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Seit 5 Jahren verantwortet Daniel Markwalder die digitale Transformation beim Bund. Ein erster Test zeigt die Möglichkeiten und Grenzen einer digitalen Souveränität auf. Wie kann die Unabhängigkeit von grossen Tech-Firmen gelingen und wie hoch ist der Preis dafür? Für vertrauliche Dokumente der Armee ist die Microsoft-Cloud nicht brauchbar. So forderte der ehemalige Armeechef Thomas Süssli vor seinem Abgang Ende des letzten Jahres Alternativen. Auch der Druck aus der Politik steigt: Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats stellt fest, dass die Gefahren der technologischen Abhängigkeit der Schweiz immer deutlicher werden, und unterstützt eine Forderung nach einer souveränen, digitalen Infrastruktur. 170 Personen der Bundesverwaltung haben nun Alternativen getestet. Lösungen aus Schleswig-Holstein, wo die Verwaltung bereits weitgehend ohne Tools von Microsoft oder anderen grossen Tech-Anbietern funktioniert. Was hat der Test in der Schweiz ergeben? Wo liegen die Chancen und Risiken? Wie geht es weiter mit der Exit-Strategie von Microsoft und Co.? Daniel Markwalder, Delegierter des Bundesrates für digitale Transformation ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
- Microsoft
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- Outlook
- 02.09.202625 min
Tech-Bosse häufen gigantische Vermögen an, Millionen befürchten einen Verlust der Stelle wegen KI, die Ungleichheit bewegt. Überdreht der Kapitalismus? Um die Gegenwart zu verstehen, müssen wir auch die Geschichte kennen, sagt Sven Beckert, Professor für Geschichte in Harvard, bei Simone Hulliger Beckert hat sich die Entwicklung des Kapitalismus in den letzten 1000 Jahren angeschaut. Er betont, dass diese Form des Wirtschaftens nicht immer da war und sich auch immer wieder gewandelt hat. Die aktuelle Form des Kapitalismus, den Neoliberalismus, sieht er in der Krise. Es gebe Widerstand von links und rechts. Wir befänden uns in einem Moment des Umbruchs. Was kommt danach? Der Historiker Sven Beckert lehrt an der Universität Harvard in den USA, sein aktuelles Buch heisst: «Kapitalismus, Geschichte einer Weltrevolution».
- Harvard University
- Karl Marx
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Fussball-Schiedsrichter ist in der Schweiz neu ein Beruf. Seit dieser Saison arbeiten 8 Spitzenschiedsrichter als Vollprofis. Einer davon ist Fedayi San. Was verändert sich als Profi? Steigen die Erwartungen? Und warum tut er sich den Job eigentlich an? Fedayi San ist zu Gast bei Simone Hulliger. Keiner hat in der Schweiz auf höchstem Niveau so viele Spiele gepfiffen wie Fedayi San. Dass Schiedsrichter nun als Hauptberuf ausgeübt werden kann, freut ihn sehr. Es bedeute, dass man mehr Zeit habe für Training und Regeneration, für die Vor- und Nachbereitung der Spiele. Auch einem Vollprofi können allerdings Fehler passieren, sagt San, man könne sie nun aber besser aufarbeiten. Im «Tagesgespräch» erzählt er von den gestiegenen Anforderungen an die Schiedsrichter, von schwierigen Momenten auf dem Platz und von der Faszination seines Berufs.
