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Die Jury hat Derek Chauvin für schuldig befunden. Welche Bedeutung das Urteil für den Kampf gegen Polizeigewalt und Rassismus hat Der Prozess gegen Derek Chauvin endet mit einem Schuldspruch – die Jury befindet den ehemaligen Polizisten für schuldig am Tod des Afroamerikaners George Floyd. Ein Video davon, wie Chauvin bei einer Festnahme auf Floyds Hals kniete, bis dieser verstarb, ging viral. Floyds Tod stand am Beginn der Black-Lives-Matter-Proteste im Vorjahr. Wieso das Urteil gegen Chauvin weltweit für Aufsehen sorgte, ob es womöglich doch noch gekippt werden könnte und ob der Fall etwas am strukturellen Rassismus in den USA ändert, erklärt Bianca Blei vom STANDARD.
Die Bundesregierung will die Wirtschaft nach der Corona-Krise kräftig ankurbeln. Aber kommen die Staatshilfen auch wirklich bei den richtigen an? Die Regierung hat Wirtschaftshilfen in Milliardenhöhe für Investitionen, gegen Langzeitarbeitslosigkeit und für Klimaschutzprojekte angekündigt. Das Ziel: Ein möglichst schnelles wirtschaftliches "Comeback" nach der Corona-Krise. Ob das am Dienstag vorgestellte Hilfspaket dazu taugt und ob die Regierung das Geld nicht besser einsetzen könnte, erklärt Andras Szigètvari vom STANDARD.
- 19.04.202121 min
Zwölf Top-Clubs gründen die sogenannte Super League – und die Fußball-Welt steht Kopf. Was dahinter steckt und wieso die neue Liga so viele Kritiker hat Die Super League soll die neue VIP-Liga im Fußball werden. Zwölf Clubs stehen bis jetzt dahinter – für kleinere Clubs und die UEFA ist es eine echte Hiobsbotschaft. Warum die neue Liga die Welt des Fußballs so ins Wanken bringt, um wie viel Geld es dabei geht und ob mit der Super League der Fußball, so wie wir ihn kennen, ruiniert wird, erklärt Lukas Zaher vom STANDARD.
Die Trafikantin Nadine wurde von einem Mann angezündet und starb an den Verletzungen. Wieso werden in Österreich so viele Frauen umgebracht? Eine Frau wird von ihrem Partner oder Ex-Partner angezündet. Wochenlang kämpft sie danach um ihr Leben – und erliegt schließlich ihren Verletzungen. Der Fall der Trafikantin Nadine hat in ganz Österreich eine Welle des Entsetzens ausgelöst. Nadine war bereits die siebte Frau, die 2021 in Österreich getötet wurde. Gabriele Scherndl und Lara Hagen vom STANDARD haben versucht, den Fall zu rekonstruieren, und gehen der Frage nach, warum Frauenmorde in Österreich leider keine Einzelfälle sind.
Bis zu jeder fünfte Mensch in Österreich leidet auch Monate nach einer Corona-Infektion an Spätfolgen. Wie schwer Long Covid Patienten und das Gesundheitssystem trifft Zehn bis 20 Prozent der Corona-Patienten leiden auch Monate nach der Erkrankung noch unter Spätfolgen. Bleierne Müdigkeit, Gedächtnisprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten sind nur einige der Symptome. Das Phänomen Long Covid kann jeden treffen – egal wie alt man ist oder wie schwer man an Covid-19 erkrankt war. Was wir bisher über die "Krankheit nach der Krankheit" wissen, welche Therapieansätze es gibt und wie schwer die Erkrankung das österreichische Gesundheitssystem trifft, erklärt Julia Palmai vom STANDARD.
Nach sechs Fällen von Blutgerinnseln liefert der Impfstoffhersteller vorerst nicht nach Europa. Was dahintersteckt und welche Folgen das für Österreichs Impfplan hat Verursacht der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in seltenen Fällen gefährliche Blutgerinnsel? Nachdem unter knapp sieben Millionen Geimpften sechsmal solche Gerinnsel aufgetreten sind, gibt es in den USA nun einen Impfstopp. Der Impfstoffhersteller liefert zudem nicht nach Europa, bis mehr über die mögliche Nebenwirkung bekannt ist. Was wir bisher über diese wissen und wie fatal der Ausfall für Österreichs Impfplan sein könnte, erklärt Klaus Taschwer vom STANDARD.
