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- Update: Hilft eine Praxisgebühr 2.0 dem Gesundheitssystem?
21.08.2025 · 11 Min.
Das deutsche Gesundheitswesen steht unter Druck – die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen liegen dieses und nächstes Jahr vier Milliarden über den Einnahmen. Die Arbeitgeberverbände wollen nun deshalb unnötige Arztbesuche mithilfe einer "Kontaktgebühr" erschweren. BDA-Geschäftsführer Steffen Kampeter schlug eine Gebühr von zehn Euro pro Arztbesuch vor. Kaja Klapsa aus dem Politikressort der ZEIT hat sich mit der Frage beschäftigt, was eine solche Gebühr der Krise der gesetzlichen Krankenversicherung entgegensetzen kann. Die israelische Armee hat laut ihrem Sprecher Effie Defrin mit "vorbereitenden Maßnahmen" zur Einnahme der Stadt Gaza begonnen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich derzeit rund eine Million Menschen aufhalten. Eine von ihnen ist Ala'a. Im Podcast berichtet sie von ihren Sorgen mit Blick auf eine anstehende Flucht. Außerdem im Update: In Italien hat die Polizei den Ukrainer Serhij K. festgenommen. Er soll an den Sprengstoff-Anschlägen auf die Nord Stream 1 und 2 Pipelines vor drei Jahren beteiligt gewesen sein. Die Polizei hat im vergangenen Jahr rund 16.000 Fälle von sexualisierter Gewalt an Kindern gezählt. Das geht aus dem Lagebild "Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen" des Bundeskriminalamts (BKA) hervor, das in Berlin vorgelegt wurde. Was noch? Gegen die Lesekrise – Dänemark schafft die Mehrwertsteuer für Bücher ab. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Fabian Scheler, Constanze Kainz Mitarbeit: Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Steigende Beiträge: So lässt sich im Gesundheitswesen sparen Gesundheit: Arbeitgeberverbände fordern neue Praxisgebühr beim Arztbesuch Besetzung von Gaza-Stadt: Gegen alle Widerstände Krieg in Nahost: Armeesprecher: Vorbereitungen zur Einnahme von Gaza begonnen Krieg in Gaza: Israels Militär bereitet Einnahme von Gaza-Stadt vor Nord-Stream-Pipelines: Italienische Polizei nimmt mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteur fest Nord-Stream-Sprengung: Tatort Ostsee: Wer sprengte die Nord Stream Pipelines? Bundeslagebild zu Kindesmissbrauch: Mehr als 18.000 Kinder und Jugendliche wurden 2024 sexuell missbraucht Kinder- und Jugendbücher: Die 35 besten neuen Kinder- und Jugendbücher für die Sommerferien Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Diese Siedlung könnte die Zweistaatenlösung begraben
21.08.2025 · 13 Min.
Der israelische Planungsausschuss hat am Mittwoch den Bau eines umstrittenen Siedlungsprojektes im Westjordanland offiziell genehmigt. Es geht um das sogenannte Gebiet E1, östlich von Jerusalem. Sollten die Pläne in die Tat umgesetzt werden, wäre Ostjerusalem vom Westjordanland abgeschnitten – ein möglicher Staat Palästina hätte keine Hauptstadt und kein zusammenhängendes Territorium mehr. Wird durch den Bau also der palästinensische Staat tatsächlich unmöglich? Darüber spricht Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Beim Bahnfahren sind neben den Verspätungen, Zugausfällen und geschlossenen Bordbistros oft auch die vermeintlich hohen Preise ein Aufreger. Aber ist die Deutsche Bahn tatsächlich immer teurer geworden? DIE ZEIT hat Zahlen des Statistischen Bundesamtes analysiert und kam zu einem überraschenden Ergebnis: In den vergangenen fünf Jahren waren die Bahntickets sogar günstiger als im gleichen Zeitraum zuvor. Weshalb die Preise trotzdem ein Aufreger sind und worauf es beim Buchen ankommt, das weiß Sören Götz, Redakteur für Mobilität bei der ZEIT. Und sonst so? Waka Waka, this time for Shakira. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Lisa Pausch und Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Westjordanland: "So begräbt man einen palästinensischen Staat" Westjordanland: Israel beschließt umstrittenes Siedlungsprojekt im Westjordanland Deutsche Bahn: Ist ICE-Fahren wirklich so unverschämt teuer geworden? Richard Lutz: Die Bahn braucht viel – aber keinen neuen Chef Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Ein Ex-Minister soll vor Gericht
20.08.2025 · 10 Min.
Der ehemalige Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ist wegen Falschaussage zur gescheiterten Pkw-Maut von der Staatsanwaltschaft Berlin angeklagt worden. Demnach soll Scheuer vor dem Maut-Untersuchungsausschuss behauptet haben, er könne sich an keinen Vorschlag erinnern, die Verträge für die geplante Pkw-Maut erst dann zu unterschreiben, wenn Rechtssicherheit bestehe. Laut den Mautbetreiberfirmen wurde ihm dieses Angebot jedoch unterbreitet, er soll dies abgelehnt haben. Scheuer selbst bezeichnete die Anklage als “politisch motiviert”. Die Mautpläne wurden 2019 vom Europäischen Gerichtshof als rechtswidrig gestoppt, der Staat musste 243 Millionen Euro Schadensersatz zahlen. Was hinter der Pkw-Maut steckt, welche Konsequenzen Scheuer drohen und warum die Anklage am eigentlichen Problem vorbeigeht, erklärt Petra Pinzler, Korrespondentin der Hauptstadtredaktion. Israel hat den Bau eines umstrittenen Siedlungsprojekts im Westjordanland genehmigt. Wie die israelische Organisation Peace Now mitteilte, soll das Gebiet zwischen Ostjerusalem und der Siedlung Maale Adumim entstehen, dem sogenannten E1-Gebiet. Geplant seien demnach 3400 Wohneinheiten, die das Westjordanland in einen nördlichen und südlichen Teil unterteilen würden. Ein zusammenhängendes Gebiet für einen potenziellen palästinensischen Staat zu finden wäre dadurch praktisch unmöglich. Das Projekt wurde bereits nach dessen Ankündigung international stark kritisiert. Ebenso umstritten ist Israels Entscheidung, auch Gaza Stadt zu besetzen. Noch vor der Einnahme sollen 50.000 Reservisten einberufen werden. Am Einsatz sollen aber hauptsächlich aktive Soldaten beteiligt sein, sagte ein militärischer Repräsentant. Außerdem im Update: In Köln startet die weltweit größte Computerspielmesse Gamescom. 1500 Aussteller aus 72 Ländern stellen unter dem diesjährigen Motto “Games – Perfekte Unterhaltung” ihre neuen Spiele und Konsolen vor – ein neuer Messerekord. Auch die Zahlen aus der Gamingindustrie lassen sich sehen: Sechs von zehn Deutschen spielen, die Branche macht mehr Umsatz als die Film- und Musikindustrie zusammen. Trotzdem ist die Games-Branche in der Krise. Warum, weiß Henrik Oerding aus dem Digitalressort. Und sonst so? Wie viel Geld macht wirklich glücklich? Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Emma Graml Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Gescheiterte Pkw-Maut: Staatsanwaltschaft klagt Andreas Scheuer wegen Falschaussage an Westjordanland: Israel beschließt umstrittenes Siedlungsprojekt im Westjordanland Westjordanland: "So begräbt man einen palästinensischen Staat" Gaza-Krieg: Israels Armee will rund 50.000 Reservisten einberufen Gamescom: Spiele? Sind nicht mehr so wichtig Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Mission Impossible für die Bundeswehr?
