Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
2373
21.10.2026
Beschreibung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Sonntags bis freitags um 17 Uhr, samstags um 7 Uhr. Zusätzlich gibt es werktags um 7 Uhr ein kurzes Nachrichten-Update.
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Episoden
  1. Die US-Regierung will, dass Ende der Woche in der Schweiz ein Vertrag zur Beendigung des Iran-Kriegs unterzeichnet wird. Doch der wesentliche Konflikt muss erst noch gelöst werden, sagt SZ-Iran-Korrespondent Raphael Geiger: “Was wird aus dem iranischen Atomprogramm?” Der Krieg und der mögliche Frieden werden ab Montag auch auf dem G7-Gipfel im französischen Évian die Kernrolle spielen, sagt Frankreich-Korrespondent Oliver Meiler. Dort wird auch beraten werden, welche Staaten sich an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligen können. Gastgeber Emmanuel Macron will Donald Trump aber auch für ein starkes militärisches und finanzielles Engagement für die Ukraine gewinnen. Trump werde den Gipfel bestimmen, zeigt sich Meiler überzeugt. Um den US-Präsidenten bei Laune zu halten, werde deshalb der Klimawandel nicht thematisiert und es gebe keine Schlusserklärung. Aber Mittwochabend werde es eine pompöse Gala im Schloss Versailles mit Feuerwerk und Lichtshows geben. Offiziell zum 250. Jahrestag der Gründung der USA – inoffiziell, um sicherzustellen, dass Trump bis zum Ende bleibt. Weitere Nachrichten: Großbritannien plant Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige; Nationaler Bildungsbericht bemängelt Ungleichheit; Haftstrafe für Sohn von Norwegens Kronprinzessin. Zum Weiterlesen: Einschätzungen darüber, was die Friedensvereinbarung für die Weltwirtschaft bringen, lesen Sie hier. Hier lesen Sie einen Bericht über das WM-Lager der Iraner in Mexiko und hier über die frostige Begrüßung in Los Angeles. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Nadja Schlüter Produktion: Juno Graner Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  2. Elon Musk ist nach dem Börsengang von Space-X der erste Billionär der Geschichte, zumindest auf dem Papier. Am ersten Handelstag stieg die Aktie um fast 20 Prozent, wodurch das Unternehmen mit 2,1 Billionen Dollar bewertet wurde. Doch seine Weltraumfirma SpaceX machte im vergangenen Jahr weniger als 19 Milliarden Dollar Umsatz und steckt tief in den roten Zahlen. Warum die Aktionäre Musk trotzdem vertrauen und wofür er das viele Geld verwenden will, darüber spricht Gunnar Herrmann, der sich in der SZ-Wirtschaftsredaktion mit den Themen Geldanlage und Kapitalmärkten beschäftigt. Der SpaceX-Börsengang sei nur der Anfang, sagt Herrmann. KI-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI planen noch in diesem Jahr ebenfalls Börsengänge – und beide Unternehmungen könnten ähnliche Bewertungen erzielen wie Space-X. Weitere Nachrichten: Friedensabkommen zwischen USA und Iran könnte kurz bevorstehen; Proteste in Genf gegen G7-Gipfel in Evian; Schweizer stimmen gegen Begrenzung der Migration. Zum Weiterlesen und -hören: Hier lesen Sie, dass Space-X erst der Anfang riesiger Börsengänge ist. Hier ist ein Beitrag über Musks sagenhaften Reichtum. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Philipp Saul Produktion: Julius Zimmer Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters und Paramount Pictures. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  3. Die Vereinigten Staaten von Amerika feiern am 4. Juli ihren 250. Geburtstag. Doch für Donald Trump scheint ein anderes Jubiläum wichtiger zu sein: Er wird an diesem Sonntag 80 Jahre alt und dafür lässt er ein riesiges Kampfsport-Spektakel organisieren: Zu Ehren Trumps sollen Käfigkämpfer aufeinander einschlagen - direkt vor dem Weißen Haus. Der Präsident nutzt die Feierlichkeiten zur eigenen Selbstüberhöhung. Was sagt das aus über Donald Trump persönlich und über den Zustand der Vereinigten Staaten insgesamt? Darüber spricht in dieser Samstagsfolge von “Auf den Punkt” die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook von der Bertelsmann Stiftung. Sie sagt: “Hier passieren mehrere Dinge gleichzeitig, die mit dem Gründungsmythos der USA wenig zu tun haben.” Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  4. Zwei Jahre nach ihrer Verabschiedung ist diesen Freitag die Verschärfung des EU-Asylsystems in Kraft getreten. Das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas) vereinheitlicht Asylverfahren und regelt die Verteilung von Schutzsuchenden innerhalb der EU neu. Zudem ist künftig die Einrichtung sogenannter Return-Hubs in Staaten außerhalb der EU möglich, in denen abgelehnte Asylsuchende untergebracht werden können. Menschenrechtsorganisationen bewerten die Verschärfungen kritisch: Sie befürchten unter anderem längere Inhaftierungen und eingeschränkte Rechtsschutzmöglichkeiten für Asylbewerber. Die zentrale Neuerung ist die Einteilung von Geflüchteten in zwei Kategorien, sagt Markus Baler aus der SZ-Parlamentsredaktion in Berlin. Personen aus sogenannten sicheren Herkunftsländern oder aus Ländern mit niedrigen Anerkennungsquoten werden ein beschleunigtes Verfahren durchlaufen. Auch die haftähnliche Unterbringung in Deutschland werde vermutlich vor Gericht angefochten. Weitere Nachrichten: Krankenkassenreform im Bundestag; David Hockney gestorben; SpaceX geht an die Börse. Zum Weiterlesen und -hören: Markus Balser hat hier die neuen Fakten im Asylrecht zusammengefasst. Hier finden Sie unseren Podcast über die Auswirkungen der große Asylreform auf die EU. Einen Nachruf auf den britischen Maler David Hockney lesen Sie hier. Und hier ist der Beitrag über den absurden Reichtum von Elon Musk. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Luis Münch Produktion: Imanuel Pedersen Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ZDF. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  5. Am Montag hat im nordirischen Belfast ein Mann einen anderen mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Ein Video dieser Tat hat sich rasend schnell in den sozialen Medien verbreitet. Rechte Agitatoren haben es geteilt und damit gezielt Wut auf Migranten und Migrantinnen geschürt. Denn der mutmaßliche Täter stammt aus dem Sudan. In Belfast hat sich die Wut in dieser Woche in rassistischer Gewalt entladen. Vermummte Menschen sind durch mehrheitlich migrantische Viertel gezogen und haben rassistische Parolen skandiert. Häuser und Autos wurden in Brand gesetzt. Der Mann, der den Messerangriff verübt haben soll, ist inzwischen festgenommen und angeklagt. Aber die rassistische Gewalt geht weiter. Woher sie kommt und was kann getan werden, um sie einzudämmen? Darüber spricht in dieser Podcastfolge Michael Neudecker, der als SZ-Korrespondent aus London berichtet. Und er erklärt auch, inwiefern diese Ausschreitungen dem Premierminister Starmer gefährlich werden können. Weitere Nachrichten: Britischer Verteidigungsminister Healey tritt zurück; EZB erhöht erstmals seit 2023 den Leitzins. ** Zum Weiterlesen:** Hier finden Sie den Kochbericht von Philipp Saul. Und einige seiner WM-Rezepte. Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Philipp Saul Produktion: Imanuel Pedersen Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über „UK Parliament“ auf Youtube. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  6. 10.06.2026
    14 min