Gesundheitsminister Anschober ist zurückgetreten. Wieso, wer ihm nachfolgt und was nun geschehen muss Genau 14 Monate nachdem Österreich in den ersten Lockdown gegangen war, trat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zurück. Dienstagvormittag erklärte er, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage fühlt, dem Amt nachzukommen. Was Anschober gelungen ist, wo er gescheitert ist und ob Anschober nun mit dem ungeliebten Koalitionspartner ÖVP abrechnet, erklärt Eric Frey vom STANDARD. Außerdem sprechen wir darüber, was über Anschobers Nachfolger Wolfgang Mückstein bekannt ist und welche Probleme dieser jetzt lösen muss.
- 12.04.202132 min
Wie die ÖVP mit Vorwürfen gegen die Grünen von der Öbag-Affäre ablenken will und wie sie dafür auf Tricks des Ex-US-Präsidenten zurückgreift Die Grünen hätten Vertraute in Machtpositionen gehievt und Postenschacher betrieben – das unterstellt die ÖVP ihrem Koalitionspartner. Und das, während Bundeskanzler Sebastian Kurz und seine Vertrauten wegen der Besetzung des Öbag-Vorstands mit Thomas Schmid gerade selbst scharf kritisiert werden. Was hinter den Vorwürfen des grünen Machtmissbrauchs steckt, welche Tricks sich der Kanzler bei Donald Trump abgeschaut hat und wieso diese Entwicklungen der Demokratie in Österreich schaden, erklären Hans Rauscher und Petra Stuiber vom STANDARD.
- 09.04.202116 min
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wurde beim Türkei-Gipfel aufs Sofa verbannt. Was dahintersteckt und wieso der Vorfall empört Ein verdutztes "Ähm" – so klang die Reaktion von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, als sie beim Gipfeltreffen in der Türkei aufs Sofa verbannt wurde. Und das, während der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan dem EU-Ratspräsidenten Charles Michel einen Sessel neben sich anbot. War das jetzt Frauenfeindlichkeit, schlechte Manieren oder einfach das Protokoll? Darüber spalten sich die Meinungen. Wie es zu dem schon als "Sofagate" bezeichneten diplomatischen Affront kam, welche politischen Ränkespiele dahinterstecken und welche ähnlichen Szenen sie selbst schon erlebt hat, erklärt Gudrun Harrer vom STANDARD.
Im Ibiza-Untersuchungsausschuss ging es diese Woche wieder einmal um das Video an sich, aber auch um Postenschacher und pikante Chatnachrichten Privatdetektiv Julian H. ist der Mann hinter dem Ibiza-Video – am Donnerstag hat er vor dem U-Ausschuss ausgesagt. Und er ist nicht der einzige prominente Befragte diese Woche: Bereits am Mittwoch wurde Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) einvernommen. Was der Ibiza-Drahtzieher und der Finanzminister zu sagen hatten und welche neuen Fragen die Einvernahmen aufgeworfen haben, erklärt Fabian Schmid vom STANDARD.
- 07.04.202124 min
Der Kanzler stellt allen Österreichern zumindest die erste Corona-Impfdosis bis Frühsommer in Aussicht. Ist dieses Ziel auch ohne Astra Zeneca und Sputnik V realistisch? Das Osterversprechen des Bundeskanzlers Sebastian Kurz (ÖVP), dass in 100 Tagen alle Menschen in Österreich, die wollen, (erst-)geimpft werden, klingt gut. Doch dann wiederum fragt man sich, ob dieses Ziel überhaupt so ambitioniert ist – schließlich spricht die Regierung schon seit Monaten von Anfang Sommer als Ziel. Gleichzeitig wächst die Sorge, ob Österreich im Wettlauf um den Impfstoff noch weiter zurückfallen könnte als bisher. Zwei Gründe: Der Astra-Zeneca-Impfstoff könnte künftig nur noch an Menschen über 40 Jahren verabreicht werden, und beim russischen Impfstoff Sputnik V, den sich der Kanzler so sehr für Österreich wünscht, kommt das Zulassungsverfahren ins Stocken. Was es mit diesen Problemen auf sich hat und ob wir bis zum Sommer wirklich geimpft sein werden, erklären Gabriele Scherndl, Gerald Schubert und Klaus Taschwer vom STANDARD.
