Spezial "Der Wahlkreis": Kann Verantwortung sexy sein?
01.03.2025 · 54 Min.
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Die Union ermahnt in diesen Tagen die SPD: Jetzt habt euch nicht so, seid "verantwortungsvoll" und tretet in die Regierung ein, es sind schließlich düstere Zeiten. Die SPD warnt ihrerseits die Union: Die staatspolitische "Verantwortung" gebiete es, jetzt nicht mit der AfD zu flirten. Und die künftigen Koalitionäre fordern gemeinsam von der Linkspartei: Seid nicht so ideologisch, sondern übernehmt "Verantwortung" und verabschiedet uns das Sondervermögen zur Aufrüstung.
Aber was bedeutet das eigentlich, Verantwortung in der Politik? Ist Ideologie immer etwas Schlechtes? Und wo war in der Vergangenheit die Parteiräson wichtiger als die Staatsräson?
In der neuen Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" diskutieren Lisa Caspari, Robert Pausch und Paul Middelhoff aus den Politikredaktionen von ZEIT und ZEIT ONLINE über die Folgen der Bundestagswahl – und wer jetzt wo Verantwortung trägt.
Die nächste Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" erscheint am 15. März.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
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- Trump wirft Selenskyj raus: Wo steht Europa?
02.03.2025 · 11 Min.
Nach der öffentlichen Eskalation zwischen US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident J. D. Vance und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj werden der US-Präsident und sein Vizepräsident international stark kritisiert. Während des Gesprächs im Oval Office beschimpften Donald Trump und J. D. Vance den ukrainischen Präsidenten und warfen ihm vor, "mit dem dritten Weltkrieg zu spielen". Wolodymyr Selenskyj, der in Washington nach Unterstützung für die Ukraine suchte, wurde nach nur wenigen Stunden aus dem Weißen Haus verwiesen. Donald Trump postete daraufhin auf Truth Social, dass Wolodymyr Selenskyj zurückkehren könne, wenn er "bereit zum Frieden" sei. Heinrich Wefing, Leiter des Politikressorts der ZEIT, ordnet ein, welche möglichen Folgen dies für Europa und die NATO haben könnte. Heute findet die Hamburger Bürgerschaftswahl statt, in der Hamburgerinnen und Hamburger über die Zusammensetzung des Landesparlaments entscheiden. Laut aktuellen Umfragen liegt die SPD mit mehr als 30 Prozent an der Spitze. Bürgermeister Peter Tschentscher hofft auf eine Fortsetzung der Rot-grünen Koalition, die seit 2015 regiert. Allerdings könnten beide Parteien Verluste erleiden, wobei die Grünen möglicherweise hinter die CDU auf Platz drei zurückfallen. Linke und AfD könnten leichte Zuwächse erzielen, spielen jedoch in Hamburg eine geringere Rolle. Frank Drieschner ist Redakteur im Hamburgressort der ZEIT. Im Podcast analysiert er den Wahlkampf in Hamburg und erklärt, welche Themen dabei eine Rolle gespielt haben. Und sonst so? Ihre Oscarvorhersage im Test Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge "OK, America?" / USA und Europa: Der gewollte Eklat mit dem Westen Ukrainekrieg: Abkommen zwischen USA und Ukraine nach Eklat nicht unterzeichnet Eklat im Weißen Haus: Donald Trump ist jetzt da, wo Wladimir Putin ihn haben will Liveblog: Ukrainekrieg: Deutsche Politiker fordern Sondervermögen für Verteidigung US-Unterstützung für die Ukraine: Kein Treffen von Freunden USA und Russland: Amerikas Verrat USA und Europa: Der Worst Case ist das neue Normal Trump und Selenskyj: "Wir Europäer stehen auf dem Speiseplan der imperialistischen Mächte" Bürgerschaftswahl: Was man zur Bürgerschaftswahl in Hamburg wissen sollte Bürgerschaftswahl in Hamburg: Peter Tschentscher wirbt um Fortsetzung der Koalition mit den Grünen Koalition in Hamburg: Könnte knapp werden Bürgerschaftswahl: Hamburg wählt eine neue Bürgerschaft Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Kommt jetzt Frieden in der Türkei?
01.03.2025 · 13 Min.