    Im Aztekenstadion von Mexiko City startet am Donnerstag laut Gianni Infantino das „größte Ereignis, das die Menschheit jemals sehen wird“. Vor einem halben Jahr hat der Fifa-Präsident an Donald Trump noch den neu geschaffenen sogenannten “Fifa-Friedenspreis” überreicht. Und jetzt lässt der US-Präsident Krieg gegen Iran führen, ein Teilnehmerland der Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft. Das sei beispiellos, sagt US-Korrespondent Boris Herrmann, wie auch die massive Einschränkung der Bewegungsfreiheit des iranischen Teams. Zudem widerspreche es dem Fifa-Motto “Football Unites the World” (Fußball vereint die Welt) und verletze das Neutralitätsgebot des Weltfußballverbandes. Dies treffe allerdings auf viele diskriminierende Regularien der Trump-Regierung etwa bei der Einreise in die USA zu. Auch Fans und Funktionäre aus Ländern wie Jordanien, Marokko und sogar Schottland hatten massive Schwierigkeiten, Visa oder Einreise-Genehmigungen zu erhalten, sagt Herrmann. Weitere Nachrichten: Arbeitgeber und Gewerkschaften treffen sich im Kanzleramt; Ausschreitungen in Belfast. **Zum Weiterlesen und -hören: ** Hier finden Sie alle Artikel und Podcasts rund um die Fußball-WM. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Philipp Saul, Lisa Mohr, Luis Münch Produktion: Juno Graner Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Guardian. und Fifa. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  7. Chinas Präsident Xi Jinping war am Montag und Dienstag zu Besuch in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang. Für den dortigen Herrscher Kim Jong-un ist dieser Besuch eine ganz besondere Ehre. Das Verhältnis der beiden Länder ist eng und Xi und Kim wollen ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur sogar ausbauen. Nordkorea ist international weitgehend isoliert, spielt aber trotzdem eine wichtige geopolitische Rolle. SZ-Korrespondent David Pfeifer sagt dazu in dieser Folge von “Auf den Punkt”, Nordkorea sei Nutznießer der betrüblichen Weltlage. Weitere Nachrichten: Aus für deutsch-französischen Kampfjet; Anstieg politisch motivierter Straftaten. Zum Weiterlesen: Hier schreibt David Pfeifer mehr über Nordkoreas Macht. Der Text zu politisch motivierten Straftaten steht hier. Die interaktive Karte zur WM finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Philipp Saul Redaktion: Lars Langenau, Antonia Franz, Luis Münch Produktion: Julius Zimmer Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über: ITV (Youtube) Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  8. Am Sonntagabend ist die Situation in Nahost erneut eskaliert. Zunächst hat das islamistische Regime in Teheran Israel angegriffen. Zum ersten Mal seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe im April und zum ersten Mal ohne damit auf einen israelischen Angriff zu reagieren. Und obwohl der US-Präsident Donald Trump den israelischen Staatschef Netanjahu aufgefordert hatte, Gegenangriffe auf Iran zu unterlassen, hat Israel noch in der Nacht auf Montag Luftangriffe auf Iran geflogen. Zusätzlich gab es neue Drohungen von der Hisbollah und von den Huthi-Rebellen in Jemen. Und obwohl das iranische Regime am Mittwochmittag die Angriffe auf Israel für beendet erklärt hat, stellt sich eine wichtige Frage: Wo steht die ohnehin schon brüchige Waffenruhe im Iran-Krieg nun? In dieser Podcastfolge spricht der SZ-Korrespondent Raphael Geiger über die gegenseitigen Angriffe von Iran und Israel. Er erklärt, wie sie zu bewerten sind. Und er ordnet ein, welche Folgen sie für das Friedensabkommen haben, dass Donald Trump unbedingt will und das eigentlich schon fast komplett ausgehandelt sein soll. Weitere Nachrichten: Staatschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Ukraine fordern Putin zu Waffenruhe auf; Festnahme nach Hauseinsturz in Görlitz. ** Zum Weiterlesen:** Das Dilemma mit den Faktenchecks Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Antonia Franz Produktion: Laura Sagebiel Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  9. Gender Pay Gap, das ist die Lücke zwischen dem was Männer verdienen und dem was Frauen verdienen. In Deutschland gibt es da im