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Warum bei den Midterms auch Netanjahu verloren hat

06.11.2026 · 13 Min.

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Über diese Folge

In Israel gestaltet sich die Regierungsbildung wie erwartet mühsam. Nachdem die Parlamentswahl in der vergangenen Woche keinen klaren Sieger hervorgebracht hat, ist es nun an Präsident Izchak Herzog, den aussichtsreichsten Kandidaten mit der Bildung einer Regierung zu betrauen. Die Likud-Partei von Amtsinhaber Benjamin Netanjahu ist zwar stärkste Kraft geworden, seine bisherige Koalition hat aber ihre Mehrheit verloren. Ein Bündnis mit den israelisch-arabischen Parteien, die bei der Wahl Rekordergebnisse erzielt haben, lehnt Netanjahu ab. Sein Herausforderer, Ex-Militärchef Gadi Eisenkot, schien zumindest am Donnerstag die besseren Karten zu haben. Was Amtsinhaber Netanjahu seit dieser Woche zusätzlich belastet, sind die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen. Von einer »zweiten Niederlage für Netanjahu« spricht Jan Roß, Politikredakteur und früherer Israelkorrespondent der ZEIT.

Mehr als fünfeinhalb Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig, mindestens mit Pflegegrad 1. Diese Zahl wird durch den demografischen Wandel in den nächsten Jahren weiter stark wachsen. Laut dem Statistischen Bundesamt werden zukünftig Hunderttausende Fachkräfte fehlen, besonders stark betroffen ist demnach der ländliche Raum. Mit ihrer geplanten Pflegereform versucht die Bundesregierung zuerst einmal, die Beiträge zu stabilisieren und das System vor dem Kollaps zu bewahren. Was aber könnte helfen, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen langfristig sicherzustellen? Ein neuer Ansatz wird zurzeit im bayerischen Landkreis Landsberg am Lech erprobt: Das Konzept der Quartierpflege setzt auf Nachbarinnen und Nachbarn, die in ihrem Umfeld bei der Pflege unterstützen. Was macht dieses Konzept so besonders? Maike Rademaker hat es sich angeschaut und erklärt im Nachrichtenpodcast, ob sich der Ansatz auch auf andere Regionen ausweiten ließe.

Und sonst so? Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.

Moderation und Produktion: Moses Fendel

Redaktion: Imre Balzer

Mitarbeit: Susanne Hehr, Emilia Portwich

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Weitere Links zur Folge:

Parlamentswahl in Israel: Netanjahu-Block verfehlt Mehrheit bei Wahl in Israel

Israel nach der Parlamentswahl: Netanjahu will breite Koalitionsregierung unter seiner Führung bilden

Gesundheitsreform: Die Sparpläne von Nina Warken

Pflege auf dem Land: Bald pflegt der Nachbar

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  • Wer den rechten Verein »Ein Prozent« finanziert (Update)

    06.11.2026 · 9 Min.

    Ein Prozent der deutschen Bevölkerung reiche aus, um eine politische Wende im Land herbeizuführen. Das ist der Kerngedanke des rechtsextremen Vereins »Ein Prozent«. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft den Verein seit 2023 als gesichert rechtsextremistisch ein. Nach außen präsentiert sich der Verein als »patriotisches Bürgernetzwerk«, organisiert Wahlbeobachtungen und publiziert Recherchen und Podcasts. Zugleich ist er gut in der rechten Szene vernetzt. Sein erklärtes Ziel ist der Aufbau einer völkischen Gegenkultur, um die kulturelle Hegemonie im Land zu erobern. Doch woher kommt das Geld für seine Kampagnen? Christian Fuchs, Autor im Investigativressort der ZEIT, hat dazu recherchiert. Er erklärt im Podcast, wer hinter den Spenden steckt und welche Rolle der Verein in der rechten Szene spielt. Der Einsatz von K.-o.-Tropfen bei Vergewaltigungen und Raubüberfällen soll künftig härter bestraft werden. Der Bundestag hat einer Gesetzesverschärfung zugestimmt, nach der die Mindestfreiheitsstrafe von drei auf fünf Jahre steigt. Dazu werden K.-o.-Tropfen im Strafgesetzbuch künftig als gefährliche Tatmittel eingestuft – ähnlich wie Waffen. K.-o.-Tropfen werden von Tätern häufig genutzt, um Frauen für sexuelle Übergriffe wehrlos zu machen. In der Bundestagsdebatte erinnerten Abgeordnete aller Fraktionen, die dem Vorschlag zugestimmt hatten, an den Fall der Französin Gisèle Pelicot. Ihr Mann hatte sie jahrelang betäubt und von anderen Männern vergewaltigen lassen. Außerdem im Update: Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner bekommt weitere Unterstützung für eine Kandidatur als Bundespräsidentin. Neben der Ehrenvorsitzenden der Frauen Union, Annette Widmann-Mauz, sprachen sich auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und Innenminister Manuel Hagel (CDU) für die CSU-Politikerin aus. Anfang kommender Woche will die Union über ihre Kandidatin entscheiden. Die Bundesversammlung wählt am 30. Januar 2027 die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier. Und sonst so? Tag der offenen Rechenzentren Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Imre Balzer, Helena Schmidt Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: AfD: Die geheimen Spender der Rechtsextremisten von »Ein Prozent« “Ein Prozent": Die Wutmacher Strafjustiz: Bundestag stimmt härteren Strafen für Einsatz von K.o.-Tropfen zu Ilse Aigner: Im Hubschrauber fliegen? Sie hat an einem mitgebaut Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

  • Hubert Aiwanger: Seine Stärke war Nähe (Update)

    05.11.2026 · 11 Min.

    Nach dem plötzlichen Tod von Bayerns stellvertretendem Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger zeigen sich Politiker aus ganz Deutschland betroffen. Der 55-jährige Bundesvorsitzende der Freien Wähler wurde am frühen Mittwochabend tot in einem Hotelzimmer in Berlin-Mitte aufgefunden, Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nicht. Er sei ein »starker Bayer«, ein guter Wirtschaftsminister und ein warmherziger Mensch gewesen, sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in einem Statement. Auch in den eigenen Reihen trauert man um »einen echten Freigeist«. Wie er mit seinem Auftritt als nahbarer Anti-Establishment-Politiker eine Marktlücke besetzt hat, erklärt Martin Machowecz, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT. Er blickt zurück auf Aiwangers politisches Erbe. Wer in Deutschland einen Führerschein machen möchte, muss dafür viel Geld bezahlen – im Schnitt 3.500 Euro kostet die Fahrerlaubnis mittlerweile. Das will die Bundesregierung jetzt günstiger machen und plant dafür ein Reformpaket. Vonseiten der Fahrlehrerverbände kommt Kritik an den Reformplänen: Diese gingen zulasten der Verkehrssicherheit. Und es gibt Zweifel, ob der Führerschein dadurch tatsächlich weniger kostet. Der ADAC hingegen sieht die Reform als Chance – solange bestimmte Kriterien eingehalten werden. Wie realistisch es ist, dass der Führerschein günstiger wird, und wie es um die Sicherheit auf den Straßen steht, erklärt Zacharias Zacharakis aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT. Und sonst so? Die moralischen Grenzen einer Fernsehshow. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Imre Balzer Mitarbeit: Anneke Rietkerken Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Links zur Folge Hubert Aiwanger: Politiker reagieren schockiert auf den Tod von Hubert Aiwanger Hubert Aiwanger: Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist tot Zum Tod von Hubert Aiwanger: Hubert, der Freie Hubert Aiwanger: Freie Wähler wollen Bundesparteitag nach Tod Aiwangers verschieben Tod Hubert Aiwangers: Leichnam Aiwangers wird im Tagesverlauf obduziert Führerscheinreform: Fahrlehrer warnen vor Risiken durch Führerscheinreform Kosten für Führerschein: Führerschein für 1.800 Euro? In Frankreich normal Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

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    In Frankreich haben die Gewerkschaften zu landesweiten Streiks und Demonstrationen aufgerufen. Betroffen sein könnten der Bahn- und Flugverkehr sowie Schulen und Universitäten. Hintergrund sind steigende Lebenshaltungskosten, niedrige Löhne und schlechte Bedingungen an Schulen und Universitäten. Bereits am Wochenende kam es zu Ausschreitungen mit fast 800 Festnahmen, rund 500 Bränden und mehr als 150 verletzten Sicherheitskräften. Die Chefin der Gewerkschaft CGT, Sophie Binet, kritisiert Präsident Emmanuel Macron und wirft seiner Regierung vor, die Gewerkschaften zu schwächen und soziale Probleme zu verschärfen. Was sich die Demonstranten vom scheidenden Präsidenten Emmanuel Macron, der keine eigene Mehrheit hat, noch erhoffen können, ordnet Annika Joeres, Frankreich-Korrespondentin der ZEIT, ein. Bei den US-Zwischenwahlen 2026 haben die Demokraten die Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus gewonnen. Damit können sie Gesetzesvorhaben der Trump-Regierung blockieren, die Besetzung wichtiger Ämter beeinflussen und die Arbeit der Regierung stärker kontrollieren. Aber können sie auch die Wirtschaftspolitik der Trump-Administration beeinflussen? Und wird der Mehrheitswechsel im Kongress etwas an den hohen Lebenshaltungskosten in den USA ändern? Das erklärt Heike Buchter, ZEIT-Korrespondentin in New York. Und sonst so? Wohnungs-Makeover mit Büchern Moderation und Produktion: Rita Lauter und Constanze Kainz Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Proteste in Frankreich: »Diese Wut wird sich nicht so leicht wieder legen« Proteste in Frankreich: Die Wut schwelt schon so lange Proteste in Frankreich: Stürmt dieser Junge die Bastille? Ausschreitungen in Frankreich: Wer plünderte französische Geschäfte? Proteste in Frankreich: Frankreichs Regierung hält wegen Protesten an Ausgangssperren fest Schülerproteste in Frankreich: Hier brennen nicht nur Mülltonnen. Hier brennt ein System US-Kongresswahlen: Die Ergebnisse der Midterms 2026 – live Midterms in den USA: Blaue Begeisterung, rote Ratlosigkeit Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten: Schluss mit Daddy! Videokommentar: »Amerika ist größer als Trump« Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

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