Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
237924.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
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Episoden
  1. Am Wochenende starten in Bayern und Baden-Württemberg die Sommerferien. Und auf diejenigen, die für den Urlaub in den Süden fahren, warten kilometerlange Staus. Denn Deutschland und Österreich streiten sich über die richtige Verkehrspolitik über den Brennerpass. Der Landeshauptmann von Tirol, Günther Platter, hat mit seinen Entscheidungen in den letzten zwei Jahren regelmäßig für lange Staus gesorgt. Auch in Bayern. Platter lässt nämlich in Tirol sogenannte Blockabfertigungen für Lkw durchführen. Und er verhängt an manchen Wochenenden Ausweichverbote. Niemand, der durch Tirol fährt, darf von der Autobahn runterfahren. Außer er möchte in den Ortschaften essen oder übernachten. Er kann die Maßnahmen verstehen, sagt Peter Fahrenholz. Der Leiter des SZ-Ressorts Reise und Mobilität findet, dass Deutschland seine Verkehrspolitik jahrelang verschlafen hat. Weitere Themen: Johnson hält erste Rede im Unterhaus, Sanchez bekommt keine Mehrheit. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Weiteres Audiomaterial über dpa.

  2. 24.07.201911 Min.

    Uli Hoeneß ist mit seiner typischen, bayerischen Mia-san-Mia-Haltung und CSU-Nähe zum Gesicht des erfolgreichsten deutschen Fußballclubs geworden. Doch bald geht wohl mit ihm eine Ära zu Ende, denn es machen Gerüchte die Runde, dass der Vereinsboss abtreten könnte. Die Kritik bei den vergangenen Mitgliederversammlungen habe ihm zugesetzt, sagt Benedikt Warmbrunn aus der SZ-Sportredaktion. Aber in irgendeiner Form werde Hoeneß dem Verein erhalten bleiben. Er sei kein Typ, der sich wirklich zur Ruhe setzen könne. Weitere Themen: Annegret Kramp-Karrenbauer als Verteidigungsministerin vereidigt, Fünf Milliarden Dollar Strafe für Facebook, AfD Sachsen scheitert in Karlsruhe. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Viktoria Hausmann Produktion: Carlo Sarsky Weiteres Audiomaterial über FC Bayern München und dpa.

  3. 23.07.201910 Min.

    Boris Johnson ist neuer Chef der Tories und ab Mittwoch Premierminister. Zwar verspricht der 55-Jährige den 31. Oktober als Brexit-Datum, aber er weiß noch nicht, ob da das Parlament mitziehen wird. Boris Johnson ist unberechenbar, sagt London-Korrespondent Björn Finke, aber verrückt sei er nicht. Auf jeden Fall sei Boris Johnson ein interessanter Politiker, von dem die Briten und die EU einige Überraschungen zu erwarten habe. Allerdings müsse sich erst noch zeigen, ob er die Tories zum Sieg gegen die neue Brexit-Party von Nigel Farage führen könne. Neuwahlen aber werde er erst nach dem erfolgreichen Abschied aus der EU wagen. Weitere Nachrichten: Vertrauer von Ex-Kanzler Kurz schreddert Festplatten; Schüsse auf Eritreer in Hessen waren rassistisch motiviert; IWF senkt Wachstumsprognose für Deutschland.

  4. Täglich fischen Schiffe Flüchtlinge in Seenot aus dem Mittelmeer. Die Rettungsschiffe aber werden von Italien und Malta nicht in ihre Häfen gelassen. Deutschland und Frankreich versuchen jetzt eine europäische "Koalition der Hilfsbereiten" zu formen. Ein guter und wichtiger Plan, sagt der außenpolitische SZ-Redakteur Thomas Kirchner. Die Situation in den libyschen Flüchtlingslagern sei unerträglich. Aber Rechtspopulisten wie der italienische Innenminister Salvini bräuchten die Krise um ihre Bewegungen wachsen zu lassen. Dabei sei der von ihnen so genannte "Pull-Effekt” nicht erwiesen, in dessen Folge immer mehr Flüchtlinge nach Europa kommen würden. Weitere Meldungen: Großbritannien berät über Iran-Krise, Gesundheitsminister Spahn will Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten, Seehofer für Verschiebung der EU-Richtlinie zu Kunstrasen. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Weiteres Audiomaterial über dpa.