- Mendig
- Luzern
- Schweizer Fußballverband
- 31.08.202625 min
Die Ernährungsinitiative verlangt, dass die Schweiz den Selbstversorgungsgrad von heute rund 45 Prozent auf 70 Prozent steigert. Gelingen soll dies, indem mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel produziert werden. Am 27. September wird über die Initiative abgestimmt. Lanciert hat die Ernährungsinitiative Franziska Herren, die im Jahr 2021 bereits die Trinkwasserinitiative vors Volk brachte. Ihr Ziel ist es, die Schweizer Landwirtschaft umzukrempeln: Ackerflächen, auf denen heute Tierfutter angebaut wird, sollen genutzt werden, um pflanzliche Nahrung für die Bevölkerung zu produzieren. So soll der Selbstversorgungsgrad der Schweiz erhöht werden. Zudem sollen die Böden, die Biodiversität und das Trinkwasser besser geschützt werden. Um die Ziele zu erreichen, hätte der Bund bei einem Ja 10 Jahre Zeit. Die Gegnerinnen und Gegner halten diese Ziele für unrealistisch und warnen, dass die Bevölkerung den Konsum von Fleisch und tierischen Lebensmitteln reduzieren müsste, um die Werte zu erreichen. Initiantin Franziska Herren und Grünen-Nationalrätin Christine Badertscher aus dem Gegenkomitee diskutieren in der Abstimmungskontroverse bei Livia Middendorp.
- Franziska Herren
- Grüne
- Livia Mittendorp
Wegen der Trockenheit haben auch die Wasserkraftwerke von Alpiq weniger Strom produziert. Wie weiter mit dem Ausbau der Wasserkraft? Warum investiert Alpiq – wenn es um Alternativen geht – nach wie vor allem im Ausland, und wie hat sie’s mit der Kernkraft? Fragen an Alpiq-Chefin, Antje Kanngiesser. Alpiq steht für Wasserkraft. Der Konzern betreibt vor allem im Wallis grosse Kraftwerke wie Grande Dixence und Nant de Drance. Doch die Trockenheit schmälert die Produktion und das Schmelzwasser der Gletscher fliesst oft ungenutzt ab. Ist das ein Grund, um die Umweltbestimmungen zu lockern? Und, was heisst das für die 16 Ausbau-Projekte, auf die sich Umweltverbände, Betreiber und Behörden vor fünf Jahren geeinigt haben, die aber nicht wie gewünscht voranzukommen scheinen? Wenn’s um Alternativen geht, wie Sonne und Wind, dann scheint Alpiq nach wie vor vor allem im Ausland zu investieren. Ist dem Schweizer Konzern die kurzfristige Rendite wichtiger als die Versorgungssicherheit im eigenen Land? Auch neue Kernkraftwerke als Alternative werden in der Schweiz wieder intensiv diskutiert. Alpiq hat sich – anders als der grosse Mitbewerber Axpo – bisher kaum in die Debatte eingeschaltet. Warum? Und, wie lange lassen sich die jetzigen Kernkraftwerke, von denen Alpiq zwei betreibt, noch weiterbetreiben? Antje Kanngiesser, die Chefin von Alpiq stellt sich den Fragen von Klaus Ammann. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.
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- Jura
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Strassen weggerissen, Brücken zerstört, ganze Ortschaften von der Aussenwelt abgeschnitten: Nach der verheerenden Sturzflut in Nepal ist der Zugang zu den Betroffenen das grösste Problem. Jürg Merz von Helvetas berichtet direkt aus dem Katastrophengebiet. Jürg Merz hat 20 Jahre lang in Nepal gelebt und ist Koordinator für Asien bei der Hilfsorganisation Helvetas. Seit heute Morgen ist er im Katastrophengebiet in Nepal. Die Katastrophe trifft eine der ärmsten Regionen Asiens schwer. Wichtige Wirtschaftszweige wie Wasserkraftproduktion und Tourismus sind massiv beeinträchtigt. Frühwarnsysteme haben versagt, die Dimension der Katastrophe übersteigt alle bisherigen Annahmen. Jürg Merz ist zu Gast bei David Karasek.
