nicht. Besonders gut, ich mache das gern. Ich kann dir helfen, eine tolle Verkaufs Seite zu schreiben oder eine tolle Webseite zu schreiben. Es ist aber nicht so die enie zone, wo ich sage oh, das könnte ich jetzt den ganzen Tag machen und da hüpft mein Herz und das so treffe ich heute eher meine entscheidungen. Was ist meine Chemiezone? Wo habe ich das Gefühl, es ist wirklich der Weg des geringsten Widerstandes? Es ist für mich leicht. Es ist für meine Kunden eine mega Transformation und ich habe das Gefühl, also wenn ich jetzt nur das mache, dann bin ich erfüllt, dann bin ich in dem, wie ich wirklich sein will. Und so kommt es vor, dass dann die Entscheidung. Es ist ganz anders die Art und Weise, wie ich jetzt die Entscheidungen treffe, weil ich weiß aus der Businessperspektive. Das ist Pragmatik. Ich darf nach wie vor überlegen, welches Problem löse ich für welche Kunden? Das ändert sich nicht. Das machen wir bei jedem Thema. Wenn wir einen Switch zu machen in das, was uns wirklich entspricht. Und du siehst an dieser Story, aber ich habe diese kleine Schleife gemacht und bin zurückgekommen zu dem Ja, zu der inneren Arbeit, zu der mentalen Arbeit, die im Business einfach immer mit dazugehört, auf jedem Level. Gretel Niemeyer: Ja, absolut. Hast du einen Affen von der Schulter geschubst, dann sitzt schon der nächste drauf und der ist noch ein bisschen größer. Absolut. Und ich finde es auch so spannend, was du erzählst, dass du den das du, also dass man eben konform gehen muss mit dem, was man wirklich den ganzen Tag gerne machen möchte. Als ich 2017 meine Tochter bekommen habe, dachte ich so, ich mach mich dann selbstständig in Elternzeit. Kein Problem. Und was ich alles für Ideen hatte Ich wollte einen Unverpackt Laden aufmachen. Ich wollte Mütter Care Boxen packen. Ich wollte personalisierbare Bälle-Bäder in die Welt bringen. Also so völlig panne. Es hat alles nicht länger als zwei Monate überhaupt durchgehalten, weil ich dachte zu dem Zeitpunkt: Ach Business Wissen hast du ja. Kannst du einfach irgendwas machen. Musst ja nur Geld verdienen. Und auch da, das ist natürlich nicht sustainable, das ist nichts, was du durch hältst, wenn du da keinen Bock drauf hast, morgens aufzustehen. Von daher super spannend, dass du auch gesagt hast Mensch mit den Texten, ich könnte da schon erfolgreich sein, aber it doesn´t light me up, ist nicht mein Ding. Es kann nicht das eine Ding sein. Und was ich bei dir auch noch super spannend finde, ist, dass du ja jetzt diese Kombination bietest aus dem Mindset und dem Business Wissen, also diesen, diesen, ja einfach diesen Grundlagen, die man wissen muss, um erfolgreich zu sein, egal mit welcher Idee. Und dass eine deiner Lieblings Fragen ganz offensichtlich auch meine Lieblingsfrage ist: Bringt denn das Umsätze? Wir haben da im Vorgespräch kurz darüber erzählt, dass du ja auch die Idee hast, einen Podcast zu machen und einerseits dir jetzt noch nicht noch nicht ganz da ist, weil du sehr viel Wert natürlich auf den Sound legst, weil du durch das Musikstudium da auch einen ganz anderen Fokus drauf legst. Dass du aber auch dich immer fragst: Ist das jetzt Umsatz relevant? Was bringt es mir? Was bringt es meinen Kundinnen? Warum mache ich das? Und so weiter. Und ganz oft ist es ja eher so, dass das viele Menschen, viele Selbständige sagen: Oh, worauf habe ich jetzt Bock? Also ich könnte jetzt einen Blogartikel schreiben. Meine Website könnte ich schön machen, auf Instagram könnte ich posten und das dann am Ende des Monats dieses wundern ist, oh Rechnungen habe ich auch noch zu bezahlen und das finde ich so schön auch bei dir mit deiner Leuchtfeuer Academy und der Mastermind, die du ja da ins Leben gerufen hast, dass es auch diese Kombination ist, dass das Mindset ein großes Thema ist, aber du eben auch diesen Business Support bietest. Maria Bonilha: Ja, es ist halt die Umsetzung. Wir sind beide Umsetzerinnen, aber die Frage ist natürlich auch immer, was setze ich um? Gretel Niemeyer: Ja. Maria Bonilha: Und wenn wir so reden über diesen klassischen Hassel Modus und die Frustration und dann irgendwann auch die Traurigkeit, die entstehen kann. Wenn wir sagen, ich stecke so viel in mein Business, ich mache vielleicht jeden Tag live Videos und ich blogge und ich, es gibt so viele Sachen, die wir sehen, auch von außen, die andere machen es, also muss ich das auch machen, um erfolgreich zu werden mit meinem Business. Und dann mache ich das alles und es kommen keine Umsätze rein. Und welches Gefühl entsteht denn da? Das liegt an mir. Ich bin nicht gut genug. Die anderen schaffen es doch auch. Und eigentlich ist es nur der falsche Fokus auf momentan nicht Umsatz relevanter Aktivitäten. Und das ist dann schade. Und auch das gehört dazu. Zum Weg des geringsten Widerstandes. Und es gehört bei mir im Business dazu zu sagen, dieses Business, das ist nicht perfekt. Ich sehe mich ja immer auch als übende Meisterin, das steht hier auf meinem Poster, was hinter mir hängt, ist da so ein bisschen abgeschnitten. Ich bin eine Meisterin, die übt. So ein schöner Spruch. Ja, natürlich wäre es toll, der Podcast wäre schon da und ich hätte da jede Woche eine Episode. Und natürlich wäre es schön, da wären 5000 Follower auf Instagram. Und natürlich wäre es schön, wenn mein Buch schon fertig wäre. Und natürlich könnte ich mich auch jeden Tag aufs Neue an meine Webseite setzen und dann noch was finden, um zu optimieren. Aber damit würde ich prokrastinieren. Damit würde ich nicht unbedingt mein Business, meine Umsätze und damit auch meinen Impact voranbringen. Das heißt nicht, dass diese Sachen nicht wichtig sind. Aber wir dürfen ja in jeder Phase auch wieder neu entscheiden, was ist denn jetzt wichtig und wo lege ich den Fokus hin? Und ja, das sehe ich ein bisschen auch meine Aufgabe drin, meine Leuchtfeuer, so nenne ich meine Kundinnen, auch so rauszuholen, wenn ich merke, Moment, die schreiben jetzt schon seit drei Monaten an ihrer Webseite. Eigentlich hatten Sie doch gesagt, Sie wollten die erste Kundin haben und überlegen jetzt schon, wie ist denn jetzt die Wunschkundin? Ist sie so? Ist sie so? Irgendwann mal ist Schluss mit dieser Denkspirale. Dann dürfen wir rausgehen und ausprobieren und umsetzen. Und da zeigt sich dann ja, der Weg. Wie bei dir, wie bei mir. Und auch da ist wieder diese Konditionierung. Ja, du hast zu viel versucht und dann ist das gescheitert und das ist doof. Nein, genau das ist doch Unternehmerin sein. Wir dürfen uns neu erfinden, wir dürfen experimentieren, wir dürfen ausprobieren und irgendwann mal sagen wir thats it, das ist mein Ding. Und dann gehen wir da voll rein. Gretel Niemeyer: Ja, und jetzt erzähl noch mal, weil ich finde das so spannend. Du lebst auf Rügen der wunderwunderschönen Insel Rügen. Da kommst du aber gar nicht her. Wie landet man denn auf Rügen? Ohne festen Job, also wie trifft man diese Entscheidung zu sagen, wir ziehen jetzt nach Rügen? Maria Bonilha: Ja, natürlich im Herzen. Also diese Entscheidung habe ich schon irgendwann mal als kleines Mädchen getroffen. Dieses irgendwann mal möchte ich am Meer wohnen. Sagen ja jetzt ganz viele. Und dann sagen ganz viele: Ja, ich bin da hingezogen und es ist gar nicht so toll. Und bei uns war es dann eigentlich ein Zufall. Ich komme aus Leipzig, wir haben auch in Leipzig gewohnt und mein Mann hat irgendwann mal in einer Facebookgruppe in seiner alten Studiengruppe einfach gesehen, da war ein Jobangebot und da stand so dieser Satz Arbeitsort ist die Insel Rügen und da ist in mir, ist da wie so ein Licht angegangen, weißt du, so ein rotes Licht, da ist so was in Gang gekommen. Und ich habe so gesagt, ganz egal, was das jetzt ist, wie das jetzt ist, schreib dahin, ruf da an, ich will nach Rügen ziehen. Und das war ja, es war ein ziemlicher Kraftakt, dann erstmal diesen Job zu bekommen. Also ohne diesen Job wären wir sicher nicht hierher gezogen. Ich war damals noch an der Uni Leipzig Dozentin und freiberufliche Übersetzerin und habe mich dann davon auch gelöst. Wir sind dann hierher gezogen. Wir haben gesagt, wir machen das einfach, wir probieren das aus, weil wir können es ja nur wissen, ob es schön ist, wenn wir es ausprobieren. Und am Ende hat es uns den ja den Horizont komplett neu eröffnet. Also dieser Job war gelinde gesagt ein Griff ins Klo. Das war eine absolute Katastrophe. Mein Mann war da mega unglücklich. Und dann saßen wir ein paar Monate später gemeinsam am Küchentisch und haben gesagt: So, dieses Business machen wir jetzt. Und jetzt habe ich einen wunderbaren Online Business Manager, ohne den ich es auch nie geschafft hätte, in so kurzer Zeit sechsstellig zu werden. Und das mit ja, mit meinem Arbeitspensum, was ja wirklich nur ein halbtags Pensum ist. So ja entspannt und gechillt hinzubekommen. Gretel Niemeyer: Super. Maria, das ist ein unheimlich schönes Ende für diese Podcastfolge, weil du hast es gesagt. Viele sagen: Irgendwann möchte ich mal am Meer wohnen und die, die es wirklich machen, sind so, so wenige. Und du hast es gemacht. Du hast nicht bis zur Rente gewartet oder irgendwelche fernen Zukunft Ziele gesetzt, sondern du hast auch da auf deinen Bauch gehört und hast es gemacht. Und darum geht es, finde ich, im Leben, im Business dann auch einfach mal zu machen. Ich danke dir sehr, dass du hier warst. Es war eine wunderschöne Folge. Einen besseren Gast hätten wir nicht haben können in unserer letzten Folge vor der Sommerpause. Und ja, ich wünsch dir jetzt erst mal einen ganz wunderschönen Tag. Ihr solltet euch auf jeden Fall mal auf Marias Instagram Profil oder auf ihrer Website umschauen. Da gibt es wirklich ganz, ganz viele spannende Impulse dazu, wie man entspannt erfolgreich ist. Und ja, Maria, danke, dass du da warst. Maria Bonilha: Ich danke dir für das schöne Interview und ich wünsche euch einen fantastischen Urlaub. Eine schöne Sommerzeit, eine schöne Auszeit. Gretel Niemeyer: Danke schön. Tschüß. Foto Gretel: Kareen Kittelmann Fotografie

  12. Doppelinterview mit Janina Rohmann und Lena Grabowski Was können 🍅🍅🍅🍅 mit Deiner Karriere zu tun haben? Warum ist zuhören manchmal wichtiger als sprechen? Und warum können 5 Minuten extra die Aussicht auf eine tolle Karriere für viele Menschen deutlich erhöhen? In diesem wilden Gespräch mit Janina und Lena haben wir viele Themen gewälzt und uns intensiv mit der Frage auseinandergesetzt: Was können wir tun, damit möglichst viele Menschen „artgerecht“ arbeiten und leben? In Janinas & Lenas der Firma, GR Personalberatung, ist die 30 Stunden-Woche das neue Vollzeit - bei Vollzeit Bezahlung und Urlaub. Wie sieht es bei Dir aus? Wie viele Stunden möchtest Du im optimalen Fall arbeiten? Was schwebt Dir da vor? Erzähl mal! Wenn Du neugierig geworden bist, dann besuche die beiden unbedingt auf ihrer Website: https://gr-personalberatung.de/home.html Oder auf LinkedIn: Janina Rohmann https://www.linkedin.com/in/janina-rohmann/ Lena Grabowski: https://www.linkedin.com/in/lena-grabowski-b8696b237/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura und heute ist mal wieder Mittwoch, das heißt heute ist Interview Zeit und ich freue mich sehr, denn heute habe ich nicht einen Gast bzw. Gästin, sondern gleich zwei zu Besuch, was glaube ich Premiere hier bei uns bei Moin um neun ist. Bisher hatten wir immer nur eine Person. Hallo und herzlich willkommen an Lena und Janina. Schön, dass ihr da seid! Janina: Hallo. Wir freuen uns sehr, hier zu sein. Laura Roschewitz: Sehr schön. Ja, Janina und Lena sind so wie Gretel und ich auch zusammen tätig als Unternehmerinnen und sind Gründerinnen einer Personalberatung und im Head Hunting unterwegs und können glaube ich auch nochmal ganz schöne Einblicke geben in Gründung, in aufregende Gründungszeiten. Bestimmt auch ein paar Hürden, die ihr schon durchlaufen habt und auch erste Erkenntnisse, was gut läuft. Was ist toll zusammen, was ist vielleicht auch manchmal schwierig? Also all das werden wir hier mal in den kommenden Minuten miteinander beleuchten. Aber bevor wir richtig eintauchen, würde ich euch einmal bitten, euch vorzustellen, weil das kann ja sein, dass unsere Zuhörenden euch noch nicht kennen. Und dann wäre das ja schön, wenn sie erst mal wissen, einmal eure Stimmen gehört haben und wissen, wer ihr so seid. Janina: Das kriegen wir doch auf jeden Fall ganz wunderbar hin. Im ersten Stepp tatsächlich vielleicht einfach erst mal was zu unserer Firma. Das ist, denke ich, für die meisten vielleicht auch ganz spannend. Einfach, damit wir jetzt auch perfekt anschließen können, wer wir eigentlich sind und wieso, weshalb, warum? Genau. Lena und ich, wir haben eine Personalberatung im April 2022 gegründet und haben uns spezialisiert auf die Personalvermittlung und das Head Hunting. Wir sind aber nicht Branchen gebunden oder sind jetzt irgendwie ganz detailverliebt und sagen okay, wir machen nur die Berufe oder so, sondern wir haben uns so ein bisschen das menschliche Recruiting auf die Fahne geschrieben, diese extra Meile, die wir für unsere Kunden und auch für unsere Kandidaten und Kandidatinnen gehen. Und da ist es uns eben ganz, ganz wichtig, einfach mal so einen Blick hinter die Kulissen, so wie es heute auch sein soll, dass eben auch tatsächlich bei unseren Bewerbern zu machen und bei unseren Bewerberinnen einfach mal zu schauen, wer steckt hinter dem Lebenslauf? Weil jeder, der sich bei uns bewirbt, kommt ja auch irgendwie mit Herausforderungen oder mit Wünschen zu uns. Und das haben wir uns so ein bisschen zum Steckenpferd gemacht und sind da schon viele, viele Jahre etabliert. Ich mache das selber schon seit 14 Jahren bin ich in der Personal Dienstleistung unterwegs. Ich selbst habe mich so ein bisschen verliebt, sage ich mal in den technischen Bereich, in den IT Bereich. Das sind so die Bereiche, wo ich gerne Position und Stellen besetze oder wenn es eben schon eine sehr sehr lange Kundenbeziehung auch gibt. Also es gibt teilweise Betriebe, die betreue ich schon, seitdem ich damals meine Ausbildung gemacht habe. Und Lena und ich, wir haben uns jetzt vor knapp sechs Jahren so ein bisschen gefunden. Da gibt es eine ganz, ganz witzige Geschichte zu über die erzählen wir mal heute nicht, weil die ist wirklich ein bisschen ein bisschen anders. Unsere gern genommene Toiletten Story und haben in den letzten Jahren gemeinsam als Führungskräfte beim Personaldienstleister gearbeitet und haben dann irgendwie ja dieses Jahr im Frühjahr gedacht, so komm. Jetzt haben wir mal Mut zusammengekratzt, jetzt machen wir es mal selber. Ja. Janina: Spannend, ja, cool. Mut zusammengekratzt, dass das klingt super, dass braucht es auch, finde ich, um aus dem angestellten Dasein oder aus einer Führungsposition in das Unternehmertum einzutauchen. Laura Roschewitz: Absolut, absolut. Und da habe ich natürlich die perfekte Ergänzung mit Lena deswegen. Ich will nicht sagen, ich gebe mein imaginäres Mikrofon einmal an, Lena, dass wir auch noch einmal erfahren, was uns eigentlich so gut ergänzt. Weil ich bin natürlich. Ich will nicht sagen, ich kann doch nichts anderes außer Personal Dienstleistung. Aber ich bin natürlich so ein bisschen im Hintergrund gerne unterwegs. Ich bin so ein bisschen diejenige von unserem Gründerteam, die technisch alles abwickelt und aufpasst, dass sozusagen hinter der Bühne alles funktioniert. Und Lena ist die, die bei uns auf der Bühne steht. Janina: Deswegen Trommelwirbel. Lena: Ich stehe auf der Bühne. Nein. Kurz zu mir Ja. Wie Janina schon sagte, wir haben uns tatsächlich vor sechs Jahren gefunden. Wie gesagt, vielleicht werden wir diese spannende Story irgendwann mal enthüllen, was da so hinter steckt. Heute nicht. Nein, es bleibt spannend und es hat sich ziemlich schnell rausgestellt, dass wir uns sehr, sehr, dass wir uns sehr, sehr ähnlich sind, aber auch sehr, sehr gut ergänzen in einigen Dingen. Ich persönlich komme überhaupt nicht daher, habe mal ganz ursprünglich im Hotel gelernt, war dann ein bisschen in der Welt unterwegs, auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet, dann noch mal ganz verrückt BWL studiert, wo man sagt, was soll man damit machen. Jetzt weiß ich, was ich damit mache. Ich bin ganz froh, dass wir das noch mal irgendwie mit in unser Gründerteam mit aufgenommen oder aufnehmen konnten. Ja, nichtsdestotrotz macht es mir tatsächlich Spaß, alles in Richtung Personal zu machen. Also ich sage mal alles das wo, ja meine Leidenschaft jetzt nicht so hinter ist, das heißt alles Richtung IT und Marketing, da ist mein imaginärer Zwilling, nämlich die Janina, die das so ganz wunderbar macht. Und ich mache all die ganz andere Richtung. Das heißt, ich bin für das Team da, ich habe unheimlich Spaß, die zu entwickeln. Das heißt, viele, die sagen ach, Personalberatung, da möchte ja keiner hin und da möchte ja jeder raus. Das stimmt nicht ganz. Es kommt wirklich immer darauf an, wie man mit den Menschen umgeht. Und ich sage mal, diese Werte, die wir in unserer Beratung selber vertreten, heißt unseren Kunden gegenüber, unseren Dienstleistern, unserer Lieferanten, unseren Bewerbern, auch intern im Team. Und wir machen da keine Unterschiede. Wir brauchen jeden, um erfolgreich zu sein und das funktioniert sehr gut. Das hat die letzten sechs Jahre funktioniert und jetzt haben wir gesagt: Jetzt der Mut und jetzt machen wir es selber und unter unserem Namen und auf geht die wilde Fahrt. Ja. Laura Roschewitz: Auf die wilde Fahrt. Sehr gut. Jetzt habt ihr ja gerade noch sehr, sehr frisch gegründet. Was würdet ihr sagen? Ich habe so viele Stränge in meinem Kopf, aber ich fange mal mit dem an. Was würdet ihr sagen, ist so die größte Veränderung in dem Arbeiten, also uns hören ja auch sehr viele Gründerinnen zu, viele Selbstständige, viele aber auch die vielleicht mit der Idee so flirten, sich irgendwann mal selbstständig zu machen. Was würdet ihr so beschreiben? Was ist jetzt, wenn ihr zurückblickt, was war vor April oder was war die letzten Jahre in eurer Arbeit, vielleicht auch im Arbeitsalltag? Und wie ist es jetzt als Selbständiger? Wie, was ist da der größte Unterschied? Was bemerkt ihr da? Janina: Also das was ich als erstes festgestellt habe, war tatsächlich, ich will jetzt nicht sagen vom Denken her hat sich gar nicht so viel verändert. Das heißt also dieses über das operative Geschäft nachdenken, das haben Lena und ich vorher schon viel gemacht, dadurch, dass wir auch da schon Personalverantwortung hatten, Verantwortung für die Zahlen und so, das hat sich sozusagen nicht verändert. Für die Gründer und Gründerinnen, die zuhören und vielleicht diese Erfahrung vorher nicht hatten, für die ist es dann vielleicht ein bisschen anders. Das, was sich und ich glaube, da spreche ich auch für Lena sich so ein bisschen bei uns verändert hat, war wirklich dieses Denken von der Arbeitnehmerin zur Unternehmerin. Das sind manchmal so ganz banale Dinge Kontakt mit der Krankenkasse und all solche Sachen, dass man ja auf einmal so ein bisschen anders auch denken muss, dass man vielleicht auch ein bisschen anders auftritt. Also gerade wir Frauen und auch, dass soll gar kein Mimimi jetzt werden. Aber es ist ja schon noch mal was anderes, ob man als Frau Anfang 30 mit einer Körpergröße von 1,65 vor jemandem steht oder ob man dann als 35-jähriger Mann mit 1,90 vor jemandem steht. Das heißt also, man muss schon so ein bisschen eben auch da eine kleine Wandlung durchmachen und ich glaube, das ist das, was Lena und ich gerade am meisten merken, dass wir persönlich für uns so als, ich will jetzt nicht sagen als Privatperson, aber so für uns tatsächlich da noch mal eine Entwicklung machen momentan. Und die Vision, die wir haben, wofür wir in den letzten Jahren immer belächelt worden sind oder auch ganz, ganz viele Fähigkeiten, die wir beide so haben, die man nie so richtig wollte, weil wir waren immer zu, wir waren zu laut, wir waren zu ehrgeizig, wir waren zu streng, wir waren zu dies, wir waren zu das. Und genau diese ganzen Fähigkeiten sind genau die Fähigkeiten, die uns momentan richtig voranbringen. Man kann es anders nicht sagen. Also ganz ganz viele Sachen, die man uns vorher immer im Arbeitnehmer Verhältnis so ein bisschen gekürzt hat, wo man denn so wirklich die Schere angesetzt hat und gesagt hat jetzt so schnipp, schnipp schnipp. Den einen Teil hätten wir ganz gerne, den anderen nicht. Das können wir jetzt komplett ausleben. Und wir haben in den letzten Jahren durch die Führungsaufgabe viele, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns intern auch kennengelernt, mit denen wir zusammengearbeitet haben und mussten feststellen, dass die Personal Dienstleistung viele tolle Leute verloren hat in den letzten Jahren, durch Corona, durch die Arbeitsbedingungen oder was auch immer. Und das ist ja auch noch so eine Vision, die Lena und ich haben und die wir jetzt endlich in unserem Unternehmen auch umsetzen. Wir sagen immer so schön das neue Vollzeit. Das heißt wir selber als Unternehmerinnen, auch in der Gründungsphase, aber auch jetzt mit unserer ersten Mitarbeiterin, also wir haben seit dem 1.6. bereits eine Mitarbeiterin bei uns mit am Team, haben wir uns halt fest vorgenommen. 30 Stunden die Woche, 30 Stunden die Woche ist unser Vollzeit und es wird auch so bezahlt. Das heißt also auch unsere Mitarbeiterin bekommt ein ganz ganz branchenübliche sehr gutes Vollzeitgehalt und hat aber eine 30 Stundenwoche und das ist das was wir für uns etablieren wollen und wo Lena und ich uns auch immer wieder dran festhalten. Das gelingt uns in der einen Woche mal ein bisschen besser und in der anderen Woche mal nicht so gut. Das brauche ich natürlich nicht sagen, gerade in der Gründungsphase. Wo es einfach auch noch mal zusätzliche Themen gibt, die nicht zum operativen Geschäft gehören. Da kommen wir natürlich nicht ganz hin, aber langfristig gesehen wissen wir, dass wir es schaffen, einmal durch schlanke Arbeitsprozesse, aber auch durch den guten Führungsstil von Lena, dass wir es da hinkriegen, uns zu fokussieren, zu konzentrieren. Und all diese Sachen haben uns, glaube ich, verändert. Also einmal diese Freiheit, aber eben auch dieses andere Denken und natürlich noch mal eine ganz andere Verantwortung für unsere Mitarbeiterin. Also vorher hatten wir für sie auch Verantwortung. Ja, so ist das nicht für jeden Einzelnen, mit dem wir zusammengearbeitet haben. Aber jetzt noch mal so im Team zu arbeiten, das ist vielleicht so ein bisschen das, was sich verändert hat. Und ich glaube, wir haben alle ein bisschen tieferen Schlaf gekriegt nachts. Ich weiß nicht, Lena, wie es bei dir. Lena: Ja, also, das unterscheidet uns schon. Manchmal auch schon. Also alle, die jetzt sagen: oh, das hört sich ganz toll an und die beiden wunderbar und es ist nichts los. Ja, unterscheidet sich dann schon, dass ich manchmal plötzlich ein bisschen aufgeregt werde und der Meinung bin, ich kaufe mir bald ein Zelt und das klappt ja alles nicht und ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch irgendwas bezahlen kann. Völliger Blödsinn. Ich will nur alle, die sagen, das hört sich jetzt alles so romantisch an und das läuft bei denen so. Nein, zwischendurch wird auch, wie gesagt, gerade ich im Speziellen kurz mal ein bisschen nervös und denk, das wird hier jetzt irgendwie alles nichts. Und die Zweifel, die kommen hoch, dahingehend ist es natürlich dann toll. Ich will nicht sagen ja, einmal meine Partnerin natürlich in Form von Janina an meiner Seite zu haben, aber auch Grüße gehen dahingehend raus, auch an unsere liebe Mitarbeiterin und auch an die, die uns so unterstützen und selbst Kunden, denen man das so transparent sagt. Und ich kann allen da nur Mut zusprechen, warum es funktioniert, seid einfach irgendwie transparent und wir merken, dass die Leute, die das wollen oder mit denen wir arbeiten, das auch wollen. Und wir sagen auch ganz oft Ganz ehrlich, joa, weiß ich jetzt irgendwie nicht, ob wir das hinkriegen, aber wir probieren mal und gerade dieses Transparente zu sein und ehrlich zu sein, damit sind wir in den letzten Jahren weit gekommen und jetzt natürlich einmal mehr. Aber das ist natürlich schon immer wieder eine Herausforderung. Man hat halt nicht, dass man sagt, ach heute habe ich jetzt mal einen komischen Tag und dann lehne ich mich mal in meinen Stuhl zurück und dann weiß ich nicht, ist halt ne. Es ist seine Firma, man gibt Gas und man möchte, dass es erfolgreich ist und aber es macht unheimlich viel Spaß. Ich kann einfach jedem sagen, der sagt, ich brauche da irgendwie noch ein bisschen Mut, sich unbedingt melden. Ja, wir haben da ein offenes Ohr und sagen auch da ganz ehrlich, was funktioniert, was funktioniert nicht und was man vielleicht auch besser machen kann. Ja. Laura Roschewitz: Das weiß man, das weiß man ja rückwärts meistens ein bisschen besser als vorwärts. Aber das ist ja meiner Erfahrung nach auch trotzdem was Positives. Weil wenn man vorher alles wüsste, was dann so passiert, würde man vielleicht vieles auch nicht machen. Also das ist ja auch immer ganz gut. Gretel und ich, als wir diesen Podcast gestartet haben vor anderthalb Jahren, wussten wir auch nicht, dass wir nach anderthalb Jahren schon 220 Folgen haben und irgendwie 60 Interviewgäste und was das alles so lostritt. Also ich glaube, dieser Mut, den ihr ansprecht, der ist total wichtig und so eine eigene Vision zu haben. Also ich weiß nicht wie es euch geht, aber zu wissen, wofür man das alles tut, das trägt einen ja auch durch so schwierige Phasen. Und auch finde ich, muss man auch mal so sagen, echte miese Tage oder Wochen. Also die gibt es einfach und ich finde, wir sind auch große Freunde davon, nicht immer alles so zu glorifizieren. Es gibt einfach auch bei uns richtig, richtig negative Tage, die anstrengend sind, die schwer sind, wo die Nacht schlecht ist, wo ich nicht schlafe, oder… Also das gibt es einfach und deswegen finde ich das so spannend mit eurem, die neue Vollzeit, also 30 Stunden Woche sozusagen. Wenn wir mal so ein bisschen nach vorne blicken. Was ist denn eure Vision für die Firma? Also was, wenn wir mal sagen, ist jetzt eine klassische, wo seht ihr euch in fünf Jahren Frage, aber was ist eure Idee? Also wollt ihr euch ein großes Team aufbauen? Wollt ihr wirklich eine große Firma werden? Sagt ihr, ihr wollt so ganz klein bleiben? Habt ihr da schon Ideen? Also bestimmt habt ihr da schon viel drüber nachgedacht und gesprochen. Was denkt ihr aktuell? Das kann sich ja auch immer noch verändern. Aber was würdet ihr jetzt aktuell sagen? Janina: Das witzige ist ja, dass die Hörerinnen und Hörer uns gerade nicht sehen und wir drei sehen uns ja schon so und ich sehe, ich will nicht sagen, ich kann Lena blind lesen, aber fast. Und wir wissen auch, dass die Vision ich will jetzt nich sagen, wir wollen die eigentlich gar nicht aussprechen, weil viele uns eh schon für verrückt halten. Aber ich sage mal so, unser Personal Plan steht und unser Personal Plan ist mehr seitig. Das heißt also, unsere Idee und unsere Vision ist schon ein größeres Unternehmen zu werden. Unser Plan ist auch, dass wir uns weiterhin vergrößern. Das heißt also, die nächste Mitarbeiterin, die steht auch schon in den Startlöchern. Das heißt, es gibt da auf jeden Fall Wachstumspotenzial und das ist auch unser Wunsch. Das heißt, unser Wunsch ist auch, dass wir uns dahingehend auch weiterentwickeln und zusätzliche Niederlassung aufmachen, weil die Vision, die wir für uns haben und die wir uns für uns in jedem Lebensbereich wünschen, also ich meine, wir machen ja diese Thematik 30 Stunden, das ist das neue Vollzeit, das machen wir ja nicht, weil wir das so, weil wir morgens mal aufgewacht sind und haben gesagt, das machen wir jetzt mal, sondern das, was du eben auch angesprochen hast, war ja auch das Warum. Warum machen wir das? Und Lena und ich, wir sind in den letzten Monaten, haben da so ein paar private Schicksalsschläge hinter uns, die uns einfach auch als Person noch mal extrem verändert haben. Und wenn man so ein starkes Warum hat und wenn man dann auch noch einen starken Partner und eine starke Partnerin an der Seite hat, womit mit dem man das zusammen machen kann, dann ich will nicht sagen, dann ist man halt auch. Ja, wir sind Unstable Bill, weil wir haben halt so ein Wind unter den Flügeln. Wir haben da so einen extremen Ehrgeiz und wir wissen diese Vision, die wir da haben, nämlich sowohl für Eltern oder für pflegende Angehörige oder einfach für Menschen, die ein Ehrenamt ausführen oder einfach generell sagen, sie möchten gerne mehr Freizeit haben, aus welchen Gründen auch immer. Ich weiß auch nicht, warum man in dieser aktuellen Situation sich immer dafür rechtfertigen muss, warum man denn jetzt eigentlich weniger Stunden arbeiten möchte. Aber diese Vision, die wir dahinter haben, sozusagen jedem Karriere zu ermöglichen, das ist ja für viele, viele Leute und das kennen wir selber aus der Personaldienstleistung, da werden dann Teilzeitkräfte, ich sage mal, die werden einfach entsorgt. Wenn ich das hier einfach mal in dem Podcast mal so sagen darf, also da wird dann eben halt, der Job ist anstrengend, das ist alles außer Frage und ich will das auch gar nicht irgendwie kleinreden. Aber es gibt eben keine Möglichkeit, bei den meisten Personal Dienstleistungsunternehmen in Teilzeit zu arbeiten. Das heißt also, für uns alle ist klar, ab einem bestimmten Punkt im Leben ist vielleicht gegebenenfalls möglicherweise einfach Schluss und dann endet dort die Karriere. Und genau das ist unser Wunsch, dass wir sozusagen diese ganzen Charakterköpfe, diese guten, guten Personalberater, die guten Recruiter, die bei uns wirklich mit an Bord zu holen, die besten Leute bei uns mit an Bord zu haben, egal in welcher Lebenssituation sie sich gerade befinden, egal ob Sie ihrer Leidenschaft nachgehen und sich ehrenamtlich engagieren oder zu Hause Kinder haben oder whatever. Jeder soll bei uns die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln und Spaß am Job zu haben und sich einzubringen und damit wollen wir einfach auch so ein bisschen den Unterschied machen. Und das geht natürlich nur, wenn wir diese Vision nicht nur für mich und Lena leben, sondern das geht natürlich nur, wenn wir das natürlich auch ein bisschen erweitern. Da kann man natürlich jetzt noch das ganz große Rad drehen und sagen: Ja, damit wird natürlich auch das Thema Altersarmut für Frauen noch mal wieder so ein bisschen revidiert. Auch Frauen können bei uns logischerweise Karriere machen, auch in Teilzeit. Ja, und das sind natürlich alles Themen, die liegen uns halt am Herzen und die sind uns wichtig. Und wir wollen natürlich versuchen, mit unserem Geschäftsmodell das so vielen Leuten wie möglich eben zugänglich zu machen und damit natürlich auch unseren Mitbewerbern oder wie wir immer liebevoll sagen, unseren Markt Begleitern natürlich, dann vielleicht den der Nasenspitze voraus sein und damit dann eben halt die richtig guten Leute bei uns an Bord holen. Das ist so die Vision