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- 11.08.202626 min
Das Schweizerkreuz steht für Qualität und Swiss Made. Doch neue Regeln sorgen für Streit in der Wirtschaft. Seit Frühling gelten gelockerte Vorgaben für die Verwendung des Schweizerkreuzes. Gewerbeverbandsdirektor Urs Furrer kritisiert die Änderungen: Er warnt vor einer Verwässerung von Swiss Made. Der Schweizerische Gewerbeverband präsentiert heute eine repräsentative Umfrage zum Umgang mit dem Schweizerkreuz auf Produkten: Schweizer KMU betrachten Swissness und die Herkunftsbezeichnung Schweiz als wichtige Wettbewerbsfaktoren und lehnen eine Verwässerung des Schweizerkreuzes ab. Bislang mussten bei Industrieprodukten mindestens 60 Prozent der Herstellungskosten in der Schweiz anfallen, damit das Schweizerkreuz auf Produkten angebracht werden darf. Neu gilt: Wenn Produkte in der Schweiz entworfen oder entwickelt werden, darf das Schweizerkreuz unter gewissen Bedingungen verwendet werden. Urs Furrer, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv, ist zu Gast bei David Karasek.
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Als Präsident des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbands kennt Ernst Wandfluh die Sorgen der Älplerinnen und Älpler im aktuellen Hitzesommer. Was wäre zu tun? Und was können die Bauern selbst gegen den Klimawandel unternehmen? Ernst Wandfluh ist zu Gast bei Simone Hulliger. Die Trockenheit setzt den Bäuerinnen und Bauern auf den Alpen und im Flachland stark zu. Wandfluh fordert Massnahmen zur Unterstützung der Bauernschaft, denn die Landwirtschaft befinde sich in einer Notsituation. Fühlt er sich von seiner Partei, der SVP genügend unterstützt? Wo ist er nicht einig mit dem Umweltminister Albert Rösti? Und wo sind die Bäuerinnen und Bauern bereit, Massnahmen gegen den Klimawandel zu unterstützen? Wandfluh ist Nationalrat der SVP Kanton Bern und Präsident des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbands.
- 07.08.202623 min
Zum Abschluss der Sommerreihe blickt Marco Solari auf sein bewegtes Leben zurück. Er spricht über seine schwere Corona-Erkrankung, persönliche Krisen und die Erkenntnisse, die ihn bis heute begleiten. Marco Solari war Touristiker, Kulturmanager, Migros-Manager, Mitverleger und Veranstalter. Im Tagesgespräch mit Iwan Santoro zieht der heute 81-Jährige Bilanz. Er erzählt von den verschiedenen Stationen seiner beruflichen Laufbahn, davon, wie schnell öffentliche Anerkennung verschwinden kann, und von seiner schweren Corona-Erkrankung, die er nur knapp überlebt hat. Dabei spricht Solari auch über eine Erkenntnis, die ihn bis heute begleitet: Im Leben müsse jeder Mensch seinen Weg letztlich alleine gehen.
- Fontane
- Marco Solari
- Marco
Die Beziehungen zwischen dem Tessin und Italien sorgen immer wieder für politische Diskussionen. Für Marco Solari ist klar: Ohne die Grenzgängerinnen und Grenzgänger würde das Tessin heute nicht funktionieren. Für den langjährigen Präsidenten des Locarno Film Festivals und früheren Tourismusdirektor sind enge Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien unverzichtbar. Am Beispiel der Katastrophe von Crans Montana zeigt Solari auf, wie unterschiedlich die Mentalitäten nördlich und südlich der Alpen sind. Man gehe in Italien oft anders mit Krisen, Katastrophen und gesellschaftlichen Herausforderungen um als in der Deutschschweiz. Auch die Medien funktionierten anders. Im Rahmen der Jubiläumsreihe «25 Jahre Tagesgespräch» ist Marco Solari Wochengast bei Iwan Santoro.