  5. Kurz vor ihrem Urlaub hat Angela Merkel ihre Sommer-Pressekonferenz gegeben. Nach einer ereignisreichen Woche musste sie natürlich einige Fragen zu den Personalentscheidungen in Berlin und Brüssel beantworten. Auffällig viele Fragen drehten sich aber auch um ihre Umweltpolitik. Wie überzeugend der Auftritt der Bundeskanzlerin war, schätzt in dieser Folge von "Auf den Punkt" Nico Fried ein. Er leitet das Hauptstadtbüro der SZ in Berlin und war unter anderem von Merkels Offenheit überrascht, als es um ihre Einschätzungen zu Fridays for Future ging. Aber gerade in dem Bereich sei wohl allen in der Bundesregierung klar, dass sie liefen müssen. Weitere Themen: Carola Rackete verlässt Italien, Hilfspaket für Syrien-Flüchtlinge in Türkei. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audiomaterial über die Bundespressekonferenz.

  6. Wer in Deutschland fliegt, muss schon seit 2011 eine Steuer zahlen – die sogenannte Luftverkehrsabgabe. Dazu kommt noch eine andere Abgabe. Aber trotzdem fliegen die Deutschen deshalb nicht weniger. Im Gegenteil: Anfang des Jahrtausends gab es noch 140 Millionen Passagiere auf deutschen Flughäfen, letztes Jahr waren es 244 Millionen. SPD-Umweltministerin Svenja Schulze will diese Luftverkehrsabgabe jetzt erhöhen. Und auch die Union, Schulzes Koalitionspartner, scheint offen zu sein für Diskussionen. Wenn er nach Angeboten für einen Flug nach Palma de Mallorca schaut, gibt es Hin-und-Zurück-Tickets ab 35 Euro, sagt Michael Bauchmüller. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent meint, dass es zwar gut ist, über Flugscham zu sprechen, aber am Ende geht es eben doch nur über den Preis. Weitere Themen: Iranische Revolutionsgarden beschlagnahmen Tanker, Lambrecht gegen Erfassung von Zug- und Busreisenden, Dazn zeigt Bundesliga. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Weiteres Audiomaterial über dpa.

  7. Ursula von der Leyen wird Präsidentin der Europäischen Kommission. Sie hat am Dienstag eine ganz knappe Mehrheit im Europäischen Parlament geholt. So knapp, dass sogar Brüsselkorrespondentin Karoline Meta Beisel überrascht war, denn die Bewerbungsrede der deutschen Kandidatin wurde parteiübergreifend gut aufgenommen. Wie viel sie von ihren vielen Vorschlägen umsetzen kann, bleibt allerdings abzuwarten. Die Wahl von der Leyens hat auch Konsequenzen in der Berliner Politik nach sich gezogen. Ausgerechnet Annegret Kramp-Karrenbauer ist jetzt neue Verteidigungsministerin. Und das, obwohl die CDU-Vorsitzende davor gar nicht ins Kabinett wollte. SZ-Innenpolitikchefin Ferdos Forudastan sieht darin einen riskanten Schachzug, um einen parteiinternen Konkurrenten auszubremsen. Weitere Themen: Impfpflicht in Schulen, Bundeswehr darf Rechtsextremen entlassen. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Weiteres Audiomaterial über European Parliament.

  8. 16.07.201910 Min.

    US-Präsident Donald Trump hat den demokratischen Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Ayanna Pressley und Rashida Tlaib empfohlen in ihre Heimatländer zurückzukehren. Doch die vier Frauen sind US-Bürgerinnen. Kein Präsident der jüngeren Geschichte sei so schamlos rassistisch aufgetreten wie Trump, sagt Nicolas Richter, ehemaliger US-Korrespondent in den USA. Hinter seinen Äußerungen stecke die Strategie, sich als Held der weißen Unter- und Mittelschicht aufzuspielen und deren Ressentiments zu bedienen. Weitere Meldungen: Vizechef des Verwaltungsrats der Arbeitsagentur tritt zurück, Wahl von Ursula von der Leyens. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Viktoria Hausmann, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Weiteres Audiomaterial über Reuters.