im ganz Großen weitergesponnen und wenn es dann soweit ist, eben auch die Möglichkeit zu haben. Lena und ich, da hat jeder so seinen Bereich, wofür das Herz schlägt da den eben halt nachher auch, ich sage mal sozial gesehen auch was zurückzugeben. Ich muss sagen, okay, ja, wir möchten bestimmte Bereiche unterstützen, finanziell, mit unseren Fachkenntnissen, uns vielleicht noch weiter aus dem Geschäft zurückziehen, Menschen helfen, Kindern helfen, jungen Erwachsenen helfen. Und ja ich glaube, dass es so ganz grob zusammengefasst unsere Vision. Laura Roschewitz: Ja, das hat euch auch ein starker, eine starke Vision, finde ich, weil ich sage immer it is practice what you preach. Also wenn du sagst, in der Arbeitswelt willst du dich dafür einsetzen, dass alle Menschen oder alle, die das möchten, irgendwie eine gewisse Chance haben und eine Karriere machen können. Oder das vielleicht es gibt ja 1 Million Gründe, wahrscheinlich, warum Menschen nicht 40 Stunden arbeiten wollen oder mehr. Und ich meine, warum. Es ist ja auch nicht gottgegeben. Also wir tun ja immer so, als wäre das so, also das ist so der Status quo, aber ich meine, es ist ja jetzt nicht irgendwie, es ist ja nicht so, wie es abends dunkel wird und morgens wieder hell, heißt das ja nicht irgendwie, man muss 40 Stunden arbeiten und das finde ich schon sehr, sehr cool und sehr spannend. Was mich noch mal interessieren würde, wie würdet ihr beschreiben? Ich meine, jetzt habt ihr gegründet sozusagen sagen wir mal am Ende der zwei Jahre, round about nach zwei Jahren Pandemie Zeit. Was hat sich vielleicht in dieser Pandemie Zeit in eurem Sektor, im Personalbereich auch verändert? Ich sage mal so Schlagwort Remote Arbeit zum Beispiel. Also was könnt ihr da so beobachten? Wie wirkt sich das vielleicht aus? Oder was beobachtet ihr da? Lena was würdest du da sagen? Lena: Also ja, Remote Arbeiten oder hybrides Arbeiten oder Homeoffice. Es ist, ich würde ganz klar sagen, es funktioniert und es funktioniert nicht. Also ich ziehe da immer oder wie überall, würde ich da jetzt nicht einfach so einen Kamm durchziehen und sagen: Oh, ganz toll, unbedingt. Und wer das möchte, der muss bei uns anfangen. Definitiv nicht. Es muss zu einem passen. Was hat sich ganz klar verändert? Also ich glaube gar nicht so viel, weil ich muss ehrlicherweise sagen, viele sagen ja und das ganz anders jetzt und und seit der Pandemie und es funktioniert und es funktioniert nicht, was ich cool finde, das muss ich auch wirklich sagen, das ist noch mal so ein Anstoß überhaupt in vielen Firmen gegeben hat, mal zu sagen, so, wir probieren das mal auch aus, aber es ist tatsächlich eine Charakterfrage von jedem Einzelnen und ich spinne das Ganze weiter, eine Führungsfrage. So, das heißt, nehmen wir mich mal als Person, ich kann das. Ich bin auch gern zu Hause und ich mache das gerne. Aber ich bin auch jemand. Ich bin unheimlich gerne im Team, ich bin im Büro, ich hole mir gerne mein Käffchen. Ich mag gerne mit den Kollegen quatschen. Das ist auch so ein bisschen meine Welt. Ich glaube, die, die das, die die Chance dazu haben und das für sich mal nutzen können, weil sie vielleicht auch mal einen Tag haben, wo es einem nicht so gut geht oder einfach auch mensch oder was weiß ich. Was für Gründe auch immer, geht mich auch gar nichts an, ich muss es jetzt mal irgendwie von zu Hause machen, weil ich muss jetzt mal meine Ruhe haben, finde ich das super supertoll. Aber ich finde auch immer schön, dass man, wenn man die Möglichkeit gibt, dass man sich das so ein bisschen aussuchen kann. Und ich glaube, gerade diese Mischung, die macht es nachher auch dann wieder einfach, weil wir alle unterschiedlich sind. Es sind so viele Meinungen und es ist meiner Meinung nach nicht, das eine ist nicht richtig und das andere ist nicht falsch. Ich finde man muss einfach für jede Person optional einfach das zur Verfügung stellen, was zu der Person passt. Das ist sowieso mein Führungscredo. Und dann liegt es aber auch wieder an mir, als Führungskraft zu sagen, zu wem passt es denn überhaupt? Und auch offen mit den Mitarbeitern zu sprechen: Du, sag mal, ist das überhaupt was für dich? Oder sperren wir dich da jetzt eigentlich ein? Na klar, zur Pandemie mussten wir zu Hause bleiben oder viele zu Hause bleiben. Da gab es jetzt keinen, da konnte man sich das jetzt nicht aussuchen. Das war schon, ist schon eine heftige Zeit oder war eine heftige Zeit für alle Beteiligten. Laura Roschewitz: Ja. Was mich halt so interessiert, ist so. Würdet ihr sagen, dass ich so an der. Also du hast ja gerade gesagt, im Grunde gar nicht so viel, wo ich noch mal nachfassen würde. Einfach weil es mich wirklich als Person interessiert. Würdet ihr sagen, dass die das es eine veränderte sagen wir mal Offenheit gibt unter Führungskräften überhaupt andere Modelle zu denken? Also so was wie jemand ist remote, jemand wohnt vielleicht im Ausland, arbeitet aber in Deutsch. Also gibt es da so neue Konstrukte, wo ihr sagt, das hat sich schon verändert oder sind alle froh, dass wir jetzt wieder halbwegs in den ruhigen Gewässern sind und wollen doch eigentlich wieder zum Alten zurück? Lena: Ja, auch da. Man sagt, wahrscheinlich hört sich das so an, als wenn ich jetzt keine Stellung beziehen kann. Das kann ich schon. Wer mich kennt, der weiß das kann ich. Ich glaube, bei vielen Unternehmen gab es ein Umdenken. Ganz klar, weil sie noch einmal mehr auch ihre Mitarbeiter besser kennengelernt haben und gesagt haben: Okay, wow, das habe ich gar nicht gewusst. Da kann ich auch. Also kann ich tatsächlich auch im privaten Umfeld Beispiele nennen, wo man sagt: So Mensch, das passt ja zu der Person. Ich glaube, viele haben es, aber auch andere, viele nicht. Ich glaube es aber auch viele Unternehmen und auch das muss ich ja, weil ich bin ja nun eng an Unternehmen und kriege ein bisschen was mit, die es dann jetzt genutzt haben, die es aber eigentlich nicht wollen. Ja, es ist schwierig. Ich will auch da nicht dahinter stehen und sagen böse, böse unternehmen, weil es ist auch. Man muss auch fairerweise sagen, nicht jedes Unternehmen ist dafür gemacht, auch weil es unterschiedliche Dienstleistung sind, es geht auch nicht alles von zu Hause. Unsere Dienstleistung ist natürlich ein Traum und da muss man natürlich wieder die richtige Wege einfach nur finden, weil ich kann meinen kleinen Laptop nehmen und ich kann Kandidaten ansprechen und ich kann mit Kunden auf meiner Terrasse telefonieren. Geht nicht. Manchmal muss man einfach vor Ort sein. Also ich. Wie gesagt, ich möchte beim Rewe einkaufen und bin ich froh, dass ich die Sachen auch bekomme oder bei irgendwo anders bin. Ja. Laura Roschewitz: Absolut. Lena: Ich glaube, bei einigen ist ein Umdenken gekommen und ich will nicht sagen ein Appell an viele Unternehmen generell: Schaut einfach einmal noch mal mehr, was für was für tolle Menschen da um einen herum sind. Und das ist ja das Mitarbeiter führen und dieses individuelle zuhören. Das ist das, wo viele keine Lust drauf haben. Aber das ist das A und O, egal wo es ist. Laura Roschewitz: Ja, ja. Janina: Ja, ich glaube, das hat uns auch als. Weil du ja vorhin noch mal fragtest, was hat uns so als Gründerin so ein bisschen verändert? Und genau diese Arbeitssituation, die Lena und ich jetzt ja für uns geschaffen haben, hat sich ja auch geändert. Lena und ich sind es eigentlich gewohnt, uns jeden Tag gegenüberzusitzen. Ja, das heißt auch, wir mussten erst mal so für uns feststellen, was funktioniert eigentlich und was funktioniert nicht. Und ich glaube, das ist auch das, wovor viele noch so ein bisschen zurückschrecken. Das ist ja das synchrone Arbeiten und das asynchrone Arbeiten geht, so, also der eine ist halt eher der frühe Vogel und der andere ist halt eher so ein bisschen die späte Eule und da muss man dann eben so ein bisschen sich einfach auch dran gewöhnen. Und ich glaube, das ist auch so ein bisschen das Thema nachher der Führung, weil ich sag mal ganz überspitzt gesagt, jetzt geht eine Führungskraft über den Flur und guckt, ob alle da sind und ob die alle ganz fleißig am Laptop tippeln und sagt für sich dann Haken hinter, wir sind ja alle ganz fleißig. Das funktioniert natürlich, wenn die Leute mobil arbeiten natürlich nicht. Das heißt, es muss andere Werkzeuge geben, um das so ein bisschen dann ja im richtigen Moment die Hilfestellung auch zu bieten. Also ich sage mal, als erfahrene Führungskraft, wenn ich ins Büro gehe, sehe ich natürlich oder erkenne ich natürlich, ob ein Mitarbeiter gerade an irgendeiner Aufgabe grübelt und da irgendwie nicht weiterkommt. Und dann kann ich natürlich sagen: Okay, wo bist du gerade? Kann ich dir helfen? Das geht natürlich jetzt so nicht. Das heißt also, es muss andere Wege finden, es muss mehr Kommunikation stattfinden. Und ich verstehe sehr gut jedes Unternehmen, die sich da so ein bisschen vor scheuen und die sagen, okay, wir wissen eigentlich gar nicht, wo wir anfangen sollen, und wir wissen auch nicht, wie wir es umsetzen wollen. Aber das ist natürlich auch eine Herausforderung, die Lena und ich uns bewusst gestellt haben, weil wir wollen sozusagen, wir arbeiten lieber an uns als Führungskräfte und wir arbeiten lieber daran, wie wir sprechen und kommunizieren und wie wir das Arbeitsumfeld schaffen, anstatt dass wir die guten Leute verlieren. Und ich möchte das einfach nicht mehr. Ich habe in den letzten Jahren so viele gute Leute gehen lassen müssen, weil die Arbeitsbedingungen einfach nicht zu deren aktuellen Lebenssituation gepasst haben. Ich möchte das einfach für unser Unternehmen nicht. Ich möchte die bei uns haben und ich will die mit an Bord haben, weil ich einfach weiß, es ist eine wahnsinnig gute Recruiter, es sind wahnsinnig gute Personalberater. Ich will die einfach. Ich will weiterhin mit denen zusammenarbeiten können und mit denen erfolgreich sein. Und ich glaube, da wird in den nächsten Jahren vielleicht so wie Lena und ich den Mut gebraucht haben, um dieses Unternehmen zu gründen, vielleicht auch bei dem einen oder anderen etwas mehr Mut auftauchen, sich dieser Sache auch zu widmen. Ich meine, klar, jetzt haben wir natürlich das große Glück für alle Hörer und Hörerinnen, die so ein bisschen überlegen sich selbstständig zu machen. Es ist natürlich und ich glaube, da sprecht ihr auch aus Erfahrung. Es ist natürlich leichter, wenn man zu zweit ist. Es ist einfach so, nicht nur von den Aufgaben, von der Aufgabenaufteilung her. Lena und ich, wir sagen ganz oft, wir sind so zwei Avocado Hälften und je nachdem wie der Tag gerade läuft, der eine hat den Kern oder der andere hat den Kern. Und das ist halt perfekt. Ja, weil wir uns immer stützen können. Wir können uns helfen, wir hören uns zu. Wir finden gemeinsam eine Lösung. Wir treffen gemeinsam die Entscheidung. Wir haben gemeinsam die Verantwortung. Und wir vertrauen uns natürlich auch. Und das ist natürlich einfach wahnsinnig, wahnsinnig viel wert. Kann man anders nicht sagen. Laura Roschewitz: Absolut. Das ist ein cooles Bild mit der Avocado. Das nehme ich. Das klaue ich mir mal für Gretel und mich. Wir haben ja auch wahnsinnig viele Projekte zusammen mit unserem Podcast, mit unserer Mastermind Gruppe, wo wir Frauen begleiten. Von der Selbstständigen zur Unternehmerin. Weil es ist halt auch wirklich das unternehmerische Denken, was man da braucht. Und ganz ehrlich, an einem schlechten Tag geht mir das auch mal flöten. Ich bin auch nicht immer Sunshine und sag immer nur: Ach, ich glaub an das alles, das wird alles großartig. Und wenn man dann eben die andere Avocado Hälfte hat, dann ist es natürlich schön, wenn, wenn die Person da dran glaubt an dem Tag, das ist mehr wie Sport irgendwie besser klappt, wenn man sich dazu verabredet oder was auch immer, was einfach gerade so. Lena: Absolut jeder fühlt das. Laura Roschewitz: Ich habe zum Abschluss noch, ich habe tatsächlich noch eine sehr spannende Frage auf dem Herzen und unter den Nägeln, und zwar vielleicht auch zum Abschluss. Ähm, ihr habt ja auch gesagt, das finde ich total super und spannend. Dieses Zuhören ist wichtig, das menschliche Recruiting, also das auch wirklich der Mensch im Fokus steht, nicht unbedingt nur der Lebenslauf, der ist ein Part davon. Aber halt nicht das, was wirklich entscheidend ist, was mich und was ich mir vorstellen könnte. Was auch für unsere Zuhörenden spannend ist, gab es mal so ein Fall und wahrscheinlich gab es sehr viele. Aber habt ihr so einen Fall vielleicht, wo ihr uns so ein ganz bisschen mitnehmen könnte, wo es vielleicht ein Mensch gab oder eine Stelle, je nachdem, aus welcher Richtung die vielleicht oder sagen wir, bleiben wir bei einem Menschen, der vielleicht so auf dem klassischen Weg wirklich Schwierigkeiten hatte, weil vielleicht wirklich so ein Lebenslauf war, dieses Studium abgebrochen oder keine Ausbildung, was auch immer. Wo ihr aber mit eurem Gespür durchs Zuhören, durch irgendwie Soft Skills, weil sie ja immer so ein bisschen abgetan werden, aber das herauszufinden, was das für ein Mensch ist wirklich ein tolles Match herstellen konntet. Janina: Ja, also ich nehme natürlich immer gerne meine Tomaten Story. Also ich hatte einen Kandidaten und der Lebenslauf, der war wirklich, wirklich schwierig. Janina: Also wirklich, wo man wirklich sagt: Okay, also wo fange ich da jetzt eigentlich an? Weil man muss natürlich fairerweise sagen, auch unsere Kunden haben natürlich irgendwie ein Konstrukt im Kopf. Ja, auch die haben irgendwie ein Wunschzettel. Also die nennen das Stellenangebot, wir nennen das gerne Wunschzettel und der Kandidat saß aber total aufgeregt irgendwie vor mir und wollte das jetzt unbedingt. Und da waren dann eben auch so ein paar private Schicksalsschläge mit dabei. Hat dann sozusagen noch mal über einen Umweg eine Umschulung gemacht und hat sich dann so ein bisschen von Praktikum zu Praktikum gehangelt und irgendwie nie so richtig den Fuß in die Tür gekriegt. Und ich habe mich mit ihm dann unterhalten und ich habe gedacht, irgendwas, irgendwas muss da doch noch sein und habe dann wirklich so die Frage gestellt. Das ist immer total banal und ich weiß auch, dass viele immer sagen: Ja, ich lese gerne und ich koche und ich habe irgendwelche anderen komischen Hobbies. Und der kam wirklich dann an und man muss sagen, der junge Mann hat in der Hamburger Innenstadt gewohnt und jeder, der in Hamburg wohnt, weiß das jetzt die Fläche an sich jetzt nicht dafür bekannt ist, dass man da unbedingt groß Tomaten züchten kann. Aber das hat der junge Mann getan und mit einer Leidenschaft hat er eine ganz andere Körperhaltung auf einmal im Gespräch und erzählte dann, dass er ganz toll da für etwas zusätzlich noch programmiert hat. Und noch eine Beregnungsanlage und es sind ja ganz viele unterschiedliche Tomatensorten und jede Sorte hat ja verschiedene Bedürfnisse. Und er hatte das dann mit einer App verbunden und dann passt sich das sozusagen alles dem an, dass dann eben jede Tomatensorte entsprechend ihrer Bedürfnisse beregnet wird und hat das dann auch mit einer Wetter App kombiniert, dass wenn, dann eben in Hamburg regnet ja gerne mal, dass das eben dann angepasst wird. Und dann habe ich gesagt okay, stopp, sie müssen jetzt sofort aufhören zu reden, weil ich muss jetzt sofort einen Kunden anrufen und dem das erklären, weil sie müssen da bitte morgen zum Gespräch und sie lassen alles andere weg. Diese Praktikumsgeschichten und diese wie schlimm und Krankheit und soweiter. Das lassen wir mal alles raus sondern sie machen nur diese Tomatengeschichte und dieser Kandidat konnte damit überzeugen. Das heißt also dieses ganze Fachwissen, was er sich in seiner Freizeit angeeignet hat und dieses ganze Know how, was er da in liebevoller Kleinstarbeit sich da wirklich zusammengeklöppelt hat, mit Legosteinen oder was? Das hat den Kunden nachher überzeugt, weil der Kunde verstanden hat, wie derjenige denkt. Das heißt also, dieses lösungsorientierte, dieses, dieses technische Know how, was in der Vergangenheit nie wirklich irgendwo anbringen konnte. Und der ist dann wirklich tatsächlich dann bei dem Unternehmen gestartet. Und das sind halt genauso die Geschichten, die Lena und mich natürlich dann immer sehr, sehr glücklich machen. Also es gibt auch bei Lena in der Geschichte, wo es jetzt Datenschutz technisch ein bisschen schwierig ist, weil ich glaube, das ist auch einmalig in der Geschichte, aber also nicht, dass jetzt die Kandidatin das hört, das wäre jetzt ein bisschen verrückt, aber es sind halt so ganz viele Sachen, wo eben auch die Lebensläufe eigentlich in eine ganz andere Richtung weisen, wo wir einfach sagen Okay, vom Typ her würden sie da aber eigentlich perfekt hinpassen, weil wir ja auch natürlich sprechen wir mit den Kunden darüber, warum ist die Stelle frei oder warum wird die Stelle frei? Oder wo drückt dann eigentlich der Schuh? Oder warum hat es dann in der Vergangenheit nicht geklappt? Und da dann dem Kunden auch mal aufzuzeigen Mensch, geht doch mal einen anderen Weg, wenn ihr jemanden braucht, der so sehr dienstleistungsorientiert ist und der da wirklich so ein Stehaufmännchen ist und wirklich Telefon und Empfang und ich weiß nicht was. Warum versteift ihr euch darauf, dass es eine Bankkauffrau sein muss? Ist vielleicht auch nicht in Hotelkaufmann vielleicht was für euch? Oder eine Hotelfachfrau, oder? Na also, wirklich mal so eine andere Brille aufzusetzen. Und das gelingt uns eben immer ganz gut. Und das bedeutet eben auch, dass wir mit den Kandidaten haben witzigerweise Lena und ich vor dem Podcast jetzt auch gerade noch drüber gesprochen. Wir machen manchmal auch zwei Gespräche. Das heißt also, wenn ich nicht so richtig weiß, okay, irgendwie Kandidat weiß ich jetzt, irgendwie habe ich gerade keine Idee für, das dann tatsächlich Lena noch mal mit dem Kandidaten spricht, um einfach zu schauen. Okay, hat sie vielleicht eine Idee? Und auch da haben wir jetzt momentan wieder einen Kandidaten beim Kunden von unserem Gespräch, den ich dort niemals hingeschickt hätte. Und das sind halt so genau die Sachen, für die wir uns bei uns einfach dann nehmen wir uns ein bisschen mehr Zeit für. Laura Roschewitz: Ja, vielen Dank die Tomatengeschichte, die finde ich tatsächlich in der Tat ziemlich berührend. So weil ich glaube, dass sehr viele Menschen und ich kenn die auch in meinem persönlichen privaten Umfeld so durchs Raster fallen irgendwie, aber eigentlich wahnsinns Mehrwert in eine Firma und in ein Team bringen können, weil sie wirklich vielleicht intrinsisch, vielleicht auch ein bisschen introvertierter sind oder aus verschiedenen Lebenschallenges und die kennen wir alle vielleicht Dinge nicht gewuppt haben, die halt vermeintlich total notwendig sind, die aber vielleicht sich beigebracht haben, sich autodidaktisch ganz toll Dinge beizubringen oder whatever. Also es gibt da ja ganz viele verschiedene Bereiche. Janina: Gerade genau die Kandidaten, die eben selber das Gefühl haben, dass sie sich die selber vielleicht bestimmtes Know how haben und sich selber nicht verkaufen können. Genau dafür sind wir ja da. Also genau dieses Fachliche, wie ich es vorhin so schön gesagt habe, dann auf die Bühne zu bringen. Also ich guck von hinten, dass das Licht richtig sitzt und Lena geht dann mit dem Kandidaten an der Hand auf die Bühne. Und so darf man sich das dann eben auch gerne vorstellen, dass wir eben einfach wirklich, ja, fast, fast genau. Dass wir da natürlich einmal so ein bisschen schauen, was schlummert denn eigentlich so? Und natürlich können auch wir mit dem Hobby mit ja, ich lese so gern und ich koche gerne in meiner Freizeit. Da können wir natürlich nicht viel draus basteln. Das wird natürlich ein bisschen schwer. Aber wirklich mal … Laura Roschewitz: Wenn man so ein bisschen guckt, man ich habe ja auch gesagt, dieses Zuhören, das so wichtig. Ich finde, wenn man wirklich eine Fähigkeit hat zuzuhören, dann hört man auch so Stränge, dann hört man auch, was interessant ist. Also das merken wir hier im Podcast auch immer wieder. Klar. Ich könnte auch sagen: Wer seid ihr, was macht ihr? Tschüss so oder man guckt mal, wo ist der rote Faden? Was macht euch wirklich als Mensch aus? Und ich glaube das ist zum Beispiel auch vom Podcast das, was die Leute wirklich interessiert, so da wo man dann wirklich hängenbleibt und sagt, das ist ja interessant. Damit kann ich mich relaten. Das kenne ich auch von mir oder so. Also so wirklich die Geschichten zu hören, die einfach wirklich interessant sind und in dem Sinne, wir könnten wahrscheinlich hier noch ne Stunde weiter quatschen, aber wir haben unseren Zuhörenden versprochen, dass das ein kurzer, knackiger Podcast bleibt. Deswegen würde ich sagen, lasst uns doch mal schauen, ob wir uns nicht einfach irgendwann zu einer Klappe die Zweiten wieder treffen, wenn ihr vielleicht noch ein halbes Jahr oder Jahr mehr sozusagen Erfahrungen gesammelt habt. Und ich wäre sehr, sehr gespannt, was sich vielleicht genauso entwickelt, wie ihr euch das vorstellt, was vielleicht auch anders ist. Und dann schnacken wir einfach vielleicht noch eine zweite Runde hier bei Moin um Neun. Janina: Super, gerne. Ja, unbedingt. Laura Roschewitz: Vielen, vielen Dank erst mal für eure Zeit, für eure Einblicke und für die vielen Dinge. Ich habe mir noch ein paar Notizen mitgemacht. Wenn uns gerade Menschen zugehört haben, die vielleicht selber in so einer Situation sind oder die jemanden kennen, vielleicht Partner, Partnerinnen, Kinder, wen auch immer, die vielleicht gerade in so einer Situation sind, wo sie sich beruflich verändern wollen oder irgendwie den Fuß nicht so richtig in die richtige Tür bekommen. Dann haben wir natürlich in den Shownotes auch euch beide verlinkt und eure Webseite, sodass man euch natürlich auch kontakten kann. Und wenn ihr Zuhörende dann sagt, ihr kennt die beiden aus Moin um Neun, dann wissen wir auch sozusagen, woher der Kontakt kommt. Also fühlt euch da herzlich eingeladen. Ja. Janina und Lena auch einfach zu kontakten, wenn ihr eine Frage habt oder einen Wunsch oder einen Auftrag. Janina: Unbedingt. Lena: Sehr gerne. Laura Roschewitz: Also vielen Dank Euch und euch Zuhörenden wünschen wir jetzt noch einen schönen Mittwoch. Macht's gut und wir hören uns wieder in der nächsten Folge Moin um Neun. Bis dann. Janina: Tschüss. Ciao. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie

  13. Der Business Podcast - Sales & Mindset Impulse für selbstständige Frauen “Es war für mich einfach nicht akzeptabel, dass ein Leben mit 3 Kindern bedeuten sollte, dass ich in Teilzeit automatisch in diese Spirale von weniger Geld, Zeit und Flexibilität gerate” sagt Lena Busch im Interview. Wie die dreifache Mutter sich auf den Weg gemacht hat, wie sie mit Ängsten umgegangen ist und wo sie heute steht - hör’ unbedingt mal rein in diese neue Folge! Du findest Lenas Arbeit spannend? Dann besuche unbedingt ihre Website hier: https://familienleicht.de/ Oder schau hier auf ihrem Social Profil vorbei: https://www.instagram.com/lena_busch_business/ Oder höre hier in ihren Podcast rein: https://familienleicht.de/familienleicht-podcast/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Und heute ist wieder Interview Zeit und nicht Gretel ist meine Interviewgästin, sondern die wundervolle Lena Busch. Hallo, herzlich willkommen. Schön, dass du da bist. Lena Busch: Hallo, Laura. Herzlichen Dank, dass ich da sein darf. Laura Roschewitz: Total schön. Ich freue mich sehr. Und kleiner Spoiler schon mal vorab, wir sprechen mit ganz schön vielen Kilometern Luftlinie zwischen uns gerade und das ist, wie ich finde, auch schon so ein ganz cooler erster Punkt, über den wir sprechen wollen, nämlich auch um das Thema Online Business und überhaupt Business und Selbstständigkeit und Unternehmertum. Aber bevor wir da gleich ein bisschen eintauchen werden und gemeinsam ein paar rote Fäden aufnehmen, erzähl doch vielleicht erst mal denjenigen, die uns zuhören, die dich vielleicht bisher noch nicht kennen, wer du bist und was du machst. Lena Busch: Ja, sehr gerne. Also mein Name ist Lena Busch. Ich bin Unternehmensberaterin und Business Coach und ich unterstütze vorrangig Unternehmerinnen mit Kindern und solche, die es werden wollen, dabei ihr Business auf und auszubauen und so zu gestalten, wie es zu ihnen passt. Das tue jetzt mittlerweile schon sehr lange und auf viele verschiedene Arten, als aus der klassischen internationalen Unternehmensberatung im Konzern kommend bis bis hin zum eigenen Business über Führungskraft und so weiter, online und offline und ja, so sieht das aus bei mir. Laura Roschewitz: Was hat dich dazu bewegt, dann letztendlich final nach den vielen, auch sehr erfolgreichen Stationen, die du vorher sozusagen auch eingeschlagen hattest, dann zu sagen, doch das selbstständige Unternehmerinnentum, das ist es für dich persönlich, dass ist der Weg, den du jetzt gehen möchtest. Lena Busch: Also im Grunde Flexibilität, vor allem für die Kinder. Ich habe drei Kinder und habe die auch immer überwiegend selbst betreut, sozusagen. Und das war schlicht und ergreifend, obwohl ich sehr, sehr gute Voraussetzungen hatte, auch im Angestelltenverhältnis als Führungskraft, konnte meine Führungstätigkeit in Teilzeit teilweise im Homeoffice ausüben und hatte wirklich da auch einen tollen Chef und Mentor. Aber nichtsdestotrotz ging das irgendwie. Eine zunehmende Kinderzahl ging irgendwie antiproportional zu der ganzen, ja Organisation einerseits und wie ich auch schlicht irgendwie mein Leben leben wollte andrerseits. Also mir ist immer beides wichtig gewesen, also geht nicht, gibt's nicht und ich will alles. Ist auch so ein bisschen mein Credo. Also ich war weder bereit, irgendwie bei dem, wie ich mir mein Leben und Familienleben vorstelle, noch an Beruf und Karriere, wenn man so will, irgendwie Abstriche zu machen. Und da an sich bleibt fast nur Unternehmerschaft. Nun habe ich ganz ursprünglich auch mal in einem kleinen Steuerbüro gearbeitet und fand so die klassische Offline Selbstständigkeit fand ich tendenziell eher sehr, sehr abschreckend, muss ich sagen. Und auch mit den Blicken hinter die Kulissen und klassische Unternehmerschaft, das ging dann wiederum auch viel mit, okay, da brauchst du, da brauchst du Räumlichkeiten, da arbeitest du eher selbst und ständig. Über viele, viele Jahre. Da hast du viele Mitarbeiter und dies und das und jenes. Na also, war irgendwie auch keine richtige Option. Brauchte auch gefühlt eher andere Voraussetzungen, aus denen man kommt, was man so auch von eigenem, sozusagen familiär finanziellem Background so mitbringt. Und dann nun gehöre ich noch der Generation an, die jetzt nicht als Digital Natives auf die Welt gekommen ist. Und diese Möglichkeiten, die sich uns online bieten, die habe ich dann als wahre Offenbarung erlebt und dachte, das ist so wirklich das. Das bietet ungeahnte Möglichkeiten generell und gerade für Menschen mit Familie, mit Kindern und Ortsunabhängigkeit, zeitliche Unabhängigkeit. Das waren so ganz, ganz große Punkte für mich. Wobei Ortsunabhängigkeit erst mal gar nicht bedeuten musste, jetzt irgendwie wie wir viele Kilometer auseinander zu sein, auch wenn ich das immer noch. Also wenn man so drüber nachdenkt, finde ich das immer noch unfassbar, unglaublich und großartig. Aber schlicht und ergreifend auch so was wie nicht mehr in ein Büro pendeln zu müssen. Ne wirklich örtlich unabhängig zu sein, dass man auch, wenn das Kind krank ist, schlicht und ergreifend einfach zu Hause bleiben kann. All solche Sachen und auch sich die Zeit ganz anders gestalten zu können und nun aus der Unternehmensberatung kommt, war auch irgendwie Skalierung und unterschiedliche Geschäftsmodelle gestalten zu können. Das war eh auch ein Thema und das habe ich dann mit den Möglichkeiten zusammengebracht, wie sie sich online so bieten. Also das war so mein Hintergrund dazu. Laura Roschewitz: Das ist ja hochgradig spannend. Ich bin ja aktuell auf jeden Fall kinderlose Frau und höre aber, auch Gretel und ich in unserer Mastermind Gruppe auch immer mal wieder das Thema Kinder natürlich auch als Grund auch unter Selbständigen oder Personen, die sich vielleicht selbstständig machen möchten, als doch auch großes Hindernis oder zumindest Erschwerung, sag ich mal und du hast das jetzt ja gerade so beschrieben, dass es für dich eigentlich eine Art Antrieb Motivation war, wirklich dein Leben auch daran, sozusagen an deiner Familie, an deinen Werten auszurichten. Wie würdest du das beschreiben in deiner Arbeit? Du arbeitest ja schon viele, viele, viele Jahre damit und dabei sozusagen Selbstständige zu unterstützen. Was ist ein oder was sind mehrere Schlüssel, um sozusagen diesen Switch hinzubekommen? Vielleicht von, das ist etwas, was es erschwert, so die ganze Familiensituation hinzu, da ist ein großes Potenzial. Also wie kann Selbstständigkeit aussehen? Oder wie begleitest du Menschen, dass das vielleicht sich switchen kann von Belastung hin zu: Wow, cool. Ich kann mein Leben so gestalten. Lena Busch: Ja, ja. Also was man immer berücksichtigen darf, sobald man mit mehreren Menschen plant, macht das Organisation und soweiter erst mal einen Ticken komplizierter. Das wirst du schon kennen, da du mit einer Partnerin zusammen arbeitest. Das kennt man als Führungskraft. Also das ist schon in Partnerschaft und Co so, also sobald mehrere Menschen und somit auch mehrere Bedürfnisse ins Spiel kommen, darf man das alles berücksichtigen. Das ist das eine, das sozusagen mit zu planen, nicht nur wie ist es für mich, sondern wie ist es auch für die anderen Beteiligten, was auch die Kunden mit einschließt. Deswegen ist das für mich immer so ein Dreieck sozusagen. Also das es für mich als Unternehmerin passt, dass es für meine Kundinnen passt und das es eben auch für die Familie passt. Wenn man sich erst mal so die Grundbedürfnisse überlegen darf. Was brauchen denn die einzelnen Beteiligten? Dann ist ganz viel, ich will es mal unter dem Überbegriff Mindset und gesellschaftliche Vorstellungen packen. Ich glaube, mein Vorteil war so ein bisschen, ich komme ja im Grunde aus männerdominierten Bereichen, wenn man so will. Und gerade je höher die Führungsebene wird, umso dünner wird auch die oder umso weniger Frauen gibt es schlicht und ergreifend. Und ich habe mich davon aber nie ins Bockshorn jagen lassen, sozusagen. Aber da gibt es natürlich und ich will jetzt gar nicht groß ausschweifen ins Patriarchat oder irgendwohin. Aber es gibt dann schlicht und ergreifend auch viele Vorstellungen und Glaubenssätze, die dann auch bewusst oder unbewusst beeinflussen. Eine gute Mutter tut dieses oder lässt jenes, oder? Na ja, als Frau ist es halt schwieriger. Mit Kindern ist es komplizierter. Entweder du bist Rabenmutter oder du bist Karrieremutter oder du bist irgendwas. Also und dieses quasi diese Rollenbilder oder Rollenvorstellungen irgendwie nicht zu nah an sich ran zu lassen. Ich glaube, da liegt ein großer Schlüssel sozusagen. Und