- Nepal
- Helvetas
- Nepali
Am 6. September finden womöglich die wichtigsten Landtagswahlen Deutschlands statt. In Sachsen-Anhalt liegt die AfD in den Umfragen mit grossem Vorsprung vor der CDU und könnte erstmals an die Macht kommen. Warum ist die AfD ausgerechnet dort so stark? Und was bedeutet ein Wahlsieg für Deutschland? Simone Fatzer ist SRF Deutschland-Korrespondentin. Die Wahl in Sachsen-Anhalt rückt näher, die AfD führt die Umfragen an. Der Sieg der Partei, die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als rechtsextremistisch eingestuft wird, gilt als sicher. Nur die Höhe ist unklar. Wird die AfD ihr erstes Bundesland regieren können? Simone Fatzer ist zu Gast bei David Karasek.
Hätte der Wanderweg im Val Bondasca geschlossen werden müssen? Das Urteil im Fall Bondo wird Anfangs September erwartet. Was bedeutet dieser Prozess für die Schweizer Wanderwege? Deren Geschäftsleiter, Michael Roschi, ist zu Gast bei Simone Hulliger. Der Bergsturz von Gondo hat Michael Roschi beschäftigt. Man habe Lehren daraus gezogen, etwas im «Leitfaden Gefahrenprävention», den die Schweizer Wanderwege den Gemeinden zur Verfügung stellen. Dennoch hofft Roschi, dass nun nicht voreilig Wanderwege breiflächig aus Angst vor Haftung geschlossen werden. Es gelte, die Eigenverantwortung der Wandernden hochzuhalten. Michael Roschi ist seit 2015 Geschäftsleiter von Wanderwege Schweiz. Im Tagesgespräch erzählt er, wie die Wege in Stand gehalten werden und warum sich auch Saudi-Arabien für die Organisation der Schweizer Wanderwege interessiert.
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- 25.08.202626 min
Osteuropa-Experte Marcel Hirsiger rechnet mit einer weiteren Eskalation Russlands im Ukraine-Krieg. Nach den Wahlen am 20. September könnte Putin eine grössere Mobilmachung anordnen. Die russische Kriegsführung dürfte noch brutaler werden. Russlands Kriegsführung in der Ukraine wird brutaler und Kremlchef Wladimir Putin dürfte weiter eskalieren. Davon geht Osteuropa-Experte Marcel Hirsiger von der Fachhochschule Nordwestschweiz aus. Im «Tagesgespräch» ordnet er die aktuelle Lage ein: Wie stark setzen die ukrainischen Angriffe auf Raffinerien und andere Ziele Russland unter Druck? Wie verwundbar ist die russische Wirtschaft? Und wie gross ist die Gefahr einer neuen Offensive? Auch für die Ukraine wird die Lage schwieriger. Abwehrraketen werden knapp, während Russland seine Luftangriffe intensiviert. Kann Europa die Lücken bei der militärischen Unterstützung schliessen? Und was bedeutet der Krieg für die kommenden Wintermonate? Marcel Hirsiger ist zu Gast bei David Karasek.
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Die Neutralitätsinitiative will die «immerwährende und bewaffnete» Neutralität der Schweiz in der Bundesverfassung stärker verankern. So dürfte die Schweiz keinem Militärbündnis beitreten und sie soll sich grundsätzlich nicht an wirtschaftlichen Sanktionen gegen kriegführende Staaten beteiligen. Vom Verbot ausgenommen wären einzig von der UNO beschlossene Sanktionen. Die Initianten argumentieren, dass nur eine strikte und verlässliche Neutralität die Schweiz vor ausländischen Konflikten schützt und ihre Glaubwürdigkeit als neutrale Vermittlerin stärkt. Gegnerinnen und Gegner warnen hingegen vor einer Isolation der Schweiz in einer sich verschlechternden globalen Sicherheitslage. Ein starres Sanktionsverbot schränke den aussenpolitischen Handlungsspielraum ein. Zudem erschwere die Initiative eine sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit der NATO oder europäischen Partnern deutlich. Über Vor- und Nachteile der Initiative diskutieren SVP-Nationalrat Franz Grüter und SP-Ständerätin Franziska Roth.
