
Die Frage des Tages
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Um das BSW war es zuletzt stiller geworden, nun hat die Partei mit einem ungewöhnlichen Angebot an die AfD Schlagzeilen gemacht: In einem offiziellen Brief an Alice Weidel und Tino Chrupalla schlägt die Parteispitze vor, die AfD in Landtagsentscheidungen einzubinden und fordert "überparteiliche Ministerpräsidenten" in den Landtagen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Diese sollten dort "mit wechselnden Mehrheiten regieren". Das BSW lehnt die Brandmauer zur AfD ab und stellt in dem Brief bei einem nachträglichen Einzug in den Bundestag eine Zusammenarbeit mit der AfD in Aussicht. Unsere Frage des Tages lautet: Ist das BSW der Steigbügelhalter für die AfD? Es kommentiert die Schriftstellerin Nora Bossong.
Heute vor 90 Jahren hat die SS in Oranienburg mit dem Aufbau des Konzentrationslagers Sachsenhausen begonnen. Bis Kriegsende entwickelte es sich zu einem der größten Lagerkomplexe, auch nach 1945 nutzen es die Sowjets als Speziallager. Erst 1961 wurde auf dem ehemaligen Lagergelände eine Gedenkstätte eingerichtet. Heute steht diese wie viele andere Gedenkstätten vor neuen Herausforderungen. Immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen können die NS-Verbrechen bezeugen, zugleich ändern sich die Zugänge vor allem jüngerer Menschen zu Geschichte. Fachleute debattieren daher eine Neuausrichtung der Erinnerungskultur. Unsere Frage des Tages lautet: Erreicht die Arbeit der Gedenkstätten die Menschen noch? Es kommentiert der Historiker Götz Aly.
Hitze in Deutschland, ein Rekord folgt auf den anderen: In Sachsen-Anhalt wurden 41,5 Grad Celsius gemessen. In Rheinland-Pfalz wurde ein kompletter Ort wegen eines Waldbrands evakuiert. In der Prignitz sind mehr als 600 Personen in einem Zug gestrandet, drei von ihnen mussten wegen Kreislaufproblemen ins Krankenhaus. In Krefeld und Dormagen mussten Pflegeheime teilweise evakuiert werden, weil die Temperatur auf über 35 Grad gestiegen war und Senioren kollabiert waren. Das sind nur einige der Schlagzeilen vom Wochenende. Die Grünen drängen auf einen Aktionsplan gegen Hitze. Fraktionschefin Katharina Dröge fordert von der Regierung fordert von der Regierung ein "Förderprogramm für Klimasolaranlagen", also Klimanlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Wir fragen in unserer Frage des Tages auf radio3 unseren Kommentator, den Journalisten und Publizisten Mohamed Amjahid: Klimaanlagen für alle: Ist das unsere Rettung?
- 26.06.20264 min
Deutschland erlebt gerade die bisher heißesten Tage des Jahres und am Wochenende steigen die Temperaturen noch weiter. In Berlin und Brandenburg erreicht das Thermometer bis zu 41 Grad. Meteorologen sprechen bei dem Wetterphänomen, das für diese Rekord-Temperaturen verantwortlich ist, von einem Hitzedom. Für alte und kranke Menschen, für Kleinkinder oder Obdachlose ist die Hitze gefährlich und kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Zum Hitzeaktionstag vor zwei Wochen warnten 150 Organisationen aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft bei einem solchen Hitzedom-Szenario vor Zehntausenden Todesfällen in Deutschland innerhalb weniger Tage und forderten, Hitzeschutz systematisch in Krisenvorsorge, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz zu verankern, denn bislang sei Deutschland auf Extremhitze als Krisenlage nicht ausreichend vorbereitet. Unsere Frage des Tages an die Journalistin und Autorin Jana Hensel lautet daher: Sollte die Bundesregierung einen Krisenstab zur Extremhitze einrichten?
- 25.06.20266 min
Seit Monaten schon wird über eine Altersgrenze für die Nutzung von Sozialen Medien diskutiert. Gestern hat die Expertenkommission der Bundesregierung ein umfangreiches Paket vorgelegt. Die 56 Empfehlungen setzen nicht auf strikte Verbote, sondern auf Schutz, Befähigung und Teilhabe, so die Kommission. Sie richten sich an Gesetzgeber, Verwaltung, Eltern, Schulen, Gesundheitswesen und an die Social Media Plattformen. So sollte die Medienkompetenz z.B. schon in der Grundschule mit einem KI-Seepferdchen gefördert werden. Die Kommission schlägt außerdem eine bundesweite Kinderjugendwache vor, an die man sich bei digitaler Gewalt wenden kann. Beim Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche legt sich die Kommission nicht fest, sondern schlägt zwei Alternativen vor: entweder eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren, dies präferiert Familienministerin Prien, oder eine Alterseinschränkung nur für einzelne Dienste abhängig vom jeweiligen Risiko. In beiden Fällen plädiert die Kommission für eine einheitliche europäische Regelung und keine nationalen Alleingänge. Sind diese Empfehlungen der Expertenkommission sinnvoll? Das ist unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann.