für mich war es immer so ein bisschen die Haltung. Im NLP nennt man es glaube ich Gegenteil Sortierer. Also so ich fand das nie akzeptabel, dass irgendetwas nicht geht, dass man in Teilzeit nur noch die Hälfte verdient oder dass irgendwie Familie und berufliche Zufriedenheit nicht zusammengehen sollen. Und fand dann so den Ansatz okay, dann müssen wir einen Weg finden, wie es geht und wie es gehen kann. Und das war für mich, glaube ich, so der Schlüssel. Laura Roschewitz: Was unsere Zuhörenden immer total spannend finden. Und du bist ja jetzt auch schon lange im Business und hast schon irgendwie eine große, tolle Community aufgebaut. Mal so ein Blick hinter die Kulissen, wie sieht es denn in deinem Leben aus? Ich weiß das, dass du gerade in Portugal bist. Das heißt, dass du auch dieses örtlich unabhängige Sein, zumindest zum Teil auch in dein Leben integrierst und dass das vielleicht auch ein großer Vorteil ja sein kann von dieser Art Arbeit. Wie händelst du es ansonsten? Wir haben ja auch vorher schon darüber gesprochen, so über, dass Selbstständigkeit eben auch nicht bedeutet, wenn ich doppelt so viel Arbeit verdiene, ich doppelt so viel, wenn ich halb so viel arbeite, ist es die Hälfte. Wie also das, was du erzählen willst? Aber wie sieht das Leben der Unternehmerin Lena Busch sozusagen mit drei Kindern mit verschiedenen Lebensorten, wie würdest du das so beschreiben? Weil ich finde, das ist so ein Tabu, über das wir auch mal ein bisschen sprechen dürfen. Wie viel arbeite ich denn wirklich? Das geht jetzt ja nicht um die genaue Stunde, aber ich finde, es wird ganz oft gibt es ja noch dieses Credo von Work Hard Play Hard. Also du musst wahnsinnig, du musst schon 60, 70 Stunden arbeiten. Ansonsten kannst du auch kein sechsstelliges Unternehmen aufbauen oder kein Team haben. Was gibt es vielleicht noch für Insights aus deiner Familie und aus deinem Business, wo du sagst, die würdest du gerne teilen? Lena Busch: Ja, ja, also das ist wir haben ja viel, diese ja, Präsenzkultur, dieses sichtbare Arbeiten sozusagen. Also aus der Unternehmensberatung kenne ich das ganz Arg, hauptsache, man war viel da für lange da, viel, viel sichtbar. Und das ist oft noch drin. Für mich ist es so, im Grunde kann man sagen, it´s a numbers game and it´s not a numbers game. Je weniger Stunden du arbeitest, kommst du schon erstmal einen Ticken langsamer voran. Wenn ich so überlege die ersten Jahre hatte ich vielleicht fünf Stunden die Woche, vielleicht zehn und die auch noch sehr zerstückelt, wenn man so will. Da war dann irgendwie morgens mal ein Stündchen und abends, wenn mein Mann dann zu Hause war, mal zwei und zwischendurch, irgendwie habe ich auf dem Spielplatz oder im Kinderzimmer habe ich irgendwelche Posts geschrieben. Also das ist schlicht auch etwas zu gucken, wie kann ich denn überhaupt arbeiten, welche Tätigkeiten kann ich so machen und für welche Tätigkeiten brauche ich irgendwie wirklich zwei oder vier Stunden am Stück und effektiv, ich meine jetzt, inzwischen ist es so, vor drei Jahren konnte ich dann meinen Mann in Anführungsstrichen in Rente schicken, also so zu sagen. Dann wurde er Teil des Family Business und ist dann auch sozusagen zu Hause und arbeitet ein Stück weit jetzt auch wieder zum Teil eigene Projekte von zu Hause, aber na ja, das war etwas, wo wir hinwollten, aber da, das gab mir dann auch mehr Arbeitszeit, aber unterm Strich, rein netto betrachtet, arbeite ich wahrscheinlich immer noch nicht mehr als 20, 25, wie viel auch immer Stunden, wenn man alles zusammenrechnet, was man da berücksichtigen darf, ist, dass man mit Kindern je nachdem auch wie viel oder wenig die in Betreuung sind oder eben auch nicht, dass diese Zeit oder Care Arbeit im allgemeinen ja noch obendrauf kommt, also dass man dann unterm Strich irgendwie dennoch 40 Stunden, 60 Stunden, wie viel auch immer die Woche beschäftigt ist, irgendwie arbeitet und das hat man nicht so sehr im Kopf. Hatte ich kinderlos ja auch nicht, die Kolleginnen, die dann irgendwie um 14:00 nach Hause gegangen sind. Da habe ich auch gesagt: "Schönen Feierabend, schönes Wochenende." Und hatte irgendwie so den unbewusst im Kopf, dass die dann mittags zu Hause die Füße hochlegen oder was auch immer. Also man hat das nicht so präsent und das ist auch eine Vorstellung, die viele, die viele Mütter oder viele Eltern wenngleich Männer immer noch einen Ticken weniger als Frauen, aber die man so im Kopf hat. Ich komme nicht so schnell voran, ich arbeite nicht so viel. Und wenn man dann mal zusammenrechnet, was die Menschen so den ganzen Tag über tun. Es ist doch relativ viel, was so zusammenkommt. Und was jetzt nicht unbedingt ich liege im Pool und lass die Beine baumeln fällt. Also das darf man sich, glaube ich, sehr bewusst machen. Laura Roschewitz: Und ich finde es ja auch so einen spannenden Punkt, sich dann mal zu fragen, was es eigentlich auch wirklich als Unternehmerin, als Selbstständige alles Arbeit, weil es gibt ja auch wirklich diese Momente, wo du die Wäsche aufhängst oder das Essen kochst und aber vielleicht noch über ein Projekt von einer Kundin nachdenkst oder einfach mit ein bisschen Abstand noch mal auf eine Situation drauf blickst. Und ich kenne das auf jeden Fall auch, dass ich da auch sehr, sehr gute Ideen habe. Also dieses Arbeit ist ja oft bei uns so definiert als das, wo wir eine To Do Liste abarbeiten und irgendwie so, aber es gibt ja neben dem To Do auch noch das To be, also da, wo ich irgendwie bin, wo ich, wo ich einfach vielleicht mit dem Hund spazieren gehe, sag ich mal in meinem Leben jetzt, aber trotzdem dabei bin ich ja nicht, ich bin ja nicht leer dabei, sondern ich bin ja, ich gehe ja trotzdem noch als Unternehmerin auch spazieren. Das heißt auch in dem Moment passieren ja noch Prozess. Und du bist ja auch die Unternehmerin, die du bist. Du bist ja auch Lena Busch, Unternehmerin, wenn du Mittagessen kochst. Das gibst du ja nicht ab vor dem Kochen. Lena Busch: Ja, ja, so ist es. Und ich meine, das kennen auch Arbeitnehmerinnen. Also ich werde irgendwann nicht mehr besser, je mehr Stunden ich auf den Bildschirm starre oder je mehr ich tippe. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, was du da sagst und viel mehr ist es oft so und es gibt ja auch, gibt ja auch eher sogar Untersuchungen und Überlegungen von Ökonomen, von Philosophen, dass man eigentlich irgendwo bei 20, 30 Stunden am effektivsten sogar ist. Also ich merke das ganz, ganz oft, dass entweder ich saß auf einem Spielplatz oder laufe heute am Meer entlang und bekomme entweder da schon gute Ideen oder nachdem ich dann ein paar Stunden komplett raus war, komplett was anderes gemacht habe. Ob das eben, ob das Mittagessen kochen war oder ob das wirklich draußen Unterwegssein war, dass ich dann vielleicht nicht mal währenddessen drüber nachgedacht habe, aber dann eine kreative Idee habe. Ja, und ganz ehrlich. Also schon als Führungskräfte, aber erst recht als Unternehmerinnen werden wir nicht für die Stunden bezahlt, die wir arbeiten, sondern für Strategien und kreative und gute Ideen. Laura Roschewitz: Ja, absolut, absolut. Und das ist, finde ich, auch etwas, wo wir doch sozusagen ja auch, finde ich dran arbeiten dürfen selber als Selbstständigen Bubble. Auch wenn ich so dieses Credo was verbreiten wir da, weil ja, kennst du diese kennst wahrscheinlich diese Puzzle, die in so einem Rahmen sind, die man dann so schiebt, bis man dann nachher das Bild richtig sortiert hat oder so und das nutze ich auch in Workshops ganz oft, weil da braucht es ja eine Lücke, es braucht die Lücke. Wenn die alle voll sind, kannst du sie nicht schieben. Du kannst da nichts machen und das finde ich immer ein ganz gutes Bild. Also es braucht einfach ja auch einfach, das wissen ja die meisten, aber wir handeln manchmal nicht danach. Das braucht einfach diese Lücke, damit unser Gehirn in dem Raum also ich sage immer, es braucht also diese Zeit, wo so Dinge hochkommen können, die wenn wir dann nur im Stress sind und muss auch noch eine Email abarbeiten, da ist ja überhaupt kein Raum, dass gute Ideen, Impulse noch mal eine Runde extra drehen dürfen in unserem Gehirn und dann aufkommen dürfen. Das heißt ja, das ist ja vielleicht auch ein Grund, warum dein oder Teile von dem, wie du arbeitest, auf jeden Fall eher so längerfristige Programme sind. So kann ich mir das auch vorstellen, weil du wahrscheinlich auch sagst und das ist ja auch eine Haltung von uns, dass es, manche Dinge lassen sich manchmal auch erstaunlich schnell lösen. Aber gerade für einen soliden Business Aufbau braucht es doch auch einfach Zeit, um verschiedene Dinge sich anzuschauen, zu evaluieren was passt zu mir? Wo möchte ich eigentlich hin? Dafür braucht es ja auch Raum. Erzähl doch mal gerne ein bisschen was dazu, wie da so deine Erfahrung ist. Ähm. Zu Zeiträumen und sich den Raum nehmen, um das eigene wirklich zu entwickeln. Lena Busch: Ja, ja, absolut. Also der erste Punkt ist so wo komme ich her und wo will ich hin? Ich vergleiche das oft einerseits mit Reisen oder mit einem Berg Aufstieg, andererseits mit Kindern oder mit Gärtnern. Also wenn ich irgendwie den Dorf Hügel hoch wilde, der vielleicht 500 Meter über Meeresspiegel ist, da brauche ich keine große Vorbereitung. Das dauert auch nicht sehr lange. Wenn ich dagegen den Mount Everest besteigen will, dann dauert das einfach länger und dann muss ich es auch vorbereiten. Und dann muss ich mir entsprechende Strategien überlegen. Dann muss ich mir überlegen, wie gehe ich von Etappe zu Etappe, wo übernachte ich? Und so weiter und so fort. Wenn wir jetzt zueinander wollten, von Portugal nach Schweden, dann ist das eine andere Geschichte, als wenn ich von Hamburg nach Flensburg möchte. Also und das alleine schon im Kopf zu haben von dem Weg, von allem, wo komme ich auch von meiner Einstellung, vom Mindset, von meinen sonstigen Voraussetzungen her, das alles wirklich zu betrachten. Und dann ist es eben oft auch wie beim Gärtnern oder wie bei Kindern dann säht man oder ein Kind kommt zur Welt oder man ist schwanger. Und dann passiert erst mal gefühlt sichtbar eine ganze Zeit lang irgendwie nix. Dann wächst oder reift das so im Unsichtbaren. Und dann gibt es wieder die Zeiten oder die Momente, da geht es zack, zack, zack, zack, zack. Dann sprießt auf einmal alles. Oder dann macht das Kind über Nacht einen Wachstumsschub und ist am nächsten Morgen irgendwie zehn Zentimeter größer und die Hose steht auf Hochwasser. Dann geht es auf einmal klack, klack, klack passiert wieder ganz, ganz viel. Und das beides gibt es. Und das beides steht nebeneinander. Und ganz wichtig, wie du gesagt hast, auch zwischendrin diese Zeit zu haben, wo sich Dinge setzen können, wo Dinge reifen können, wo man zum Beispiel im Programm auch Zeiten hat, wo schlicht und ergreifend Sommerpause oder Winterpause ist. Oder wo Leute ganz individuell Urlaub machen, auch krank sind oder sich um kranke Angehörige kümmern, ihn mit anderen Dingen irgendwie völlig ausgelastet sind und dann wiederum so Tunnel Phasen haben, wo sie irgendwie vier Wochen lang in Modulen versinken und komplett in der Umsetzung sind und wo man sie quasi Tag und Nacht irgendwie Rückmeldungen von ihnen bekommt. Und das alles gibt es und das macht es meistens auch aus, weil eigentlich, es gibt sehr, sehr viele verschiedene Arten und Weisen, wie Menschen lernen oder wie Menschen gut arbeiten. Und für ganz, ganz viele ist es nicht jeden Tag von 9:00 bis 17:00 Uhr oder jetzt Einheit eins, dann Einheit zwei und nächste Woche Einheit drei. So läuft es eben ganz, ganz oft nicht. Und für viele ist es eher, ja kommen eher nicht weiter, wenn sie sich versuchen in so ein Schema rein zu pressen. Ja, also deswegen mache ich gute Erfahrungen tendenziell mit längerfristigen Programmen, je nachdem um was es geht, wenn es um kleinen Ausschnitt geht. Den kann man sehr, sehr gut irgendwie in einer kurzen Workshopeinheit oder was auch immer machen. Oder wenn es darum geht, wirklich mal einen konkreten fachlichen Blick auf etwas zu werfen. Da kann eine Stunde einen Riesenunterschied machen, gar keine Frage. Aber so wirklich die großen Veränderungen und die großen Dinge, die brauchen in der Regel Zeit. Laura Roschewitz: Jetzt sprechen wir viel darüber, wie du oder es ist ja ganz wichtig, wie du auch Menschen begleitest, finde ich als Person, als Mensch, als Marke, als Unternehmen, weil das sind ja auch Menschen sehr unterschiedlich. Und ich finde wiederum, das ist einfach so, da gibt es Matches, um zu dem einen passt, die Mentorin oder der Coach oder so, das ist ja einfach eine ganz individuelle Sache. Die auch finde ich in Lebensphasen und ich hatte auch schon die Mentorin, den Coach, mal gings in Richtung Beratung, weil ich jemanden brauchte, der wirklich mit drauf guckt und sagt: Hier hands on, wir stricken das zusammen. Dann brauchte ich mehr einen Coach, der quasi unter Anführungsstrichen nur mich spiegelt, da ist den Raum hält. Also es ist auch sehr, sehr unterschiedlich. Wie ist es denn für dich als Unternehmerin, als Person selbst? Also hast du heute auch weiterhin noch. Also ich gehe mal davon aus, dass du auf deinem Weg auch sehr viel Unterstützung hattest, die du selber sozusagen in Anspruch genommen hast, um dich zu entwickeln. Das, finde ich, ist auch immer so ein spannender Punkt, weil wir häufig auch mitbekommen, dass dieses Thema in sich investieren, ins Business investieren doch für viele Frauen sage ich mal auch immer noch sehr tabubesetzt oder irgendwie schambesetzt oder auch angstbesetzt ist. Ähm, wie ist das für dich? Was war da vielleicht auch dein Weg? Ich finde das immer so spannend, mal von einer sehr erfolgreichen und schon lange bestehenden Unternehmerin zu hören. Lena Busch: Ja, ja, also da hatte ich schlicht und ergreifend den Vorteil aus der Unternehmensberatung und Führung zu kommen, weil da war es quasi immer klar, die Unternehmen, die uns bei den Big Four beauftragt haben beispielsweise, die haben das nicht gemacht, weil sie selber keine inhouse Lösungen hatten oder weil sie das selber alles irgendwie nicht konnten und nicht wussten, sondern weil die genau wussten, mit der externen Unterstützung komme ich weiter und komme ich schneller voran oder das gönn ich mir auch schlicht und ergreifend. Oder da habe ich noch ein Backup, was auch immer die einzelnen Gründe waren. Aber insofern war für mich schon lange klar, dass jeder erfolgreiche Unternehmer, jedes erfolgreiche Unternehmen, Unternehmerin sich in irgendeiner Form begleiten lässt. Da musste ich nicht erst reinwachsen oder war schon lange reingewachsen. Genauso mit Team und personeller Unterstützung, sozusagen als Führungskraft oder auch in der Beratung, wo ich große Teams aufgebaut oder im Teambuilding begleitet habe. Und da ist es einfach schon immer so gewesen. Es gibt Menschen, die können einzelne Dinge viel, viel besser als ich. Und da macht es sehr viel Sinn sich da Support zu holen oder meinen Start so richtig ins Online Business war eigentlich dann ein großer Online Kongress, den ich veranstaltet habe und wo mein Ansatz eigentlich nur war, na ja, gut, zu den Themen mehr als irgendwie 500 Leute offline zusammenbekommen, das ist ja online auf jeden Fall möglich und das wäre eine tolle Sache. Letztendlich waren es dann 11.000 Teilnehmerinnen und da ist es einfach ein Kongress ist per se schon ein Event. Da ist dann völlig klar, in dieser einen Woche passiert ganz, ganz viel. Und das kannst du nicht alles allein. Ja, schlicht und ergreifend. Und zu der Zeit hatte ich eben auch, hatte ich drei kleine Kinder zu Hause und das war eher so die fünf bis maximal zehn Stunden. Ja, auch da ist per se klar, da kann ich nicht alles allein. Manche Sachen so in technischer Umsetzung oder Grafik ist überhaupt nicht mein Ding ist, es dauert ewig und drei Tage und es sieht fürchterlich aus. Also so, wo ganz, ganz klar war okay, da müssen noch andere Menschen mit ins Boot. Und gleichwohl war es auch für mich ein Thema. Und das ist, das ist gerade für Frauen oft ein Problem, dieses na ja, erst mal will ich ja vorrangig dieses Einkommen ersetzen oder da meinen Beitrag leisten. Wie viel investiere ich? Also die Frage, das und ob überhaupt, das war nicht unbedingt meine. Und mir war auch klar, dass es eben Investitionen sind, also dass die sich so oder so auszahlen und dass die sich aber oft auch zeitverzögert auszahlen. Also, dass ich, wenn wir von Investitionen sprechen, ich oft heute investiere und ja übermorgen oder später die Früchte davon trage oder gar nicht so dezidiert sagen kann, ich habe das da investiert und das hat mir das gebracht. Also das war mir schon klar, aber nichtsdestotrotz war es da auch gerade ganz am Anfang. Naja, ne, beim Kongress hat sich vieles auch so auch so ergeben, sozusagen. Aber so dieses gezielte in Mentoring zu investieren, da war dann schon. Also wie viele Tausender es dann sein durften. Das ist auch bei mir ganz am Anfang sozusagen mitgewachsen. Laura Roschewitz: Ja, und da hast du ganz den total spannenden Punkt sozusagen berührt, den ich vielleicht noch so als letzten Punkt für unseren Podcast heute mit aufnehmen würde. Und zwar manchmal wusstest du gar nicht genau, du hast investiert, aber du wusstest nicht genau, wann und wie sich das auszahlen würde. Und das ist eine Erfahrung, die habe ich nochmal ganz intensiv im letzten Jahr 2021 gemacht. Da habe ich in ein Coaching investiert, wo ich eigentlich das habe ich gebucht, weil es sich einfach gut angefühlt hat, weil ich irgendwie mich da hingezogen gefühlt habe. Das war einfach so, oh ja, das fühlt sich gut und das will ich machen. Ja, und ich wusste bis ganz lange nicht, wo das sich eigentlich in mir abgelagert hat. Also was ist damit eigentlich so passiert? Und da war ich zwischendurch auch unsicher, hat sich das eigentlich gelohnt? War es das wert? Also so, so, die Ratio hat so ein bisschen die innere Finanzministerin, hat so ein bisschen, kam so an und hat sozusagen die Waagschale mal aufgebaut, gefragt, ob sie das wert war. Und das finde ich einen ganz wichtigen Punkt. Was du da angesprochen hast, ist, finde ich so, dieses Vertrauen. Ich finde, als Unternehmerinnen dürfen wir lernen, gute finanzielle Entscheidungen zu treffen und manchmal auch ein bisschen Vertrauen mitzubringen, dass sich das auszahlen wird, wenn wir uns gute, professionelle Unterstützung holen. Manchmal erst Monate, manchmal sogar erst Jahre später. Aber ich hatte neulich in einem Workshop einen Moment und da fiel mir etwas aus dieser Coaching Situation ein, die ich letztes Jahr hatte und konnte das auf den Punkt so gut einbringen und habe danach gemerkt, wow, das war irgendwie der Moment, wo dieser Samen, was du auch aus dem Bild mit dem Garten gekommen ist, wo der aufgeblüht ist, war so eine Pflanze, die brauchte halt ein Jahr, bis sie das erste Mal sprießt. Vielleicht magst du da so abschließend noch mal zu dem Thema Vertrauen auch was sagen, vielleicht auch aus deiner Erfahrung einfach. Lena Busch: Ja, absolut. Und ich glaube, das ist wiederum ein Punkt, der Frauen oft leichter fällt, weil viele dann eben nicht so rechnen. Okay, das macht jetzt direkt einen Return on Investment in Höhe von X. Ich gehe davon aus und sehe das auch bei meinen Kunden, dass ich jedes Investment mal wenigstens verzehnfacht. Ob es das heute tut oder morgen tut oder nächstes Jahr oder übernächstes Jahr. Das ist oft gar nicht mal so wesentlich. Und ich glaube, da darf man dann schon viel auch auf die Intuition oder das Gefühl hören, wie du es gerade beschrieben hast. Du hattest das Gefühl, du möchtest dieses Coaching machen, ohne jetzt so den Masterplan zu haben, wo dich das hinführt. Und so weiter und so fort. Und das gibt es ganz, ganz oft. Das erlebe ich ganz, ganz oft so. Man möchte das tun. Und dann, wenn die Entscheidung getroffen ist, findet man ja auch Mittel und Wege, wie man das zeitlich, finanziell und so weiter realisiert. Aber ist dann wirklich auch diesem, diesem Impuls zu folgen und damit zu gehen und das dann zu machen und da immer mehr ins Vertrauen zu gehen. Und das bedeutet im Grunde ja auch da eins deiner Themen mit Angst und Mut und so weiter. Dann diesen Schritt zu gehen, zu sagen okay, das fühlt sich jetzt scary an, ich habe vielleicht auch ein bisschen Angst. Ich habe auch Schiss, dass sich das nicht auszahlt. Aber gut, selbst wenn sich es nicht auszahlt. Viele Dinge, die wir tun. Nicht jeder Urlaub zahlt sich aus. Nicht jeder Starbucks Kaffee zahlt sich aus. Also da zu sagen, ich will das jetzt machen und ich ermögliche mir das, ich gönne mir das, ich realisiere mir das. Und ich vertraue darauf, dass mich das als Person, als Unternehmerin und letztendlich auch finanziell weiterbringt. Auch wenn es sich erst mal, was mache ich da, anfühlt. Laura Roschewitz: Ja, tolles Bild. Das mit dem Starbucks Kaffee finde ich auch gut, weil ich neige auch dazu, irgendwelche Sachen zu kaufen, die dann so kleiner sind, die mir eigentlich in echt auch nicht so gut tun. Ich meine, wie oft machen wir das, kaufen irgendwas was, wovon wir Sodbrennen bekommen oder was ich gar nicht vertragen, kriegen Herzrasen davon oder so, aber es ist so in dem Moment dann eine gute Entscheidung. Wenn es dann 5 € oder 10 € sind, dann ist es irgendwie leichter getroffen. Aber eigentlich ist ja dasselbe Prinzip. Es ist sich zu fragen Lena Busch: Das Prinzip ist genau das Gleiche. Ja, ja, ja. Laura Roschewitz: Ja, ja. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir hier noch sehr viele weitere Themen aufbringen könnten. Vielleicht machen wir irgendwann noch mal eine Klappe die Zweite. Also ich glaube, da schlummern noch viele Themen. Vielleicht magst du zum Abschluss noch mal sagen, wo denn Interessierte, Neugierige, Zuhörende dich am besten finden könnten einmal sozusagen in der virtuellen Welt, damit wir verlinken das natürlich alles in den Shownotes, seht ihr aber vielleicht noch mal so ausgesprochen. Lena Busch: Ja, also auf jeden Fall auf meiner Website. Die heißt zumindest derzeit noch, ändert sich vielleicht auch irgendwann Familienleicht, also Familien leicht wie Kinder. Leicht sozusagen. Und ansonsten auf allen sozialen Medien, unter Lena Busch in irgendeiner Art und Weise, da findet man mich auf jeden Fall. Laura Roschewitz: Sehr cool. Ja, ich danke dir sehr für das Gespräch. Ich glaube, da waren ganz viele wirklich wertvolle Impulse für unsere Zuhörenden dabei. Und ihr könnt ja auch sehr gerne mal in die Kommentare, je nachdem wo ihr gerade schaut, mal schreiben. Was habt ihr aus diesem Gespräch so mitgenommen und habt ihr vielleicht noch Fragen? Dann könnt ihr gerne hier auch die Kommentare, je nachdem wo ihr gerade hört, vielleicht ja auch auf YouTube oder Facebook, dann habt ihr uns auch gesehen. Das heißt ja, teilt doch gerne mal eure Gedanken, Fragen, Kommentare und vielleicht auch Wünsche, wenn es noch mal eine Klappe die Zweite geben soll. Und dann freuen wir uns sehr und dir, Lena, vielen Dank für deine Zeit und ich wünsche dir jetzt erst mal noch einen schönen Tag. Lena Busch: Ich danke dir und unseren Hörerinnen und das gleiche. Vielen Dank. Laura Roschewitz: Und wir hören uns wieder bei der nächsten Folge Moin um neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Ciao. Lena Busch: Ciao. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie

  14. Marketing & Verkaufen in einem mit Scham behafteten Business Yvonne Schudel ist Psychologin und Sexologin für Frauen. Im Herzen ihres Businesses steht die Mission, Frauen zu mehr Lust und Erfüllung zu verhelfen. Doch wie arbeitet man mit einem Business, in dem sowohl die Herausforderungen der Kundinnen als auch ihre “Erfolge” ein zutiefst privates und häufig auch mit Scham belegtes Thema sind? Yvonne erzählt in dieser Folge darüber 💙 wie Social Media für sie funktioniert, auch wenn der Algorithmus ihr Thema eher abstraft 💙 warum unsere Sexualität und unsere Bedürfnisse immer noch mit Scham behaftet sind (und warum sich das ändern muss!) 💙 welche Auswirkungen deine Sexualität auf deine Sichtbarkeit im Business hat Hör dir die Folge an und gib uns gern ein paar Sterne oder schreib uns eine Bewertung. "Schluss mit lustlos!" - mit diesen 6 Körperübungen erlebst du deinen Körper auf eine ganz neue Art und Weise. Hol dir hier dein persönliches Übungs-Workbook (für 0 €): https://www.yvonneschudel.com/schluss-mit-lustlos Webseite: https://www.yvonneschudel.com/ Instagram: https://www.instagram.com/yvonne.schudel/ Facebook: https://www.facebook.com/yschudel Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Gretel Niemeyer: Moin, Moin und willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Laura und Gretel. Und ich freue mich ganz, ganz besonders auf diese Folge. Denn heute spreche ich mit Yvonne Schudel darüber, wie es ist, Business zu machen, wenn man nicht Business machen kann, wie jede oder jeder andere. Denn Yvonne ist unter anderem, ich lese es kurz ab, Ermutigerin, Perspektivenwechslerin, Hoffnungsträgerin, Psychologin und Sexologin für Frauen. Und spätestens beim letzten Punkt werdet ihr wissen, warum es eben nicht business as usual sein kann. Moin Yvonne, schön, dass du da bist. Yvonne Schudel: Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Gretel Niemeyer: Erzähl mal, du bist Sexologin für Frauen. Seit wann machst du das? Und worin besteht deine Arbeit da genau? Yvonne Schudel: Ich mache das seit bald zwei Jahren. Vorher war ich als Psychologin unterwegs, als Life Coach und habe vor allem mit den Themen Selbstannahme und Selbstfürsorge gearbeitet. Und da stand dann irgendwann immer mehr das Thema Sexualität im Raum. Und dann habe ich mich ausbilden lassen zur Sexologin und genau arbeite seit fast zwei Jahren auch als oder nicht auch, ich habe mich entschieden, nur noch als Sexologin zu arbeiten, genau. Woraus meine Arbeit besteht? Genau. Ich habe Gruppenräume, die ich öffne für Frauen, wo es um das Thema Sexualität geht, wo wir reden, aber vor allem Körpererfahrungen machen. Und dann arbeite ich im eins zu eins mit Frauen. Und dort geht es immer darum, die eigenen Möglichkeiten der Sexualität noch ein bisschen zu erweitern. Gretel Niemeyer: Und hast du dir in dem, also du warst ja erst als Life Coach unterwegs und hast dich dann, wie du gerade gesagt hast, zur Sexologin ausbilden lassen. Hast du dir in dem Moment, als du die Entscheidung getroffen hast, in diese Richtung zu gehen, schon mal überlegt, dass es schwieriger sein könnte, so ein Business aufzubauen, wegen des ganzen Tabu-Scham-Themas, das drum herum liegt? Oder hast du gesagt, jetzt mache ich erst mal diese Ausbildung und alles andere findet sich? Yvonne Schudel: Genau so! Auf diesem Weg. Ich habe diese Ausbildung angefangen und zuerst eigentlich auch gedacht. Ich mache das vor allem für mich, weil ich mehr lernen möchte, weil ich einfach in meiner Arbeit so ein bisschen mehr auch noch die Möglichkeit haben möchte, das Thema Sexualität anzusprechen. Aber ich habe mir überhaupt nicht überlegt oder so strategisch überlegt, dass ich dann nachher wirklich als Sexologin arbeiten möchte und was das für Auswirkungen dann auch haben kann auf die Business Ausübung. Und dann, als ich dann ja mitten in der Ausbildung war, habe ich einfach gemerkt, hey ich möchte nur noch das machen, weil ich einfach glaube es es ist noch zu wenig ein Thema in unserer Gesellschaft. Das war also plötzlich wieder dieser Punkt, wo ich gedacht habe: Hey, es braucht einfach wie möglichst viele von uns, die anfangen, dieses Thema einer, wie soll man denn sagen, einer Sexualität, die nicht, wenn es nicht, wenn man irgendwo an einen Punkt kommt, wo es nicht mehr so funktioniert, wie man gerne möchte. Nicht ein Problem sehen, sondern Möglichkeiten sehen. Weil bis heute gibt es ganz viele, die im Thema der Sexual Beratung auch arbeiten und immer noch davon ausgehen, wenn man nicht weiterkommt in der Sexualität, wenn man in der Partnerschaft vielleicht Probleme wegen der Sexualität hat, dass es entweder ein Paar-Problem ist oder ein Persönlichkeitsproblem und das ist so einengender und auch sehr schuld behafteter Fokus und den Fokus, den ich habe, was ich gelernt habe ist Sexualität ist Lern-Geschichte. Also alles was wir in unserer Sexualität machen, haben wir gelernt. Und das heißt, wir können auch umlernen, verlernen, neues lernen und das heißt niemals, das mit uns oder auch unserer Partnerschaft etwas nicht stimmt. Und als ich das realisiert habe, da war so wie Hey, diese Stimme muss in die Welt hinaus, das müssen alle hören. Aber vor allem die Frauen müssen das hören. Und dann war einfach klar, ich möchte all meinen Fokus in diese Message hineinstecken. Gretel Niemeyer: Ja, schön. Und wie hast du also du warst vorher als Live Coach unterwegs? Wie hast du das erlebt bzw. welche Einschränkung, welche Veränderung gibt es in der Kommunikation um dein Business? Ist da irgendwas, was dir besonders aufgefallen ist? Yvonne Schudel: Das Spannende ist ja, dass es für mich durch die Ausbildung so normal wurde, über Sexualität zu reden, Worte in den Mund zu nehmen, die andere erschrecken lässt, rot werden lässt. Und so bin ich dann auch in die Arbeit eingestiegen, habe einfach angefangen zu schreiben und zu reden, auch öffentlich. Und das erste, was ich realisiert habe, war, dass Rückmeldungen kamen, die ich vorher nicht hatte. Also ganz viele, die mich dann angeschrieben haben: Wow, das du dich das traust. Du bist mega mutig. Und ich habe so gedacht, mutig? Also es hat sich für mich dann gar nicht mehr mutig angefühlt, weil ich schon halt durch einen Prozess hindurchgegangen bin. Ich habe schon gelernt, über diese Dinge zu reden, aber was jetzt eigentlich tagtäglich sichtbar ist, ist einfach, dass Social Media das Thema Sexualität halt, ja nicht mag und und halt abstraft. Und dem begegne ich schon immer wieder. Also bis jetzt ist mein Account noch nie geschlossen worden, weder Facebook noch Instagram. Aber das kann halt jeden Moment passieren. Und ich versuche immer ja, die Worte, eben die expliziten Worte irgendwie so zu kaschieren, dass der Algorithmus das hoffentlich nicht erkennt. Ich werde heute oder morgen das erste Mal Ads schalten. Ich bin mega mega gespannt, was wir alles verändern müssen, bis die durchgehen. Da kann ich jetzt leider noch nicht noch nicht davon erzählen. Ja so, also ich habe bis jetzt eben so von Seite der Menschen vor allem so: Hey, toll, dass du redest. Ich hätte diesen Mut nicht. Und vonseiten Social Media schon halt. Ja, es ist ein Tabu und das finde ich so schade, weil es eigentlich diese Haltung zeigt. Gewalt darf sehr unzensuriert gezeigt werden, das gibt man den Kindern schon früh und alles, was irgendwie ein bisschen sexuell angehaucht ist, das wird gleich abgestraft, das ist gleich tabu. Also, und das ist irgendwie komisch, weil da gibt man den Kindern schon ganz früh so eigentlich mit Nacktheit, Sexualität ist etwas Schambehaftetes. Gretel Niemeyer: Und vor allem auch Nacktheit