- Deutschland
- AfD
- Berlin
- SZ
- USA
- Sachsen-Anhalt
- SPD
- Friedrich Merz
- CDU
- Euro
- Ukraine
- EU
- Trump
- Russland
- Merz
- 20.09.201911 Min.
Auf der ganzen Welt streiken Menschen an diesem Freitag für das Klima. In fast 160 Staaten wird demonstriert. Auch in Kasachstan, Honduras und an der Elfenbeinküste. Passend dazu hat die Bundesregierung für diesen Freitag die Bekanntgabe ihres Klimaschutzpakets angekündigt. Nach etwa 19 Stunden langen Verhandlungen konnten sich Union und SPD einigen. Zentraler Bestandteil ist die Bepreisung von CO₂. Gebäude sollen so effizienter, Benzin und Sprit teurer werden. Dafür verspricht die Bundesregierung Anreize bei klimafreundlichem Verhalten. Das Volumen der Investitionen soll sich bis 2023 auf 54 Milliarden Euro belaufen. Für die Demonstrierenden ist das viel zu wenig. Und auch SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun findet, dass die große Koalition sich mal wieder nicht getraut hat, mutig zu sein. Weitere Themen: Staatsrechtler fordern kleineren Bundestag, Entsetzen über Künast-Urteil. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Viktoria Hausmann Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über dpa. Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
- 19.09.201910 Min.
Achteinhalb Jahre ist es her, da bebt in Japan die Erde. Tausende Japanerinnen und Japaner sterben. Hunderttausende Gebäude stürzen ein. Und dann kommt noch eine Katastrophenmeldung: Ein Tsunami, 13 bis 15 Meter hoch, hat das Atomkraftwerk in Fukushima Daiichi getroffen. Es gibt mehrere Explosionen und Störfälle. 160 000 Menschen müssen aus der Gegend fliehen und bis zum heutigen Tag können Zehntausende noch immer nicht zurück. Die Anwohner haben Jahre später drei der früheren Manager des Kraftwerkbetreibers Tepco verklagt. Denn Tepco habe gewusst, dass ein hoher Tsunami den Reaktor treffen und das katastrophale Folgen haben könnte. Nun hat das Landgericht in Tokio aber entschieden, die drei Manager freizusprechen. Für die Natur könnten die Betreiber nichts, so die Argumentation. Eine nicht angemessene Begründung, findet Japan-Korrespondent Thomas Hahn. Weitere Themen: Kassen sollen Bluttests für Risikoschwangere zahlen, Großbritannien schickt Änderungsvorschläge, Ermittlungen gegen Airbus-Mitarbeiter. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Viktoria Hausmann Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
- 18.09.201910 Min.
Die Neuwahlen in Israel haben** Benjamin Netanjahu** keine Mehrheit verschafft. Im Gegenteil: Der konservative Premier könnte nach Verlusten für seinen Likud sogar gezwungen werden, sich aus der Politik zurückziehen. Er hat sich verspekuliert, sagt die Israel-Korrespondentin der SZ, Alexandra Föderl-Schmid. Am wahrscheinlichsten sei jetzt eine große Koalition von Likud und dem weiß-blauen Bündnis des Ex-Generals Benny Gantz. Dies sei auch eine große Chance für das Land, weil dadurch die Macht der religiösen Parteien eingeschränkt werden könnte. Sicherheitspolitisch seien Gantz und Netanjahu nicht weit auseinander, trotzdem sei mit dieser Koalition auch Bewegung in der Frage des Umgangs mit den ** Palästinensern **zu erwarten. Weitere Meldungen: Robert O'Brien wird neuer US-Sicherheitsberater; Mörder von Sophia Lösche zu lebenslanger Haft verurteilt; Immer mehr Deutsche sind auf Tafeln angewiesen. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
Immer mehr Arbeitgeber ermöglichen Dinge die Arbeit im Home-Office. Doch eine Befragung der AOK zeigt, dass genau diese Arbeitnehmer viel häufiger unter psychischen Problemen leiden als Beschäftigte, die täglich ins Büro kommen. Arbeitnehmer in der Heimarbeit würden sich oft selbst gefährden, sagt die Berliner SZ-Wirtschaftsredakteurin Kristiana Ludwig. Zudem würden sie vielfach auch den Verlust sozialer Kontakte spüren und seien für ihre Vorgesetzten ständig erreichbar. Dadurch würden sie oft unter typischen Stresssymptomen wie Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Schlafstörungen leiden. Auch für Vorgesetzte müssten deshalb strikte Regeln gelten, wann sie auf die Arbeitskräfte im Home-Office zugreifen könnten. Weitere Nachrichten: Italiens Ex-Premier Renzi gründet neue Partei, Pfarrer wegen Kirchenasyl vor Gericht, Europaparlament für Lagarde als EZB-Chefin. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
- 16.09.201911 Min.
Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hat ein ZDF-Interview abgebrochen und dem verantwortlichen Redakteur mit Konsequenzen gedroht. Es sei kein Hexenwerk mit der AfD zu sprechen, sagt der für die AfD-Berichterstattung zuständige SZ-Redakteur Jens Schneider. Das Prinzip sei "ich frage, sie antworten", aber man müsse sich ständig fragen, ob es wirklich berichtenswert sei, was da gesagt werde. Man müsse nicht über "jedes Stöckchen" der Rechtspopulisten springen. Der Frontmann des rechten Flügels provoziere immer wieder mit Begrifflichkeiten der Nazis. Was für Außenstehende befremdlich sei, komme bei seinen Anhängern offenbar gut an. Deshalb glaubt Schneider auch nicht, dass der Eklat der AfD bei den Landtagswahlen schaden werde. Weiter Nachrichten: Klimaschutz ohne neue Schulden, Juncker erwartet Lösungen von Johnson. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Viktoria Hausmann Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audio-Material über ZDF. Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
- 13.09.201910 Min.
Die schwarze Null, sie steht. Finanzminister Olaf Scholz will weiterhin nicht mehr Geld ausgeben, als er durch Steuern einnimmt. In der Haushaltsdebatte wird sein Entwurf von der Opposition kritisiert. Scholz habe seinen Haushalt nur ausgleichen können, weil er sich Geld aus der Asylrücklage genommen habe. Etwa 10 Milliarden Euro. Doch Grüne und Linke wollen gar nicht, dass sich Scholz an die Schuldenbremse hält. Sondern, dass er mehr investiert: in Digitalisierung, Infrastruktur und Klimaschutz. Und dafür soll der Finanzminister im Zweifel eben auch Schulden machen. Auch die SZ-Hauptstadtkorrespondentin Cerstin Gammelin findet, die schwarze Null sei zu einem Zeichen für eine völlig verfehlte Haushaltspolitik geworden. Weitere Themen: Bercow droht Johnson, Probleme bei Pflegereform. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Deutscher Bundestag.
Dieses Jahr sind bis jetzt etwas mehr als 50.000 Personen über das Mittelmeer in die EU geflüchtet. 2015 waren es noch über eine Million. Eine zentrale organisierte, europäische Rettungsmission gibt es nicht mehr. Momentan sind einige private Organisationen im Mittelmeer unterwegs, wie zum Beispiel Sea-Watch. Viele Häfen weigern sich aber mittlerweile, diese Schiffe anlegen zu lassen. Nun sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm, Christen könnten nicht akzeptieren, dass Menschen ertrinken. Deshalb will die evangelische Kirche ein Schiff für die Seenotrettung im Mittelmeer kaufen. Gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen. Doch solche zivilen Rettungsmissionen können kein Dauerzustand sein, sagt Andrea Bachstein. Die SZ-Außenpolitikredakteurin hofft auf eine Entspannung durch die neue italienische Regierung. Weitere Themen: Kretschmann will dritte Amtszeit, EZB verschärft Strafzins. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Carolin Lenk _Zusätzliches Audio-Material über den Youtube-Kanal www.EKDde._
- 11.09.201910 Min.
