Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
237924.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
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Episoden
  1. 30 Jahre nach der friedlichen Revolution schreibt die AfD in Sachsen, Thüringen und Brandenburg "Wende 2.0" auf Wahlplakate. Vor den Landtagswahlen fordern die Spitzenkandidaten Urban, Höcke und Kalbitz: "Vollende die Wende". Mehr als 100 frühere DDR-Oppositionelle haben ihnen diese Woche deshalb einen offenen Brief geschrieben. Sie werfen der AfD vor, eine "Geschichtslüge" zu verbreiten. Was die AfD mit den Slogans meint und wieso sie bei aller Kritik so gut funktionieren, erklärt die SZ-Korrespondentin Antonie Rietzschel in dieser Folge von "Auf den Punkt". Weitere Themen: Amazonas-Brand als Thema bei den G7; "Ocean Viking" darf in Malta anlegen; Erntebilanz 2019. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl, Viktoria Hausmann Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über den YouTube-Kanal der AfD.

  2. 22.08.201910 Min.

    Im südlichen Amazonasbecken gibt es die schlimmsten Waldbrände seit Jahren. Sie werden durch Dürre begünstigt, aber ausgelöst wurden sie durch Viehzüchter. Trotzdem macht der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro NGOs verantwortlich, die sich eigentlich für die Erhaltung des Regenwalds einsetzten - ohne Beweise zu haben. Welche Verantwortung Bolsonaro dabei selbst trägt, erklärt SZ-Politikredakteur Benedikt Peters. Weitere Themen: Urteil in Chemnitz, Johnson in Frankreich, mehr tote Fahrradfahrer. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und dpa.

  3. 21.08.20199 Min.

    Weil Dänemark nicht über einen Verkauf Grönlands verhandeln will, verschiebt US-Präsident Trump einen Besuch in dem Land auf unbestimmte Zeit. Das Wall Street Journal hatte vergangene Woche gemeldet, dass Trump Interesse an der Insel hätte, die zwar autonom ist, aber offiziell zu Dänemark gehört. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte Trump aber direkt eine Absage erteilt: "Ich hoffe wirklich, dass das nicht ernst gemeint ist", sagte sie. Kai Strittmatter ist Korrespondent in Kopenhagen. Im Podcast erklärt er, was hinter Trumps Kaufangebot steckt - und welche Aufregung das in Dänemark ausgelöst hat. Weitere Nachrichten: Bundesregierung möchte Solidaritätszuschlag abschaffen, mutmaßlicher Komplize im Fall Lübcke durfte Waffen besitzen, Markus Söder will Negativzinsen verbieten lassen. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über den Youtube-Kanal des Weißen Hauses.

  4. In Köln hat die Gamescom begonnen, die größte Computerspielmesse der Welt. Mehr als 370 000 Besucher und über 1000 Aussteller nehmen daran teil. Und es läuft auch wirtschaftlich richtig gut für die Games-Branche in Deutschland, mit immer neuen Rekord-Umsätzen. Trotzdem wünschen sich deutsche Entwickler, dass der Staat ihre sie stärker unterstützt. Wie passt das zusammen und wie könnte auch der Staat von der Gaming-Industrie profitieren? Das erklärt Digitalredakteur Caspar von Au, der für die SZ von der Gamescom in Köln berichtet und dort auch den Auftritt von Bundesminister Andreas Scheuer gesehen hat. Außerdem gibt er einen kurzen Überblick über die aktuellen Trends, über die auf der Messe gesprochen wird. Weitere Themen: Conte bietet in Italien Rücktritt an, Olaf Scholz tritt mit Klara Geywitz für SPD-Vorsitz an, Johnsons Brexit-Diplomatie. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth

  5. Der Mord an Walter Lübcke hat die Politik aufgerüttelt. Das Bundeskriminalamt will härter gegen rechtsradikale Gewalt und Hetze vorgehen. Man müsse die Anstrengungen "erheblich intensivieren, um den gegen unsere Werte gerichteten Aktivitäten wirksam entgegentreten zu können", heißt es in einem Papier, das BKA-Präsident Holger Münch an das Bundesinnenministerium übermittelt hat. Das BKA plant zum Beispiel, eine neue Zentralstelle für Hasskriminalität zu schaffen. Die soll für ganz Deutschland Hass-Postings im Netz erfassen, bewerten und die Urheber der Posts identifizieren. Ronen Steinke schreibt für die SZ über Innere Sicherheit und hat zu dem Papier recherchiert. Im Podcast erklärt er, warum er die vorgeschlagenen Maßnahmen sinnvoll findet und wie viel davon umgesetzt werden kann. Weitere Themen: Merkel in Ungarn, Große Koalition arbeitet laut Studie effizient, Waldbrand auf Gran Canaria. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

  6. In Sachsen regiert momentan die CDU, Ministerpräsident ist Michael Kretschmer. Seit etwas mehr als eineinhalb Jahren ist er an der Spitze einer schwarz-roten Koalition. Aber wenn er weiterhin Ministerpräsident bleiben will, dann muss er sich neue Partner suchen. Denn die CDU steht in Umfragen bei ungefähr 28 Prozent, die SPD nur bei acht. In der CDU haben sich deswegen einzelne Abgeordnete dafür ausgesprochen, sich doch mal Gedanken über eine Koalition mit der AfD zu machen. Aber diese Option hat Kretschmer selbst ausgeschlossen. Ob er stattdessen mit den Grünen oder den Linken zusammenarbeiten will? Da lässt sich der Ministerpräsident nicht in die Karten schauen. Eigentlich bleibt ihm nur eine Option übrig, analysiert die SZ-Korrespondentin für Ostdeutschland Ulrike Nimz. Doch die ist in Sachsen nur schwer zu vermitteln. Weitere Themen: Scholz kandidiert für SPD-Vorsitz, Tlaib darf ins Westjordanland reisen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

  7. Ende Mai veröffentlichte unter anderem die Süddeutsche Zeitung ein Video, das Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache dazu veranlasste, zurückzutreten. Der FPÖ-Politiker macht darin Kommentare, die darauf hindeuten, dass er es nicht ganz so streng mit dem Rechtsstaat nimmt. Sein Vertrauter Johann Gudenus, der beim Treffen in der Villa in Ibiza ebenfalls beteiligt war, trat sogar aus der Partei aus. Drei Monate später ermittelt die Wiener Staatsanwaltschaft wegen eines anderen Vorwurfs wieder gegen Strache und Gudenus. Sie hat die Wohnräume der beiden untersucht. Es geht um den Verdacht, dass die FPÖ und ein Glücksspielunternehmen einen Deal gemacht haben sollen. Strache sagt, man wolle ihn diskreditieren und mundtot machen. Typisch für den Rechtspopulisten, sagt SZ-Politikredakteurin Leila Al-Serori. Ein Comeback Straches schließt sie trotz allem nicht aus. Weitere Themen: Schwan und Stegner kandidieren für SPD-Vorsitz, deutsche Wirtschaft schrumpft. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

  8. Die Autoindustrie leidet unter dem Handelsstreit, die Aktienkurse gehen tendenziell nach unten und viele Firmen in Deutschland streichen massenweise Arbeitsplätze: Alles sieht nach einer ernsthaften Konjunkturkrise aus. Die SPD will möglichst viele Entlassungen verhindern, deshalb hat jetzt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ein neues Gesetz vorgestellt, das "Arbeit-von-Morgen-Gesetz". Damit will er Firmen helfen, die in der Kurzarbeit Beschäftigte weiterbilden. Wenn ein Unternehmen vor einem größeren Umbau steht und viele Mitarbeiter umschulen muss, will er das mit einem neuen Zuschuss fördern. Caspar Busse ist Wirtschaftsredakteur bei der SZ. Im Podcast erklärt er, woher der jetzige Abschwung kommt und inwiefern ein Gesetz dagegen schützen kann. Letztendlich kommen in der jetzigen Krise zwei Punkte zusammen: Ein Konjunktureinbruch durch den Handelskrieg und ein langfristiger, schwieriger Strukturwandel. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

  9. 12.08.201910 Min.

