Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
2374
21.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
Häufig erwähnt
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Episoden
  1. Seit Montagmorgen beschießt auch die Hisbollah von Südlibanon aus Israel. Die israelische Armee hat ihren Einsatz dort sowie in Vororten von Beirut seitdem ausgeweitet. Seit Dienstag auch mit Bodentruppen. Mittlerweile hat sich der Konflikt auf die gesamte Region ausgeweitet: Iran hat US-Stützpunkte und die US-Botschaften in Riad und Kuwait-Stadt angegriffen. Und seit Samstag fliegen auch hunderte Raketen und Drohnen auf Katar, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Länder. Was bezweckt Teheran damit? “Iran möchte die Region, so gut es geht, in Flammen setzen”, sagt SZ-Nahost-Korrespondent Bernd Dörries in Kairo. Teherans Kalkül sei, dass die Führer der Golfstaaten US-Präsident Donald Trump überreden, diesen Krieg zu beenden. Weitere Nachrichten: Gestrandete Touristen im Nahen Osten; Melania Trump leitet Sitzung des UN‑Sicherheitsrats. Zum Weiterhören und -lesen: Das Interview mit dem US-Politikwissenschaftler Francis Fukuyama lesen Sie hier. Hier finden Sie den SZ-Liveblog zum Krieg. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Johannes Korsche, Justin Patchett, Ann-Kathrin Schneider Produktion: Imanuel Pedersen Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de

  2. Israels militärische und politische Führung verkündet den Tod des iranischen Revolutionsführers Chamenei. Und Regierungschef Benjamin Netanjahu bereitet die israelische Bevölkerung darauf vor, dass die Angriffe auf Iran fortgesetzt werden. Gemeinsam mit der US-Militärmacht werde er tun, wonach er sich “seit 40 Jahren” sehne: Irans Terrorregime den vernichtenden Schlag zu versetzen. Trotz erster Toter auf israelischem Staatsgebiet gehen die Israelis “sehr gelassen” mit der Situation um, sagt SZ-Krisenberichterstatter Tomas Avenarius in Tel Aviv. Sie seien an Kriege gewöhnt und die meisten Israelis würden auch diesen Krieg als gerechtfertigt ansehen. Auch die israelische Opposition unterstütze den Krieg geschlossen. Für israelische Politiker gebe es in diesem Fall keine andere Option. Avenarius erläutert in der neuen Ausgabe von “Auf den Punkt” die Arbeitsteilung zwischen der israelischen Luftwaffe und den US-Streitkräften: Israel konzentriere sich auf die Bombardierung der Raketenindustrie und -anlagen sowie die Tötung von Mitgliedern der iranischen Führung und das US-Militär auf die iranische Marine und Hafenanlagen. Weitere Nachrichten: Absturz von US-Kampfflugzeugen in Kuwait wohl wegen “friendly fire”; Ölpreis steigt; Merz besucht Trump. **Zum Weiterhören- und -lesen: ** Den Liveblog zum Krieg gegen Iran lesen Sie hier. Das neues Audio-Projekt, die "Erstmal News", finden Sie hier: sz.de/erstmal-news Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Ann-Kathrin Schneider, Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über @Netanjahu (X) Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  3. Donald Trump will das iranische Regime beseitigen. Der US-Präsident begründet das mit einer “unmittelbaren Bedrohung” für das amerikanische Volk durch das iranische Regime. Es sei immer die Politik der USA gewesen, dass dieses Terrorregime niemals eine Atomwaffe bekommen darf. Aber kommt in diesem Krieg wirklich noch “Amerika zuerst”, wie der US-Präsident immer wieder propagiert? Ein Teil seiner MAGA-Bewegung ist konsterniert darüber, sagt US-Korrespondentin Charlotte Walser. Nach den Erfahrungen in Irak und Afghanistan sei man kriegsmüde. Und auch in Umfragen zeige sich, dass die Mehrheit der Republikaner gegen ein militärisches Vorgehen ist. Trump gehe ein “großes Risiko” mit dem Krieg ein. Viele warnen, dass ein erzwungener Regimewechsel noch nie mit Luftschlägen allein gelungen sei und es dafür Bodentruppen brauche. “Der Krieg könnte die Republikaner in den Midterms Stimmen kosten”, sagt Walser. Aber obwohl Trump abermals den US-Kongress übergangen hat, stehen die republikanischen Abgeordneten ganz überwiegend hinter ihrem