Update: Trumps Kampf gegen Harvard geht weiter
23.05.2025 · 11 Min.
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Die US-Eliteuniversität Harvard soll keine ausländischen Studierenden mehr annehmen dürfen. Das teilte das US-Heimatschutzministerium am Donnerstagabend mit. Nun wehrt sich die Universität gerichtlich gegen die Trump-Regierung. Das Verbot, internationale Studenten aufzunehmen, sei "rechtswidrig" und verstoße "eklatant" gegen die Verfassung. Bereits vor einem Monat kam es zum Konflikt zwischen der Uni und der Trump-Regierung, als Forschungsgelder in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar eingefroren wurden. Die US-Regierung geht nicht nur gegen Harvard vor. Weiteren Einrichtungen wurden Gelder gestrichen und Kürzungen angedroht. Im Fall von Harvard begründet die Trump-Regierung ihr Vorgehen mit einer angeblich verfehlten "Ideologie" der Universität und Antisemitismus auf dem Campus. Welche Konsequenzen der erneute Angriff auf Harvard für die Studierenden und die Hochschullandschaft der USA haben wird, ob die Klage der Uni Erfolg haben wird und wie die Uni sich noch zur Wehr setzen kann, erklärt Carlotta Wald aus dem Wissensressort der ZEIT.
Des Weiteren will Trump nun einen Zollsatz von 50 Prozent auf Güter aus der Europäischen Union einführen. Damit ist der Prozentsatz doppelt so hoch wie ursprünglich angekündigt. Außerdem soll die Regelung schon ab dem 1. Juni gelten, einen Monat früher als geplant. Der US-Präsident begründete seine Entscheidung mit schleppenden Fortschritten in den Handelsgesprächen mit der EU. Die EU sei hauptsächlich zu dem Zweck gegründet worden, die USA handelspolitisch "auszunutzen", behauptete Trump in einem Post auf seiner Onlineplattform Truth Social. Die EU-Kommission möchte sich bislang nicht äußern, sondern ein Telefonat zwischen EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und US-Vertreter Jamieson Greer abwarten.
Außerdem im Update:
Die deutsche Wirtschaft ist in den ersten drei Monaten des Jahres stärker gewachsen als erwartet. Laut dem Statistischen Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 0,4 Prozent gestiegen – doppelt so stark wie von Experten vorhergesagt. Vielleicht ist das aber nur ein Effekt von kurzer Dauer, denn schon ab Sommer könnte die Wirtschaft wieder stagnieren und erst ab 2026 erneut wachsen.
Was noch? Tag der Nachbarschaft
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Miriam Mair
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Weitere Links zur Folge:
USA: Regierung entzieht Harvard Recht, ausländische Studierende aufzunehmen
USA: Harvard klagt nach Stopp internationaler Einschreibung gegen Regierung
Harvard University: Im Würgegriff
Universität Harvard: Im Widerstand
Zollstreit: Donald Trump will Zölle von 50 Prozent auf EU-Waren ab Juni
Statistisches Bundesamt: Deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn leicht gewachsen
Frühjahrsgutachten: Wirtschaftsweise rechnen mit Stagnation der deutschen Wirtschaft
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- Russland plant die nächste Offensive
24.05.2025 · 12 Min.
Russland spielt bei den Verhandlungen über eine Waffenruhe mit der Ukraine auf Zeit. Gespräche in Istanbul sowie Telefonate zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin endeten ohne Erfolg. Das Ultimatum der Ukraine und der USA zu einem bedingungslosen Waffenstillstand lehnt Putin weiterhin kategorisch ab. Währenddessen deutet vieles darauf hin, dass Russlands Armee eine militärische Großoffensive für den Sommer vorbereitet, um die Ukraine verstärkt unter Druck zu setzen: Vor knapp einer Woche startete Russland mit 273 Drohnen den bisher größten Drohenangriff seit Beginn des Krieges, täglich verschieben sich Fronten und Meldungen über russische Angriffe häufen sich. Welche strategischen Ziele Russland damit verfolgt, ob die Ukraine dem Großangriff militärisch gewachsen ist und wie viel Unterstützung sie aus dem Ausland erwarten kann, weiß Maxim Kireev aus dem Politikressort der ZEIT. Die USA unter Donald Trump befinden sich auf einem Rückschritt, was Diversität und die Gleichstellung von Frauen angeht. Beispielsweise dürfen US-Bundesbehörden künftig über 200 Begriffe nicht mehr in offiziellen Dokumenten verwenden. Dazu zählen etwa "women", "female" oder "feminism". Männlichkeitsideale werden mit einer neuen Härte propagiert. Jedoch sind sie von klassischen Rollenbildern abzugrenzen. Die aktuellen Entwicklungen sind eher dem Begriff Mannosphäre zuzuordnen. Was genau man unter dem Begriff versteht, wieso die Bewegung gerade bei jungen Männern so erfolgreich ist und welche Auswirkungen der Trend auf die politische und gesellschaftliche Lage in Deutschland hat, erklärt Mariam Lau, Redakteurin im Politikressort der ZEIT. Und sonst so: Warum rote Katzen besonders sind Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Constanze Kainz Mitarbeit: Mathias Peer, Miriam Mair Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Telefonat mit Wladimir Putin: Trump lässt Putin gewähren USA und Russland: Passt schon, Wladimir Ukrainekarte aktuell: Ukraine und Russland rücken an der Front bei Torezk vor Krieg gegen die Ukraine: Russland fliegt bisher größten Drohnenangriff auf die Ukraine Misogynie in der Politik: Willkommen in der Mannosphäre Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Mord in Washington: Schutz jüdischen Lebens gefordert
23.05.2025 · 10 Min.
Bei einem Angriff nahe des Jüdischen Museums in Washington, D. C. wurden am Mittwochabend, gegen 21 Uhr Ortszeit, zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft erschossen. Unter den Opfern ist der deutsch-israelische Staatsbürger Yaron Lischinsky, der seit 2022 für die Botschaft tätig war. Auch seine Partnerin Sarah Milgrim, US-Staatsbürgerin und ebenfalls Botschaftsmitarbeiterin, kam ums Leben. Der mutmaßliche Täter wurde noch am Tatort festgenommen. Die US-Behörden, darunter auch das FBI, untersuchen die Tat derzeit als möglichen antisemitisch motivierten Angriff. Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung, ordnet ein, welche Bedeutung die Tat für die Debatte über Antisemitismus und den Schutz jüdischen Lebens in Deutschland hat. US-Präsident Donald Trump setzt in seiner zweiten Amtszeit auf wirtschaftliche Vernetzung. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger politische Abkommen als private Geschäftsbeziehungen. Das international aufgestellte Firmennetzwerk, das von seinen Söhnen Eric und Donald jr. geführt wird, umfasst Golfanlagen, Immobilienprojekte, digitale Währungen und Merchandise-Produkte. In Ländern wie Katar, Saudi-Arabien und Vietnam schließt die Trump-Familie lukrative Deals, oft parallel zu politischen Gesprächen. Ein wachsender Bereich ist außerdem der Handel mit Kryptowährungen. Wie dieses wirtschaftliche Imperium funktioniert und warum viele Amerikaner Donald Trump zwar für korrupt halten, es politisch aber folgenlos bleibt, erklärt US-Korrespondentin Heike Buchter. Und sonst so? Jugendlicher bringt Rehkitz in die Schule Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: USA: Zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Washington erschossen Angriff in Washington, D. C.: Erschossener Botschaftsmitarbeiter hatte deutschen Pass Washington, D. C.: Was über den Angriff auf israelische Botschaftsmitarbeiter bekannt ist Antisemitismusbeauftragter: Herr Klein passt auf Chronik der US-Präsidentschaft: Die wichtigsten Entscheidungen Donald Trumps im Überblick Private Geschäfte von Donald Trump: Eine schrecklich reiche Familie, die noch reicher wird Donald Trump: Von wegen Willkür OK, America? / Trump-Regierung: Die kleptokratischen Staaten von Amerika Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Was zum Anschlag in Washington bekannt ist
22.05.2025 · 8 Min.
Der israelische Außenminister Gideon Saar hat die europäischen Länder mitverantwortlich für den Anschlag in Washington, D.C. gemacht. Dort wurden in der Nacht auf Donnerstag zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft erschossen – darunter ein Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit. Saar zufolge besteht eine direkte Verbindung zwischen dem Mord und “antisemitischer und antiisraelischer Aufstachelung”. Laut der Polizeichefin soll der Täter nach der Festnahme den propalästinensischen Slogan “Free, free Palestine” gerufen haben. Was über den Täter bekannt ist und ob antisemitische Angriffe in den USA seit dem 7. Oktober 2023 zugenommen haben, erklärt ZEIT ONLINE-Korrespondentin Johanna Roth. In Litauen hat die neue Brigade der Bundeswehr offiziell ihren Dienst angetreten. Zum sogenannten Aufstellungsappell ist neben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in die Hauptstadt Vilnius gereist. Dort hat Kanzler Merz den drei baltischen Ländern die Bereitschaft Deutschlands zugesichert, sie bei der Verteidigung zu unterstützen. Bis 2027 sollen insgesamt 4.800 Bundeswehrsoldaten dauerhaft in Litauen stationiert werden. Es ist das erste Mal, dass die Bundeswehr eine Kampfbrigade dieser Größe dauerhaft ins Ausland entsendet. Nach Einschätzung des Bundesverteidigungsministeriums ist Litauen durch seine Nähe zu Russland “der gefährdetste Staat an der Ostflanke der Nato”. Mit der Bundeswehr soll Litauen nun besser geschützt werden. “Die Sicherheit unserer baltischen Verbündeten ist auch unsere Sicherheit”, sagte Merz. Außerdem im Update: Das US-Repräsentantenhaus hat die umstrittene Steuerreform von Präsident Trump mit knapper Mehrheit gebilligt. Was noch? Das Saarland ist zurück auf den Fußballfeldern der Republik. Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Emma Graml Wegen technischer Probleme musste diese Folge neu hochgeladen werden. Wir bitten um Entschuldigung. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: USA: Zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Washington erschossen Angriff in Washington: Netanjahu kündigt verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für Botschaften an Angriff in Washington, D.C.: Erschossener Botschaftsmitarbeiter hatte deutschen Pass Angriff in Washington, D.C.: Israelischer Minister gibt Europäern Mitschuld am Tod von Israelis Nato: Merz und Pistorius besuchen neue Bundeswehr-Brigade in Litauen Bundeswehr: Merz: Bündnisgebiet "gegen jede Aggression" verteidigen US-Haushalt: Repräsentantenhaus billigt Steuerpläne von Donald Trump Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.