Durchschnitt knapp 16 Prozent Unterschied. Und selbst, wenn man rausrechnet, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten und eher Berufe ausüben, die schlecht bezahlt werden, dann ist der Unterschied immer noch da. Er liegt dann bei sechs Prozent. Eine neue EU-Richtline soll deshalb für mehr Transparenz bei Gehältern sorgen. Unternehmen müssen demnach mehr offen legen, wie hoch die Gehälter bei ihnen sind. Aber Deutschland hat es nicht geschafft, die Richtlinie rechtzeitig umzusetzen. Der Gesetzentwurf liegt gerade noch beim zuständigen Familienministerium. Anna Lea Jakobs aus der SZ-Wirtschaftsredaktion sagt im Podcast, dass dieses Versäumnis vor allem für Chaos sorgt: “Die Frauen wissen jetzt erst gar nicht, ab wann sie mehr Rechte zugesprochen bekommen, was das für sie eigentlich bedeutet. Und diese Unsicherheit, die nimmt man nicht nur auf Arbeitnehmerseite wahr, sondern auch bei den Firmen selber. Die wissen wir ja auch überhaupt nicht, auf was sollen wir uns denn jetzt vorbereiten? Sollen wir jetzt schon ein Gehaltssystem einführen, das dieser Richtlinie entspricht oder eben noch nicht?” Moderation, Redaktion: Antonia Franz Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Produktion: Laura Sagebiel Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  10. China hat ein Problem. Es hat in vielen Teilen des Landes modernste Infrastruktur, weltweit die Kontrolle über wichtige Rohstoffe wie Seltenen Erden und es gibt einen Hightech-Boom: Roboter, KI und E-Autos aus China sind Weltklasse. Trotzdem sind viele junge Menschen in der Volksrepublik frustriert: Haben keine Lust auf das Hamsterrad, die Aufopferung, auf ein Leben, dass immer teurer, komplizierter und einsamer wird. Bisher hat die Regierung in Peking darauf keine Antwort. Und das könnte das Regime langfristig unter Druck setzen. Wie und weshalb trotzdem momentan eher keine Rebellion der Jungen bevorsteht, darüber sprechen die China-Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung Gregor Scheu und Lea Sahay in der ersten Folge von „China und wir“, einem vierteiligen SZ-Podcast über die neue Weltmacht und wie sie uns verändert. Sie finden die komplette Serie im Kanal von "Das Thema". Zum Weiterhören und -lesen: “China und wir” können Sie auch sehen: Den Videopodcast finden Sie bei Spotify oder auf sz.de. Moderation: Gregor Scheu und Lea Sahay Redaktion: Timo Nicolas Produktion: Carlo Sarsky Lankheit Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  11. Deutschlands Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat ist am Mittwoch in New York gescheitert. Bereits im ersten Wahlgang hat Deutschland nicht einmal zwei Drittel der Stimmen bekommen. Deutlicher kann eine Wahl fast nicht ausgehen. Deutschland hatte sich auf eine nicht-ständige Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat beworben, so wie in der Vergangenheit auch. Es ist Deutschlands Ziel, alle acht Jahre Mitglied im wichtigsten Gremium der Vereinten Nationen zu sein. Das hatte bisher auch immer geklappt. Aber nun wurden stattdessen zwei andere, viel kleinere europäische Länder gewählt: Portugal und Österreich. Deutschland hat jetzt ein Glaubwürdigkeitsproblem. Und Außenminister Wadephul und Kanzler Merz gleich mit. Während die Bundespolitik noch den Schock über diese Niederlage verarbeitet, werden schon erste Rufe laut, dass Deutschland den Vereinten Nationen die Gelder kürzen sollte. Darüber, ob das eine gute Idee ist, spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ Daniel Brössler aus dem SZ-Parlamentsbüro. Er hat die Wahl zum UN-Sicherheitsrat aus New York begleitet. Weitere Nachrichten: Debatte um Pflegereform; Selenskij bietet Putin Treffen an. Zum Weiterlesen: Hier lesen Sie den Text von Cathrin Kahlweit über Österreichs erfolgreiche Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat. Schlechter kann man nicht sparen: Den Text über die Pläne des WDR für Radio Cosmo finden Sie hier. Und hier finden Sie Fragen und Antworten zur geplanten Pflegereform. Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Laura Terberl, Luis Münch, Timo Nicolas Produktion: Julius Zimmer Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über dpa. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  12. 03.06.2026
    17 min

    Die Schwarz-Rote Bundesregierung wollte das BAföG eigentlich reformieren, an die teuren Zeiten anpassen. So steht es auch im Koalitionsvertrag: Ab dem Wintersemester, also ab Herbst, sollen die BAföG-Sätze schrittweise steigen. Die Studiumsförderung gilt für alle Studierenden, deren Eltern unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegen und wird als zur Hälfte als Förderung, zur Hälfte als zinsfreies Darlehn ausgezahlt. Doch die Sätze haben sich in jüngster Zeit kaum verändert, die Lebenshaltungskosten dagegen sind stark gestiegen, besonders in den Universitäts-Städten. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär zweifelt jedoch daran, dass die Reform umzusetzen ist. Sie sagte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass „die Reform von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt“ würde. Zudem bringe es nichts, „Forderungen ins Parlament einzubringen, von denen man weiß, dass sie keine Mehrheit finden“. Katharina Rummenhöller ist da anderer Meinung. Sie ist Studentin und Vorstand im fzs, dem “freien Zusammenschluss der Student*innenschaften”. Der Dachverband vertritt rund eine Million Studierende in Deutschland. Im Podcast schildert sie, warum eine Erhöhung des BAföGs für Studierende essentiell sei. Weitere Nachrichten: Ukrainischer Angriff auf St. Petersburg; Kämpfe in Nahost; Wal Timmy wird obduziert. **Zum Weiterlesen: ** Über Angela Merkels Seitenhiebe gegen die Regierung Merz lesen Sie hier. Alles zum Koalitionsstreit rund ums BAföG finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Timo Nicolas Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Luis Münch Produktion: Laura Sagebiel Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  13. Die EU will abgelehnte Asylbewerber künftig auch in Abschiebezentren außerhalb der Europäischen Union inhaftieren. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet dazu noch in diesem Jahr erste Vereinbarungen mit Drittstaaten. Doch bislang hat sich noch kein Land offiziell dazu bereit erklärt. Die neuen Regeln ergänzen die große EU-Asylreform von 2024, mit der Abschiebungen erleichtert und irreguläre Migration stärker begrenzt werden soll. Befürworter erwarten sich davon mehr Kontrolle über Migration und eine abschreckende Wirkung. Kritiker warnen dagegen vor rechtlichen Unsicherheiten und einer Auslagerung europäischer Verantwortung. In dieser Folge spricht Brüssel-Korrespondent Josef Kelnberger darüber, wie die geplanten Abschiebelager in Drittstaaten funktionieren sollen. Weitere Nachrichten: Mehr arme Menschen in Deutschland; Besuch des Kölner Doms soll Eintritt kosten. Zum Weiterlesen und -hören: Hier lesen Sie Josef Kelnbergers Text über die neuen EU-Abschieberegeln, die Lager außerhalb Europas möglich machen sollen und hier lesen Sie seine Analyse dazu. Unseren Recherchepodcast “Das Thema” über den Irrsinn italienischer Lager in Albanien für abgeschobene Asylbewerber hören Sie hier. Die Folge von “Das Thema” über Epsteins Helfer finden Sie hier und den Text dazu hier. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Luis Münch Produktion: Julias Zimmer Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  14. Offiziell gilt seit dem 17. April zwischen Israel und Libanon eine Waffenruhe. Nur: Sie wird nicht eingehalten. Während die Hisbollah weiter mit Drohnen Israel beschießt, rückt die israelische Armee immer weiter in den Norden Libanons vor. In der Nacht zu Sonntag nahm die Armee die strategisch wichtige Kreuzfahrerfestung Beaufort ein. Von einer echten Waffenruhe könne nicht die Rede sein, sagt auch SZ-Redakteurin Sina-Maria Schweike in Tel Aviv. Die Waffenruhe sei nur zwischen der Regierung in Beirut und der Regierung von Benjamin Netanjahu ausgehandelt worden. Die Hisbollah lehnt sie aber ab und die libanesische Regierung habe im Südlibanon fast gar keinen Einfluss. Ihre Gesprächspartner in Beirut berichten von großer Angst und Unsicherheit, sagt Schweikle. Und tatsächlich drohe der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit der Anwendung der “Gaza-Methode" in Libanon – eine Anspielung auf die massive Zerstörung, den Tod von Tausenden und die massenhafte Vertreibung. Es bahne sich eine weitere humanitäre Katastrophe an, warnt Schweikle. Weitere Nachrichten: USA greifen Ziele in Iran an; lebenslange Haft für Messerstecher von Bielefeld; Rechtsextremistin Liebich darf ausgeliefert werden. Zum Weiterlesen und -hören: Einen Bericht von Sina-Maria Schweikle über Israels neue Militäroffensive in Libanon lesen Sie hier und hier einen Kommentar von ihr dazu. Und hier können Sie den Podcast “Und nun zum Sport” hören. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Produktion: Imanuel Pedersen Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Hindu Times. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  15. 31.05.2026
    12 min

    4,3 Prozent bei der letzten Bundestagswahl. Dieses Jahr bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg4,4 und in Rheinland-Pfalz nur noch 2,1 Prozent. Laut einer aktuellen, bundesweiten Umfrage der Bild am Sonntag kommt die FDP auf nur noch drei Prozent. Und jetzt soll Wolfgang Kubicki als neu gewählter Chef die Partei retten. Der bisherige Vizechef der Liberalen setzte sich beim Parteitag in Berlin in einer Kampfabstimmung gegen die überraschend antretende Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit 59,27 Prozent durch. In den Vorstellungsreden von Kubicki und Strack-Zimmermann ging es auch um das Verhältnis zur AfD. Strack-Zimmermann griff Kubicki wegen der von ihm geführten „unsäglichen Brandmauerdebatte“ scharf an. Zum Generalsekretär wählten die Delegierten den früheren bayerischen FDP-Chef Martin Hagen. Er war von Kubicki nominiert worden. Kubicki sei ein Instinkt-Politiker, der den Zeitgeist lesen kann, aber auch unberechenbar ist, sagt SZ-Redakteur Bastian Brinkmann, der ihn vor einiger Zeit beim golfen auf Föhr getroffen und dieses Wochenende in Berlin den Parteitag vor Ort verfolgt hatte. Obwohl Kubicki bereits 74 Jahre ist, wird er von vielen in der FDP als Aufbruch wahrgenommen. “Seine Unberechenbarkeit ist seine Stärke - und seine Schwäche.” So scheine er sich nach rechts zu öffnen, aber das könnten auch strategische Spielchen sein, vermutet Brinkmann. Weitere Nachrichten: Angriff auf AKW Saporoschja; Forschungsministerin stellt Bafög-Erhöhung in Frage. Zum Weiterlesen: Brinkmanns Reportage vom FDP-Parteitag lesen Sie hier. Die Kampfabstimmung ist ein Streit zwischen zwei Lagern. Hier lesen Sie Brinkmanns Kommentar zu Kubicki und Strack-Zimmermann. Hier lesen Sie das Porträt über Wolfgang Kubicki. Über die Vergabe von WM-Tickets finden Sie hier einen Bericht und hier einen Kommentar dazu. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Imanuel Petersen Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  16. Fünf Monate vor den Zwischenwahlen in den USA sind die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump im Keller. Knapp 60 Prozent sind laut einer Reihe von Umfragen mit seiner Amtsführung nicht einverstanden. Auch seine bislang treueste Wählerbasis, Weiße ohne Hochschulabschluss, sieht ihn nun mehrheitlich negativ. Eigentlich dürfte das Trumps Partei für die Zwischenwahlen am 3. November nervös machen. Denn verlieren die Republikaner ihre aktuell sehr knappe Mehrheit in einer der beiden Parlamentskammern, dann wird Trump keine größeren Gesetzesinitiativen mehr durchsetzen können. Zudem müsste er sich möglicherweise einem Amtsenthebungsverfahren stellen. Doch seit Monaten gibt es ein Rennen zwischen den beiden großen Parteien in den USA um den Neuzuschnitt von Wahlkreisen, die die eine oder andere Seite benachteiligen würden. “Gerrymandering” heißt diese Neuzuschneidung von Wahlkreisen. In Texas könnten sie vier bis fünf zusätzliche Sitze gewinnen, während die Demokraten in Kalifornien nachgezogen haben. Eigentlich sei das Gerrymandering eine alte Geschichte, sagt Reinhard Krumm, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Washington. “Aber das so als Waffe zu benutzen, das hat es so noch nicht gegeben.” Denn mehrfach hatte Trump seine Parteifreunde in den Bundesstaaten aufgefordert, die Linien zugunsten der Republikaner neu zu ziehen. Besonders betroffen seien schwarze Wähler im Süden, die durch das Gerrymandering systematisch benachteiligt werden. Bislang glaube er noch an faire Wahlen im November, sagt Krumm im Podcast. Doch es gebe ernstzunehmende Befürchtungen, dass Trump unliebsame Ergebnisse anfechten und verzögert könnte. Zum Weiterlesen: Hier lesen Sie, wie Trump versucht, die Zwischenwahlen im Herbst zu beeinflussen. Einen Kommentar zu der Manipulation bei den Wahlkreisen lesen Sie hier. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  17. Zum internationalen Tag der Frauengesundheit an diesem Donnerstag hat die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gefordert, dass die medizinischen Belange von Frauen stärker in den Blick genommen werden. Denn Krankheiten, die nur oder ausschließlich Frauen betreffen, sind häufig viel weniger erforscht. Außerdem werden Medikamentenstudien häufiger an Männern vorgenommen, was dazu führt, dass Frauen möglicherweise nicht die richtige Dosis verschrieben wird. Über geschlechtsspezifische Unterschiede in der Medizin spricht in dieser Podcastfolge Christina Berndt, Redakteurin im Wissensressort der SZ. Sie erklärt, warum Frauen in der Medizin oft übersehen werden – aber warum manchmal auch Männer benachteiligt sind. Weitere Nachrichten: Israelischer Angriff auf Libanons Hauptstadt Beirut; Zweigstelle von Yad Vashem kommt nach München. Zum Weiterlesen: Hier finden Sie ein Interview mit Gabriele Kaczmarczyk. Sie gilt als Grande Dame der Gleichstellung in der Medizin. Der benachteiligte Mann: Lesen Sie hier mehr dazu, warum auch Männer in der Medizin benachteiligt werden. Hier finden Sie die fünf eklatantesten Benachteiligungen von Frauen in der Medizin und was man dagegen tun kann. Den Text über Friedrich Merz und das Gerücht, dass seine Partei ihn austauschen will, finden Sie hier. Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Lars Langenau Produktion: Imanuel Pedersen Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  18. Arbeitnehmer und Unternehmen werden 2040 voraussichtlich gemeinsam fast 50 Prozent für Sozialversicherungen ausgeben. Zu dieser Prognose kommt der Sachverständigenrat Wirtschaft in seinem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Frühjahrsgutachten. Die Folge seien weniger Netto vom Bruttolohn und höhere Arbeitskosten für Unternehmer. Um gegenzusteuern, dringen die Sachverständigen auf umfassende Reformen. Entscheidende Stellschrauben seien dabei auch die Krankenhausversorgung und die Kosten für Arzneimittel. Die Alterung der Gesellschaft werde absehbar zum ernsten Problem, sagt SZ-Redakteur Bastian Brinkmann, da sie weitere Kosten im Krankenhaus- und Pflegebereich verursachen werde. Laut Brinkmann liegt ein wichtiges Problem in der Ineffizienz der deutschen Krankenhauslandschaft. Auch wenn dies unpopulär sei: die Anzahl der Krankenhäuser müsse aus Kostengründen reduziert werden. Weitere Nachrichten: Mehr Superreiche in Deutschland; Daniela Klette zu 13 Jahren Haft verurteilt. Zum Weiterlesen: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum aktuellen Bericht der Wirtschaftsweisen hat Bastian Brinkmann hier zusammengefasst. Hier lesen Sie das Portrait über den neuen Verfassungsschutzchef Sinan Selen. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Produktion: Juno Graner Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über den YouTube-Kanal des Sachverständigenrates Wirtschaft. Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  19. Am Pfingstwochenende hat Kiew einen der schwersten russischen Angriffe seit Kriegsbeginn erlebt. Dabei hat Moskau unter anderem eine Rakete vom Typ Oreschnik eingesetzt, eine Hyperschallrakete mit großer Reichweite. Die internationale Staatengemeinschaft wertet den Angriff als neue Eskalation in diesem Krieg. Und damit steigt auch der Druck auf die Bundesregierung, vielleicht noch mehr zu tun, um der Ukraine im Kampf gegen Russland zu helfen. Welche Möglichkeiten es dafür gäbe, darum geht es in dieser Podcastfolge. Daniel Brössler aus der SZ-Parlamentsredaktion spricht darüber, was die Bundesregierung jetzt tun könnte. Und er erklärt auch, inwiefern die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern der Ukraine jetzt noch helfen könnte. Außerdem spricht Elisa Britzelmeier, SZ-Korrespondentin in Rom, über die Papst-Enzyklika. Weitere Nachrichten: USA greifen erneut Iran an; Papst spricht in Enzyklika über KI. Zum Weiterlesen und -hören: Fünf Sterne oder nichts: Hier finden Sie die Recherche zu Bewertungen bei Airbnb. Die „Auf den Punkt“-Folge zu den ukrainischen Drohnen können Sie hier nachhören. Papst Leo und die Tech-Milliardäre: Lesen Sie hier mehr zum Verhältnis von Vatikan und KI. Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt Redaktion: Lars Langenau, Christoph Scholz Produktion: Laura Sagebiel Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Youtube (@PresidentGovUa). Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER

  20. Der türkische Oppositionsführer und CHP-Chef Özgür Özel wurde von einem türkischen Gericht abgesetzt. Wegen fadenscheiniger Vorwürfe, er habe seine Wahl zum Parteichef durch Bestechungen erreicht. Dafür gibt es keine Beweise. Das Urteil gilt als Ausdruck einer „Palastjustiz“, da es sich wohl weniger an Gesetzen und mehr an den Wünschen des türkischen Präsidenten Erdoğan orientiert. Özel hatte sich nach dem Urteil in der CHP-Parteizentrale in Ankara verschanzt. Am Sonntag haben Polizeikräfte das Gebäude mit Einsatz von Tränengas geräumt. Bis Redaktionsschluss gibt es keine Angaben über Verletzte. SZ-Türkei-Korrespondent Raphael Geiger ordnet in dieser Folge von „Auf den Punkt“ ein, wie die türkische Demokratie mithilfe der Justiz ausgehebelt wird. „So lange Erdoğan oder Autokraten in anderen Ländern, wie Aserbaidschan oder Russland, die Justiz unter ihrer Kontrolle haben, so lange sie sozusagen Recht sprechen, so lange ist die Wahldemokratie eigentlich chancenlos.“ Mit Blick auf die Stimmung in der Türkei und in der Oppositionsbewegung sagt Geiger: „Ich berichte jetzt schon einige Jahre über die Türkei und so eine Wut habe ich noch nie erlebt.“ Weitere Nachrichten: USA und Iran wohl kurz vor Einigung; Russland setzt Oreschnik-Raketen auf Kiew ein. Zum Weiterhören: Den SZ-Plus-Podcast „Eine Frau namens Naddel – Die Geschichte von Nadja Abd el Farrag“ können Sie hier hören. Und hier hören Sie die Serie auf Spotify. Moderation, Redaktion: Johannes Korsche Redaktion: Marie Gundlach Produktion: Imanuel Pedersen Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über @chpgenelmerkezi (YouTube). Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/pluspodcast Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER