Wie kontrolliert man einen Geheimdienst?
09.10.2026 · 13 Min.
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Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, sitzt wegen Spionageverdachts in Untersuchungshaft. Er soll von seinem ehemaligen Büroleiter interne BND-Dokumente gegen Bezahlung erhalten und für seine private Beratungstätigkeit genutzt haben. Dem 80-Jährigen werden unter anderem geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung und versuchter Landesverrat vorgeworfen. Das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags will die Vorwürfe genauer untersuchen und mögliche strukturelle Probleme beim BND aufklären. Gleichzeitig plant die Bundesregierung eine Reform, die dem Geheimdienst deutlich mehr Befugnisse einräumen soll. Holger Stark leitet das Investigativressort der ZEIT. Im Podcast ordnet er ein, welche Folgen der mutmaßliche Spionagefall für den BND hat und wie sich ähnliche Vorfälle verhindern lassen.
Seit beinahe einem Jahr gilt im Gazastreifen ein Waffenstillstand. Doch die humanitäre Lage bleibt katastrophal. Nach Angaben der Vereinten Nationen, die sich auf das palästinensische Gesundheitsministerium berufen, wurden seit Beginn der Waffenruhe mehr als 1.400 Palästinenser getötet und fast 5.000 verletzt. Hilfsorganisationen berichten weiterhin von einem Mangel an Medikamenten, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. Millionen Menschen leben auf engstem Raum. Amar Mardini, Arzt am Rostocker Universitätsklinikum, ist als medizinischer Helfer für die Hilfsorganisation Cadus im Gazastreifen im Einsatz. Im Podcast berichtet er, wie sich die Situation in seiner Notaufnahme in Gaza seit Beginn des Waffenstillstands verändert hat und wie die Menschen die körperlichen und psychischen Folgen des Krieges ertragen.
Und sonst so? Dating-App gegen Geburtenrückgang
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Helena Schmidt, Constanze Kainz, Rita Lauter
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Mathias Peer
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
BND-Reform: Mehr Macht für unsere Spione?
Spionageverdacht: Ehemaliger BND-Chef August Hanning muss in Untersuchungshaft
Gazastreifen: Humanitäre Notlage in Gaza
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- CDU in Sachsen-Anhalt: Und niemand will es gewesen sein
09.10.2026 · 11 Min.
Vergangenen Dienstag wurde in Sachsen-Anhalt erstmals ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt. Der AfD-Politiker Tobias Rausch erhielt bei der Wahl 48 Stimmen. Vor der Abstimmung erklärte CDU-Fraktionschef Sven Schulze, dass sich Parteimitglieder bei der Abstimmung enthalten würden. Doch das Abstimmungsergebnis legt nahe, dass möglicherweise auch CDU-Politiker für Rausch gestimmt haben. Recherchen der ZEIT deuten auf Absprachen zwischen Vertretern von CDU und AfD hin. ZEIT-Redakteur Martin Nejezchleba hat mit sieben CDU-Abgeordneten aus Sachsen-Anhalt gesprochen. Im Podcast redet er über die Stimmung in der Fraktion, wie es um den Zusammenhalt innerhalb der CDU steht und welche Folgen eine Spaltung der Fraktion bedeuten würde. Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die südafrikanische Juristin Navanethem »Navi« Pillay. Das Norwegische Nobel-Institut in Oslo würdigte ihren außergewöhnlichen Mut und ihre Integrität, die den Weg zu einer umfassenden globalen Rechtsordnung geebnet hätten. Sie habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt wurden. Bereits während der Apartheid in Südafrika verteidigte die heute 85-Jährige politische Gefangene, darunter Nelson Mandela. Zuletzt leitete sie eine UN-Untersuchungskommission zum Krieg im Gazastreifen. Andrea Böhm, Politikredakteurin der ZEIT, ordnet im Podcast ein, warum es dennoch Kontroversen um sie geben könnte. Außerdem im Podcast: Die US-Regierung plant, die Hinrichtung des verurteilten Amokläufers Nidal Hasan live im Internet zu übertragen. Am 3. Dezember soll er durch ein Erschießungskommando des US-Militärs hingerichtet werden. Mehrere Menschen, darunter Mitglieder der Jüdischen Studierendenunion (JSUD) haben den AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider daran gehindert, an einer Gedenkfeier zur Erinnerung an das antisemitische Attentat in Halle teilzunehmen. Und sonst so? Leipzig erstrahlt wieder zum Lichtfest Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Fabian Scheler Mitarbeit: Emilia Portwich, Konstantin Hadži-Vuković, Lisa Pausch Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Landtag in Magdeburg: Der erste Tag einer neuen politischen Wirklichkeit CDU in Sachsen-Anhalt: Längst kursieren Namen, Motive, Misstrauen und Wut CDU und AfD in Sachsen-Anhalt: Hinweise auf erste konkrete Absprache zwischen CDU und AfD Friedensnobelpreis: Südafrikanische Juristin Navanethem Pillay erhält Friedensnobelpreis USA: UN kritisieren geplanten Livestream von Hinrichtung in den USA Antisemitisches Attentat in Halle: Menschenkette verhindert Tillschneiders Teilnahme an Gedenkfeier Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Ist der Weg für Rot-Grün-Rot in Berlin jetzt frei? (Update)
08.10.2026 · 11 Min.
Zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus haben Linke, SPD und Grüne laut Medienberichten Sondierungsgespräche vereinbart. Bei der Wahl am 20. September war die Linke mit 25,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden. Grüne und SPD hatten eine Vereinbarung zum Umgang mit Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zur Voraussetzung für weitere Gespräche gemacht. Nun haben sich die Parteien auf gemeinsame Regeln verständigt, die bei antisemitischen Vorfällen greifen sollen. Damit ist eine zentrale Hürde für eine mögliche rot-grün-rote Koalition aus dem Weg geräumt. Fritz Zimmermann, Redakteur im Politikressort der ZEIT, erklärt im Podcast, worauf sich die drei Parteien geeinigt haben und welche politischen Differenzen noch bestehen. Die 87-jährige Spanierin María del Carmen Abascal ist gestorben. Abascal, die meist Maricarmen genannt wurde, hatte 70 Jahre lang in derselben Wohnung in Madrid zur Miete gewohnt. Ende September wurde sie nach einem jahrelangen Rechtsstreit auf einer Trage aus ihrer zwangsgeräumten Wohnung in Madrid geholt. Ein Investor hatte die Immobilie gekauft und den Mietpreis nach Angaben des Mieterverbands um 275 Prozent auf 2.650 Euro erhöht. Die Zwangsräumung hatte zu landesweiten Protesten geführt, Maricarmen stand symbolisch für die Wohnungskrise im Land. Nachdem ein Maßnahmenpaket der Regierung gegen die Wohnungsnot im Parlament gescheitert war, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29. November an. Welche Auswirkungen ihr Tod auf die Protestbewegung haben könnte und ob ihre Zwangsräumung zu ihrem Tod beigetragen hat, erklärt Julia Macher, Spanien-Korrespondentin der ZEIT. Der britische Premierminister Andy Burnham ist zu seinem Antrittsbesuch bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin. Deutschland und Großbritannien wollen bei der Bekämpfung von Cyberangriffen, Sabotage und anderen hybriden Bedrohungen enger zusammenarbeiten. Mit dem Kensington-Vertrag, einem Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern, wollen sie ihre Beziehung nach dem Brexit auf eine neue Grundlage stellen. Und sonst so? Der Literaturnobelpreis geht an die kanadische Dichterin Anne Carson Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Helena Schmidt, Constanze Kainz, Rita Lauter Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Linke in Berlin: Linke, Grüne und SPD in Berlin einigen sich auf Sondierungsgespräche Spanien: 87-jährige Spanierin stirbt nach Zwangsräumung in Madrid Spanien: Maricarmen – das Symbol der spanischen Wohnungskrise Andy Burnham: Deutschland und Großbritannien wollen Cyberabwehr stärken Literaturnobelpreis: Anne Carson aus Kanada erhält Literaturnobelpreis, die Akademie würdigt das »kühne und einfallsreiche Werk«. Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Warum China dieses deutsche Unternehmen nicht kaufen darf
08.10.2026 · 12 Min.
Die Bundesregierung hat es der chinesischen Staatsreederei Cosco verboten, das deutsche Logistikunternehmen Zippel zu kaufen. Warum die Bundesregierung den Kauf des relativ kleinen Unternehmens unterbindet und ob sich hier die neue Härte gegenüber China zeigt, das erklärt Marlies Uken, Vize-Leiterin des Wirtschaftsressorts der ZEIT. Die USA erhöhen den Druck auf den Iran mit wirtschaftlichen Sanktionen. Auch die EU-Außenminister haben Anfang des Jahres noch einmal neue Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Wen aber treffen die Sanktionen gegen den Iran tatsächlich? Das analysiert Omid Rezaee für die ZEIT. Und sonst so? Was ist höflicher: »Bitte« oder »vielleicht«? Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Fabian Scheler Mitarbeit: Lena Herrmann und Susanne Hehr Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links: EU-Handel mit China: China kritisiert Pläne in der EU für Schutzinstrumente im Handel Hamburger Hafen: Bund stoppt chinesische Übernahme von Logistikfirma Zippel Hafenlogistik: »Keine Abkehr von China« Chinas Investitionen in Deutschland: Katherina Reiches gefährlicher Flirt mit chinesischen Investoren Irankrieg: Trump lehnt iranisches Angebot zu Straße von Hormus ab Lage im Iran: Der soziale Tod einer Gesellschaft Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.