- 24.06.20266 min
In ungewöhnlicher Einigkeit haben Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas gestern auf die Vorschläge der Rentenkommission reagiert. Mit den Empfehlungen bleibe die Rente sicher; zugleich würden die Lasten gerecht verteilt, so Merz. Alle Elemente dieses Reformpakets müssten jetzt zügig umgesetzt werden. Die Kommission habe abgeliefert, ergänzte Bas, das Paket sei ein Gesamtkunstwerk, deswegen gebe es jetzt kein Rosinenpicken. Alles greife ineinander, so dass man nicht das eine oder andere weglassen könne. Wird es gelingen, das Rentenpaket schnell und umfassend umzusetzen? Das ist unsere Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel.
Heute vor zehn Jahren haben die Briten für den Austritt aus der EU gestimmt. Mit einer knappen Mehrheit von 51,9 Prozent. Damit wurde ein Jahrzehnt der politischen Instabilität eingeläutet. Sechs Regierungschefs sind in dieser Zeit vorzeitig zurückgetreten, zuletzt gestern Premierminister Keir Starmer. Heute halten fast 60 Prozent der Briten den Brexit für einen Fehler, so eine aktuelle Umfrage. Unter jungen Leuten, die beim Referendum noch nicht stimmberechtigt waren, gibt es mittlerweile sogar eine Mehrheit von 70 Prozent für einen Wiedereintritt in die EU. Sollte Großbritannien wieder in die EU eintreten? Das ist unsere Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl.
- 22.06.20265 min
Länger arbeiten, das Ende der Rente mit 63 - im Gegenzug jedoch eine Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung sowie der Ausbau kapitalgedeckter Elemente: Die Rentenkommission hat umfassende Reformvorschläge vorgelegt und will ihr 30-Punkte-Papier am Dienstag der Bundesregierung überreichen. Bereits im Vorfeld stößt das Konzept auf deutliche Kritik. DIW-Präsident Marcel Fratzscher bewertet die Vorschläge als nicht ausreichend, um die gesetzliche Altersvorsorge nachhaltig zu stabilisieren. Auch Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa fordert ein krisenfesteres System, das insbesondere den Umbrüchen durch Künstliche Intelligenz standhält und bestehende Sonderregelungen reduziert. Bringen die Vorschläge tatsächlich mehr Generationengerechtigkeit? Das ist unsere "Frage des Tages" an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.
In vielen deutschen Familien stellt sich derzeit eine alte Frage neu: Welche Haltung hatten Eltern oder Großeltern zum Nationalsozialismus? Verschiedene Medienhäuser bieten über interaktive, KI-gestützte Suchwerkzeuge Zugang zu historischen Karteikarten aus der NS-Zeit. Grundlage sind umfangreiche digitalisierte Archivbestände aus dem U.S. National Archives and Records Administration sowie aus dem Bundesarchiv. Diese historischen Quellen sind nicht neu, aber so niedrigschwellig waren sie bisher für die breite Öffentlichkeit nicht einsehbar. Nicht immer allerdings bringen die Suchen verlässliche Ergebnisse.Leitet KI einen Wandel in der Aufarbeitung der NS-Zeit ein? So lautet unsere Frage des Tages. Es kommentiert der Politikwissenschaftler Claus Leggewie.
- 18.06.20265 min
Wer kontrolliert die digitale Infrastruktur? Diese Frage wird intensiv diskutiert, seit die US-Regierung den Zugang zu den neuesten KI-Modellen von Anthropic für Nutzer außerhalb der USA eingeschränkt hat. Kanzler Friedrich Merz forderte gestern auf dem G7 Gipfel in Évian gleiche Wettbewerbsbedingungen für Europa und eine enge Abstimmung mit den USA. Die europäischen Länder, die in Sachen Technologie und technologischem Umfeld noch hinterherhinkten, müssten dringend aufholen. Zuvor hatten sich Deutschland und Frankreich auf eine gemeinsame Definition von "digitaler Souveränität" geeinigt und wollen damit EU-Vorgaben prägen. "Unsere digitale Souveränität zu stärken und technologische Abhängigkeiten zu reduzieren, ist das geopolitische Gebot der Stunde", sagte Digitalminister Karsten Wildberger. Unsere Frage des Tages lautet: Kann Europa digital souverän werden? Es kommentiert die Schriftstellerin Nora Bossong.
