Israel wählt: Ein Ex-General gegen Netanjahu
27.10.2026 · 13 Min.
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In Israel wird heute ein neues Parlament, die Knesset, gewählt. Zum ersten Mal seit 1988 findet die Wahl zum regulären Ende einer Legislaturperiode statt. Sie gilt nicht nur als Abstimmung über den Langzeitpräsidenten Netanjahu, es geht auch um die Teilhabe der arabischen Minderheit, die Wehrpflicht der Ultraorthodoxen und den Rechtsstaat an sich. Netanjahus wichtigster Herausforderer heißt Gadi Eisenkot und ist sein ehemaliger Generalstabschef. Was der Anti-Netanjahu politisch fordert, weiß Jan Roß aus dem Politikressort der ZEIT. Er begleitet die Wahl heute in Jerusalem.
Mit einem neuen Investitionsschutzgesetz will die Bundesregierung die in Berlin geplante Vergesellschaftung von großen privaten Wohnungsbeständen erschweren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem »Vergesellschaftungsfetisch«, dem man mit diesen Regelungen entgegenwirken wolle: Entschädigungen sollen ausschließlich zum vollen Verkehrswert möglich sein, der durch ein Wertgutachten zu ermitteln ist. Die Entschädigungen sollen unmittelbar in Geld erfolgen und die »zwingende Notwendigkeit« der Vergesellschaftung soll explizit nachgewiesen werden. Wie Vergesellschaftungen in unserem Grundgesetz verankert sind und ob Dobrindt mit seinem Vorschlag Erfolg haben wird, weiß Marcus Rohwetter aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT.
Und sonst so? Stundenlang anstehen für einen… Teppich?
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Christina Felschen, Anneke Rietkerken
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Weitere Links zur Folge:
Parlamentswahl in Israel: Die wichtigen Fragen und Antworten zur Wahl in Israel
Wahlen in Israel: Das ist Netanjahus Konkurrenz
Gadi Eisenkot: Kann er Netanjahu besiegen?
Benjamin Netanjahu: Wählen Sie ihn trotzdem?
Ultraorthodoxe Juden in Israel: Kulturkampf um Israels Identität
Joav Segalovitz: Ein bisschen Licht
Investitionsschutzgesetz: Dobrindt legt Eckpunkte für Gesetz gegen Vergesellschaftungen vor
Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen: Wo bleibt das Eigentumsschutzgesetz der Bundesregierung?
Berlin: Eralp hält geplantes Investitionsschutzgesetz für verfassungswidrig
Vergesellschaftung von Wohnungen: Das nächste gebrochene Kanzlerversprechen?
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- Wie Anthropic mit dem Börsengang die Konkurrenz abhängen will (Update)
27.10.2026 · 11 Min.
Als erstes der großen KI-Unternehmen hat Anthropic seinen Börsengang angekündigt. Es könnte der größte Börsengang in der Geschichte werden. Laut der Financial Times erwarte man eine Bewertung zwischen 1,5 und 1,75 Billionen Dollar. Dabei ist das Unternehmen erst vor fünf Jahren gegründet worden. Innerhalb des letzten Jahres hat Anthropic seinen Umsatz enorm gesteigert. Allerdings bleibt der Umsatz unterhalb der Erwartungen von Analysten. Nicht zuletzt hatten Sicherheitsrisiken von KI für Bedenken gesorgt. Anthropics Konkurrent OpenAI hatte als Konsequenz seinen Börsengang im September aufs kommende Jahr verschoben. Wieso plant Anthropic ausgerechnet jetzt den Schritt an die Börse? Das erklärt Jan Guldner, Leiter des Geldressorts der ZEIT. Wo soll der deutsche Atommüll endgelagert werden? Es gilt, einen Ort mit optimalen geologischen Bedingungen zu finden. Laut neuester Ergebnisse der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) kommen dafür nur weniger als fünf Prozent der Fläche in Deutschland infrage. Potenzielle Standorte wären demnach denkbar in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Dort werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Bis Ende nächsten Jahres sollen die möglichen Flächen weiter eingegrenzt werden, damit bis spätestens 2050 ein Endlager feststeht. Außerdem im Update: Die EU-Kommission stellt ihre Pläne für den Umbau der Grenzschutzagentur Frontex vor. Und sonst so? Flauschige Auszeit in Finnland Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Rita Lauter, Ole Pflüger Mitarbeit: Emilia Portwich Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Anthropic: Die wichtigsten Lehren aus dem Börsenprospekt von Anthropic Künstliche Intelligenz: OpenAI sagt Börsengang vorerst ab Atommüll-Endlagersuche: Weniger als fünf Prozent von Deutschlands Fläche für Atommüll geeignet Empfehlung zum Thema Frontex: In unserer Was jetzt?-Podcastserie "Mohamed gegen ICE – ein amerikanischer Albtraum" geht es auch darum, was sich die EU beim Thema Abschiebungen von ICE abschaut. Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Serbiens Studentenliste: Von der Straße ins Parlament (Update)
26.10.2026 · 11 Min.