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- Franziska Roth
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Das Fedpol ermittelt gegen die Mafia und wurde selbst zum Opfer: Ein Fedpol-Polizist verkaufte der Drogenmafia mutmasslich Informationen. Welche Schlüsse zieht die Fedpol-Chefin? Schöpft sie ihre Möglichkeiten im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Terrorverdächtige auch wirklich aus? Ein «Maulwurf» in den eigenen Reihen ist für ein Polizeikorps das schlimmstmögliche Szenario. Genau das trat im Frühling beim Bundesamt für Polizei Fedpol ein. Wie konnte das Sicherheitsleck entstehen? Was unternimmt das Fedpol, damit die Behörde nicht mehr infiltriert werden kann? Fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortès nimmt Stellung. Wildi-Cortès und ihre Vorgängerin warnen seit Jahren eindringlich vor der organisierten Kriminalität und einer zunehmenden Gewaltbereitschaft. Die Fedpol-Direktorin ruft nach zusätzlichen Kompetenzen und schärferen Gesetzen. Doch nutzt das Fedpol seine bestehenden Möglichkeiten konsequent genug? Kritische Fragen an Eva Wildi-Cortès. Thema in der Sendung sind auch neue Kriminalitätsformen: Verbrecherbanden, aber auch Terrorgruppierungen und ausländische Geheimdienste rekrutieren für ihre Taten immer häufiger Amateure. Sie werden über Social Media angeworben und schreiten mit wenig Vorbereitung und wenig Wissen über die Hintermänner zur Tat. Wie ist diesem Phänomen beizukommen? Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.
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- 21.08.202626 min
Millionen NSDAP-Akten sind seit einem halben Jahr frei zugänglich. Wer war in Hitlers Partei und was verraten die Akten? Historiker Raphael Gross zieht Bilanz: «Manchmal ist die Enttäuschung gross, wenn sich eine vermutete NS-Vergangenheit nicht bestätigen lässt.» Millionen Datensätze zu ehemaligen NSDAP-Mitgliedern sind seit einem halben Jahr mit wenigen Klicks abrufbar über das US-Nationalarchiv. Was früher aufwendige Archivarbeit war, geht heute bequem von zu Hause aus. Das sorgt für grosses Interesse, wirft aber auch Fragen auf. Historiker Raphael Gross ordnet diese neue Transparenz ein. Der Zürcher ist Präsident des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Wie erfolgreich ist das Tool? Was ist der Erkenntnisgewinn? Und wie steht dieser Recherche-Boom im Zusammenhang mit aktuellen politischen Entwicklungen? Raphael Gross ist zu Gast bei David Karasek.
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Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul (CDU) war zu politischen Gesprächen in der Schweiz. Im Tagesgespräch spricht er über die neuen Drohungen aus Moskau und die Stärke der AfD. Ausserdem: Wadephul begrüsst den Schweizer Beitrag zu Europas Verteidigung gegen Russland. Europa rüstet auf: Was erwartet der deutsche Aussenminister Johann Wadephul von der Schweiz? Wie hilft Berlin bei der Patriot-Beschaffung? Ausserdem: die Sprengstoff-Drohne von Leipzig und die Gefahr aus der Luft, die Stärke der AfD und warum Johann Wadephul ausgerechnet auf Instagram so erfolgreich ist. Der deutsche Aussenminister ist zu Gast bei David Karasek.