Präsidenten. Und das obwohl der Angriff klar gegen das Völkerrecht verstößt. Aber das Völkerrecht kümmere Trump eh wenig, wie sich schon im Fall von Venezuela gezeigt habe. Zum Weiterhören und -lesen: Die “Auf den Punkt”-Folge mit unserem Iran-Korrespondenten Raphael Geiger hören Sie hier. Wie die Reaktionen in den Golfstaaten und anderen arabischen Ländern sind, beschreibt unser Korrespondent in Libanon hier. Hier steht das Stück über die Probleme im Luftverkehr. Hier steht Herfried Münklers Text über die Beweggründe der USA für einen Angriff auf Iran. Unseren Podcast mit Herfried Münkler hören Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Philipp Saul Produktion: Jakob Arnu Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau. Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  4. Auf die Tötung von Irans oberstem Führer Ayatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen haben die Revolutionsgarden mit Dutzenden Angriffen auf Israel und US-Stützpunkte im Nahen Osten reagiert. US-Präsident Donald Trump hatte Iran vor neuen Gegenschlägen gewarnt. Sollte dies passieren, werde man zurückschlagen -”mit einer Stärke, die man noch nie vorher gesehen hat“, schrieb Trump bei Truth Social. Er kündigte an, die Bombardierungen würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre. Von einem Präventivschlag könne nicht die Rede sein, wie israelische Politiker behaupteten, sagt Raphael Geiger, SZ-Korrespondent für Iran und die Türkei mit Sitz in Istanbul. Das sei ein Krieg, den Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Trump jetzt gewollt hätten. Geiger glaubt nicht, dass das Regime in Teheran so schnell zusammenbrechen wird, wie es in Syrien passiert ist. Er erwartet vielmehr, dass das Regime zumindest in absehbarer Zeit noch die Kontrolle behalten und weiter Gewalt gegen Demonstranten anwenden werde . Zum Weiterlesen: Unseren Liveblog zu den Angriffen auf Iran und iranische Gegenangriffe lesen Sie hier. Hier steht der Nachruf auf Ali Chamenei. Über die weitreichende Fehde zwischen der KI-Firma Anthropic und dem Pentagon lesen Sie hier eine Analyse von Andrian Kreye. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Philipp Saul Produktion: Jakob Arnu Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Al Jazeera, BBC News, Noticias Caracol, ANNnewsCH Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  5. Eigentlich sind sich viele Politiker einig: Die Bundeswehr braucht eigene Kamikaze-Drohnen. Das sind Drohnen, die sich eine weite Strecke in der Luft halten und mit Sprengstoff bepackt auf ihr Ziel abstürzen, um zu explodieren. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat am Mittwoch in der ARD-Tagesschau gesagt: „Das ist ein wichtiges Feld für die Bundeswehr und ich füge hinzu: Wir sind auf dem Feld weiter als wir glauben und auch weiter als manche Partner.“ Allerdings: Pistorius wäre bei der Beschaffung der Drohnen wohl gerne noch schneller gewesen. Er wollte etwa 4,4 Milliarden Euro investieren, um Tausende tödliche Kamikaze-Drohnen zu kaufen. Aber der Haushaltsausschuss hat ihn gebremst: Zunächst stehen dafür jetzt 540 Millionen Euro zur Verfügung – allerdings könnten daraus mal bis zu zwei Milliarden Euro werden. Dass die Frage, ob und wie viele Kamikaze-Drohnen angeschafft werden, überhaupt zu so einem Politikum geworden ist, liegt vor allem an Peter Thiel. Der Milliardär ist ganz offen ein Gegner liberaler Demokratien – und ein Investor beim Berliner Militär-Startup Stark Defence. Eines der Unternehmen, die künftig Drohnen liefern sollen. Über die Ideologie von Peter Thiel und die US-amerikanischen Tech-Oligarchen spricht in dieser Folge Jannis Brühl, Digitalexperte aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Er sagt: „Die Vorstellung dieser Gruppe von Tech-Oligarchen ist es, die regelbasierte demokratische Ordnung in der Form, die wir sie jetzt haben, zu zerschlagen.“ Zum Weiterlesen: Die Tipps für europäische Alternativen zu den großen US-Plattformen lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Lars Langenau, Justin Patchett Produktion: Laura Sagebiel Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau Redaktionsschluss war Freitag, 27.02.2026, um 14:30 Uhr. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  6. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln darf der Verfassungsschutz die AfD vorerst nicht als gesichert rechtsextremistisch einstufen und behandeln. Das Gericht sieht nur Teile der Partei als extremistisch an, aber nicht die ganze Partei, sagt Ronen Steinke, Jurist und Politik-Redakteur im Berliner SZ-Büro. Es sei richtig, dass eine pauschale Einschätzung als rechtsextremistisch nicht gerechtfertigt sei. “Dass ein Geheimdienst eine Partei, die am politischen Wettbewerb teilnimmt und der so viele Menschen auch ihre Stimme geben, ausspionieren darf, das ist ein Eingriff ins demokratische Spiel der Kräfte”, sagt Steinke. “Und das will schon gut überlegt und gut geprüft sein.” Ein Verbotsverfahren gegen die AfD sei durch das Urteil nicht einfacher geworden, aber womöglich könnten einzelne extremistische Landesverbände verboten werden. Weitere Nachrichten: Pakistan greift Afghanistan an; Bundestag verschärft Asylrecht; Lokomotivführer einigt sich mit Deutscher Bahn. Zum Weiterhören und -lesen: Hier lesen Sie eine ausführliche Analyse der Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts zur AfD. Einen Kommentar von Ronen Steinke zu der Causa finden Sie hier. Einen Überblick über die AfD-Anstellungen von Familienmitgliedern und Bekannten auf Kosten der Steuerzahler lesen Sie hier. Steinkes Podcast “Ist das gerecht?” mit Ex-Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio über Meinungsfreiheit finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  7. Kein anderes Bundesland wird so sehr mit Autos assoziiert wie Baden-Württemberg – die Heimat von Mercedes und Porsche. Weil es den Autobauern lange gut ging, ging es auch dem Bundesland gut. Aber jetzt ist die Autoindustrie in der Krise: Es werden Stellen abgebaut und die Zukunft ist unsicher. Die wirtschaftliche Lage ist daher ein wichtiges Thema im Wahlkampf. Bislang profitiert davon die CDU, die in Umfragen eindeutig vorne liegt. Die Grünen haben zuletzt einige Prozentpunkte aufgeholt und sind gleichauf mit der AfD. Zwar wird der AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Ministerpräsident. Aber: Die AfD dürfte so stark werden wie noch nie in dem Bundesland. Woran liegt das? Und welche Lösungsvorschläge haben die Kandidaten der CDU, Manuel Hagel, und von den Grünen, Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir? Darüber spricht Roland Muschel, Korrespondent der SZ in Stuttgart, in dieser Folge des Podcasts. Weitere Nachrichten: AfD gewinnt in Eilverfahren um Einstufung als rechtsextrem; Chef des Davoser Weltwirtschaftsforums tritt zurück. Zum Weiterlesen: Abonnieren Sie hier den Newsletter “Im Südwesten.” Lesen Sie hier die Reportage über den “toxischen Bahnhof.” Moderation, Redaktion: Justin Patchett Redaktion: Johannes Korsche, Amelie Schmidt Produktion: Imanuel Pedersen Korrekturhinweis: In einer früheren Version der Shownotes hieß es, in den Umfragen seien die Grünen tatsächlich gleich auf mit der AfD. Allerdings standen die Grünen bei Redaktionsschluss am 26.2. um 16 Uhr laut INSA bei 22 Prozent und die AfD bei 20 Prozent. Die entsprechende Textstelle wurde sprachlich präzisiert. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  8. CDU/CSU haben eines ihrer Wahlversprechen eingelöst: Das Heizungsgesetz der Ampelregierung wird weitgehend zurückgenommen. Für die Union ein politischer Sieg, aber: Was bedeutet das jetzt für die Verbraucher – und für das Klima? Das ordnet SZ-Redakteur im Berliner Parlamentsbüro Michael Bauchmüller in dieser Folge von „Auf den Punkt“ ein. Für ihn ist die Union zwar Gewinnerin, weil sie ein Wahlversprechen eingelöst habe. „Nur ist das Versprechen leider kontraproduktiv gewesen.“ Bauchmüller sieht die Klimaziele in Gefahr und befürchtet, dass Hunderttausende Mieterinnen und Mieter nun in eine „Heizkostenfalle“ laufen könnten. Warum – das erklärt er in diesem Podcast. Weitere Nachrichten: Trump hält State-of-the-Union-Rede; Merz will Beziehungen mit China vertiefen. Zum Weiterlesen: Das Interview mit dem ehemaligen Tischtennisspieler Timo Boll zum Kinostart von „Marty Supreme“ lesen Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Justin Patchett, Lars Langenau Produktion: Jakob Arnu Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  9. Seit exakt vier Jahren herrscht Krieg in der Ukraine. Der ukrainische Präsident Selenskij hat zu diesem Anlass eine Videobotschaft in den sozialen Netzwerken verbreitet und darin gesagt: “Wir haben unsere Unabhängigkeit verteidigt, wir haben unsere Staatlichkeit nicht verloren.” Auch viele Europäer wollen an diesem Tag zeigen, dass sie weiter an der Seite der Ukraine stehen. Die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen ist mit Ratspräsident António Costa nach Kiew gereist. Zudem wollte die EU ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland und milliardenschwere Finanzhilfen für die Ukraine auf den Weg bringen, – scheiterte damit aber unter anderem am Widerstand Ungarns. Wirkt sich das auf den Kriegsalltag der Menschen in der Ukraine aus? Und wie leisten die Menschen Widerstand gegen Putin, auch wenn sie nicht an der Front kämpfen? Darüber spricht in dieser Folge des Podcasts Sonja Zekri, Korrespondentin der SZ in Berlin. Zekri ist während des Kriegs immer wieder in die Ukraine gereist. Weitere Nachrichten: Merz reist nach China, Verdi kündigt Streik im Öffentlichen Nahverkehr an. Zum Weiterhören und -lesen: Lesen Sie hier die Reportage von Sonja Zekri über die Tanzschulen in der Ukraine und hier die Reportage über den Zoo in Kiew. Hören Sie hier “Auf den Punkt” vom vergangenen Samstag mit der Friedensnobelpreisträgerin Irina Scherbakowa. Moderation, Redaktion: Justin Patchett Redaktion: Johannes Korsche, Lars Langenau Produktion: Jakob Arnu Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Instagram-Kanal zelenskyy_official. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  10. Der Oberste Gerichtshof der USA hat am Freitag viele von Donald Trump erhobene Importzölle für unrechtmäßig erklärt. Begründung: Das habe der Präsident nicht allein auf der Grundlage von Notstandsbefugnissen zu entscheiden, sondern der Kongreß. Erstmals in seiner zweiten Amtszeit haben die Richter ihm damit Grenzen gesetzt, sagt US-Wirtschaftskorrespondentin Ann-Kathrin Nezik. Die New York Times etwa kommentierte das Urteil als eine Art "Unabhängigkeitserklärung" des Gerichtshofs gegenüber Trump. Insgesamt gehe es um etwa 130 Milliarden US-Dollar an Zolleinnahmen, die nun wegfallen. Das stellt Trumps Steuersparprogramm für Reiche vor Finanzierungsprobleme. Und auch die Europäische Union wird wohl die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA aussetzen. Zunächst wolle die EU mehr Details zum neuen US-Zollprogramm bekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag. Weitere Nachrichten: Unruhen in Mexiko nach Tod von mächtigem Drogenboss; neue Regierung in den Niederlanden. **Zum Weiterlesen: ** Kann sich Trump über die Entscheidung des Supreme Courts hinwegsetzen? Hier hat Ann-Kathrin Nezik Antworten auf die wichtigsten Fragen. Hier lesen Sie eine Analyse darüber, warum sich die EU von Trump nichts mehr diktieren lassen will. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Justin Patchett, Ann-Kathrin Schneider Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  11. Bevor der CDU-Parteitag losgegangen ist, war Friedrich Merz unter Druck. Eine Umfrage des Forsa-Instituts hatte ergeben, dass nur etwa ein Fünftel der Bevölkerung der Meinung ist, dass Merz seine Arbeit besser macht als sein Vorgänger Olaf Scholz. Bitter für die Union, die in der Opposition der Ampel immer wieder die Fähigkeit zu regieren, abgesprochen hatte. Merz ist in seiner Rede am Freitag dann auch auf seine Kritiker eingegangen: „Ja, ich will freimütig einräumen. Vielleicht haben wir nach dem Regierungswechsel nicht schnell genug deutlich gemacht, dass wir diese gewaltige Reformanstrengung nicht von heute auf morgen schaffen können. Ich nehme diese Kritik an.