Der inhaftierte PKK-Gründer Abdullah Öcalan hat gestern das Ende des bewaffneten Kampfes zwischen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der Türkei gefordert und die Auflösung der Partei angekündigt. Damit könnte ein mehr als 40 Jahre andauernder, blutiger Konflikt enden, in dem über 40.000 Menschen auf beiden Seiten ihr Leben verloren. Die PKK, die in den späten 1970er-Jahren gegründet wurde, kämpfte ursprünglich für mehr Rechte der Kurden in der Türkei – oft mit Gewalt, weshalb sie von vielen Staaten als Terrororganisation eingestuft wurde, etwa von den USA und der EU. Dastan Jasim, Politikwissenschaftlerin und Research Fellow am Giga-Institut für Nahost-Studien in Hamburg, ordnet ein, welche Veränderungen dies für die Region und für Deutschland mit sich bringen wird. In Deutschland finden erneute Warnstreiks im öffentlichen Dienst statt. Betroffen sind etwa Kitas, der öffentliche Nahverkehr, Behörden und die Müllabfuhr. Die Gewerkschaften ver.di und DBB werfen den Arbeitgebern eine Blockadehaltung vor, da in der zweiten Tarifrunde keine Annäherung erzielt wurde. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor, woraufhin weitere Streiks angekündigt wurden. Ver.di fordert eine Lohnerhöhung von acht Prozent, mindestens 350 Euro mehr monatlich, sowie Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen und der Flexibilität. Die nächste Verhandlungsrunde findet Mitte März statt, während die Gewerkschaften in den kommenden Wochen Protestaktionen planen. Carla Neuhaus, Redakteurin im Wirtschaftsressort, hat mit Menschen aus dem öffentlichen Dienst gesprochen. Im Podcast erklärt sie, was die Beschäftigten fordern. Und sonst so? Hitzewelle trifft Karneval in Rio Moderation und Produktion: Henrik Oerding Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Türkisch-syrische Beziehungen: Gemeinsam gegen kurdische Autonomie Abdullah Öcalan: PKK-Anführer ruft zum Ende des bewaffneten Kampfes gegen Türkei auf Türkei: Das offizielle Ende einer blutigen Ära Abdullah Öcalan: Türkei erlaubt Opposition Besuch bei inhaftiertem PKK-Führer Öcalan Türkisch-kurdischer Konflikt: Schließen die Türkei und die PKK jetzt Frieden? PKK: Ist dieser Mann ein Terrorist? Zweite Tarifrunde im öffentlichen Dienst: Deutschlandweite Warnstreiks bei Kitas, ÖPNV und Müllabfuhr ver.di: Streiks im öffentlichen Dienst Öffentlicher Dienst: Sicherer Job oder nur sicherer Stress? Streik im öffentlichen Nahverkehr: "Wer will das hier sonst noch machen?" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Rohstoffe ja, Sicherheit nein
28.02.2025 · 9 Min.
Bei einem Treffen im Weißen Haus in Washington wollen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump heute eine Rahmenvereinbarung für ein Rohstoffabkommen unterzeichnen. Zentraler Bestandteil davon ist ein "Wiederaufbaufonds", in den die Ukraine 50 Prozent aller Einnahmen aus künftigen Rohstoffprojekten einzahlen soll. ZEIT-Politikredakteurin Alice Bota erklärt, dass sich die ukrainische Regierung schon länger auf mögliche Forderungen Trumps vorbereitet hat. Union und SPD haben heute offiziell ihre Sondierungsgespräche aufgenommen. CDU-Chef Friedrich Merz hatte versprochen, dass bis Ostern eine neue Regierung stehen soll. Doch die Verhandlungen könnten schwierig werden: Bei den Themen Migration, der Schuldenbremse und der Ukrainepolitik gibt es deutliche Differenzen. Politikredakteur Ferdinand Otto berichtet, ob über den genauen Inhalt der Gespräche schon etwas bekannt ist. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar leicht gesunken. Laut der Bundesagentur für Arbeit waren rund 2,989 Millionen Menschen ohne Job – 3.000 weniger als im Vormonat, aber 175.000 mehr als im Januar 2024. Wegen schlechter Konjunkturaussichten stellen Unternehmen nur zögerlich neu ein. Langfristig bleibe der Fachkräftebedarf jedoch weiterhin hoch, hat Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, betont. Was noch? Gefahren beim Mittagsschlaf Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Paulina Kraft Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: US-Unterstützung für die Ukraine: Kein Treffen von Freunden Rohstoffe der Ukraine: Hier gibt's nichts zu erpressen Regierungsbildung: Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD haben begonnen Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosenzahl sinkt im Februar leicht Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.