Die sogenannte Studentenliste hat die vorgezogene Parlamentswahl in Serbien am Wochenende überraschend klar gewonnen. Wofür die Liste steht und wie sie den Protest von der Straße in Regierungsarbeit überführen möchte, erklärt Auslandskorrespondent Ulrich Ladurner im Nachrichtenpodcast. Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat sich dagegen der Amtsinhaber durchgesetzt. Der linksgerichtete Luiz Inácio Lula da Silva bekam bei der Stichwahl am Sonntag 51,8 Prozent der Stimmen und setzte sich somit gegen den rechten Kandidaten Flávio Bolsonaro durch. Der Sohn des ultrarechten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro forderte im Anschluss, das Wahlergebnis zu annullieren. Ob ein Gericht das Ergebnis noch kippen könnte und ob Brasilien ähnliche Unruhe droht wie nach der Wahlniederlage von Bolsonaro gegen Lula im Jahr 2022, ordnet Azadê Peşmen ein. Außerdem im Podcast: Bundeskanzler Friedrich Merz ist zur bislang längsten Auslandsreise seiner Amtszeit nach Ostasien aufgebrochen. Und sonst so? Gemüse auf Rezept. Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Jannis Carmesin Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weiterführende Links: Parlamentswahl in Serbien: Dieser Sieg gehört der serbischen Jugend Stichwahl in Brasilien: Lula triumphiert. Doch der Bolsonaro-Clan gibt nicht auf Friedrich Merz: Merz bricht zu mehrtägiger Reise nach Asien auf Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Wie Marine Le Pen versucht, die Proteste für sich zu nutzen
26.10.2026 · 14 Min.
In Frankreich war an diesem Wochenende viel los. In der Nähe von Paris kam es am Freitag zu einem mutmaßlich rechtsextremen Anschlag. Im rund 100 Kilometer südlich von Paris gelegenen Orléans hat die rechtsnationale Partei Rassemblement National ihren Parteitag mit Auftakt zum Präsidentschaftswahlkampf abgehalten. Parallel sind im gesamten Land – trotz teilweise erteilten Protestverbots – Demonstranten auf die Straße gegangen. Bei hunderttausenden Demonstranten kam es am Samstag landesweit zu mehr als 1.300 Festnahmen. Das Wochenende vor Ort beobachtet hat der ZEIT-Frankreichkorrespondent Matthias Krupa. Er weiß auch, wie Marine Le Pen die andauernden Proteste für sich nutzt. Der Audi-Vorstandschef Gernot Döllner auf der Bühne einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump. Dieses Bild hat sich am Wochenende in Perry, Georgia gezeigt. Gemeinsam mit Trump hat Döllner verkündet, dass Audi dort in Georgia ab Anfang 2027 sein erstes Werk in den USA bauen will. Umgerechnet rund 3,6 Milliarden Euro Investition sollen laut Audi in den Standort fließen und dann ab Anfang der 2030er Jahre jährlich 200.000 Premium-SUVs gebaut werden. Die Verkündung kommt in einer Zeit, in der Trump vor den anstehenden Midterms unter Druck steht, die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Audi wiederum steht unter dem Druck amerikanischer Zölle und liebäugelt schon seit einigen Jahren mit einem Werk in den USA. Wie es dazu kommt, dass eine solche Verkündung auf Trumps Wahlkampfbühne stattfindet und ob die Produktion in den USA Audi aus der Krise hilft, weiß Max Hägler aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT. Und sonst so? Pilze suchen als Bildungsurlaub Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Anneke Rietkerken, Susanne Hehr Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Frankreich: Drei weitere Festnahmen nach tödlichen Schüssen nahe Paris RN-Parteitag in Orléans: Proteste bei Parteitag der Rechtspopulisten in Frankreich erwartet Proteste in Frankreich: 1.300 Festnahmen bei Demonstrationen in Frankreich Proteste in Frankreich: »Diese Wut wird sich nicht so leicht wieder legen« Autoindustrie: Audi kündigt auf Wahlkampfveranstaltung von Trump erstes US-Werk an Subventionen: Audi plant E-Auto-Fabrik in den USA Autoindustrie: Audi senkt Prognose für 2026 und hofft auf das zweite Halbjahr Deutsche Autoindustrie: »Jetzt sind wir wieder da: in der völligen Unsicherheit« Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.