der Frauen. Also weil da ist ja auch immer wieder so die Diskussion Männer oben ohne kein Problem bei Frauen, das ist ein riesen, ein riesen Aufschrei. Du hast schon von Social Media geredet. Einerseits ist oder bzw. vom Algorithmus geredet. Einerseits ist natürlich dieses okay, welche Worte darfst du benutzen? Kannst du benutzen, um gar nicht gesperrt zu werden? Und so weiter. Andererseits ist es ja natürlich aber auch so, dass vielleicht gerade Menschen, Frauen in deinem Fall die deine Hilfe brauchen. Sich schämen zu kommentieren, unter deine Posts zu schreiben. Und so weiter. Und wir wissen ja auch, dass der Algorithmus davon liegt. Oder dass der Algorithmus entscheidet, was relevant ist. Je nachdem wie viele Interaktionen passieren usw. Wie gehst du denn damit um, dass das eben so ein Thema ist, wo ich jetzt nicht sagen würde: Ja, ich hatte das Problem auch oder auch ja nee, hier ist alles super gut und Sexualität läuft. Also es ist ja einfach generell ein Thema, über das wir gelernt haben, uns nicht zu äußern bzw. jetzt erst neu lernen darüber zu reden, weil uns zum Teil auch die Vokabeln fehlen. Ganz klar. Yvonne Schudel: Definitiv. Ja, spannend. Also ich versuche halt immer möglichst, wenn ich Fragen stelle oder ich versuche möglichst oft Fragen zu stellen und dann die Fragen so auch zu stellen, dass man eben nicht sich schämen müsste. Und klar, immer mal wieder stelle ich schon eine Frage, wo ich meine Community auch ins Nachdenken bringen möchte. Und da bin ich mir aber auch bewusst, dass da dann nicht wirklich kommuniziert wird, dass da wahrscheinlich nicht viel kommt. Aber trotzdem, es gibt auch große Accounts, die mit dem Thema Sexualität unterwegs sind und da wird sehr viel kommentiert. Also ich glaube, es ist auch so ein bisschen ein Wachsen der Community, ein Mitnehmen der Community, Hineinkommen als Community in dieses: Hey, es ist okay, über Sexualität zu reden. Und das heißt ja nicht gleich, dass man das Innerste nach außen kehren muss. Aber es ist mein Ziel, dass meine Community auch lernen darf. Sexualität ist etwas Normales und wir alle sind auf einem Weg. Also nur weil ich jetzt die Sexologin bin und weil ich viel gelernt habe über all die Jahre, wie unser Körper sexuell funktioniert, wie wir unsere Räume erweitern können, sprich, wie wir unsere Erregung besser modulieren und beeinflussen können, wie wir einen Orgasmus haben können. Heißt das nicht, dass ich alles kann. Also auch ich bin auf einem Weg. Und das hat für mich ganz viel mit dem zu tun, dass ich mich auch verletzlich mache, dass ich mich auch zeige und eben zeige, hey wir sind alle auf einem Weg. Wissen und es dann anwenden können sind zwei Paar Schuhe und wir sind auch immer wieder in verschiedenen Lebensphasen und Sexualität hat ganz viel damit zu tun, wie es uns auch sonst geht. Ja genau. Ich glaube, es hat ganz viel mit eben mit Lernen auch zu tun und da merke ich, dass meine Community am Lernen ist. Also ich bekomme definitiv viel mehr Rückmeldungen, oft als DM, als Nachricht direkt, aber auch immer mehr auf den Posts. Und da glaube ich einfach, das macht mich mutig und hoffnungsvoll, dass da auch immer mehr Interaktion kommen wird. Weil eben genau wir wachsen miteinander. Meine Community und ich. Gretel Niemeyer: Glaubst du? Und das ist jetzt einfach mal so eine Neugierdefrage? Glaubst du, dass wir Frauen besonders darauf trainiert sind, uns zu schämen oder Scham zu empfinden? Ich frage das, weil jetzt ja gerade auch dieser Prozess erst beginnt. Bzw. wie ich gerade gelesen habe, wir sollen nicht mehr von Schamhaar und Schamlippen reden, sondern der richtigere Begriff wären Vulva Lippen. Jetzt habe ich sogar gelesen, Stolz Lippen um das einmal komplett umzudrehen. Gretel Niemeyer: Und natürlich haben auch Männer Schamhaare. Aber ich frage mich: Sind wir Frauen aus bestimmten Gründen besonders darauf trainiert? Oder sollen wir uns eher schämen als Männer? Weil auch da sieht man das ja schon bei Kindern, dass Jungs mit ihrem Penis durch die Welt laufen und das alles gut und daran rumspielen. Und bei Mädchen habe ich nach wie vor das Gefühl ist es noch schambehafteter. Da wird sogar manchmal von der Schmuckschatulle geredet und ich falle echt vom Glauben ab. Wie sind da deine Erfahrungen? Yvonne Schudel: Also der erste Punkt ist eigentlich, du hast gefragt oder haben Frauen mehr Scham? Und hier weiß man aus der Wissenschaft. Nein, Männer und Frauen haben gleich viel Scham, aber nicht in den gleichen Themen. Und das ist wichtig zu unterscheiden. Also Scham als Thema betrifft beide Geschlechter, aber nicht an den gleichen Punkten. Also Männer haben viel mehr Scham, wenn es um Leistungsfähigkeit geht. Also von Männern wird erwartet, dass sie stark sind, leistungsfähig, dass sie das Leben im Griff haben. Und dort ist Scham, wenn eben mal das Leben nicht mehr im Griff ist. Sich verletzlich zeigen, keine Kraft haben, vielleicht nicht diesen Erfolg haben, den man erhofft hat. Das ist die Scham, bei den Männern nicht so dieser Hero sein zu können, den man halt immer sein wollte. Und bei den Frauen ist Scham Thema Nummer eins der Körper. Und das hat ganz viel mit der Sozialisierung zu tun, also mit dieser patriarchalen Gesellschaft, in der wir aufgewachsen sind, die uns Frauen immer mehr in diese Rolle gedrängt hat, dass wir begehrenswert zu sein haben. Uns wurden ja alle Rechte entzogen, alle. Und die einzige Aufgabe von Frauen bestand eigentlich nur noch darin, Kinder zu gebären, Kinder großzuziehen und dann den Mann zu befriedigen. Und das hat sich ganz, ganz tief natürlich in unserer DNA eingraviert. Wir haben begehrenswert zu sein, sprich wir haben schön auszusehen, so dass wir dem Mann gefallen, weil wenn wir nicht gefallen, dann sind wir schutzlos. Und obwohl das heute nicht mehr so extrem ist, wir sind heute nicht per se schutzlos, wenn wir nicht mehr dem Stereotyp der attraktiven Frau entsprechen, wie schlank, groß, geschminkt, sexy, eng angezogen, High Heels. Aber die Ängste, die sind immer noch die gleichen. Was das in uns drin ist, diese Angst immer noch. Wenn ich nicht begehrenswert bin, dann passiert etwas. Und das zeigt sich dann aber nicht nur in der Sexualität. Das zeigt sich im ganzen Leben. Also ich glaube jetzt gerade wir auch, die wir Business aufbauen, dass wir uns auch mal fragen, wie wir betreiben wir auch unser Marketing? Also haben wir auch dort immer noch ganz stark diesen Drang, begehrenswert zu sein, weil wir wollen ja, dass Menschen unsere Produkte kaufen. Aber können wir dort auch hin stehen und wer wir sind? Können wir so Marketing anfangen zu betreiben, wie wir es möchten, wo unser Begehren ist, so wie wir uns gerne zeigen möchten. Und dort merkt man auch, dass Sexualität in alle Lebensbereiche schlussendlich hineingeht. Gretel Niemeyer: Ja. Yvonne Schudel: Aber zurück zu deiner Frage. Wir sind als Frauen schon stark sozialisiert worden, dass wir ganz viel Scham bezüglich unseres Körpers haben, dass wir sehr stark fokussiert sind. Wie sieht das außen aus? Und darum haben wir verlernt zu spüren. Wie fühlen wir uns eigentlich dabei? Es war über Jahrhunderte nicht wichtig. Es hat uns niemand gefragt: Wie geht es uns? Gretel Niemeyer: Solange wir funktioniert haben. Yvonne Schudel: Solange wir Kinder geboren haben, Essen auf dem Tisch war und dann am Abend verfügbar waren, haben wir geliefert, was von uns erwartet wurde. Ja, und jetzt ist eine neue Zeit angebrochen und es wird immer mehr möglich, auch uns zu fragen: Wie geht es uns eigentlich? Und das ist gar nicht so einfach. Das können viele Frauen nicht gut beantworten. Und da merke ich auch jetzt, seit ich eben diese Ausbildung zur Sexologin absolviert habe und die Tools habe, um mit dem Körper zu arbeiten. Dass das extrem hilfreich ist, über den Körper anfangen zu sagen, wie geht es mir eigentlich? Oft ist es einfacher, so eine Art Schmerz, gerade mein Arm oder ich spüre irgendwie so flatternder Puls in meiner Brust und dann an die Gefühle heranzukommen. Gretel Niemeyer: Du hast auch, und das möchte ich noch mal betonen, weil du das ein paar Mal schon gesagt hast. Du hast ja am Anfang auch von Körperübungen geredet, die ihr in deinem Programm macht, in den Gruppen Übungen. Noch mal ganz für alle, alle sind angezogen. Es sind keine äh, keine Körperübungen, gemeinsame Übungen, vor denen man irgendwie Angst haben müsste. Vielleicht magst du darauf noch mal eingehen, weil auch da werden ja manchmal in deinem Business Fragen gar nicht erst gestellt. Oder man hört dann irgendwie was. Man macht sich seine eigene Geschichte und traut sich vielleicht gar nicht, die richtigen Fragen zu stellen. Was bei einem Business Coach, wie mir gar nicht das Problem wäre. Genau. Ich muss das gerade mit so einem Grinsen erzählen, weil du das so ein paar Mal in unserer gemeinsamen Arbeit erzählt hast, dass da Missverständnisse aufkommen können. Gretel Niemeyer: Ja, danke für diese Steilvorlage. Ja, definitiv. Definitiv. Das ist super, dass wir das ansprechen. Wer mir jetzt gerade in dem Moment so nicht in den Sinn gekommen. Aber das ist genau der Punkt. Und ich finde, so in der Sexualität zeigt sich das extrem gut. Aber es passiert uns ja auch in anderen Lebensbereichen. Wenn wir nicht wissen, dann vermuten wir, wir haben sofort Bilder. Zu allen Themen haben wir sofort Bilder, also auch viele Missverständnisse die in der täglichen Kommunikation entstehen. So, wir haben ein paar Bruchstücke an Kommunikation und dann füllen wir den Rest aus und dann denken wir zu wissen, aber wir wissen gar nicht. Genau und wenn es um das Thema Körperübungen geht, immer, auch wenn man, also man ist es sowieso schon, ich glaube, das ist schon hilfreich, dass ich alles online anbiete, alle, eigentlich alle, meine Kolleginnen, die arbeiten face to face, offline. Da sind vielleicht die Ängste nochmals höher, aber wirklich in all meinen Formaten Niemand zieht sich aus. Man zeigt nichts voreinander, was irgendwie in den Intimbereich geht. Es kann schon mal sein, dass ich auch Übungen anleite, die intimer sein könnten. Aber dann ist ganz klar, dann wird Bildschirm ausgeschaltet, da wird Ton ausgeschaltet, da ist jede dann für sich alleine. Und das mache ich nur in ganz geschützten Räumen, wo die Frauen auch schon mit mir unterwegs waren, wo sie gut vorbereitet werden. Aber ansonsten sind das alles Übungen, wo es darum geht, den eigenen Körper besser spüren zu können. Und vielleicht ein kleines Beispiel. Wenn ich darf. Es ist wirklich ein gutes Beispiel. Aber wenn wir unseren Arm, den einen Arm ganz fest anspannen, eine Faust machen und jetzt nehmen wir die andere Hand und fangen an, diesen Arm und diese Hand zu berühren und dann das mal wahr zu nehmen. Und wirklich so ganz, ganz fest anspannen und dann lösen wir die Hand. Wechseln. Nehmen diesen Arm und lassen den völlig entspannt und berühren jetzt. Das ist natürlich Schnelldurchgang, für das brauchen ein bisschen mehr Zeit, aber das sind andere Wahrnehmungen. Wenn man einen angespannten Körper berührt, nimmt er anders wahr, als wenn man einen entspannten Körper berührt. Und dann frage ich, was ist der Unterschied? Zuerst gebe ich Anleitungen. Mal ganz mit wenig Druck berühren, mit viel Druck berühren, großflächig berühren. Und ihn frage ich, wie fühlt sich das an? Was hat dir besser gefallen? Hat das vielleicht Gedanken ausgelöst? Oder irgendwelche Bilder und Emotionen? Oder wir machen eine Übung, wo wir aufstehen und einfach mal schauen, wie stehe ich eigentlich da? Und wenn ich ein bisschen etwas in meiner Haltung verändere, vielleicht mehr Anspannung in den Körper rein nehme oder ein bisschen schiefer stehe oder mein Becken ein bisschen anders platziere. Was macht das mit meiner Wahrnehmung? Und es geht immer darum, wie fühl ich mich in meinem Körper drin und wie kann ich über ganz kleine Veränderungen von Anspannung oder Entspannung, von Bewegung, Atmung etwas verändern darin, wie es sich anfühlt? Und dann können wir lernen herauszufinden, was uns eigentlich gefällt. Und das hat gar nichts Anrüchiges, sondern ganz viel damit zu tun, bei uns selbst anzukommen und aus diesem Funktionieren, wo wir alle drin sind. Wir sind uns so gewohnt, im Kopf unterwegs zu sein. Immer das nächste, das nächste, das nächste. Und gerade wenn wir selbstständig sind, die To Do Liste, die wird ja nie kleiner und dann mal laut auszusteigen aus dem Kopf und wieder mal anzukommen in uns drin. Darum geht das. Das ist Sexualität. Gretel Niemeyer: Das war eine sehr gute Veranschaulichung der Körperübungen, fand ich. Fand ich super. Ich danke dir. Ich habe noch eine Frage, weil es ja darum geht wie machst du anders Business? Und zwar ist es das Thema Empfehlungen bzw. Testimonials. Ich sage ja immer sehr gerne, dass so Empfehlungen, Testimonials eins der wichtigsten Tools eigentlich ist um zu verkaufen. Weil klar, wenn jemand sagt: Hey, mit der Yvonne, mit der Gretel, mit der Laura, wem auch immer zu arbeiten ist toll, die hat mir da und dabei geholfen. Dann macht es das natürlich deutlich einfacher. Und es ist halt schon so, dass jemand einfach gesagt hat: Hey, die ist gut und mit der erreichst du deine Ziele. Nun ist das auch wieder anders, glaube ich. Aber vielleicht irre ich mich in deiner Arbeit als Sexologin, als in meiner Arbeit als Business Coach. Weil auch da kann ich mir vorstellen, dass man wahrscheinlich eher weniger mal sagt: Hey, ja, also ich hatte auch das und das Problem. Und dann bin ich zu Yvonne gegangen und das war gar kein Thema. Oder auch einfach dir Testimonials zu geben für deine Website mit Foto, Name und allen Pipapo. Irre ich mich oder ist das ein Thema? Yvonne Schudel: Beides. Ich mache eine ganz spannende Erfahrung. Für mich ist ganz klar. Alles, was bei mir stattfindet, wird wirklich highly confidential behandelt von meiner Seite. Und ich versuche definitiv überall immer davon auszugehen, ich schütze die Privatsphäre der Person, weil das etwas ist, was nicht öffentlich sein soll. Noch viel mehr, als man das als Business Coach macht. Also das ist tägliches Brot von mir. Wirklich alles wird auch, ich frage auch ganz viel nach: Wie geht es dir jetzt dabei? Ist das okay für dich? Das Spannende ist auch, wenn es um Testimonials geht. Ich sage immer: Hey, ich wäre mega froh um Feedback oder Hey, du hast heute so was Spannendes erzählt, kannst du mir das kurz nochmals in Worte fassen? Darf ich das gebrauchen? Aber ist im Fall absolut okay, wenn ich das anonym gebrauchen darf. Das Spannende ist, dass viele der Frauen, die dann wirklich so ein Prozess mit mir gegangen sind, am Schluss sagen: Hey, du darfst meinen Namen reinnehmen. Also es möchten gar nicht so viele eigentlich total anonym sein. Also Vorname darf ich schon bei ganz vielen gebrauchen, aber auch immer mehr jetzt wirklich Vor und Nachnamen. Und ich glaube einfach, es hat damit zu tun, weil die Arbeit mit der eigenen Sexualität Selbstsicherheit fördert. Also eigentlich ist es für mich wie ein Kompliment, wenn eine Frau am Schluss sagt: Hey, du darfst mein Testimonial mit meinem ganzen Namen gebrauchen, dann denke ich, boah ich habe meine Arbeit gut gemacht. Diese Frau ist so sicher geworden in sich und hat das Tabu, das die Gesellschaft über uns erlegen will, dass Sexualität tabu ist. Und wenn man an der Sexualität arbeitet, dann stimmt irgendetwas nicht. Aus diesem Tabu ist sie ausgestiegen. Also wir sind sehr weit gekommen eigentlich in der gemeinsamen Arbeit und das freut mich extrem. Aber ich finde es auch absolut okay, wenn es anonym ist, weil ich finde, es zeigt dann auch den Frauen, die kommen möchten: Hey, da ist ein geschützter Raum. Die, die Yvonne, die nimmt das ernst mit diesem, man muss nicht immer dann mit Namen auftreten, man muss nicht sich in der Öffentlichkeit zeigen. Gretel Niemeyer: Cool. Und jetzt super Überleitung eigentlich tatsächlich auch gewesen. Du sagst ja, du unterstützt deine Frauen dabei bzw. du bist die Verbündete, damit sie die Frau ihrer kühnsten Träume werden können. Wie machst du das genau? Wie kann man mit dir arbeiten, Yvonne? Yvonne Schudel: Ich habe verschiedene Gefäße. Ich habe am Anfang schon kurz erwähnt, dass ich Gruppen Gefäße habe und eins zu eins Gefäße. Genau eins zu eins kann man jederzeit mit mir anfangen zu arbeiten. Und da gibt es das Gefäß des Deep Pleasure Journey. Das ist eine zehn Wochen Begleitung, wo man mit eins zu eins Call und Message Support mit mir unterwegs ist. Oder es gibt Gruppen Gefäße. Im Herbst startet wieder mein Gruppen Programm Unlock Your Pleasure. Da ist man acht Wochen mit mir unterwegs, kriegt ganz viele Fundamentals sozusagen mit. Also da geht es ganz viel, um was wir jetzt schon geredet haben, über dieses, über diese Tabus, über diese Scham. Es geht über Anatomie. Viele wissen gar nicht so genau, was gehört eigentlich alles zu meinem Genital? Wie sagt man denn alles? Das hast du ja schon angesprochen. Darf man noch Schamhaare, Schamlippen sagen? Was gibt es für bessere Worte? Und dann machen wir ganz viele Körperübungen. Also ganz viel auch lernen, den eigenen Körper zu spüren. Genau. Und im Moment gibt es dann ein Fortführen des Gefäßes. Nur für Frauen ist die entweder schon mit mir im eins zu eins oder in der Gruppe gearbeitet haben, aber wo ich mir vorstellen kann, dass ich das irgendwann mal auch für die Allgemeinheit öffne, das ist Königin meines Raumes. Das ist ein offener Raum das ganze Jahr hindurch, wo wir uns alle zwei Wochen treffen, um dranzubleiben beim Thema, weil das ist so sehe ich so als einer der ganz, ganz großen Knackpunkt. Also wir beschäftigen uns mal ein bisschen mit unserer Sexualität und dann kommt der Alltag wieder, vergessen wir wieder und dann fällt alles wieder so hinten runter. Und das ist mir so ein Anliegen, dass wir lernen dürfen als Frauen, dass das unsere, unsere Lust, unsere pleasure. Ich finde das es noch ein schöneres Wort Raum haben darf in unserem Alltag und da möchte ich Räume schaffen. Genau das sind im Moment meine Angebote. Also wenn jemand Interesse hat, darf sie sich gerne gerne melden bei mir und dann können wir schauen was passt. Gretel Niemeyer: Ja, kann ich nur sehr empfehlen. Meldet euch bei Yvonne. Ganz, ganz toller Mensch, ganz viel Wissen dahinter. Und eben diese Leidenschaft, die Sexualität der Frauen aus dem Tabu rauszuholen, damit ihr euer, euer Leben so leben könnt, wie ihr es wollt. Yvonne, ich danke dir wahnsinnig für diese Einblicke in dein Business einerseits in deine Arbeit und aber eben auch darin, wie du das verkaufst, vermarktet usw und was für Unterschiede es da zu anderen Business gibt. Vielen lieben Dank. Yvonne Schudel: Danke. Durfte ich hier sein. Yvonne Schudel: Und euch vielen Dank wie immer fürs Zuhören. Ich freue mich, wenn ihr uns noch ein paar Karma Punkte, Likes usw gibt oder gern auch eine Bewertung schreibt. Und dann hören wir uns bei der nächsten Folge Moin um Neun. Foto Gretel: Kareen Kittelmann Fotografie

  15. Tief und klar – wie ein guter See! 🍉🥤️ Wir läuten offiziell den Sommer ein und gönnen euch eine tolle Duo-Folge💧😎 🍓 Darf man als Selbstständige einen Monat frei haben? 🍓 Und, wie wirkt es, wenn wir über Überforderung sprechen? 🍓 Kann ich mich mit meiner Migräne zeigen? 🍓 Und, ist es ein Zeichen von Scheitern, wenn wir offen erzählen, dass wir manche Dinge nicht so umgesetzt haben, wie sie geplant haben? Diese und viele weitere Themen hauen Gretel & Laura in der heutigen Folge auf’s Tablett. Mit einer großen Portion Ehrlichkeit, einer dicken Scheibe Verletzlichkeit und vor allem viel Authentizität nehmen wir euch in dieser Folge mit hinter unsere ganz persönlichen Kulissen! Ab dieser Folge geht Moin um Neun in eine Sommer-Ruhe, aber keine Pause! Es wird ab sofort jede Woche noch eine Folge geben! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Halli Hallo, moin moin zu einer neuen Folge Moin um Neun. Gretel Niemeyer: Es ist immer besonders schön und wir hatten das jetzt wirklich lange nicht, wenn Laura und ich zusammen eine Folge aufnehmen und wir uns zu Beginn kurz tief in die Augen schauen und überlegen, wer von uns beiden wohl die Einleitung machen wird. Heute war es Laura. Also willkommen zu Moin um Neun, einer Folge endlich mal wieder einer Duo Folge von uns beiden. Gab es sehr, sehr wenig in letzter Zeit. Ich freue mich wahnsinnig, liebe Laura. Laura Roschewitz: Ja, ich freu mich auch. Und ich habe wirklich gerade kurz nachgedacht. Ich weiß nicht, was die letzte Folge von uns zusammen war. Asche auf mein Haupt. Aber ich weiß, dass es mal wieder Zeit ist, denn es wird jetzt im Anschluss auch erst mal nicht so schnell wieder eine geben, weil wir mit dieser Folge hier auch ein bisschen die Podcast und Laura und Gretel Sommerzeit einläuten werden. Denn vielleicht habt ihr es gemerkt die Temperaturen gehen hoch und der Wunsch nach Wassermelone, Eis und irgendwo am See sitzen geht bei uns auch hoch. Erdbeeren nicht zu vergessen und dementsprechend wird sich ein bisschen piano werden in der nächsten Zeit. Aber darüber wollen wir jetzt mal eine Runde schnacken. Vielleicht machen wir mal so mega oldschool, wie wir es früher gemacht haben bei Moin um Neun so ein Intro. Wie geht es dir denn, Gretel? Das haben wir eine Zeit lang gemacht. Wie ist es denn so? Wie ist das Leben? Gretel Niemeyer: Wahnsinnig lustig, weil wir da auch wieder beide den gleichen Gedanken hatten. Ich habe kurz überlegt, ob ich dir über WhatsApp schreibe. Lass mal einen Check in machen. Mir geht es gut und mir geht es viel, würde ich sagen. Also es war ein sehr, sehr, sehr, sehr vollgepacktes erstes Halbjahr. Ich hatte viel auch so mit Migräne usw. zu kämpfen, bin gerade dabei ein paar Stellschrauben zu drehen, damit es mir besser geht, auch wieder neu zu lernen, die richtigen Pausen zu machen. Und so weiter und so fort. Bin aber, wir haben ja gerade den 30. Juni, wo wir das aufnehmen, wahnsinnig stolz darauf, was wir im letzten halben Jahr wieder so gewuppt und erreicht haben. Wir sind als als Laura und Gretel persönlich gewachsen. Wir haben eine GbR gegründet und jetzt zusammen auch endlich ein Bankkonto, ein gemeinsames. Wir haben ein Team aufgebaut, auf das wir uns wahnsinnig gut verlassen können. Und ja, also ich würde sagen, wir sind einen riesigen Schritt weitergekommen und ich freue mich jetzt ehrlicherweise sehr auf eine Sommerpause und wie du sagst, ein bisschen Piano machen. Ich weiß aber auch, dass ich in der Zeit die Energie und die Ideen wieder sammeln werde, um weitere geile Formate wieder durchzuführen. Wie zum Beispiel dieses wahnsinnige Coffee Speed Networking mit 150 Leuten, die daran teilgenommen haben. Kleine Notiz am Rande 04.08. nächster Termin. Meldet euch an, wenn ihr noch nicht dabei sein. Aber genau. Also ich glaube, dieser kleine Monolog zeigt schon, es ist einfach wahnsinnig viel passiert. Es ist wahnsinnig cool und wir dürfen lernen und uns daran erinnern, eben auch immer gut auf uns aufzupassen, weil wir einfach Dreh und Angelpunkt unseres Businesses sind. Und in diesem Sinne schmeiß ich mal den Ball zu dir rüber, die du kurz vor einer einmonatigen Auszeit stehst. Was ist da los? Und wie geht's dir, liebe Laura? Laura Roschewitz: Ja, es klingt ein bisschen, als würdest du über einen anderen Menschen reden, wenn du das sagst. Ähm, ja, tatsächlich, es geht mir viel. Würde ich auch erst mal so unterschreiben. Also ich finde auch das ja Wahnsinn, 30 Juni, das erste Halbjahr sozusagen, ist vorbei und ich blicke auch auf wahnsinnig wilde Monate zurück. Also angefangen bei unserem gemeinsamen Projekten Podcast. Der Podcast hat sich so toll entwickelt. Wir haben so viele Zuhörende, einmal ein Hello und Thank you an euch raus. Es macht uns große Freude. Ähm und unsere tolle Mastermind Smash it, die sich irgendwie weiterentwickelt hat, die wir weiterentwickelt haben, wo wir die Stellschrauben noch mal neu gedreht haben, immer wieder immer dranbleiben, dass wir uns neue Strukturen geschaffen haben. Und ja, das war nicht immer schön für mich und das wird wahrscheinlich auch nicht immer schön sein, aber es ist so wichtig und so, also so ja irgendwie Horizont erweiternd. Und gleichzeitig bin ich aber auch einfach sehr erschöpft. Also mein letztes Jahr war insgesamt also auch schon seit 2021 eigentlich von so viel Veränderungen geprägt, dass ich sagen würde, das einzige Konstante war die Veränderung und ich habe einfach total Sehnsucht nach Zeit, also dass ich einfach mal so in den Tag hineinleben kann. Und wie du schon gesagt hast, ich bin mir auch sicher, dass da auch Business Themen aufkommen werden. Und ich bin jetzt auch nicht der Mensch, der sagt, ich nehme mir jetzt einen Monat und darf da nicht arbeiten und so, sondern es ist eher so, dass ich mal mit Zeit auf Dinge gucken möchte, auf mich selbst, auf meine Arbeit, auf meine Beziehung, auf alles. Und einfach mal so ein bisschen beobachten möchte, was dann so passiert in dieser Zeit. Ich kenne das ja gar nicht mehr und freue ich mich darauf, ja. Habe ich Mörderrespekt davor? Ja. Ich denke auch so "Oh mein Gott". Ich bin so gewöhnt, so einen durchgetakteten Tag und so durchgetaktete Woche zu haben, dass ich jetzt, je näher es rückt, mich auch manchmal frage, "Und wie wird das dann? Oh gott oh gott." Es ist beides. Und ich bin einfach neugierig und freue mich wirklich auf eine längere Zeit als drei, vier Tage, wo ich einfach mal nicht genau weiß, was passiert. Ich habe auch nichts geplant. Ich habe keinen Urlaub geplant. Ich habe keine Reisen geplant. Ich habe keine Hobbys geplant, keine Kurse belegt. Sondern ich möchte einfach mal in den Tag leben. Gretel Niemeyer: Ich finde das also, was wir ja auch immer wieder sehen, sei das jetzt mit unseren eins zu eins Kundinnen, sei das mit unseren Smashies, sei das sehr, sehr stark auch an uns selbst, ist halt dieser Punkt, dass wir verlernen, ein bisschen in unserer Leistungsgesellschaft einfach zu sein, nichts zu machen, dass wir vielleicht auch am Anfang der Selbstständigkeit das Gefühl hatten, wir mussten sehr, sehr rödeln. Wir mussten sehr viel anschieben, wir mussten sehr viel einfach in die richtigen Bahnen lenken. Und dass wir dann, wenn wir Freizeit haben, gar nicht so richtig wissen, was wir damit anfangen sollen. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, das ist auch so ein Mindfuck Ding oder auch so ein Ding, wo ich am Anfang dachte, da kannst du doch nicht drüber reden, da zeigen dir die Leute doch einen Vogel, wenn du sagst, ich habe jetzt Freizeit, ich weiß gar nicht, was ich machen soll. Weil ehrlicherweise ist es ja dann auch oft so, ich könnte jetzt aufräumen, was organisieren, das, das, das oder selbst hobbymäßig, ich könnte an den See baden gehen, ich könnte ein Buch lesen, ich könnte ein Hörbuch hören, ich könnte den Podcast hören, ich könnte Yoga machen. Und während man noch in dieser Entscheidungsfindung ist, ist der Slot an Me Time meistens dann auch schon wieder vorbei. Und ich finde, du sagst ja oft sehr schlaue Sachen, dass heute auch. Gretel Niemeyer: Wenn ihr uns jetzt nicht sehen könnt. Ihr habt gerade verpasst, wie sich Laura sehr selbstzufrieden einmal durch die Haare gestrichen hat mit einem Ich-weiß Gesichtsausdruck. Ähm, also du hast vorhin etwas sehr, sehr Schlaues gesagt und das war so ungefähr, wenn wir immer rödeln, wenn wir immer bergauf Dinge anschieben und immer den Stein, den Berg hoch schieben, dann fällt uns irgendwann oder fühlt sich geradeaus fahren schon an wie bergab. Vielleicht kannst du das nochmal ein bisschen mehr erläutern oder das Zitat, was ich gerade zitiert habe noch mal richtig rücken. Laura Roschewitz: Ich habe es mir auch irgendwo geklaut. Es kommt nicht von mir. Ich habe den Impuls irgendwo übernommen, ich weiß nicht mehr wo. Aber das ist wirklich, was du auch gesagt hast. Ich finde, was wir Selbstständige und was ich auch gut kann und was wir finde ich auch als Team super gut können ist neue Sachen in die Welt bringen, Hauruck mach mal sagen okay, komm, das ist jetzt ein bisschen schwierig, aber das schaffen wir schon irgendwie. Und uns weiterentwickeln und das ist immer so ein noch das machen. Also noch einen Schritt weitergehen, noch einen und es kann, es muss gar nicht so ein, nicht unbedingt Optimierung sein, sondern es kann auch so ein es darf doch jetzt leichter gehen oder so, also wir sind so darin total trainiert, uns neu zu erfinden, neue Dinge zu machen. Und ich beobachte das auch an mir. Nicht zuletzt durch die Pandemie musste ich nochmal fast komplett von vorne anfangen mit meinem Business. Ich meine, ich bin schon jetzt doch ein paar Jahre in Vollzeit selbstständig, aber eigentlich hat 2020 das noch mal neu angefangen mit dem virtuellen Arbeiten. Ich bin nicht mehr in Hamburg in Firmen und mach da Trainings und das ist so was, wo ich merke oder was dieses Zitat für mich bedeutet. Wir sind sehr gut darin, den steilen Berg hoch zu rollen, aber ich bin mittlerweile nicht mehr so gut darin, ihn auch mal liegen zu lassen oder ihn mal gerade zu rollen. Weil dieses gerade Rollen fühlt sich einfach schon nach ich sage es mal in einem krassen Wort fühlt sich schon so ein bisschen nach Versagen, nach bergab, nach Scheitern an, glaube ich manchmal. Oder einfach nicht gut genug sein. Und ich möchte das im zweiten Halbjahr, so viel kann ich schon mal spoilern, möchte ich üben, dass die Prozesse und die Dinge, die wir alle angeschoben haben, als Selbstständige, ich als Selbstständige auch mal ein bisschen in ruhigere Bahnen kommen können und ein bisschen Ernte einfahren. Ein bisschen, das wird schon auch noch bergauf gehen. Aber vielleicht nicht mehr jeden Tag und immer, sondern vielleicht in Etappen. Gretel Niemeyer: Und eine Frage, die ich jetzt auch immer wieder so sehe auf Social Media ist auch so was wie, To Instagram or not to Instagram. Also so die Frage: Darf ich jetzt eigentlich zwei Wochen weg sein? Darf ich jetzt mal nichts posten? Was sagt der Algorithmus dazu? Und so weiter und so fort. Hat die Jessica von meinen Storys auch einen super Post dazu gemacht gerade, weil sie sagt es geht halt beides. Es hat beides so sein Für und Wider. Ähm und ich habe mich da auch so gefragt, wovon wollen wir eigentlich unser Leben bestimmen lassen? Na also, wollen wir sagen okay, wir richten uns jetzt nach irgendeinem dubiosen Algorithmus aus, der mir dann vielleicht zehn Follower klaut oder fünf dazu gibt. Na wo ja, Monetarisierung oder Geld machen mit Instagram Followern dann noch der nächste Schritt ist aber wirklich so die Frage: Worum geht es eigentlich? Und da finde ich auch so was wie. Ja, so wie die Planung, die wir jetzt gemacht haben, wie die Monats Reflexion, die wir auch in Smash it regelmäßig machen, dass wir noch mal innehalten und uns manchmal auch mal fragen: Und wozu mache ich das eigentlich? Und was bringt mir das eigentlich? Und welches meiner Bedürfnisse deckt das hier gerade? Ja, weil ja fand ich es auch super spannend heute. Das eine Smashie gesagt, mein Business läuft super gut, aber