
Soilcast
- Solcast
- sollcast.de
- Christoph
- Deutschland
- solkas.de
- Bundesrepublik Deutschland
- Laura
- Julian
- Schweiz
- Berlin
- USA
- Saragusti
- Katrin
- Lea
- EU
- 21.10.202648 min
Die Bedeutung von Stroh für den Kohlenstoffspeicher des Bodens Heute geht es um den Einfluss von Stroh auf den Kohlenstoffgehalt ackerbaulich genutzter Böden. - www.soilcast.de - E-Mail: info@soilcast.de - [Den Soilcast unterstützen](https://soilcast.de/unterstuetzen/) - [Soilcast in den sozialen Medien](https://linktr.ee/soilcast) Thema: Stroh. In der [Studie von Seitz et al. (2026)](https://doi.org/10.1007/s11104-026-08871-3) geht es um den Einfluss des Stroheintrags auf den Kohlenstoffspeicher von Ackerböden. Grundsätzlich stellt sich die Frage, was mit Stroh nach der Getreideernte passiert. Generell wird Stroh als Nebenprodukt oder gar Reststoff bezeichnet, da es bei vielen Getreidearten im Zuge der Ernte abfällt, aber nie hauptsächliches Ziel des Anbaus ist. Traditionell wurde und wird ein Teil des Strohs vor allem für die Einstreu von Stallungen genutzt. Insbesondere kleinbäuerliche Betriebe nutzten diesen Kreislauf häufig. Ebenso wurde und wird ein weiterer Teil (ca. 61 %) wieder in den Boden eingearbeitet. Dieser Anteil ist ein wichtiger Beitrag zum Management des Kohlenstoffspeichers, wie beispielsweise eine große [Langzeitstudie von Gocke et al. (2023)](https://doi.org/10.1016/j.geoderma.2023.116616) belegte. Was passiert aber nun, wenn plötzlich ein (unerwarteter) Nutzungsdruck entsteht? Stroh erlebt als Dämmstoff und perspektivisch als Ersatz fossiler Brennstoffe eine verstärkte Nachfrage. Das Autor*innenteam modelliert in der Studie der Woche die Auswirkungen von weniger Stroh, das auf Ackerflächen verbleibt. Je nach Intensität der zusätzlichen Strohabfuhr wurden bis zu -21 % an C Input (bei vollständiger Abfuhr allen Strohs) modelliert, in diesem Szenario wäre ein Verlust 0,15 ± 0,20 t pro ha pro Jahr an organischem Kohlenstoff zu verzeichnen – eine Verdreifachung zum aktuellen Stand. Wir merken hieran: Selbst bei der aktuellen Nutzung weisen landwirtschaftliche Flächen somit eine negative Bilanz auf. Die Verluste entsprechen hochskaliert auf Deutschland derzeit etwa 2,5 Mt CO2 pro Jahr und würden bei der vollständigen Entnahme auf bis zu 7,2 Mt CO2 pro Jahr ansteigen. Ein Lichtblick in diesem Kontext könnte aber gerade doch die – kurzfristige – Strohabfuhr darstellen. Wie das Autor*innenteam in einem (Konferenzpaper)[ https://doi.org/10.5194/egusphere-egu26-19411] nachlegt, wäre gar eine Zunahme und Wiederauffüllung der Kohlenstoffspeicher möglich, wenn aus Stroh Pflanzenkohle gewonnen werden, und diese dann wieder zurückgeführt würde.