    Am Samstagmorgen wurde Jeffrey Epstein tot in seiner Gefängniszelle gefunden, offenbar hat er sich dort selbst das Leben genommen. Der US-Unternehmer und Multimillionär soll mehr als 80 minderjährige Mädchen missbraucht und einen illegalen Menschenhandelsring aufgebaut haben. Dafür wurde er Anfang Juli festgenommen worden und angeklagt. Können diese Vorwürfe gegen Epstein jetzt überhaupt noch aufgeklärt werden? Das beantwortet der US-Korrespondent Hubert Wetzel in dieser Folge von "Auf den Punkt". Er spricht auch über die Verschwörungstheorien, die schon jetzt über Epsteins Tod kursieren. Weitere Themen: Proteste legen Hongkonger Flughafen lahm; Schulze will Müll vermeiden. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Reutes. Anmerkung der Redaktion: Wir gestalten unsere Berichterstattung über Suizide bewusst zurückhaltend und verzichten, wo es möglich ist, auf Details. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen von Suizidgedanken, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge: telefonseelsorge.de. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

  10. 09.08.201910 Min.

    Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die Regierung in Rom für gescheitert erklärt. Das hat wohl auch damit zu tun, dass Salvini selbst von Neuwahlen am meisten profitieren könnte. Und das, obwohl die aktuelle Regierung zischen Salvinis Lega und der Fünf-Sterne Bewegung alles andere als erfolgreich ist. Salvini scheint einfach nichts falsch machen zu können. Wie schafft er das und wie genau hat er seine Partei in den vergangenen Jahren und Monaten so groß gemacht? Und kommt auf Italien nach Neuwahlen eine noch rechtere Regierung zu? Das erklärt der SZ-Italien-Experte Stefan Ulrich in dieser Folge. Weitere Themen: Mützenich will SPD-Fraktionsvorsitz; Bayer will Vergleich bei Glyphosat-Klage; Türkei-Festnahmen. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über die Facebook-Seite von Matteo Salvini und den Instagramm-Account von Heidi Klum.

  11. 08.08.201910 Min.

    Boris Johnson war nie ein Fan des über 500 Seiten schweren Scheidungsvertrags mit der Europäischen Union. Er will der EU selbst diktieren, was geht und was nicht. Und der Backstop ist so ein Punkt. Er ist eigentlich nur eine Übergangslösung und soll verhindern, dass zwischen Irland und Nordirland eine harte Grenze mit Schlagbäumen und Zäunen entsteht. Dafür soll Nordirland im europäischen Binnenmarkt bleiben. Für Johnson ist das inakzeptabel. Aber er ist nicht unumstritten. Die Labour-Partei überlegt, nach der Sommerpause ein Misstrauensvotum anzusetzen. Und währenddessen wartet die EU ab, was die Briten machen. Sie bleibt auf ihrem Standpunkt: Der Vertrag wird nicht mehr verändert. Zurecht, sagt Brüssel-Korrespondent Matthias Kolb. Europa habe keine Bringschuld, London ist am Zug. Weitere Themen: Weltklimarat stellt Sonderbericht vor, Hunderte Festnahmen in Kaschmir. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über UK Parliament und Reuters.

  12. 07.08.20198 Min.

    Zu viel Fleisch schadet unserer Gesundheit und unserem Klima. Denn die Tierzucht verbraucht Fläche, Energie und Wasser. Außerdem werden viele Tiere unter keinen guten Bedingungen gehalten. Agrarpolitiker von Union, SPD und Grüne fordern deshalb, die Mehrwertsteuer für Fleisch anzuheben - von momentan sieben auf 19 Prozent. Fleisch, das bisher 5 Euro kostet, würde dann knapp 5,60 Euro kosten. Vivien Timmler ist Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion. Im Podcast erklärt sie, wieso dieser Preisanstieg sogar kontraproduktiv sein könnte. Und was die Politik stattdessen tun sollte. Vivien Timmler hat auch eine eigene Videokolumne über Nachhaltigkeit, die aktuelle Folge über Lebensmittelverschwendung finden Sie unter diesem Link. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

