Hubert Aiwanger: Seine Stärke war Nähe (Update)
05.11.2026 · 11 Min.
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Nach dem plötzlichen Tod von Bayerns stellvertretendem Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger zeigen sich Politiker aus ganz Deutschland betroffen. Der 55-jährige Bundesvorsitzende der Freien Wähler wurde am frühen Mittwochabend tot in einem Hotelzimmer in Berlin-Mitte aufgefunden, Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nicht. Er sei ein »starker Bayer«, ein guter Wirtschaftsminister und ein warmherziger Mensch gewesen, sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in einem Statement. Auch in den eigenen Reihen trauert man um »einen echten Freigeist«. Wie er mit seinem Auftritt als nahbarer Anti-Establishment-Politiker eine Marktlücke besetzt hat, erklärt Martin Machowecz, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT. Er blickt zurück auf Aiwangers politisches Erbe.
Wer in Deutschland einen Führerschein machen möchte, muss dafür viel Geld bezahlen – im Schnitt 3.500 Euro kostet die Fahrerlaubnis mittlerweile. Das will die Bundesregierung jetzt günstiger machen und plant dafür ein Reformpaket. Vonseiten der Fahrlehrerverbände kommt Kritik an den Reformplänen: Diese gingen zulasten der Verkehrssicherheit. Und es gibt Zweifel, ob der Führerschein dadurch tatsächlich weniger kostet. Der ADAC hingegen sieht die Reform als Chance – solange bestimmte Kriterien eingehalten werden. Wie realistisch es ist, dass der Führerschein günstiger wird, und wie es um die Sicherheit auf den Straßen steht, erklärt Zacharias Zacharakis aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT.
Und sonst so? Die moralischen Grenzen einer Fernsehshow.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Imre Balzer
Mitarbeit: Anneke Rietkerken
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Links zur Folge
Hubert Aiwanger: Politiker reagieren schockiert auf den Tod von Hubert Aiwanger
Hubert Aiwanger: Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist tot
Zum Tod von Hubert Aiwanger: Hubert, der Freie
Hubert Aiwanger: Freie Wähler wollen Bundesparteitag nach Tod Aiwangers verschieben
Tod Hubert Aiwangers: Leichnam Aiwangers wird im Tagesverlauf obduziert
Führerscheinreform: Fahrlehrer warnen vor Risiken durch Führerscheinreform
Kosten für Führerschein: Führerschein für 1.800 Euro? In Frankreich normal
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- Warum bei den Midterms auch Netanjahu verloren hat
06.11.2026 · 13 Min.
In Israel gestaltet sich die Regierungsbildung wie erwartet mühsam. Nachdem die Parlamentswahl in der vergangenen Woche keinen klaren Sieger hervorgebracht hat, ist es nun an Präsident Izchak Herzog, den aussichtsreichsten Kandidaten mit der Bildung einer Regierung zu betrauen. Die Likud-Partei von Amtsinhaber Benjamin Netanjahu ist zwar stärkste Kraft geworden, seine bisherige Koalition hat aber ihre Mehrheit verloren. Ein Bündnis mit den israelisch-arabischen Parteien, die bei der Wahl Rekordergebnisse erzielt haben, lehnt Netanjahu ab. Sein Herausforderer, Ex-Militärchef Gadi Eisenkot, schien zumindest am Donnerstag die besseren Karten zu haben. Was Amtsinhaber Netanjahu seit dieser Woche zusätzlich belastet, sind die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen. Von einer »zweiten Niederlage für Netanjahu« spricht Jan Roß, Politikredakteur und früherer Israelkorrespondent der ZEIT. Mehr als fünfeinhalb Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig, mindestens mit Pflegegrad 1. Diese Zahl wird durch den demografischen Wandel in den nächsten Jahren weiter stark wachsen. Laut dem Statistischen Bundesamt werden zukünftig Hunderttausende Fachkräfte fehlen, besonders stark betroffen ist demnach der ländliche Raum. Mit ihrer geplanten Pflegereform versucht die Bundesregierung zuerst einmal, die Beiträge zu stabilisieren und das System vor dem Kollaps zu bewahren. Was aber könnte helfen, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen langfristig sicherzustellen? Ein neuer Ansatz wird zurzeit im bayerischen Landkreis Landsberg am Lech erprobt: Das Konzept der Quartierpflege setzt auf Nachbarinnen und Nachbarn, die in ihrem Umfeld bei der Pflege unterstützen. Was macht dieses Konzept so besonders? Maike Rademaker hat es sich angeschaut und erklärt im Nachrichtenpodcast, ob sich der Ansatz auch auf andere Regionen ausweiten ließe. Und sonst so? Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Imre Balzer Mitarbeit: Susanne Hehr, Emilia Portwich Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Parlamentswahl in Israel: Netanjahu-Block verfehlt Mehrheit bei Wahl in Israel Israel nach der Parlamentswahl: Netanjahu will breite Koalitionsregierung unter seiner Führung bilden Gesundheitsreform: Die Sparpläne von Nina Warken Pflege auf dem Land: Bald pflegt der Nachbar Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Generalstreik in Frankreich: Liberté, Égalité, Protesté
05.11.2026 · 13 Min.
In Frankreich haben die Gewerkschaften zu landesweiten Streiks und Demonstrationen aufgerufen. Betroffen sein könnten der Bahn- und Flugverkehr sowie Schulen und Universitäten. Hintergrund sind steigende Lebenshaltungskosten, niedrige Löhne und schlechte Bedingungen an Schulen und Universitäten. Bereits am Wochenende kam es zu Ausschreitungen mit fast 800 Festnahmen, rund 500 Bränden und mehr als 150 verletzten Sicherheitskräften. Die Chefin der Gewerkschaft CGT, Sophie Binet, kritisiert Präsident Emmanuel Macron und wirft seiner Regierung vor, die Gewerkschaften zu schwächen und soziale Probleme zu verschärfen. Was sich die Demonstranten vom scheidenden Präsidenten Emmanuel Macron, der keine eigene Mehrheit hat, noch erhoffen können, ordnet Annika Joeres, Frankreich-Korrespondentin der ZEIT, ein. Bei den US-Zwischenwahlen 2026 haben die Demokraten die Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus gewonnen. Damit können sie Gesetzesvorhaben der Trump-Regierung blockieren, die Besetzung wichtiger Ämter beeinflussen und die Arbeit der Regierung stärker kontrollieren. Aber können sie auch die Wirtschaftspolitik der Trump-Administration beeinflussen? Und wird der Mehrheitswechsel im Kongress etwas an den hohen Lebenshaltungskosten in den USA ändern? Das erklärt Heike Buchter, ZEIT-Korrespondentin in New York. Und sonst so? Wohnungs-Makeover mit Büchern Moderation und Produktion: Rita Lauter und Constanze Kainz Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Proteste in Frankreich: »Diese Wut wird sich nicht so leicht wieder legen« Proteste in Frankreich: Die Wut schwelt schon so lange Proteste in Frankreich: Stürmt dieser Junge die Bastille? Ausschreitungen in Frankreich: Wer plünderte französische Geschäfte? Proteste in Frankreich: Frankreichs Regierung hält wegen Protesten an Ausgangssperren fest Schülerproteste in Frankreich: Hier brennen nicht nur Mülltonnen. Hier brennt ein System US-Kongresswahlen: Die Ergebnisse der Midterms 2026 – live Midterms in den USA: Blaue Begeisterung, rote Ratlosigkeit Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten: Schluss mit Daddy! Videokommentar: »Amerika ist größer als Trump« Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Die US-Demokraten jubeln. Der Rest der Welt auch? (Update)
04.11.2026 · 11 Min.
Die Demokraten haben bei den Midterms die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses gewonnen. US-Medien sprechen von einem »blauen Tsunami«. Doch die Außenpolitik wird in den Händen von Donald Trump bleiben. »Amerika kommt zurück, diesen Fehler gab es schon einmal«, sagt Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Er erklärt, welche Folgen der Wahlsieg für Trumps Außenpolitik und das Verhältnis zu Europa hat. Die Renten sollen 2027 um gut vier Prozent steigen – das würde rund 15,6 Milliarden Euro kosten. Doch ist das gerecht gegenüber den jüngeren Generationen, die dafür aufkommen müssen? Das analysiert Tina Groll aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT. Außerdem im Update: Die Eishockey-WM in Deutschland steht auf der Kippe. Mehrere Länder drohen mit einem Boykott, sollte Russland teilnehmen. Der Deutsche Eishockey-Bund erwägt, das Turnier abzugeben. Und sonst so? Der Schrifsteller und Illustrator Janosch ist verstorben. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: US-Kongresswahlen: Die Ergebnisse der Midterms 2026 – live Liveblog: Midterms Midterm-Wahlen: Verluste quer durch alle Wählergruppen Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten: Schluss mit Daddy! Donald Trump: Ist das der Anfang vom Ende? Donald Trump und Benjamin Netanjahu: Zwei geschwächte Männer, die jetzt den Sieg brauchen Alterssicherung: Renten steigen 2027 voraussichtlich um vier Prozent Eishockey-WM 2027: Fünf Länder wollen bei Eishockey-WM Partien gegen Russland verweigern Schöpfer der »Tigerente«: Schriftsteller und Künstler Janosch ist tot Janosch: Herr Janosch, was machen Sie denn da? Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.