20.08.2025 · 13 Min.
Sollte es in den kommenden Monaten zu einem Friedensschluss in der Ukraine kommen, könnte dieser von europäischen Soldaten abgesichert werden. Und Deutschland als größtes Land in Europa und wichtiger Nato-Staat müsste dabei wahrscheinlich einen wichtigen Beitrag leisten. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine Beteiligung deutscher Soldaten an einer solchen Friedensmission zwar vor wenigen Tagen noch ausgeschlossen. Allerdings hat er am Dienstag im Rahmen seiner Japanreise einen Kurswechsel angedeutet. Möglicherweise könnten also auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in der Ukraine stationiert werden. Wie könnte ein solcher Einsatz aussehen? Und hat die Bundeswehr dafür überhaupt die Ressourcen? Diese und weitere Fragen beantwortet Alexander Kauschanski, Auslandsredakteur im Politikressort der ZEIT. Immer weniger junge Menschen beziehen Bafög – obwohl viele eigentlich Anspruch auf eine staatliche Förderung ihrer Ausbildung hätten. Das geht aus einer Studie des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach ist die Zahl der Bafög-Empfänger so niedrig wie seit 25 Jahren nicht mehr. Nur noch rund 612.000 junge Leute bekommen die Förderung für ihr Studium, die Ausbildung oder die Schule. Der Grund: Viele haben Angst vor hohen Schulden oder glauben, das Einkommen ihrer Eltern sei für die Fördergrenzen des Programms zu hoch. Weshalb diese Sorge oft unbegründet ist und warum mehr Menschen nachrechnen sollten, ob ihnen die Förderung nicht doch zusteht, erklärt Celine Schäfer, Redakteurin im Geldressort der ZEIT. Und sonst so? Bzzzzzz – der Welttag der Mücke ist da. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Bundeswehr in der Ukraine: Wir müssen über deutsche Soldaten in der Ukraine reden Sicherheit in der Ukraine: Deutsche Soldaten in den Donbass? Bafög: Warum junge Menschen Tausende Euro an Förderung verschenken Armut im Studium: "Es ist kein Leben, wenn man nur vom Bafög lebt" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Ein Treffen, zwei Realitäten – und bald ein Dreiergipfel?
19.08.2025 · 11 Min.
"Das war das beste unserer Treffen." So lautete das Fazit des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach dem gestrigen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump. Was als Ergebnis des Gipfels bleibt, analysiert Anna Sauerbrey, außenpolitische Korrespondentin der ZEIT. Außerdem erklärt Maxim Kireev aus dem Politikressort der ZEIT, wie der Gipfel in Moskau aufgenommen wurde und wie das nun angekündigte direkte Aufeinandertreffen zwischen Selenskyj und Russlands Präsident Putin ablaufen könnte. Außerdem im Update: Israel hält in den Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen an seiner Forderung nach der Freilassung aller Geiseln fest. Der jüngste Vermittler-Vorschlag sieht die Freilassung einiger, aber nicht aller Geiseln in zwei Stufen während einer zweimonatigen Waffenruhe vor. Die islamistische Hamas hatte dem Vorschlag nach eigenen Angaben am Montag zugestimmt. Steffi Hentschke, Korrespondentin in Tel Aviv, analysiert die Reaktion der israelischen Regierung im Nachrichtenpodcast mit Rita Lauter. Was noch? Wie nützlich sind Hyaluron-Injektionen bei Knieschmerzen? Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Ukraine: Gute Stimmung macht noch keinen Frieden Krieg in der Ukraine: Hoffnung für Team Europa Gipfeltreffen zur Ukraine: Europa beruhigt einen verrückten König Eklat im Weißen Haus: Donald Trump ist jetzt da, wo Wladimir Putin ihn haben will Ukrainekrieg: Putin hält sich alle Türen offen Besetzung von Gaza-Stadt: Gegen alle Widerstände Krieg im Nahen Osten: Hamas akzeptiert offenbar Waffenruhevorschlag Ägyptens und Katars Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Die Europäer sind erleichtert
19.08.2025 · 14 Min.