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Marco Solari setzte sich einst für die Wahl von Ignazio Cassis in den Bundesrat ein. Im Tagesgespräch plädiert er für einen ständigen Sitz der italienischen Schweiz in der Landesregierung. Für Marco Solari gibt es in Europa nur eine eigentliche Grenze: die Nord-Süd-Grenze. Auf beiden Seiten herrschten unterschiedliche Sprachen, Kulturen, Mentalitäten und Lebensweisen. Diese Grenze verlaufe mitten durch die Schweiz. Kein anderer Kanton sei so stark vom Rest des Landes getrennt wie das Tessin. Deshalb plädiert Solari für eine Erweiterung des Bundesrats auf neun Sitze. So könne die Vertretung der italienischen Schweiz dauerhaft gesichert werden. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» spricht Solari mit Iwan Santoro über seinen langjährigen Einsatz für das Tessin und dessen Stellung innerhalb der Schweiz.
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- 04.08.202621 min
In der Deutschschweiz nennt man ihn oft «Mister Ticino». Im Tagesgespräch erzählt Marco Solari, wie er den Tourismus im Tessin modernisierte und das Image des Südkantons veränderte, ohne dessen mediterranen Charakter zu verlieren. Das Image des Tessins lag Marco Solari stets besonders am Herzen. Das Klischee vom Boccalino, von Mandolinen und Zoccoli sei ihm schon früh ein Dorn im Auge gewesen. Als Solari Anfang der 1970er-Jahre im Alter von 27 Jahren Tessiner Tourismusdirektor wurde, war für ihn klar: Das Tessin braucht ein moderneres Gesicht. Auch das paternalistische Verhalten der Deutschschweiz gegenüber dem lange isolierten Südkanton störte ihn. Im Tagesgespräch mit Iwan Santoro erzählt Solari, wie er den Tourismus neu positionierte und das Tessin moderner machte, ohne die Sehnsucht nach Süden und mediterranem Flair zu verlieren.
- Lugano
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In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» steht das Tessin im Fokus. Zu Gast ist Marco Solari. Der langjährige Präsident des Locarno Film Festivals spricht über seine Zeit an der Spitze des Festivals und erklärt, weshalb er dem Anlass heute weitgehend fernbleibt. Marco Solari war vieles in seiner langen Karriere: Tessiner Tourismusdirektor und später Präsident von Ticino Turismo, Delegierter der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft, Mitglied der Generaldirektion der Migros und stellvertretender Konzernchef von Ringier. All diese Erfahrungen habe er in seine Aufgabe als Präsident des Locarno Film Festivals einbringen können, sagt Solari. Im Tagesgespräch mit Iwan Santoro blickt er auf die Höhepunkte seiner 23-jährigen Präsidentschaft zurück. Er erzählt, weshalb die Piazza Grande das Herz des Festivals bleibt und warum es richtig war, das Präsidium abzugeben, auch wenn ihm dieser Schritt nicht leichtfiel.
- Locarno
- Marco
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In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Heute sind wir im EU-Rat. Hier ringen 27 Staaten um Kompromisse. Warum die Fassade aus alten Fensterrahmen aus ganz Europa besteht und was sie über die EU erzählt. Der EU-Rat ist das Machtzentrum der Europäischen Union. Hier treffen sich die Staats- und Regierungschefs sowie die Ministerinnen und Minister der 27 Mitgliedstaaten, um über Europas wichtigste Entscheidungen zu beraten. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» führt EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Ratsgebäude in Brüssel, vorbei am berühmten roten Teppich und dem riesigen Medienzentrum. Er erklärt, wie die EU mit Kompromissen arbeitet, weshalb die Ratspräsidentschaft so wichtig ist und wie sich selbst die Schweiz in diesem Gebäude einbringt. Zudem zeigt er, weshalb die Fassade aus alten Fensterrahmen aus ganz Europa mehr ist als ein architektonisches Detail: Sie steht sinnbildlich für die Vielfalt und den Zusammenhalt der Europäischen Union. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.