“ Die Delegierten haben ihn anschließend mit etwas mehr als 91 Prozent wieder zum Parteivorsitzenden gewählt. Ganz so viel Einigkeit gab es dann bei dem zweiten wichtigen Teil des Parteitags nicht: Der Parteitag hat über 270 Anträge entschieden. Darunter auch Anträge, die parteiintern zu Streit geführt hatten. Die wichtigsten Entscheidungen im Überblick: Die Union hat sich für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren ausgesprochen. Eine Zuckersteuer hat der Parteitag abgelehnt. Geht es nach der CDU soll das Elterngeld erhöht werden – und es sollen auch wieder Familien mit mehr als 200 000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen Elterngeld bekommen können. Erst vor Kurzem war eine Obergrenze eingeführt worden. Besonders im Fokus stand aber ein Antrag der Jungen Union, der umfangreiche Reformen bei der Rente und Krankenversicherung gefordert hat.. Das Renteneintrittsalter sollte demnach an die Lebenserwartungen gekoppelt werden und Eltern sollten weniger in die Rente einzahlen. Besonders heftig diskutiert: Wer sich krank meldet, sollte weniger Lohn bekommen. Aber der Antrag ging nicht durch und wurde an die Bundestagsfraktion weitergeleitet. Daniel Brössler aus der Berliner SZ-Parlamentsredaktion ordnet ein: „Das Signal ist ganz klar: Wir wollen den Koalitionsfrieden nicht gefährden.“ Für Brössler reiht sich das ein in den sonstigen Parteitag, den er mit einem Satz zusammenfasst: „Wenn es nicht läuft, an uns liegt es nicht.“ Weitere Nachrichten: Dobrindt: Asylbewerber sollen schneller arbeiten können; US-Supreme Court: Trumps Zölle weitgehend illegal. Zum Weiterlesen: Was vom CDU-Parteitag bleibt, lesen Sie hier. Mehr zu Trumps Reaktion auf die Zoll-Entscheidung des Supreme Courts lesen Sie hier. Wie es nach dem Urteil des Supreme Courts weitergehen könnte, lesen Sie hier. Die Bildergalerie mit den eindrücklichsten Bildern der Olympischen Spiele in Mailand finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Felicitas Kock Produktion: Aylin Sancak Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  12. Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Der “absolute Horror”, sagt die Friedensnobelpreisträgerin Irina Scherbakowa im Podcast “Auf den Punkt”. Umgehend sei ihr klar geworden, “dass es niemals so wird wie davor”. Die 76-jährige Mitbegründerin der russischen Menschenrechtsorganisation “Memorial” verließ umgehend Moskau und lebt seither im Berliner Exil. Sie schätzt, dass in den vergangenen Jahren Hunderttausende Russen ihr Land verlassen haben, um nicht kämpfen zu müssen oder weil sie mit Putins Politik nicht einverstanden sind. Für sie ist das “die größte politische Emigration seit der Oktoberrevolution”. Putin habe Russland in eine aggressive und expansive Diktatur verwandelt, beklagt Scherbakowa. Aber auch seine Zeit sei endlich. Zum Weiterlesen und -hören: Den Link zum Podcast mit der Russland-Expertin Katja Gloger und Carolin Emcke finden Sie hier. Hier steht unser Liveticker zum Krieg in der Ukraine. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Justin Patchett Produktion: Carlo Sarsky Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Spiegel. Redaktionsschluss war Freitag, 20.02.2026, um 13:30 Uhr. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  13. Die Krise zwischen den USA und Iran spitzt sich zu. Nach den Verhandlungen in Genf zwischen den beiden Seiten mehren sich nun die Hinweise, dass US-Präsident Donald Trump einen Angriff auf Iran vorbereitet. Zwei Flugzeugträger sind in die Region unterwegs, Kampfjets und Tankflugzeuge werden zusammengezogen. Sollte es keinen Deal geben, sagt Trump, dann werde „Schlimmes“ passieren. Dem Regime in Teheran setzte er ein Ultimatum von zehn Tagen, um auf seine Forderungen einzugehen. Teheran soll das iranische Atomprogramm komplett einstellen und das angereicherte Uran außer Landes schaffen. Außerdem soll Iran auch sei ballistisches Raketenprogramm beenden und die Unterstützung der Hamas, der Hisbollah und der Huthi aufgeben. Für das Regime in Teheran sei das kaum hinnehmbar, sagt Raphael Geiger, Iran-Experte der SZ. Er