Es war ein außergewöhnlicher Eklat, als US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor rund einem halben Jahr vor laufenden Kameras im Oval Office des Weißen Hauses bloßstellte. Am gestrigen Montag sind beide erneut in dem berühmten Präsidentenbüro zusammengekommen – dieses Mal waren auch mehrere wichtige europäische Staats- und Regierungschefs dabei. Wie das Treffen abgelaufen ist, hören Sie gleich zu Beginn der Folge. Lars Klingbeil, Co-Parteichef der SPD, Bundesfinanzminister und Vizekanzler, schließt höhere Steuern für Spitzenverdienende und Vermögende nicht aus. Mit seiner entsprechenden Aussage im ZDF-Sommerinterview hat sich Klingbeil gegen die Linie des Koalitionspartners Union positioniert, die höhere Steuern bisher kategorisch ausschließt. Gleichzeitig hat Klingbeil innerhalb der SPD fast die gesamte Macht auf sich konzentriert und eine Neuausrichtung der Partei angekündigt. Wieso stellt sich Klingbeil gerade jetzt gegen die Absprachen mit dem Koalitionspartner? Und wie will er seine Macht innerhalb der SPD nutzen, um die Partei fit für kommende Wahlkämpfe zu machen? ZEIT-Politikredakteur Robert Pausch ordnet Klingbeils Äußerungen ein. In Serbien haben die Proteste gegen die Regierung und die Korruption im Land ein neues Level an Gewalt erreicht. Zuletzt war die Polizei immer gewalttätiger gegen Protestierende vorgegangen. Schlägertrupps der Regierungspartei SNS können zudem offenbar ohne juristische Konsequenzen Gewalttaten gegen Protestierende ausüben – sie verwüsteten teilweise Cafés und Arbeitsstätten von Sympathisanten der Protestbewegung. In der Stadt Valjevo wurde wiederum ein Büro der Regierungspartei SNS in Brand gesetzt. Auslöser der Proteste war der Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad vor rund neun Monaten, bei dem 16 Menschen starben. Der Vorfall steht für die Protestbewegung sinnbildlich für die verbreitete Korruption im Land. Wieso die Auseinandersetzungen gerade jetzt eskalieren und welche Rolle dabei der serbische Präsident Aleksandar Vučić spielt, weiß Lucia Steinwender. Sie berichtet für die ZEIT aus Serbien. Und sonst so? Endlich wissenschaftlich erwiesen: Wer Kaffee trinkt, hat nach der ersten Tasse des Tages bessere Laune. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Rita Lauter Mitarbeit: Lisa Pausch und Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Lars Klingbeil: Jetzt aber wirklich, versprochen Lars Klingbeil: All you need is Lars Proteste in Serbien: Ein Land im Dauerprotest USA und Europa: Wer hilft den Demonstranten in Budapest, Belgrad, Istanbul? Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Israels Massenproteste verhallen
18.08.2025 · 11 Min.
23 Menschen, aufgeteilt auf zwei Zimmer – so beschreibt der Künstler Sohail Salem, wie er mit seiner Familie auf engstem Raum in Gaza-Stadt lebt. Wie ihm geht es vielen Bewohnern in Gaza-Stadt. Denn die größte Stadt des Küstenstreifens ist einer der letzten Orte, an dem Vertriebene noch Zuflucht finden. Israels Armee sieht in ihr jedoch eine der beiden verbliebenen Hamas-Hochburgen. Deshalb laufen Vorbereitungen, Gaza-Stadt zu besetzen. Daran regt sich viel Kritik aus dem Ausland. Doch auch im eigenen Land gibt es immer mehr Protest. In Umfragen sprechen sich mittlerweile mehr als 70 Prozent der israelischen Bevölkerung für eine Waffenruhe aus. "Bringt die Geiseln zurück und beendet den Krieg!" Unter diesem Motto gingen gestern Abend in Tel Aviv mehr als 200.000 Menschen auf die Straße. Steffi Hentschke, Korrespondentin in Tel Aviv, berichtet über den Stand der Vorbereitungen zur Besetzung von Gaza-Stadt und erklärt, wie sich der Widerstand formiert. "Premiumpartner" und "klassischer Verbündeter": Mit solch lobenden Worten ist Außenminister Johann Wadephul nach Japan gereist. Dort findet er auch kritische Worte für China: etwa zu Chinas "zunehmend aggressivem Auftreten" in der Straße von Taiwan und im Ost- und Südchinesischen Meer. Welche gemeinsamen Interessen Japan und Deutschland haben und wie Japan sich in der verändernden weltpolitischen Lage positioniert, berichtet Reporter Felix Lill. Außerdem im Update: Vor dem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj schlägt sich US-Präsident Donald Trump einmal mehr auf die russische Seite und setzt die Ukraine unter Druck. Was noch? Chipsverbot der Münchner Innenstadt Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Rita Lauter Mitarbeit: Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Besetzung von Gaza-Stadt: Gegen alle Widerstände Krieg in Gaza: Die Werte von gestern Proteste in Israel: Die Schuldgefühle der einen sind für die anderen eine Provokation Israel: Mehr als 200.000 Menschen bei Demonstrationen in Tel Aviv Asien: Johann Wadephul lobt Japan als "Premiumpartner" in Asien Ukrainegipfel im Weißen Haus: Worüber Trump, Selenskyj und die Europäer in Washington verhandeln Jaroslaw Hrytsak: "Wenn die Ukraine alleine dasteht, wird sie kollabieren" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Nach dem Eklat: Selenskyjs Rückkehr ins Weiße Haus
18.08.2025 · 12 Min.
Nach dem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin am vergangenen Freitag empfängt US-Präsident Donald Trump am Montag auch seinen ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Der deutsche Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte, es solle unter anderem um "Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen und die fortdauernde Unterstützung der Ukraine in der Abwehr der russischen Aggression" gehen. An welchem Punkt die Ukraine-Verhandlungen nach dem Alaska-Treffen und vor dem Gipfel in Washington stehen und ob wie bei Selenskyjs letztem Besuch im Februar ein Eklat drohen könnte, analysiert Rieke Havertz, internationale Korrespondentin der ZEIT, im Nachrichtenpodcast. Seit Monaten steigen die Aktienkurse, die US-Börsen erzielen einen Rekord nach dem nächsten – und das, obwohl die Anspannung in der Realwirtschaft vor allem wegen Donald Trumps Zollpolitik und seinem Machtkampf mit der Zentralbank groß ist. Wie passt das zusammen? Und entsteht da gerade eine Blase, die bald platzen könnte? Die Antwort darauf hat Victor Gojdka aus dem Geldressort der ZEIT. Er analysiert, woher die Kursgewinne kommen, wie nachhaltig sie sind – und wie real die Gefahr eines zeitnahen Börsencrashs ist. Und sonst so: Ein neues Implantat macht aus Gedanken gesprochenes Wort. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Mathias Peer, Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Krieg gegen die Ukraine: Selenskyj und Trump kündigen Treffen in Washington, D. C. an Ukrainekrieg: Merz und von der Leyen begleiten Selenskyj zu Treffen mit Trump Eklat im Weißen Haus: Donald Trump ist jetzt da, wo Wladimir Putin ihn haben will Krieg in der Ukraine: Trump laviert, Putin grinst, Europa läuft hinterher Aktienmarkt: Wird die Börse jetzt noch verrückter? US-Zölle: Die Zollpolitik des Donald Trump Aktienmarkt: Die Börsen steigern sich in einen Teflon-Boom Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Putin zufrieden nach dem Treffen mit Trump
17.08.2025 · 12 Min.