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In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Heute: Die Schweizer Botschaft. Ein Gespräch über schwierige Verhandlungen und darüber, weshalb die Zusammenarbeit mit Europa heute vielfältiger ist als je zuvor. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union prägen die Schweizer Politik seit Jahrzehnten und sie bleiben komplex. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» blickt EU-Korrespondent Charles Liebherr zurück auf das Scheitern des Rahmenabkommens, erklärt die unterschiedlichen Verhandlungskulturen der Schweiz und der EU und zeigt, weshalb die Gespräche dennoch nie ganz abgerissen sind. Ausserdem spricht er über die besondere Rolle der Schweizer Botschaft in Brüssel, die Bedeutung informeller Kontakte im Europaquartier und darüber, wie sich Europas geopolitische Lage verändert hat. Warum gibt es heute mehr Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der EU als nur die Mitgliedschaft? Und was bedeutet das für die Schweiz? In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.
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In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Heute: Das EU-Parlament. Wie funktioniert Europas Machtzentrum? Charles Liebherr erklärt, weshalb das Parlament unterschätzt wird und was hinter den Kulissen passiert. Die Grünen in Frankreich ticken anders als die Grünen in Schweden. Genau das prägt die Arbeit im Europäischen Parlament. Wie gelingt es mehr als 700 Abgeordneten aus 27 Ländern trotzdem, Mehrheiten zu finden? In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» führt EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Parlament in Brüssel und erklärt, warum Europas Volksvertretung anders funktioniert als viele nationale Parlamente. Zudem spricht er über den umstrittenen «Wanderzirkus» zwischen Brüssel und Strassburg, den Einfluss von Lobbyisten und darüber, weshalb das EU-Parlament wohl das einzige der Welt mit eigenem Bahnhof ist. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.
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- 28.07.202621 min
In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Im Jubelpark zwitschern tausende Papageien aus Afrika. Kaum ein Ort erzählt so viel über Migration, Geschichte und Europa wie diese grüne Oase. Im Brüsseler Jubelpark leben Tausende frei fliegende Papageien. Für SRF-EU-Korrespondent Charles Liebherr stehen sie sinnbildlich für eine offene, internationale Stadt. Dieser Park ist zugleich die grüne Visitenkarte des Europaviertels und Spiegel der belgischen Geschichte. Hier werden auch die Widersprüche Europas sichtbar, von Migration und Zusammenleben bis zur kolonialen Vergangenheit Belgiens. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.
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In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» reisen wir mit EU-Korrespondent Charles Liebherr durch das Europa-Quartier in Brüssel. Heute sind wir auf den Spuren von Robert Schuman, einem der Gründerväter der Europäischen Union. In unserer Sommerserie nimmt uns SRF-EU-Korrespondent Charles Liebherr mit auf einen besonderen Rundgang durch Brüssel, das politische Zentrum der Europäischen Union. Der Weg führt von der Statue des Gründervaters der EU, Robert Schuman, über den frisch renovierten Schuman-Kreisel bis hin zum symbolträchtigen Schuman-Stein. Liebherr erklärt, warum die europäische Friedensidee von 1950 auch koloniale Interessen widerspiegelte, wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg die Erwartungen an die EU grundlegend verändert haben und warum die mächtige EU-Kommission heute mehr denn je für den Schutz der Demokratie werben muss. In der Sommerserie «25 Jahre Tagesgespräch» kommen Persönlichkeiten zu Wort, die das «Tagesgespräch» über viele Jahre geprägt haben. Charles Liebherr ist zu Gast bei David Karasek.
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Während 25 Jahren waren Expeditionen auf die höchsten Berge oder an den Nord- und Südpol immer wieder Thema im «Tagesgespräch». Will Evelyne Binsack immer noch den Abenteuergeist wecken? Ist Albin Schelbert noch in der Wildnis unterwegs? Und was gibt es für Frank Senn noch zu dokumentieren? Mit dem Alter werde es immer schwieriger, fit genug zu bleiben, um extreme Klettertouren zu unternehmen. So erkundete Albin Schelbert zusammen mit seiner Frau Alaska oder Kanada auf wilden Flüssen, abgeschnitten von jeder Zivilisation. Mit dem Hundeschlitten ist Schelbert nicht nur Rennen gefahren, sondern auch auf 4000 Meter hohe Berge gestiegen. Evelyne Binsack ist Bergführerin, hält Referate und bietet Coachings an. Auf ihren Expeditionen an den Nord- und Südpol und auf den Everest hat Binsack gefunden, was sie suchte: Sie weiss, wer sie auch unter schwierigsten Bedingungen ist. Frank Senn hat 30 Jahre Berg-Dokumentarfilme gedreht. Das Interesse habe sich nun hin zu den Geschichten und Persönlichkeiten hinter den Expeditionen entwickelt. Eine extreme Expedition werde er nicht mehr begleiten. Evelyne Binsack, Albin Schelbert und Frank Senn sind zu Gast bei Karoline Arn.
- Everest
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- Südpol
Die Natur bedeutet der Alpinistin Evelyne Binsack und dem Albin Schelbert viel, ebenso dem Berg-Dokumentarfilmer Frank Senn. Doch in der unberührten Natur hinterlassen Expeditionen Spuren. Seit dem Schuss eines Begleiters auf einen Eisbären macht Evelyne Binksack keine extremen Expeditionen mehr. Es ist das Erlebnis der Natur, welches viele Alpinistinnen und Alpinisten in die Berge zieht. Albin Schelbert habe 1960 noch von der «Gunst der frühen Geburt» profitiert und Berge angetroffen, wie es sie heute nicht mehr gebe, so Binsack. Der Mount Everest leidet unter den Massen, welche für viel Geld auf seinen Gipfel wollen. Aber auch das Wrak des Pilatus Porters von Schelberts Expedition wurde nie geborgen. Frank Senn titelte seine letzte Dokumentarfilmreihe «Wahnsinn am Everest», dieser Name sei erst während der Dreharbeiten entstanden. «Du würdest den Berg nicht mehr erkennen», sagt Senn zu Evelyne Binsack, welche 2001 als erste Schweizerin auf dem höchsten Berg der Welt stand. Für Binsack ist heute der Preis, welcher die Natur für ihre Abenteuer bezahlen musste, zu hoch. Sie hat beschlossen, keine extreme Expedition mehr zu unternehmen. Evelyne Binsack, Albin Schelbert und Frank Senn sind in der Sommerserie 25 Jahre Tagesgespräch zu Gast bei Karoline Arn.
Wer den Mount Everest oder den Dhaulagiri besteigt, begibt sich in Gefahr, kehrt im schlimmsten Fall nicht zurück. Der Tod ist überall präsent. Wie gehen Evelyne Binsack und Albin Schelbert damit um, und wie thematisiert Frank Senn den Tod in seinen Bergdokumentationen? In den 25 Jahren Tagesgespräch waren immer wieder Personen zu Gast, die extreme Touren gemacht, Berge erklommen und Abenteuer unternommen haben. Evelyne Binsack, als sie als erste Schweizerin auf dem Mount Everest war, Albin Schelbert, der erste Mensch auf dem Dhaulagiri, und Frank Senn, der die Expeditionen als Dokumentarfilmer begleitete. Auch Ueli Steck war zu Gast im Tagesgespräch, kurz bevor er zu seiner letzten Expedition aufbrach. Wie geht man mit der Todesgefahr um? Was löste der Tod von Ueli Steck aus? Evelyne Binsack, Albin Schelbert und Frank Senn sind zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
- Frank Sinatra
- Uli
- Gianni
Manchmal brauche es Sturheit, sagt Albin Schelbert. Willenskraft ist für Evelyne Binsack zentral. Frank Senn muss auf sein Team zählen können. Was braucht es, um erfolgreich Extremes zu leisten? Er habe immer Glück gehabt, auf allen seinen Touren, sagt Albin Schelbert. Denn seine Kollegen seien in den Bergen immer durch Unglücke wie Steinschläge oder Lawinen verletzt worden oder gestorben, nicht durch fehlendes Können oder falsches Verhalten. Für Evelyne Binsack ist die Vorbereitung zentral für eine geglückte Expedition. Einzelkämpfer seien in einem Drehteam am Berg nicht vorstellbar, sagt Frank Senn. Alle müssten sich in jeder Situation auf den anderen verlassen können. Auf die Frage, was sich verändere, wenn solche Extremleistungen gelingen, werden Binsack und Schelbert nachdenklich. Es sind sehr persönliche Erlebnisse. Sie faszinieren wie die Berge an sich, sagt der Filmer Frank Senn. Binsack, Schelbert und Senn sind diese Woche die Gäste in der Sommerserie 25 Jahre Tagesgespräch bei Karoline Arn.