John Bolton ist ein außenpolitischer Hardliner. Jemand, der möchte, dass die USA militärisch stark auftreten. Er war schon 2003 für den Irakkrieg. Bolton ist seit April 2018 Sicherheitsberater von Donald Trump. Dabei liegen die beiden in vielen Dingen auseinander: Bolton ist gegen Trumps Annäherungsversuche an Russland. Er hält nicht viel von den Treffen des Präsidenten mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un. Und er hat immer wieder für einen Regimewechsel in Iran geworben. Trump selbst soll über seinen Ex-Sicherheitsberater mal gesagt haben: “Ginge es nach John Bolton, würden wir schon in vier Kriegen stecken.” Nun hat der US-Präsident seinen Sicherheitsberater rausgeschmissen - oder Bolton hat gekündigt. Beide behaupten etwas anderes. Auf jeden Fall sei es positiv, dass der Falke Bolton keine Verantwortung mehr habe, sagt Hubert Wetzel. Der Washington-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung hat sich sowieso gefragt, wie Bolton in eine so tragende Rolle kam. Weitere Themen: Zwangspause für britisches Parlament ist illegal, EU kritisiert Netanjahu. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Youtube-Kanäle von Late Show with Stephen Colbert und The White House.
- 10.09.201910 Min.
Die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat ihr Team präsentiert. Dazu gehören neben dem spanischen Außenminister Josep Borrell auch der Niederländer Frans Timmermans, der eine Art Superminister für die Klimapolitik wird. Überraschend ist der Machtzuwachs der Dänin Margrethe Vestager, sagt der Brüssel-Korrespondent der SZ, Matthias Kolb. Denn die Liberale hatte sich zuvor mit den USA und den Weltkonzernen Facebook und Google angelegt. Sie wird sich weiter um den Wettbewerb kümmern und künftig auch ressortübergeifend um die digitale Wirtschaft. Die Kandidaten aus Rumänien, Polen und Ungarn könnte das Europaparlament eventuell noch ablehnen. Weitere Nachrichten: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig an Brustkrebs erkrankt, Finanzminister Scholz warnt vor Rezession, gute OECD-Noten für deutsches Bildungssystem. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über EU-Kommission.
- 09.09.201910 Min.
In den kommenden Jahren fehlen an Schulen in Deutschland viel mehr Lehrer als bislang angenommen. Besonders betroffen sind laut einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung die Grundschulen, an denen bis 2025 mehr als 26.000 Lehrer fehlen. Größere Klassen, mehr Lehramtsstudierende und mehr Quereinsteiger seien nötig, um der Aufgabe zu begegnen, sagt SZ-Bildungsexperte Bernd Kramer. Das Problem sei nicht unbedingt, dass es grundsätzlich zu wenig Lehrer gebe, aber eben nicht für alle Schulformen und in allen Bundesländern. Besonders Brennpunktschulen würden viele junge Lehrer meiden, weil es bequemer sei in "besseren" Orten und Stadtvierteln seinen Job als Lehrer anzutreten. Weitere Nachrichten: Brexit-Debatte in London, Vertrauenabstimmung in Italien, Deutsche wünschen sich engagierte Väter. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carlo Sarsky
- 06.09.201910 Min.
Zum zwölften Mal reist Angela Merkel nach China. So oft wie kein anderer amtierender Staatschef in der Europäischen Union. Sie ist hier mit einer großen Wirtschaftsdelegation. Auch deshalb spricht Merkel mit dem chinesischen Ministerpräsidenten über viele Wirtschaftsthemen. Den 5-G-Ausbau durch den Netzwerkausrüster Huawei, die Sozialkredite für Unternehmen oder den Handelsstreit zwischen China und den USA. Ein Thema überschattet jedoch alles, und das sind die Proteste in Hongkong. Seit Monaten demonstrieren Menschen in der Sonderverwaltungszone gegen zu viel Einfluss aus Peking. Die Demonstranten hoffen dabei auch auf den Einfluss Angela Merkels. Kaum ein Staatschef habe sich so sehr mit China beschäftigt wie sie, sagt Lea Deuber. Die Peking-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung führt an, dass Merkels Besuch sogar die Rücknahme des umstrittenen Ausführungsgesetzes zu verdanken sein könnte. Weitere Themen: Britische Opposition weiter gegen Neuwahlen, Umweltministerium für Plastiktütenverbot, Bundesregierung will Griechenland bei Rückführungen helfen. Weitere Themen: Urteil im Fall Lügde, Bundesregierung übt Kritik an Israel. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl und Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
- 05.09.201910 Min.