"Widerlich. Beschämend. Und letztendlich nutzlos." So stuft die ukrainische Plattform "Kyiv Independent" das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin in Alaska ein. Putin hatte das erste Wort, ihm wurde der rote Teppich ausgerollt – alles passend zum Narrativ der überlegenen Großmacht, das er vermitteln wollte. Viel mehr als diese Bilder und eine knappe Pressekonferenz, ohne dass Journalisten Fragen stellen durften, ist vom Treffen nicht durchgedrungen – keine konkreten Beschlüsse oder sogar Einigungen. Alice Bota aus dem Politikressort der ZEIT hat sich damit beschäftigt, wie das Gespräch aus russischer Perspektive zu bewerten ist. Im Podcast ordnet sie ein, inwiefern das Treffen ein Erfolg für Putin war und ob der Gipfel dafür gesorgt hat, dass ein Waffenstillstand noch weiter in die Ferne gerückt ist. Von 2006 bis 2019 war er der erste indigene Präsident Boliviens – Evo Morales. Er änderte die Verfassung, machte Bolivien zu einem plurinationalen Staat mit 37 offiziellen Sprachen und führte das Land zu mehr Stabilität und wirtschaftlichem Aufschwung. Der indigenen Bevölkerung gab er Stolz und Selbstbewusstsein zurück. Doch mittlerweile sieht sich Morales als politisch Verfolgter: Aus dem Versteck heraus liefert sich Morales einen erbitterten Machtkampf mit seinem Nachfolger und ehemaligen Verbündeten Luis Arce. Die beiden beschuldigen sich gegenseitig des Verrats und machen den jeweils anderen für das wirtschaftliche Desaster und Chaos verantwortlich, in dem sich das Land aktuell befindet. Morales darf zur heute anstehenden Wahl nicht mehr antreten. Welchen politischen Einfluss er dennoch hat und welche Chancen die Opposition bei der Wahl hat, weiß ZEIT-Redakteur Martin Nejezchleba. Er ist momentan in Bolivien unterwegs und hat sich intensiv mit der Lage und der Stimmung im Land vor der Wahl auseinandergesetzt. Und sonst so: Wie man den Diamanten für den eigenen Verlobungsring einfach selbst ausgräbt Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: OK, America? / Alaska-Gipfel: Nichts für die Friedensnobelpreisbewerbung Presseschau zum Alaska-Gipfel: "Widerlich. Beschämend. Und letztendlich nutzlos" Trump-Putin-Gipfel: Giga? Gaga! Trump-Putin-Gipfel in Alaska: No Deal Bolivien: Der Dschungelkönig Bolivien: Evo Morales darf gemäß Verfassung nicht noch einmal Präsident werden Bolivien: Linkskandidat Arce gewinnt Präsidentschaftswahl Bolivien: Haftbefehl gegen Evo Morales Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Kein Durchbruch in Alaska
16.08.2025 · 14 Min.
Ein roter Teppich, ein Händeschütteln: Donald Trump empfängt Wladimir Putin in Alaska wie einen Gleichgestellten. Und erreicht wenig. US-Korrespondentin Juliane Schäuble berichtet, wem das Treffen dennoch nützen wird. Pläne für die sogenannte Siedlung E1 mit knapp 3.400 neuen Häusern existieren seit Jahren. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich möchte sie nun in die Tat umsetzen. Durch den Bau würde Ostjerusalem endgültig vom palästinensisch besetzten Westjordanland abgetrennt werden. Smotrich möchte mit diesem Vorhaben einen palästinensischen Staat unbedingt verhindern. Die Bundesregierung lehnt den israelischen Siedlungsbau strikt ab, da er gegen internationales Völkerrecht verstoße. Quynh Trần berichtet für die ZEIT aus Israel und ordnet im Podcast ein, welche Folgen die Bebauung hätte, warum genau dieses Gebiet so ein sensibler Konfliktpunkt ist und ob sich innerhalb Israels Kritik gegen den Siedlungsbau regt. Während die Wirtschaftsleistung in der EU im zweiten Quartal leicht gewachsen ist, schwächelt die deutsche Wirtschaft. Etwa ein Drittel der deutschen Unternehmen leidet unter zu wenigen Aufträgen, mehr Unternehmen gehen pleite. Starkes Wachstum ist nicht vorhanden. Die Bundesregierung verspricht Reformen, Experten rechnen jedoch eher mit negativen Auswirkungen. Kolja Rudzio aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT zieht eine wirtschaftspolitische Bilanz über die ersten 100 Tage der schwarz-roten Regierung und bewertet ihre Reformideen. Und sonst so: Kostenfalle im Urlaub – Extrawünsche machen den Restaurantbesuch teuer Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Lisa Pausch, Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Trump-Putin-Gipfel: No Deal Gipfel in Alaska: Donald Trump sieht noch keine Einigung zur Ukraine erreicht Nahostkonflikt: Smotrich genehmigt Ausschreibungen für Siedlung im Westjordanland Nahostkonflikt: UN und EU halten Smotrichs Siedlungsplan für Verstoß gegen Völkerrecht Nahost: Wadephul warnt Israel vor Annexion des Westjordanlandes und Gaza Wirtschaft: Deutsche Industrie verliert laut Umfrage an Wettbewerbsfähigkeit ifo Institut: Gut ein Drittel der Unternehmen in Deutschland hat zu wenige Aufträge Unternehmen in Deutschland: Stärkster Anstieg von Firmenpleiten seit Oktober Wirtschaftspolitik der Bundesregierung: Viele Ökonomen bewerten bisherige Arbeit der Bundesregierung negativ Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Aus Afghanistan geflüchtet. In Pakistan festgenommen
15.08.2025 · 12 Min.
Heute vor vier Jahren haben die Taliban in Afghanistan wieder die Macht übernommen. Seitdem gehören Menschenrechtsverletzungen und steigende Armut zum Alltag. Besonders dramatisch ist die Lage für Frauen: Ihre Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt, Mädchen wird der weiterführende Schulbesuch verwehrt, und Zwangsverheiratungen nehmen zu. Trotzdem will die Bundesregierung die Aufnahmeprogramme beenden und schiebt Menschen nach Afghanistan ab. Gleichzeitig warten rund 2.400 Afghanen mit einer bestätigten Ausreisegenehmigung seit über einem Jahr in Pakistan auf ihre Weiterreise nach Deutschland. Während die schwarz-rote Koalition in Berlin über das künftige Verfahren streitet, schiebt die pakistanische Regierung afghanische Staatsbürger ab – oft unter Verweis auf abgelaufene Visa oder fehlende Aufenthaltsgenehmigungen. Wer in Pakistan auf seine Ausreise wartet und weshalb die Bundesregierung sie bislang nicht nach Deutschland geholt hat, erklärt Nina Monecke, Politikredakteurin der ZEIT. Plastikmüll zählt zu den größten globalen Umwelt- und Gesundheitsproblemen. Jährlich fallen weltweit rund 400 Millionen Tonnen an – nur ein Bruchteil davon wird recycelt. Der Handlungsdruck ist entsprechend hoch. Doch die Verhandlungen bei der UN-Konferenz in Genf über ein weltweites Abkommen gegen Plastikmüll sind vorerst gescheitert: Rund 180 Staaten konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Text einigen. Warum das Abkommen gescheitert ist und wie es nun weitergehen könnte, erklärt Fritz Habekuß, Klima- und Umweltkorrespondent der ZEIT. Außerdem im Update: Bahn-Chef Richard Lutz muss gehen. Und das in einer Zeit, in der die Bahn mit vielen Problemen kämpft: Verschuldung, Unzufriedenheit der Kunden, Sanierungsbedarf der Strecken und ein gigantisches Ausmaß an Unpünktlichkeit. Zacharias Zacharakis aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT analysiert, was die Suche nach einem Nachfolger so kompliziert macht. Und sonst so? Die Welt blickt auf Alaska – einen US-Bundesstaat mit Rentierwurst und Hundeschlittenrennen. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Abschiebungen aus Pakistan: Zurück ins Land der Taliban Abschiebung Afghanistan: Rückkehr ins Nichts Asylrecht: Wadephul sichert von Pakistan abgeschobenen Afghanen Hilfe zu Migration: Pakistan nimmt Afghanen mit Aufnahmezusage für Deutschland fest Kunststoffe: Wie Plastik krank macht Plastikabkommen: Wie die fossile Lobby ein globales Plastikabkommen verhinderte Genf: Verhandlungen über globales Plastikabkommen vorerst gescheitert Richard Lutz: Die Bahn braucht viel – aber keinen neuen Chef Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Vor dem Alaska-Gipfel: Hat Putin die Verhandlungen mit Trump schon gewonnen?
15.08.2025 · 13 Min.
Am Freitag treffen sich auf dem Alaska-Gipfel US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin, um über den Ukrainekrieg zu verhandeln. Die Erwartungen an das Treffen sind hoch, aber sind sie auch gerechtfertigt? Denn ob es wirklich zu einem Friedensabkommen oder auch nur einem Waffenstillstand kommt, ist ungewiss. Bereits im Vorfeld haben die USA und Russland unterschiedliche Ansichten geäußert, ob die Ukraine Teile ihres Landes abtreten müsste, um einen Friedensvertrag zu erzielen. Auch Sicherheitsgarantien für die Ukraine sind ein zentrales Thema. Warum allein schon das Treffen ein Erfolg für Putin ist und wie es danach weitergehen könnte, erklärt der Politikwissenschaftler und Militärexperte Carlo Masala. Brandenburg will die Jagd auf Wölfe erlauben. Schon ab nächstem Jahr könnten 150 Wölfe pro Jahr geschossen werden. Manche der Tiere reißen Nutztiere wie Schafe oder Ziegen und lassen sich von Herdenschutzhunden und Elektrozäunen kaum abhalten. Planlose Jagd auf Wölfe könnte aber mehr schaden als nutzen, sagt die Chefreporterin für das Ressort Wissen, Dagny Lüdemann. Sie hat mit Biologen und Jägern gesprochen und erklärt, worauf es bei der verantwortungsvollen Wolfsjagd ankommt. Und sonst so? So riecht der Sommer Moderation und Produktion: Helena Schmidt Redaktion: Rita Lauter Mitarbeit: Lisa Pausch, Leonard Frick Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Treffen in Alaska: Trump und Putin verhandeln über den Krieg in der Ukraine Osteuropa-Expertin Sabine Fischer: "Aus russischer Sicht ist Trump ein Werkzeug" Gipfeltreffen ohne Ukraine: Was tun, wenn der Frieden inakzeptabel ist? Wolfsjagd in Brandenburg: Wie wir den Wolf sehen, so sehen wir die Welt Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Wie die Ampelregierung bei Waffenlieferungen an Israel getrickst hat
14.08.2025 · 11 Min.
Deutschland liefert Waffen an Israel – das war bis zur auch in den eigenen Reihen umstrittenen Ankündigung von Bundeskanzler Friedrichs Merz, Waffenlieferungen einzuschränken, fester Bestandteil der deutschen Staatsräson. Auch die Vorgängerregierung, die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP, hat nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 Waffen und Waffenteile an Israel geliefert, mehr als vor dem Gazakrieg. Das hat sie auch fortgesetzt, als es im Frühjahr 2024 Zweifel an der Kriegsführung Israels gab: hohe zivile Opferzahlen im Gazastreifen und erste Berichte über mutmaßliche Kriegsverbrechen. Luisa Hommerich, Redakteurin im Ressort Investigative Recherche und Daten der ZEIT, hat mit Kolleginnen und Kollegen exklusiv recherchiert, wie sich die Ampelkoalition eines bürokratischen Tricks bediente, um weitere Waffenlieferungen an Israel der parlamentarischen Kontrolle zu entziehen – womöglich auch, um öffentlichem Druck vorzubeugen. Nachdem sich der Sommer bisher für viele Menschen in Deutschland eher nass und kühl angefühlt haben dürfte, sind in dieser Woche die Temperaturen hierzulande auf bis zu 37 Grad Celsius gestiegen. Länder wie Frankreich, Griechenland und Spanien kämpfen nicht nur mit der Hitze, sondern erneut auch mit Waldbränden. Schon 2024 war in Deutschland das wärmste je gemessene Jahr – und nun erlebt Europa erneut eine sommerliche Hitzewelle. Elena Erdmann, Redakteurin im Wissen-Ressort der ZEIT, hat mit ihren Kolleginnen und Kollegen untersucht, wie außergewöhnlich der Sommer bislang in europäischen Städten ausgefallen ist. Außerdem im Update: Was die umstrittenen Kontrollen an den deutschen Grenzen eigentlich kosten. Und Bahnchef Richard Lutz muss laut Medienberichten seinen Posten räumen. Und sonst so? Übermotivierte Tauben. Und Menschen Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Rita Lauter Mitarbeit: Carl Friedrichs Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Waffenstopp für Israel: Freunde für immer – oder? Israel: „Ich habe den Krieg satt!“ Humanitäre Hilfe in Gaza: Helfer in Gaza fürchten neue Regeln Krieg in Gaza: Wie weist man einen Völkermord nach? Luftbrücke in Gaza: Warum die Luftbrücke den Hunger nicht beenden kannKlimaanpassung: Was tun gegen die Hitze – jetzt und in Zukunft? Klimaanpassung: Was tun gegen die Hitze – jetzt und in Zukunft? Temperatur in Städten: So außergewöhnlich ist das Sommerwetter in Ihrer Stadt Klimawandel in Deutschland: So könnte das Wetter im Jahr 2100 bei Ihnen aussehen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Was Friedrich Merz in 100 Tagen (nicht) geschafft hat
14.08.2025 · 13 Min.
Seit genau 100 Tagen ist Bundeskanzler Friedrich Merz im Amt. Die Bilanz: eher durchmischt. Trotz des etwas holprigen Wegs ins Kanzleramt konnte er sich in den ersten Wochen nach der Wahl besonders als Außenkanzler präsentieren, selbst der Besuch bei US-Präsident Donald Trump verlief glimpflich. Was angesichts der anderen Staatsgäste, die Trump empfing, ein Erfolg war. Dennoch sind die Umfragen seit seinem Amtsantritt konstant schlecht. Hinzu kommt der Eklat um die gescheiterte Richterwahl von Frauke Brosius-Gersdorf, Streit mit der SPD und der Waffen-Lieferstopp nach Israel. Peter Dausend, Redakteur in der Hauptstadtredaktion, zieht eine erste Merz-Bilanz und sagt, in welcher ungewohnten Rolle der Kanzler ihn überrascht hat. Am Mittwoch haben die europäischen Staats- und Regierungschefs in verschiedenen Runden ihr Vorgehen abgestimmt. Es ging darum, eine einheitliche Linie auf dem Weg zu Frieden in der Ukraine zu finden und diese dann Donald Trump per Videoschalte mitzuteilen. Der trifft am Freitag Wladimir Putin und die Sorge ist groß, dass über die Köpfe der Europäer und Ukrainerinnen entschieden wird. Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilten anschließend fünf Bedingungen mit, die sie für Frieden haben. Donald Trump kenne diese und teile sie "weitestgehend", sagte Merz. Was das bedeutet und ob die Europäer Trump von ihrer Seite überzeugen konnten, erklärt Politikredakteurin Alice Bota. Und sonst so? Pause für die Augen. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Mathias Peer, Emma Graml Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: 100 Tage Friedrich Merz: Ganz oben, ziemlich allein Ukrainegipfel: Wolodymyr Selenskyj zum Ukrainegipfel in Berlin eingetroffen Treffen in Alaska: Was Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska besprechen wollen EU im Ukrainekrieg: Im Zweifel stark Krieg gegen die Ukraine: Europäer und Selenskyj sprechen auf Videogipfel mit dem US-Präsidenten Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Was Europa bewirken kann, bevor Trump Putin trifft
13.08.2025 · 11 Min.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist überraschend persönlich zu der geplanten Ukraine-Videokonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und US-Präsident Donald Trump nach Berlin gekommen. Bei dem virtuellen Gipfel wollen die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Großbritanniens, Finnlands, Italiens und Polens sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte eine gemeinsame Linie für die Friedensverhandlungen in der Ukraine abstimmen – vor dem Treffen Trumps mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska am Freitag. Die Europäer und Selenskyj befürchten, dass sich Trump und Putin auf Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland verständigen könnten, was Selenskyj strikt ablehnt. Ziel des Treffens ist daher, dass Trump zusagt, keine Vereinbarung über die Köpfe der Ukrainer und der Europäer hinweg zu treffen. Warum die Europäer trotz Abwesenheit in Alaska Einfluss nehmen könnten und welche Rolle Europa für eine Lösung im Ukrainekrieg spielt, erklärt im Podcast Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Soziale Medien gehören für viele Jugendliche zum Alltag – doch sie bergen auch Risiken. Die Nationale Akademie der Wissenschaften, die Leopoldina, empfiehlt deshalb in einem Papier, dass soziale Medien für Minderjährige und Kinder eingeschränkt zugänglich sein sollen: Kinder unter 13 Jahren sollten keine sozialen Netzwerke nutzen, zwischen 13 und 15 sollen Eltern die Nutzung eng begleiten. Zudem sollen Eltern technische Möglichkeiten haben, die Dauer und die konsumierten Inhalte zu kontrollieren, ohne dabei die Privatsphäre ihrer Kinder einzuschränken. Weiter raten die Autorinnen und Autoren der Studie dazu, die Nutzung privater Smartphones in Kitas und Schulen bis zur elften Klasse zu verbieten. Auf dem Lehrplan soll ein reflektierter Umgang mit digitalen Medien stehen. Wie genau gefährden soziale Medien Jugendliche? Jeannette Otto, Redakteurin im Wissensressort der ZEIT, erklärt im Podcast, warum Politik und Eltern jetzt handeln sollten und wie realistisch es ist, dass die Empfehlungen der Leopoldina umgesetzt werden. Außerdem im Update: Vor dem 250. Geburtstag der USA will US-Präsident Donald Trump bedeutende Museen auf angeblich spalterische oder parteiische Inhalte überprüfen. Das Weiße Haus teilte das in einem Brief an die Smithsonian Institution mit, die vor allem in der Hauptstadt Washington etliche Museen betreibt. Ausstellungstexte, Wandbeschriftungen, Webseiten und Bildungsunterlagen sollen auf Tonfall, historische Einordnungen und "Übereinstimmung mit amerikanischen Idealen" untersucht werden. Ausstellungspläne sollen vorgelegt werden. Johanna Roth, Auslandskorrespondentin in Washington, D. C., erklärt im Podcast, warum Trump sich dazu entschieden hat. Und ob das Zensur ist. Und sonst so? Köln-Tipps Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Liveblog: Krieg gegen die Ukraine Ukrainegipfel: Wolodymyr Selenskyj zum Ukrainegipfel in Berlin eingetroffen EU im Ukrainekrieg: Im Zweifel stark Gipfeltreffen in Alaska: Die Ukraine fürchtet Putins Falle Jugendschutz: "Keine privaten Smartphones bis zur 10. Klasse!" Soziale Netzwerke: Leopoldina fordert mehr Schutz von Minderjährigen in sozialen Medien Smithsonian Institution: US-Regierung will Ausstellungspläne von Museen kontrollieren Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Wie viel Einfluss hat Merz auf den Ukraine-Friedensprozess?
13.08.2025 · 12 Min.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schaltet sich per Videokonferenz mit US-Präsident Donald Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Regierungschefs zusammen. Das Treffen soll als Vorbereitung möglicher Friedensverhandlungen dienen. Außerdem sollen die damit verbundenen Fragen zu Territorialansprüchen und Sicherheiten besprochen werden. Die Videokonferenz findet wenige Tage vor Donald Trumps Gipfeltreffen mit Wladimir Putin in Alaska statt, wo über ein Kriegsende in der Ukraine verhandelt werden soll – jedoch ohne Selenskyj. Merz betonte zuvor in der ARD, die Ukraine müsse einbezogen werden. Für Merz ist die Videokonferenz eine weitere Gelegenheit, sich als "Außenkanzler" zu präsentieren. Doch kann er dabei tatsächlich etwas ausrichten, das der Ukraine und der europäischen Sicherheit hilft? Fabian Reinbold, politischer Korrespondent der ZEIT, ordnet im Podcast ein, wie sich Merz außenpolitisch schlägt und ob er dafür innenpolitische Aufgaben vernachlässigt hat. Die neue Version von ChatGPT, GPT-5, wurde sehnlich erwartet – doch nun sorgt sie für Diskussionen, und viele Nutzer sind enttäuscht. Das neueste Sprachmodell des Unternehmens, Nachfolger des vor mehr als zwei Jahren veröffentlichten GPT-4, soll weniger halluzinieren, besser programmieren, schöner schreiben und noch komplexere Aufgaben erfüllen können. Verantwortliche von OpenAI wie Sam Altman sprachen davon, man befände sich auf dem Weg zu einer künstlich allgemeinen Intelligenz, die mindestens so intelligent wie Menschen sein soll. In den sozialen Netzwerken ist die Begeisterung für die neue Version allerdings gering. Ist GPT-5 schlechter als die alte Version? Eike Kühl, Autor der ZEIT, hat das neue Modell von ChatGPT geprüft. Im Podcast erklärt er, wo das Sprachmodell tatsächlich Fortschritte macht, wo es noch Probleme hat und wie weit es von einer Intelligenz auf menschlichem Niveau entfernt ist. Und sonst so? Italien verhängt Strafen für Umweltsünder Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Jannis Carmesin, Ole Pflüger Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Friedrich Merz: Er will nicht nur Außenkanzler sein Vor dem Gipfel: Vor Alaska-Gipfel: Trump erwartet kein Abkommen mit Putin Treffen in Alaska: Was Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska besprechen wollen GPT-5: Fühlt sich an, wie zu viel versprochen Daniel Kokotajlo: "Mir scheint, dass wir auf eine Katastrophe zusteuern" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Russlands gefährlicher Durchbruch
12.08.2025 · 9 Min.
Russland ist im Osten der Ukraine ein Vorstoß hinter die ukrainischen Linien gelungen. Nach Angaben ukrainischer Medien sollen russische Soldaten mehr als 15 Kilometer weit in nördlicher Richtung vorgestoßen sein und dort die Stadt Dobropillja bedrohen. Das ukrainische Militär dementierte die Berichte zunächst. Wie das militärnahe ukrainische Analystenteam DeepState berichtete, sammeln russische Soldaten in dem Gebiet Truppen für weitere Angriffe. Warum der Vorstoß für die Ukraine gefährlich ist und was sie dagegen unternehmen kann, erklärt Maxim Kireev, Redakteur für internationale Politik. Nach einer kurzen Pause ist der Sommer in Deutschland wieder zurück – und damit auch die Hitze: Bis zu 38 Grad soll es in manchen Regionen diese Woche werden. Unter den hohen Temperaturen leiden besonders Stadtbewohner: Die Wohnungen sind selbst nachts nur schwer abzukühlen. Die effektivste Methode, um die Wohnung kühl zu halten, sind laut der Verbraucherzentrale Klimaanlagen. In den letzten fünf Jahren ist die Produktion der Geräte in Deutschland um 75 Prozent gestiegen. Was bei der Nutzung von Klimaanlagen zu beachten ist und welche günstigeren Alternativen es gibt, weiß Alina Hüsemann aus dem Wissensressort. Außerdem im Update: Donald Trump hat in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington, D. C. den Notstand ausgerufen. Die Stadt sei ein Ort der "kompletten Gesetzlosigkeit". Er kündigte deshalb an, die Nationalgarde in den Regierungsbezirk zu schicken, und stellte zudem die Polizei unter Bundeskontrolle. US-Korrespondentin Johanna Roth schildert im Podcast die Lage. Und sonst so? Sternschnuppenregen über Deutschland. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Jannis Carmesin, Ole Pflüger Mitarbeit: Emma Graml Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Wetter: Wie Städter bei Hitze einen kühlen Kopf bewahren können Hitze: Klimaanlagenproduktion ist in Deutschland seit 2019 stark gestiegen Hitzewelle: Wie bekomme ich meine Wohnung schön kühl? Ukrainekrieg: Berichte über russischen Frontdurchbruch in Donezk Ukrainekarte aktuell: Russische Vortrupps stoßen in großes Gebiet bei Pokrowsk vor Donald Trump: Mit Soldaten gegen Obdachlose Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Alaska-Verhandlungen: ein Risiko für das transatlantische Bündnis
12.08.2025 · 12 Min.
Donald Trump will in Alaska erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs direkt mit Wladimir Putin über ein Ende des Ukrainekriegs sprechen. Laut Donald Trump steht dabei ein Gebietsaustausch im Raum. Bei einem Treffen in London berieten Vertreter der Ukraine, der EU, mehrerer europäischer Staaten und der USA über mögliche Bedingungen für einen Waffenstillstand. Europa und die Ukraine lehnen Gebietsabtretungen ab und fordern, dass ein Waffenstillstand vor Verhandlungen erfolgen und durch Sicherheitsgarantien abgesichert werden muss. Wird die US-Regierung unter Donald Trump diese Positionen in Alaska berücksichtigen? Anna Sauerbrey ordnet ein, welchen Einfluss das Treffen in Alaska auf das transatlantische Verhältnis zwischen Europa und den USA haben könnte. Die Bundesregierung hat alle humanitären Aufnahmeprogramme für besonders gefährdete Personen aus Russland und Belarus ausgesetzt. Betroffen sind Hunderte Regimekritiker, Journalisten und Menschenrechtler mit bereits erteilten Zusagen oder laufenden Visaverfahren. Viele befinden sich derzeit in Transitländern und befürchten Entführungen oder Auslieferungen nach Russland. NGOs und Experten fordern die sofortige Wiederaufnahme des Programms. Das Innenministerium verweist auf den Koalitionsvertrag, der vorsieht, freiwillige Bundesaufnahmeprogramme weitgehend zu beenden. Was das für Regimegegner aus Russland und Belarus bedeutet, analysiert Maxim Kireev, Redakteur im Politikressort der ZEIT. Und sonst so? Planschen über den Dächern Berlins Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Chronik der US-Präsidentschaft: Die wichtigsten Entscheidungen Donald Trumps im Überblick Treffen in Alaska: Europa kann sich auf Trumps Ukrainepläne nicht einlassen Front in der Ukraine: Kein Grund für Putin, zu stoppen Treffen in Alaska: Was Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska besprechen wollen Krieg in der Ukraine: Nato-Chef hält Gespräche über besetzte Gebiete für unvermeidbar Krieg in der Ukraine: Selenskyj weist Trumps Vorschlag zu Gebietsabtretungen ab Ukrainekrieg: Europäische Staatschefs fordern Waffenruhe vor Verhandlungen mit Putin Flüchtlinge: Deutschland setzt humanitäre Aufnahmeprogramme aus Was jetzt? / Politische Gefangene in Russland: Das letzte Wort der Putin-Kritiker Flucht nach Deutschland: Aus Russland geflohen, in Deutschland nicht in Sicherheit Ukrainekrieg: US-Programm zu entführten ukrainischen Kindern offenbar eingestellt Was jetzt? / Migrationspolitik: Was im Koalitionsvertrag zur Migration steht UN-Flüchtlingshilfswerk: Aufnahme von Geflüchteten über UN-Resettlement-Programm ausgesetzt Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Update: Für Journalisten ist es nirgendwo gefährlicher als in Gaza
11.08.2025 · 10 Min.
Die israelische Armee hat bei einem gezielten Luftangriff am Sonntagabend fünf Journalisten des katarischen TV-Senders Al-Dschasira getötet. Unter ihnen war auch der bekannte Journalist Anas al-Scharif. Israel begründet den Angriff damit, dass Al-Scharif sich nur als Journalist ausgegeben habe und in Wahrheit Anführer einer Terrorzelle der Hamas gewesen sei. Überprüfen lässt sich dieser Vorwurf nicht. Yassin Musharbash aus dem Investigativressort der ZEIT recherchiert seit Jahren zu Terrorismus und zur Hamas. Er hat in der Vergangenheit weitere Fälle recherchiert, bei denen palästinensische Journalisten Ziel israelischer Attacken wurden. Im Podcast spricht er deshalb darüber, wie schwer es ist, die Behauptungen des israelischen Militärs zu prüfen und wie er in der Vergangenheit mit Fällen wie diesem umgegangen ist. Australien und Neuseeland erwägen, Palästina als unabhängigen Staat anzuerkennen. Bei der kommenden UN-Generalversammlung im September will der australische Premierminister Anthony Albanese seine Entscheidung formell bestätigen. Albanese ist der Meinung, nur mit einer Zweistaatenlösung könne der Kreislauf aus Leid und Gewalt beendet werden. Außerdem im Update: Über 1.300 Minderjährige wurden in der ersten Jahreshälfte abgeschoben. Damit ist mehr als jeder Zehnte, der abgeschoben wird, ein Kind oder Jugendlicher. Der kolumbianische Präsidentschaftskandidat Miguel Uribe ist gestorben. Vor zwei Monaten wurde auf einer Wahlkampfveranstaltung auf Uribe geschossen. Was noch? Deutschland trinkt so wenig Bier wie noch nie. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Miriam Mair Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Anas al-Scharif: Wer war der Journalist Anas al-Scharif, den Israel getötet hat? Fadi Al-Wahidi: Ein letzter Schuss – dann stoppt die Aufnahme Gaza: Bundesregierung kritisiert Tötung von Journalisten in Gaza Journalisten in Gaza: Mit ihnen stirbt die letzte Gegenstimme Gaza-Krieg: Australien will Palästina als Staat anerkennen Migration: Mehr als ein Zehntel der Abgeschobenen sind Kinder und Jugendliche Miguel Uribe Turbay: Kolumbianischer Präsidentschaftsbewerber nach Attentat gestorben Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
- Die einsame Israelentscheidung des Friedrich Merz
11.08.2025 · 13 Min.
Seit Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag verkündet hat, keine Waffen mehr an Israel zu liefern, die im Gazastreifen eingesetzt werden können, debattiert seine Partei intensiv. Die Junge Union spricht von einer "abgehakten Staatsräson", und die CSU fühlt sich ausgeschlossen. Sie sei in die Entscheidung nicht einbezogen worden. Deshalb kam es am Sonntag zu einer Sondersitzung der Fraktion. Fabian Reinbold, politischer Korrespondent der ZEIT, hat diese beobachtet und den unionsinternen Streit analysiert. Die deutsche Israelpolitik ist ein für die Union wichtiges Thema, gerade deshalb reagiert die Partei derzeit so aufgekratzt. Es gibt aber auch noch andere Gründe. Und was bedeutet Merz Entscheidung für die deutsche Staatsräson? Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hatte gesagt, Israel sei wegen Merz' Entscheidung in seiner Existenz gefährdet. Die Bilder vom Bautzner Christopher Street Day aus dem vergangenen Jahr sind vielen noch präsent: 700 Rechtsextreme zogen damals hinter den Teilnehmenden der Pride-Veranstaltung her, riefen Naziparolen und zündeten unter Jubelrufen eine Regenbogenflagge an. Es war ein Fanal für die rechtsextreme Szene. In Deutschland fanden zwar noch nie so viele Pride-Paraden statt wie in diesem Jahr, gleichzeitig wurden aber nie mehr queerfeindliche Straftaten erfasst. Nun stand wieder der CSD in Bautzen an. Mehr als 4.000 Teilnehmende sollen es gewesen sein, doch auch die rechte Szene hatte wieder mobilisiert. Ist es dieses Mal ruhig geblieben? Doreen Reinhard, Reporterin der ZEIT, war dabei. Sie schildert im Podcast ihre Eindrücke und versucht die Frage zu beantworten, wie nachhaltig CSDs im ländlichen Raum sein können. Und sonst so: Angst vor Montagen ist absolut berechtigt. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Miriam Mair Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Friedrich Merz: Der Kanzler erschüttert seine eigene Partei Stopp der Rüstungsexporte an Israel: Ein Bruch, der längst überfällig war Rüstungsexporte: Frei verteidigt Israelpolitik: Grundlinien unverändert CSD in Deutschland: Unter dem Regenbogen. Und unter Polizeischutz Christopher Street Day 2024: "Bleibt immer in Gruppen, damit euch nichts passiert!" Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Hier können Sie unser unser Podcastabo kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.