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Die Trockenheit und Dürre der letzten Wochen beuteten für tausende Fische den Tod. Wie ist die Lage aktuell? Was bringen Umsiedelungen von Fischen? Und kann sich der Bestand wieder erholen? David Bittner, Geschäftsführer vom Schweizerischen Fischereiverband, ist zu Gast bei Simone Hulliger. Die Bilder von tausenden toten Fischen sind ein trauriges Symbolbild des Sommers 2026. Die Kombination aus zu warmen Gewässern und ausgetrockneten Flüssen führte zu einer Lage, wie sie David Bittner noch nie erlebt hat. Die Situation sei katastrophal. Der Hitzesommer trifft die Fische in einer eh schon schwierigen Lage. Ihr Bestand ist in den letzten Jahren gesunken, 75% der Fischarten sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Was sind die Ursachen und was kann dagegen unternommen werden? David Bittner ist seit fünf Jahren Geschäftsführer des Schweizerischen Fischereiverbandes.
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Die Pharmafirmen versuchen mit Deals mit den USA, die Zölle möglichst gering zu halten. Doch René Buholzer, Geschäftsführer von Interpharma, fürchtet weitere US-Massnahmen, vor allem für den Fall, dass politische Anliegen wie die neue Krankenversicherungsverordnung zustande kämen. Gemäss einer Untersuchung von Interpharma, dem Verband der forschenden Pharmaunternehmen in der Schweiz, hat die neue US-Politik zur Senkung der Medikamentenpreise in der Schweiz bereits Auswirkungen. Rund ein Drittel der innovativen Medikamente werde nicht mehr zur Vergütung durch Schweizer Krankenkassen eingereicht. Deswegen wehrt sich der Verband gegen weiteren Preisdruck auf die Medikamente. Spielen die Schweizer Preise bei der Berechnung des Most-Favored-Nation-Regimes der USA wirklich die zentrale Rolle? Wie soll die Arbeitsgruppe des Bundes den Lifesciences-Standort Schweiz stärken? Sind geheime Deals von Pharmakonzernen mit den USA dabei hilfreich? René Buholzer ist Geschäftsführer von Interpharma und zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
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- 17.08.202626 min
Das Schweizer Team sorgte an der Leichtathletik-EM für Furore. Auch in anderen Sportarten holten Schweizerinnen und Schweizer in den letzten Wochen EM- und WM-Medaillen. Ist der Schweizer Sport erfolgreich wie nie? Roger Schnegg, Chef von Swiss Olympic, ist zu Gast bei Simone Hulliger. 14 Jahre war Roger Schnegg der oberste Sportfunktionär der Schweiz. In seiner Amtszeit haben sich die Gelder, die Swiss Olympic an die Verbände auszahlen konnte, verdoppelt. Bedeutet mehr Geld auch mehr Erfolg? Ende August gibt Schnegg sein Amt ab. Im «Tagesgespräch» schaut er zurück auf Highlights und Herausforderungen, etwa die aufgedeckten Missstände im Turnverband oder den «Fall Fischer», und er schaut voraus: Was hält er davon, dass seine Nachfolgerin keine beruflichen Erfahrungen aus der Sportwelt mitbringt?
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Die Wirtschaftskommission des Ständerats hat diese Woche Teile des Paketes abgelehnt, das die Sozialpartner zum Schutz der Löhne im Vertragspaket mit der EU ausgehandelt haben. Gewerkschaftspräsident Adrian Wüthrich sagt, wie lange die Gewerkschaften noch bereit sind, die Verträge mitzutragen. Er steht seit elf Jahren an der Spitze des zweitgrössten Dachverbandes der Schweizer Gewerkschaften Travail.Suisse mit 130'000 Mitgliedern und ist in dieser Funktion bei sämtlichen Lohnschutzverhandlungen zum Vertragspaket mit der EU dabei gewesen. Was die Wirtschaftskommission des Ständerats nun beschlossen hat, kann Adrian Wüthrich «nicht nachvollziehen». Steigen die Gewerkschaften jetzt aus dem Kompromiss zum Lohnschutz aus? Oder müssten sie nicht auf ihre Maximalforderungen verzichten, um den Kompromiss zu retten? Zur Sprache in der «Samstagsrundschau» kommen auch der Lohnherbst und die diesbezüglichen Forderungen von Travail.Suisse, die «Familienzeit-Initiative», bei der die Unterschriftensammlung harzt, und die schwierige Finanzlage der AHV. Gewerkschaftspräsident Adrian Wüthrich stellt sich den Fragen von Philipp Burkhardt. Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.
- WAC
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- 14.08.202627 min
Trockenheit in der Schweiz: Wasser wird zur kostbaren Ressource. GLP-Präsident Jürg Grossen fordert neue Speicher, wo Gletscher verschwinden, eine landesweite Erfassung des Wasserverbrauchs und eine nationale Kältestrategie. Was steckt hinter diesen Plänen? Der Hitzesommer 2026 beschäftigt die Menschen in der Schweiz. Was sind die Forderungen und Konsequenzen der Grünliberalen Partei? Welche kurzfristigen Massnahmen sind notwendig, um auf die aktuelle Situation zu reagieren? Ausserdem: Grün und wirtschaftsliberal, lange schien diese Kombination das Erfolgsrezept der GLP zu sein. Doch seit den Wahlen 2023 scheint die Partei Schwung eingebüsst zu haben, Sitze gingen verloren. Ist das nur die politische Grosswetterlage, oder wird der Spagat zwischen Ökologie und Wirtschaft zunehmend zum Problem? Der Präsident der GLP Schweiz, Jürg Grossen, ist zu Gast bei David Karasek.
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Der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer LCH wollte wissen: Wie stehen die Lehr- und Fachpersonen zur integrativen Schule? Das Resultat ist brisant: Die Lehrerschaft ist gespalten, nur die Hälfte steht dem Modell positiv gegenüber. Die Präsidentin des LCH ist zu Gast bei Simone Hulliger. Dagmar Rösler war bewusst, dass sie mit dieser Umfrage ein heisses Eisen anfasst. Die Gespaltenheit der Lehrerschaft habe sie überrascht, dennoch sei sie froh zu wissen, wo Lehrpersonen stehen. Denn die Umfrage zeigt auch: Umstritten ist nicht in erster Linie das pädagogische Konzept, sondern deren Umsetzung. Dort, wo genügend Ressourcen zur Unterstützung bereitstehen, sei auch die Zufriedenheit höher, so Rösler. Was macht der LCH nun mit diesen Resultaten? Hat die integrative Schule eine Zukunft? Dagmar Rösler ist seit 2019 Präsidentin des Dachverbands der Lehrerinnen und Lehrer und arbeitet als Fachlehrperson ist der Primarschule Bellach.
- Dagmar Rösler
- GFS Bern
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Es herrscht eine doppelte Dürre: Zur geringen Bodenfeuchtigkeit sinken auch die Abflussmengen in Flüssen. Hinzu kommen höhere Temperaturen. Wie sich diese Erwärmung auch auf Meeresströmungen auswirken kann, soll der neue Weltklimabericht zeigen. ETH-Klimatologe Erich Fischer ist einer der Autoren. Mit den schwindenden Gletscher sinken die Pegelstände der Flüsse, mit den höheren Temperaturen trocknen die Böden stärker aus als früher. Deshalb ist die aktuelle Trockenheit nur bedingt vergleichbar mit den historisch Dürren. Der Klimatologe der ETH Zürich forscht zu Extremereignissen und berechnet auch sogenannte Worst-Case-Szenarien – damit sich Gesellschaft, Politik und Wirtschaft für die Zukunft wappnen können. Wie kann die Umsetzung dieser Szenarien in Schutzmassnahmen funktionieren? Fischer ist einer der Hauptautoren des Weltklimaberichts. Der nächste wird sich auch mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Meeresströmungen beschäftigen. Welche Szenarien sind denkbar, wenn sich die Strömung des Golfstroms verändert? Und wie liesse sich die zunehmende Klimaerwärmung noch aufhalten? Erich Fischer ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
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