- 17.06.20264 min
Am Montagabend haben die Beitrittsverhandlungen zum EU-Beitritt der Ukraine offiziell begonnen. Bei den ersten Gesprächen wurde vereinbart, zunächst über Themen wie Justiz, Grundwerteschutz und Sicherheit zu sprechen. Damit kommt nach zweijähriger Hängepartie wieder Bewegung in den Prozess zum EU-Beitritt. Die Ukraine hatte sich im Februar 2022, nach Beginn des russischen Angriffskriegs, um eine Aufnahme beworben. Bundesaußenminister Wadephul sagte in dem Zusammenhang, vor der Ukraine liege eine Wegstrecke. Dennoch gehe es um mehr als Symbolik. Der Verhandlungsbeginn sei ein "historischer Zeitpunkt für Europa und auch für die Ukraine". Sind die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine mehr als Symbolpolitik? Das ist unsere Frage des Tages an Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung.
- 16.06.20266 min
Im französischen Evian hat gestern der Gipfel der sieben großen westlichen Industrienationen G7 begonnen. Bei dem Treffen wird es vor allem um das neu ausgehandelte Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran gehen. Es ist offenbar schon von beiden Seiten digital unterzeichnet worden und soll am Freitag unterschrieben werden. Mit diesem Abkommen soll die für die Weltwirtschaft so wichtige Meerenge wieder passierbar werden. Viele hoffen, dass dadurch die Ölpreise fallen. Mehrere Länder darunter Deutschland haben sich bereit erklärt, mit einer "rein defensiven" Mission die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu sichern, etwa durch Minenräumung. US-Präsident Trump äußerte sich zu diesem Vorschlag zurückhaltend, der Iran sogar ablehnend. Unsere Frage des Tages an den Historiker und Politikwissenschaftler Götz Aly lautet daher: Sollen die Europäer nach einem Abkommen die Straße von Hormus sichern?
Heute beginnt im französischen Evian der G7-Gifpel. Bereits gestern kam es im nahegelegenen Genf zu heftigen Protesten. Auf der Agenda stehen unter anderem der Konflikt zwischen Israel und Iran sowie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Im Fokus des Treffens steht jedoch vor allem US-Präsident Donald Trump, der gestern seinen 80. Geburtstag feierte. Zusätzlichen Rückenwind erhält er durch eine vorläufige Einigung der USA mit dem Iran. Bundeskanzler Merz begrüßte diese Entwicklung auf der Plattform X und mahnte eine zügige Umsetzung an. Weitere Verhandlungen müssten sicherstellen, dass Iran sein Nuklearprogramm überprüfbar beendet und keine Angriffe mehr auf Israel und andere Nachbarstaaten erfolgen, so Merz. Unsere Frage des Tages an den Journalisten Mohamed Amjahid: Hat Trump einen diplomatischen Durchbruch erzielt?/oder Hat Trump einen diplomatischen Durchbruch in der Tasche?
Die Bundesregierung wollte bis zum Sommer grundlegende Reformen in den Bereichen Steuern, Rente und Gesundheit auf den Weg bringen. Doch bis jetzt sieht es so aus, als würden sich Union und SPD eher blockieren. Vieles, was über die Reformpläne bisher bekannt wurde, wird von weiten Teilen der Bevölkerung als Zumutung empfunden - schließlich ist meist von Leistungskürzungen und Mehrarbeit die Rede. Nun gehen die Reformverhandlungen in die heiße Phase. Die Regierung hat Beratungen mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte gestern im Bundestag, er wolle das Ruder herumreißen. Unsere Frage des Tages lautet daher: Kommt die Bundesregierung mit ihrem Reformpaket voran? Es antwortet die Schriftstellerin und Journalistin Jana Hensel.
Die Welt zu Gast bei Freunden – das war 2006 das Motto bei der Fußballweltmeisterschaft der Männer in Deutschland, von der später nur noch als Sommermärchen gesprochen wurde. Im Vorfeld der WM in den USA, Kanada und Mexiko, die heute beginnt, beherrschen dagegen stundenlange Befragungen bis hin zu Einreiseverboten in die USA die Schlagzeilen. Der somalische Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan – Afrikas Schiedsrichter des Jahres 2025 – sollte als erster Referee seines Landes bei der Fußball-WM eingesetzt werden, wurde aber von der US-Grenzschutzbehörde zurückgewiesen. Die Spieler der iranischen Nationalmannschaft dürfen zwar zu ihren Spielen in die USA einreisen, müssen das Land aber sofort danach wieder verlassen. Iranischen Fans wird die Einreise komplett verwehrt. Das Gleiche gilt für Fans aus Haiti und vielen afrikanischen Ländern. Und selbst Fans aus Ländern, für die keine offiziellen Einreisebeschränkungen gelten, müssen damit rechnen, dass ihre Social-Media-Accounts bei der Einreise auf "anti-amerikanische Inhalte" überprüft werden. Ist die Welt bei der Fußball WM in den USA, Kanada und Mexiko also noch zu Gast bei Freunden? Das ist unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann.