- Daria
- Julian
- Seitz
- 16.10.202646 min
Wie Bodenaggregate, Pflanzenreihen und Fahrspuren beeinflussen, wie viel Boden der Wind abträgt. Manchmal braucht Bodenforschung einen Sturm auf Bestellung, um zu sehen, was der Wind mitnimmt. Christoph und Lea gehen der Frage nach, ob der kasachischen Steppe ein neuer Dust Bowl droht. - www.soilcast.de - E-Mail: info@soilcast.de - [Den Soilcast unterstützen](https://soilcast.de/unterstuetzen/) - [Soilcast in den sozialen Medien](https://linktr.ee/soilcast) Thema: Vom Winde verweht Christoph und Lea nehmen euch mit in die Steppe Nordkasachstans und fragen, ob dort ein neuer Dust Bowl droht. In den 1930er-Jahren wurde in den Great Plains der USA großflächig Grasland zu Acker umgebrochen, die Bewirtschaftung passte nicht zum Boden, und als eine schwere Dürre kam, verursachten Staubstürme verheerende Bodenerosion. Heute wird in Kasachstan wieder Steppe umgebrochen, und Klimamodelle sagen zunehmende Trockenheit voraus. Ein Team der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wollte es genau wissen. Die Forschenden haben untersucht, wie sich die Stabilität der Bodenaggregate verändert, wenn aus Grasland Acker wird [Koza et al. 2022] (https://doi.org/10.1111/ejss.13304). Dann haben sie einen mobilen Windkanal, von denen es weltweit nur wenige gibt, direkt auf die Äcker gebracht und dort eine Stunde lang Sturm erzeugt [Koza et al. 2024] (DOI: 10.1016/j.still.2023.105941). Christoph und Lea erklären, wie ein Bodenteilchen überhaupt in die Luft kommt [Zobeck & Van Pelt 2011] (https://doi.org/10.2136/2011.soilmanagement.c14), warum Winderosion so oft unbemerkt bleibt [Mueller et al. 2026] (https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-032-09836-8_14) und warum die Aggregate der Schlüssel sind. Das Ergebnis überrascht: Die frisch umgebrochene Steppe hält zunächst erstaunlich gut. Ihren Halt verliert sie erst durch die Bodenbearbeitung danach, schon bei reduzierter Bearbeitung und auch ohne Humusverlust. Am meisten Boden fliegt dort weg, wo die Aggregate zerstört sind: in Fahrspuren und auf einem jungen Maisfeld, unter dessen lichtem Bestand der Wind fast ungebremst hindurchbläst. Und unterhalten sich was Landwirtinnen und Landwirte tun können, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.
- Christopher Konrad
- Solcast
- Gardi Smith
- 07.10.202663 min
Parallelen zwischen Bodengesundheit und menschlicher Gesundheit Kathrin und Christoph gehen dem Begriff der Bodengesundheit auf den Grund und nehmen dabei ein aktuelles Paper genauer unter die Lupe, welches das Konzept mithilfe der menschlichen Gesundheit versucht zu erklären. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Vorgespräch: Christoph war am zurückliegenden Wochenende bei der Stiftung Kunst und Natur in Nantesbuch beim alljährlichen Soil Summit eingeladen. Bei dieser Gelegenheit hat er den französischen Journalisten Pierre Girard getroffen. Dessen Filmreihe Roots ist zum Beispiel auf YouTube zu finden und sehr zu empfehlen! Thema: Wenn der Boden zum Arzt muss - Parallelen zwischen Bodengesundheit und menschlicher Gesundheit Im Paper der Woche dreht sich diesmal alles um die spannende Frage: Was haben Bodengesundheit und menschliche Gesundheit eigentlich gemeinsam? Das Paper ist 2024 in Frontiers in Soil Science erschienen und dank Open Access für alle frei zugänglich. Ihr wollt noch tiefer in das Thema Bodengesundheit einsteigen? Auf der Website des Soil Health Labs findet ihr zahlreiche frei zugängliche Ressourcen – darunter anschauliche Leitfäden zur Probenahme und zur Untersuchung verschiedener Parameter der Bodengesundheit. Auch das Bewertungsschema für Bodengesundheit der Cornell University (CASH) könnt ihr euch dort genauer anschauen.
- Stiftung Kunst und Natur
- Katrin
- Christoph
Der Einfluss des Bodens auf den Geschmack eines ikonischen Alkohols Baijiu wird seit Jahrtausenden in China gebraut - jedoch nicht in Holzfässern, sondern in Bodengruben! Max erzählt uns heute, wie moderne Wissenschaft auf alte Tradition trifft, und ob man tatsächlich die Region anhand des Geschmacks erkennen kann. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: Baijiu – Die Spirituose aus der Schlammgrube Die Braukunst von Baiju ist ein Faszinierendes Thema. Baiju wird traditionell in China in sogenannten „Mud Pits“ (grob übersetzt als „Schlammgruben“) gebraut. Dies ist jedoch keinerseits eine schmutzige Angelegenheit. Ganz im Gegenteil: Forschung im letzten Jahrzehnt formt einen Zusammenschluss von antiker Tradition und moderner Biochemie. Normalerweise werden Spirituosen für ihre Reinheit gepriesen, ein sauber destillierter Vodka, Gin, oder Schnaps zeichnet sich durch ein simples Geschmackprofil aus. Dieses ist meistens geprägt von purem Ethanol und einer Aromagrundlage wie die Art des Getreides oder zugesetzten Früchten/Kräutern während der Destillation. Baijiu unterscheidet sich hiervon durch ein sehr reiches und komplexes Geschmacksprofil. Dies kann für einen westlichen Gaumen manchmal überwältigend sein, wird in China aber sehr geschätzt. Mehrere Regionen in China haben sich über tausend Jahre in Baijiu Produktion spezialisiert. Ein echter Kenner weiß zwei Dinge: Eine ältere Bodengrube bringe besseren Baijiu hervor. Und jede Brauregion hat einen ganz eigenen Geschmack. Beim Soilcast sind wir natürlich interessiert darin, wie der Boden denn den Geschmack von Baijiu beeinflusst. Folge 210 bietet einen allgemeinen Überblick über den Brauprozess, die Auswahl von Bodenart, die Kultivation von einzigartigen Mikrobiom in den Schlammwänden und den flüchtigen Aromastoffen, welche diese Populationen produzieren. Wie so eine Brauhalle mit Braugruben aussieht seht ihr auf diesem Foto Eine perfekte Zusammenfassung über den Brauprozess von Baijiu und der Forschung zum Grubenschlamm lässt sich online auch nochmal ansehen auf Youtube: Good baijiu starts with an old fermentation pit. Zum Weitern nachlesen für den neugieren Hörer finden sich hier auch noch die wichtigsten Quellen zu dieser Folge: The brewing process and microbial diversity of strong flavour Chinese spirits: a review (2017) – bietet einen allgemeinen Überblick über den Brauprozess und die mikrobielle Vielfalt bei der Herstellung von Baijiu. Comparative characterization and contribution of key aroma compounds in the typical base liquor of Jiang-flavor Baijiu from different distributions in the Chinese Chishui River basin (2023) – geht ins Detail zu den verschiedenen flüchtigen Aromastoffen und dem Einfluss unterschiedlicher Regionen auf das Geschmacksprofil. Außerdem hat es die schönsten Grafiken. Unraveling the regional environmental ecology dominated baijiu fermentation microbial community succession and associated unique flavor (2024) – behandelt die Sukzession der mikrobiellen Gemeinschaften in den Bodengruben. Quality Control Strategies for Pit Mud Based on the Synergistic Effects of Flavor, Microorganisms and Physicochemical Factors (2025) – erläutert noch einmal genauer den Einfluss von Bodeneigenschaften auf die Qualität von Baijiu und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Baijiu-Forschung. Trinkt bitte mit Verantwortung!
- Baidu
- Pit
- Christoph
- 23.09.202657 min
Zeigerpflanzen als Indikator für Böden Kann man einen Boden untersuchen, ohne eine Bodenprobe ins Labor zu schicken? Laura erklärt: zum Teil ja, man muss nur schauen welche natürlichen Pflanzen dort wachsen. Als Indikatoren für die Standortverhältnisse dienen in dem Fall die Ellenberg-Zeigerwerte. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Der Soilcast sucht Bodenmikrofon-Paten und -Patinnen! Um den Bodenmikrofonverleih auch 2027 durchführen zu können, brauchen wir Menschen, die uns bei der Anschaffung der Bodenmikrofon-Sets unterstützen. Bitte meldet euch, wenn ihr Lust habt, den Verleih und auch die Gestaltung der Soundmap ab 2027 möglich zu machen. Das Ganze geht mit einem niedrigen dreistelligen Betrag und ganz viel Freude an Wissenschaftskommunikation! Wir freuen uns auch über hinweise auf Firmen, Stiftungen, Vereine etc., die für solch eine Patenschaft in Frage kommen! Mail: bodenmikro@soilcast.de Vorgespräch Im Film King’s Land aus dem Jahr 2023 geht es neben Drama, Liebe und Konflikten tatsächlich um Bodenkunde! Dieser Film sei allen empfohlen, die auf drama und Dänemark und bodenkunde stehen! Thema: Was wächst, verrät den Boden?! Um die Eigenschaften eines Bodens zu bewerten muss man nicht sofort graben, sondern kann sich erst einmal an der Oberfläche umschauen. Welche natürlichen Pflanzen im Freiland wachsen, liefern Hinweise für die Standortverhältnisse. Diese sogenannten Zeigerpflanzen können für die effektive Bodenbewertung genutzt werden. Die Ansprüche von Pflanzen an ihre Umwelt- und Bodeneigenschaften sind über die empirischen Kenngrößen, der Zeigerwerte nach Ellenberg, seit 1974 definiert. Sie ordnen Pflanzen bestimmte Umweltbedingungen zu, liegen auf einer Skala von 1 bis 9 und basieren auf Beobachtungen in der Natur. Wie gut diese aber funktionieren und ob sie mit Messungen von Bodeneigenschaften im Labor übereinstimmen, untersuchte die vorgestellte Studie Reliability of Ellenberg indicator values for moisture, nitrogen and soil reaction: a comparison with field measurements. Tipp von Christoph: Die App Flora Incognita
- Ellenberg
- Steffi
- Mads Mickelson
- 18.09.20266 min
Bodenmikrofonverleih 2027 Der Bodenmikrofonverleih soll auch 2027 weiterlaufen. Könnt ihr uns dabei unterstützen? Meldet euch per Mail an bodenmikro@soilcast.de!
- sollcast.de
- Solcast
- Bundesrepublik Deutschland
- 16.09.202654 min
Wie 1000 Schweizer:innen mit schmutziger Wäsche die Gesundheit unserer Böden entschlüsselten Manchmal beginnt preisgekrönte Wissenschaft mit einer verrückten Idee – und einem Spaten. Christoph und Lea gehen der Frage nach, was vergrabene Unterhosen über unseren Boden verraten. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: Tatort Unterhose – Lizenz zum Graben 1000 Schweizer:innen, 2000 Unterhosen, 12.000 Teebeutel – und ein Ig-Nobelpreis am Ende: Christoph und Lea widmen sich einer Schweizer Citizen Science Website des Projektes Beweisstück Unterhose](https://soilproof.org/beweisstuck-unterhose/)) Studie Bender et al. Aus dem Jahr 2026](https://doi.org/10.1002/ppp3.70259)), die Bodengesundheit auf ungewöhnliche Weise misst. Statt komplizierter Laboranalysen wird einfach eine Baumwollunterhose vergraben – je schneller sie verrottet, desto aktiver der Boden. Was zunächst wie ein Scherz klingt, entpuppt sich als überraschend aussagekräftiges Mass für Bodenfruchtbarkeit, mit dem sich Gärten, Äcker, Wiesen und Rasenflächen direkt vergleichen lassen. Die beiden schauen sich an, wie belastbar die Ergebnisse wirklich sind, was das für den eigenen Garten bedeutet, und wie die etablierte Vorläufermethode Tea Bag Index Website der Tea Bag Index](https://www.teatime4science.org)) dabei half, die Zahlen einzuordnen. Zur Feier des Tages gibt's außerdem einen YouTube-Ausschnitt (YouTube-Video des Ig-Nobelpreises) [https://www.youtube.com/watch?v=I4l-zFWZCS0] von der 36. Ig-Nobelpreis-Verleihung, bei der die Studie in diesem Jahr ausgezeichnet wurde.
- Ich-Nobelpreis
- Franz Bender
- Citizen Science
- 10.09.202652 min
Wie Geosmin, MIB und Anisöl den Boden duften lassen Warum riecht Vogelsand süßlich – und warum kann ein Sandweg ähnlich duften? Christoph spricht mit Laura über Anisöl, technische Geruchstricks und die Chemie des Bodengeruchs: Geosmin, MIB, Petrichor und flüchtige Stoffe aus gestörten Böden, Porenluft und Mikroben. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Hausmeisterei Auf Bluesky ist mittlerweile ein Bot zu finden, der euh automatisch über neue Folgen informiert: https://bsky.app/profile/soilcast.sueden.social.ap.brid.gy Thema: Eau de Soil Warum riecht Vogelsand manchmal süßlich – und warum kann eine wassergebundene Wegedecke ähnlich nach Erde, Regen oder Kindheit duften? In dieser Folge sprechen Christoph und Laura über Geruchstricks, Bodengeruch und die Frage, was unsere Nase eigentlich wahrnimmt. Beim Vogelsand ist die Spur ziemlich konkret: Viele Produkte enthalten ausdrücklich Duftzusätze wie Anisöl. Keine Werbung, nur Produktbeispiele: Dein Bestes Vogelsand mit Muschelgrit & Anisöl und ZooRoyal Vogelsand mit Muschelgrit & Anisöl zeigen schon in Name bzw. Zusammensetzung, dass hier nicht nur Sand im Spiel ist. Technisch kann man Gerüche aber nicht nur überdecken, sondern auch binden oder abbauen. Dazu passen etwa Zeolithe als Geruchs- und Ammoniakbinder in Tierstreu und anderen Anwendungen, beschrieben in Mumpton (1999): La roca magica, sowie Studien zur Entfernung von Geosmin und MIB durch Sandfilter/Bioreaktoren oder Aktivkohle-Filter. Das Hauptpaper der Folge ist Busby et al. (2023): Characterising earth scent. Die Studie schaut sich zwei zentrale flüchtige organische Verbindungen des Bodengeruchs an: Geosmin und 2-Methylisoborneol, kurz MIB – und fragt, wann Böden besonders viel davon freisetzen. Dabei geht es unter anderem um Bodenstörung, Bodentextur, Bodenbedeckung und Regen. Spannend für unsere Hörerinnenfrage: Die Studie untersucht nicht nur „Boden riecht“, sondern was passiert, wenn Boden bewegt, befeuchtet oder durch unterschiedliche Substrate geprägt wird. Als Hintergrund nutzen wir Insam & Seewald (2010): Volatile organic compounds (VOCs) in soils. Das Review ordnet ein, warum Böden Quellen und Senken flüchtiger organischer Verbindungen sein können – und warum Bodengeruch auch etwas über Mikroben, Feuchte, Poren und organische Substanz verraten kann. Außerdem verweisen wir auf Garbeva et al. (2023): Volatile sensation. Dort geht es um Geosmin als erdigen Geruchsstoff – aber auch darum, dass solche Gerüche für andere Organismen Signale sein können: Lockstoff, Warnsignal oder Hinweis auf Wasser, Nahrung und Mikroben.
- MIB
- Petricor
- Laura
- 04.09.202611 min
What do soil’s buffering capacity and a vacuum cleaner have in common? Both help keep things from getting out of balance. While a vacuum cleaner keeps your room from getting too dusty, a soil’s buffering capacity helps protect it from acidification. In this textbook episode, we explore the different buffering systems in soils and why they matter. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien
- solkas.de
- Solcast
- Europe
- 27.08.202617 min
Was macht einen Boden zu einem guten Pflanzenstandort? Wir schauen auf physiologische, chemische und biologische Standortparameter und darauf, warum „gut“ oder „schlecht“ immer von den Ansprüchen der jeweiligen Pflanze und den Eigenschaften des Bodens abhängt. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Auf unserer Website erhaltet ihr alle Lehrbuchempfehlungen, mit der ihr das besprochene Grundwissen nacharbeiten und verfestigen könnt.
- Solcast
- Saragusti
- sollcast.de
Herausforderungen und Perspektiven der Sanierung von Ewigkeitschemikalien in Boden und Grundwasser Claus Haslauer und Anna Komninakis von der Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS) der Universität Stuttgart sprechen über das Projekt PFClean und zeigen, wie innovative Sanierungsverfahren für PFAS entwickelt und vom Labor in die Praxis überführt werden. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: PFAS – Lässt sich die Ewigkeit sanieren? Hier geht es zur Webseite des PFClean Projektes. Wenn ihr euch die Versuchseinrichtung VEGAS genauer anschauen wollt, schaut gerne auf deren Webseite vorbei. Für Nachfragen zum Projekt, kontaktiert gerne Anna oder Claus: anna.burkhardt@iws.uni-stuttgart.de claus.haslauer@iws.uni-stuttgart.de Einen Eindruck zum Standort Hügelsheim findet ihr im Pressebericht. Zum Nachfolgeprojekt SPIRIT geht es hier.
- PEFAS
- PFAS
- Vegas
- 16.08.202612 min
Wir schauen in dieser Folge de Soilcast in den Werkzeugkasten des baubegleitenden Bodenschutzes – das Bodenschutzkonzept! Von der Bodenbewertung über Schutzmaßnahmen bis zur Rekultivierung und öffentlichen Beteiligung, all das will besprochen werden! www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Auf unserer Website erhaltet ihr alle Lehrbuchempfehlungen, mit der ihr das besprochene Grundwissen nacharbeiten und verfestigen könnt.
- Solcast
- solkas.de
- BBB
- 12.08.202617 min
Was macht eigentlich eine Bodenkundliche Baubegleitung? Wir schauen auf ihre Entstehung in der Schweiz, ihre Entwicklung in Deutschland und darauf, wie Bodenschutz heute ganz praktisch auf Baustellen funktioniert. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Was passiert eigentlich mit dem Boden, wenn gebaut wird – und wer achtet darauf, dass aus einem funktionsfähigen Boden nach Abschluss der Arbeiten nicht einfach nur verdichtetes Erdmaterial geworden ist? In dieser Lehrbuchfolge schauen wir uns die Bodenkundliche Baubegleitung, kurz BBB, genauer an. Wir beginnen bei ihren Wurzeln in der Schweiz, wo sich der Bodenschutz auf Baustellen seit den 1980er- und 1990er-Jahren zunehmend professionalisierte und insbesondere Großprojekte im Leitungsbau zur Entwicklung der Bodenkundlichen Baubegleitung beitrugen. Anschließend geht es um die Entwicklung in Deutschland, die rechtlichen Grundlagen und um die Frage, was eine BBB vor, während und nach einer Baumaßnahme eigentlich konkret macht. Quellen und weiterführende Informationen Bono, R. et al.: Boden und Bauen – Stand der Technik und Praktiken Umfangreiche Schweizer Aufarbeitung zur Entwicklung des Bodenschutzes beim Bauen und zur Geschichte der Bodenkundlichen Baubegleitung. Enthält unter anderem die Entwicklung von den frühen Erfahrungen bei der Rekultivierung von Kiesgruben bis zum Leitungsbau der 1990er-Jahre. https://www.nfp68.ch/SiteCollectionDocuments/boden-bauen-stand-technik-praktiken.pdf Bundesamt für Umwelt BAFU: Bodenschutz beim Bauen Aktuelle Informationen zur Schweizer Praxis des baubegleitenden Bodenschutzes und zur Einbindung bodenkundlicher Fachpersonen bereits in der Planungsphase. https://www.bafu.admin.ch/de/bodenschutz-beim-bauen Bundes-Bodenschutzgesetz, § 7 – Vorsorgepflicht Rechtliche Grundlage der Vorsorge gegen schädliche Bodenveränderungen in Deutschland. https://www.gesetze-im-internet.de/bbodschg/__7.html Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung, § 4 Regelt unter anderem, dass die zuständige Behörde bei bestimmten Vorhaben mit einer beanspruchten Fläche von mehr als 3.000 m² im Einzelfall eine Bodenkundliche Baubegleitung nach DIN 19639 verlangen kann. https://www.gesetze-im-internet.de/bbodschv_2023/__4.html DIN 19639:2019-09 – Bodenschutz bei Planung und Durchführung von Bauvorhaben Zentrale Norm für den baubegleitenden Bodenschutz in Deutschland. Sie beschreibt Anforderungen an Planung, Bodenschutzkonzept, Bauausführung, Rekultivierung und Bodenkundliche Baubegleitung. https://www.dinmedia.de/de/norm/din-19639/309596295 Bundesverband Boden e. V.: Bodenkundliche Baubegleitung Informationen zur BBB in Deutschland, zum BVB-Merkblatt „Leitfaden Bodenkundliche Baubegleitung“ und zur berufsbegleitenden Zusatzqualifikation. https://www.bvboden.de/bodenkundliche-baubegleitung Bundesverband Boden e. V.: BVB-Merkblatt Band 2 – Leitfaden Bodenkundliche Baubegleitung Der 2013 veröffentlichte Leitfaden gehörte zu den wichtigen Schritten bei der fachlichen Etablierung der BBB in Deutschland. https://www.bvboden.de/publikationen/bvb-merkblatt
- BBB
- DIN
- Solcast
- 05.08.202646 min
Wie das Kuratorium den Boden des Jahres kürt Seit dem Jahr 2005 wird ein Boden des Jahres vom gleichnamigen Kuratorium bestimmt. Im Interview erklären uns die Kuratoriumsvorsitzende Sonja Medwedski und ihr Vorgänger Gerhard Milbert, wie dieses Kuratorium arbeitet, wie die Auswahl eines Bodens des Jahres erfolgt und welche Chancen diese Kür in der Gegenwart und Zukunft für uns bereithält. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: Die Kür der Krume Jedes Jahr bekommt ein Boden die große Bühne – doch wer entscheidet eigentlich, welcher es wird? In dieser Folge sprechen wir mit Sonja Medwedski, der Vorsitzenden des Kuratoriums Boden des Jahres, und Dr. Gerhard Milbert, der das Kuratorium viele Jahre geleitet hat und ihm heute als stellvertretender Vorsitzender erhalten bleibt. Wir schauen hinter die Kulissen der Kür: Wer sitzt im Kuratorium, wie wird der Boden des Jahres ausgewählt und was passiert eigentlich während eines solchen Bodenjahres? Vor allem geht es aber um die Frage, warum solche Ausrufungen weiterhin wichtig sind und welche Möglichkeiten sie für Bodenbewusstsein, Bildungsarbeit und Bodenschutz eröffnen. Mehr über die Aktion, die bisherigen Jahresböden und die begleitenden Materialien erfahrt ihr auf der Website zum Boden des Jahres. Wer genauer wissen möchte, wer hinter der Aktion steht und welche Aufgaben das Gremium übernimmt, findet weitere Informationen auf der Seite zum Kuratorium Boden des Jahres. Aktuell steht mit dem Archivboden – Boden des Jahres 2026 ein Boden im Mittelpunkt, der Spuren der Natur- und Kulturgeschichte bewahrt. Sonja Medwedski stellt auf ihrer persönlichen Website ihre Arbeit als Bodenbotschafterin sowie ihr Buch und Hörbuch „Die Stimme des Bodens“ vor. Ein Kurzprofil von Dr. Gerhard Milbert findet ihr beim Bundesverband Boden. Wer noch tiefer in die Geschichte, Arbeitsweise und Erfahrungen der Aktion einsteigen möchte, kann außerdem den frei zugänglichen Fachartikel „The ‘Soil of the Year’ Campaign in Germany—Experiences from over 20 Years of Public Relations Work for Soil Awareness“ lesen.
- Gerhard
- Sonja
- Solcast
- 31.07.202637 min
Wie Klimawandel, Waldsterben und Nitratbelastung im Grundwasser zusammenhängen Carolin Winter ist akademische Rätin an der Professur für Umwelthydrosysteme der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Im Projekt StressRes hat sie gemeinsam mit anderen Forschenden die Nitratbelastung im Grundwasser unter Waldgebieten erforscht und berichtet uns von den Ergebnissen ihrer Arbeit. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: Nitrat unterm Wald?! Future Forest Exzellenzcluster: https://uni-freiburg.de/futureforests/ Projekt StressRes: https://www.drought.uni-freiburg.de/stressres Paper zum zusammenhang von Waldsterben und Nitratbelastung im Grundwasser: https://doi.org/10.1029/2025EF006078 Paper: https://doi.org/10.1186/s12302-025-01233-3 …und der dazugehörige Datensatz: https:/doi.org/10.6094/UNIFR/263651 Und hier noch ein Link zu einem Datenprodukt der Uni Freiburg in dem Baumsterben aus Fernerkundungsdaten quantifiziert wurde: https://deadtrees.earth/
- Caroline
- Bundesministerium für Forschung , Technologie und Raumfahrt
- Carolin
- 28.07.202688 min
Ein Einblick in die digitale Bodenprofilgrube Für die 200. Folge vom Soilcast haben wir uns etwas Besonderes für euch überlegt: wir gewähren euch unter Beteiligung des gesamten Teams einen exklusiven Einblick in die digitale Bodenprofilgrube! Gemeinsam erörtern wir, was den Soilcast nach 200 produzierten Folgen auszeichnet und was wir uns gemeinsam mit euch für die Zukunft wünschen! www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien
- Solcast
- DBG
- Christoph
- 08.07.202657 min
Die Physik der Wattwurm-Kacke Tiere, die nach oben kacken – heute: der Wattwurm! Christoph spricht mit Kathrin über Wattwürmer als Bioturbatoren, ihre Rolle im Ökosystem Watt und natürlich auch übers Kacken. In dieser Folge erfahrt ihr alles über die großartige Physik der Wattwurm-Kacke! www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: Watt’n Kringel! – Die Physik der Wattwurm-Kacke Warum stapelt sich Wattwurmkot in Kringeln? In dieser Folge sprechen Christoph und Kathrin über Wattwürmer als Bioturbatoren, über Sedimentumlagerung im Watt und über ein Paper, das aus den bekannten Spaghetti-Haufen eine ziemlich elegante Frage der Fäkalphysik macht. Im Mittelpunkt steht eine Studie aus Nature Communications, in der Feldmessungen an Wattwurmkothaufen, rheologische Messungen, Laborversuche mit Erbsenteig und Vergleichsmaterialien wie Spaghetti und Reisnudeln kombiniert wurden. Das Ergebnis: Die Form der Kothaufen folgt näherungsweise einem physikalischen Skalierungsgesetz aus Strangdurchmesser, Elastizität, Dichte und Schwerkraft. Besprochene Studie Habibi, Ribe & Bonn (2026): Coiling of lugworm feces reveals universal mechanics for the shape of poo Supplementary Material zur Studie Aufhänger der heutigen Folge Spektrum der Wissenschaft: Fäkalphysik – Wattwürmer offenbaren Gravitationsgesetz der Kothaufen Weiterführende Informationen Schutzstation Wattenmeer: Der Wattwurm Nationalpark Wattenmeer: Unsere Small Five Kristensen et al. (2012): What is bioturbation? The need for a precise definition for fauna in aquatic sciences Wikipedia: Bioturbation
- 24.06.202662 min
Die Wissenschaft unter den Spielfeldern der Fußball-WM Fußballfieber im Soilcast! Kathrin und Christoph schauen diese Woche unter den Rasen und fragen: Welche Gräser eignen sich für ein Spielfeld? Und welche Anforderungen müssen WM-taugliche Plätze nach den FIFA-Regularien erfüllen? Ein Blick auf die Wissenschaft unter dem Spiel. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Den Link zur dieswöchigen Studie von Guevara et al. (2025) findet ihr hier. Den Aufbau des Fußballrasens, wie er bei der aktuellen WM verwendet wird, könnt ihr euch hier genauer anschauen. Die Funktionsweise der fLEX-Maschine für die Testung der Beständigkeit von Rasen für Fußballzwecke und ein Zeitraffervideo zum Einbau von Fußballrasen findet ihr hier. Für die waschechten Fußballfans gibt es die Vorgaben der Fifa für Fußballrasen hier zum Nachschlagen. Einen guten Überblick auf Deutsch über die Forschungsergebnisse gibt das Zeit-Interview mit John Rogers. Christoph regt sich in der Folge über eine unerhörte beabsichtigte Rodung eines Verbindungsstücks zwischen nördlichem und südlichem Leipziger Auwald auf, den Link zum entsprechenden NABU-Artikel findet ihr hier.
- 17.06.202657 min
Wie frischer Kohlenstoff den Abbau alter Bodensubstanz anregt Was passiert, wenn Mikroben im Boden frischen Kohlenstoff bekommen? Christoph spricht mit Max über den Priming-Effekt und darüber, warum neues Pflanzenmaterial den Abbau alter organischer Bodensubstanz ankurbeln kann – besonders unter langjähriger Erwärmung. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Thema: It’s Priming Time! Was passiert, wenn Mikroorganismen im Boden frischen Kohlenstoff erhalten? In dieser Folge sprechen Christoph und Max über den Priming-Effekt – also darüber, wie neues Pflanzenmaterial den Abbau bereits vorhandener organischer Bodensubstanz anregen oder bremsen kann. Im Mittelpunkt steht eine Studie aus einem langjährigen Erwärmungsexperiment in einem Grasland in Oklahoma. Mithilfe von ¹³C-markiertem Pflanzenmaterial untersuchten die Forschenden, woher das freigesetzte CO₂ stammte, welche Bakterien am Abbau beteiligt waren und wie mikrobielle Daten die Unsicherheit eines Kohlenstoffmodells verringern können. Außerdem diskutieren wir die Microbial-N-Mining-Hypothese und die stöchiometrische Zersetzungshypothese. Besprochene Studie Tao et al. (2024): Experimental warming accelerates positive soil priming in a temperate grassland ecosystem Ergänzendes Material zur Studie Weiterführende Informationen Kuzyakov et al. (2000): Review of mechanisms and quantification of priming effects Der grundlegende Übersichtsartikel zu Definition, Mechanismen und Messung positiver und negativer Priming-Effekte. Chen et al. (2014): Soil C and N availability determine the priming effect Die Studie stellt die Microbial-N-Mining-Hypothese und die stöchiometrische Zersetzungshypothese gegenüber. Hungate et al. (2015): Quantitative Microbial Ecology through Stable Isotope Probing Weiterführende Informationen zur quantitativen stabilen Isotopensondierung, kurz qSIP, mit der aktive Mikroorganismen anhand der Aufnahme markierter Substrate identifiziert werden können. Huo et al. (2017): Rhizosphere priming effect – A meta-analysis Eine Meta-Analyse zum Priming-Effekt, der durch lebende Wurzeln und ihre Kohlenstoffeinträge in der Rhizosphäre ausgelöst wird.
- 10.06.202664 min
Extreme Bodenerosionsraten der Magdalenenflut 1342 Heute geht es um eines der verheerendsten Erosionsereignisse der mitteleuropäischen Geschichte, das Magdalenenhochwasser von 1342. www.soilcast.de E-Mail: info@soilcast.de Den Soilcast unterstützen Soilcast in den sozialen Medien Vorgespräch Wir waren vom Grüne Liga Berlin e.V. auf das Umweltfestival in Berlin geladen. Christoph erzählt von seinen spannenden Erlebnissen auf diesem Event. Thema: Das Magdalenenhochwasser von 1342. In der Studie von Herget et al. (2021) geht es um die gesamtheitliche Einordnung eines der verheerendsten Hochwasserereignisse Mitteleuropas. Entweder durch eine Großwetterlage die dem Elbehochwasser von 2002 glich, oder durch eine konvektive Wetterlage kam es vor allem in der Mitte Deutschlands zu enorm hohen Niederschlagsmengen. Sedimentologische Studien durch Dotterweich et al. (2003) oder Dreibrodt et al. (2010) zeigen ein dramatisches Bild: So entstanden in kurzer Zeit tiefe Erosionslinien, die mehr als 10 m Tiefe erreichen konnten, das sogenannte Schluchtenreißen. Dotterweich & Bork (2007) gehen gar von 13 Mrd. Tonnen Bodenverlagerung aus, was in etwa einem Drittel der seit dem Frühmittelalter angefallenen Bodenverlagerung entspricht. Historische Berichte wie in Bork (2013) lesen sich entsprechend dramatisch. So wird der Bodenabtrag maßgeblich zur Aufgabe einer Vielzahl von Siedlungen geführt haben, und gleichzeitig den Nährboden für die folgende dramatische Pestepidemie in Mitteleuropa gelegt haben. Eine packende Audionachlese liefern hierzu auch zwei Zeitzeichen des WDR Radios von 2012 und 2022. Meine Pegel Website: https://www.hochwasserzentralen.info/meinepegel/ Beispielhaft findet ihr hier Hochwasserkarten des Freistaats Sachsen: https://luis.sachsen.de/wasser/hw/hochwasserrisikokarten.html Informiert euch bitte in eurem jeweiligen Bundesland über Hochwasserrisiken!