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- 20.05.202012 Min.
Die EU-Kommission hat am Mittwoch Teile des "Green Deal" vorgestellt. Mit dem Green Deal möchte die EU den Klimawandel zumindest verlangsamen. Dafür will man zum einen mehr Biodiversität schaffen, so sollen zum Beispiel die Städte grüner werden. Außerdem soll die Landwirtschaft deutlich nachhaltiger werden. Wie gut sich der Green Deal in der Corona-Krise noch umsetzen lässt, das erklärt Brüssel-Korrespondentin Karoline Meta Beisel. Sie meint: Die Krise könnte sogar eine Chance für den Green Deal sein. Denn die EU will die Wirtschaft so fördern, dass sie nach der Krise umweltfreundlicher ist. Unseren Corona-Faktencheck finden Sie unter diesem Link: https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wissen/corona-faktencheck-e401112/ Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über die EU-Kommission
Es gibt bewegende Berichte aus Indien. Besonders die ganz Armen leiden unter den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Seit dem 25. März gelten Ausgangssperren in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde, die kürzlich bis Ende Mai verlängert wurden. Besonders dramatisch ist die Lage für Wanderarbeiter und in den Slums, sagt der SZ-Korrespondent für Süd- und Südostasien, Arne Perras. Viele Tagelöhner seien nach dem Shutdown in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt, weil sie dort auf Versorgung durch ihre Familie hoffen. Das habe jedoch das Coronavirus weiter verbreitet. Doch sei es bislang nicht zu den befürchteten Horrorszenarien gekommen. Weitere Nachrichten: Bundesverfassungsgericht kippt BND-Überwachungspraxis, Vorschulkinder dürfen wieder in den Kindergarten. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters
- 18.05.202013 Min.
Insgesamt sieben Grundrechte können derzeit außer Kraft gesetzt werden, wenn gegen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus verstoßen wird. Politiker wie Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) müssen sich deshalb gerade übel beschimpfen lassen. Aber jenseits von Verschwörungstheoretikern, verirrten Linke und Rechtsextremisten sind manche Bürger ernsthaft über den Eingriff in unsere Freiheit besorgt. Zu ihnen zählt der Ex-Chef der SZ-Innenpolitik Heribert Prantl. "Wir sollten die Grundrechte nicht mit seltsamen Vögeln allein lassen", sagt das ehemalige Mitglied der Chefredaktion. In der Geschichte der Inneren Sicherheit seien Einschränkungen von Freiheitsrechten fast nie zurückgenommen worden. Es sei aber Heuchelei, dass die "Grundrechtsverachter der AfD" jetzt für Grundrechte eintreten würden, die sie sonst missachten. Viele Menschen seien verunsichert, weil auch Extremisten und Spinner sich an den Demos beteiligen. Aufrechte Demokraten bräuchten deshalb derzeit ein dickes Fell, weil sie womöglich damit rechnen müssten, auch als „so einer“ einsortiert und beschimpft zu werden. Prantl wünscht sich deshalb eine breite, kritische Diskussion, an der sich auch die großen Verbände und Einrichtungen der Zivilgesellschaft beteiligen – die Gewerkschaften und die Wohlfahrtsverbände beispielsweise. Und die Parlamente und die Gerichte müssten intensiv über Grundrechtseinschränkungen und ihre Aufhebung in den Zeiten der Pandemie beraten. Weitere Nachrichten: Arbeitsminister Heil für besseren Arbeitsschutz auf Schlachthöfen, Außenminister Maas macht Hoffnung für Sommerurlaub in Europa, Kalbitz bleibt in AfD-Fraktion. Beteiligen Sie sich am kollektiven Corona-Tagebuch der SZ. Schreiben Sie uns auf sz.de/kollektivestagebuch oder per Whatsapp unter 0176-96 50 10 41. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial von Michael Kretschmers Twitteraccount
- 15.05.202012 Min.
An diesem Samstag um 15:30 Uhr wird die Fußball-Bundesliga wieder angepfiffen. Als bisher einzige Spitzenliga in Europa. Die Kritik ist stark. Viele finden, dass bei der Bundesliga andere Maßstäbe gelten als beim Rest der Bevölkerung. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) argumentiert dagegen, sie habe ein ausgefeiltes Hygienekonzept - und wenn man den Argumenten gegen einen Neustart Folge leisten würde, gäbe es wohl noch im Herbst keinen Sport. Eine schwierige Situation, findet auch Martin Schneider. Der Sportredakteur befürchtet, dass sich die Bundesliga durch ihr hastiges Vorgehen von ihren Fans entfernen könnte. Weitere Themen: Deutsche Wirtschaft schrumpft um 2,2 Prozent, Streit um Grundrente, Heil für Lohnfortzahlung. Beteiligen Sie sich am kollektiven Corona-Tagebuch der SZ. Schreiben Sie uns auf sz.de/kollektivestagebuch oder per Whatsapp unter 0176-96 50 10 41. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Facebook-Seite von Salomon Kalou, DFL und NDR.