  13. “Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen”. Das hat der CDU-Politiker Carsten Linnemann gesagt und damit eine große Debatte ausgelöst. Aber was fordert Linnemann denn genau? Und ist sein Vorschlag nur “populistischer Unfug” wie es seine Parteikollegin Karin Prien in der SZ gesagt hat? Darüber spricht in dieser Folge Stefan Braun, SZ-Korrespondent in Berlin. Er erklärt, wie der CDU-Wirtschaftsexperte Linnemann politisch einzuschätzen ist und warum dessen Ton eine sachliche Diskussion zu einem wichtigen Thema verhindert hat. Weitere Themen: Kaschmir-Konflikt spitzt sich zu; Anklage gegen ehemalige Fußballfunktionäre; Italien verschärft Gesetze gegen Seenotrettung. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth

  14. Seit Monaten gehen in Hongkong die Menschen auf die Straße. Sie fordern mehr Demokratie und mehr Bürgerrechte. Um das durchzusetzen, haben die Demonstranten an diesem Montag zu einem Generalstreik aufgerufen. Der Konflikt zwischen der Polizei und den Demonstranten eskaliert. Entscheidend ist jetzt, wie China reagiert: Wird Peking auf die Forderungen der Demonstranten eingehen oder macht der Staat seine Drohungen wahr und schickt chinesische Soldaten nach Hongkong? China-Korrespondentin Lea Deuber war vor einigen Wochen in Hongkong und hätte wie viele Beobachter nicht gedacht, dass die Proteste so lange andauern. Im Podcast erklärt sie, wieso die Lage so eskaliert ist. Weitere Themen: Kaufhof streicht Stellen, Trump fordert nach Massakern strengere Waffenkontrollen, Clemens Tönnies stellt sich Schalke-Ehrenrat Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Reuters sowie Twitter.

  15. Der INF-Vertrag war einer der wichtigsten Abrüstungsverträge zwischen den USA und Russland. Mit ihm wurde 1987 eine ganze Waffengattung quasi abgeschafft: die landgestützten Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von 500 bis etwa 5500 Kilometern. Die USA werfen Russland schon seit Jahren vor, den Vertrag zu missachten. Donald Trump hat ihn Anfang 2019 gekündigt und in der Nacht zum Freitag auslaufen lassen. Welche Konsequenzen hat das und wie will die NATO darauf reagieren? Darum geht es in dieser Folge von "Auf den Punkt". Gerade für Europa beginnt damit eine Phase der Unsicherheit, sagt Stefan Kornelius, Leiter der SZ-Außenpolitik. Aber der INF-Vertrag habe ohnehin nur Scheinsicherheit gegeben. Die Welt sei inzwischen deutlich komplexer. Weitere Themen: Seehofer will Grenzkontrollen zur Schweiz; Grüne und Linke wollen Wälder retten; Frauen in Saudi-Arabien dürfen frei reisen. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über die NATO.

  16. 01.08.201910 Min.

    Die amerikanische Notenbank Fed hat zum ersten Mal seit der Finanzkrise 2008 ihren Leitzins gesenkt. Der Handelskrieg von Donald Trump mit China macht ihr Sorgen. Die Zentralbank sieht sich in der Pflicht, gegenzusteuern. Trump hat in Jerome Powell, dem Fed-Präsidenten, schon seit seinem Amtsantritt einen Lieblingsfeind gefunden. Der US-Präsident beschwert er sich über die Politik der Fed, die aus seiner Sicht die Zinsen viel zu hoch ansetzt. Die Aussichten für die amerikanische Konjunktur, das deutet die Zinsentscheidung an, sind nicht unbedingt gut. Trumps Handelspolitik macht vielen Unternehmen Sorge. Die Inflation ist zu niedrig. Fast jeder zweite Finanzchef eines amerikanischen Unternehmens rechnet in den nächsten 12 Monaten mit einer Rezession. Auch die Europäer können sich auf rauere Zeiten einstellen, sagt SZ-Finanzredakteur Jan Willmroth. Weitere Themen: Wohlfahrtsverband warnt vor Ungleichheit bei Kindern, Russland warnt USA, Bundesregierung will erweiterte DNA-Fahndung. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

  17. In den vergangenen Monaten sind immer wieder Handelsschiffe im Golf von Oman attackiert worden. Vor gut einer Woche ist dann auch ein britischer Tanker von Iran festgesetzt worden. Und deswegen haben kurz darauf die Briten angeregt, man solle doch eine europäische Mission starten, um Handelsschiffe in dieser Meerenge zu schützen. Dann aber kam Boris Johnson ins Amt und der sucht die Nähe von Donald Trump. Eine Marinemission, die brauche es auf jeden Fall. Aber ohne die Amerikaner werde diese nicht gelingen. Das wiederum gefällt Deutschland nicht. Denn das Handeln der USA wird in Berlin sehr kritisch gesehen. Die Bundesregierung will die Strategie des maximalen Drucks, den Donald Trump auf Teheran ausübt, nicht mittragen. Vor allem die Sozialdemokraten wollen mit aller Macht verhindern, gemeinsame Sache mit Trump zu machen, erklärt Mike Szymanski. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent sagt, die SPD stecke in einem schwierigem, aber verständlichem Dilemma. Weitere Themen: Stadler vor Gericht, Italien lässt Geflüchtete anlegen, Israel genehmigt 700 palästinensische Häuser im Westjordanland.

  18. Ein Mann stößt am Frankfurter Hauptbahnhof eine Mutter und ihren Sohn vor einen einrollenden ICE – ohne erkennbares Motiv, wohl ohne die beiden Opfer überhaupt zu kennen. Der Junge stirbt, die Mutter kann sich knapp retten. Es ist eine Tat, die viel Entsetzen ausgelöst hat, aber auch eine politische Debatte über Sicherheit an Bahnhöfen. Aber kann die Politik solche Situationen überhaupt verhindern? Über die Rolle von Politikern in solchen Fällen spricht in dieser Folge "Auf den Punkt" Detlef Esslinger. Er ist stellvertretender Leiter der SZ-Innenpolitik-Redaktion. Er sagt auch, wieso gerade dieser Fall so viele Menschen bewegt und warum es richtig war, dass Horst Seehofer so schnell reagiert hat. Weitere Themen: Urteil zur europäischen Bankenunion; Mission an der Straße von Hormus. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und dpa.

  19. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder setzt gerade voll auf Klimaschutz: Den Kohleausstieg will er vorziehen und die Bahn so weit wie möglich von der Mehrwertsteuer befreien. Er will in Staatsforsten Windräder bauen und in Bayern soll weniger Plastik verbraucht werden. Außerdem will Söder den Klimaschutz als verpflichtende Staatsaufgabe im Grundgesetz verankern. "Wir stehen vor einer Jahrhundertaufgabe, daher brauchen wir auch einen Jahrhundertvertrag", sagte Söder der SZ. Diese Idee ist nicht neu und kommt ursprünglich von den Grünen. Die hatten einen entsprechenden Antrag 2018 im Bundestag eingebracht, für den es aber keine Mehrheit gab. Michael Bauchmüller ist Berlin-Korrespondent der SZ und schreibt vor allem über Umweltthemen. Im Podcast erklärt er, unter welchen Umständen ein Klimaschutz-Artikel im Grundgesetz sinnvoll sein könnte. Weitere Themen: Webseiten müssen besser über Social-Plugins informieren, Kind in Frankfurt vor ICE gestoßen, größere Tests an BER-Baustelle gestartet. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über die Mediathek des Bundestages sowie die Facebook-Seite der CSU.

  20. Am Mittwoch ist Boris Johnson in dem Amt angekommen, auf das er so lange hin gearbeitet hat: Er ist der neue britische Premierminister. Inzwischen hat er die Hälfte von Theresa Mays Regierung ausgetauscht – Brexit-Hardliner besetzen wichtige Ministerien. Und in seiner Regierungserklärung im Parlament hat Johnson von einem "goldenen Zeitalter" für sein Land gesprochen. Was steht hinter diesen ersten Auftritten und Entscheidungen des Premierministers Boris Johnson? Und gibt es einen Unterschied zu seinem Ton im Wahlkampf? Darüber spricht in dieser Folge Cathrin Kahlweit, London-Korrespondentin der SZ. Weitere Themen: Bootsunglück vor Libyen; weitere Ermittlungen gegen Stephan E.; Deutsche Bahn-Investitionen. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über das britische Parlament und die Twitter-Seite der Downing Street 10.