sagt, Irans Regierung könne im Zweifel einen Angriff überstehen. Trump hingegen habe sich in eine Position gebracht, in der ein Angriff möglicherweise unausweichlich scheint. Weitere Nachrichten: Auswärtiges Amt ruft Deutsche zur Ausreise aus Iran auf; ehemaliger Prinz Andrew freigelassen; Merz erneut zum CDU-Chef gewählt. Zum Weiterlesen: Hier geht es zum Liveblog zum Parteitag der CDU. Und hier finden Sie den Text über Menschen, die sich entschieden haben, in Teilzeit zu arbeiten. Moderation, Redaktion: Leopold Zaak Redaktion: Justin Patchett Produktion: Imanuel Pedersen Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  14. In Großbritannien hat sich an diesem Donnerstag Historisches ereignet. Andrew Mountbatten-Windsor, der ehemalige britische Prinz und Bruder von König Charles III. ist festgenommen worden. Etwas Vergleichbares ist zuletzt im 17. Jahrhundert passiert, damals wurde König Charles I. vom Parlament verklagt und hingerichtet. Seither ist kein Mitglied der jeweils regierenden Königsfamilie mehr festgenommen worden. Andrew wird vorgeworfen, vertrauliche Dokumente an Jeffrey Epstein weitergeleitet zu haben, den pädokriminellen Multimillionär, der sich 2019 im Gefängnis das Leben nahm. Der Verdacht stützt sich auf die jüngst vom FBI veröffentlichten Akten zum Fall Epstein. Andrew musste im vergangenen Jahr wegen des Epstein-Skandals seine royalen Titel abgeben, vorherige Woche musste er auch sein Anwesen in Windsor verlassen. Ihm wird seit Jahren im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal sexueller Missbrauch vorgeworfen, Andrew bestreitet das. Was die Festnahme und der Vorwurf des Geheimnisverrats für Großbritannien und das Königshaus bedeuten könnten, das analysiert in dieser Folge von „Auf den Punkt“ Alexander Menden, früherer Kulturkorrespondent der SZ in Großbritannien. Außerdem geht es in dieser Folge um den anstehenden Parteitag der CDU. Dort möchte sich Friedrich Merz erneut zum Parteivorsitzenden wählen lassen. Merz, dessen Umfragewerte als Kanzler schlecht sind, erhofft sich davon Rückenwind. Wie Merz vor seiner eigenen Partei dasteht und wie die sich auf die anstehenden Landtagswahlen vorbereitet, erklärt Henrike Roßbach aus dem Parlamentsbüro der SZ in Berlin. Weitere Nachrichten: Streit in der Koalition um Integrationskurse; Ehemaliger südkoreanischer Präsident muss lebenslang ins Gefängnis. Zum Weiterlesen: Hier lesen Sie im Text von Alex Rühle, wie der Epstein-Skandal das norwegische Königshaus und das ganze Land aufwühlt. Moderation, Redaktion: Leopold Zaak Redaktion: Johannes Korsche Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  15. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz konnte man sehen und hören, dass Europa wohl tatsächlich verstanden hat, dass es mehr tun muss für seine eigene Verteidigung. Die Auftritte von Bundeskanzler Friedrich Merz, von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, vom britischen Premier Keir Starmer – sie alle hatten eine Kernbotschaft: Europa ist bereit, seine Verteidigung in die eigene Hand zu nehmen. Aber: Von gemeinsamer europäischer Verteidigung zu sprechen, das ist deutlich leichter, als es auch umzusetzen. Wie kompliziert das ist, das kann man gerade am Beispiel von Deutschland und Frankreich sehen. Die beiden wichtigsten EU-Länder sind sich in zwei wichtigen Fragen uneinig. Einmal ist da das Projekt mit dem Namen FCAS. Das steht für Future Combat Aircraft System und ist das bisher größte Projekt der europäischen Verteidigungsindustrie. Deutschland und Frankreich wollen bis 2040 einen gemeinsamen Kampfjet bauen. Auch Spanien ist daran beteiligt. Aber der gemeinsame Jet steht gerade vor dem Aus. Macron will das Projekt unbedingt vorantreiben, Merz sagte im Podcast „Machtwechsel“, vielleicht brauche es gar kein gemeinsames Flugzeug. Und dann ist da noch die Frage der Eurobonds. Damit sind gemeinsame europäische Schulden gemeint. Dafür wirbt der französische Präsident Macron sehr laut. Gemeinsame Schulden könnten helfen, Europa selbstständiger zu machen, auch im Bereich der Verteidigung, so lautet das Argument. Bundeskanzler Merz aber findet das gar nicht gut. Wie es um das deutsch-französische Verhältnis steht und wie mögliche Lösungen in dem Streit aussehen könnten, das analysiert in dieser Folge SZ-Frankreich-Korrespondentin Alexandra Föderl-Schmid. Weitere Nachrichten: Gespräche zwischen Ukraine und Russland; Merz für Social-Media-Verbot für Kinder. Zum Weiterhören und -lesen: Hier können Sie die Folge von „Auf den Punkt“ über ein mögliches Social-Media-Verbot nachhören. Und hier geht es zum Text von Oliver Meiler über den Tod eines französischen Rechtsextremisten und darüber, wie das Frankreich verändern könnte. Moderation, Redaktion: Leopold Zaak Redaktion: Johannes Korsche, Ann-Kathrin Schneider Produktion: Jakob Arnu Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Deutschlandfunk. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  16. Mehr als ein viertel aller Kinder und Jugendlichen nutzen die sozialen Medien in riskantem oder sogar krankhaften Ausmaß – die Tendenz ist steigend. Das ist das Ergebnis einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Hunderttausende junge Menschen sind von Social-Media-Sucht betroffen. Laut der Studie der DAK verbringen Kinder Jugendliche an einem normalen Wochentag fast drei Stunden auf TikTok und Co. Am Wochenende sind es sogar mehr als drei Stunden im Durchschnitt. Die SPD hat deswegen ein Social Media-Verbot für Jugendliche vorgeschlagen, für Kinder unter 14 Jahren. Und auch auf dem CDU-Parteitag an diesem Wochenende soll eine Altersgrenze für Social Media Thema sein. Über das süchtig machende Design von Social-Media-Plattformen spricht in dieser Folge des Podcasts Anahí Martina Sánchez aus dem TikTok-Team der SZ. Weitere Nachrichten: EU-Kommission ermittelt gegen Online-Händler Shein; Niedersachsen stuft AfD-Landesverband als „extremistisch“ ein; Spannungen bei Atomgesprächen. Zum Weiterhören und -lesen: Sehen Sie hier das Video, in dem 11. Klässler über eine Altersgrenze für Social Media diskutieren. Und lesen Sie hier den Nachruf zu Jesse Jackson. Moderation, Redaktion: Justin Patchett Redaktion: Leopold Zaak Produktion: Laura Sagebiel Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  17. Die Verwandtenaffäre in der AfD betrifft immer mehr Teile der Partei. Nicht nur im Landesverband Sachsen-Anhalt: Auch in Baden-Württemberg und Niedersachsen häufen sich die Fälle und auch in der Bundestagsfraktion und bei AfD-Chef Tino Chrupalla steht der Verdacht der Vetternwirtschaft im Raum. In der Affäre geht es um sogenannte Überkreuzanstellungen: AfD-Politiker beschäftigen in ihren Büros Familienangehörige von Parteikollegen. Das ist zwar nicht verboten, politisch aber heikel – besonders für die AfD. Die verkauft sich selbst als sogenannte “Anti-Establishment-Partei”, die der Konkurrenz vorwirft, nur am eigenen Machterhalt und der persönlichen Bereicherung interessiert zu sein. Tim Frehler, Redakteur im SZ-Parlamentsbüro, sagt, die Verwandtenaffäre könnte der AfD weitaus mehr schaden als andere Skandale in der Vergangenheit. Denn die Vorwürfe der Vetternwirtschaft treffen die AfD in ihrem politischen Kern. Weitere Nachrichten: Mehr tote Zivilisten in der Ukraine; SPD fordert Social-Media-Verbot für Jugendliche; Innenminister Dobrindt verlängert Grenzkontrollen Zum Weiterlesen: Hier lesen Sie die Recherche zur Debatte in den Sicherheitsbehörden über ein AfD-Verbot. Moderation, Redaktion: Leopold Zaak Redaktion: Justin Patchett, Ann-Kathrin Schneider Produktion: Jakob Arnu Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  18. 15.02.2026
    14 min