- 14.05.202013 Min.
Seit über zwei Monaten ist der Grenzverkehr in Europa ziemlich eingeschränkt. Deutschland hat zum Beispiel einige Grenzübergänge zu den Nachbarländern Österreich, Frankreich, Schweiz, Luxemburg und Dänemark geschlossen. Und an den Übergängen, die offen sind, werden Kontrollen durchgeführt. Nur Berufspendler, Transporteure von Waren oder wer einen triftigen Reisegrund hat, darf passieren. Nun kündigte Innenminister Horst Seehofer stellvertretend für die Bundesregierung an, Übergänge ab Samstag wieder zu öffnen und Kontrollen nur noch stichprobenartig durchzuführen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagt der Chef des SZ-Meinungsressorts Stefan Ulrich. Denn ein Europa ohne Schengen sei ein entkerntes Europa. Weitere Themen: EuGH erklärt ungarische Transitzonen für unzulässig, 100 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen. Beteiligen Sie sich am kollektiven Corona-Tagebuch der SZ. Schreiben Sie uns auf sz.de/kollektivestagebuch oder per Whatsapp unter 0176-96 50 10 41. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über "maischberger. die woche".
- 13.05.202013 Min.
Nach dem Ende der harten Quarantäne sind wieder Millionen Russen zur Arbeit gegangen. Doch die Corona-Neuinfektionen steigt weiter an und Russland liegt mit mehr als 230.000 nachgewiesenen Fällen nach den USA jetzt weltweit auf Platz zwei. Selbst den Kreml hat Covid-19 erreicht. Präsident Wladimir Putin habe zunächst lustlos auf die Krise reagiert und jetzt die Verantwortung überforderten Technokraten in den Regionen übertragen, sagt SZ-Russland-Korrespondentin Silke Bigalke. Inzwischen seien die selbst Kliniken zu Infektionsherden geworden, bei denen sich immer mehr Personal ansteckt. Weitere Nachrichten: Abbau der Grenzkontrollen und EU-Empfehlungen, Brandenburgs AfD-Chef Kalbitz unter Druck, Kemmerich lässt Amt im FDP-Vorstand ruhen. Beteiligen Sie sich am kollektiven Corona-Tagebuch der SZ. Schreiben Sie uns auf sz.de/kollektivestagebuch oder per Whatsapp unter 0176-96 50 10 41. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Global News
- 12.05.202011 Min.
In der Tourismusbranche geht seit Monaten nichts mehr. Diese Woche will die EU-Kommission Leitlinien vorlegen. Sicher ist: Auslandsreisen bleiben dieses Jahr ein unkalkulierbares Abenteuer. Die weltweite Reisewarnung besteht vorerst bis zum 14. Juni. Aber Urlaub in Deutschland ist ja auch mal schön. Zwar richten sich Italien und Teile von Spanien schon auf Gäste ein, aber auch dort werden vor allem Einheimische Urlaub machen, sagt SZ-Reiseredakteurin Monika Maier-Albang. So habe der Reiseveranstalter Tui für Mallorca für Juni schon mit Lufthansa und Hoteliers Vereinbarungen getroffen, aber dann erlässt Madrid eine 14-tägige Quarantäne für Einreisende. Das gehe beides nicht zusammen. Der Wunsch der Touristen und die Wirklichkeit würden weit auseinander klaffen. Sie empfehle eine Städtetour durch Deutschland. Weitere Nachrichten: Schwesig übersteht Krebs-Therapie, Vettel verlässt Ferrari, Debatte um Grenzöffnung. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über dpa
- 11.05.202012 Min.
5000 in Stuttgart, 3000 in München, 1000 Demonstranten in Berlin skandierten am Samstag “Freiheit”, “Widerstand”, “Volksverräter” und "Wir sind das Volk". Bei den sogenannten Hygiene-Demos kommen gerade ziemlich kuriose Gestalten mit ziemlich kruden Thesen zusammen. Diese wilde Mischung aus komplett unterschiedlichen Welten versucht ihre Corona-Angst auf einen gemeinsamen Nenner zu bekommen. Da lodert der Irrsinn, sagt SZ-Autor Willi Winkler, der am Wochenende eine "Hygiene-Demos" in Berlin besucht hat. Viele Teilnehmende einen der Wahn und die Wut auf die Einschränkungen und die Missachtung für die Regeln im Kampf gegen die Seuche. "Es wundert mich, wie viele Leute diesen Blödsinn glauben." Dass sich da Linke und rechte verbünden würden sei historisch aber nicht neu. Auch in den frühen 30er Jahren habe es diese "Querfront" schon einmal gegeben. Heute würden diese Leute aber bewusst Zeichen aus dem Nationalsozialismus übernehmen, um sich als Opfer geben zu können. Weitere Nachrichten: Deutsche Bahn braucht Milliardenhilfe, Nahles soll Bundesanstalt für Post leiten. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix, Spiegel TV, rbb, ntv
- 08.05.202012 Min.
Noch gibt es keine Langzeituntersuchungen dazu, was die weltweiten Kontaktbeschränkungen mit uns machen. Es gibt aber ältere Studien über die Effekte von Quarantäne. Sie zeigen, dass soziale Isolation zu Stress und psychischen Störungen führen kann. Und auch jetzt gibt es erste Berichte von einer starken Zunahme von Angstzuständen und Depressionen. Die freie Autorin Heide Fuhljahn hat ihre Depressionen hinter sich, leidet aber noch an einer Traumafolgestörung (PTBS). Über ihre Krankheit hat sie den Bestseller "Kalt erwischt" und “Von Wahn und Sinn” geschrieben. Im Podcast erzählt sie, wie sich die Seelenlage ändert, welche spezielle Ängste entstehen und was helfen kann. Und sie sagt, um welche Menschen sie sich gerade besondere Sorgen macht. Weitere Nachrichten: Gedenken an Kriegsende vor 75. Jahren, Corona in Schlachthöfen, US-Arbeitslosigkeit auf höchstem Stand seit 30er Jahren. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau Wenn Sie sich selbst von Depressionen betroffen fühlen und Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 suchen Sie Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten. Weitere Hilfen und Empfehlungen finden Sie hier: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/depression?s=&p=1&n=1&nid=111389 und https://lir-mainz.de/assets/downloads/10tipps_sprachen/10-wichtigste-Empfehlungen_Resilienter-Umgang_Corona_Pandemie.doc.pdf
- 07.05.202011 Min.
Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung unterstützt weltweit Impfprogramme - und die Weltgesundheitsorganisation WHO. Bereits vor fünf Jahren warnte der Microsoft-Gründer eindringlich vor einer Pandemie. Doch auch diese prophetische Rede dient Verschwörungstheoretikern als Steilvorlage. Man kann durchaus kritisieren, dass die Stiftung nicht demokratisch legitimiert sei, sagt SZ-Feuilleton-Chef Andrian Kreye. Gates aber sei heute vor allem ein Philantroph und Wohltäter. Dass er zum Hassobjekt von Verschwörungstheoretikern könne er vielleicht noch nachvollziehen, aber sicher nicht teilen. Diese Vorstellungen würden Denkmuster des 19. Jahrhunderts bedienen, aus dem sich schon der Antisemitismus gespeist habe. Weitere Nachrichten: Schleswig-Holstein hebt Einreiseverbot auf, Unionspolitiker fordern Öffnung der Außengrenzen. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über TED.com
So langsam soll Schluss sein mit dem Corona-Stillstand. Deshalb haben sich Bund und Länder am Mittwoch darauf geeinigt, viele Corona-Maßnahmen deutlich zu lockern. Zum Beispiel sollen demnächst alle Geschäfte wieder öffnen dürfen. Man muss sich dabei aber an Hygieneregeln halten und dafür sorgen, dass nicht zu viele Leute gleichzeitig die Geschäfte betreten. Auch sollen bis zu den Sommerferien wieder alle Schüler schrittweise zurück in die Schule gehen dürfen. Diese Entscheidung ist ein Paradigmen-Wechsel, erklärt Parlaments-Korrespondent Stefan Braun: Die Regierung gibt einen Teil der Verantwortung auf uns alle ab. Denn wenn es in bestimmten Landkreisen wieder mehr Fälle gibt, müssen die Beschränkungen wieder sehr schnell eingesetzt werden. Welche Lockerungen es ab wann in welchem Bundesland gibt, können Sie auch hier nachlesen. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Justin Patchett
- 05.05.202012 Min.