In den letzten Tagen ist es in London zu einer Machtprobe gekommen: Wer sitzt am längeren Hebel? Die Regierung oder das Parlament? Viele Abgeordnete, allen voran die Opposition, befürchten einen harten Brexit. Also, dass Boris Johnson Großbritannien tatsächlich ohne Abkommen aus der Europäischen Union ausscheiden lassen könnte. Aber auch Vertreter von Johnsons Tories trauen ihm nicht. Der britische Premier, der gerne mit einem No-Deal-Brexit droht, verliert in dieser Woche im Unterhaus eine Abstimmung nach der anderen. Johnson schmeißt daraufhin Abtrünnige aus seiner Partei raus und fordert schnelle Neuwahlen. Doch ausgerechnet die Opposition lässt ihn nicht. Sie wollen den Premier erst richtig bluten lassen, sagt Cathrin Kahlweit. Die SZ-London-Korrespondentin ist sich nicht sicher, wann es Neuwahlen geben könnte. Weitere Themen: Urteil im Fall Lügde, Bundesregierung übt Kritik an Israel. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über den Youtube-Kanal von UK Parliament.
- 04.09.201911 Min.
Am 3. Juni 2019 tritt Andrea Nahles als SPD-Vorsitzende zurück und stürzt ihre Partei damit in einen Nachfolgeprozess, wie sie ihn noch nie erlebt hat. Zum ersten Mal soll die Basis darüber entscheiden, wer die Partei führen soll. Außerdem werden, auch das eine Premiere, Doppelkandidaturen zugelassen. Die Schwergewichte der Partei erkennen darin aber weniger eine Chance als politischen Selbstmord. Schwesig, Klingbeil, Giffey… Eine SPD-Führungsperson nach der anderen erklärt, dass sie für eine Kandidatur nicht zur Verfügung steht. Erst als es danach aussieht, dass nur Außenseiter antreten könnten, meldet sich einer zurück, der eigentlich auch schon abgesagt hatte: Olaf Scholz erklärt, dass er doch kandidieren werde. Er ist damit der prominenteste Bewerber, der für die große Koalition steht. Zusammen mit seiner Partnerin Klara Geywitz trifft er an diesem Mittwoch in Saarbrücken zum ersten Mal auf seine Kontrahenten. Scholz und Geywitz sind zwar Favoriten, aber das Rennen ist ziemlich offen, verspricht Mike Szymanski. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent will jedenfalls keine Wette eingehen, wer am Ende den SPD-Vorsitz übernimmt. Weitere Themen: Glyphosat-Verbot bis 2023, Auslieferungsgesetz in Hongkong zurückgezogen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über dpa, Youtube-Kanäle von janboehm, Lars Klingbeil und UK Parliament.
- 03.09.201910 Min.
Mit Cum-Ex-Geschäften wurde der deutsche Staat jahrelang ausgenommen, der Schaden für die Steuerzahler geht in die Milliarden. Involviert waren darin wohl mehr als hundert Banken und andere Finanzfirmen, die Fäden gezogen haben unter anderem mehrere Investmentbanker. Gegen zwei dieser Banker beginnt jetzt am Mittwoch der erste Gerichtsprozess, es geht um einen mutmaßlichen Schaden von mehr als 440 Millionen Euro. Mit dem Prozess wird erstmals geklärt, ob Cum-Ex-Geschäfte überhaupt strafbar sind. Viele Beteiligte sind der Meinung, dass der Staat selber Schuld sei, weil er ja ein Schlupfloch offen gelassen habe. Davon zu profitieren, sei keine Straftat. Unser Investigativreporter Klaus Ott hat die Ermittlungen rund um Cum-Ex seit Beginn verfolgt. Er glaubt, dass dieser Prozess sehr lange dauern wird und hofft auf eine Signalwirkung für die ganze Finanzbranche. Weitere Themen: Showdown im Brexit-Streit,Europäische Alternative zu Apple Pay, wie Hilfesuchende im Netz erfasst werden. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky
- 02.09.20199 Min.
In Brandenburg hat die AfD 23,5 Prozent geholt, in Sachsen 27,5 Prozent. Viele bisherige Nichtwähler haben die AfD gewählt, die Wahlbeteiligung war deutlich höher als bei den letzten Landtagswahlen. Damit ist die AfD der große Gewinner der Landtagswahlen. Regieren wird sie aber nicht, da SPD bzw. CDU noch mehr Stimmen erhalten haben und diese nicht mit der AfD koalieren wollen. Die beiden AfD-Landesverbände in Sachsen und Brandenburg stehen weiter rechts als andere Landesverbände. Beide Spitzenkandidaten gehören zu der AfD-Gruppierung "Flügel", die als rechtsextrem gilt. Wie geht es jetzt weiter mit der AfD? Jens Schneider, SZ-Korrespondent in Berlin, berichtet seit Jahren über die AfD. Im Podcast erklärt er, wieso die Partei jetzt womöglich ihren Zenit erreicht haben könnte: Die innerparteilichen Kämpfe machen ihr zu schaffen, es passiere zu wenig inhaltliche Arbeit. Weitere Themen: Hurrikan an der Ostküste der USA, Panda-Babies im Berliner Zoo. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über dpa und Reuters.
- 30.08.201910 Min.
In Brandenburg wächst die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Bahn wird ausgebaut, die Rot-Rote-Regierung stellt Lehrerinnen und Lehrer sowie Polizistinnen und Polizisten ein. Trotzdem verlieren SPD und Linke in Umfragen. Die SPD muss hart kämpfen, um bei der Landtagswahl am Sonntag auf dem ersten Platz zu landen – nach fast 30 Jahren an der Macht. Warum ist das so? Das erklärt in dieser Folge von "Auf den Punkt" der SZ-Politikredakteur Jan Heidtmann. Er sagt auch, warum der SPD-Slogan "EIN Brandenburg" inzwischen mehr Wunsch als Wirklichkeit ist. Weitere Themen: CSU diskutiert über Steuer auf Billigflüge; Uli Hoeneß hört beim FC Bayern auf. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über die Facebook-Seite der SPD-Brandenburg und den YouTube-Kanal des FC Bayern München.
- 29.08.201911 Min.
Vor drei Wochen löste Matteo Salvini eine Regierungskrise in Italien aus. Da erklärte der Chef der rechten Lega die Zusammenarbeit mit den Fünf Sternen für beendet. Salvini wollte Neuwahlen und so selbst zum mächtigsten Mann in Italien aufsteigen. In den Umfragen stand seine Partei richtig gut da, aber er rechnete wohl mit einer Sache nicht. Am Mittwochabend treffen sich Luigi di Maio, der Chef populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, und Staatspräsident Sergio Matarella. Di Maio ließ sich in seiner Zeit als Vizepremier und Wirtschaftsminister ständig von Salvini vorführen. Dieses Mal ist es aber umgekehrt. Er erklärt, dass seine Fünf Sterne eine Koalition mit den Sozialdemokraten schließen werden. Salvini, der nun aus der Regierung scheidet, prophezeit, dass die Koalition nicht lange halten werde und Neuwahlen unvermeidbar seien. Doch für die ehemalige SZ-Korrespondentin in Rom, Andrea Bachstein, liegt der Fall nicht so eindeutig. Die Fünf Sterne eine mit den Sozialdemokraten viel mehr als mit Salvinis Lega. Weitere Themen: Widerstand gegen Johnson, Altmaiers Mittelstandsstrategie. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
- 28.08.201911 Min.