- 06.04.202123 min
Wie es mit den Virusmutationen weitergeht und was die Weltwirtschaft uns über das Ende der Krise verrät Die Corona-Pandemie hält die Welt seit über einem Jahr in Atem – ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Warum die Wissenschaft nicht davon ausgeht, dass wir je wieder ohne das Coronavirus leben werden, erklärt Klaus Taschwer vom STANDARD. Wie das Leben in manchen Ländern trotz der Pandemie bereits wieder normaler aussieht, erklärt Manuel Escher. Und Bettina Pfluger spricht darüber, ob der Wirtschaft nach dem Einbruch durch die Krise ein umso größerer Aufschwung winkt.
- 02.04.202124 min
Digitale Sammlerstücke boomen - wie man davon profitieren kann und wieso nicht alles Gold ist, was flimmert Würden Sie Geld für ein Katzen-GIF zahlen? Sagen wir, so 470.000 Euro? Und was ist mit einem Tweet? 140 Zeichen für 2,1 Millionen Euro? Richtig, wieso zur Hölle sollten Sie das tun? Aber genau das passiert gerade immer häufiger. Digitale Inhalte von Kunst über Sportclips bis hin zu Texten werden für Unsummen versteigert – obwohl wirklich jeder sie ansehen und mit einem Klick kopieren kann. Die Technologie, die diesen neuen Sammelboom möglich macht, heißt NFT – Non-Fungible Token. Wie NFTs funktionieren und was sie so einzigartig und wertvoll macht, darüber sprechen wir heute mit Philip Pramer und Stefan Mey vom STANDARD. Wir reden natürlich auch über die Schattenseiten dieses Booms und die Frage, ob da gerade sehr viele Menschen ihr Geld zum Fenster hinauswerfen.
Der Wettlauf mit den Corona-Mutationen wird immer brenzliger. Da zählt jede Impfung Ende 2020 hieß es noch, dass uns vor allem der Impfstoff von Astra Zeneca aus der Corona-Pandemie führen würde. Dann kam es zu Lieferengpässen und zum großen Streit mit der EU um zusätzliche Impfdosen. Gleichzeitig sorgen Berichte über Nebenwirkungen für Verunsicherung in der Bevölkerung. So kommt es, dass die Regierung jetzt Verhandlungen mit Russland über den Einsatz des Sputnik-Impfstoffs verhandelt. Aber auch hier gibt es beträchtliche Imageprobleme. Daher stellt sich die Frage, welchen Studien kann man trauen? Ob Sputnik V in Österreich überhaupt zugelassen wird, ob man sich trotz der Bedenken mit dem Astra Zeneca-Impfstoff impfen lassen und ob es die EU trotz all dieser Schwierigkeiten wirklich schaffen wird bis zum Sommer eine Herdenimmunität zu erreichen, darüber sprechen wir heute mit Klaus Taschwer vom STANDARD.
- 31.03.202128 min
Die ÖBAG-Affäre deckt die falschen Versprechungen der neuen ÖVP auf und auch im EU-Impfstoffstreit schwächelt der Kanzler Manchmal fällt es schwer, Österreich nicht als Bananenrepublik zu bezeichnen. Vor allem, wenn man diese Woche die Nachrichten verfolgt hat. Denn die Bestellung von Thomas Schmid zum Vorstand der ÖBAG – also jener Aktiengesellschaft, die die großen Staatsbetriebe unter sich vereint, zeigt deutlicher denn je, wie Postenschacher und Freunderlwirtschaft in diesem Land funktionieren. Gleichzeitig wirft die Affäre ein schiefes Licht auf die neue ÖVP von Sebastian Kurz. Denn die Causa ÖBAG zeigt auch, wie skrupellos sich eine Clique an Freunden und parteinahen Personen das Land aufgeteilt hat. Und das alles erhöht zunehmend den Druck auf den Bundeskanzler, der noch dazu gerade dabei ist, es sich im Streit um Impfstoffe mit der EU nicht nur mit den Corona-müden Österreichern sondern auch mit den Nachbarstaaten zu verscherzen. Wie sehr diese Affäre Österreich schadet und ob wir gerade erleben, wie das System Kurz zusammenbricht, darüber spreche ich heute mit Eric Frey, Michael Völker und Gianluca Wallisch vom STANDARD.