Was die deutsche Automobilbranche fordert, ist klar: Wenn über Hilfen für die Wirtschaft gesprochen wird, dann führt kein Weg an den starken Autokonzernen vorbei. Immerhin sind mehr als 800.000 Menschen in Deutschland hier beschäftigt. Zulieferer, Werbeindustrie, Vertrieb und so weiter sind da noch gar mit nicht eingerechnet. Ein automobiles Konjunkturprogramm sei unausweichlich, heißt es zum Beispiel beim Autoimporteur-Verband VDIK. In der Politik zeigen die Rufe nach Hilfe Wirkung. Kein Wunder, wo doch keine andere Lobby an die Stärke der Automobilindustrie heranreicht, sagt SZ-Mobilitätsredakteurin Christina Kunkel. Weitere Themen: Söder stellt Fahrplan vor, Bundesverfassungsgericht erklärt EZB-Anleihekäufe für teilweise verfassungswidrig. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Julia Ongyerth
- 04.05.202012 Min.
Italien, das war in den letzten Monaten das Beispiel dafür, wie es nicht laufen dürfe im Kampf gegen Corona. In den Großstädten Brescia und Bergamo, in der Lombardei, also vor allem im Norden des Landes hat es unglaublich viel Leid gegeben. Deswegen galten fast zwei Monate lang strikte Ausgangsbeschränkungen. Eigentlich durfte man nur noch das Zuhause verlassen, um Besorgungen zu erledigen oder den Müll rauszubringen. An diesem Montag werden nun die ersten Maßnahmen gelockert. SZ-Korrespondent Oliver Meiler erzählt, wie er diesen vorsichtigen Schritt hin zu einem "normalen" Leben erlebt. Weitere Themen: Lockerungen in Deutschland treten in Kraft, Loveparade-Prozess zu Ende. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak
- 01.05.202010 Min.
Dieser 1. Mai ist einer ohne Demonstrationen für Arbeitnehmerrechte. Feste und Feierlichkeiten zum internationalen Kampftag der Arbeiterklasse von Pattensen bis Peking sind abgesagt. Aber auch für die, die sich einfach auf einen freien Arbeitstag gefreut haben, ist dieser Feiertag anders. Familie oder Freunde zu Treffen ist stark beschränkt, wenn nicht gar verboten. Corona hat diesen 1. Mai, aber auch unser Leben und unseren Alltag verändert. Davon haben auch Sie, unsere Leser und Hörer uns erzählt. Über Grenzkontrollen, Ärger mit der Schule - und der ganz banalen Sehnsucht nach einem normalen Leben. Sie können uns auch weiter erreichen, auf WhatsApp unter der Nummer: 0176-96501041. Mehr Tagebucheinträge als Video oder Text finden Sie unter sz.de/kollektivestagebuch. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett
- 30.04.202010 Min.
An diesem Sonntag, den 3. Mai, ist der internationale Tag der Pressefreiheit. Und zu diesem Anlass haben die Volontärinnen und Volontäre der SZ ein Spezial produziert, in dem es auch darum geht, wie sich die Corona-Krise auf Zensurmaßnahmen in einigen Ländern auswirkt. Warum sich gerade jetzt viele gefährliche Entwicklungen beschleunigen, das erzählt die Juristin und SZ-Volontärin Anika Blatz im Podcast. Die im Podcast erwähnte Videoserie finden Sie unter folgendem Link: https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/muenchen/klinikalltag-in-der-corona-krise-e198602/ Weitere Themen: Bund für Öffnung von Spielplätzen und Museen, gemeinsames Papier von Forschungsinstituten zur Corona-Strategie Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Valérie Nowak
- 29.04.202011 Min.
Am Anfang hieß es, man wolle Verhältnisse wie in Italien verhindern. Also, dass das Gesundheitssystem kollabiert und Ärzte entscheiden müssen, wer ein Beatmungsgerät bekommt und wer nicht. Danach ging es um die Verdopplungszeit. Also wie lange es dauert, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppelt. Aktuell ist der entscheidende Faktor die Reproduktionszahl: Wie viele Personen steckt ein Infizierter an? NRW-Ministerpräsident Armin Laschet meint, dass die ständige Auswahl neuer Kriterien die Bevölkerung verunsichert. Doch es gibt nun mal keine magische Zahl, die alle Probleme auf einen Nenner bringt, sagt SZ-Datenjournalist Christian Endt. Weitere Themen: Grünes Licht für Bundesliga, Weltweite Reisewarnung bis 14. Juni, Anklage im Lübcke-Fall. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Mitarbeit/Übersetzung: Gunnar Herrmann Zusätzliches Audiomaterial über www.bundeskanzlerin.de und Anne Will. Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.