ich habe das Gefühl, ich muss auch bei Instagram sein und das überfordert mich total. Und ja, da auch wieder so ein Plädoyer für, überleg dir mal, was du brauchst für dein Business? Was dir gerade gut tut, welche Stellschrauben es wirklich braucht, an denen du drehen kannst und solltest. Und ja, so ein bisschen die eigene Meinung oder Eigenes, ein eigenes Verständnis für sich selbst und eigene Business wieder zu haben oder zu lernen ist mega wichtig aus meiner Sicht. Laura Roschewitz: Total und ich merke, dafür brauche ich Pausen. Also ich brauche da mal so Momente, weil im Daily Doing neige ich dazu, mir sehr sehr viele Termine rein zu ballern. Und ich glaube, ich kann das auch ganz gut so ich bin so ein Mensch, ich ich mag das auch. In a way mag ich das. Aber diese Pausen müssen regelmäßiger und also das ist so ein Wunsch fürs zweite Halbjahr und jetzt auch für diesen Juli, das, dass ich mehr von diesen Pausen habe und wieder unterscheiden lerne. Und das finde ich super spannend, was du gerade erzählt hast, weil aus der Suchtforschung kennt man das ja mit Wanting und Liking, also ist das was, was ich wirklich mag. Weil ich das, also mag ich Instagram, um jetzt mal auf die Person. Also mag ich das wirklich so Videos zu machen und so? Es gibt ja Menschen, die mögen das. Es gibt Menschen, die finden das total doof. Oder ist es eine Wanting, weil ich das Gefühl habe, ich muss das irgendwie machen? Also es ist so ein wie ein Druck, da ist dann halt gleich ein Druck da. Und das finde ich, ist für mich auf jeden Fall ein Vorhaben, dass ich mal die Lupe nehme und gucke, wo in meinem Business, wo in meinem Leben? Habe ich eigentlich so Liking Momente? Was mag ich eigentlich wirklich? Und du hast zum Beispiel gerade von unserem legendären Coffee Speed Networking gesprochen, wo ich denke Ja, das hat so viel Spaß gemacht, da habe ich einfach so Bock drauf. Oder gerade unsere tolle Quartals Planung mit den Smashies, diese Mastermind. Das macht mir so viel Freude und ich will aber auch ehrlich sein, es gibt auch genug Dinge in meinem Business Alltag, die mir nicht so viel Freude machen, die ich eben eher warnte. Und da möchte ich mich mehr mit auseinandersetzen und zwar nicht als ich muss mich am ersten Tag meiner Auszeit da hinsetzen und muss das machen, sondern ich möchte das mal entstehen lassen, dann gucken, wo zieht es mich eigentlich hin und wo kann ich Dinge auch loswerden, abgeben, ganz abtreten? Wie auch immer, sowohl privat als auch als als Unternehmerin. Gretel Niemeyer: Ja, was ich ganz, ganz cool finden, was wir ja auch immer gerne machen, dass noch mal so ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern und eben auch erzählen, was für Sachen bei uns nicht funktioniert haben oder was für Sachen wir uns ganz anders vorgestellt haben. Oder wo wir vielleicht selber vom Erfolg so ein bisschen überrascht waren. Und auch da wieder anschließend an diese Quartals Planung, heute hat eine andere Smashie auch gesagt, na ja, aber wie ist das denn, wenn ich mir jetzt bestimmte Aufgaben, bestimmte Themen zu bestimmten Zeiten rein packe und ich habe dann gar keine Lust darauf in dem Moment oder es passt einfach nicht. Und bei uns war das ähnlich, auch mit einem, mit einem zweiten Format, das wir regelmäßig machen wollen, mit unserem Ask as Anything Mastermind Call. Gretel Niemeyer: Wo wir halt auch gesagt haben, ja, wir wollen jetzt gerne einmal im Monat ein Coffee Speed Networking machen. Wir wollen einmal im Monat so ein Format machen, bei dem wir beide einfach Business Fragen von euch da draußen beantworten, wo ihr euch einbuchen könnt und uns zusammen erlebt und wir eben unseren Senf zu euren Business Fragen dazugibt. Und ja, Hand aufs Herz oder Butter bei die Fische. Der Call war eigentlich für gucke ich gerade in meinen Kalender letzte Woche Montag oder diese Woche Montag geplant, weiß ich gerade schon gar nicht mehr. Ähm. Und wir haben einfach vier Tage vorher gesagt, ne Reißleine ist nicht, weil ist nicht den durchzuführen. Ja, das ginge noch. Aber dann wollen wir natürlich auch im Vorfeld das bewerben. Wir wollen, dass genügend Leute daran teilnehmen. Wir wollen auch, dass die richtigen Leute dran teilnehmen. Natürlich wollen wir auch danach noch mal die eine oder andere Email verschicken, um um zu schauen, ob für die eine oder andere von euch dann auch unsere Mastermind oder ein eins zu eins in Frage kommt, ihr also mit uns arbeiten wollt und haben dann einfach auch festgestellt ne, die Luft ist jetzt sowas von raus für diesen ganzen Prozess, es ist einfach nicht mehr drin. Also Corporate Decision, ne, einmal tief in die Augen gucken, einmal sagen, also bei mir geht es jetzt gerade nicht mehr wie es bei dir bist, du voll on fire dann zieh mich mit ja okay, bei dir ist die Flamme auch gerade schon eher eher am runter brennen und dann machen wir es halt nicht und das finde ich halt auch wichtig und ja einfach einfach mega zentral immer nochmal drauf zu gucken und sich zu überlegen, warum mache ich das hier eigentlich gerade? Was ist Sinn und Zweck dieser Geschichte? Muss es jetzt sein? Kann es auch später sein? Wie geht es mir damit, wenn ich das jetzt durch Prügel? Oder bringt es allen Beteiligten mehr, wenn ich eben, wenn ich es eben verschiebe? Und das war bei uns relativ schnell der Fall und das finde ich nach wie vor genau die richtige Entscheidung. Laura Roschewitz: Total. Und du hast das auch gerade mit der Flamme gesagt. Ich finde es echt so, wenn man die Kraft hat. Wenn man ehrlich die Kraft hat, den Stein gerade den Berg hoch zu rollen, dann go for it, finde ich. Und das ist super. Das machen wir ja auch wirklich viel und ich liebe das. Ich liebe es wirklich Power zu haben und Steine Berge hoch zu rollen. Aber wenn das gerade nicht so ist, dann ist glaube ich wirklich zentral. Auch so in puncto Resilienz, mentale Gesundheit, körperliche Gesundheit, dass wir dann den verdammten Stein auch mal nicht weiter den Berg hoch rollen, sondern ich meine, jeder Bergsteiger oder jede Bergsteigerin weiß das, man geht in Etappen, man braucht zwischendurch Pausen und dann laufen die ja auch nicht gleich wieder runter, sondern bleiben halt auf derselben Höhe, das heißt an die Luft akklimatisieren. Aber ich finde das Bild halt wirklich ganz gut, weil du musst dich akklimatisieren, du musst verschnaufen, du musst wieder Kräfte sammeln. Und da bleibst du ja auch auf dem Camp auf derselben Höhe. Als ich in Venezuela in den Anden war, bin ich in der Pause ja auch nicht wieder runtergelaufen und hab dann wieder angefangen, sondern habe da gewartet sozusagen. Und das finde ich, oder das ist so, wenn ich heute ein Plädoyer mitgeben darf sozusagen, ist das das, wo ich gerade stehe und wo ich finde, wo wir uns alle. Üben dürfen. Fällt es mir leicht? Nein, natürlich nicht. War es einfach, sich einen Monat fast komplett frei zu halten? Nein. Ist mir das schwergefallen? Ja. Habe ich ein bisschen Schiss? Ja. Und ich glaube aber, dieses Angst davor, dass der Stein dann den Berg runter rollt, wenn man mal nicht auf Insta ist. Wenn man mal nicht die Emails beantwortet, wenn man kein Training nochmal extra bucht oder so was. Ich glaube, das ist. Also ich habe oft Angst, dass der Stein oder hatte oft in meiner Selbstständigkeit die Sorge oder die Angst, dass der Stein automatisch wieder runter rollt, nur weil ich ihn mal auf einem Plateau hinlege. Gretel Niemeyer: Ja, genau, das ist ja genau das Ding. Es gibt ja nicht nur diesen Berg, es gibt ja zwischendurch auch noch mal Plateaus und es gibt jemand anders, der den Stein dann mal für dich halten kann oder so und ich finde es auch super superspannend. Also ich glaube Lea Sophie Kramer hat das auch irgendwann mal erwähnt. So dieses sich trotzdem noch verletzlich zeigen, trotzdem noch zeigen, dass man eben nicht alles kann. Weil ich habe manchmal so das Gefühl gehabt, unser gemeinsames Business ist so schnell so durch die Decke gegangen und das zieht natürlich auch so ein bisschen nach sich, wie man gesehen wird. Also wenn wir beide irgendwo auftreten, sind wir meistens voller Energie und haben irgendwie ja Pfeffer im Hintern und 1000 Ideen und ziehen mit. Und ich habe so einen Moment mal so ein Gefühl gehabt von: Darfst du jetzt sagen, dass du nicht mehr kannst? Darfst du jetzt zeigen, dass du Migräne hattest? Darfst du jetzt auch mal sagen, dass du dich übernommen hast? Oder darfst du sagen, dass du jetzt eine Pause brauchst? Oder dass eben dieser Aua call der Ask os anything Call ausgefallen ist, weil ging halt nicht mehr. Und ja, wenn diese Folge jetzt auch eins ist, dann eben auch so ein Plädoyer dazu, eben ehrlich zu sein, authentisch zu sein, zu sich selbst, auch ehrlich zu sein, zu sagen Was kann ich denn schaffen und vor wem möchte ich denn wie dastehen? Also was ist denn eigentlich hier das Problem? Warum also für wen mache ich das denn eigentlich? Weil, wenn ich an dem Punkt ankomme, dass ich das ja für mich mache, im Idealfall für meine Familie, für mein Umfeld, dann finde ich, fallen auch solche gefühlten Schwäche Momente leichter und wenn du so was mal erlebst, wenn du so was dann teilst, wirst du eben auch feststellen, dass es so vielen genauso geht. Wie oft haben wir das in der Mastermind, dass eine irgendwas herausbricht und sagt: Oh Gott, das ist so schrecklich! Oder Ich weiß gar nicht mehr, warum ich das hier alles mache. Oder ich nehme mir immer zu viel vor und bin dann frustriert, wenn ich es nicht schaffe. Und dann sehen wir immer so kollektives Nicken und alle nicken mit und sind so ja man, we feel you. High Five. Virtuelle Herzen fliegen da durch die Gegend. Also genau. Ich weiß nicht genau, wie wir gerade von Sommerloch auf dieses Thema gekommen sind, aber es schien raus zu müssen. Laura Roschewitz: Total, total. Und das ist finde ich halt wirklich wichtig. Ja, das ist das, was glaube ich für unsere Folge heute das ist, was wir euch zeigen wollen, glaube ich. Also manchmal geht es ja auch nicht nur darum, was man sagt, sondern auch, was man zeigt, finde ich. Und. Ich bin ja auch eine ganz ganz große Freundin und Umsetzerin von To Do Listen. Also ich habe ja To Do Listen bis sonst wo und organisiere mich damit tatsächlich auch ziemlich gut. Also es funktioniert bei mir ganz gut. Es ist nicht so, dass ich dabei immer total frustriert bin und die nicht schaffe, sondern ich kriege das ganz gut hin. Und trotzdem möchte ich auch eine To Be Liste haben jetztmal. Also so ein: Wo fühle ich mich lebendig? Was tut mir gut? Und wirklich den Stein mal parken und gucken was ist hier auf dem Plateau sonst noch so los und was gibt es sonst noch? Also wirklich so ein Realitätscheck zu machen. Und ich würde an der Stelle gerne euch mal einladen, das mit uns zu teilen. Wenn ihr diese Folge hört, dann kommentiert hier, wenn ihr sie sozusagen auf YouTube oder Facebook mit Video seht und ansonsten sehr, sehr gerne per persönlicher Nachricht über Instagram. Ihr findet uns da ja mit unseren Namen Laura Roschewitz und Gretel Niemeyer. Das wissen vielleicht auch nicht alle, weil wir so viele neue Hörerinnen und Hörer haben. Also Laura Roschewitz, Gretel Niemeyer auf Instagram zum Beispiel. Und schickt uns da auch mal eine Nachricht, wenn ihr mögt, wie sieht es aus? Wie geht es euch mit dem Sommer? Wie geht es euch mit den Steinen, den wir den Berg hoch rollen und den Plateaus und dem Bergab. Also wir sind super gespannt, wie diese Folge sozusagen für euch ist und was ihr da an euch vielleicht gerade beobachtet, während ihr uns lauscht. Gretel Niemeyer: Ja und in diesem Sinne freue ich mich auf ganz viele private Austausch Momente mit dir im Juli. Genau. Und habe auch gar nichts mehr hinzuzufügen. Macht ihr euch einen schönen Sommer. Moin um Neun wird weiterlaufen, aber in abge- und umgespeckter Form. Also es gibt die eine oder andere Retro Folge, die eine oder andere Single Folge von Laura oder mir. Und natürlich haben wir auch noch ein paar Interviews für euch am Start. Aber in sommerlich verdaulichen Häppchen. Und genau freuen uns, wenn ihr euch einen guten Sommer macht. Wenn ihr natürlich trotzdem mit uns in Kontakt bleibt und treue Moin um Neun Hörer und Hörerinnen bleibt. Laura Roschewitz: Yes! Macht's gut. Und bis ganz bald. Laura Roschewitz: Ciao. Gretel Niemeyer: Tschötö, wollte ich immer mal sagen.

  16. Tausche Sicherheit gegen Vision! Nach vielen Jahren mit einem festen Job schmeißt Dalia 2017 alles hin, geht auf Weltreise und findet dort ihre große Vision: die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ja, das sind große Worte. Und genau so groß ist auch der Elan, Mut und Ehrgeiz dieser beeindruckenden Frau. Gegen die Widerstände aus ihrem Umfeld und trotz viel Angst und Unsicherheit gründet sie ihr Unternehmern Green Textile Solutions und sorgst dafür, dass Menschen fair bezahlt werden, die Lieferkette transparent und gerecht ist und so nachhaltige Kleidung für Menschen in Pflegeberufen entstehen. Dalia beschreibt, welchen großen Hebel sie so als Unternehmerin hat, was sie tut, wenn sie mal zweifelt und welche Rolle Unterstützung durch die richtigen Menschen für sie spielt. Hör’ unbedingt mal rein in diese Folge und lass Dich von Dalia mit auf ihre spannende Reise nehmen. Du bist im Bereich Social Media oder Vertrieb aktiv und findest Dalias Vision und Unternehmern toll? Dann schreib ihr unbedingt eine Nachricht – das Team vom Green Textile Solutions wächst aktuell. Instagram von Dalia: https://www.instagram.com/green_textile_solutions/ Website: https://www.greentextilesolutions.com/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Laura Roschewitz: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura und wie ihr vielleicht wisst oder sehen könnt, wenn ihr das Video schaut, sitzen heute nicht Gretel und Laura hier, sondern es ist wieder Interview Tag und ich freue mich ganz besonders und ich bin auch ein bisschen aufgeregt, weil ich habe heute eine Interviewgästin. Wir hatten sozusagen kurz vor der Aufnahme von dieser Podcastfolge unser virtuelles erstes Kennenlernen. Herzlich willkommen, liebe Dalia, schön, dass du da bist. Dalia Hasan: Ja. Vielen Dank für das Interesse und die Möglichkeit. Laura Roschewitz: Sehr, sehr gerne. So schön. Wir sprechen heute hier von Schweden runter nach Bonn. Das heißt, wir haben ein paar Kilometer Strecke zwischen uns. Und ich möchte dich einmal ganz kurz in meinen Worten vorstellen. Dalia habe ich kennengelernt als Unternehmerin eines Unternehmens im Nachhaltigkeitsbereich im Bereich Sustainability. Ich werfe schon mal das Wort Textilien in den Raum, sozusagen. Ich weiß aber auch, dass du 2017 gegründet hast und dass das auch nicht der klassische, ganz einfache Karriereweg war, sondern dass eine persönliche Reise dich dahin gebracht hat. Und da wollen wir gleich mal ein bisschen tiefer eintauchen. Aber stell dich doch gerne noch mal ganz kurz, so klassisch, wer bist du und was machst du mäßig für unsere Hörerinnen vor? Dalia Hasan: Gerne. Ich bin Dalia und die Gründerin von Green Textile Solutions. Mit meiner Gründung oder mit dem jungen Unternehmen entwickeln wir zum einen nachhaltige Stoffe mit dem Ziel, Berufskleidung speziell für den medizinischen Bereich anzubieten. Der Unterschied zu den, sage ich mal Marktbegleiter ist, dass wir ausschließlich nachhaltige Berufskleidung entwickeln und auch anbieten. Das ist auch die Idee meiner Gründung, weil ich irgendwann nach einer Reise, persönlichen Reise, aber auch Marktrecherchen und alles, was dazu gehört, bevor man so, so ein Unternehmen gründet oder startet, habe ich gemerkt, es gibt tatsächlich kaum bis gar keine nachhaltige Berufskleidung auf dem deutschen Markt. Und meine Intention oder meine große Motivation und Vision ist letztendlich nicht nur ein Endprodukt an die Zielgruppe zu bringen und damit auch ein gesundes Textil Stück für Pflegekräfte und Ärzte im medizinischen Bereich, aber oder gleichzeitig entlang der Lieferkette auch eine Veränderung zu schaffen. Das heißt, wir schauen sehr genau. Wir haben inzwischen auch ein Verfahren, mit wem wir zusammenarbeiten, das heißt ein Auswahlverfahren mit den Produktionsstätten, mit denen wir zusammenarbeiten. Aber auch wo finden die ganzen Textil Schritte letztendlich statt? Das ist ein Riesenaufwand. Und wenn ich jetzt die Marktbegleiter mir anschaue, die meisten kaufen nicht direkt ein. Das heißt das geht irgendwie quer durch die Welt und leider wird meistens über den Preis eingekauft. Also nicht meistens, aber immer ohne Rücksicht auf Umwelt, ohne Rücksicht auf Arbeitsbedingungen. Und genau das wollen wir eben ändern. Laura Roschewitz: Ich weiß nicht, ob du es weißt, aber Gretel und ich sind beide auch im Bereich Nachhaltigkeit, sowohl engagiert als auch haben wir auch so ein Background. Ich habe auch jahrelang Privatpersonen begleitet, ihren Lebensstil nachhaltiger zu gestalten, also was Ernährung angeht und was einfach den Planeten möglichst wenig zu belasten angeht. Wie oder wo ist dieser Gedanke bei dir entstanden? Also du hast 2017 gegründet, was war sozusagen, was würdest du sagen? Gab es so einen initial Moment wo du gesagt hast, ich will in der Welt wirklich was auf diesem Nachhaltigkeitsfaktor verändern? Dalia Hasan: Ja, also das hat im Grunde vor meiner Gründung stattgefunden oder ist passiert. Ich war sehr lange in einem Logistikkonzern tätig und habe dann nach neun Jahren gemerkt, das ist nicht der Weg oder nicht der Platz und Ort und auch nicht die Aufgaben, wo ich mir die nächsten Jahre, wo ich mich die nächsten Jahre sehe. Und dann habe ich innerhalb von vier Wochen meinen Koffer gepackt und habe dann eine Weltreise gemacht. Die Idee hatte ich schon lange, die hat sehr lange in mir geschlummert und dadurch, dass ich den Job nicht mehr hatte, war das der perfekte Zeitpunkt für mich und bin auf Weltreise gegangen in verschiedene Länder. Aber um auf deine Frage zu antworten, war im Grunde der ausschlaggebende Punkt, als ich in Indien war und ähm. Ja, ich glaube nicht, dass es ein Zufall war, sondern einfach ein Schicksal, was mich dazu geführt hat, Produktionsstätten, also Textilproduktionstätten mir anzuschauen und habe das ganze Elend gesehen, also die, die Kinderarbeit, die Umweltverschmutzung, die Menschen, die dort arbeiten, unter welchen Bedingungen. Habe auch vor Ort mit Menschen gesprochen, vor allem mit Frauen. Und diese Schicksale haben mich nicht losgelassen. Also gerade wenn ich, wenn die Frau erzählt, dass der Mann durch die ganzen Chemikalien in der Produktion krank geworden ist und die Familie nicht mehr ernähren kann. Und so ist der Druck umso höher auf ihren Schultern und dass sie das Geld nach Hause bringt. Und dieser Druck verursacht letztendlich, dass Kinder auch da arbeiten, also die eigenen Kinder mit involviert sind. Und es ist ein Kreislauf, ja, was kein Ende nimmt. Und da wurde mir bewusst, was wir eigentlich hier mit unseren Einkaufsentscheidungen verursachen da draußen in der Welt. Ob es das 3 € Tshirt, oder keine Ahnung, der Kaffee, also ob Lebensmittel, Textil egal, das geht in jedes, in jedes Detail, was wir in der Wohnung haben, was wir konsumieren. Und dann wurde mir bewusst, es gibt ja so viel Textilien. Wenn ich jetzt nur den Berufs-Textilien-Markt sehe, da sind über ich meine 17 Millionen, ich habe irgendwann eine Studie dazu gefunden, es sind enorm viele Menschen, die Berufs-Textilien tragen oder tragen müssen in ihrem Job. Und das sind riesige Mengen, die produziert werden müssen und der Entscheider, also wenn jetzt ein Einkäufer entscheidet, ich kaufe jetzt anders, ich kaufe nachhaltig, dann ist es wie ein Dominoeffekt da draußen in der Welt, was alles besser werden kann. Laura Roschewitz: Ja, der Hebel ist sehr, es ist ein langer Hebel sozusagen, der ist groß. Also man kann dadurch gleich viele Menschen erreichen. Dalia Hasan: Ja, also ich kann die Lebensumstände dieser Menschen mit einer Entscheidung verändern als Einkäufer. Und in dem Moment wurde mir bewusst, dass wir durchaus stark sind und mächtig sind, da draußen in der Welt eine Veränderung zu schaffen. Wir müssen es nur wollen. Wir müssen nur diesen Schritt gehen. Und das hat mich letztendlich motiviert, diesen Schritt zu machen. Gleichzeitig hatte ich auch Aufenthalte auf den Inseln mitten im Pazifik, auf den Cook Islands. Wunderschöne Inseln, traumhaft, wie man sich so ein Paradies vorstellen kann. Aber das war nur so der Schein. Als ich vor Ort war und mit den Menschen gesprochen habe, aber auch die Umgebung mir angeschaut habe, waren überall so Schilder, wie man jetzt dem Hurrikan ausweichen kann, das heißt, so Fluchtwege und Fluchtschilder und die Inselbewohner erzählten, ich war bei einer Familie, hatte ich mir ein Zimmer angemietet und die stehen jeden Morgen auf, hören sich als allererstes die Wetter Nachrichten an und dann fängt bei denen das grübeln und nachdenken. Und die erzählen, wir können nicht mehr anbauen. Auch das Fischen, die Fischvielfalt hat sich verändert, hat sich im Grunde verringert. Die können nicht mehr so viel fischen wie vorher. Aber auch neue Krankheiten kamen plötzlich auf die Inseln. Und die Abstände zwischen jedem Hurrikan wird immer kürzer. Das heißt, als ich da war, waren es so alle zwei, drei Monate ein Hurrikan. Inzwischen wird es immer, immer kürzer. Und das sind Lebensumstände, die wir uns ja gar nicht vorstellen können. Ich bin tatsächlich, als ich vor Ort war, habe ich so ein Hurrikan mitgemacht oder mitmachen müssen. Und das lässt einem einfach nicht mehr kalt. Also das kann ich in Worte gerade nicht beschreiben, was da passiert, gerade wenn die Menschen nach dem Hurrikan wieder zu ihren Häusern zurückkommen. Und die Zerstörung da ist. Ja der ganze, der ganze Strand. Ja, ja. Und habe dann bei jedem Schritt oder bei jedem Land, in dem ich war, wurde mir dann bewusst, was wir hier, dass wir noch verschont sind. Aber das wird nicht immer so bleiben. Und je länger wir mit uns hadern, aber auch wichtige Entscheidungen vor uns hinausschieben, umso schlimmer wird es. Laura Roschewitz: Wie war das dann? Du kamst zurück. Du hattest dein alten Job nicht mehr. Wie, beschreib mal, wir haben ja auch viele Zuhörende, die vielleicht gerade in der Gründung sind oder auch gerne selbstständig wären oder Unternehmerinnen wären, gerne gründen würden. Aber ich sage mal auf gut Deutsch die Hose voll haben und sagen, ich habe da so viel Angst vor. Oder In meinem Umfeld gibt es auch viele Kritiker und Kritikerinnen, die mir sagen: "Nein, das ist doch keine gute Idee." Wie war das bei dir, als du gegründet hast? Dalia Hasan: Ich würde mal sagen, alle waren dagegen. Wie kann man so einen Konzernjob aufgeben? Mit so vielen Vorteilen, mit einem guten Gehalt, mit so enorm viel Sicherheit. Aber als ich mit der Idee rauskam, habe ich auch immer wieder gehört, ob es jetzt von der Zielgruppe damals war, herrscht auch ein ganz anderes Bewusstsein. Gott sei Dank hat sich das verändert und da ist wichtig durchzuhalten, also auch die Zielgruppe. Als ich Interviews geführt habe, hieß es Nachhaltigkeit ist nicht wichtig, Nachhaltigkeit können wir uns auch nicht leisten, ist so teuer. Oder wenn ich sage mit Fairtrade. Mir ist wichtig, dass unsere Produkte oder unsere Textilien mit Fairtrade zertifiziert sind. Dass Menschen fair bezahlt werden da draußen in der Welt. Dann bekomme ich Antworten wie Ja, privat kaufe ich mir ein Fairtrade Kaffee, aber im Job kann ich solche Entscheidungen nicht treffen. Also ich finde, das kann einen nur bestärken, dran zu bleiben und erst recht zu erkennen, wie wichtig das ist, dass wir all diese menschlichen Zusammenhänge, die auch extrem global sind, gerne beiseitelassen, um unseren Gewissen für eine gewisse Zeit oder für paar Jahre zu beruhigen. Beruhigen ist das falsche Wort, aber einfach zu ignorieren. Und irgendwann ist das aber so ziemlich laut in einem und da können die anderen auch nicht sagen: "Nee, ist mir jetzt nicht wichtig." Laura Roschewitz: Du hast gerade gesagt, da ist es ganz wichtig durchzuhalten. Erzähl mal, was ist so ein Geheimrezept von dir? Wie hast du es geschafft durchzuhalten? Auch bei Gegenwind und bestimmt auch bei unternehmerisch schwierigen Zeiten? Das ist ja bestimmt nicht von Anfang an so gewesen, dass die dir die Bude eingerannt haben. Also was würdest du sagen, ist für dich so eine Kraftquelle oder was hat dir geholfen durchzuhalten in solchen Zeiten? Dalia Hasan: Ja, als allererstes die Stärke in sich selbst wieder zu entdecken und dann fest daran zu glauben, dass man das Richtige tut, für sich tut und nicht mit den Mainstream Meinungen mitzulaufen zu müssen. Das hört sich leicht an, ist es aber nicht. Das ist ein Weg. Ich habe es am eigenen Leib erfahren. Umso spannender ist diese Reise. Und dann im nächsten Schritt zu schauen okay, wo finde ich Menschen, die mich dabei unterstützen können? Das heißt, egal wie das Netzwerk klein sein mag. Auch wenn es nur eine Person ist und im regen Austausch mit dieser Person zu sein. manchmal ist es ein Mentor oder eine Mentorin, manchmal ist es ein Berater, Gründungsberater, der diese Idee versteht und dahinter steht. Und in meinem Fall war es so, ich hatte eine tolle Businessberaterin, die so an die Idee geglaubt hat wie ich und wir haben erstmal an einem Businessplan gefeilt und erst später hat sie mir dann die Rechnungen sozusagen gestellt. Das heißt, solche Menschen gibt es, die auch genauso die Welt verändern wollen. Es war nicht mit der Idee, mit der ich komme, aber mit der Unterstützung wollen sie was beitragen. Und diese Menschen kann man definitiv finden, und das dritte ist letztendlich da, wo Gegenstimmen sind möglich, diesen Kreis klein zu halten. Das wird die Mehrheit sein am Anfang. Irgendwann schwingt es um, aber in dieser Zeit, bis es umschwenkt, diese negativen Stimmen kein Gehör zu verschaffen und am besten nicht in diese Kreise gehen. Ob das jetzt ein keine Ahnung Netzwerktreffen ist, ob das im Freundeskreis jemand ist, möglich zu reduzieren und auch da sehr achtsam und bewusst damit umzugehen. Laura Roschewitz: Das finde ich einen ganz, ganz wichtigen Punkt. Gretel und ich begleiten ja auch als Mentorin Selbstständige und ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt auch für uns Frauen häufig, dass wir uns echt bewusst machen dürfen, wem höre ich zu? Also wem schenke ich meine Zeit und mein Gehör? Weil wir haben das auch ganz oft, dass das Frauen zum Beispiel Partner haben, die sehr kritisch sind, was die Selbstständigkeit angeht. So der Klassiker, glaube ich. Und das ist ja auch okay, das dürfen Sie ja auch sein. Jeder hat ja seine eigenen Motive und Hintergründe. Aber sich wirklich bewusst zu entscheiden, wie viel Aufmerksamkeit schenke ich diesen Menschen und dieser Stimme. Dalia Hasan: Definitiv. Interessanterweise waren die Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet, als Mentorin oder Beraterin waren es immer Frauen. Ich glaube, das war einfach intuitiv gewählt. Man ist zueinander gekommen. Vielleicht, weil Frauen das Thema Nachhaltigkeit schon viel wichtiger nehmen als Männer. Und dafür auch, ja diese Zusammenhänge auch empathischer damit umgehen. Aber ich glaube auch gleichzeitig, wenn ich über Arbeitsbedingungen auf der anderen Welt, also in anderen Regionen spreche, dann können sich auch Frauen damit identifizieren. Ich möchte natürlich nicht, dass mein Kind in solchen Umständen arbeitet. Ich möchte, dass mein Kind sogar ein besseres Leben führen kann als ich selbst. Und können das nachspüren und nachempfinden. Laura Roschewitz: Ja, das glaube ich auf jeden Fall auch, dass da also meine Erfahrung ist auf jeden Fall auch, dass Frauen da eine gewissen. Es gibt natürlich auch ganz tolle Männer, die wollen wir hier nicht ausklammern. Ähm, aber erzähl doch mal, dein Business ist heute sozusagen. Wie seid ihr gerade aufgestellt? Was ist diese Firma, die du jetzt geschaffen hat, seit 2017? Also, ich habe verstanden. Es geht um nachhaltige Kleidung für Menschen, die zum Beispiel als Pflegekräfte oder als Ärzte, Ärztin usw. tätig sind, die ökologisch vertretbar, die fair gehandelt und so weiter hergestellt werden. Ähm, wie kann ich mir das vorstellen? Wie viele Menschen arbeiten mit dir? Was seid ihr für ein Team? Vielleicht. Was ist auch deine Rolle heute? Jetzt, fünf Jahre nach Gründung in dieser Firma? Dalia Hasan: Ja. Also damit vielleicht der eine oder die andere ein Bild im Kopf hat über unsere Produkte. Wir machen im Grunde den Kasack, das, was die Krankenschwester im Krankenhaus trägt. Wir machen die Hose dazu, den Arztkittel, die Arzthose, auch Bettwäsche. Wir haben auch ein Projekt mit der Uniklinik Bonn zum Beispiel, wo es darum geht, speziell für den OP Bereich nachhaltige Textilien zu entwickeln. Diesen ganzen Müll von Einweg-Textilien zu reduzieren. Das machen wir alles. Also da gibt es noch eine ganze Menge an neuen Produkten, die auf unserer Entwicklungsliste stehen. Von daher, die Arbeit wird uns bleiben, wird uns nicht ausgehen. Da ist viel Potenzial im medizinischen Bereich. Die Entwicklung: Ich habe sehr lange alleine, das Ganze war ein One Women Show bis jetzt Produkt sage ich mal marktreif war und ich an den Markt gegangen bin. Inzwischen sind wir ein 4er Team und ich könnte den Vertrieb abgeben. Ich könnte auch ein bisschen PR und Marketing, Backoffice solche Themen HR abgeben, aber auch Produktentwicklung. Wir hatten Projekt zum Beispiel mit der FH Pforzheim, wo wir die CO2 Bilanz unserer Lieferkette berechnet haben und können genau sagen, wie viel CO2 ein Kasack oder eine Hose macht im Vergleich jetzt zu herkömmlichen Textilien. Also inzwischen laufen parallel verschiedene Projekte, verschiedene Produktentwicklungen statt und die Nachfrage wird immer größer. Laura Roschewitz: Das ist eine sehr, sehr gute Nachricht, finde ich, weil das war ja bestimmt vor fünf Jahren nicht so. Du hattest wahrscheinlich die Vision, so wie ich es mir vorstelle und natürlich die Hoffnung. Aber die Gewissheit hat man ja als Gründerin nicht, dass es auch wirklich funktioniert. Das ist ja auch das, was häufig, glaube ich, viele triggert das Sicherheitsbedürfnis, weil es eben keine Sicherheit in dem Sinne gibt. Wenn wir nach vorne gucken, was glaubst du, wo ihr in fünf Jahren seid als Firma? Dalia Hasan: Wo wir in fünf Jahren sind? Da passiert eine ganze Menge. Also das Ziel ist, die Produkte nicht nur im medizinischen Bereich, also die Zielgruppe, nicht nur im medizinischen Bereich zu bleiben, weil wir durch bestimmte Produkte auch andere Zielgruppen ansprechen kann. Das heißt, mit der Bettwäsche können wir auch Hotels. Wir können also mein, mein Ziel und meine Vision, auch die ganzen Kreuzfahrtschiffe auch mit nachhaltigen Textilien auszustatten, die haben ja eine enorme CO2 Bilanz und die können, einen Teil davon sind die Textilien, worüber die das ausgleichen können oder reduzieren können. Aber wenn ich jetzt ein bisschen das Politische sehe, ist auch unser Ziel, dass das Lieferkettengesetz nicht mit