Wie wir die "Osterruhe" verbringen dürfen, ob die Lockdowns noch greifen und wie es mit den Impfungen weitergeht Seit mehr als einem Jahr leben wir in einem Wechsel aus Lockdown und eingeschränkten Freiheiten und jetzt erleben viele Menschen in Österreich zum zweiten Mal hintereinander kein Osterfest. Was wir über die sogenannte Osterruhe unbedingt wissen müssen und ob diese Lockdowns überhaupt noch etwas bringen, darüber sprechen wir mit Gabriele Scherndl und Aloysius Widmann vom STANDARD. Und Lara Hagen erklärt uns, wie es im April mit den Impfungen weitergeht und weshalb wir den Kopf nicht hängen lassen sollten.
Wie Chatprotokolle den weitreichenden Postenschacher unter der türkis-blauen Regierung belegen Es geht um Vorstandsposten in den größten Staatsbetrieben, um politischen Einfluss und Gefallen für Großspender oder auch ehemalige Abgeordnete und Freunde aus dem politischen Umkreis: Von der WKSTA ausgewertete Chatnachrichten zwischen ÖBAG-Chef Thomas Schmid und prominenten Vertretern der späteren ÖVP-FPÖ-Regierung zeigen, wie sich die Teams von Sebastian Kurz das Land aufteilten. Wie freundschaftlich und ungeniert man dabei vorging und welche Folgen das noch haben könnte, erklärt Fabian Schmid vom STANDARD.
Vergessene Risikopatienten auf der einen und Vordrängler auf der anderen Seite – was läuft falsch in Österreichs Impfsystem? Von einer Corona-Impfung für alle sind wir in Österreich noch weit entfernt. Selbst Risikogruppen wie etwa Krebspatienten haben oft Probleme, an eine Impfung zu kommen. Für Ärger sorgt, dass sich andernorts Bürgermeister einfach vorgedrängelt haben – scheinbar ohne Konsequenzen. Wie fair ist Österreichs Impfsystem? Scheitert eine gerechte Impfstoff-Verteilung an der Bürokratie? Und wie verheerend werden solche Probleme, wenn uns die dritte Welle jetzt so richtig erwischt? Darüber spreche ich mit Irene Brickner vom STANDARD.
- 25.03.202120 min
Was der Oster-Lockdown im Osten Österreichs bedeutet und wie es danach weitergeht Ostösterreich verhängt nach zähen Diskussionen eine Osterruhe, um das Coronavirus in den Griff zu bekommen. Wieso die Entscheidung so lange gedauert hat, welche Maßnahmen ab wann gelten, und was das für ganz Österreich und die Zeit nach Ostern bedeutet, erklären Gabriele Scherndl und David Krutzler vom STANDARD.
- 24.03.202127 min
Wieso Österreich von der EU weitere Corona-Impfungen fordert und wieso Nationalismus zum großen Problem werden könnte Die EU hinkt mit den Corona-Impfungen hinterher – Österreich bildet da keine Ausnahme. Um die zehn Millionen Extra-Impfdosen, die Pfizer/Biontech früher als geplant liefern kann, ist zwischen den Mitgliedstaaten deshalb ein Streit entbrannt. Wieso Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sich dabei nicht nur Freunde macht, ob gerade ein Impf-Nationalismus entsteht und warum der Impfstoff in der EU überhaupt so knapp ist, erklärt Thomas Mayer vom STANDARD.