China scheint auf dem Weg zur absoluten Kontrolle. 2020 soll ein landesweites Sozialkreditsystem eingeführt werden. Alle Bürgerinnen und Bürger starten bei 1000 Punkten. Wer sich in Anführungsstrichen gut verhält, bekommt Pluspunkte. Also zum Beispiel, wer Blut spendet, wer keine Schulden hat oder die Regierung in sozialen Medien lobt. Wer sich nicht so gut verhält, also womöglich über die Regierung lästert, bekommt Minuspunkte. Wer viele Punkte hat, der soll Privilegien erhalten: Reisen dürfen oder leichter an eine Wohnung kommen. Wer wenige Punkte hat, der kann dann auch mal höhere Steuern zahlen oder öffentlich angeprangert werden. Auch Unternehmen müssen sich ab dem kommenden Jahr auf ein solches Punktesystem einstellen. Schwarze Schafe sollen isoliert werden. Wer gute Bewertungen hat, kann dafür mit niedrigeren Steuersätzen, besseren Kreditbedingungen und mehr Chancen bei öffentlichen Aufträgen rechnen. Doch für Firmen drohen bei vermeintlich kleinen Verstößen schon empfindliche Strafen, warnt Peking-Korrespondent Christoph Giesen. Weitere Themen: Kühnert kandidiert nicht für SPD-Vorsitz, Johnson will Parlament schließen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über Jusos. Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
- 27.08.201910 Min.
Rechtspopulisten und Rechtsextreme setzen seit Jahren Theater, Museen, Gedenkstätten, Kulturzentren und selbst Schulen unter Druck. Laut einer Chronik von ARD und SZ versuchen Akteure aus dem rechten Milieu von AfD, NPD und "Identitären", Kunstinstitutionen flächendenkend in Ost und West zu diskreditieren. Mal würden sie dazu Hassmails oder selbst Mord- und Bombendrohungen nutzen. Manchmal stellen sie Strafanzeigen, organisieren Störaktionen und Demonstrationen. Oder sie machen mit Anträgen in Parlamenten, Stadträten und Kulturausschüssen Stimmung gegen missliebige Künstler, sagt der Theaterkritiker Peter Laudenbach, der die Recherche ins Rollen gebracht hat. Das sei ein richtiger "Kulturkampf der Rechten" - mit einem ungewissen Ausgang. Weitere Meldungen: Brasilien lehnt Millionenhilfe der G7 ab, Indonesien Haupstadt zieht nach Borneo, Irans Präsident dämpft Erwartungen über mögliches Treffen mit Trump. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über den Bundestag. Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
- 26.08.201911 Min.
Die Lunge der Welt brennt. Inzwischen kämpft in Brasilien sogar das Militär gegen die Flammen im Amazonasgebiet. Insgesamt sollen es jetzt rund 80.000 Brände sein, die seit Jahresbeginn im Urwald wüten. Mit dem Regenwald verbrennt nicht nur eine unglaubliche Artenvielfalt, sondern in den Milliarden Bäumen des Amazonasgebietes sind auch gigantische Mengen Kohlenstoff gespeichert. Weil jetzt so viele davon brennen, erhöht sich die CO2-Konzentration in der Luft - und dadurch wird wiederum die globale Erwärmung massiv verstärkt. Brasiliens ultrarechter Präsident Bolsonaro sagt allerdings, dass ihn die Äußerungen aus Europa an den Kolonialismus erinnern - Europa solle sich in diese Angelegenheiten nicht einmischen. Gänzlich falsch liegt er nicht, sagt Sebastian Schoepp, Südamerika-Experte der SZ. Schließlich wurden auch in Europa die Urwälder spätestens zur industriellen Revolution fast vollständig abgeholzt. Es sei deshalb schwer, den Ländern in Lateinamerika genau das zu verbieten. Doch das Weltklima habe sich inzwischen so stark verändert, dass das aktuelle Handelsabkommen ein Druckmittel sein könne, damit Brasiliens Regierung mehr für den Klimaschutz tut. Weitere Nachrichten: Soforthilfe für Amazonas von G7-Gipfel, WM 2006 vor Gericht, SPD für Vermögenssteuer. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.




