- 10.06.20265 min
Vor 25 Jahren hat Klaus Wowereit mit seinem Satz "Ich bin schwul, und das ist auch gut so" ein politisches Signal gesetzt, das weit über Berlin hinauswirkte. Heute zeigt eine neue Studie, die das Marktforschungsinstitut IPSOS anlässlich des Pride Month erhoben hat: Die gesellschaftliche Zustimmung zu queeren Menschen nimmt weltweit offenbar ab. Auch in Deutschland gibt es einen Negativtrend. Nur 44 Prozent der Deutschen halten es demnach für richtig, dass queere Menschen ihre sexuelle Orientierung offen ausleben. Gleichzeitig hat auch die queerfeindliche Gewalt in Deutschland im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Unsere Frage des Tages an Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmannstiftung, lautet: Ist die offene Gesellschaft beim Thema Queerness wieder auf dem Rückzug?
Die Berliner CDU will Kai Wegner heute offiziell zum Spitzenkandidaten für die Wahl am 20. September nominieren. Dabei lief das Wahljahr bisher politisch nicht gut für den Regierenden Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzenden. Es hat angefangen mit dem tagelangen Stromausfall nach einem Brandanschlag aufs Stromnetz. Wegner musste zugeben,Tennis gespielt zu haben, statt die betroffenen Stadtteile zu besuchen. Dann folgten der Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson wegen der Affäre um die Vergabe von Fördermitteln und zuletzt die Schlappe bei der nächtlichen Schließung des Görlitzer Parks. Den entsprechenden Senatsbeschluss hat das Berliner Verwaltungsgericht letzte Woche für rechtswidrig erklärt. Unsere Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl lautet daher: Ist Kai Wegner der richtige Spitzenkandidat für Berlin?
- 08.06.20265 min
Diese Woche Donnerstag startet die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer: die ersten Gruppenspiele in Stadien in Mexiko, Kanada und den USA. Im Vorfeld gab es viel Kritik an den Ticketpreisen, den Einreisebestimmungen der USA und an einer möglichen Vereinnahmung der WM durch den US-Präsidenten Donald Trump. Dazu die Zeitverschiebungen - die es schwer machen, die Fußballspiele in Europa zu verfolgen. Boykott-Forderungen tauchten auf - was aber ja auch schon bei der letzten Fußball-WM in Katar der Fall war. Die Fußball-WM mal wieder von Zweifeln begleitet und nicht von reiner Sportbegeisterung. Sind verbindende internationale Sportevents angesichts politisch polarisierter Zeiten überhaupt möglich? Unsere Frage des Tages an unseren Kommentator Anatol Stefanowitsch.
- 05.06.20265 min
Deutschland gehört seit Jahren zu den größten Geldgebern der Vereinten Nationen. Nach der gescheiterten Kandidatur für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat wird nun über die deutschen Zahlungen diskutiert. Hessens Internationalminister Manfred Pentz von der CDU stieß die Debatte an: "Wenn wir künftig dort nicht den Einfluss haben, der uns zusteht, stellt sich die Frage: Warum sollten wir dann weiterhin so viel Geld in die UN investieren?". Außenminister Johann Wadephul bekräftigte: Deutschland werde in der Institution "mit Sicherheit" aktiv bleiben. Er verwies allerdings auch auf Haushaltszwänge und kündigte an, das Engagement im Einzelfall zu prüfen. Grüne und Linkspartei widersprachen deutlich: Internationale Verantwortung lasse sich nicht an Wahlerfolgen oder Sitzverteilungen messen. Soll Deutschland seine Zahlungen an die Vereinten Nationen reduzieren? Unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann.
- 04.06.20265 min
Vier Jahre nach Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine reisen deutsche Wirtschaftsvertreter wieder offiziell zum Internationalen Wirtschaftsforum nach St. Petersburg. Die Organisatoren laden zum Dialog ein, die Teilnehmer wollen wirtschaftliche Interessen Deutschlands sichern und Brücken bauen für die Zeit nach einem Waffenstillstand. Tatsächlich sind weiterhin zahlreiche deutsche Unternehmen in Russland aktiv, während Handel und Investitionen infolge der Sanktionen stark zurückgegangen sind. Zugleich bleibt das Forum ein Prestigeprojekt des Kremls und findet unter der Schirmherrschaft von Präsident Wladimir Putin statt. Auch AfD-Politiker werden am Wirtschaftsforum teilnehmen. Unsere Frage des Tages lautet: Sollten deutsche Wirtschaftsvertreter das Wirtschaftsforum in St. Petersburg besuchen? Es kommentiert Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung.