- 28.04.202013 Min.
Anders Tegnell spricht viel von Vertrauen und Freiwilligkeit. Schwedens sozialdemokratischer Ministerpräsident Stefan Löfven und seine rot-grüne Minderheitsregierung folgen den Empfehlungen des Staatsepidemologens uneingeschränkt: Geschäfte, Kirchen, Fitnessstudios und Friseure sind offen. Schulen bis zur 9. Klasse ebenso. Restaurants auch, wenn sie die Abstandsregeln einhalten und am Tisch bedienen. "Man sieht sich als Insel der Freiheit und des gesunden Menschenverstandes in Europa", so beschreibt SZ-Skandinavienkorrespondent Kai Strittmatter die Stimmung in Stockholm. Die schwedische Strategie beruhe auf der Annahme, dass man das Virus nicht besiegen, sondern nur managen könne. So lange es keinen Impfstoff oder Herdenimmunität gebe, müsse man damit leben. Mit drastischen Restriktionen aber, könne keine Gesellschaft länger als ein paar Wochen leben. Die psychischen und wirtschaftlichen Folgekosten würden zu hoch. Letztendlich bewerten ließe sich der Ausgang des Experiments mit all seinen Folgekosten und Todesopfern aber erst in mehreren Jahren. Weitere Nachrichten: Neue Corona-Zahlen, neuer Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Mitarbeit/Übersetzung: Gunnar Herrmann Zusätzliches Audiomaterial über SVT Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.
- 27.04.202013 Min.
Noch nie in der Nachkriegsgeschichte erlebt die Wirtschaft so heftige Schockwellen wie gerade. Besonders hart ist der Stillstand für die Kultur- und Reisebranche - und für die Gastronomie. Viele Kneipen und Restaurants stehen kurz vor der Pleite. Der Münchner Gastronom Florian Falterer, der in München-Giesing mit dem RiffRaff und Crönlein zwei Kneipen betreibt, hat selbst "Hartz IV" beantragt und seine zwei Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Er selbst halte nur noch wenige Wochen durch. Das größte Problem seien die weiterlaufenden Mieten. Es stehe und falle mit der Solidarität der Vermieter. Wenn die hart bleiben würden, dann werde es zu einem massiven Kneipensterben kommen, prophezeit Falterer: "Deine Lieblingsbar wird es dann im Herbst nicht mehr geben." Weitere Nachrichten: Maskenpflicht auch im ICE, keine zentrale Datenspeicherung bei freiwilliger Corona-App, Rot-Grün in München. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz. Für München haben wir bei der SZ “München bringts” gestartet, eine Karte, die unter anderem anzeigt, welche Restaurants jetzt liefern oder Essen zum Mitnehmen anbieten. Alle Infos auf sz.de/muenchen-bringts. Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.
- 24.04.202013 Min.
Es war jetzt schon die vierte Videoschalte, die die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder abgehalten haben. In den letzten Wochen hat es ja vor allem immer wieder zwischen den Süd- und den Nordländern gekracht. Die einen wollen mehr Hilfen, die anderen nicht für die Schulden von allen haften. Beim EU-Gipfel einigte man sich nun auf ein Rettungspaket über 540 Milliarden Euro. Ein Anfang, sagt die Politologin Ulrike Guérot. Doch wenn die EU gestärkt aus dieser Krise hervorgehen will, muss sie mehr wollen. Weitere Themen: Gottesdienste in NRW und Bayern, Norbert Blüm gestorben. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über bundeskanzlerin.de.
- 23.04.202013 Min.
Es klang eigentlich ziemlich vielversprechend, als Anfang April die Plattform "Pan European Privacy-Preserving Proximity Tracing", abgekürzt Pepp-PT vorgestellt wurde. Bei dem Projekt geht es darum, anhand von Handydaten Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Erreger schnell zurückverfolgen zu können. Alles anonym und an den höchsten Datenschutzstandards orientiert. Doch jetzt wird es schwierig, denn viele Wissenschaftler, die ursprünglich bei Pepp-PT mitgemacht haben, haben dem Projekt den Rücken gekehrt. 300 Forscherinnen und Forscher, die einen offenen Brief unterschrieben haben, warnen davor, dass diese App so etwas wie das Einfallstor in eine schleichende Überwachung sein könnte. Warum, erklärt in dieser Folge der SZ-Digitaljournalist Simon Hurtz. Weiteres Thema: Merkel-Rede im Bundestag. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Deutscher Bundestag.




