Kompromissen durchgeführt wird, sondern sowohl die Bundesregierung, aber auch deutsche Unternehmen das nicht als negative Veränderung auf dem Markt sehen, sondern wirklich als positive Veränderung, wie man sich denn Nachhaltigkeit zu Vorteilen machen kann. Und ja, dazu führen wir viele Gespräche. Ich war auch selbst in Brüssel im EU Parlament und ich sehe, dass das erst stattfinden kann, wenn dann wirklich ein Generationswechsel stattfindet, sind immer ohne jetzt niemanden auf die Füße treten zu wollen. Aber wenn ich einen Geschäftsführer, der so 65 oder 70 ist und ein eigenes Familienunternehmen weitergeführt hat oder selbst gegründet hat, dann wollen die nicht unbedingt jetzt die Regelung vom Lieferkettengesetz einhalten. Das finde ich traurig. Gerade wenn ich genug Umsatz mache als Unternehmen, dann kann ich sagen okay, wenn ich sicherstellen kann, dass andere Menschen in der Lieferkette besser leben können und auch bessere Umstände haben und durch die Produktion nicht erkranken, dann ist es doch genauso von Wert und Gewinn wie das jeder Eurostand auf dem Konto. Laura Roschewitz: Ja, es ist vielleicht wirklich auch eine spannende Frage für mich, wie wir Wohlstand oder wie wir, also Wohlstand bei uns, Erfolg und Wohlstand lange irgendwie über das Bruttoinlandsprodukt oder über meinen Kontostand sozusagen definiert. Aber letztendlich stehe auch ich dafür sehr ein, dass es eben neben Geld eben auch das Thema, zum Beispiel bei uns das Thema Zeitwohlstand sehr wichtig sein wird, in den nächsten Jahren, aber eben auch Gesundheit und Beziehungen sehr, sehr wichtig sind. Und zwar nicht nur für uns selbst. Ich glaube, dass das auch eine kognitive Verzerrung ist, die viele über viele Jahrzehnte hatten. Das ist eine andere Welt, wo das passiert, die sehen wir gar nicht, die es irgendwo anders. Aber letztendlich finde ich, wenn ich etwas Positives an der Pandemie beobachten konnte, war es auch dieses, wir sind so verbunden als Welt. Also es ist ein Flug von hier nach da und schon haben wir, wir atmen quasi die gleiche Luft. Also es gibt keine getrennte, andere Welt. Dalia Hasan: Definitiv. Dem stimme ich zu. Und auch den anderen Menschen eher recht geben, dass sie genauso ein besseres Leben führen dürfen. Also wenn ich manchmal Unternehmen höre, die sagen: Na ja, ich habe mir meinen Wohlstand aufgebaut, weil ich eben auf dem Weltmarkt billig einkaufe und denen sind die Konsequenzen wohl bewusst, was das heißt. Aber um mein Wohlstand zu bewahren, um meine Häuser und meine Autos oder was auch immer zu bewahren, nehme ich in Kauf, dass anderen Menschen Schaden zugefügt wird. Und das darf sich ändern. Das ist nicht human, das ist nicht menschlich. Dieses dieses Denken darf sich definitiv ändern. Laura Roschewitz: Was machst du mit deiner Wut, die da so entsteht? Ich hab, weil ich das so höre. Gehst du? Gehst du Kickboxen oder was tust du? Also, ich höre da auch. Also, ich bin ein recht impulsiver Mensch. Ich könnte mir vorstellen, bei dir auch. Was tust du, wenn du so wütend wirst in solchen. Dalia Hasan: Ja, das ist eine sehr gute Frage. Die hat mir bisher keiner gestellt. Ja, also ich bin ein sehr gerechtigkeitsliebender Mensch. Und wenn ich solche Zustände sehe und auch in solchen Auseinandersetzungen oder Meinungsaustausch gehe, dann lässt mich das halt nicht kalt. Und mein Ausgleich ist viel meditieren und gleichzeitig auch aktiv sein. Das heißt ich setze mich dann im Indoor Cycling Kurs auf dem Fahrrad und trete dann für zwei Stunden mindestens auf dem Fahrrad, genau um das rauszulassen. Laura Roschewitz: Ich glaube, das ist wichtig, um auch wiederum die Verantwortung als Unternehmerin für uns selber zu tragen. Weil das ist ja auch als Unternehmerin und Selbstständige finde ich einer der Knackpunkte, dass man wirklich so verdammt doll auf sich aufpassen muss, nicht auszublenden. Nicht, sich so lange hinten anzustellen gerade und das beobachte ich eben oft bei Frauen, bei Menschen, die eine starke Vision haben. Dalia Hasan: Ja, das stimmt. Laura Roschewitz: Man ist nie fertig. Es gibt ja immer noch was zu tun. Dalia Hasan: Oh ja, das ist nie fertig. Und das wächst jeden Tag, weil du siehst immer wieder Dinge, die man oder die Frau anders machen kann und darf. Und das ist das Schöne daran, das ist. Und gleichzeitig, wie du sagst, auch die Balance zu finden. Wie passe ich auf mich auf? Wo habe ich dann meine meine Oasen, wo ich meine Batterie aufladen kann? Laura Roschewitz: Und genau, weil das ist ja auch ganz wichtig finde ich, dass wir uns das trotzdem erlauben, auch weil du siehst wahrscheinlich und hörst auch viel. Also wenn du das alles sozusagen konsumierst und dir auch vor Augen führst, wie schlecht es auch Menschen auf der Welt geht, finde ich, ist es immer eine ganz schmaler Grat zwischen Verantwortung und Schuld. Also nicht in dieser Schuld Thematik zu gehen und zu sagen Ja, ich fühl mich jetzt schuldig, deswegen darf ich jetzt nicht mehr in den Urlaub fahren oder mir einen Spa-Tag gönnen oder was auch immer das Eigene ist. Es ist halt sehr, sehr wichtig, dass wir das tun. Dalia Hasan: Genau. Genau. Also, mein Spa-Tag oder meine Thai Massage, die ist mir extrem wichtig. Von daher. Und es gibt immer Lösungen und Wege. Ich denke, jeder oder jede darf das für sich herausfinden, was so das passende ist. Für mich passt es vielleicht, wenn ich mit meiner Familie zusammen bin und wir im Garten sitzen und lachen und quatschen. Und wenn ich, ich komme gebürtig aus Bagdad, aus dem Irak und wenn ich Kontakt habe zu meinen Verwandten und sehe wie es den dort geht. Was da, ob jetzt die politische Situation, aber auch die Umwelt. Also die ganzen letzten sechs Wochen war enorm viel im Saharastaub, Wüstenstaub, weil eben die Vegetation sich verändert hat, um da zu schauen. Okay, ich darf in meinen Teil was verändern und auch schauen in diesen globalen Blick einfach nicht verlieren. Laura Roschewitz: Total wichtig. Ich glaube wir könnten hier locker 5 bis 6 Podcast Folgen zusammen füllen. Vielleicht machen wir irgendwann noch mal eine Klappe, die Zweite. Ich habe aber zum Abschluss noch eine Frage. Und zwar Du hast vorhin gesagt, dass für dich ganz wichtig war, sich zu fragen, wer unterstützt mich? Wie ist mein Netzwerk? Was würdest du sagen, wenn du jetzt nach vorne blickst? Was würde deiner Firma und dir als Unternehmerin in deinem Netzwerk gerade guttun? Also ich finde es eine interessante Frage, was brauchst du oder was, vielleicht hört uns ja jemand zu. Du hast ja vorhin gesagt, es gibt keinen Zufall auch, dass du in Indien dir diese Produktionsstätten anhörst. Wen braucht ihr? Dalia Hasan: Wir brauchen aktuell Leute im Vertrieb. Also Leute, die sagen: "Ja, ich identifiziere mich mit dieser Vision und ich möchte die Welt verändern. Dann und dadurch, also gerade durch den Verkauf der Produkte, schaffe ich eine Veränderung." Dann sind die herzlich willkommen, sich bei uns zu melden. Genauso suchen wir auch Leute bei Social Media, die uns da aktiv unterstützen. Ich bin jetzt nicht der Social Media Freak. Ich glaube, ich lasse diesen Bereich den Leuten, die Freude und Spaß daran haben und sich da austoben wollen. Und genau in diesen beiden Bereichen brauchen wir definitiv Unterstützung. Und auf deine Frage noch mal zurück, was motiviert einen? Als ich angefangen habe, Aufgaben abzugeben und dann Menschen wie die Julia oder die Andrea bei uns im Team oder andere tolle Frauen. Wir sind ein Frauenteam tatsächlich, die dabei sind, wie schön das gemeinsame Schaffen ist. Also das hätte ich mir vorher gar nicht so gedacht oder vorstellen können. Ist das so eine tolle Energie, so eine tolle Motivation, die Menschen proaktiv, extrem kreativ. Ich kann jetzt so viel über dieses Team sprechen. Ich bin einfach so glücklich, dass sie an Bord sind und dass das macht es um vieles, vieles leichter für mich. Laura Roschewitz: Ja, ach, das kann ich so gut nachfühlen. Ich will auch so glücklich über die Menschen, die mich unterstützen, über mein Team und ja, also noch mal daraus sozusagen rausposaunt, wenn ihr uns gerade zuhört und im Bereich Vertrieb oder Social Media Crack seit und euer Herz auch grün schlägt, dann findet ihr in den Shownotes natürlich alle Kontaktmöglichkeiten zu Dalia, also zu dem Unternehmen noch mal. Wir verlinken euch alles so, dass ihr auch ganz einfach Kontakt aufbauen könnt und sagen könnt "Ich habe dich bei Moin um Neun gehört und das klingt spannend. Also da möchten wir sehr, sehr gerne auch vernetzen, wenn das möglich ist. Dalia Hasan: Vielen Dank. Ansonsten, wenn egal welche Hörerfrage zu dem Interview. Heute können Sie sich auch natürlich sehr gerne melden. Laura Roschewitz: Ja, sehr gerne. Wenn wir Kommentare bekommen, dann leiten wir die auch super gerne an euch weiter an das Team. Ich habe ja auch schon dich und Julia kennengelernt. Ich danke dir sehr für deine Zeit und für diesen Einblick, den ehrlichen Einblick in die Arbeit, wie du sie machst, in dein Unternehmerintum. Ich glaube, das kann wieder viele beflügeln und auch motivieren. Wenn ich eins daraus mitnehme, ist dieses Durchhalten. Manchmal ist es auch wichtig, für die eigene Sache wirklich einzustehen. Und ja, vielen Dank dafür. Danke für das schöne Interview. Dalia Hasan: Ich danke dir. Es hat viel Spaß gemacht. Laura Roschewitz: Ja, wie gesagt, vielleicht machen wir ja irgendwann mal eine Klappe: Die Zweite. Dalia Hasan: Gerne. Laura Roschewitz: Und euch anderen wünschen wir das erst mal einen tollen Tag und wir hören uns wieder bei der nächsten Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Gretel und Laura. Bis dann. Dalia Hasan: Tschüss. Foto Laura: Kareen Kittelmann Fotografie

  17. Was soll ein Einzelner schon erreichen? Bio-Lebensmittel kaufen, möglichst wenig fliegen, gerne mal das Fahrrad nehmen: im privaten Bereich ist das Thema Nachhaltigkeit für viele von uns längst präsent. Und, wie schaut es damit im Business aus? In dieser Folge nimmt Laura Dich mit und gibt Dir 5 ganz konkrete Tipps und Anregungen, die Du direkt umsetzen kannst. Zack – und schon einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz geleistet! Erzähl mal: wie findest Du solche ganz konkreten Tipps? Hier kannst Du auch die Tipps nochmal nachlesen: https://www.xing.com/news/insiders/articles/mit-diesen-5-tipps-zu-mehr-nachhaltigkeit-in-deinem-buro-2469939?xng_share_origin=web Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun dem Business Schnack bei Gretel und Laura. Es ist heute sehr warm und es gibt heute eine Podcastfolge von mir live aus dem Wohnzimmer. Das heißt nur echt mit Staubsauger, Katze im Hintergrund und hier seht ihr auch noch den Feuerlöscher. Falls ihr das Video gerade seht, streamen ja unser Video auch immer zu YouTube und Facebook. Also wenn ihr mögt, könnt ihr da auch gerne mal reinschauen. Ansonsten lasst es euch gesagt sein, mein Kater tapst durch den Hintergrund. Der Staubsauger steht hier und es ist nicht aufgeräumt. Aber mir war es wichtiger, eine neue Folge aufzunehmen, als jetzt noch perfektionistisch zu sein und alles aufzuräumen. Wir haben eine neue Woche Podcast vor uns und ich möchte heute mit euch ein Thema öffnen, was Gretle und mir sehr am Herzen liegt. Als Wert, als Haltung im Leben. Und zwar ist es das Thema Nachhaltigkeit. Gretel und ich sind beide Menschen, die in ihren Leben versuchen, den Planeten so wenig wie möglich zu schaden bzw. viele Dinge zu tun, die irgendwie gut sind und Unternehmen zu unterstützen, die tolle Innovation an den Start bringen. Aber auch einfach zu gucken, dass wir unseren eigenen Fußabdruck möglichst klein halten und keine unnötigen Dinge tun. Soweit das halt in einem normalen Leben auch sich integrieren lässt. Und diese Woche Mittwoch haben wir ein fantastisches Interview von einer mit einer Frau, die ein grünes Unternehmen gegründet hat im Sustainability Bereich. Hört euch das unbedingt an! Das war ein großartiges Interview und ja, ich kann nur sagen, das hat mich sehr beeindruckt. Eine Frau, die auf einer Weltreise entdeckt hat, dass das so nicht weitergeht mit unserer Welt. Und daraufhin ein Green Textile Unternehmen gegründet hat. Und fair produzierte, ökologisch gut nachvollziehbare Fair Paid, also Lieferketten-Transparenz. Und so weiter ein Unternehmen gegründet hat und mittlerweile damit sich erfolgreich am Markt etabliert hat, vier Mitarbeitende hat und Kleidung herstellt für Ärztinnen und Ärzte und Pflegepersonal. Also hört am Mittwoch unbedingt rein. Es war ein ganz berührendes Gespräch und heute möchte ich euch schon mal die erste Tür öffnen. Denn auch wir als Selbstständige und Unternehmerinnen können etwas tun für den Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Und das vergessen wir manchmal. Also mein Gefühl ist mit den vielen, vielen selbstständigen Unternehmerinnen, mit denen ich arbeite und die wir auch zusammen in Smash it! haben, unserer Mastermind Gruppe. Da kommt es doch irgendwie häufiger mal wieder vor, dass ich höre naja, was soll ein einzelner schon machen oder was, ich weiß nicht wo ich anfangen soll und privat achte ich schon drauf bei der Ernährung, aber jetzt im Business wüsste ich nicht, wo ich anfangen soll. Und dafür möchte ich dir heute fünf Dinge mitgeben, die sich meiner Meinung nach ziemlich einfach etablieren lassen und schon eben einen ersten Unterschied machen können. Tipp Nummer 1: Entscheide dich aktiv für deinen E-Mail Anbieter. Also Hand aufs Herz, hat die Nachhaltigkeits Thematik bei der Auswahl deines E-Mail Anbieters bisher eine Rolle gespielt? Vielleicht nicht. Vielleicht war es wo geht schnell, wo ist es günstig? Was gefällt mir gut? Und heute möchte ich dich einladen, da mal drüber nachzudenken. Denn wir können eigentlich beim Thema Nachhaltigkeit so grundsätzlich sagen, dass was kostenlos ist, ist nicht kostenlos. Dafür zahlt ganz oft die Umwelt und die zukünftigen Generationen. Das heißt, sich noch mal hinzusetzen, zu überlegen, wo habe ich eigentlich E-Mail Postfächer, die vielleicht mal zu reduzieren und noch eins oder zwei oder drei zu haben und nicht mehr 5 und 10, die wir häufig haben. Wenn wir mal so drüber nachdenken, was sich in der Zeit auch angesammelt hat und zu einem nachhaltigen Immer Anbieter wechseln. Das klingt sehr groß, geht aber super schnell und es gibt so Umzugs Services und so, also es ist gar nicht so dramatisch und es gibt zwei E-Mail Anbieter, die ich dir vorschlagen kann, die ich selber ausgetestet habe, die ich toll finde. Da kriege ich keine Provision, kein Affiliate und das ist einfach eine Empfehlung von Herzen. Und zwar ist das einmal Mailbox.org und posteo.de. Dort zahlt man einen kleinen Betrag. Das sind wirklich wenige, wenige Euro im Monat bzw. im Jahr. Und die bieten zum Beispiel einfach einen anderen Service an, also Hosting auf deutschen Servern bzw. dass die Server mit Ökostrom betrieben werden. Also es gibt ganz, ganz viele Dinge, die wir bei unserem E-Mail Anbieter beachten können. Und da lade ich dich ein, da einmal die Lupe drauf zu legen. Und ja, sowas wie Gmail und ähm, die anderen Bekannten, die sind natürlich nicht nachhaltig, die achten da nicht drauf, das ist umsonst, das heißt, da wird kein Wert drauf gelegt. Also erster Punkt: Entscheide dich aktiv für einen bzw. deinen E-Mail Anbieter. Zweitens bändige die Flut an Newslettern und Emails in deinem Posteingang. Es ist tatsächlich so, dass jede E-Mail schätzungsweise so zwischen vier und zehn Gramm CO2 verursacht. Das heißt, es wirkt so, als wäre es umsonst. Wir schicken einfach raus. Wir schicken, schicken, schicken. Wir schicken ja wahnsinnig viel WhatsApp, Emails. Und so weiter. Aber das ist nicht umsonst. Die müssen gesendet werden. Dafür braucht es Energie. Die müssen gespeichert werden. Dafür braucht es Energie. Das heißt, nichts kann von hier nach irgendwo geschickt werden, ohne Energie. Wir sehen es nur nicht. Und das E-Mail Volumen in Deutschland hat sich von 2008, damals waren das 217 Milliarden Emails, auf 2018 und das ist jetzt auch schon wieder vier Jahre her, auf 800 knapp 850 Milliarden E-Mails erhöht. Und das ohne Spam Emails. Das sind nur die real versendeten Aktiv Emails. Es braucht Unmengen an CO2. Und mein Tipp heute ist Nimm dir Zeit, melde dich von deinen Newslettern ab, die du eh nicht liest. Lösch deinen Postausgang bzw. vor allem dein Spam, dein Werbungsordner, alles was gelöscht ist. Also geh mal und lösch deine Email. Ich beschreib das immer so ein bisschen als Müll rausbringen. Wir müssen da ein Bewusstsein entwickeln, dass wir eben auch dort mal aufräumen und nicht sammeln und nicht immer nur in Unterordner schieben, sondern auch einfach mal den Mut besitzen, mal ein paar 1000 Emails zu löschen. Tut sehr gut. Als Drittes. Das ist jetzt im virtuellen Arbeiten etwas weniger geworden. Aber entscheide dich auch bewusst für nachhaltiges Büromaterial. Also welche Stifte benutzt du? Welches Papier nutzt du? Man sagt so im Nachhaltigkeitsbereich jeder Kassenbon ist ein Wahlzettel. Also mit unserem Konsum entscheiden wir was mehr produziert wird und was weniger und welche Firmen sich am Markt behaupten. Und es gibt zum Beispiel die Plattform Memo.de, dort kann man nachhaltige Materialien bestellen. Dort kann man auch in wiederverwendbare Boxen bestellen und dort könnt ihr einfach schauen, wie sich nachhaltig wirtschaften lässt. Auch im Büro, auch im Büromaterial und das in euren Alltag integrieren. Es gibt zum Beispiel Kugelschreiber, die aus 100 % recyceltem Papier bestehen und nachfühlbare Minen haben. Das sind so vermeintliche Kleinigkeiten, die aber einfach einen Unterschied machen. Und ich finde das auch mit uns, Gretel und mir ist es wahnsinnig wichtig, dass wir uns eben auch mit kleinen Dingen aktiv zeigen, Gedanken machen und dem Umweltschutz eine Prio geben in unserem Leben. Dann als 4.: Schau doch mal, wie klimaneutral du versenden kannst. Also manche Menschen verschicken ja doch noch relativ viel Post und es gibt einfach klimaneutrale Versandmöglichkeiten. Und das ist doch auch irgendwie ganz schön cool, dass es das mittlerweile gibt. Und ich bin einfach der Überzeugung, dass wir diesen ganzen Dingen dann aber auch eine Chance geben müssen, indem wir sie also das einzige, wie wir uns committen können, wie wir Firmen zeigen können "Hey, das ist gut, dass ihr hier eine grüne Strategie habt" ist, in dem wir es kaufen buchen unterstützen. Wenn wir es einfach nur gut finden, aber dann doch den alten Weg gehen, dann können diese Firmen sich langfristig oder diese Firmen Modelle langfristig nicht am Markt halten. Also Tipp Nummer 4: Schau mal, wie du deine Post versendet. Und 5: Vielleicht sagen viele von euch "Ach, das versuche ich sowieso zu vermeiden." Ich auch. Ich versuche nämlich, Drucken zu vermeiden. Aber nichtsdestotrotz ist es vielleicht noch mal interessant zu gucken Was druckt ihr aus? Vielleicht auch, wenn ihr in einem Corporate Umfeld arbeitet. Da noch mal eine Debatte über CSR, also Corporate Social Responsibility, anzuregen und zu gucken "okay, brauchen wir das wirklich? Können wir doppelseitig drucken, können wir in Graustufen drucken?" Alleine durch doppelseitiges drucken lässt sich 50 % Papier sparen. Und das ist doch schon irgendwie ganz schön viel, finde ich. Also meine fünf Tipps noch einmal im Rep up: Entscheide dich aktiv für ein EMail Anbieter, bändige deine E-Mail Flut, lösche E-Mails, lösche löschen, löschen, melde dich von Newslettern ab, wähle dein Büromaterial bewusst aus, versende Post klimaneutral und steuere dein Druckverhalten und schaue da noch mal, ob es da noch was zu optimieren gibt. Erzähl doch gerne mal hier in den Kommentaren, wie du so eine Folge findest zum Thema Nachhaltigkeit und zum Thema, was du da ganz konkret tun kannst. Das ist wirklich mal wie eine Anleitung. Und wenn du etwas davon umgesetzt hast, dann schick uns doch gerne mal einen Kommentar dazu. Wir sind super gespannt und freuen uns, wenn du Mittwoch wieder rein hörst in das tolle Interview, das wirklich sehr inspirierend ist. Und wir machen mal eine Woche hier bei meinem neuen zum Thema Nachhaltigkeit. Jetzt wünsche ich dir erstmal einen schönen Tag. Wir freuen uns sehr, wenn du uns auf der Plattform deiner Wahl bei Spotify oder Apple Podcasts oder wo auch immer dieser wo du uns hörst, wenn du uns dort fünf Sterne gibst und uns ein paar liebe Worte schreibst. Denn der Podcast lebt davon, dass die Community uns auch Feedback gibt, sodass wir eben auch mehr Menschen erreichen können. Darüber würden wir uns sehr freuen. Habt einen tollen Tag bis zur nächsten Folge. Ciao!

  18. Corinna Mamok über Scham, Mutausbrüche & kleine Revolutionen Egal, ob du 💙 einen Mini-Bikini am Strand tragen 💙 selbstbewusst für dich und deine Meinung einstehen 💙 herausfinden möchtest, warum du tickst, wie du tickst diese Folge MUSST du dir anhören. Denn in der aktuellen Folge unseres Podcasts MOIN um NEUN spricht unser Interviewgast Corinna Mamok – Fotografin, Autorin und experimentierfreudige Revolutionärin - darüber, wie sie so mutig wurde wie sie heute ist – und wie du deinen Mut-Muskel auch trainieren kannst. Corinna erzählt über ihr “Sex gegen den Weihnachtsstress”-Experiment und darüber, wie sie Menschen zunehmend triggert, je selbstbewusster sie auftritt. Und sie verrät, woher ihr Mut kommt, schambehaftete Themen offen anzusprechen. Hör rein in die Folge und lass uns eine Bewertung oder ein paar Sterne da, wenn sie dir gefällt. Corinna auf Instagram: https://www.instagram.com/corinna.mamok/ Corinnas Webseite:www.Fotografie-corinnamamok.de Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Gretel Niemeyer: Willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun dem Business Schnack mit Laura und Gretel und ihr könnt es zwar nicht sehen, vielleicht könnt ihr es aber hören. Ich grinse wie ein Honigkuchenpferd, denn ich habe heute Corinna Mamok zu Besuch. Corinna ist Fotografin, hat unter anderem die tollen Business Fotos auf meiner Website gemacht. Sie ist Autorin, hat unter anderem das Buch "Mama mutig mittendrin" geschrieben und ist seit spätestens gestern auch Revolutionärin. Darüber reden wir gleich. Hallo Corinna, schön, dass du da bist. Corinna Mamok: Ich freue mich, da zu sein. Gretel Niemeyer: Und zwar ist es bei uns, bei Moin um Neun ja so, dass wir diese Woche unter das Thema Mut gestellt haben. Und ich kenne tatsächlich, glaube ich, sehr wenige bis niemanden, die so mutig sind wie Corinna. Und ich erzähle euch gerne auch, warum. So näher kennengelernt habe ich Corinna, als sie ihr Buch "Mama mutig mittendrin" geschrieben hatte und es darum ging, es zu promoten. Und da hast du, ich erinnere mich noch gesagt, ich war bis dato noch nie weiter weg von zu Hause, als ich glaube Grenze des Saarlands und. Corinna Mamok: Ja 150 Kilometer. Gretel Niemeyer: Genau. Und für dieses Buch bist du aber quer durch Deutschland gereist, hast auch heulend im Auto gesessen und wusstest nicht mehr, wie du auf diese Welt klarkommen sollst und hast es aber trotzdem gemacht. Und das ist so, ja, das ist für mich schon mal Mut und mutig. Erzähl mir doch erst mal aus deiner Perspektive, was ist Mut überhaupt? Corinna Mamok: Für mich ist Mut, wenn ich ich selber bin. Also wenn ich es immer wieder schaffe, meine eigenen Grenzen zu sprengen. Wenn ich mich nicht für ein statisches Wesen halte, sondern davon ausgehe, dass ich mich verändern kann, verändern darf, wenn ich bereit bin, Fehler zu machen und ja auch diese Fehler einzugestehen. Das ist für mich mutig. Gretel Niemeyer: Und du sagst ja jetzt mutig sein ist ich selbst zu sein. Da wäre der erste Impuls zu sagen: "Na, so schwer ist es ja nicht. Wir sind doch alle wir selbst." Und wenn wir aber nur einen Meter darüber nachdenken, ist ja wir selbst zu sein, vielleicht die allerschwerste Herausforderung überhaupt. Unser direktes Umfeld hat irgendeine Meinung zu uns und wie wir aussehen, wer wir sind, was wir tun, unsere, unser größeres Umfeld auch. Und warst du schon immer so, dass du gesagt hast, mir ist es einfach schnuppe, was alle anderen von mir denken? Ich weiß, wer ich bin. Ich weiß, was ich will. Oder wie war so deine Reise dahin zu dem mutigen selbst, das du jetzt bist? Corinna Mamok: Oh, also, man muss sagen, in meiner Brust schlagen sozusagen zwei Herzen. Das eine war schon immer so Lets go und war schon immer sehr klar, auch in seiner Kommunikation. Und das andere hatte einfach die Hosen voll und hatte extrem viel Angst, sehr viele Zweifel. Und mir ist es schwer gefallen, da einen Mittelweg zu finden oder überhaupt einen Weg zu finden. Weil immer wenn dieses mutige Herz gesagt hat: "Lass uns gehen", hat das andere quasi das Stoppschild rausgeholt und hat gesagt: "Nee, davor haben wir jetzt Angst." Und das war so ein innerer Kampf. Und den zu verstehen, was da in mir los ist und warum ich was tue. Das war halt ein langer Prozess und das ging auch nicht von heute auf morgen. Und ich glaube, Mut ist ähnlich wie Muskeltraining. Also man kann so seinen Mut Muskel trainieren mit lauter kleinen Dingen. Und je mehr man tut, desto mehr kommt man halt auch bei sich an, also. Ich habe ja, nach meinem Buch hatte ich so das Gefühl, das bin ich jetzt und jetzt, ein Jahr später kann ich jetzt sagen: "So war ich doch nicht." Und ich glaube, das geht halt ein Leben lang so und ich habe festgestellt, es geht nicht mehr. Also für mich geht es nicht mehr ums Ankommen, sondern für mich geht es quasi ums Weitergehen und neugierig bleiben. Und ich werde immer wieder neuer Aspekte an mir kennenlernen, solange ich die Augen offen lasse und danach suche. Und es ist halt ein Prozess und ich bin auch nicht immer mutig. Also manchmal, je nachdem, in welcher Phase du mich erwischt, dann bin ich das Opossum, was sich auf dem Rücken legt und sagt: "Ich bin überhaupt nicht hier" und im nächsten Moment bin ich wieder so zack, lass uns los. Gretel Niemeyer: Und einer dieser Zack, lass uns los - Momente war ja auch letztes Jahr im Dezember, als du einen Artikel dazu geschrieben hast bei Hauptstadt Mutti, in dem es darum ging Sex gegen Weihnachtsstress. Corinna Mamok: Ich habe ja selbst Experimente für mich entdeckt. Das muss man dazu sagen. Ich mache jeden Monat ein Selbstexperiment, weil ich einfach gelernt habe, dass es mir dabei hilft, keine Alltagsdramen zu kreieren. Ich war vorher so der Typ. Ich habe, das war schon fast Drehbuch reif. Ich habe immer wieder Dramen kreiert, für mein Leben spannend zu halten. Das war so ein absolut unbewusster Prozess. Den habe ich dann tatsächlich auch in einer Therapie aufgearbeitet, weil ich einfach verstehen wollte, was so mit mir los ist. Und dann habe ich entdeckt, ich brauche mehr Alltags-Abenteuer und ich brauche mehr Abwechslung. Und dafür sind diese selbst Experimente perfekt, weil dann, ich bin ein sehr disziplinierter Mensch. Ich fordere mich gerne heraus und ich habe gern Abwechslung. Und das kriege ich halt mit so einem Experiment. Die gehen immer 30 Tage, kriege ich das hin. Und letzten November war es so, dass also ich finde November sowieso so ein Scheiß-Monat. Gretel Niemeyer: Es ist nicht halbes und nichts ganzes irgendwie. Corinna Mamok: Genau es ist eklig dunkel, es ist matschig, es regnet hier viel. Also du kannst nicht viel draus machen und keine Ahnung, es fühlt sich alles komisch an und da war so der mental load hinsichtlich zu Weihnachten. Oh Gott, die Geschenke und das muss ich noch machen und das muss ich noch machen. Und dann haben wir Weihnachtsurlaub und da muss ich vorher noch meine Arbeit irgendwie hinkriegen. Das war halt alles ziemlich viel. Und ich war so ein bisschen verzweifelt und habe gedacht so, nein, ich brauche jetzt irgendwas extrem Lustiges, irgendwas, was ich noch nie gemacht habe und was mich halt noch mal auf andere Gedanken bringt. Und dann musste ich daran denken. Mein Mann und ich, wir haben früher How I Met Your Mother zusammen geguckt und da hat Barney Stinson immer gesagt "Vögelt für den Weltfrieden." Und dann dachte ich, also ich fand das immer extrem lustig, aber dann dachte ich mir, ja, wer macht das denn schon? Und bei uns in der Beziehung habe ich schon gemerkt, wenn wir länger keinen Sex haben, gehen wir aufeinander los, weil wir sind einfach so unterschiedlich. Also Sex ist quasi so der Kleber unserer Beziehung, will ich mal sagen. Und ich war im November so verzweifelt, dass ich dann gesagt habe Ja, komm, lass es uns doch mal versuchen. Und mein Mann war völlig begeistert von der Idee, jeden Tag Sex zu haben. Und ja, dann kam der Dezember. Der Einstieg war ziemlich schwer, weil mein Hund, dem ging's zu dem Zeitpunkt überhaupt gar nicht gut. Der hatte also, das Stand im Raum, dass wir den einschläfern lassen müssen. Und eigentlich war ich todtraurig und dann war das schwierig für mich von, ich bin todtraurig, zu lass es uns tun. Also meine Gefühle irgendwie dahingehend zu bewegen. Und wir haben es aber trotzdem gemacht und wir haben es auch durchgezogen. Und ich muss sagen, es war eines der besten Experimente, die ich je gemacht habe, weil erstaunlicherweise hilft Sex gegen Mental Load. Also nicht, es macht deinen mental load nicht geringer, aber ich hatte weniger mental load, weil mein Mann plötzlich viel engagierter im Haushalt war und auch mit den Kindern. Das heißt Dinge, wo ich mir vorher einen Kopf drüber machen musste, die waren plötzlich so puff, waren weg und das war total geil daran. Und dann war ich irgendwann so an dem Punkt, wo ich dann dachte, so, ja, hätte man mir vorher gesagt, dass ich einfach nur jeden Tag Sex haben muss, damit mein Leben läuft. Hätt ich das doch getan. Ja, also, es war richtig, war ein richtig schönes Experiment und es kam mir auch überhaupt gar nicht mutig vor, darüber zu schreiben. Also das war für mich ist es immer so, wenn ich irgendwas mache, ich bin ein sehr offener Mensch und wenn ich das quasi so für mich geregelt habe, dann kann ich auch über alles reden und von daher war es auch okay, über dieses Experiment zu sprechen. Gretel Niemeyer: Ja, das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen, sich das zu überlegen und das in der Partnerschaft zu machen. Es ist ja eine Seite, ein Teil der Geschichte. Aber darüber zu schreiben und das zu veröffentlichen, ist ja vielleicht noch was anderes. Und ich kann mir vorstellen, dass das für viele Menschen viel Mut erfordert hätte und ein krampfhaftes Thema gewesen wäre. Aber mit Scham behafteten Themen hast du es ja sowieso. Ich erinnere mich an einen anderen Artikel, da ging es ums Thema Muschifurz. Weil du festgestellt hast oder wie du also aus allen Wolken gefallen bist, als du festgestellt hast "Oh, ich bin gar nicht alleine damit" und genau das Thema aufgegriffen hast, es im Freundeskreis besprochen hast und ich frage mich, ist es, also du kannst gerne noch mal zu dem Thema gleich was sagen, aber hast du so gemerkt, dadurch, dass du solche Themen ansprichst, dass es also dass es einfach wichtig ist, da mutiger zu werden und dass du also dass es einfach wichtig