    Vor einem Jahr hatte Vizepräsident J. D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit seiner Rede für viel Aufsehen gesorgt. Vance warf Europa vor, es zensiere Meinungen und unterdrücke die politische Opposition. Bezogen auf Deutschland sagte er: Es gebe keinen Platz für Brandmauern. Die Botschaft vor einem Jahr lautete: Dieses Europa wollen die USA nicht mehr verteidigen. In diesem Jahr ist Außenminister Marco Rubio für die USA nach München gereist. Auch Rubio blieb in Teilen seiner Rede dem Maga-Weltbild treu. Aber er bezeichnete die Europäer durchaus überraschend als Freunde und sagte, es sei weder der Wunsch noch das Ziel der USA, das transatlantische Verhältnis zu beenden. Das solle allen klar sein. Nach der Rede haben die Politikerinnen, Diplomaten und Offiziere im Saal lange geklatscht, viele sind dabei sogar aufgestanden. Aber: Was bedeutet diese Rede für das transatlantische Verhältnis? Darüber spricht in dieser Folge des Podcasts SZ-Politik-Chef Nicolas Richter. Weitere Nachrichten: Alexej Nawalny mit Frosch-Gift getötet; 250 000 demonstrieren in München gegen Mullah-Regime; Israel greift Ziele in Gaza und Libanon an. Zum Weiterhören und -lesen: Lesen Sie hier den Text von Emily Neumann und Bernd Kastner über die Iran-Demo auf der Theresienwiese in München. Hören Sie hier das Interview mit Tobias Bunde von der Münchner Sicherheitskonferenz. Und hier das Gespräch mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die sich unter anderem über eine europäische Armee ausspricht. Moderation, Redaktion: Justin Patchett Redaktion: Philipp Saul Produktion: Aylin Sancak Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über U.S. Department of State. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  19. Marie-Agnes Strack-Zimmermann nimmt dieses Wochenende an der Münchner Sicherheitskonferenz teil. Im SZ-Podcast “Auf den Punkt” plädiert sie angesichts der veränderten Rolle der USA unter Präsident Donald Trump für den Aufbau einer europäischen Armee. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des EU-Parlaments würde persönlich “anfangen mit Deutschland und Polen, mit den baltischen Staaten, den nordischen Staaten und mit Großbritannien”. Und dann könne man “immer mehr einladen”, Länder wie Frankreich, Spanien und Italien. Deutschland traue sie wegen der Größe und wirtschaftlichen Potenzials dabei eine Führungsrolle bei einer europäischen Armee zu, sagt die 67-jährige FDP-Politikerin. Strack-Zimmermann fügte hinzu: “Ich bin sehr optimistisch, dass sich dem viele Staaten anschließen würden.” Zum Weiterlesen: Das Gespräch mit Frankreichs Ex-Präsident François Hollande lesen Sie hier. Alle Berichte der SZ zur Münchner Sicherheitskonferenz finden Sie hier und hier finden Sie unseren Liveblog zur Siko. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Johannes Korsche, Justin Patchett Produktion: Jakob Arnu Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  20. Auch dieses Jahr sind wieder mehr als 60 Staats- und Regierungschefs zur Münchner Sicherheitskonferenz gekommen. Sie treffen sich bis Sonntag im Hotel Bayerischer Hof, um über die großen globalen Sicherheitsthemen zu sprechen. Auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) ist da – und hat die Eröffnungsrede gehalten. Offenbar hatte er sich vorgenommen, die Sicherheitskonferenz mit einer Grundsatzrede zur Lage der Welt zu beginnen. Merz hat darin über die einstige Weltordnung unter Führung der USA gesprochen. Aber: „Diese Ordnung, so unvollkommen sie auch war, es gibt sie so nicht mehr.“ Denn seit Trumps zweiten Amtszeit sei festzuhalten: „Nun hat die transatlantische Partnerschaft ihre Selbstverständlichkeit verloren.“ Das sieht auch Tobias Bunde so, Direktor für Forschung und Politik bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Er spricht in dieser Folge über die Folgen des US-amerikanischen Rückzugs aus der transatlantischen Partnerschaft. Er sagt, Europa müsse sich darauf einstellen, in der Nato mehr Lasten zu schultern – und sich langfristig Gedanken machen, wie sie mit Putin umgehen müsste, sollte die USA und ihr nuklearer Schutzschirm ausfallen. Weitere Nachrichten: Trump entzieht der US-Klimapolitik den Boden. Zum Weiterlesen: Die neuesten Entwicklungen zur Sicherheitskonferenz lesen Sie hier im SZ-Liveblog. Den „Munich Security Report 2026“ können Sie hier lesen. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Lars Langenau, Justin Patchett Produktion: Laura Sagebiel Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über BR24. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER