Spezial: Warum die meisten Vergewaltigungen nie vor Gericht landen
22.08.2026 · 35 Min.
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Nora wird 2017 auf einer Party vergewaltigt. Ein Ereignis, das ihr Leben grundlegend verändert. Nach zwei Jahren entscheidet sie sich, den Täter anzuzeigen. Fast sechs Jahre später wird ein Urteil gefällt: Der Täter wird für den sexuellen Übergriff schuldig gesprochen. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 12.771 Vergewaltigungen angezeigt, verurteilt wurden nur 512 Täter. Und die Dunkelziffer an Vergewaltigungen ist Studien zufolge deutlich höher. Sehr viele Frauen erleben im Laufe ihres Lebens sexualisierte Gewalt, die strafbar sein könnte, aber die meisten erstatten keine Anzeige.
Nora entschied sich dafür, den Täter anzuzeigen und begab sich damit in einen langwierigen Prozess, in dem sie alle Beteiligten davon überzeugen musste, dass das, was ihr passiert ist, wirklich passiert ist. In der Folge erzählt auch Jana Baumann von ihrer Geschichte. Sie hat sich dagegen entschieden, den Täter anzuzeigen. Janas Umgang mit dem, was ihr passiert ist: Sie beschäftigt sich intensiv mit Vergewaltigungen in Deutschland und schreibt ihre Erfahrungen auf.
Wieso zeigen so wenige Betroffene an? Was passiert, wenn sie es tun? Und warum gibt es so selten einen Schuldspruch wegen Vergewaltigung?
In diesem Spezial von Was jetzt? versuchen wir, auf diese Fragen Antworten zu finden.
Moderation und Skript: Alicia Kleer
Redaktion: Constanze Kainz
Produktion und Sounddesign: Markus Gläser
Musik: Markus Gläser und Blue Dot Sessi
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