- Peter
- Karakorum
- Albin Schelbert
In 25 Jahren Tagesgespräch waren Expeditionen und Alpinismus wiederholt Thema. Für die Sommerserie treffen sich Evelyne Binsack, die die «drei Pole» der Welt aus eigener Kraft erreichte, Albin Schelbert, der Erstbesteiger des Dhaulagiri 1960, und Frank Senn, Bergdokumentarfilmer seit 30 Jahren. Max Eiselin stellte 1960 eine Truppe zusammen, die den 8000er im Himalaya, den Dhaulagiri, besteigen sollte. Es war der erste Berg, an dem sich Alpinisten versuchten, da man ihn zuerst für den höchsten der Welt hielt. Es sollte der letzte Gipfel sein, den jemand erreichte. Wie kam Albin Schelbert zu dieser Expedition? Warum nahmen sie einen Pilatus Porter mit? Und warum war Schelbert der erste Mensch auf dem Dhaulagiri? Evelyne Binsack reiste als Helikopterpilotin mit anderen Plänen zum Mount Everest, als ihn zu erklimmen. Warum war sie dennoch die erste Schweizerin auf dem Gipfel? Seit 30 Jahren verfolgt Frank Senn das Geschehen rund um die höchsten Gipfel und steilsten Wände als Dokumentarfilmer. Woher kommt diese Faszination? In der Sommerserie 25 Jahre Tagesgespräch treffen sich die ehemaligen Gäste zu einer gemeinsamen Runde. Binsack, Schelbert und Senn sind die Gäste in der Sommerserie 25 Jahre Tagesgespräch bei Karoline Arn.
- Mount Everest
- Everest
- von
- 17.07.202617 min
Reisen sind Grundlage vieler Bücher des Genfer Schriftstellers Daniel der Roulet. Er hat mehrmals die Schweiz durchwandert, ist zu allen 56 französischen Kernreaktoren und zu Dutzenden Grenzseen gereist. Im Tagesgespräch erzählt er, was er unterwegs über die Schweiz und über Grenzen gelernt hat. Zudem geht es im letzten von drei Gesprächen zum 25-Jahr-Jubiläum des Tagesgesprächs ums Älterwerden, ums Vorbereiten des eigenen Nachlasses und um die Wut, die für den 82-jährigen Schriftsteller nach wie vor eine wichtige Antriebsfeder ist. Daniel de Roulet ist zu Gast bei Roman Fillinger.
Schweizer Söldner, die in der französischen Revolution ihr Leben lassen, jurassische Anarchistinnen, die nach Südamerika auswandern oder eine Familiensaga rund um die Atomtechnologie. Daniel de Roulets Romane haben oft einen historischen Hintergrund. Im Zentrum stehen dabei die wenig Privilegierten. Im zweiten von drei Gesprächen zum 25-Jahr-Jubiläum des Tagesgesprächs geht es um de Roulets Faszination für die Technik hinter der Atomkraft, um seinen Blick auf die Schweiz und darum, wieso Westschweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller weniger politisch sind als ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Deutschschweiz. Daniel de Roulet ist zu Gast bei Roman Fillinger.
Der heute 82-jährige Westschweizer Schriftsteller hat erst mit über fünfzig Jahren angefangen zu schreiben und seither beinahe vierzig Bücher veröffentlicht. Viele davon haben politische Themen. Literatur ist für ihn kein Selbstzweck, sondern soll sich gesellschaftlich engagieren. Im ersten von drei Gesprächen zum 25-Jahr-Jubiläum des Tagesgesprächs geht es um die Rolle der Literatur in der Gesellschaft, um die Parallelen von Rennen und Schreiben sowie um den Brandanschlag, den Daniel de Roulet 1975 auf das Chalet des «Bild»-Verlegers Axel Springer in Rougemont verübt hat. Daniel de Roulet ist zu Gast bei Roman Fillinger.