  9. Die Alternative für Deutschland ist heillos in einen "Flügel"-Kampf verstrickt. Der wird vor allem zwischen dem Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, dem Wortführer des rechtsnationalen “Flügels” seiner Partei, und der lediglich konservativen Strömung der AfD ausgetragen. Björn Höcke ist selbstverliebt, scheut aber oft die direkte Konfrontation, sagt Jens Schneider vom Hauptstadtbüro der SZ. Er glaube nicht, dass Höcke selbst im Herbst für den Vorstand der AfD antreten könnte, wie es manche seiner Anhänger und auch Gegner wollen. Allerdings würden die Grenzen zwischen ihm und den jetzigen Sprechern Jörg Meuthen, Alexander Gauland und Alice Weidel verschwimmen. Die oft bemühte "rote Linie" in Abgrenzung zum Rechsradikalismus und Rechtsextremismus würde es längst nicht mehr geben. Weitere Meldungen: Wissenschaftlicher Beirat fordert Reformen für neue Klimapolitik; von der Leyen wirbt um Stimmen von Sozialdemokraten und Liberalen. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Weiteres Audiomaterial über die Facebook-Seiten der AfD und von "Der Flügel".

  10. Immer mehr Deutsche fordern, dass der Ausstoß von CO2 teurer werden soll. Darin sind sich auch die meisten politischen Parteien einig, nur sie schlagen unterschiedliche Wege vor. Grüne, Linke und SPD wollen relativ schnell auf nationaler Ebene handeln, zum Beispiel mit einer CO2-Steuer. Die Union will hingegen den Zertifikatehandel in Europa auf weitere Sektoren ausweiten. Jetzt haben sogar die Wirtschaftsweisen der Bundesregierung empfohlen, möglichst schnell eine CO2-Bepreisung durchzusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte bei der Übergabe des Gutachtens schon mal klar, dass dies einen Umbruch bedeuten würde. Doch der CO2-Preis kann nur der erste Schritt sein, sagt Markus Schulte von Drach. Der SZ-Politikredakteur fordert, dass es ein grundsätzliches Umdenken geben muss, verbunden mit einem anderen Verständnis von Freiheit. Weitere Themen: Bundesagentur-Vorstand Holsboer muss gehen, Klöckner zofft sich mit Seehofer. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über dpa.

  11. 2010 veröffentlichte Thilo Sarrazin seinen Bestseller “Deutschland schafft sich ab”. Darin beschreibt er, wie Deutschland angeblich unter der Zuwanderung leiden würde. Sarrazin macht dazu sehr zweifelhafte biologische Vergleiche. Daraufhin versuchte die SPD-Parteispitze schon zweimal, Sarrazin rauszuschmeißen. Doch sie scheiterte. Und Sarrazin? Der veröffentlichte fast jedes Jahr ein neues Buch. Im dritten Anlauf könnte es mit dem Parteiausschluss aber klappen. Das hat zumindest die Schiedskommission des SPD-Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf entschieden. SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun sagt, dass Sarrazins Ausschluss die SPD von Altlasten befreien könnte. Weitere Themen: Identitäre sind rechtsextrem, LKA-Panne in Niedersachsen, Frankreich verabschiedet Digitalsteuer. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl, Viktoria Hausmann, Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über den Youtube-Kanal FPÖ.tv.

  12. In Mülheim an der Ruhr sollen fünf Minderjährige eine junge Frau vergewaltigt haben. Die SZ hat sich anfangs dafür entschieden, die Herkunft der mutmaßlichen Täter nicht zu nennen, später haben wir dies geändert. Die Süddeutsche Zeitung richtet sich nach dem Pressekodex und nach dem Grundgesetz. Der Artikel 3 macht entsprechende Vorgaben, sagt Tom Soyer aus der Leserredaktion. Demnach darf niemand wegen seiner Abstammung, Heimat und Herkunft benachteiligt werden. Auch sei Neugierde kein Grund zur Nennung der Nationalität. Deshalb hatten wir zunächst die Herkunft der Tatverdächtigen nicht genannt. Viele Leser haben sich über diese Entscheidung beschwert. Wir haben beim Presserat direkt nachgefragt und folgende Antwort bekommen: Angesichts des Alters der Beteiligten handele es sich um eine "in ihrer Dimension ungewöhnliche und zudem außergewöhnlich schwere Straftat". Und dies erlaube durchaus die Nennung von weiteren Einzelheiten zu Tat und Tätern. Weitere Nachrichten: Von der Leyen erklärt ihre EU-Pläne, AfD-Sachsen bezeichnet Kandidatenstreichung als "Willkürakt", britische US-Botschafter Kim Darroch legt Amt nieder. Moderation, Redaktion: Lars Langenau, Viktoria Hausmann Redaktion: Laura Terberl, Viktoria Hausmann Produktion: Carlo Sarsky

  13. 09.07.201910 Min.