ist, dass es jemanden gibt, der das aufs Tapet bringt sozusagen. Corinna Mamok: Ja, also zu dem Thema Muschifurz muss ich sagen, das war tatsächlich bei mir im ersten Schritt Scham behaftet, weil ich dachte, ich wär kaputt. Also ich kannte dieses Phänomen vorher nicht. So rückblickend erklärt sich so einige Geräuschkulisse im Yogakurs. Das war mir vorher nicht bewusst, wo diese Töne herkommen. Aber dass das was ganz Normales sein kann, ja, das habe ich dann quasi so rückblickend verstanden und für mich war das schwierig so einzusehen. So, also ich dachte halt, ich bin kaputt. Und das zuzugeben fand ich schwierig. Und wie ich dann darüber gesprochen habe und festgestellt habe, ich bin ja nicht kaputt. Das ist so eine ganz normale Sache, die nur vorher irgendwie an mir vorbeiging. Aus irgendwelchen Gründen war das total befreiend. Und dann drüber zu schreiben, war dann halt auch kein großes Ding. Und ich finde, man muss halt viel mehr über solche Themen sprechen. Das habe ich auch im Laufe des Buchs gemerkt. Da habe ich auch Frauen quasi nach ihrem Körper, so nach der Geburt halt gefragt. Und es gibt ja ganz viele, die so Probleme mit ihren Brüsten haben, wie wie sie aussehen oder dass der Bauch nicht mehr so ist oder dass es untenrum auch gar nicht mehr so aussieht, wie es vorher war. Und ich glaube, wenn wir offen darüber sprechen, kriegt halt keiner dieses Gefühl von "Ich bin kaputt", weil das fand ich ganz schrecklich zu merken, ah ja ust bei allen so war für mich total befreiend und deshalb bin ich ein großer Verfechter von "Sprich drüber". Gretel Niemeyer: Und jetzt hast du mir im Vorgespräch in den fünf Minuten Vorgespräch, die wir gemacht haben, auch erzählt, dass du jetzt gerade zu Pfingsten im Urlaub warst und dich mal mit so einem kleinen Dreiecks Bade Höschen, Bikinihöschen oben ohne an Strand gelegt hast und halt auch so gesagt hast. Okay, das war super krass irgendwie. Einerseits, weil du es lange nicht gemacht hast und andererseits hast du aber so in dir geruht, weil du gedacht hast "Ja, so bin ich halt, so ist es halt, fühlt sich super an". Wie kriegst du das hin? Also, du hast vorhin gesagt, es ist ein Muskel, ein Mut Muskel, den wir trainieren können. Aber was sind so kleine Schritte, die man machen kann auf dem Weg? Corinna Mamok: Für mich war das jetzt mit dem Bikini Höschen. Ich habe bei Instagram von irgendeiner englischen Komikerin. Wie heißt die denn, Celeste Barber? Keine Ahnung. Sie ist so big im Business. Keine Ahnung. Auf jeden Fall macht die halt die Topmodels immer nach und zieht sich dann auch diese komischen Dinger an. Gretel Niemeyer: Ja, ich weiß, ich weiß, wen du meinst. Corinna Mamok: Ja, auf jeden Fall habe ich ein Foto von der gesehen, wo die halt so ein Mini Höschen anhatte und dann dachte ich, sie ist immer so krass und dann habe ich mir gedacht, ich habe die früher auch mal angezogen, auch wenn mein Hintern schon immer sehr rund war, aber ich habe die früher angezogen und habe mich wohl drin gefühlt und in den letzten Jahren habe ich immer so diese Oma Höschen. Bloß nicht zu viel zeigen an den Hüften sehr breit, weil ich halt sehr breite Hüften hab und dann war ich eher so mit Kaschieren beschäftigt und dann dachte ich so, das könnte ein Experiment sein und habe dann gedacht und mich erwartet das totale Kopfkino. Also ich habe gedacht, ich mach mich voll fertig, weil ich ja weiß, dass mein Körper nicht aussieht wie der von einer 20-jährigen und auch nicht aussieht wie der von einem Topmodel. Sondern ich bin sehr weich, auch um die Hüften rum. Da sind nicht viele Muskeln und die sind auch nicht so schmal und ähm, das dann halt einfach umzusetzen. Da habe ich Kopfkino erwartet. Und dann habe ich zuerst überlegt, ob ich einen Artikel darüber schreibe und habe dann auch mit Elina von Hauptstadt Mutti so drüber gesprochen. Dann hat sie zu mir gesagt, sie postet solche Bilder von füllig. Also ich bin ja noch nicht mal füllig, aber von fülligen Frauen in Mini-Bikinis postet sie einfach auf sehr selbstverständliche Art und Weise, weil das einfach auch zur Gesellschaft dazugehört und weil jeder einfach anziehen darf, was er will. Und das hat so ein bisschen in meinem Kopf gerattert. Und dann dachte ich, warum mache ich mir eigentlich so einen Kopf darüber, so ein Höschen anzuziehen? Und dann habe ich dann festgestellt, ja, es geht um die anderen, es geht gar nicht um mich, weil ich fühle mich in meinem Körper wohl. Es sind die anderen, über die ich mir einen Kopf mache. Ja, und dann habe ich im Urlaub dieses Höschen angezogen, habe aber noch ein Oberteil angehabt, weil ich habe zwei Kinder gestillt. Meine Brüste sind jetzt auch nicht mehr so straff und habe dann dieses Oberteil angehabt und bin an den Strand und habe mich total eingeengt gefühlt. Weil im Alltag lauf ich tatsächlich immer ohne BH rum, weil das für mich einer meiner größten Werte ist, zum Beispiel Freiheit und ohne BH rumlaufen zahlt darauf ein. Und dann saß ich am Strand mit diesem Oberteil und habe mich eingesperrt gefühlt. Und ich bin jemand, der sich am Strand sehr wohlfühlt. Ich liebe das Wasser. Und dann dachte ich mir. Warum soll ich mir das jetzt kaputt machen lassen? Warum soll ich mich jetzt eingesperrt fühlen, nur weil ich Angst habe, was irgendjemand anderes über mich denken könnte? Dann habe ich das Oberteil ausgezogen und einen kurzen Moment gewartet und dachte so, "ach" und dann war das auch mit dem Höschen auch gar kein Thema mehr. Ich bin in den Wellen rum gehüpft, das war mir völlig schnuppe. Man muss aber auch dazu sagen, ich habe einen Mann, der mich darin auch immer sehr bestärkt. Der sagt zum Beispiel "Du siehst total sexy darin aus. Warum hast du das nicht früher noch mal angezogen?" Und ich dachte, na ja, wegen den anderen. Aber man muss halt keine Rücksicht auf die anderen nehmen, sondern man muss bei sich bleiben. Und ich finde, wenn man bei sich bleibt, fühlt sie es auch gar nicht mehr so mutig an. Gretel Niemeyer: Und jetzt hast du gesagt, du lagst da am Strand, neben einer Gruppe Ende 20, Anfang 30-jähriger Männer, alle gut gebaut, die ihre Zeit damit verbracht haben, die Frauen, die vorbei gelaufen sind, zu bewerten, zu beurteilen, zu verurteilen usw. Wie bist du da in deiner Mitte geblieben? Direkt neben den oben ohne im Höschen? Hast du das ausgeblendet? Stehst du über den Dingen? Wie darf ich mir das vorstellen? Corinna Mamok: Ich lag tatsächlich am Strand und habe die ganze Zeit nonstop gelacht, weil ich es einfach. Ich fand es, ich fand es schon ein Stück weit lächerlich. Stört das mit dem Hund? Gretel Niemeyer: Ihr wisst, dass das ein Hund ist. Das können wir nicht ändern. Corinna Mamok: Okay. Auf jeden Fall lag ich da. Kaja, jetzt ist Schluss. Lag ich da und die haben wirklich jede Frau kommentiert. Und da sind wirklich Frauen rumgelaufen, die hatten einen fantastischen Körper, die waren durchtrainiert und keine Ahnung was, die sahen richtig gut aus und die haben an jeder irgendwas gefunden, was ihnen nicht gefallen hat. Und ich habe die ganze Zeit vor mich hin gekichert, weil ich einerseits dachte nur so, die werden mit Sicherheit auch über meinen Körper reden, aber es war mir in dem Moment total scheißegal, weil ich halt wusste, das, was du an dem anderen siehst, worüber du dich quasi bei jemand anderem aufregst, das ist ein eigenes Thema. Das heißt, wenn die am Strand sind und jeden Körper bemängeln aus irgendeinem Grund, dann ist das denen ihr Thema. Dann haben die quasi immer noch was an ihrem Körper oder finden sich halt immer noch nicht gut. Weil wenn du bei dir bist und dich gut findest, dann fängst du auch nicht an, über den Körper von anderen irgendwie zu lästern und das zu wissen, das hat mir einfach eine unglaubliche Freiheit und Ruhe gegeben und deshalb war es mir in der Stelle tatsächlich auch wieder völlig egal. Gretel Niemeyer: Und jetzt sagt man ja gerne mal, das habe ich in dem Podcast letztens gehört. Wenn man eine krasse Sache sich überlegt, eine mutige Sache sich überlegt und die funktioniert, dann ist es Mut. Wenn sie daneben geht, dann war man einfach töricht oder dumm. Bist du mit dem Thema Mut und mutig sein schon mal richtig auf die Nase gefallen? Oder kannst du rückblickend so sagen, eigentlich habe ich aus jeder Aktion, wo ich mutig war, von außen sehr mutig war so viel gelernt, das hat mir so viel gebracht, dass ich auf jeden Fall immer so weitermachen werde. Corinna Mamok: Ich glaube, mutig sein ist die einzige Art, wie ich mein Leben leben möchte. Manche bezeichnen es ja auch schon mutig, dass ich quasi so offen immer über alles spreche. Ich spreche auch ganz offen über meine Fehlgeburt und keine Ahnung was oder jetzt auch über dieses Sex-Experiment. Da sagt manch einer Wie kannst du da etwas tun? Also ich gehe auch ganz offen mit meinen Schwächen um. Das wird der eine oder andere auslegen, so dass ich am Ende doof dastehen kann. Aber das ist mir an der Stelle auch egal, weil mir das einfach wichtig ist und ich falle auf die Nase. Ein konkretes Beispiel habe ich grad nicht. Fällt mir jetzt gerade keins ein, aber ich bin schon oft hingefallen und habe mich dann gefragt, warum mache ich das? Gerade mit dieser offenen Art und Weise fällt man super oft auf die Nase und das ist aber halt immer dieser innere Monolog. Ist es mir jetzt wichtiger, dass der andere das quasi ausnutzt und da jetzt irgendeinen Schuh draus macht? Oder ist es mir wichtig, dass ich halt bei mir bleibe und ich habe mich einfach dafür entschieden, das egal was im Außen kommt, egal was XY über mich denkt, es ist wichtig, was ich über mich denke. Und ich mag diese offene, mutige Art und deshalb riskier ich's lieber auf die Nase zu fallen, als mich anzupassen und das zu machen, was irgendwie jeder macht. Sondern ich will das machen, was ich machen will. Und deshalb mache ich es einfach. Gretel Niemeyer: Und für genau sowas wirst du ja mittlerweile auch gebucht. Du hattest gestern ein Event, du hattest ein hinreißendes blaues Kleid an, einen tollen roten Lippenstift und hast mir danach geschrieben, warte, "Ich liebe Revolution. Ich habe mich ein bisschen wie Lady Oskar gefühlt." Frage Nummer eins: Wer ist Lady Oscar? Das weiß ich nämlich nicht. Frage Nummer zwei: Was war da gestern los? Corinna Mamok: Also Lady Oscar ist quasi die Protagonistin von einem japanischen Animate, spielt zur Zeit der Französischen Revolution und sie ist quasi die Beschützerin der Königin, aber stellt sich dann am Schluss auf die Seite des Volks, weil sie einfach sagt "Das Volk hat recht, die Könige halt nicht." Und die war immer sehr mutig und auch sehr klar. Und keine Ahnung, ich bin ein riesen Lady Oscar Fan und das gestern hat sich so ein bisschen danach angefühlt, weil man muss sich das so vorstellen, ich habe den Vortrag auf einem Dorf gehalten, da ticken die Uhren ja manchmal noch so ein bisschen anders in so ländlichen Regionen. Gretel Niemeyer: Erzähl mal kurz, welchen Vortrag hast du gehalten? Corinna Mamok: Der Vortrag hieß: Schluss mit Kopfkino. Es ging quasi darum, wie du deine Selbstzweifel in den Griff kriegst und mehr Leichtigkeit in deiner kreativen Arbeit irgendwie hast und oder halt auch in deinem kreativen Alltag oder wie man generell mehr kreativ sein kann. Und ich würde sagen, ich bin Expertin in Sachen Selbstzweifel und habe da halt einfach so meine Reise zum Buch halt erzählt. Und auch die Reise, die halt danach kam. Und immer das, was ich vorhin schon gesagt habe. Diese eine Stimme, die gesagt hat "Lass uns gehen" und die andere, die immer wieder so zurückgezogen hat und. Ich habe halt so geredet, wie ich rede. Wenn ich was scheiße finde, dann sage ich auch ganz klar, dass das halt Scheiße ist. Und ich habe genauso klar kommuniziert, dass es mir am Ende des Tages völlig egal ist, wie die Leute aus diesem Vortrag rausgehen, ob sie jetzt total inspiriert sind oder ob sie es scheiße fanden, dass das halt nichts mit mir macht, sondern dass das quasi deren Sache ist. Und ich saß da. Man muss sich das so vorstellen, es war, die Leute saßen im Halbkreis vor mir und ich saß quasi auf einem einzelnen Stuhl vor denen. Wie ich mich hingesetzt habe, kam ich mir vor, als wäre ich auf der Anklagebank und das wären quasi so die Geschworenen. Und jetzt urteilt jeder über mich. Das Spannende war, wie ich angefangen habe zu reden und von meiner Geschichte erzählt habe, hat sich das rumgedreht? Da habe ich so richtig so gemerkt, wie sich so diese Macht, "Machtposition" in Anführungszeichen, wie sich das, wie sich das verändert. Und je nachdem, was ich erzählt habe oder wie ich es erzählt hab, konnten die Leute meinem Blick gar nicht mehr standhalten. Dann haben sie nach unten geguckt, dann hast du gemerkt, die Füße werden nervös, der Oberkörper bewegt sich. Also du hast gemerkt, da passiert was und ich bin halt jemand. In dem Moment gehe ich quasi nicht aus der Situation raus und mach es dann quasi sanfter, sondern ich bleib bei meiner Klarheit und drück vielleicht den Finger noch so ein bisschen in die Wunde rein, weil ich ja etwas verändern will und etwas bewegen will und ich weiß, dass das nicht unbedingt angenehm für die Leute ist, aber ich mache es dann halt trotzdem. Und das halt zu sehen war sehr spannend und da war eine Dame dabei, die hat sich sehr angepiekst zu mir gefühlt. Am Schluss gab es dann so eine Fragerunde und dann hat sie zuerst ne Frage zu meinem Buch gestellt und dann hat sie mir unter die Nase gerieben, dass ich ja eine sehr privilegierte Stellung hätte mit meinem kreativen Beruf. Und dann hast du so bemerkt, sie war so voller Erwartungshaltung, dass ich jetzt irgendwie keine Ahnung, dass ich eskaliere, dass ich unfreundlich werde oder sonst irgendwas. Aber ich war ganz ruhig, hab sie angelächelt und habe dann gesagt, natürlich, als weiße Frau in diesem Land zu diesen Zeiten geboren zu werden und dann noch ein gutes Elternhaus zu haben, bringt Privilegien einfach mit sich. Das ist einfach so und dessen bin ich mir bewusst. Aber es ändert ja nichts daran, dass also deshalb ist mein Weg ja nicht weniger wert und deshalb war es ja, ich hatte diesen kreativen Beruf ja nicht immer, ich war mal Tierarzthelferin, ich war mal Angestellte im Marketing. Und diesen Weg, den ich gegangen bin, dass ich jetzt heute Fotografin bin und dass ich Autorin bin, das habe ich mir erarbeitet. Und deshalb klar, irgendwo bin ich privilegiert. Aber andererseits ist es halt auch mein Weg und deshalb konnte es so gelassen bleiben. Aber sie konnte halt nicht gelassen bleiben, weil ich irgendwas an ihr, in ihr ausgelöst habe, was sie halt gestört hat. Und dann hat sie so einen ganz theatralischen Abgang gemacht. Und vor einem Jahr, zwei, hätte mich das völlig aus der Fassung gebracht, also wäre ich völlig "Oh mein Gott, was habe ich getan?" und gestern saß ich da nur und dachte mir so "Ja, ist geil. Hat Spaß gemacht." Es war dieses, weil ich jetzt wusste, wenn man mir zugehört hat und wenn man mir zuhören wollte, dann hat man ganz viel daraus mitgenommen. Aber ich kann halt für keinen diesen Weg gehen und ich kann auch keinem sagen, wie er es machen soll, sondern jeder muss halt seinen eigenen Weg gehen. Und deshalb ist es halt auch überhaupt gar nicht schlimm, wenn er im Vortrag jemand sitzt, der das nicht mehr aushält und einfach aufsteht und geht. Und das war ein großartiges Learning für mich und ich habe mich danach wirklich so gefühlt, als hätte ich so eine kleine Revolution in diesem Dorf angezettelt und ich bin jederzeit bereit, es wieder zu tun. Und ich habe festgestellt, ich halte das aus. Ich halte das mittlerweile aus, wenn man mich Scheiße findet. Das ist okay. Gretel Niemeyer: Wunderbar. Ich hatte mir als letzte Frage ein kleines Plädoyer zum Thema Mutig sein gewünscht. Das hast du jetzt von ganz alleine gegeben. Ich freue mich riesig über dieses Gespräch. Ich kann euch alle wirklich nur einladen, bei Corinna mal Corinna Mamok, mal vorbeizuschauen auf dem Instagram Profil, weil sie da ganz oft diese tollen Experimente, die sie jeden Monat macht, teilt, zum Thema künstlerisch oder mal zum Thema finanzielle Bildung zum Thema weiß ich, was da noch alles war. Klavier hast du gespielt. Und so weiter. Also schaut auf jeden Fall vorbei und holt euch da noch mehr Impulse dazu ab. In sich zu ruhen, mutig zu sein und einfach happy zu sein mit dem Leben, das man hat oder sich ein neues Leben zu kreieren. Corinna, ich danke dir tausendmal, dass du so spontan dich bereit erklärt hast in unseren Podcasts zu kommen. Und ich wünsche dir noch einen tollen Tag. Corinna Mamok: Auch dir auch. Gretel Niemeyer: Tschüß. Foto von Gretel: Kareen Kittelmann Fotografie

  19. Gründen mit Leidenschaft, Mut & einer Portion Intuition Bock auf einen super entspannten Kindergeburtstag oder ein besonderes Event mit deinen Kund:innen? Dann check auf jeden Fall Jo’s Cake Party aus. Denn das sind leckere (und vegane) Cupcake-Boxen, bei denen es nach dem Auspacken direkt mit dem Verzieren losgeht. Die Cupcakes, die farbige Zuckercreme, die Tüllen und Super Streusel – alles ready to go in der Box. Und egal, ob Meerjungfrauen, Fußballer-Träume oder individuelle Pakete: Gründerin Johanna Caspers kann wirklich jedes Thema als Cupcake “übersetzen”. In dieser Folge MOIN um NEUN schnackt Gretel mit Johanna darüber, wie sie auf die Idee zu Jo’s Cake Party kam & woher sie den Mut für die Gründung genommen hat warum Johanna so wahnsinnig erfolgreich verkauft, obwohl sie selbst sagt: “Ich bin keine klassische Vertrieblerin” wie sie als Gründerin & Mutter den Spagat aus Planung und Intuition managt Ein Must-Listen-To für alle Gründerinnen, Business-Ladies und Mütter, die selbstbestimmt ihren Weg gehen wollen. Instagram Johanna: https://www.instagram.com/jos_cake_party/ Shop: https://www.jos-cakeparty.com/ Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Gretel Niemeyer: Moin um Neun geht in eine neue Folge. Willkommen zu dieser Folge Moin um Neun, dem Business Schnack mit Laura und Gretel. Und heute ist nicht die Laura am Start, sondern die liebe Johanna Caspers, ihres Zeichens Gründerin von Jo's Cake Party. Wenn ihr Jo's Cake Party noch nicht kennt, solltet ihr es auf jeden Fall kennenlernen. Denn Johanna verschickt einerseits die aller coolsten Cupcakes Selber-Bastel-Sets in ganz Deutschland und andererseits kommt sie auch wenn du in Berlin und Brandenburg und vielleicht Hamburg wohnst, zu dir nach Hause und gestaltet einen super Geburtstag, eine super Geburtstagsparty mit deinen Kindern. Moin Johanna, schön, dass du da bist. Johanna Caspers: Hi, Gretel. Guten Morgen. Danke, dass ich da sein darf. Gretel Niemeyer: Erzähl doch mal, was genau oder wie genau bist du auf die Idee von Jo's Cake Party gekommen? Was machst du? Wer bist du? Was sollten wir im Einstieg schon mal über dich wissen? Johanna Caspers: Ja, also ich bin Johanna. Ich bin 38 und wohne hier im schönen Wandlitz sowie du auch mit meiner Familie und vor Jo´s Cake Party war ich auch schon selbstständig mit was ganz anderem mit einer kleinen Akademie in Berlin und die habe ich Pandemie bedingt aufgegeben und habe dann überlegt, so was machst du jetzt? Und für mich war klar, auf jeden Fall wieder in die Selbstständigkeit und habe einfach in der Pandemie, aber auch vorher immer schon sehr viel gebacken mit den Kindern, sehr viel, sehr viel und gerne dekoriert und hatte sowieso immer so einen Hang Richtung Gastronomie und das alles familiengetreu irgendwie zu verbinden, Selbstständigkeit, irgendwas mit Gastronomie und was mit Kindern. Da ist mir erst mal ganz lange nichts schlaues eingefallen. Aber bei jeder Backaktion, die ich hier mit meinen Kindern und teilweise Nachbarskindern und Freunden durchgeführt habe, dachte ich immer wieder, du musst das irgendwie beruflich machen. Es macht so viel Spaß, es macht mir Spaß, es macht den Kindern Spaß. Es muss doch möglich sein, damit auch Geld zu verdienen. Und dann habe ich es einfach irgendwann gemacht und habe gesagt, ich biete das jetzt an, ich gehe zu Kinder, Partys und mache mit denen einfach richtig coole Cupcakes dort vor Ort. Dafür brauche ich erst mal keinen Raum und schaue mal, ob das funktioniert. Und das war wurde gleich super gut angenommen. Ist aber ja regional begrenzt und da habe ich mir gedacht, das kannst du doch auch versenden, das kann man doch als Box fertig machen. Und da war mein Gedanke einfach, ja, aber dann nur, wenn das auch wirklich so ist, dass es für die Mama, die sich das bestellt, für die Party eine Entlastung ist. Und das ist ja eigentlich mein Kernpunkt, dass alles wirklich fertig in dieser Cupcake Box drin ist. Auspacken und loslegen und man wirklich, man braucht kein Ei mehr oder noch 350 Gramm italienische Mascarpone. Es ist einfach alles da drin fertig und kann benutzt werden. Gretel Niemeyer: Ja, also super cool. Ich kann das wirklich nur empfehlen. Wir haben ja deine Boxen ein bisschen zweckentfremdet und haben sie nicht für eine Geburtstagsparty genutzt, sondern wir hatten Johannas Boxen für unseren Virtual VIP Day in unserer Mastermind im Einsatz und es war wirklich super cool, weil es kamen einfach für jede vier Muffins, die Zucker Creme in den Farben unserer also in unseren Brand Colours. Es gab die aller geilsten Streusel dadrin noch eine Flasche Sekt und so weiter. Es war einfach super cool personalisiert und man konnte tatsächlich die Tüten aufschneiden, die Tülle reinstecken und direkt loslegen. Das war mega. Johanna Caspers: Genau das ist die Idee. Und der Cupcake ist halt auch eine universelle Projektionsfläche, sag ich gerne so platt. Man kann thematisch wirklich alles mit dem machen. Natürlich haben Kinder da noch viel mehr Kreativität als wir Erwachsenen und lassen sich da dran aus. Und es ist tatsächlich auch was, was nicht so oft gemacht wird, weil diese Spritz Tüten Thema eigentlich ja eher so ein bisschen was ist, was die Omis früher mit den Kindern gemacht haben. Und da wir Mamas heute einfach richtig viel ja schon auf dem Zettel haben, fällt so was dann ganz oft weg und viele haben noch nie mit so einer Spritztüte gearbeitet und das macht den Kindern einfach wahnsinnig viel Spaß und den Mamas auch. Gretel Niemeyer: Ich muss dazu sagen, jetzt stelle ich mich gleich wieder ein bisschen als Praxis Idiot dar. Ich habe wirklich lange so gedacht, aber wie kriegt man die Tülle da unten rein? Wie geht das denn? Wenn ich schon so einen fertigen Beutel habe. Hey, das war so ne, und dann des Rätsels Lösung. Ja, es gibt einfach noch einen zweiten Beutel. Den schneidet man auf Tülle rein und dann den Zuckerguss im Beutel damit drauf. Und ich dachte nur so. Ja, Gretel, so einfach kann es sein. Wieder ein Mysterium. Johanna Caspers: Und es will ich einfach. Ist die meist gestellte Frage tatsächlich, wie geht denn das? Und dann der große Aha Effekt. Aber ganz ehrlich, auch diesen Trick habe ich mir selber abgeguckt. Den habe ich natürlich nicht erfunden, weil ich ja herausfinden musste, wie mache ich das versandfertig. Was man hier so im eigenen Haushalt mit den Kindern macht, ist ja die eine Sache. Aber das so hinzukriegen, dass es auch andere benutzen können, wenn es einmal durch die Republik gereist ist, das war ja das andere. Und daher musste ich mir jetzt auf die Schnelle auch ziemlich viele Tricks und Kniffe mal abgucken. Und zum Glück gibt es da das Internet mit sehr, sehr vielen Backvideos. Ich wusste nicht, was für eine Welt das ist, aber es ist eine coole Welt. Gretel Niemeyer: Auf jeden Fall. Und jetzt ist es ja so, du hast thematisch unterschiedliche Boxen für die Kids, eine Fußball Box, eine Meerjungfrauen Box, supercool, eine kunterbunte Box und jetzt auch die Einschulungs-Box. Und ja, also du hast es schon angesprochen, ich bin die Nachbarin. Wir kennen uns also auch so, du hast das Business jetzt erst im Mai meine ich offiziell gegründet und bis jetzt aber schon dazu übergegangen, die Muffin Produktion auslagern zu lassen zu einem richtig guten coolen Bäcker hier bei uns in der Region. Wie fühlt sich das an? Also ist das irgendwie so? Hast du damit gerechnet, dass es so läuft? Johanna Caspers: Nein, habe ich nicht. Das ist schon bei jeder Box, die bestellt wird. Überkommt es mich, das ist so cool, dass es auch noch jemand cool findet. Im Februar bin ich mit den Partys gestartet und im Mai mit den Boxen. Genau. Und es kommt einfach beim selber machen als One Woman Show dann einfach auch schnell an Grenzen. Und das ist was, was ich gelernt habe. Also das ist jetzt wirklich mein Vorteil aus der ersten Selbstständigkeit, dass ich da gelernt habe, dass man sich so schnell verbrennt, wenn man alles selber machen will und nicht am heißen Backofen, sondern einfach von der Energie. Und da ich mein Produkt und meine Firma weiterentwickeln möchte, möchte ich nicht darin feststecken, Muffins zu backen. Das ist nicht mein USP, dass ich die leckersten Muffins backe, sondern der Nutzen dieser Box für die Familie, die sie bekommen. Und das ist mein USP, dass sie damit einfach wenig Aufwand bis gar keinen Aufwand und Spaß haben. Und dass ich da rein meine Energie geben kann, die noch cooler zu machen, da Ideen noch mitzugeben. Genau. Und deshalb habe ich das ausgelagert. Aber es ist an einem frühen Zeitpunkt. Ich hätte vielleicht auch noch einen Moment warten können, aber das war jetzt sozusagen einfach eine mutige Entscheidung, das jetzt schon zu machen. Und ich finde es auch immer noch eine gute, weil auch da habe ich wieder einen Partner mit diesem tollen Bäcker in Schönwalde, mit dem Backquarium, der mich unterstützt, der vielleicht auch mal einen Hinweis hat. Ein Tipp wo eine zweite Abholstation auch ist für meine Boxen, also da die Türen aufzumachen und sich noch jemanden reinzuholen, dem man auch vertraut, das fand ich jetzt eine ganz wichtige Erfahrung auch. Gretel Niemeyer: Ja, und du hast gerade schon ein Wort gesagt, das ich auf jeden Fall aufgreifen wollte das Wort Mut. Viele der Businesses, die sonst so in unserer Online Bubble gegründet werden, sind ja relativ ressourcenarm. Also wenn ich mit meinem Laptop irgendwo sitze, kann ich arbeiten. Ja, das Ding hat 1.000 € gekostet. Dann habe ich noch ein Mikrofon. That's it. Das ist bei dir ja gar nicht möglich. Du musstest ja von Anfang an Ressourcen einkaufen, in Rohstoffe investieren, in die Boxen, in die Website. Und so weiter. Wo hast du den Mut hergenommen? Also war das eine geplante Geschichte? War viel Intuition dabei? Woher wusstest du auch das ist jetzt die Idee. Johanna Caspers: Ganz viel Intuition. Also da ist einfach so eine Leidenschaft dahinter und dann auch so ein innerer Zugzwang war dahinter, das jetzt machen zu wollen und das dann auch auszuprobieren. Es ist ja immer so ein Stück weitergegangen, angefangen mit den Partys, da war es noch ein bisschen weniger Ressourcen intensiv und mit den Boxen dann ja, aber plötzlich doch sehr. Aber ich bin da dann ja von Mut und Neugier getrieben. Und ich sauge das immer noch aus einer Erfahrung, die ich mal in meinem Leben gesammelt habe, nämlich als ich nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau in Hamburg einfach gesagt habe, ich mache diesen sicheren Job nicht weiter, ich hätte mich da ins gemachte Nest setzen können. Das war ein richtig, richtig cooler Laden, eine ganz tolle Ausbildung. Aber ich habe gesagt, das ist es nicht für mich für immer. Habe meine Sachen danach gepackt und gesagt, ich gehe auf den Jakobsweg mit Anfang 20 und habe das gemacht. Und daraus ist so viel Mut entstanden, von dem ich wirklich mich immer noch bedienen kann zu lernen, es geht immer weiter. Der Weg führt dich immer irgendwo hin und da, wo er dich hinführt, wirst du Dinge finden, die dich weiterbringen. Das war wirklich der Monat meines Lebens. Einfach damals, wo ich heute ja solche Entscheidungen immer noch daraus speisen kann. Gretel Niemeyer: Ja, Wahnsinn. Und da ist es wieder. Wir sind Nachbarin, haben schon das eine oder andere Gläschen Sekt miteinander getrunken, aber das wusste ich zum Beispiel auch noch nicht. Echt spannend. Johanna Caspers: Ja. Gretel Niemeyer: Und sag mal, du hast ja auch gesagt, also du hattest in Berlin vor der Pandemie eine, eine Marketingagentur, die Why-Akademie, die habt ihr dann, die habt ihr dann geschlossen oder hast du dann geschlossen wegen der Pandemie und du hast auch in einem deiner letzten Posts gesagt, es hätte schon auch noch lukrativere Geschäftsideen sicherlich gegeben, aber nichts, was dich so erfüllt wie das, was du jetzt machst mit Jo´ Cake Party. Wie? Also du bist ja auch Vertrieblerin. Da kommen wir dann gleich noch drauf zu sprechen. Wie? Wie war das für dich? Sozusagen. Okay, das ist jetzt nicht das, womit ich reich werde. Wobei ich auch nicht glaube, dass das dein wahnsinns Antrieb ist. Aber ich glaube, du guckst auf die Sachen schon gar nicht mega romantisch drauf, sondern hast ja auch so diesen betriebswirtschaftlichen Blick darauf. Und wie bist du daran gegangen zu sagen Ja, ich wusste, dass das jetzt nicht mega lukrativ wird, zumindest nicht am Anfang. Ich mache es aber trotzdem. Was war? Was stand dahinter? Johanna Caspers: Ja, dass das einfach nicht nicht mein erster Fokus ist. Ich bin in Jobs, die mich nicht erfüllen, nicht profitabel. Das ist einfach so, Dinge, die mich nicht komplett antreiben. Da schwimme ich dann schnell davon, von meiner eigenen Motivation. Und deshalb habe ich so hart darüber nachgedacht, wie kann ich das, was mich so erfüllt, mit Kindern arbeiten, mit Kochen, backen, also gastronomisch im weitesten Sinne und flexibel. Wie kriege ich das unter einen Hut? Und das wäre natürlich auch gegangen, wenn ich einen Onlinekurs gemacht hätte. Das hätte ich auch machen können. Aber das ist für mich irgendwie der härtere Weg, weil es ja auch ein umkämpfter Markt ist. Das weißt du auch. Du musst dich immer als beste und noch besser oder anders abgrenzen. Und jetzt habe ich etwas, was ich mache mit meinen ganzen Herzblut, dass ich ganz anders erklären kann, das es so auch noch nicht gibt. Und das war tatsächlich meine Motivation dabei zu sagen, da muss es noch was anderes geben. Die anderen Sachen kann ich auch, aber hier kann ich es besser. Gretel Niemeyer: Ja, ich finde das wirklich cool, weil ich sehe es ja so ein bisschen von der Außenperspektive, also das, was ich so bei Instagram von dir seh. Und dann schnacken wir natürlich auch ab und zu mal und ich habe wirklich das Gefühl, da kommt auch immer was Neues. Also du sprühst so vor Kreativität. Da kommt dann wie gesagt diese Einschulungs-Box oder da werden dann für Kunden spezifische Sachen gemacht und ich liebe deinen Instagram Auftritt. Also so richtig. Johanna Caspers: Danke. Gretel Niemeyer: Oder du backst einfach mal Cupcakes und gehst hier in Wandlitz los und verteilst die in Geschäften, also auch so Sachen, wo ich mir denke, ja man, genauso geht's. Richtig cool, dass du das dann halt auch einfach machst. Johanna Caspers: Ja, ich stehe auch teilweise dann wirklich. Ich meine, wir haben Kinder. Jede Mama weiß das, um 6 geht der Tag los. Aber ich stehe manchmal um elf auch hier noch und denke, oh, jetzt mache ich noch mal Erdbeermarmelade in die Cupcake Creme und mach da salzige Pistazien drauf. Da kann der Mann das morgen mit zum Kundentermin geben und dann ist das mega. Ich habe da einfach so eine Lust drauf. Das macht mir so einen Spaß und bei der Einschulungs-Box, das ist ja jetzt mal so ein spezielles Projekt. Die anderen Boxen, die sind ja für den Kindergeburtstag gedacht, sodass die Kinder Entertainment haben, aber das Naschen auch gleich mit da ist und einfach was cooles gemeinsam gemacht wird. Die Einschulungs-Box, die richtet sich noch viel mehr an die Mamas, weil ich weiß es selber, du ja auch unsere Kinder werden eingeschult dieses Jahr, bei mir schon das zweite. Wir haben super viel zu tun an dem Tag davor und an dem Tag selbst. Und da dachte ich dann, ja, warum denn nicht auch dafür für diesen Stichtag so etwas machen, was du dir ganz schnell dann selber zusammen dekorieren kannst? Aber was auch noch individualisierbar ist durch die Buchstaben, die da drin sind und ja, das ist jetzt für mich auch so ein Stichtagsprojekt, weil sonst sind die Geburtstage natürlich nicht an einem Tag und ich kann die mit den Boxen ab frühstücken. Die Einschulung ist das jetzt und das ist noch mal so ein richtig großes Ding für mich. Und trotzdem bin ich mit den Gedanken schon bei Halloween, wenn ich ganz ehrlich bin. Einschulungs-Box ist mega, aber ich bin schon in Gedanken bei Halloween und Weihnachten, weil das ist ja noch viel cooler. Also das wird nicht aufhören mit neuen Ideen. Gretel Niemeyer: Das ist schon der eine Grund, warum ich deinen Job niemals machen könnte. Vom Backen mal abgesehen. Aber ich bin ja eher so ein in die in den Tag hineinleben, was so Feiertage und so angeht. Bei mir ist immer so, huch, Pfingsten, das ist ein Feiertag? Wann ist? Oh diese Woche, oh krass! Das Vorausplanen so bis Oktober oder Dezember, das würde mich wahnsinnig stressen. Also krass, dass du so schon in weiteren Feiertagen rechnen kannst. Johanna Caspers: Ja, komplett. Also Antje, ist es aber auch wirklich so ein spezielles Ding bei mir und ich muss mich manchmal darin üben, jetzt noch in dem Moment bei Einschulungs-Box zu bleiben, weil die habe ich natürlich komplett fertig geplant. Ich möchte die jetzt weiter verkaufen, das ist ganz, ganz wichtig. Das ist auch eine richtig coole Box. Also alle die Einschulung haben, die sollten sich das angucken. Aber natürlich ist die für mich intern fertig vorbereitet von der Planung und dann kann ich weiterdenken. Und an jedem 24. eines Monats denke ich, oh, gar nicht mehr so lange bis Weihnachten. Was könnten wir denn da schönes machen? Ja, so funktioniert das bei mir im Kopf. Gretel Niemeyer: Sehr geil. Ja, ich habe natürlich auch schon die Einschulungs-Box bestellt. Also ich kann euch das nur ans Herz legen. So cool. Ich habe meine Kinder hier im Haus und noch Cousins, Cousinen und so weiter und ich finde es so geil, dass ich mir da schon keine Gedanken drum machen muss, was die essen. Und sag mal, du hast ja auch gerade schon das Thema Verkaufen angesprochen und ich habe natürlich mein Lieblingsthema. Ich habe mal ein Zitat von dir rausgesucht aus einem anderen Interview und zwar hast du gesagt: Ich bin keine klassische Vertrieblerin, ich bin leise und kein Schreihals. Ich bin dezent und komme nicht mit dem Angebotshammer. Und trotzdem habe ich in den letzten 20 Jahren so ziemlich alles überdurchschnittlich gut verkauft bekommen. Angefangen von SKL-Losen hin zu Äpfeln auf dem Wochenmarkt, einer Mathematiksoftware und Datenschutz-Ausbildung bis hin zu Design Leistung. Ja, ja. Hätte ich einen Hut auf, würde ich Chapeau machen. Erzähl mal, was ist denn eine klassische Verkäuferin? Johanna Caspers: Ja, also für mich ist ganz klassischer Verkauf, wenn du nur mit Argumenten um dich wirfst. Und da keine eigene Motivation dahinter steht, kein Gefühl für das Produkt. Ich merke das ganz oft, wenn mir was verkauft wird, dass jemand selber das Produkt gar nicht fühlt und deshalb mir auch nicht näher bringen kann. Das ist für mich so ein ganz klassischer Verkauf. Oder tatsächlich einfach nur platt an seinem/ihrem Verkaufs Platz steht oder am Telefon ist und einen Preis nennt oder auch gar nichts sagt, sondern einfach nur diesen Platz einnimmt, aber nicht vertritt. Es gibt natürlich auch mega gute Verkäufer und Verkäuferinnen, mit denen man sich dann ja messen kann. Aber für mich ist guter Verkauf wirklich auch in den Kontakt gehen, merken was, was braucht die Person oder möchte sie es vielleicht auch gar nicht, auch dafür so ein Gefühl zu entwickeln, wenn jemand einfach kein Interesse hat und das dann auch okay sein zu lassen, weil da der schlimmste Satz wirklich, der mir immer wieder, jetzt wird er nicht mehr so oft gesagt im Vertrieb begegnet ist, ist dieser: "Noch eine Information nötig?" Nein, heißt noch eine Information nötig und dann einfach immer weiter drauf zu hauen. Das kann ich halt gar nicht und möchte das auch nicht. Johanna Caspers: Und ja genau, Gretel Niemeyer: Ja, ich finde es nur spannend, weil ich ja als Verkaufs-Coach immer wieder sage, dass es eben nicht diesen klassischen Weg zu verkaufen gibt, sondern und das zeigst du ja richtig gut, dass es eben zur Persönlichkeit passen muss und dass es dann eben unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Ich meine, du stehst so hinter deinem Produkt, dass du dir gar nicht überlegst, ob du jetzt drei Läden in Wandlitz abklapperst und da mal deine Cupcakes anbietest, weil du einfach weißt, dass die geil sind. Und das ist ganz oft so in meiner Arbeit sehe, ist, dass es eher andersherum ist, dass es irgendwie so schwer zu werden scheint. In dem Moment, wo wir uns selber und unsere eigenen Produkte verkaufen, weil wir dann, ja, weil dann jede Ablehnung noch viel schlimmer ist, als würde ich das für ein Unternehmen machen. Und deswegen finde ich das super cool, dass du das sagst. So ja, also so selbstverständlich auch sagt ja, aber wenn das ein geiles Produkt ist und ich dahinter stehe und es meins ist, ja dann ist das doch gar kein Problem zu verkaufen. Johanna Caspers: Ja, ich finde es auch total okay. Ich wette, da gibt es einige, die das vielleicht nicht mögen. Da mit dieser Creme Cupcakes zu dekorieren ist völlig in Ordnung. Alles okay. Da wird auch mal jemand bei sein, der die Box bekommt oder die die Box bekommt und dann vielleicht sagt, meins war es nicht, dann kann ich damit leben. Aber ich lebe sie halt und fühle das. Und es ist was, was ich mir auf jeden Fall kaufen würde, wenn es auf dem Markt wäre. Genau. Und da denke ich, das würde ich mir auch für viele andere wünschen, dass sie so hinter sich stehen können und das einfach so rausbringen können. Aber ich bin auch total bei dir. Das eigene Produkt zu verkaufen ist noch mal was ganz anderes. Also kann ich auch für mich sagen, es ist immer noch leichter, finde ich andere gut zu verkaufen, weil das Wort, das du über jemand anderen sprichst, ja auch immer mehr wiegt im Ohr des Kunden. Man muss es aber trotzdem machen, finde ich. Das ist so wichtig. Gretel Niemeyer: Ja, man merkt es dir halt an, so dieses, diesen Drive, dieses innere Ding. Ich muss das aber machen, ich muss das rausbringen, weil das ist einfach gut und das ist halt mein Ding. Und sag mal, ich frage mich, du hast jetzt gesagt okay, ich plane schon die Feiertage vor. Ich weiß schon, nach Halloween, Weihnachten, wahrscheinlich schon, weiß ich nicht, Frühlingsfest nächstes Jahr. Und andererseits bist du ja aber in der Phase, in der noch sehr viel Anpassung oder eher Anpassung des Businesses notwendig ist. Wo du schnell auf Sachen reagierst, wo du einfach sehr, sehr flexibel bist, wie es bei dir so die Aufteilung von Planung, Struktur und Intuition und Pläne wieder umwerfen. Johanna Caspers: Ja, es ist fifty fifty. Auf jeden Fall. In meinem Kopf geht immer sehr, sehr viel vor. Also ich durchdenke viele Sachen ganz ganz viel und mache sie dann am Ende einfach. Die Struktur kommt meistens bei mir erst nachher, muss ich sagen. Also es kommt erst die Intuition und danach strukturiere ich erst, weil ich es sonst oft nicht machen würde. Ich glaube, wenn ich mit einem strukturierten Plan jetzt daran gegangen wäre, hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht, weil dann kann es auf jeden Fall auch schiefgehen. Und so denke ich aber nicht gerne. Johanna Caspers: Ja. Johanna Caspers: Ich denke gerne sehr positiv und justieren dann lieber höre, was so an Feedback kommt. Aber ich bin da wirklich bei Better done then Perfect. Und ja, so, so läuft der Laden bei mir schon immer. Die Struktur muss ich mir wirklich manchmal aufzwingen, aber am Ende ist sie immer da. Gretel Niemeyer: Cool, ja du sagst ja auch sehr passend dazu. Ich zitiere "Ein starkes Mindset hilft mir immer an den positiven Ausgang zu glauben. Wenn es dann anders kommt, kann ich aber auch gut damit umgehen und versuche zu erkennen, was mir dieser Ausgang bringen mag." Und ja, wahrscheinlich du hast es schon angesprochen. Wir haben beide Kids in ungefähr dem gleichen Alter, da ist ja Frustration auch vorprogrammiert. Also das geht uns ja beiden ähnlich. Wir haben den schönsten Plan und dann wird ein Kind krank oder hat einfach kein Bock oder wir behalten es mal zu Hause, weil weiß ich nicht, was für ein Grund da gerade ansteht. Wie gehst du mit solchen Ambivalenzen um? Das eben ja, gerade wenn die Kinder noch relativ klein sind, viel auch nicht so funktioniert, wie wir uns das vielleicht erhoffen und ausmalen. Johanna Caspers: Ja, da musste ich auch reinwachsen. Es hat mich auch in der ersten Selbstständigkeit wahnsinnig frustriert, dass immer, wenn ich mir irgendwas gerade aufgebaut oder gut geplant hatte, eben genau so was kam. Krank oder irgendwas funktionierte gar nicht mehr. Wir hatten da auch größere Herausforderungen mit unserem Älteren zu bestreiten, die vieles umgeworfen haben, wo ich auch einfach zurückgesteckt habe, weil ich gesagt habe, das ist wichtiger, das kann ich nicht wieder aufholen, diese Kindheitsphase. Und jetzt ist das so, dass ich es wirklich gut in meinen Business mit ein und umplanen kann, weil ich ja auch immer noch sehr flexibel bin dadurch, dass ich hier keine starren Strukturen habe. Also das stresst mich tatsächlich nicht mehr so dolle, muss ich sagen. Ich plane es irgendwie im Gefühl mit ein, dass immer mal was sein kann. Wir sind aber ja beide selbstständig, mein Mann und ich. Das heißt so viel Arbeit, wie das auch ist, es bringt auch irgendwo Flexibilität rein und wir unterstützen uns da gegenseitig sehr, sodass jeder seine Träume auch verwirklichen kann. Und in so einem Fall, wo ein Kind krank ist, natürlich das Wichtigere, was an dem Tag erledigt werden muss, dann auch erledigt wird. Gretel Niemeyer: Was würdest du jetzt anderen Frauen, die uns hier zuhören, raten, die mit einer Idee schwanger gehen und nicht so richtig wissen? Starte ich das jetzt, starte ich das nicht? Ist das das Richtige? Kriege ich das alles unter einen Hut? Wie kann man wissen, dass es jetzt die richtige Idee ist? Und wie? Wie würdest du jemandem raten? Wie kann man gut starten? Einfach anfangen? Johanna Caspers: Wissen kann man es nie. Du kannst den Markt ja ohne Ende analysieren und dann kann trotzdem irgendwas sein, warum die Leute das vielleicht nicht möchten. Aber wenn man es so doll fühlt, dass man es unbedingt machen möchte, warum denn nicht mal ausprobieren? Es muss ja nicht gleich der ganz große Wurf sein. Vielleicht ist es ja der Start und führt irgendwo ganz anders hin. Bei mir ist es ja von der Party jetzt zu der Box gekommen und als ich die Partys gestartet habe, hatte ich die Box wirklich noch nicht im Kopf, obwohl sie so naheliegend ist. Aber es entwickelt sich daraus. Und ich finde es wirklich schade, wenn man solche Herzens Projekte nicht startet, weil man Angst hat. Ja, das ist einfach vergebene Zeit, es entwickelt sich einfach und dann würde ich eher empfehlen, dass man sich einen bestimmten Zeitraum zum Testen nimmt, viel Feedback einholt, einfach mal ausprobiert. Ich finde, man muss und darf am Anfang auch ganz viel einfach rausgeben, was vielleicht noch nicht kostendeckend ist an eigener Leistung, um Feedback zu bekommen, ob das Coaching ist, das man mal mit Freunden durchführt oder eine Box einfach eben auch verschenkt, um zu gucken, wie kommt die an. Und so nimmt das Ganze dann Fahrt auf. Und wenn man in diesem Prozess merkt, irgendwie komme ich damit aber hinten und vorne nicht zurecht, sich dann entweder Hilfe holt oder sagt, dann war es das nicht. Ich finde, das ist es wert, mal in die Richtung zu gehen. Aber man muss sich halt vorher auch überlegen, kann ich mit diesem Druck leben, das am Anfang eben mit Sicherheit noch nicht die Türen eingerannt werden? Gretel Niemeyer: Ja und sag mal, wo sollten die mit Jo´s Cake Party? Du bist im Moment, du hast es gesagt, eine One Woman Show zusammen mit eurer Katze, die dich tatkräftig unterstützt und lässt die Muffins im Backquarium in Schönwalde backen. Wo soll Jo´ Cake Party in ein Jahr stehen? Johanna Caspers: Ja, also auf meinem Vision Board steht auf jeden Fall, dass ich ab Ende des Jahres hier Räume anmiete, in denen ich produzieren kann. Ich möchte aber vorher auch schon hier eine kleine andere Produktionsstätte haben. Aber ab Ende des Jahres möchte ich hier eigene Räume haben und möchte dann auch Unterstützung haben im Produktionsprozess und denen auch wirklich noch ein bisschen nicht automatisiert, sondern strukturierter haben. Das heißt, dass ich dann hoffentlich feste Tage habe, an denen ich produzieren kann. Jetzt ist es ja wirklich noch sehr unvorhersehbar im Bestellverlauf, so das wäre jetzt bis zum Ende des Jahres und in so 3 bis 5 Jahren sehe ich das so, dass Jo´s Cake Party einfach das Ding für jeden Kindergeburtstag ist und jeder sich da seine Cupcakes bestellt und es auch tatsächlich einen Store gibt. In Berlin oder in Wandlitz? Ich weiß es nicht, aber in Berlin auf jeden Fall, wo diese Cake Partys stattfinden. Ich habe da eine richtig coole Vision, wie die Kinder da sitzen an so einem langen Tisch und die Cupcakes fahren wie auf so einem Sushi Band an ihnen vorbei und sie nehmen sich ihre Creme Tüten und füllen sich die auf. Da habe ich noch viel vor. Gretel Niemeyer: Das höre ich schon und das höre ich auch gerne. Hört sich richtig, richtig cool an! Ja, wir sind leider schon am Ende dieser Folge Moin um Neun. Ich kann euch, ich habe es jetzt schon mehrfach gesagt Jo's Cake Party wirklich nur sehr, sehr ans Herz legen. Sehr liebevoll gestaltete Boxen, sehr tolle Themen, ganz viel Glitzer. Stehe ich auch mega drauf. Und wenn euer Kind dieses Jahr eingeschult wird, guckt auf jeden Fall mal vorbei, ob die Einschulungs-Box nicht was für euch ist. Johanna, ich danke dir vielmals für dieses Gespräch und die tollen Einblicke. Johanna Caspers: Ich danke dir auch, Gretel. Das war sehr schön. Gretel Niemeyer: Und euch einen wunderschönen Tag wie immer verteilt gerne ein paar Sterne für uns. Schreibt gerne eine Bewertung. Geht alles auf euer Karma Konto und wir freuen uns auf die nächste Folge Moin um Neun wieder hier bei Spotify und Prodigee und wo auch immer. Alles Liebe. Tschüss. Foto Gretel: Kareen Kittelmann Fotografie

  20. Warum ich Angst liebe! Wie oft habe ich gesagt: ich will nie wieder diese scheiß Angst fühlen - die soll einfach abhauen aus meinem Leben! Ich denke, es waren 10 039 847 mal – etwa! Nach vielen Jahren mit Ängsten in ganz vielen und sehr heftigen Formen, kann ich heute sagen: die Angst ist meine Begleiterin geworden. Sie sitzt aber nicht mehr am Steuer – sondern auf dem Beifahrersitz. In dieser Podcast-Folge nehme ich Dich mit auf meine ganz eigene Reise zum Thema Mut & Angst und zeige Dir, wie ich meinen Weg mit diesem Thema gefunden habe. Und jetzt bist Du dran: wie ist Deine Beziehung zum Thema Angst & Mut? Würdest Du Dich als mutig oder ängstlich beschreiben? Teile Deine Gedanken gerne in den Kommentaren oder schreibe uns auf Insta eine Nachricht – wir freuen uns von Dir zu hören! Facebook: https://www.facebook.com/lauraundgretel Website Laura und Gretel: https://www.lauraundgretel.de Website Gretel: https://gretelniemeyer.com/ Website Laura: https://lauraroschewitz.de/ Instagram Gretel: https://instagram.com/gretelniemeyer?igshid=ltjayyzufj84 Instagram Laura: https://www.instagram.com/laura.roschewitz/ Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCWWzRSwcPtp5JwxyILbKD-g Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Moin um Neun, dem Business Schnack bei Gretel und Laura. Es ist wieder Montag und ich Laura, darf heute eine neue Woche, eine neue Podcast Woche einleiten, einläuten und diese Woche geht es um ein Thema, was mir sehr am Herzen liegt. Diese Woche möchten wir das Thema Mut in diesem Podcast beleuchten. Und Mut ist ein relativ, ich will nicht sagen abgegriffenes Wort, aber Mut ist mittlerweile so ein bisschen in aller Munde und du musst nur mutig sein und bring den Mut auf. Und wenn du mutig bist, dann wird es alles, alles gut und toll. So wollen wir es diese Woche nicht unbedingt beleuchten. Aber wir wollen schon mit euch einmal in dieser Woche intensiv eintauchen. Auch mit einer tollen Gästin am Mittwoch. Was Mut eigentlich bedeutet. Wie wir selber mutig sind. Wo wir uns mutig empfinden. Wo andere uns vielleicht mutig empfinden und was Mut und Angst miteinander zu tun haben. Und da, wenn ihr mich schon ein bisschen kennt, wisst ihr vielleicht, dass das eines meiner Steckenpferde Thema ist, sozusagen. Denn das Thema Angst ist für mich ein sehr, sehr wichtiges in meinem Leben und in meinem Beruf. Fangen wir vielleicht noch mal ein bisschen weiter vorne an, denn wir haben auch viele, viele neue Zuhörende bei unserem Podcast, was uns immer sehr sehr freut. Und nicht alle haben wahrscheinlich schon die 200 x Folgen vorher gehört und deswegen will ich ein bisschen ausholen. Wenn ich Laura Roschewitz, eine Folge zum Thema Mut mache. Dann muss es für mich auch automatisch eine Folge zum Thema Angst sein. Denn in unserer Gesellschaft, wenn man so ein Quiz machen würde, wo man immer so Gegenteile nennen soll, so was schwarz - weiß, groß - klein, hell - dunkel, hm, viel - wenig. Ähm, da würde, wenn auf der einen Seite Mut steht, würden die meisten auf die andere Seite die Angst packen. Oder andersherum, wenn auf der einen Seite die Angst steht, würden wahrscheinlich die meisten den Mut als Gegenspieler auf die andere Seite packen. Und das habe ich auch lange so getan. Und in a way ist es auch richtig, aber in Another way ist es eben komplett falsch. Denn, und das ist wirklich ein ein wichtiger Teil meiner Geschichte. Ich bin heute davon überzeugt, dass wir nicht mutig sein können, wenn wir keine Angst spüren und kennen. Was meine ich damit? Also genau wie etwas nur klein sein kann, weil etwas Großes daneben steht oder daneben ist als Vergleich. Genau wie etwas nur hell sein kann, weil es eine dunkle Fläche daneben gibt. Genauso können wir auch nur mutig sein, wenn wir wissen, dass es die Angst gibt. Ich möchte euch ein paar ganz konkrete Beispiele nennen. Menschen, die zum Beispiel große Angst davor haben, in einem Podcast zu sprechen, die sich trotzdem überwinden und zu uns als Gäste kommen und danach ganz mutig auf sich zurückschauen und sage, boah, das war jetzt echt mutig von mir. Ich habe mich getraut, in diesem Podcast zu sprechen. Die würden von sich behaupten, dass sie vielleicht ängstliche Personen sind, aber in dieser Situation mutig waren. Menschen, die sagen, es fällt mir überhaupt nicht schwer, in einem Podcast zu sprechen, ist ja gar kein Problem. Ich mach das einfach. Ich muss mich gar nicht vorbereiten. Die würden danach wahrscheinlich nicht von sich behaupten, dass sie mutig sind, weil es irgendwie selbstverständlich für sie war. Anderes Beispiel Menschen, die Flugangst haben und trotzdem in ein Flugzeug steigen und irgendwo hinfliegen. Die steigen meistens danach mit dem Gefühl aus, zu sagen, ja, das war total mutig, ich habe mich das getraut. Menschen, die keine Flugangst haben und fliegen total super finden oder zumindest okay. Die steigen meistens nicht aus und sagen, hey, das hab ich mich getraut, das war total mutig, sondern es war selbstverständlich. Und das lässt sie auch in unsere Selbstständigkeit auf ganz, ganz viele Bereiche übertragen oder auch auf angehende Selbstständigkeiten. Menschen wie ich, für die es vielleicht relativ selbstverständlich ist, selbstständig zu sein, weil ich auch so groß geworden bin. In meiner Familie sind ja alle selbstständig Mutter, Vater, Bruder, Großmutter, Großvater, alle selbstständig. Ich würde nicht sagen, dass es besonders mutig war, selbstständig zu werden. Es war normal für mich, dass die normale Art der Arbeit ist die Selbstständigkeit für mich. Menschen, die aber vielleicht aus einem sehr sicherheitsbedürftigen Umfeld kommen oder aus einem Beamten-Umfeld oder aus einem Umfeld, wo es einfach ganz klar ist, dass man angestellt tätig ist, die finden den Schritt in die Selbstständigkeit häufig sehr mutig. Menschen, denen es sehr leicht fällt, auf Social Media über sich und ihre Angebote zu sprechen oder zu verkaufen, die würden auch nicht sagen, boah, das war jetzt mutig, dass ich mein Angebot in die Welt gebracht habe. Menschen, denen das sehr schwer fällt, würden das behaupten. Also, was möchte ich euch sagen? An diesem Tag möchte ich euch mitgeben, dass es zwar Gegenspieler in a way sind, weil das eine ist die Angst, das andere ist die Mut. Das heißt, es ist ein bisschen gegensätzlich, aber sie brauchen einander. Sie können gar nicht ohne einander existieren. Und warum ist mir das so wichtig? Ich habe und das habe ich in diesem Podcast auch schon an der einen oder anderen Stelle erzählt, ich erzähle es aber nochmal in aller Klarheit und in aller Deutlichkeit, seit nunmehr, ich bin jetzt 35 Jahre alt, seit gut zehn Jahren habe ich in meinem Leben mit Angstzuständen und Panikattacken zu tun. Seit drei, vier Jahren sind es nur noch sehr wenige Momente, wo ich damit in Kontakt bin. Aber es gibt sie noch. Und vor zehn Jahren war es aber sehr, sehr, sehr heftig. Und 2016 war es so weit vor sechs Jahren, dass ich damit sogar in der Klinik war für elf Wochen. Also wirklich sehr, sehr lange. Fast drei Monate war ich in einer, sozusagen in einer Einrichtung, die auf Angstzustände spezialisiert ist. Das heißt, ich war wirklich in einer Klinik und habe mich mit Angstzuständen behandeln lassen, weil ich im Alltag nicht mehr funktioniert habe und weil es nicht mehr ging. Weil ich nicht mehr alleine das Haus verlassen mochte, weil ich nicht mehr in den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren konnte, weil ich nicht mehr Auto fahren konnte, weil ich nicht alleine sein konnte, weil ich nicht in Menschenmengen sein konnte. Also es gab ganz, ganz viele Dinge, die ich nicht konnte, die ich zum Glück Gott sei Dank heute wieder kann. Aber nicht zum Glück eigentlich, sondern weil ich daran gearbeitet habe. Weil ich genau geschaut habe, was die Ursachen sind, was die Gründe für meine Ängste sind, weil ich mir Hilfe geholt habe. Und all diese Jahre, die ich an mir gearbeitet habe, habe ich versucht, die Angst wegzubekommen, dass sie einfach weggeht. Ich wollte sie einfach weghaben aus meinem Leben. Sie war wahnsinnig unangenehm, sie war wahnsinnig laut und aufdringlich und ich wollte einfach, dass sie weggeht. Das hat auch ein Stück weit funktioniert, aber so ein Rest blieb immer da und ich musste dafür erst mal verstehen, dass ich gleichzeitig, obwohl ich die so sehr, sehr ängstliche Person war, eine Person war, der andere oder denen andere, also mir wurde von anderen immer wieder signalisiert und zurückgemeldet, dass ich ja so ein extrem mutiger Mensch sei. Ich bin dann, hab versucht zu reisen, ich habe mich selbstständig gemacht. Ich habe öffentlich über Themen gesprochen, die mir wichtig waren, die vielleicht ein bisschen ungemütlich waren. Ich habe mich im Klimaschutz sehr eingesetzt. Ich habe sehr viele Dinge getan, wo mir von außen zurückgemeldet wurde. Das ist aber mutig. Und ich dachte immer, das kann nicht sein. Es kann nicht sein, dass ich mutig bin, weil ich bin ja ängstlich. Ich habe ja Ängste. Das ist so, als würde mir als Mensch ich bin knapp 1 Meter 70 groß jemanden die ganze Zeit sagen Aber du bist ja 2 Meter groß. Nein, war ich nicht. Ich war ängstlich. Ich hatte große Ängste. Ich hatte soziale Ängste. Ich hatte Phobien. Ich hatte Platz-Ängste, Raum-Ängste. Und wenn mir dann jemand gesagt, du bist ja mutig, habe ich sagt, ne, das kann ja nicht sein. Nee, das geht ja nicht. Quatsch! Du redest Quatsch. Vor einigen Jahren habe ich dann in meiner Persönlichkeitsentwicklung in der Arbeit mit vielen anderen Menschen festgestellt, dass das für mich nicht so stimmt, dass Mut und Angst keine Gegenspieler in dem Sinne sind. Sondern dass ich wahrscheinlich diese mutige Person geworden bin, die ich heute bin. Und heute würde ich auch sagen, ja, ich würde mich schon als verhältnismäßig mutig bezeichnen. Ich liebe Veränderungen. Ich gehe viel mit Veränderung mit im Leben. Ich kann ganz gut loslassen. Ich kann ganz gut Neues anfangen, aber auch Altes ganz gut loslassen. Also im Sinne von, wenn wir uns anschauen, was in der Corona Pandemie passiert ist, da habe ich mein ganzes Business verloren, meine ganzen Aufträge, innerhalb von einer Woche waren die weg. Und ich würde sagen, ich bin ganz mutig darin, neue Dinge zu machen und neue Wege einzuschlagen. Und nichtsdestotrotz habe ich auch sehr viel Angst. Und ich möchte, dass wir aufhören immer nur in der Vergangenheit davon zu sprechen, dass wir vielleicht mal eine Krise hatten oder eine mental breakdown oder so, sondern, nein, ich habe das auch heute noch. Ich habe auch heute noch Ängste. Ich habe auch heute noch Momente, wo ich denke Ah, könnten wir diese Ängst jetzt nicht weggehen. Ich möchte nur noch die mutige Person sein. Aber ich glaube mittlerweile, dass ich diese Ängste, diese Sensibilität, diese Sensitivität für meine Ängste, dass ich die brauche, um auch mutig sein zu können. Weil sie zeigen mir etwas, sie zeigen mir Grenzen, sie zeigen mir Sorgen, dass ich wieder über meine Grenzen gehe. Meine Ängste zeigen mir auch ganz oft, dass ich auf dem Holzweg bin. Das ich mich verrenne, dass ich vielleicht gerade nicht gut auf mich achte. Also mittlerweile sehe ich meine Ängste eher als Bedingung dafür, auch mutig sein zu können. Ganz wichtig ist für mich, dass ich meiner Angst sozusagen immer einen Schritt voraus bin oder dass ich am Steuer sitze und meine Angst auf dem Beifahrersitz parke. Die Angst darf bei mir nicht mehr ans Steuer. Ab und zu schleicht sie sich dahin und dann ist das auch okay. Und dann sage ich ihr liebevoll, hej Angst, hör mal. Wir müssen mal reden. Ich kenne dich jetzt schon eine ganze Weile und du kennst mich auch eine ganze Weile. Ich weiß, früher habe ich nicht so gut auf mich aufgepasst und auch heute passe ich manchmal nicht so gut auf mich auf. Aber ich brauch dich nicht am Steuer. Am Steuer sitze ich als mutige Laura Roschewitz. Hier ist dein Platz. Setz dich gerne neben mich als Beraterin. Da kann ich dich hören. Das ist völlig in Ordnung. Aber du sitzt hier nicht am Steuer. Das heißt, ich habe daraus die MindAvA Methode entwickelt. Das ist die Methode aus den Kürzeln, Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, MindAva und danach arbeite ich mit Menschen, wenn ich im eins zu eins arbeite oder auch mit Teams über mentale Gesundheit. Denn häufig gibt es Menschen, die sehr viele Ängste haben und die deswegen automatisch denken, dass sie nicht mutig sein können, was ein großer Irrglaube ist. Ich würde sagen, die ängstlichen Menschen sind die Mutigsten. Wenn, wir nicht in der Angst stecken bleiben. Und dazu möchte ich abschließend zu dieser Folge noch einen Impuls mit reingeben. Denn Mut braucht ja, dass wir atmen, dass wir vorangehen, dass wir nicht stecken bleiben in unserer Angst. Und man sagt auch. Angst plus Atem ist Neugierde. Ein Beispiel, weil ich zum Beispiel eine Angst vor einer Spinne habe, was relativ viele erwachsene Menschen betrifft, was erst mal jeder Logik entbehrt, weil Spinnen in unseren Breiten und Längengrade hier eigentlich nicht gefährlich sind, dann kann man das mit erwachsenen Menschen und auch mit Kindern ganz schön sehen, dass wir natürlich schreien und kreischen können und sagen Oh Gott, oh Gott, oh Gott, die Spinne! Oder wir sagen, ach, guck mal, ist ja interessant. Wie viele Beine hat denn diese Spinne? Und dann sagen vielleicht erst mal viele so, äh, das will ich gar nicht sehen. Aber wenn wir es schaffen, von der Angst in die Neugierde zu gehen, dann können wir keine Angst mehr haben. Neugierde und Angst, die sind zwar nah miteinander verwandt, aber sie sind nicht parallel da. Das heißt, wann immer ich eine Angst fühle, versuche ich und es ist nicht immer einfach, es gelingt mir nicht immer, aber versuche ich mit dieser Mindava-Methode, wo ich mich immer wieder dran erinnere. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist, Angst zu spüren und weiterzugehen. Angst zu spüren, innezuhalten. Was ängstigt mich? Und weitergehen meine ich nicht unbedingt nach vorne, sondern nicht in Stagnation zu gehen, in Bewegung zu bleiben. Entscheidungen zu treffen und nicht aus einer Angst, mich lähmen zu lassen, dann ist Angst wirklich sehr toxisch auch. Das ist mein Impuls heute zum Thema Mut und Mut ist vor allem nicht die Abwesenheit von Angst. Die beiden bedingen sich, sie brauchen sich, sie sind wichtig füreinander. Und mich würde wahnsinnig interessieren, was deine Erfahrungen zum Thema Mut und Angst ist. Und wenn du magst, schreibt es doch gerne mal in die Kommentare oder schick uns eine DM oder PM, folge uns auch gerne auf Instagram Laura.Roschewitz und GretelNiemeyer, wir beide freuen uns sehr, wenn du uns connectest und vielleicht auch mal erzählst, wie dir diese Folge gefallen hat und was du dazu denkst. Wie ist deine Beziehung zu Angst und Mut in deinem Leben? Außerdem freuen wir uns sehr, wenn du uns ein paar Sterne hier in dem Podcast Player deiner Wahl hinterlässt. Bei Spotify oder Apple oder wo auch immer du uns gerade hörst, da kann man Sternchen vergeben und darüber freuen wir uns sehr. Denn dann wird der Podcast mehr Menschen vorgeschlagen und das ist unser großes Ziel, dass wir viele Menschen erreichen, die sich mit dem Thema Selbstständigkeit, Unternehmerintum, Persönlichkeitsentwicklung und all den anderen Themen beschäftigen, die wir hier im Podcast Moin um Neun bei Gretel und Laura, jede Woche zurzeit mit drei Folgen in der Woche thematisieren. Also wir freuen uns sehr über dein Feedback und hören uns wieder am Mittwoch in einer neuen Folge Moin um Neun dem Business Schnack. Mach's gut. Habe eine gute Woche. Bis dann. Ciao. Foto: Kareen Kittelmann Fotografie