    Ende Mai ist das Ibiza-Video in den österreichischen Europawahlkampf wie eine Bombe eingeschlagen. Die Koalition von ÖVP und FPÖ unter Kanzler Sebastian Kurz zerbrach auch, weil die FPÖ-Spitzenpolitiker Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus auch über ein womöglich illegales System der Parteienfinanzierung über angeblich gemeinnützige Vereine sprachen. Jetzt wird auch gegen ÖVP und SPÖ wegen illegaler Spenden ermittelt - und "wegen Untreue" gegen die angeblichen Großspender der FPÖ. Obwohl Strache später erklärte, es seien keine solchen Spenden geflossen und sie selbst Spenden dementierten. Inzwischen gebe es ein neues Gesetz zur Parteienfinanzierung, sagen Leila Al-Serori und Bastian Obermayer, die zum Ibiza-Video recherchiert haben. Der Staatsanwaltschaft stehen nun umfangreiche Ermittlungen bevor und es müsse zunächst geklärt werden, was denn überhaupt ein Verein sei, der Parteien nahe stehe. Weitere Nachrichten: "Alan Kurdi" nimmt 44 Flüchtlinge an Bord, Milliardenhilfen für schwache Regionen. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Weiteres Audiomaterial über SZ.de.

  14. 08.07.20199 Min.

    Nach der abgesagten Fusion mit der Commerzbank steht bei der Deutschen Bank ein brutaler Sanierungsplan an: Drei von neun Vorständen müssen gehen, weltweit werden 18 000 Jobs gestrichen. Die Bank habe sich 1999 mit dem Einstieg ins globale Investmentbanking übernommen, sagt der Wirtschaftschef der SZ, Marc Beise. Die Deutsche Bank wolle und müsse sich jetzt aufs Kerngeschäft konzentrieren. Angesichts gut aufgestellter Konkurrenz und besetzter Nischen werde dies aber ein Kampf ums Überleben. Weitere Nachrichten: Mitsotakis neuer Ministerpräsident Griechenlands, Italien beschlagnahmt italienisches Rettungsschiff. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Weiteres Audiomaterial über Reuters.

  15. Schon seit Anfang dieser Woche verfügt Iran über mehr niedrig angereichertes Uran als im Atomabkommen erlaubt. Ab diesem Sonntag, dem 07. Juli, will sich der iranische Präsident Hassan Rohani auch an weitere Vereinbarungen des Abkommens nicht mehr halten. Wie gefährlich wäre das? Das erklärt Paul-Anton Krüger, stellvertretender Leiter der SZ-Außenpolitik, in dieser Folge von "Auf den Punkt". Er erzählt, warum erst am vergangenen Freitag bei Verhandlungen in Wien noch mehr Zuversicht geherrscht hat – und wieso Donald Trump der einzige Gewinner des Konflikts sein könnte. Weiter Meldungen: BMW-Chef Krüger hört auf, Schulze will Co2-Steuer, AfD-Wahllisten in Sachen. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über FOX und das Weiße Haus.

  16. Indonesien gilt nach China als das Land, das die Weltmeere am stärksten verschmutzt. 2018 hat das Land fast dreimal so viel Plastikmüll eingeführt wie im Jahr davor. Aus Deutschland kommt sogar 70 Mal mehr Müll dorthin, seit China einen Importstopp verhängt hat. Die Einwohner Indonesiens leben auf verseuchter Erde. Es entstehen riesige Müllberge und ganze Küstenstreifen sind bedeckt. Deshalb hat Indonesien jetzt angekündigt, 49 Container Müll nach Deutschland, in die USA, Australien, Frankreich und Hongkong zurückzuschicken. In dem Abfall hätten sich giftige Stoffe befunden. Das zeigt, dass die Kontrollen hierzulande nicht einwandfrei funktionieren, sagt SZ-Wirtschaftsredakteurin Vivien Timmler. Denn eigentlich hätte der Müll Deutschland nie verlassen dürfen. Weitere Meldungen: von der Leyen wirbt um Unterstützung, Weiterer Verdächtiger im Fall Lügde, Umwelthilfe darf weiter abmahnen. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky

  17. Das Europaparlament hat seinen neuen Präsidenten gewählt. Wenig überraschend hat der Sozialdemokrat aus Italien, David-Maria Sassoli, die Wahl im zweiten Durchgang gewonnen. Strittiger ist im Straßburger Parlament eine andere Personalie. Der Europäische Rat hat sich nicht auf einen der Spitzenkandidaten aus dem Europawahlkampf für das Amt des Kommissionspräsidenten einigen können. Weder der Bayer Manfred Weber noch der Niederländer Frans Timmermans haben eine Mehrheit. Also soll jetzt Ursula von der Leyen die neue Kommissionspräsidentin werden. Es bahnt sich die große Konfrontation zwischen Rat und Parlament an, beschreibt Brüssel-Korrespondentin Karoline Meta Beisel. Weitere Nachrichten: Rackete taucht unter, Abtreibungsverbot-Urteil aufgehoben. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Material über dpa und Youtube-Kanal des Élysée.

  18. China überwacht nicht nur die eigenen Bürger - wie jetzt bekannt wurde, werden Ausspäh-Apps bei der Einreise auch auf Handys von Touristen installiert. Der SZ ist es mit verschiedenen Partnern gelungen, diese Software zu analysieren und auszuwerten. Lea Deuber, die China-Korrespondentin der SZ, ist für diese Recherche nach Kirgisistan gereist. Wie die App installiert wird und was sich der chinesische Staat von der Überwachungsmaßnahme erhofft, erklärt sie im Podcast. Die ganze Recherche können Sie mit SZ Plus unter diesem Link lesen. Die wichtigsten Fragen zur Recherche werden auch in diesem Text beantwortet. Weitere Nachrichten: Verdächtiger im Mordfall Lübcke widerruft Geständnis, Facebook muss Bußgeld bezahlen. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Redaktion, Produktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Die SZ hat für diese Recherche mit dem NDR, dem Guardian, der NYT und mit Vice Motherboard zusammengearbeitet. Bei der Analyse der App gab es eine Kooperation mit den IT-Sicherheitsforschern der Ruhr-Uni Bochum. Sämtliche Ergebnisse wurden von unabhängigen Instituten überprüft.

  19. Die EU muss die Spitzenämter für die kommenden fünf Jahre besetzen. Aber der Europäische Rat kann sich einfach nicht auf Personen einigen. Nach einer mehr als 17-Stündigen-Marathon-Sitzung vertagt der Rat die Entscheidung auf Dienstag. Woran sind die Gespräche gescheitert und wer hat inzwischen überhaupt noch Chancen auf den Posten an der Kommissionsspitze? Das erklärt der SZ-Brüssel Korrespondent Matthias Kolb, der wie viele Kolleginnen und Kollegen in Brüssel die Nacht über auf Entwicklungen gewartet hat. Weitere Themen: Koalition in Bremen stellt Koalitionsvertrag vor; Bundesregierung nimmt Stellung zu Rackete und Sea Watch; Iran verletzt wohl Atomabkommen. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Onhyerth Zusätzliches Audiomaterial über die EU-Kommission und die dpa.

  20. 24 Bewerberinnen und Bewerber der US-Demokraten wollen 2020 Donald Trump herausfordern und ins Weiße Haus einziehen. In Miami haben sie am Mittwoch und Donnerstag in zwei lange erwarteten Debatten zum ersten Mal miteinander diskutiert. Und gerade Joe Biden, der in Umfragen weit vorne liegt, hat dabei gewackelt. Biden fehlen die frischen Ideen, sagt US-Korrespondent Thorsten Denkler. Fast alle anderen Kandidatinnen und Kandidaten würden mit linkeren Themen und Ideen als Biden punkten. Hilft das Bernie Sanders? Wer die Gewinner und Verlierer der Debatten sind, analysiert Thorsten Denkler auch in diesem Text. Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk